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Landesgartenschau 2014
Landau in der Pfalz
Kurzfassung

Machbarkeitsstudie

:: Grußwort

Landau ist eine Stadt mit Geschichte und Zukunft glei-

zukunftsweisend sein wird im Hinblick auf Architektur,

chermaßen. Unsere Bürgerinnen und Bürger nahmen die

Wohnqualität, Energieversorgung oder Mobilität. Ja,

Herausforderungen ihrer jeweiligen Zeit an und meister-

mit der Landesgartenschau 2014 möchten wir Zeichen

ten sie. Immer wieder waren besondere Aufgaben zu

setzen. Wir wollen mit einem Landschaftspark im Sü-

bewältigen. Die Schleifung der Vaubanschen Festung

den Landaus den Ring unserer städtischen Grünanlagen

am Ende des 19. Jahrhunderts war eine solche. Unsere

schließen, der durch die Schleifung der Festung und die

Stadt konnte wachsen – und gedeihen. Was damals ent-

Süwega begonnen wurde. Wir möchten mit der Garten-

stand, überzeugt städtebaulich bis heute. 1949 erkannte

schau die Entwicklung des „Wohnparks Am Ebenberg“

man mit der Südwestdeutschen Gartenbauausstellung

forcieren. Wir wollen eine Schau, die mit ihren Parks,

(Süwega) die Werte der entstandenen Grünzonen für

Freizeit-, Spiel- und Sportanlagen dauerhaft neue Le-

eine neue Lebensqualität in unserer Stadt. Sie war die

bensräume in der Südstadt gestaltet. Und wir möchten

erste große Schau dieser Art in Deutschland nach dem

eine Schau, mit der wir den Forschungsstandort Landau

Zweiten Weltkrieg und gab Landau ein neues Selbstbe-

unter Mitwirkung der Universität nachhaltig stärken.

wusstsein. Der vollständige Abzug des französischen

Schließlich soll die Landesgartenschau die einzigartige

Militärs und seiner Familien veränderte unsere Stadt ein

südpfälzische Landschaft und Region widerspiegeln, die

weiteres Mal grundlegend. Wir haben die „Jahrhundert-

Wein und Kultur verbindet.

aufgabe Konversion“ als herausragende Chance für die
Zukunft erkannt und Schritt für Schritt erfolgreich be-

Unser Bewerbungskonzept nimmt Sie mit auf den

wältigt: Militärische Tabuzonen wandelten sich zu vitalen

Weg in Landaus Zukunft. Gemeinsam mit Ihnen, den

Orten städtischen Lebens, Magazingebäude wurden zu

Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Verbänden, Ver-

Einkaufspassagen, Gefängnisse zu Orten studentischen

waltung und Politik, haben wir unter fachlicher Bera-

Wohnens; wo früher Soldaten schwitzend exerzierten,

tung des Büros StötzerStötzer aus Freiburg ein Konzept

spielen heute Kinder in familienfreundlichen Wohnbe-

entwickelt, das große Zustimmung bei den Beteiligten

reichen inmitten liebevoll gestalteter Gärten und Parks.

fand. Überzeugen Sie sich selbst von der Vielzahl der

Eine gewaltige Aufgabe liegt noch vor uns: Die Entwick-

Chancen, die eine „Landesgartenschau Landau 2014“

lung unserer größten Kaserne Estienne-Foch südlich der

für unsere Stadt und die gesamte Region bringt.

Cornichonstraße. Hinter den stattlichen Mannschaftsge-

Damit Vergangenheit Zukunft hat!

bäuden, die wie ein Riegel die Stadt begrenzen, öffnet
sich der Blick auf alten Baumbestand und wunderschöne

Herzlichst

Backsteingebäude. Von oben betrachtet, erkennt man
die Weite der Landschaft, die sich über den Bahngraben hin zum Nationalen Naturerbe Ebenberg erstreckt.
24 Hektar, die darauf warten, aus ihrem „Dornröschenschlaf“ zu erwachen. Ein neuer Stadtteil soll hier
entstehen, der „Wohnpark Am Ebenberg“, der Jung
und Alt gleichermaßen „Lust auf Landau“ macht und

Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer

:: Inhalt
Ziele

4

Die Stadt Landau in der Metropolregion Rhein-Neckar

6

Tradition von Gärten und Parks

8

Das Flächenpotenzial

10

Die Strategie – das Leitkonzept

12

Die Landesgartenschau 2014 – Ausstellungskonzept

14

Ein Tag auf der Landesgartenschau

16

Die Parkanlage 2025

18

Resümee und Ausblick

20

4

:: Ziele
Die Landesgartenschau ist für die Stadt in der Wachs-

Nach Aufgabe der militärischen Nutzungen besteht jetzt

tumsregion Rhein-Neckar eine große Herausforderung

die Möglichkeit, das ehemalige Kasernenareal sowie den

und eine einzigartige Chance für die Zukunft. Wichtiges

gesamten Südbereich zwischen dem Bahngraben und

Ziel ist dabei die Stärkung von Landau in der Pfalz als be-

dem Ebenberg in die Stadtentwicklung einzubeziehen

deutender Standort der Region. Landau in der Pfalz will

und neue Verknüpfungen mit dem Freiraum zu schaffen.

die Chance ergreifen, im Jahr 2014 den Besuchern der

Die Landesgartenschau könnte die bereits in der Kon-

Stadt die Entstehung eines attraktiven neuen Stadtquar-

versionsplanung entwickelte Grundidee in herausragen-

tiers, verbunden mit einer Grünentwicklung bis ins ein-

der Weise fortführen: Die urban geprägte Südstadt und

zigartige Nationale Naturerbe Ebenberg zu präsentieren.

die nur wenige hundert Meter entfernte Innenstadt

Der Süden der Stadt soll ein neues Gesicht bekommen.

Landaus werden über das frühere Kasernengelände als
wichtiges Bindeglied nach Süden mit einer grünen Ach-

Die „Jahrhundertaufgabe Konversion“ geht für die Stadt

se an den Landschaftsraum des Ebenbergs angebunden.

Landau in der Pfalz mit der Revitalisierung des mit rund

An der Schnittstelle zwischen Stadt und Landschaft ent-

24 Hektar größten Kasernenareals „Estienne-Foch“ in

steht ein neuer Stadtteil, der zukunftsweisend sein wird

die letzte Phase einer Entwicklung, die seit Anfang der

für Wohnen und Arbeiten.

90er Jahre des letzten Jahrhunderts rund 100 Hektar
bebauter Fläche in der Stadt Landau grundlegend verän-

Mit der Durchführung einer Landesgartenschau könn-

derte. Das ehemalige Kasernengelände „Estienne-Foch“

ten auf dem beschriebenen Gelände die Lebensquali-

eröffnet für die Stadt Landau in der Pfalz die große Chan-

tät, die Attraktivität und die Bekanntheit des künftigen

ce, den Süden der Stadt nachhaltig aufzuwerten und

„Wohnparks Am Ebenberg“ von Anfang an erheblich

mit dem angrenzenden Landschaftsraum zu verzahnen.

gesteigert werden. Eine „Adresse“ wird ausgebildet mit

Die ehemalige Kaserne „Estienne-Foch“ soll im Rahmen

dem Ergebnis, dass sich die Entwicklungsgeschwindig-

einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme zum

keit unter Wahrung qualitativer städtebaulicher Ansprü-

„Wohnpark Am Ebenberg“ entwickelt werden. Nach

che beschleunigt. Dies trägt unter dem Gesichtspunkt

dem Leitsatz der Stadt „Innen- vor Außenentwicklung“

der Umwegrentabilität auch dazu bei, dass im Rahmen

wird in den nächsten 10 bis 15 Jahren der überwiegen-

der Gebäudesanierungen und Neubauten starke Impul-

de Teil des künftigen städtischen Wohnflächenbedarfs

se u. a. auf die Bauwirtschaft und die Handwerksbe-

unter Berücksichtigung demografischer Entwicklungen

triebe der Region ausgehen und Vorfinanzierungs- und

und Erfordernisse an moderne städtische Wohnformen

Entwicklungskosten der städtebaulichen Entwicklungs-

sowie nachhaltigem Bauen befriedigt werden. Hierzu

maßnahme Konversion Landau-Süd durch eine zügigere

gehört auch die Schaffung eines Lebensumfeldes, in

Vermarktung reduziert werden können.

dem Wohnen und Arbeiten gemeinsam erfolgen und
Dienstleistungen, Kreativberufe, Forschungsinstitute,

Die Landesgartenschau 2014 unterstützt die Stadt

Bildungseinrichtungen und nicht-störendes Gewerbe ei-

Landau in der Pfalz bei der nachhaltig wirksamen

nen Standort finden.

Bewältigung der „Jahrhundertaufgabe Konversion“.
Somit wird die Landesgartenschau ein leistungs-

In diesem Zusammenhang sollen für die geschätzten

starker Motor für eine innovative Stadtentwicklung

3.000 zukünftigen Bewohner/innen des „Wohnparks

sein und die Attraktivität und Anziehungskraft von

Am Ebenberg“, aber auch für die rund 10.000 Men-

Landau in der Pfalz als wichtiges Zentrum für Wirtschaft

schen im gesamten südlichen Stadtbereich und für die

und Forschung, aber auch für Tourismus, Weinbau und

dort Arbeitenden, Erholungsräume, Sport- und Freizeit-

Landwirtschaft nachhaltig stärken.

flächen geschaffen werden. Hier wird ein enormes Potenzial in der derzeit ungeordneten und kaum erschlos-

Um diese Ziele zu erreichen, braucht die Stadt

senen Zone zwischen Kaserne und Naturschutzgebiet

Landau in der Pfalz die Landesgartenschau 2014.

Ebenberg gesehen.

5

Nußdorf
Dammheim

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Godramstein

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Landau Kernstadt
Queich

Queichheim

Bahnhof

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Birnbac

Mörlheim

Plangebiet
Nac

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Wollmesheim

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he

Ebenberg

Mörzheim

Blick vom Kasernenareal auf die Innenstadt von Landau

..................................................................................................................................................................................
Mit der Landesgartenschau 2014 möchte die Stadt Landau in der Pfalz wichtige Weichen für die
städtebauliche und freiraumplanerische Entwicklung der nächsten 20 Jahre stellen.
..................................................................................................................................................................................

6

:: Die Stadt Landau in der Metropolregion Rhein-Neckar
Die Stadt Landau in der Pfalz, kreisfreie Stadt in der

oder die Villa Streccius, die in den vergangenen Jahren

Metropolregion Rhein-Neckar und mit knapp 45.000

auch mittels finanzieller und ideeller Unterstützung aus

Einwohnern Mittelpunkt der Südpfalz, ist heute eine

der Bürgerschaft saniert werden konnten. Dreh- und

lebendige Stadt mit einem großen Angebot an Kultur

Angelpunkt der großen Kulturereignisse der Stadt und

und Einkaufsmöglichkeiten. Alle wichtigen schulischen

der gesamten Region ist die Jugendstil-Festhalle.

Einrichtungen sind vorhanden. Landau in der Pfalz ist
Universitätsstandort und Behördenstadt, was sich an

Aufgrund der zentralen Lage im europäischen Binnen-

über 6.000 Studierenden und fast 20.000 Beschäftigten

markt an der Wirtschaftsachse Rhein und der günstigen

zeigt.

Verkehrsanbindung bietet Landau attraktive Voraussetzungen für Unternehmen. Mit der Universität Koblenz-

Die Stadt Landau in der Pfalz lebt von der Vielfalt ihrer

Landau und den in Landau angesiedelten Umwelt- und

kulturellen Angebote, die nicht nur von der Kommune,

Bildungswissenschaften sind die Voraussetzungen für

sondern insbesondere auch von bürgerschaftlichem En-

den Ausbau und die Profilierung des Forschungsstandor-

gagement getragen wird. Sie besitzt zahlreiche attrakti-

tes, vernetzt mit den Umweltforschungskompetenzen,

ve Veranstaltungsstätten, wie das Frank-Loebsche-Haus

in der Region gegeben.

Die Festhalle

Radeln in den Weinbergen um Landau

Der Rathausplatz

Stadtteil Nußdorf

7

Bensheim

Frankenthal

Ludwigshafen

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Worms

Heppenheim

B er gs

Die Metropolregion
Rhein-Neckar

Lampertheim
Viernheim

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Weinheim

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Heidelberg
Neustadt a.d.W.
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Wiesloch

Rheine

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Landau

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P fälz

Sinsheim

Frankreich

Die Stadt Landau befindet sich im Westen der Metropolregion Rhein-Neckar und wurde 2006 in diese
aufgenommen. Sie hat einen Einzugsbereich von ca.
250.000 Menschen bis weit in den Paminaraum, einen
kommunalen deutsch-französischen Zweckverband in
der Pfalz, in Baden und im Elsass.
Die zentrale Lage der Stadt Landau in der Pfalz zwischen Pamina-Raum und Metropolregion Rhein-Neckar
hat zum einen viele Vorteile, zum anderen bestehen
für die Stadt auch Herausforderungen, die sie im
Rahmen dieser Zuordnung zu erfüllen hat, wie z. B. die
Sicherung und weitere Qualifizierung des Bildungs-,
Forschungs-, Wissenschafts- und Universitätsstandortes
Landau. In der Prognos-Studie „Zukunftsatlas 2007“
nimmt die Stadt Landau in Sachen Zukunftsfähigkeit,
Dynamik, Wettbewerb, Innovation und Stärke innerhalb von Rheinland-Pfalz nach der Landeshauptstadt
Mainz den zweiten Platz ein. Auf dieser Grundlage wird
Landau für die Zukunft eine positive Entwicklung prognostiziert.

Leimen

Orte mit mehr als 25 000 Einwohnern
über 100 000 Einwohner
über 50 000 – 100 000 Einwohner
über 25 000 – 50 000 Einwohner
Grenze der Metropolregion Rhein-Neckar

8

:: Tradition von Gärten und Parks
Die Grünstruktur der Stadt Landau in der Pfalz hat sich

sernenareals Estienne-Foch mit dem neuen Grüngürtel

im Wesentlichen auf geschliffenen Wallanlagen der ehe-

Süd den bestehenden Ring der vorhandenen Parkan-

maligen Festung Landau entwickelt. Es besteht im Nor-

lagen nach Süden weiterzuentwickeln und zu schließen.

den und im Westen eine Abfolge von Grünanlagen und
Parks, deren Entwicklung und Pflege in Landau in der

Der Ebenberg, ehemals militärisches Übungsgelände,

Pfalz eine hohe Tradition haben.

heute Nationales Naturerbe und damit Schutzgebiet von
überregionaler und nationaler Bedeutung, erstreckt sich

Die südwestdeutsche Gartenbauausstellung (SÜWEGA)

auf einer Fläche von ca. 225 ha im Süden der Stadt und

im Jahr 1949 nutzte diese innenstadtnahen Parkanlagen

bietet für die zukünftige Freiraumentwicklung hervorra-

und trug auf einer Gesamtfläche von 16 ha wesentlich

gende Anknüpfungspunkte. Das Erscheinungsbild der

zur Bewältigung der Nachkriegsprobleme in der Stadt

Fläche ist eine hügelige Savannenlandschaft mit weiten

bei. Bis heute sind Elemente der SÜWEGA in der Stadt

Grasfluren, Gebüschen und einzelnen Waldstücken. Der

erhalten und mitverantwortlich, dass Landau auch den

Ebenberg ist Lebensraum von seltenen oder in ihrem Be-

Titel „Gartenstadt“ trägt.

stand bedrohten wildlebenden Tierarten, insbesondere
seltenen Vogel- und Fledermausarten. Zukünftig sollen

Durch die Nutzung der südlichen Kernstadtbereiche als

die Strukturvielfalt und der Reichtum an heimischen Tier-

Kasernengelände und Truppenübungsplatz konnte eine

und Pflanzenarten durch Offenlandpflege erhalten und

Entwicklung und Anbindung der Grünstrukturen, die

optimiert werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der

sich wie ein Ring um die Stadt einordnen, nach Süden

Umweltbildung, um Menschen für die Natur zu begeis-

nicht stattfinden. Ziel der Freiraumentwicklung der Stadt

tern und ein nachhaltiges Verantwortungsbewusstsein

Landau in der Pfalz ist es, nach dem Freiwerden des Ka-

zu fördern.

Ausstellungsplan und Impressionen der ersten SÜWEGA

Naturkundliche Exkursionen auf dem Ebenberg

Sechsfleckwidderchen

Grasflure wie im
vorindustriellen
Zeitalter

9

Nußdorf

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Mörzheim

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Legende
7
1 Südwestpark
8
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2 Friedhof
10
3 Goethepark
11
4 Savoyenpark
12
5 Ostpark

Südwestpark
Friedhof
Goethepark
Savoienpark
Ostpark
Schillerpark
8 Zoo
Fortanlage (Luitpoldpark)
9 Nordpark
ZOO
Nordpark
10 Queichtalauen
Queichtalauen 11 Birnbachtal
Birnbachtal
12 Grünzug Gewerbepark
Grünzug Gewerbepark am Messplatz
„Am Messegelände“

6 Schillerpark

13 Grünflächen, Wohngebiet

7 Fortanlage (Luitpoldpark)

Quartier Vauban

Ebenberg

Mörlheim

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10

1

3

2

Flächenpotenziale der LGS Landau 2014
Kernbereich der LGS

Grenze Fauna-Flora-Habitat-Gebiet

temporäre Gärten im Kasernenareal





Grenze Naturschutzgebiet

Musterbebauung

Birnbach

LGS Umgrenzung/
Gesamtausstellungsgelände 2014

1 Zone 1: Der Park im Kasernenareal
2 Zone 2: Flächen zwischen Bahngraben und Ebenberg
3 Zone 3: Ehemaliges Kohlelager

:: Das Flächenpotenzial
Die ehemalige Kaserne Estienne-Foch hat eine Größe

Weitere rund 10 ha sind für temporäre Gärten innerhalb

von rund 24 ha. Weitere rund 20 ha stehen südlich der

des Kasernenareals vorgesehen. Diese Flächen werden

Kaserne als Flächenpotenzial für eine Landesgarten-

nach der Landesgartenschau wohnbaulich entwickelt.

schau zur Verfügung.
Die dauerhaften Parkanlagen sind eingeteilt in drei
Für die Entwicklung der dauerhaften Parkanlagen im

Zonen, die im Einzelnen im Zuge der Planung auf ihren

Rahmen der Landesgartenschau Landau in der Pfalz

Bestand, ihre möglichen Entwicklungspotenziale und

2014 werden von diesem Potenzial 20 ha genutzt.

ihre Chancen und Ziele geprüft werden.

11

Zone 1: Blick vom
Kasernenareal auf die Marienkirche

Zone 2: Übergang Estienne-Foch – Ebenberg:
Blick auf die Rollsporthalle

Zone 3: Asphaltierte Flächen –
ehemaliges Kohlelager

:: Zone 1 Der Park im Kasernenareal
Heute stellt sich das Kasernenareal der Estienne-Foch-

Über die städtebauliche Neuentwicklung des gesamten

Kaserne als ein für die Öffentlichkeit unzugängliches

Quartiers sowie eine großzügige Grünverbindung von

Gebiet dar. Entlang der Cornichonstraße und an ver-

Nord nach Süd besteht die Chance die derzeitige Barrie-

schiedenen Stellen im Gelände befinden sich denkmal-

re-Wirkung von der Innenstadt nach Süden aufzulösen.

geschützte und erhaltenswerte Gebäude der ehemali-

Eine Schlüsselfunktion hierbei übernimmt der zukünfti-

gen Kaserne. Das Kasernengelände bildet eine deut-

ge Park im Kasernenareal. Damit besteht die Möglich-

liche Barriere innerhalb des Stadtraumes südlich der

keit, das Angebot für Naherholung und Freizeit für die

Cornichonstraße.

Innenstadt aufzuwerten.

:: Zone 2 Flächen zwischen Bahngraben und Ebenberg
Die südlich des Kasernenareals gelegenen Flächen zwi-

und unübersichtlich. Die Orientierung für Fußgänger und

schen Bahngraben und Ebenberg beinhalten große Flä-

Radfahrer in das Birnbachtal und die Umgebung ist nur

chen, die neu geordnet werden müssen. Sie sind geprägt

schwer möglich. Ein hohes Potenzial für die Freiraument-

von einem alten Sportplatz und einer Sporthalle, für die

wicklung besteht in der Möglichkeit einer Neuordnung

Entwicklungs- und Modernisierungsbedarf besteht. Nach

durch die Schaffung einer Pufferzone zwischen dem ur-

Osten wird dieser Bereich begrenzt durch die Anlage der

banen Bereich sowie dem hochwertigen Naturschutzge-

Geothermie, die sich auf dem Areal der ehemaligen Pan-

biet Ebenberg. Entstehen könnte ein hochwertiger Land-

zerhallen befindet. Nach Süden hin ist die bandartige Flä-

schaftspark, der als Erholungsraum für die benachbarten

che limitiert durch die Grenzen des Naturschutzgebietes

Wohngebiete dienen kann und zu einer Freiraumvernet-

Ebenberg. Derzeit wirkt das ganze Areal sehr ungeordnet

zung im südlichen Stadtgebiet beiträgt.

:: Zone 3 Ehemaliges Kohlelager
Der Flächenbereich grenzt im Osten an die Gleistrasse

Die Flächen beinhalten große Potenziale, um hier die

und wird nordwestlich vom Bahngraben begrenzt. Nach

Sport-, Spiel- und Freizeitangebote sowie die notwen-

Süden bildet die Fläche des ehemaligen Baseballfeldes

digen Ergänzungen an Kleingärten für die Stadt Landau

aus militärischer Nutzung und heute FFH-Gebiet die

aufzunehmen und zu konzentrieren. Ebenso soll von

Grenze des Areals. Im mittleren Bereich befindet sich

hier aus eine Anbindung an die naturkundliche Station

das ehemalige Kohlelager mit Fahrstraße und Resten aus

und das zukünftige Forschungszentrum Ebenberg ge-

dem ehemaligen Baubestand. Es handelt sich dabei um

schaffen werden. Zukünftig sollen die großen Flächen

ein großes, brachliegendes Flächenareal, das derzeit un-

des ehemaligen Kohlelagers damit von Bebauung und

benutzt ist.

gewerblicher Nutzung freigehalten werden.

12

:: Die Strategie – das Leitkonzept
Ziel der nachhaltigen Stadtentwicklung in Landau ist

im innerstädtischen Gesamtgefüge. Sie übernehmen

die Kompaktheit der Stadt zu erhalten. Dies ist verbun-

Schlüsselfunktionen, das Stadtzentrum mit den Nah-

den mit dem Grundsatz Innenentwicklung vor Außen-

erholungsgebieten und dem Naturschutzgebiet Eben-

entwicklung. Das bedeutet: Innenstadt- und kernstadt-

berg nach Süden zu verbinden, und sind eine einzig-

nahes ehemaliges Konversionsgelände wird wieder

artige Möglichkeit, Leben, Wohnen und Arbeiten in

bebaut und Wohn- oder Gewerbegebiete entwickelt.

der Südstadt qualitätsvoll weiterzuentwickeln und den
bereits vorhandenen Ring der Grünanlagen um die In-

Die Flächen der Estienne-Foch-Kaserne und die südlich

nenstadt mit dem Landschaftspark und der Anbindung

angrenzenden Bereiche sind ein wichtiges Bindeglied

an den Ebenberg zu vervollständigen.

:: Die grüne Fuge | Die Landschaftsrampe |
Der Sport-, Spiel- und Freizeitcampus
Die grüne Fuge – der Park innerhalb des Kasernen-

geprägten Park den Übergang in den naturnahen und

geländes – ist das Element, das konsequent die grüne

landschaftlichen Teil des Landschaftsparkes mit Naher-

Verbindung in die südlichen Bereiche des Landschafts-

holungsfunktion darstellt.

parks aufspannt.
In der Abfolge wird nach Osten mit dem Sport-, SpielDie Landschaftsrampe ist der Gelenkpunkt, der einer-

und Freizeitcampus ein weiterer Baustein entwickelt,

seits die Verbindung in den östlichen Teil Richtung ehe-

der alle Funktionen für Aktiv-Sport, Bewegung und Fit-

maligem Kohlelager bildet, und andererseits vom urban

ness sowie Spiel beinhaltet.

Anschluss Innenstadt
Gebäude Riegel

EINGANGSPLATZ
Bindeglied

GRÜNE FUGE

landau südgrüngürtel
H
ze FF
Gren
NSG
Grenze

Anschluss Landschaft

Die Strategie: Vernetzung

13
8
9

Innenstadt
weitere mögl.
temporäre
Parkplätze

temporäre Parkplätze
Messeplatz ca. 1.150 Stp

6

7

Eingangsplatz

4
Ba
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temporäre
Parkplätze
Messeplatz
ca. 750 Stp

ab
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5

en

Grüne Fuge

1

geplante Süderschließung

Sport-, Spiel- und Freizeitcampus

weitere
mögliche
temporäre
Parkplätze

Gr
en

Landau-Süd Grüngürtel

ze

NS

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2

3

Naturschutzgebiet/FFH-Gebiet /
Nationales Naturerbe Ebenberg

Das Leitkonzept

Flankierende Maßnahmen

Schaugelände ca. 30 ha

1 Renaturierung Birnbach

Begrenzung LGS

2 Reiterhof
3 Naturerlebnis Ebenberg


Natur- und Forschungszentrum Ebenberg

4 Möglicher neuer Bahnhaltepunkt
5 Neue Bebauung
6 Verknüpfung zur Innenstadt, Aufwertung der Straßenräume


Öffnung der historischen Bebauungsstruktur

7 Denkmalgerechte Sanierung des Gebäudebestands
8 Verknüpfung Hauptbahnhof
9 Verbesserung von Teilbereichen in vorhandenen Parkanlagen

Rundweg

14
Richtung Innenstadt

Schaugelände Estienne-Foch 1

Die Landschaftsrampe 2

Legende

Haupteingang zur Landesgartenschau

1


Schaugelände Estienne-Foch/Großes Eingangsfoyer

2

Die Landschaftsrampe

Mögliche Parkierung vorhanden

Parkierung, temporär

3

Sport-, Spiel- und Freizeitcampus

Grüner Faden

Entree Landesgartenschau
Kasse · Haupteingang · Info, Büro, Presse · Großes Eingangsforum
Blumenpromenade · Information Medienwerkstatt
Wissenschaft. Forschung. Bildung.

Moderne Wohn- und Arbeitsformen
Energieeffizientes Bauen · Barrierefreies Wohnen
Studentisches Wohnen · Kreativ-Milieu · Forschungscampus

Information.Medien

Wohnen.Arbeiten

Garten und Kunst Gartenkunst · Atelierkunst · Ausstellung
Staudenparterre · Baumalleen · Wasserparterre · Museumsgarten
Garten und Genuss Weingarten, Weinhaus · Palmenhaus
Blumenhalle · Orangerie · Eisgarten Stadt und Geschichte

Neue Energien
Innovation · Energiegewinnung · Ressourcen & Co.
Wasseraufbereitung · Solarenergie · Windkraft

Kultur.Garten

Energie.Technik

15

3 Sport-, Spiel- und Freizeitcampus

G

Geplante Straßentrasse (Süderschließung Landau)

Grenze NSG

V

Gastronomie

Veranstaltung

Gebäude temporär

Begrenzung LGS Schaugelände

B

Bushaltepunkt

Neue Bebauung

AE Anbindung Ebenberg

Erhaltenswerte Gebäude/Denkmalschutz

Kunst, Wasser, Erde, Licht und LandArt
Spiegelhalle mit Flugdach · Kunstarena · Windräder
Spielskulpturen · Tiergärten · Volieren · Geysire

Kunst .Wasser
Licht und LandArt
Große Himmelsleiter · Lichtobjekt, Lichtshow
Sternenbeobachtung · Blick über die Savannenlandschaft

Vision.Inspiration

Aktives Leben
Open-Air-Halle · Event & Sportshow · Gartenfreude
Gartenparadiese · Kleingärten · Gesundheit, Freizeit

Freizeit.Sport
Ökologie
Biosphärenausstellung · Bodenwelten · Umweltinfo
Geologie · Forschungszentrum Ebenberg · Klimaforschung

Umwelt.Ökologie

16

:: Ein Tag auf der Landesgartenschau
Innerhalb des Ausstellungsgeländes sind die Vorausset-

campus bildet das Kasernenareal hervorragende Rahmen-

zungen geschaffen, einen spannenden Rundweg an-

bedingungen.

legen zu können, der vom großen Foyer an der Cornichonstraße über die grüne Fuge zur Landschaftsrampe

03 | Die Blumenschau in den alten Gebäuden

mit der Himmelsleiter führt. Am Birnbach entlang geht

Ein besonderes Ambiente für die Blumenausstellungen

es zum Aussichtsturm mit Anschluss an das Forschungs-

bieten die bestehenden denkmalgeschützten Gebäude.

zentrum Ebenberg. Über den Sportcampus und die Gar-

Hohe Palmen, Philodendron- und Ficusarten sowie Or-

tenparadiese kommt der Besucher zurück auf das Kaser-

chideen-, Rosen- oder Dahlien-Ausstellungen können

nengelände mit innovativen temporären Blumengärten

in den Innenräumen der historischen Gebäude sehr gut

und Rebanlage der Pfälzer Weingüter. Stationen zum

angeboten werden.

Ausruhen und Verweilen repräsentieren die Genusskultur der Pfalz.

01 | Lebendiger Auftakt im historischen Umfeld

04 | Die grüne Fuge

Die städtebaulichen Rahmenbedingungen mit Gebäu-

Das lange Wasserparterre mit Wasserkaskaden und Was-

den der historischen Kasernenanlage bieten ein span-

serspielen leitet über die grüne Fuge mit Gräsern und

nendes Entrée für die Landesgartenschau. Von Norden,

Staudenbändern bis zur Brücke zum südlichen Grüngür-

Osten und Westen über die Eingangspromenade – be-

tel. Innerhalb des langen grünen Bandes befinden sich

gleitet von einem bunten Bordürenband aus Sommer-

auch attraktive Spielstationen. Die Landschaftsrampe in

blumen – wird der Besucher, von der Stadt herkom-

Richtung Ebenberg findet ihren Höhe- und Bezugspunkt

mend oder den Parkplätzen aus dem Osten, direkt zum

in der großen Himmelsleiter. Sie ist Lichtobjekt, Blickfeld

Haupteingang geleitet.

in den Kosmos und bietet die Perspektive über die weite
Savannenlandschaft des Ebenberges.

02 | Modernes Wohnen und Arbeiten auf dem
Kasernenareal

05 | Stauden und Gräser-Tapisserien im Bereich der

Wesentlicher Inhalt für die Entwicklung des Kasernen-

großen Landschaftrampe in Richtung Ebenberg

areals ist das Thema Wohnen. Beispielhaft sollen im Zuge

Wildstauden, Gräser, zarte Blüten in feinen Farbabstim-

der Landesgartenschau zum einen die Möglichkeiten für

mungen kennzeichnen die zarten duftigen Sommerwie-

Wohnen in historischen Kasernengebäuden an der Cor-

sen, die ein breites Band zum Ebenberg hin bestimmen.

nichonstraße gezeigt werden, zum anderen sollen neue

Pfade führen den Besucher in die Vegetationsbestände.

Gebäude mit modernen Wohnformen vorgestellt werden.

Wiesen und Gräserlandschaften ergänzen den Bestand

Für Kreativberufe und einen Bildungs- und Forschungs-

und bringen Farbkontraste.

17

06 | Natur und Umwelt

Open-Air-Halle

Der gesamte Themenbereich von Natur und Umwelt

Die große Open-Air-Halle, die gleichzeitig für die Groß-

wird im Bereich des Naturschutzzentrums im Osten dar-

gastronomie installiert wird, befindet sich im Bereich der

gestellt. Ausstellungen über Biosphären-Reservate, eine

zukünftigen Stellplätze für den Sport-, Spiel- und Frei-

kleine Gastronomie sowie die Lehrveranstaltungen sind

zeitcampus sowie das Naturschutzzentrum. Hier können

dort geboten. Ein Aussichtsturm wird so konstruiert,

Großveranstaltungen und Konzerte durchgeführt wer-

dass er auch als Kletterturm fungieren kann.

den, ohne benachbarte Nutzung zu stören.

07 | Sport-, Spiel- und Freizeit-Campus

Garten, Kultur und Kunst, Genuss und Wein

Auf den Sportfeldern werden spannende Veranstaltun-

Über die neue Brücke gelangt man in die temporären

gen zum Thema Sport und Freizeit zum Mitmachen für

Gärten auf dem Kasernenareal. Dort gibt es die Mög-

Besucher und Bürger angeboten, ebenso spezielle Sport-

lichkeit, Gärten, Kultur und Kunst zu erleben. Ein Wein-

shows. Die Themen Abenteuerspiele, Biken und Skaten

haus mit Freisitz und vielfältige Wein- und Rebgärten

sind ebenfalls dargestellt. Ein lebendiger, integrierend

heben das Angebot der großen Weinanbaugebiete um

wirkender Sportverein „FC Türkgücü“ präsentiert seine

Landau in der Pfalz hervor.

Vereinsarbeit. Eine neue Kleingartenanlage ergänzt das
vorhandene Angebot in Landau.

Sonderveranstaltungen
Sonderveranstaltungen reichen von Ausstellungen zur

08 | Das Forschungszentrum Ebenberg

Stadtgeschichte, Kunstausstellungen, Blumensonderschau-

Das Forschungszentrum Ebenberg der Universität

en, Musikveranstaltungen, LandArt-Events in den naturna-

Landau befindet sich im nördlichen Bereich des Na-

hen Bereichen bis zu Weinproben und kulinarischen Son-

turschutzgebietes Ebenberg. Ziel ist die Wissens- und

derveranstaltungen. Die historischen Gebäude auf dem

Bildungsvermittlung über Umwelt und Naturschutz für

Kasernenareal bieten hierfür einen idealen Rahmen.

Erwachsene und Kinder.
Einbezug der Stadtteildörfer
Garten-Paradiese

Im Rahmen des Veranstaltungskonzeptes der LGS wer-

Mit dem Thema Gartenparadiese werden Beispiele für

den auch die Stadtdörfer eingebunden. Anknüpfend an

Kleingärten, Obstgärten, Bienengärten, Gemüsegärten,

die bestehenden Fuß- und Radwegenetze werden spe-

Kräutergärten usw. gezeigt. Kleine Bauwerke bringen

zielle Tourenpläne zu den Stadtdörfern angeboten. Ein

entsprechende Beispiele und Möglichkeiten für Veran-

besonderes Highlight dabei ist eine Rundfahrt mit dem

staltungen und Bewirtung.

„Landauer“, der direkt vom Schaugelände aus zu einer
erlebnisreichen Fahrt in die Landschaft um Landau startet.

18

:: Der neue Landschaftspark – die neue Parklandschaft
im Süden Landaus
Die Grundkonzeption für das zukünftige Parkgelände

Forschungszentrum Ebenberg. Hier entstehen ein breites

der Landesgartenschau Landau in der Pfalz 2014 basiert

Ausstellungs- und Dokumentationsangebot zum Thema

auf der Neuordnung des gesamten Geländes, welches

Natur und Umwelt sowie Umweltbildungsangebote.

sich teilweise im Kasernenareal und weitestgehend südlich der Kaserne befindet. Die Entwicklung der grünen

Als ein weit sichtbares Zeichen im Osten des Geländes

Fuge, von der Cornichonstraße über das Kasernenareal

wirkt der geplante Aussichts- oder Spähturm, der zum

bis zum Beginn des Naturschutzgebietes Ebenberg, ist

einen eine Aussichtsplattform anbietet, gleichzeitig je-

dabei ein wesentliches Gestaltungselement. Die grüne

doch auch als Kletterturm ausgebildet ist. Der Spähturm

Fuge entwickelt sich vom großen urbanen Platz an der

ist neben der Himmelsleiter eine weitere sichtbare Land-

Cornichonstraße in den landschaftlichen naturnahen

marke. Er wird zur Gartenschau erstellt und bleibt für die

Südbereich der Landschaftsrampe. Über einen großen

Bürger erhalten.

zentralen Platz – umgeben von der historischen Bausubstanz der Estienne-Foch-Kaserne – wird der Auftakt

Der Ebenberg ist eingestuft als Nationales Naturerbe.

gebildet. Der städtisch geprägte Landschaftspark, die

Das bedeutet, dass die Grenzen dieses hochwertigen

grüne Fuge, wird charakterisiert durch ein breites blaues

Naturschutzgebietes respektiert werden müssen. Im

Wasserband, begleitet von Alleen und Baumgruppen.

Zuge der Entwicklung des Grüngürtels Landau-Süd soll

Über die vorhandene historische Eisenbahnbrücke führt

ein Besucherlenkungskonzept erarbeitet werden, das die

die grüne Rampe hinaus in den landschaftlichen Bereich,

möglichen Zutritte im Naturschutzgebiet regelt. Vom

leicht aufsteigend.

Südbereich ausgehend führt im Osten eine neue Brücke

....................................................................................
Die grüne Fuge
Die Landschaftsrampe
Der Sport-, Spiel- und Freizeitcampus
....................................................................................

über den Bahngraben in das Kasernengelände, so dass
zukünftig auf diesem Weg die Sport- und Freizeiteinrichtungen vom neuen Wohngebiet aus direkt erreicht werden können, ohne störend auf den Ebenberg einwirken
zu müssen. Die Trasse der mittelfristig geplanten Süderschließung ist bei der Konzeption des Landschaftsparks

Erst die Neuordnung der Flächen im Bereich der Land-

berücksichtigt. Ihre Ausdifferenzierung und Einbindung

schaftsrampe vollendet konsequent die Vernetzung

in Topografie und Landschaftsraum muss im weiteren

des neuen Wohngebietes und der Innenstadt mit dem

Planungsprozess herausgearbeitet werden.

Freiraum. Mit der Neuordnung verbindet sich auch die
Umlagerung von Sport- und Freizeitflächen in den Grüngürtel nach Osten. Die vorhandene Rollsporthalle bleibt
bestehen und wird als neue Spiegelhalle mit einem Flugdach in die Landschaftsrampe integriert. Mit den neuen
Fuß- und Radwegen am Birnbach entlang und dem Rand
des Ebenberges folgend entsteht die Verbindung in den
östlichen Geländebereich, das ehemalige Kohlelager.
An dieser Stelle ist im Zuge der Neuordnung der neue
Sport-, Spiel- und Freizeit-Campus vorgesehen. Zentral angeboten wird in der Daueranlage ein Parkplatz,
der sowohl für den Campus zu nutzen ist als auch für
das im Süden liegende Naturschutzzentrum und das

19

1

3
2

Die Daueranlage

Legende

1


Quartiersplatz

2

Die Landschaftsrampe

3

Sport-, Spiel- und Freizeitcampus

G

Gastronomie

H

Bahnhaltepunkt

P

Neue Stellplätze
AE Anbindung Ebenberg
Geplante Straßentrasse (Süderschließung Landau)
Neue Bebauung
Grenze NSG


20

:: Resümee und Ausblick
Der Masterplanentwurf für die Landesgartenschau um-

Pfalz am 10.11.2009 zugestimmt. Bürgerschaft, Vereine,

fasst die Stadtentwicklung und die Freiraumentwicklung

Verbände, Verwaltung und Politik waren von Anfang

im Landauer Süden in einem großzügigen, durchgän-

an aktiv eingebunden. Über 50 „Meinungsträger“ des

gigen Konzept. Die Innenstadt von Landau in der Pfalz

öffentlichen Lebens beteiligten sich aktiv am Planungs-

wird mit den südlichen Stadt- und Landschaftsberei-

prozess. Die Presse berichtete unterstützend, die eigens

chen direkt vernetzt. Die Barrieren, die über lange Zeit-

geschaffene Internetseite der Stadt (www.landesgarten-

abschnitte die Stadtentwicklung nach Süden begrenzt

schau-landau.de) ruft zur aktiven Teilnahme auf. Mehre-

haben, werden in Zukunft aufgelöst.

re Informationsveranstaltungen wurden von zahlreichen

....................................................................................
Die Landesgartenschau Landau 2014 ist für die
Stadt Landau in der Pfalz der Entwicklungsmotor
für die Konversion Süd.
....................................................................................

Bürgerinnen und Bürgern der Stadt besucht.
Im Frühjahr 2010 wird sich entscheiden, ob die Landesgartenschau 2014 nach Landau kommt. Im Falle eines Zuschlages wird sich in nur vier Jahren das Bild der
Stadt und vor allem des Landauer Südens grundlegend

In den ehemaligen Kasernenarealen, die die Stadt ein-

verändern. Dann gilt es, alle Kräfte zu bündeln und zu

geengt haben, werden neue Wohn- und Arbeitsorte

begeistern für eine erfolgreiche und unverwechselbare

von hoher Qualität entstehen. Mit dem „Wohnpark Am

Landesgartenschau 2014 mit südpfälzischer Prägung.

Ebenberg“ wird eine neue Gartenstadt gebaut, deren
Mittelpunkt der Landschaftspark mit der grünen Fuge
sein wird. Die Anbindung an die geplante Landschaftsrampe und den zukünftigen Sport-, Spiel und FreizeitCampus bietet eine hohe Qualität für den „Wohnpark
Am Ebenberg“ und die südlich liegenden Stadtquartiere
von Landau.
Der neue Landschaftspark – die neue Parklandschaft
im Süden Landaus – wird ein Park für alle Bürgerinnen und Bürger von Landau sowie die Besucher der
umliegenden Orte und der gesamten Region sein.
Für die Landesgartenschau im Jahr 2014 findet zur
Präsentation

der

fertiggestellten

Parkanlage

eine

große Ausstellung statt. Das Investitionsvolumen hierfür beläuft sich auf 37,5 Mio. €. Das Gesamtbudget
beinhaltet Maßnahmen für das Kerngelände mit ca.
30 Mio. €. Dazu gehören der Bau der Daueranlagen mit
16 Mio. € und vorbereitende und begleitende Maßnahmen von ca. 14 Mio. €. Ein Kostenbudget von 7,5 Mio. €
ist für flankierende Maßnahmen im Umfeld des Landesgartenschaugeländes vorgesehen.
Das Projekt Landesgartenschau wird von einer breiten
Mehrheit im Stadtrat und in der Bürgerschaft getragen.
Der Konzeption hat der Stadtrat der Stadt Landau in der

21

Flanieren auf neuen Wegen

Blick auf die ansteigende Landschaftsrampe
Das Wasserbecken entlang
der grünen Fuge

Der Spähturm am Ebenberg

Abenteuerspielplatz

Gräserstrukturen auf der neuen Landschaftsrampe
Erdmodellierungen mit möglicher Integration der Süderschließung

Bike- und Skateanlage
im neuen Sportcampus

22

:: Quellennachweis
Fachbeiträge und Fachgutachten, die für die Machbarkeitsstudie verwendet wurden:
Steuerliche und organisatorische Beratung
WIBERA Wirtschaftsberatung AG, Mainz
Städtebauliche-schalltechnische-strategische Beratung
IBK, Ingenieur- und Beratungsbüro Kohnen, Freinsheim
Zoologische Untersuchungen und Fortschreibung des FFH-Screenings
L.A.U.B GmbH, Kaiserslautern
Vorentwurf Süderschließung
Obermeyer Planen + Beraten GmbH · Vorher: Arcadis Consult GmbH, Kaiserslautern
Altlasten und Bodensanierung
Alenco Enviromental Consult GmbH, Kandel
Literaturliste/sonstige Quellen:
• Stadtbauamt Landau: Landesgartenschau in der Pfalz 2014, Informationen zur Bewerbung, Flyer 2009
• Stadtbauamt Landau: Pläne, Kartengrundlagen, Auszug aus der Stadtgrundkarte,
FNP, Eigentumsverhältnisse der Stadt
• Stadt Landau in der Pfalz: Werkstatt Innenstadt, Stadtumbaumaßnahme östliche Innenstadt, 2009
• Verband Metropolregion Rhein-Neckar:
Naherholung in der Metropolregion Rhein-Neckar, Heft 5, 2008

Gemeinsam auf den Weg gebracht!, Die Verbandsversammlung, 2009

Landschaft in Bewegung, Der Regionalpark Rhein-Neckar, Masterplan: Vision 2015, 2009

Chancen, Perspektiven, Zukunft, 2008

Leben in Bewegung, Europäische Metropolregion Rhein-Neckar: Region of Excellence
• HIH Agentur: Metropolregion, Rhein-Neckar AZ, 1. Ausgabe, 2008
• Deutsche Bundesstiftung Umwelt: Nationales Naturerbe, DBU sichert 46.000 Hektar,
Ausgabe 91508-25/08
• Martin Michael: Kleine Geschichte der Stadt Landau, Leinfelden-Echterdingen,
DRW-Verlag Weinbrenner GmbH & Co. KG, 2006
• Himmler Heiko, Lange Dagmar, Röller Oliver: Der Ebenberg bei Landau,
ein Nationales Naturerbe, Pollichia, 2005, Sonderveröffentlichung Nr. 16
• Geiger Michael: Haardt, Weinstraße und Queichtal: Ein Geo-Führer, Bad Dürkheim,
Pollichia, 2008, Sonderveröffentlichung Nr. 13
• Imhoff Andreas: Landau, Wirtschaft und Gesellschaft in einer Garnisonsstadt,
Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern, 1996
• Werner Günter: Südpfalz, Die Menschen, Die Landschaft, Die Wirtschaft,
Der Wald, Der Wein, Der Rhein, Offenbach, Höma Verlag
• StötzerStötzer Landschaftsarchitekten, Basler Straße 55, 79100 Freiburg i. Br.
• Texte SÜWEGA Frank Hetzer
Bildnachweis:
• Stadtverwaltung Landau in der Pfalz, Stadtbauamt,
Abteilung Stadtplanung und Stadtentwicklung, Markus Abel, Frank Hetzer
• Stadtarchiv Landau
• Büro für Tourismus Stadt Landau in der Pfalz, Franz Müller
• Fotoart Claudia & Norman Krauß, Landau in der Pfalz, Photographien für die Stadt Landau
• Blätter und Blumen, Daniel Ost, Verlag Nicolai
• Broschüre, Neue Landschaft Ronneburg, Passage-Verlag
• Balmori, C3 Landscape, balmori associates, inc., landscape and urban designers
• EdicomEdizion: l’architetturanaturale, Ausgabe 23
• Jardins nomades tapis de fleurs, Edisud Verlag
• David Austin, Englische Rosen, Dumont Verlag 
• StötzerStötzer Landschaftsarchitekten, Basler Straße 55, 79100 Freiburg i. Br.

23

IMPRESSUM
Herausgeber
Stadtverwaltung Landau in der Pfalz
Stadtbauamt
Abteilung Stadtplanung und Stadtentwicklung
Sachgebiet Grünflächen
Königstraße 21
76829 Landau in der Pfalz
www.landau.de
Konzept – Idee
StötzerStötzer Landschaftsarchitekten
Basler Straße 55, 79100 Freiburg i. Br.
www.stoetzer-stoetzer.de
Projektleitung
Gisela Marta Stötzer, Landschaftsarchitektin
mit Alex Wachter, Christa Meyer, Natalie Grotz
in Zusammenarbeit mit der
„Arbeitsgruppe Landesgartenschau“
unter Leitung von Christoph Kamplade,
stv. Leiter der Abteilung Stadtplanung
und Stadtentwicklung im Stadtbauamt
Grafische Umsetzung
Atelier für neue Trends GmbH
Manuela Weigl und Steffen Hollstein
www.atelier-weigl.de
Druck
Lahrer Anzeiger GmbH
Senefelderstraße 3
77933 Lahr
Stand: Dezember 2009



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