2014 07 17 Kicker .pdf



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BORUSSIA DORTMUND

Drei Wochen
Urlaub: Dann soll
Ginter kommen
Schweiz 3,60 sFr., Österreich € 2,10, BeNeLux € 2,30, Frankreich € 2,60, Italien € 2,60, Spanien (Cont.) € 2,60, Kanaren (Luftfracht) € 2,80, Griechenland € 3,00, Ungarn 765 Ft., Dänemark 23,– Dkr, Tschechien 79,– Kc.

FC BAYERN

Guardiola und noch
sechs Spanier:

Strategie
oder Zufall?

Umjubelt
und umworben

Angrif f
a u f d ie
Weltmeister

DFL-Boss Seifert: „Andere Nationen werden ihre Schlüsse ziehen“
VFB STUTTGART

Veh im großen Interview

Titelfoto: firo

„Ich bin ein
besserer
Trainer“

FC AUGSBURG

1. FC NÜRNBERG

Warum Baier Pinola: „Auch ich
so wertvoll ist hätte gehen können“
FC SCHALKE 04

MÖNCHENGLADBACH

Aogo meldet
sich zurück

Klartext von Eberl:
„Kramer bleibt“

1. + 2. LIGA Transfer-Übersicht: Wer kommt, wer geht

Nr.

59

17. 7. 2014
29. Woche

€ 1,90
Deutschland

2

WM 2014

EINWURF
VON

CHRISTIAN SEIFERT

Der DFL-Boss zum Gewinn der Weltmeisterschaft
und den Folgen für den deutschen Profifußball

Der Imagegewinn im
In- und Ausland ist enorm

W

er hatte das für möglich gehalten? Sogar englische Zeitungen fragen sich derzeit,
wie man den Erfolg der deutschen
Nationalmannschaft kopieren kann.
Keine Frage: Der WM-Titel und
das sympathische Auftreten unserer Stars waren beste Werbung
für den deutschen Fußball. Dafür
gilt es, danke zu sagen – bei der
Mannschaft und allen, die hinter
den Kulissen ihren Beitrag geleistet
haben. Es ist Zeit, sich gemeinsam
zu freuen.
Denn der Erfolg war kein Zufall.
Die konstruktive Zusammenarbeit
von DFB, Liga und Klubs seit der
Jahrtausendwende wurde belohnt.
Nur eine Zahl: Seit 2002 haben die
36 Vereine der Bundesliga und
2. Bundesliga 925 Millionen Euro in

Englische Medien fragen, wie
man den Erfolg kopieren kann
ihre Nachwuchsleistungszentren investiert. Auch wenn es naturgemäß
an der einen oder anderen Stelle
Interessenunterschiede gibt, muss
es daher unsere gemeinsame Aufgabe bleiben, diesen Weg weiterzugehen.
Auch deshalb, weil andere Fußball-Nationen die Entwicklung bei
uns genau verfolgt haben und ihre
Schlüsse daraus ziehen werden.
Denn die Erfolge bei WM- und EMTurnieren, aber auch in den europäischen Klubwettbewerben haben
international Eindruck hinterlassen. Der Imagegewinn der letzten
Jahre im In- und Ausland ist zwei-

Umjubelt &
umworben
TONI KROOS (24) ist der Erste: Sein Wechsel zu

Real Madrid steht bevor. Viele WM-Stars sind
aber weiter in der Bundesliga zu sehen.

D

ie Macher des FC Bayern wissen, dass es sich nur um die
eine Ausnahme handelt, wenn
einer ihrer Profis den Klub verlassen will. Bei Toni Kroos tritt dieser
Sonderfall nun ein, der Edeltechniker wird zu Real Madrid wechseln
(siehe S. 27). Beide Klubs verhandelten dieser Tage, der Spieler, im
Urlaub auf Mallorca, rechnet damit,
dass er sehr bald in Madrid erscheinen wird. Die Bundesliga verliert
damit einen ihrer fähigsten Darsteller, mit Kroos’ auffallender Leistung
bei der WM hängt diese Trennung
jedoch nicht unmittelbar zusammen. Das Verhältnis zwischen dem
FC Bayern und der Partei Kroos war
seit langem verkrustet.

Die Stars lesen das
%-Sonderheft
Wir sind Weltmeister

In dieser Ausgabe

WELTMEISTERSCHAFT

ab Seite 2

BUNDESLIGA

ab Seite 8

INTERNATIONAL

ab Seite 27

2. LIGA

ab Seite 31

3. LIGA

ab Seite 40

FUSSBALL REGIONAL

ab Seite 44

Foto: Rhode

!

felsohne enorm. Manchmal bin
ich selbst überrascht, wie viele
Fans der deutsche Fußball weltweit für sich gewinnen konnte.
Es gibt wieder deutsche Weltstars, und viele davon spielen in
Deutschland. Davon profitiert
auch die Bundesliga.
Unmittelbare wirtschaftliche
Effekte wird der WM-Titel aber
wahrscheinlich nicht kurzfristig
mit sich bringen.
Es ist leider so, dass wirtschaftlicher Erfolg von vielen Rahmenbedingungen und leider nicht nur
von der sportlichen Leistungsfähigkeit abhängt.
Dabei ist die Situation der
nationalen und internationalen
Medienmärkte beispielsweise ein
Faktor, der es in den vergangenen Jahren der Bundesliga schwer
gemacht hat, mit anderen Ligen
mitzuhalten.
Klar ist aber auch: Wenn die
Voraussetzungen hier und da
schwieriger sind als anderswo, ist
es unsere Aufgabe, gemeinsam
umso härter zu arbeiten.
Gerade in der Auslandsvermarktung wurden in jüngster
Zeit bei der DFL und den Klubs
verstärkt Anstrengungen unternommen. Ich bin davon
überzeugt, dass sich diese Bemühungen auszahlen werden.
Der vierte Stern unterstützt
dabei sehr.
Er sollte allen Beteiligten bei
DFB, Liga und Klubs Ansporn
sein, das Gesamtbild nicht aus
den Augen zu verlieren und sich
auf die kommenden Herausforderungen zu fokussieren.

Weltmeister

Die Bundesliga-Legende Karl-Heinz
„Charly“ Körbel und Frankfurts
Trainer Thomas Schaaf
Im Handel – oder gleich bestellen
Telefon 0911-216-2222

Bei Manuel Neuer, Thomas Müller und Philipp Lahm konnten die
Münchner noch kurz vor der WM
die Vertragsdauer erweitern, diese
drei Akteure wollten den FCB ohnehin nicht verlassen. Torwart Neuer
und Torjäger Müller unterschrieben
bis 2019, Lahm bis 2018. Der Kapitän will seine Karriere in seiner
Geburtsstadt beenden, bei Müller
hingegen haben beide Partner mit
der vorweltmeisterlichen Verlängerung eine Personaldiskussion
erstickt. Denn der beste deutsche
Torschütze wäre nach seinen spektakulären Auftritten in Brasilien bei
internationalen Topadressen heiß
begehrt gewesen.
„Die Weltmeister werden in der
ganzen Welt extrem gefragt sein“,
sagt Stefan Reuter, Manager in
Augsburg, „es wird sehr viele Angebote geben.“ Der einstige Defensivallrounder wirkte 1990 mit, als
sich Deutschland den dritten Stern
holte. Damals wechselten nach
dem Turnier Thomas Häßler von
Köln zu Juventus Turin, Karl-Heinz
Riedle von Bremen zu Lazio Rom
und Andreas Möller von Dortmund
nach Frankfurt. 1974 hatte sich der
deutsche Weltmeister Paul Breitner
zu Real Madrid verabschiedet.
„Die Königlichen“ schmücken
ihr Starensemble gerne mit Weltmeistern. 2006 sicherten sie sich
den besten Spieler des Turniers,
Italiens Kapitän Fabio Cannavaro;
2002 hatten sie für den Torschützenkönig des neuen globalen
Champions, Ronaldo, 45 Millionen
Euro ausgegeben. So viel wurde nie
und nie mehr für einen Weltmeister

NACH BRASILIEN, VOR DER BUNDESLIGA

kicker, 17. Juli 2014

3

bezahlt, neun Brasilianer verließen
nach dem Titelgewinn ihr Land, Luizao kam von Gremio Porto Alegre
zu Hertha BSC.
Der Bundesliga droht kein derartiger Ausverkauf. In München sind
auch die weiteren Weltmeister gebunden: der finale Siegtorschütze Mario Götze (22)
bis 2017, der im Endspiel
großartige Jerome Boateng (25) bis 2018 und
Bastian Schweinsteiger
(29) bis 2016. Der gegen Argentinien starke
Routinier hat seine Position im Klub gestärkt.
Dort würde er seine
Anstellung gerne verlängern, wird aber
beobachtet, wie er
den Alltag meistert.
Den Rekordmeister, wo heute konkurrenzfähig bezahlt
wird, verlässt man nicht
so leicht. Genauso ist Borussia Dortmund mittlerweile eine feine Adresse, wie
das Jawort Matthias Ginters
(20/vorher Freiburg) belegt.
Ginter wird Kollege von Mats
Hummels, für den es immer
wieder Anfragen gab;
doch der Innenverteidi-

ger beteuerte mehrmals, er wolle
bleiben. Auch WM-Überraschungsgast Christoph Kramer soll bis 2015
in Mönchengladbach spielen, um
danach seinen Vertrag bis 2017 in
Leverkusen anzutreten – oder
nach anderswo zu wechseln.
Ebenso sieht es bei Benedikt Höwedes aus, der bei
Schalke eine Jobgarantie bis
2017 hat. Teamkollege Julian
Draxler kündigte an, dass er
in jedem Fall noch ein Jahr
seines bis 2018 reichenden
Kontrakts erfüllen wolle.
Wo 1990 die Weltmeister
Brehme, Matthäus, Klinsmann (alle Inter Mailand)
sowie Berthold, Völler (beide AS Rom) schon während
der WM im Ausland dienten, sind es aus der 2014er
Vertretung Miroslav Klose
(Lazio, bis 2015 plus ein
Jahr Option), Mesut Özil
(bis 2018) Lukas Podolski
(bis 2016) und Per Mertesacker (bis 2017, alle FC
Arsenal).
Deren britischer Arbeitgeber bekundet
zusätzlich Interesse an
Sami Khedira, der allerdings mit seinem
derzeitigen Verein

Fotos: Reuters/Moraes, imago/photoarena/Eisenhuth, Getty Images

Das Tor zum Titel: Mario Götze
trifft. In der Bundesliga sind
die Helden von Rio demnächst
wieder Konkurrenten.

Real über eine Neugestaltung seines
bis 2015 vereinbarten Engagements
verhandelt. Scheitert eine Einigung,
werden ihn die Madrilenen ein Jahr
vor Vertragsende weiterreichen
wollen.
Käufer werden sich finden, denn
deutsche Fußball-Qualität ist nach
diesem WM-Triumph weltweit gefragt, personell und methodisch –

etwa in der Jugendförderung. „Der
Weltmeistertitel wird der Bundesliga unwahrscheinlich viel nützen,
vor allem an Achtung im Ausland“,
meint Manager Christian Heidel in
Mainz. „Das wird auch den kleineren Vereinen etwas bringen.“
Die großen WM-Spieler merken
es schon. Sie werden umjubelt und
umworben. K A R L H E I N Z W I L D

WM 2014

Von Rio nach Berlin
Feier-Marathon für die deutsche Elf nach dem
Triumph von Rio. Und beim DFB gehen alle davon
aus, dass JOACHIM LÖW (54) Bundestrainer bleibt.

G

ut 38 Stunden dauerte für die
frischgebackenen Weltmeister der Jubel-Marathon vom
Schlusspfiff am Sonntagabend im
Maracana bis zur Verabschiedung
am Dienstag in Berlin: Zunächst
wurde in Rio im Sheraton Hotel
im auserwählten Kreis gefeiert, auch Popstar Rihanna
als bekennender Fan der
DFB-Auswahl zählte zu

den Gästen. Die Nacht von Montag
auf Dienstag verbrachten die WMStars im vom DFB-Sponsor Lufthansa zum „Siegerflieger“ getauften
Jumbo, ehe sie von über 400 000 begeisterten Fans am Brandenburger
Tor empfangen und bejubelt wurden. „Ohne euch wären wir nicht
hier – wir sind alle Weltmeister“,
rief Joachim Löw in die Menge. Zu
seiner Zukunft befragt, vermied der

Hunderttausende jubelten der Mannschaft in Berlin zu.

Das Programm der Nationalmannschaft 2014/15
Datum

Gegner

Ort

Anstoß

3. 9.
7. 9.
11. 10.
14. 10.
14. 11.
18. 11.
25. 3.
29. 3.
13. 6.

Argentinien
Schottland (EM-Quali)
Polen (EM-Quali)
Irland (EM-Quali)
Gibraltar (EM-Quali)
Spanien
Israel
Georgien (EM-Quali)
Gibraltar (EM-Quali)

Düsseldorf
Dortmund
Warschau
Gelsenkirchen
Bremen
Vigo
Jerusalem oder Haifa
vermutlich in Tiflis
vermutlich in Faro/Portugal

noch offen
20.45
20.45
20.45
20.45
noch offen
noch offen
18.00
20.45

TV

RTL
RTL
RTL
RTL

RTL
RTL

Fotos: Witters, imago/BPI, GES, Eibner, Getty Images

4

kicker, 17. Juli 2014

5

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Bundestrainer auf der Fanmeile ein
Bekenntnis.
Nach Einschätzung seines Umfeldes aber müsse sich FußballDeutschland keine Sorgen machen,
dass Löw auf dem Gipfel abtreten
wolle. DFB-Generalsekretär Helmut
Sandrock sagte auf dem Rückflug
im kleinen Kreis, er sei „total sicher,
dass Joachim Löw am 3. September
beim Länderspiel gegen Argentinien auf der Bank sitzen wird“. Auch
DFB-Präsident Wolfgang Niersbach
und Nationalmannschaftsmanager
Oliver Bierhoff bekräftigten, es gebe
keine Anzeichen, dass Löw seinen
bis zur EM 2016 datierten Vertrag
nicht erfüllen wolle.
Zunächst muss Löw einen Nachfolger des vom Co-Trainer zum
Sportdirektor beförderten Hansi
Flick suchen. Die schon in DFBDiensten stehenden Marcus Sorg
und Frank Wormuth gelten als aussichtsreiche Kandidaten.

Zwei Mann mit einem WM-Pokal:
Mario Götze und André Schürrle

Gold: Philipp Lahm verlässt als
Erster den „Siegerflieger“.

WM 2014

kicker, 17. Juli 2014

Foto: Eibner

6

Ein Mann, ein Jubelschrei: Weltmeister Per Mertesacker lässt bei der großen WM-Party in Berlin seiner Freude freien Lauf.

Bilanz 2013/14: Nur Boateng schaffte 17 Einsätze
DIE SPIELE 2013

14. 8. Paraguay (Kaiserslautern)
Tore: Gündogan, Müller, Bender
6. 9. Österreich (München)
Tore: Klose, Kroos, Müller
10. 9. Färöer (Torshavn)
Tore: Mertesacker, Özil, Müller
11. 10. Irland (Köln)
Tore: Khedira, Schürrle, Özil
15. 10. Schweden (Solna)
Tore: Özil, Götze, Schürrle (3)
15. 11. Italien (Mailand)
Tor: Hummels
19. 11. England (London)
Tor: Mertesacker

DIE EINGESETZTEN SPIELER

3:3
3:0
3:0
3:0
5:3
1:1
1:0

DIE SPIELE 2014

5. 3. Chile (Stuttgart)
1:0
Tor: Götze
13. 5. Polen (Hamburg)
0:0
1. 6. Kamerun (Mönchengladbach) 2:2
Tore: Müller, Schürrle
6. 6. Armenien (Mainz)
6:1
Tore: Schürrle, Podolski, Höwedes, Klose,
Götze (2)
16. 6. Portugal (Salvador)
4:0
Tore: Müller (3), Hummels
21. 6. Ghana (Fortaleza)
2:2
Tore: Götze, Klose
26. 6. USA (Recife)
1:0
Tor: Müller
30. 6. Algerien (Porto Alegre) n.V. 2:1
Tore: Schürrle, Özil
4. 7. Frankreich (Rio de Janeiro) 1:0
Tor: Hummels
8. 7. Brasilien (Belo Horizonte)
7:1
Tore: Müller, Klose, Kroos (2), Khedira,
Schürrle (2)
13. 7. Argentinien (Rio de Jan.) n.V. 1:0
Tor: Götze
18 Spiele 46:14 Tore
13 Siege, 5 Remis, 0 Niederlagen

(In Klammern Notendurchschnitt – Debütanten gefettet)
gespielte Minuten
17 Spiele: Boateng (2,71) ...............1431
16 Spiele: Kroos (3,16) ...................1499
Özil (3,47).......................1320
15 Spiele: Lahm (2,93)....................1365
Müller (2,77) ..................1308
Schürrle (2,44) .................669
14 Spiele: Neuer (2,43) ...................1320
Mertesacker (2,92) .........1111
Höwedes (3,09) ..............1007
13 Spiele: Götze (3,17) .....................612
12 Spiele: Hummels (2,95) ...............977
Khedira (3,08) ..................921
10 Spiele: Schweinsteiger (3,17) .......807
Klose (3,44)......................560
6 Spiele: Reus (3,92) ......................397
Jansen (3,50) ...................348
Draxler (3,75) ...................214
Podolski (2,50) .................164
5 Spiele: Schmelzer (3,80) ..............327
Kramer (3,75) ..................152
4 Spiele: Mustafi (4,50) .................222
Kruse (3,50) .....................150
3 Spiele: Weidenfeller (2,83) ..........270
L. Bender (2,50) ...............158
S. Bender (3,50) ...............123
Sam (3,00) .........................45
2 Spiele: Großkreutz (3,00) .............114
Ginter (3,00) ......................92
1 Spiel: Rudy (4,50) ........................90
Durm (3,00) .......................84
Sorg (4,00).........................81
Meyer (4,00) ......................76
Volland (5,00) ....................70
Westermann (4,00).............65
Goretzka (5,00)..................45
Hahn (4,00) .......................45
Rüdiger (4,50)....................45
ter Stegen (3,00) ................45
Zieler (3,00) ........................45

Gomez (4,00) .....................37
Gündogan (2,00) ................26
Jung (-) ...............................20
Arnold (-) ............................14
Günter (-) ............................. 9
Insgesamt kamen 44 Spieler zum Einsatz,
15 davon gaben ihr Debüt.
ABSTELLUNGEN NACH VEREINEN

Bayern München (100): Boateng (17),
Kroos (16), Lahm, Müller (je 15), Neuer
(14), Götze (13), Schweinsteiger (10)
FC Arsenal (35): Özil (15), Mertesacker
(14), Podolski (6)
Borussia Dortmund (33): Hummels (12),
Reus (6), Schmelzer (5), S. Bender, Weidenfeller (je 3), Großkreutz (2), Durm, Gündogan (je 1)
FC Schalke 04 (22): Höwedes (14), Draxler (6), Goretzka, Meyer (je 1)
FC Chelsea (15): Schürrle
Real Madrid (13): Khedira (12), Özil (1)
Bor. Mönchengladbach (10): Kramer (5),
Kruse (4), ter Stegen (1)
Lazio Rom (10): Klose
Hamburger SV (7): Jansen (6), Westermann (1)
Bayer 04 Leverkusen (6): L. Bender, Sam
(je 3)
Sampdoria Genua (4): Mustafi
SC Freiburg (4): Ginter (2), Günter, Sorg
(je 1)
1899 Hoffenheim (2): Rudy, Volland (je 1)
AC Florenz (1): Gomez
Eintracht Frankfurt (1): Jung
FC Augsburg (1): Hahn
Hannover 96 (1): Zieler
VfB Stuttgart (1): Rüdiger
VfL Wolfsburg (1): Arnold

DIE TORSCHÜTZEN

9 Tore
6 Tore
4 Tore
3 Tore
2 Tore
1 Tor

Thomas Müller
André Schürrle
Mario Götze
Miroslav Klose
Mesut Özil
Mats Hummels
Toni Kroos
Sami Khedira
Per Mertesacker
Lars Bender
Ilkay Gündogan
Benedikt Höwedes
Lukas Podolski

DIE SCORER-LISTE

Pkt.
14
12
12
9
8
5
5
4
4
3
3
3
2
1
1
1
1
1

Name
Tore + Vorarbeit
Thomas Müller
9+5
Toni Kroos
3+9
André Schürrle
9+3
Mesut Özil
4+5
Mario Götze
6+2
Miroslav Klose
4+1
Lukas Podolski
1+4
Philipp Lahm
0+4
Mats Hummels
3+1
Per Mertesacker
2+1
Sami Khedira
2+1
Benedikt Höwedes
1+2
Jerome Boateng
0+2
Bastian Schweinsteiger
0+1
Lars Bender
1+0
Max Kruse
0+1
Marco Reus
0+1
Ilkay Gündogan
1+0

DIE KARTEN

Rot: niemand – Gelb-Rot: niemand – Gelb
(17): Höwedes, Khedira (je 3), Lahm,
Schweinsteiger (je 2), Bender, Boateng,
Hummels, Klose, Kroos, Reus, Schürrle (je 1)

8

BUNDESLIGA

BUNDESLIGA

Zehn Millionen –
mindestens!
In Brasilien wohnte er schon mit
Kevin Großkreutz zusammen, nun
sieht er die Kollegen vom BVB häufiger.
Der Wechsel von MATTHIAS GINTER (20) von
Freiburg nach Dortmund ist fast perfekt.

F

ür die Ehrung am 23. August, just vor dem
Anstoß zum ersten Heimspiel gegen Leverkusen, hat der BVB seinen Weltmeistern einen „rauschenden Empfang in eurem
Wohnzimmer“ versprochen. Mats Hummels
soll dann noch mal gefeiert werden, Roman
Weidenfeller, Kevin Großkreutz und Erik
Durm. Es sieht so aus, als müsste der Klub einen zusätzlichen Blumenstrauß ordern: Auch
wenn der Verein den Wechsel noch nicht
offiziell bestätigt, gilt es als sicher, dass der
Transfer von Matthias Ginter in diesen Tagen
über die Bühne geht. Eine Entscheidung vor
der Freiburger Abreise am Freitag ins Trainingslager kündigte SC-Präsident Fritz Keller
an; dann soll der Wechsel zum Vizemeister

bekannt gegeben werden. Einen Sockelbetrag
von rund zehn Millionen soll Ginter kosten,
plus erfolgsabhängige Nachzahlungen.
Damit wird vollzogen, was sich seit Langem anbahnte. Im kicker-Interview am Montag hatte Michael Zorc das große Interesse
des BVB an dem Nationalspieler noch einmal bekräftigt. Denn eigentlich besteht nicht
zwingend die Notwendigkeit, Ginter zu holen,
der als Sechser, vor allem jedoch als Innenverteidiger eingeplant ist. Der Sportdirektor
verweist aber darauf, dass Mats Hummels
bei der WM stark beansprucht wurde, Sokratis ebenfalls und bis zum Achtelfinale in
Brasilien am Ball war, und Neven Subotic
nach seinem Kreuzbandriss und langer Pause

erst wieder in Form kommen muss. Vor zehn
Tagen hatte Zorc dem SC Freiburg das finale
Angebot unterbreitet und bekräftigt, dass hier
nicht mehr nachgebessert werde und Ginter
dann nötigenfalls erst ein Jahr später zum
BVB kommen solle.
Schon Anfang Juni hatte der Abwehrmann
gegenüber dem kicker betont, er habe sich
„reichlich Gedanken gemacht“ und seine
Entscheidung sei klar. Vor allem Fritz Keller
aber sperrte sich lange dagegen, den aus der

Aogo vorm Comeback – auch bei Löw?
1 Die Auftritte der deut-

schen Mannschaft bei der
WM hat Dennis Aogo (27)
erst ab dem Halbfinale intensiv verfolgt. In den Wochen davor weilte der zwölfmalige Nationalspieler in Los Angeles,
um nach überstandenem Kreuzbandriss noch einmal ganz gezielt an seiner Fitness zu arbeiten
– im Institut des DFB-Fitmachers
Mark Verstegen. „Vielleicht ganz
gut, dass ich nicht alles gesehen
habe“, sagt Aogo. „Denn einerseits habe ich mich unglaublich
für die Mannschaft gefreut. Aber
andererseits ertappt man sich
selbst schon ab und zu beim Gedanken: Ich hätte da jetzt auch
dabei sein können, wenn …“
Wenn es an jenem 29. November im Abschlusstraining vor der
Partie gegen Stuttgart nicht zum
folgenschweren Zusammenprall

mit Torwart Ralf Fährmann
(25) gekommen wäre, bei
dem Aogo einen Kreuzbandriss im rechten Knie
erlitt. Erst in der vergangenen
Woche ist der Linksfüßer wieder
ins Teamtraining eingestiegen,
sein Comeback soll an diesem
Samstag im Test bei Hansa Rostock steigen. „Darauf freue ich
mich riesig“, sagt Aogo, „die ganzen Abläufe, die dazugehören,
hat man nach acht Monaten ja
fast schon vergessen.“
Dass Jahrgangskollege Sami
Khedira (27), der sich nur rund
zwei Wochen vor ihm das Kreuzband gerissen hatte, bereits am
24. Mai im Champions-LeagueFinale wieder auf dem Rasen
stand, hat Aogo sehr wohl registriert. Für Zweifel am eigenen optimalen Heilungsverlauf sorgte
dies dennoch nicht: „In seiner

Lage hätte ich es auch schaffen
können. Sami ist ein größeres
Risiko eingegangen, und es hat
sich gelohnt. Aber es war eine gefährliche Situation.“ Aogo setzte
auf „mehr Ruhe beim Heilungsprozess“ und sieht sich weiter auf

Foto: imago/Team 2

Mit dem kicker immer topaktuell informiert:
Tore und Ergebnisse live über kicker.de und twitter.com/kicker_bl_li

SCHALKE: „Gute Chancen, dass ich wieder der Alte werde“ – Gemischte WM-Gefühle

„Genaue Pläne machen keinen
Sinn“: Schalkes Dennis Aogo

dem richtigen Weg: „Die Chancen sind gut, dass ich wieder der
Alte werde.“ Nur der Zeitpunkt
sei offen: „Vielleicht bin ich beim
Ligastart wieder voll da, vielleicht
später. Ich habe gelernt: Genaue
Pläne machen keinen Sinn.“
Bezüglich einer möglichen
Nationalelf-Rückkehr klingt
ebenfalls Optimismus durch:
„Auch nach dem WM-Titel hängt
es weiter an den persönlichen
Leistungen. Und ich kenne den
Bundestrainer: Ihm ist es immer
wichtig, neue Reize zu setzen, um
das nächste Ziel anzugreifen.“ Ein
Schalke-internes „Linksverteidiger-Duell“ mit Benedikt Höwedes
(26) fürchtet er ohnehin nicht:
„Mich hat nicht überrascht, wie
Bene die Rolle gespielt hat. Aber
ich denke, auf Schalke plant ihn
der Trainer weiter eher fürs Zentrum ein.“ T H I E M O M Ü L L E R

kicker, 17. Juli 2014

Foto: Getty Images/Baron

Jetzt auch beim
BVB Kollegen:
Ginter und Hummels

Freiburger Fußballschule stammenden Ginter,
der als Elfjähriger zum SC wechselte, bereits in
diesem Jahr ziehen zu lassen. Nun hat offenbar
die Freiburger Führungsriege umgedacht.
Im Breisgau gilt WM-Teilnehmer Ginter, der
in Brasilien ohne Einsatz blieb, als Mister Zuverlässig und gehörte in der abgelaufenen Saison in
allen 34 Bundesligaspielen zur Startelf. Gleich
bei seinem ersten Auftritt in der höchsten Klasse
hatte der Defensivmann für einen Paukenschlag
gesorgt, als er als Einwechselspieler am 21. Ja-

nuar 2012 beim 1:0 gegen den FC Augsburg das
Siegtor erzielte. So wurde er mit 18 Jahren und
zwei Tagen jüngster Torschütze der Vereinsgeschichte – übrigens am selben Tag, an dem Christian Streich erstmals als Freiburger Cheftrainer
an der Seitenlinie dirigierte.
Mit Beginn der U 18 durchlief Ginter alle
Nachwuchsauswahlteams des DFB und feierte am 5. März gegen Chile sein Debüt in der
A-Nationalmannschaft. Seine Stärken: Er gilt
als äußerst ruhig und abgeklärt, kopfballstark,

9

mit brauchbarem Spielaufbau und mit gutem
Stellungsspiel. Ein Lautsprecher ist er wahrlich
nicht, sondern zeigt sich eher etwas zu zurückhaltend. Auch darum hatten ihm die Freiburger
geraten, noch ein Jahr beim SC zu bleiben: um
als Persönlichkeit noch zu reifen.
Am Montag feierte der 20-Jährige noch mit
den Kollegen auf der Fanmeile in Berlin. Von
seinen künftigen Kollegen hat er vor allem Kevin Großkreutz schon intensiv kennengelernt:
Zusammen mit Bastian Schweinsteiger, Manuel
Neuer sowie den beiden Schalkern Julian Draxler
und Benny Höwedes bildeten der Ur-Dortmunder Großkreutz und der Neu-Dortmunder Ginter
eine Wohngemeinschaft im Campo Bahia, dem
Basis-Camp der Nationalmannschaft in Brasilien.
Ginter darf noch drei Wochen WM-Urlaub
genießen, Mats Hummels wird erst vier Wochen nach dem Finale von Rio wieder auf dem
BVB-Trainingsplatz stehen. Dagegen wird Ciro
Immobile, früh mit Italien ausgeschieden, in
diesen Tagen bereits seinen Dienst beim BVB
antreten, ebenso übrigens wie der Südkoreaner
Dong-Won Ji. Dann wird Jürgen Klopp mehr als
nur die zehn Mann aus dem Bundesligakader
aufbieten können wie nun beim ersten Test bei
Regionalligist Hessen Kassel. Beim 4:1 erhielten
die Profis jeweils 45 Minuten Einsatzzeit, die
vor allem Henrikh Mkhitaryan (Torschütze und
Vorbereiter) und Oliver Kirch zur Eigenwerbung
nutzten. „Fußball kann nach sehr intensivem
Training auch sehr nach Arbeit aussehen“, resümierte Jürgen Klopp. Der erste Aufgalopp sei, so
der Trainer, vor allem zu Beginn „nicht vergnügungssteuerpflichtig“ gewesen. Die allgemeine
Gemütslage fasst Sebastian Kehl treffend zusammen: „Wir haben hohe Umfänge trainiert, dafür
war das ordentlich. Natürlich sind die Beine
schwer, aber das war in dieser Phase der Vorbereitung noch nie anders.“
O L I VE R B I T T E R

MAINZ: Chiles WM-Teilnehmer unterschreibt bis 2016 – Offensivmann von Benfica an der Angel

Jara ist schon da, Djuricic soll schnell folgen
1Am Mittwochmorgen unter-

schrieb Gonzalo Jara den Vertrag. Anschließend absolvierte
der Neuzugang der Mainzer
das erste Training mit den neuen Kollegen. Der 28-Jährige kommt
vom englischen Zweitligisten Nottingham Forest, für den er von Januar 2013 an am Ball war. Zuvor spielte der Chilene für Brighton & Hove
Albion, West Bromwich Albion und
in seiner Heimat für den Topklub
Colo Colo Santiago. In Mainz erhält
Jara einen Kontrakt bis 2016 mit
Option auf ein weiteres Jahr.
Bekannt wurde der Abwehrspieler bei der WM in Brasilien. Dort absolvierte der 1,80 Meter große Profi
für Chile sämtliche vier Partien und
war der Mann, der im Achtelfinale
gegen Brasilien im Elfmeterschießen den entscheidenden Schuss
an den Pfosten setzte. „Der deutsche Fußball ist der beste Fußball“,

nennt Jara einen Grund für seinen Wechsel. Nach vier Jahren
in England habe er eine neue
Liga kennenlernen wollen, so
der 69-malige Nationalspieler.
Und dass Mainz in der Qualifikation zur Europa League spielt, „war
auch ein Argument“, so Jara, der
alle Positionen in der Vierer-Abwehrkette spielen kann. Er selbst
sieht sich als rechter Verteidiger:
„Das ist meine beste Position.“
Kasper Hjulmand schätzt an Jara
neben dessen Flexibilität und Zweikampfstärke die fußballerischen
Qualitäten. „Er ist beidfüßig und
hat ein sehr gutes Passspiel.“ Darüber hinaus, so Hjulmand, sei Jara
„auf dem Platz ein Krieger“.
Mit der Verpflichtung des Chilenen ist die Suche nach Verstärkungen für die Defensive zunächst
einmal beendet. Laut Manager
Christian Heidel soll eventuell

noch ein junger Innenverteidiger
kommen. Deutlich weiter sind die
Mainzer bei der Verpflichtung eines
Offensivspielers. „Es kann sein, dass
wir recht flott Vollzug melden“, sagt
Heidel, der hofft, dass der Transfer
zügig klappt, damit der neue Mann
am Sonntag mit ins Trainingslager
nach Birmingham fliegen kann.
Nach kicker-Informationen handelt sich bei dem Kandidaten um
Filip Djuricic von Benfica Lissabon.
Der 22 Jahre alte Serbe wurde in
der Jugend von Roter Stern Belgrad und von Olympiakos Piräus
ausgebildet und wechselte 2013
vom niederländischen Erstligisten
SC Heerenveen für etwa acht Milionen Euro zum aktuellen portugiesischen Meister. Dort brachte er
es in der vergangenen Saison aber
nur auf elf Ligaspiele (fünfmal Startelf ). In der Champions-LeagueGruppenphase kam Djuricic

dreimal zum Zug, in der Europa
League zweimal. Djuricic steht in
Lissabon noch bis 2018 unter Vertrag, die 05er wollen den Nationalspieler (15 Einsätze, vier Tore) ausleihen. A N D R E A S H U N Z I N G E R

BUNDESLIGA
1. SPIELTAG
Freitag, 22. August (20.30 Uhr):
Bayern München – VfL Wolfsburg
Samstag, 23. August (15.30 Uhr):
1899 Hoffenheim – FC Augsburg
Hannover 96 – FC Schalke 04
Hertha BSC – Werder Bremen
Eintracht Frankfurt – SC Freiburg
1. FC Köln – Hamburger SV
Samstag, 23. August (18.30 Uhr):
Borussia Dortmund – Bayer Leverkusen
Sonntag, 24. August (15.30 Uhr):
SC Paderborn 07 – 1. FSV Mainz 05
Sonntag, 24. August (17.30 Uhr):
Bor. Mönchengladbach – VfB Stuttgart

10

BUNDESLIGA

Neue für rund 165 Millionen
Die TRANSFERBÖRSE der
Bundesliga: alle bereits
feststehenden Wechsel
und die weiteren geplanten
Veränderungen der 18 Klubs
in unserer großen Übersicht.

WER KOMMT?
T?
H
E
G
WER

Der Teuerste: Stürmer
Ciro Immobile will
nach einer für ihn
unbefriedigenden
WM in Dortmund
durchstarten.

Alle Wechsel ohne Zahlenangabe erfolgten ablösefrei.

B AY E R N M Ü N C H E N
Zugänge: Lewandowski (25, Dortmund, Angriff),
Rode (23, Eintracht Frankfurt, Mittelfeld),
Bernat (21, FC Valencia, Abwehr, 10 Millionen Euro)
Abgänge: Mandzukic (28, Angriff, Atl. Madrid, 22 Mio. Euro),
van Buyten (36, Abwehr, Ziel unbekannt),
Raeder (20, Tor, Vitoria Setubal),
Schöpf (20, Mittelfeld, 1. FC Nürnberg, 150 000 Euro)
Wer soll kommen: ein Torwart, eventuell noch ein Innenverteidiger und ein Mittelfeldspieler
Wer soll/will gehen: Toni Kroos (24, Mittelfeld) steht unmittelbar vor einem Wechsel zu Real Madrid, Diego Contento
(24, Abwehr) und Mitchell Weiser (20, Mittelfeld) werden bei
entsprechenden Angeboten keine Steine in den Weg gelegt.

FC SCHALKE 04
Zugänge: Giefer (24, Fortuna Düsseldorf, Tor),
Aogo (27, HSV, Abwehr, Kauf nach Leihe, 3 Millionen Euro),
Sam (26, Bayer Leverkusen, Angriff, 2,5 Millionen Euro),
Choupo-Moting (25, Mainz 05, Angriff)
Abgänge: Hildebrand (35, Ziel unbekannt, Tor),
Unnerstall (23, Fortuna Düsseldorf, Tor, 200 000 Euro),
Hoogland (29, FC Fulham, Abwehr),
Annan (27, Ziel unbekannt, Mittelfeld),
Szalai (26, TSG Hoffenheim, Angriff, 6 Millionen Euro),
Hofmann (21, 1. FC Kaiserslautern, Angriff, 1 Million Euro)
Wer soll kommen: –
Wer soll/will gehen: Felipe Santana (28, Abwehr), Fuchs
(28, Abwehr), Barnetta (29, Mittelfeld)

Bekannte Gesichter:
Der FC Schalke 04
holte Sidney Sam
aus Leverkusen
und WM- Fahrer
Eric- Maxim
Choupo-Moting
aus Mainz.

Fotos: Imago (3), firo, picture/alliance/dpa

BO RU S S I A D O R T M U N D
Zugänge: Ji (23, FC Augsburg, Angriff),
Immobile (24, FC Turin, Angriff, 18,5 Millionen Euro),
Ramos (28, Hertha BSC, Angriff, 9 Millionen Euro),
Sahin (25, Real Madrid, Mittelfeld, Kauf nach Leihe,
7 Millionen Euro)
Abgänge: Friedrich (34, Ziel unbekannt)
Lewandowski (25, Bayern München, Angriff),
Schieber (25, Hertha BSC, Angriff, 2,5 Millionen Euro),
Ducksch (20, Paderborn, Angriff, verliehen, 100 000 Euro),
Wer soll kommen: Ginter (20, SC Freiburg, Abwehr) steht
unmittelbar vor der Vertragsunterschrift.
Wer soll/will gehen: –

kicker, 17. Juli 2014

B AY E R L E V E R K U S E N
Zugänge: Kresic (30, Mainz 05, Tor),
Calhanoglu (20, HSV, Mittelfeld, 14,5 Millionen Euro),
Wendell (20, Gremio Porto Alegre, Abwehr, 6,5 Mio. Euro),
Drmic (21, 1. FC Nürnberg, Angriff, 6,8 Millionen Euro),
Yurchenko (20, Sch. Donezk, Mittelfeld, 250 000 Euro),
Jedvaj (18, AS Rom, ausgeliehen),
Bellarabi (24, Braunschweig, Angriff, war verliehen),
Wagener (19, eigene U 19, Mittelfeld)
Abgänge: Palop (40, Karriereende, Tor),
Can (20, FC Liverpool, Mittelfeld, 12 Millionen Euro),
Junior Fernandes (25, Dinamo Zagreb, Angriff, 2,5 Millionen
Euro, vorher bereits verliehen),
Sam (26, FC Schalke 04, Angriff, 2,5 Millionen Euro),
Hegeler (26, Hertha BSC, Mittelfeld, 1 Million Euro),
Derdiyok (26, 1899 Hoffenheim, Angriff, war ausgeliehen),
Guardado (27, FC Valencia, Abwehr, war ausgeliehen),
Stafylidis (20, FC Fulham, Abwehr, verliehen),
Meffert (19, Karlsruher SC, Mittelfeld),
Cacutalua (19, SpVgg Greuther Fürth, Abwehr, verliehen,
vorher eigene U 19),
Pohjanpalo (19, Düsseldorf, Angriff, verliehen, erneut von
HJK Helsinki ausgeliehen, zuvor an VfR Aalen verliehen),
Engelmann (19, Fort. Köln, Abwehr, verliehen, zuvor U 19),
da Costa (20, Ingolstadt, Abwehr, 150 000 Euro,
zuvor bereits verliehen),
Milik (20, Ajax Amsterdam, Angriff, verliehen, vorher an FC
Augsburg verliehen),
Wer soll kommen: ein Innenverteidiger, eventuell ein
Rechtsverteidiger
Wer soll/will gehen: Bei Wagener (19) ist eine Leihe
möglich. Ebenso wie bei Yurchenko oder Ryu.
VFL WOLFSBURG
Zugänge: Hunt (27, Werder Bremen, Mittelfeld),
Jung (24, Eintracht Frankfurt, Abwehr, 3 Millionen Euro),
Klich (24, PEC Zwolle, Mittelfeld, 750 000 Euro),
Jönsson (24, Aalborg BK, Angriff, war verliehen),
Sissoko (22, Deportivo La Coruna, Angriff, war verliehen)
Abgänge: Polak (33, 1. FC Nürnberg, Mittelfeld),
Kutschke (25, SC Paderborn, Angriff, 300 000 Euro),
Cigerci (22, Hertha BSC, Mittelfeld, 1,5 Millionen Euro),
Pilar (25, Viktoria Pilsen, Mittelfeld, 250 000 Euro),
Ben Khalifa (22, Grasshopper Club Zürich, 150 000 Euro,
war bereits verliehen),
Evseev (22, 1. FC Nürnberg, Mittelfeld)
Wer soll kommen: Eine Spitzenkraft für den Angriff. Als
Topkandidat gilt nach der Absage des Spaniers Alvaro Morata (21) der Belgier Romelu Lukaku (21) vom FC Chelsea.
Wer soll/will gehen: eventuell Bas Dost (25, Angriff) und
Felipe (26, Abwehr)
MÖNCHENGLADBACH
Zugänge: Sommer (25, FC Basel, Tor, 6 Millionen Euro),
Hahn (23, FC Augsburg, Mittelfeld, 2,5 Millionen Euro),
Traoré (26, VfB Stuttgart, Mittelfeld),
Johnson (26, TSG Hoffenheim, Abwehr),
Hazard (21, Chelsea, Mittelfeld, ausgeliehen, 100 000 Euro),
Zimmermann (22, SV Sandhausen, Abwehr, Leihgeschäft
beendet, in die eigene U 23),
Dahoud (18, Mittelfeld), Schulz (19, Mittelfeld), Ritter (19,
Angriff, alle eigene Jugend)
Abgänge: Arango (34, Xolos Tijuana, Mittelfeld),
ter Stegen (22, FC Barcelona, Tor, 12 Millionen Euro),
de Jong (23, PSV Eindhoven, Angriff, 6,5 Millionen Euro),
Rupp (23, SC Paderborn, Mittelfeld),
Kachunga (22, SC Paderborn, Angriff, 300 000 Euro, war
bereits verliehen)
Wer soll kommen: eventuell noch ein Stürmer
Wer soll/will gehen: Mlapa (23, Angriff) will gehen, steht
in Verhandlungen mit Union Berlin. Younes (21, Mittelfeld,
Leihe) und Zimmermann (22, Mittelfeld) sollen gehen.

11

FC AUGSBURG
Zugänge: Caiuby (26, Ingolstadt, Mittelfeld, 700 000 Euro),
Feulner (32, 1. FC Nürnberg, Mittelfeld),
Parker (21, FSV Mainz, Mittelfeld, 1,6 Millionen Euro),
Djurdjic (28, Greuther Fürth, Angriff, 1,3 Millionen Euro),
Matavz (25, PSV Eindhoven, Angriff, 3 Millionen Euro),
Schuster (18, eigene Jugend, Mittelfeld),
Bancé (29, Fortuna Düsseldorf, Angriff, war verliehen),
Fetsch (25, Energie Cottbus, Angriff, war verliehen)
Abgänge: Vogt (22, 1. FC Köln, Mittelfeld, 2 Millionen Euro),
Hahn (23, Bor. M’gladbach, Mittelfeld, 2,5 Millionen Euro),
Ji (23, Dortmund, Mittelfeld),
Holzhauser (21, VfB Stuttgart, Mittelfeld, war ausgeliehen),
Amsif (25, Union Berlin, Torwart),
Nebihi (25, Union Berlin, Angriff),
Ottl (29, Ziel unbekannt, Mittelfeld),
Milik (20, Ajax Amsterdam, Angriff,
von Bayer Leverkusen weiterverliehen)
Wer soll kommen: ein Linksverteidiger, falls Ostrzolek
noch geht
Wer soll/will gehen: Ostrzolek (24, Linksverteidiger, will
zum HSV, Augsburg fordert 3 Millionen Euro Ablöse), Bancé
(29, Angriff, freigestellt zur Vereinssuche), Fetsch (25, Angriff,
erneute Ausleihe möglich)

Wechsel-Hickhack: Nach langem Ringen läuft
Hakan Calhanoglu künftig für Leverkusen auf.
1. FSV MAINZ 05
Zugänge: Jara (28, Nottingham Forest, Abwehr)
Brosinski (25, SpVgg. Greuther Fürth, Abwehr,
1,5 Millionen Euro),
Kapino (20, Panathinaikos Athen, Tor, 1,5 Millionen Euro)
Ede (27, 1. FC Kaiserslautern, Mittelfeld, war verliehen),
Rukavytsya (27, FSV Frankfurt, Angriff, war verliehen)
D. Parker (18, Angriff),
Pflücke (17, Mittelfeld, beide eigene U 19),
Schilk (22, Abwehr), Sliskovic (23, Angriff),
Zentner (19, Tor, alle eigene U 23),
Abgänge: Choupo-Moting (25, Schalke, Angriff),
S. Parker (21, FC Augsburg, Angriff, 1,6 Millionen Euro),
Fathi (30, Abwehr, Ziel unbekannt),
Kresic (30, Leverkusen, Tor),
H. Müller (36, Tor, Ziel unbekannt),
Pospech (35, LFC Opava, Abwehr),
Wetklo (34, Tor, SV Darmstadt 98)
Svensson (34, Abwehr, Karriereende, jetzt Mitglied des
Trainerstabs),
Wer soll kommen: ein flexibler Offensivspieler, ein Angreifer
Wer soll/will gehen: Ede (27, Mittelfeld), Rukavytsya (27,
Angriff)

1899 HOFFENHEIM
Zugänge: Baumann (23, Freiburg, Tor, 5,5 Millionen Euro),
Bicakcic (24, Braunschweig, Abwehr, 400 000 Euro),
Haberer (20, SpVgg Unterhaching, Angriff, 500 000 Euro),
Kim (22, Niigata, Abwehr, 1 Million Euro),
Szalai (26, Schalke 04, Angriff, 6 Millionen Euro),
Grifo (21, Dynamo Dresden, Mittelfeld, war verliehen)
Schwegler (27, E. Frankfurt, Mittelfeld, 1,2 Millionen Euro),
Schwäbe (19, eigene Jugend, Tor)
Abgänge: Joselu (24, Hann. 96, Angriff, 5 Millionen Euro),
Johnson (26, Bor. Mönchengladbach, Abwehr),
Derdiyok (25, Kasimpasa, Angriff, 2,5 Millionen Euro),
Gregoritsch (20, VfL Bochum, Angriff, verliehen),
Karaman (20, Angriff), Thesker (23, Abwehr, beide Hannover),
Braafheid (31, Abwehr, Ziel unbekannt),
Acquah (22, FC Parma, Mittelfeld, verliehen),
Szarka (22, Mittelfeld, Energie Cottbus),
Advincula (24, Sporting Cristal Lima, Abwehr, verliehen),
Gyau (22, Borussia Dortmund II, Angriff, 120 000 Euro),
Ludwig (23, VfR Aalen, Mittelfeld, 150 000 Euro),
Paterok (21, Tor, Ziel unbekannt),
Vukcevic (24, Mittelfeld, nach Unfall weiterhin in Reha),
Wieser (21, FC Aarau, Mittelfeld, verliehen),
Ponce (20, Vitoria Setubal Mittelfeld, verliehen)
Biteco (20, Vasco da Gama/Brasilien, Mittelfeld, verliehen)
Wer soll kommen: –

Abgehakt: Nach seinem entscheidenden Fehlschuss im Elfmeterschießen im WM-Achtelfinale
gegen Brasilien freut sich Abwehrspieler Gonzalo Jara auf die Bundesliga-Saison mit Mainz.

12

BUNDESLIGA

H A N N OV E R 9 6
Zugänge: Joselu (24, Hoffenheim, Angriff, 5 Millionen Euro),
Albornoz (23, Malmö FF, Abwehr, 1,5 Millionen Euro),
Ballas (21, 1. FC Saarbrücken, Abwehr, war verliehen),
Gökdemir (22, Elazigspor, Abwehr, war verliehen),
Karaman (20, TSG Hoffenheim, Angriff),
Radlinger (21, Rapid Wien, Tor, war verliehen),
Rankovic (21, Bayern München II, Mittelfeld),
Thesker (23, TSG Hoffenheim, Abwehr)
Dierßen (18, Mittelfeld), Ernst (19, Mittelfeld), Teichgräber
(18, Abwehr), Sulejmani (18, Angriff, alle eigene Jugend),
Abgänge: Diouf (26, Stoke City, Angriff),
Avevor (22, Fortuna Düsseldorf, Abwehr, 300 000 Euro),
Nikci (24, Young Boys Bern, Mittelfeld, verliehen),
Pocognoli (26, West Bromwich, Abwehr, 1,5 Millionen Euro),
Rajtoral (28, Viktoria Pilsen, Abwehr, war ausgeliehen),
Rudnevs (26, Hamburger SV, Angriff, war ausgeliehen),
Ya Konan (30, Al-Ittehad, Angriff)
Wer soll kommen: Aigner (26, Eintracht Frankfurt, Mittelfeld)
wird stark umworben; ein Innenverteidiger, ein defensiver
Mittelfeldspieler.
Wer soll/will gehen: Fuhry (19, Tor), Gökdemir (22, Abwehr), Sané (23, Abwehr); Huszti (31, Mittelfeld) steht vor
der Unterschrift bei Changchun Yatai/China.
EINTRACHT FRANKFURT
Zugänge: Ignjovski (23, Werder Bremen, Abwehr),
Hasebe (30, 1. FC Nürnberg, Mittelfeld),
Chandler (24, 1. FC Nürnberg, Abwehr, 1 Million Euro),
Kinsombi (18, FSV Mainz U 19, Abwehr/Mittelfeld)
Waldschmidt (18, eigene Jugend, Angriff),
Gerezgiher (18, eigene Jugend, Mittelfeld)
Abgänge: Jung (24, Wolfsburg, Abwehr, 3 Millionen Euro),
Schwegler (26, Hoffenheim, Mittelfeld, 1,2 Millionen Euro),
Rode (22, FC Bayern München, Mittelfeld),
Joselu (23, Hannover 96, Angriff,
war von Hoffenheim ausgeliehen),
Weis (27, 1899 Hoffenheim, Mittelfeld, war ausgeliehen),
Barnetta (28, Schalke 04, Mittelfeld, war ausgeliehen),
Celozzi (24, VfL Bochum, Abwehr/Mittelfeld),
Özer (20, Kardemir Karabükspor, Tor),
Schröck (26, Greuther Fürth, Mittelfeld),
Kempf (18, SC Freiburg, Abwehr, 800 000 Euro)
Wer soll kommen: Khouma Babacar (21, FC Modena,
Angriff)
Wer soll/will gehen: Rosenthal (28, Mittelfeld); Aigner (26,
Mittelfeld) will nach Hannover wechseln.

Ablösefrei aus Spanien: Alejandro Galvez soll
den Konkurrenzkampf in Bremen erhöhen.

Fotos: imago (3), picture-alliance/DFM

Wer soll/will gehen: Weis (28, Mittelfeld, zuletzt verliehen
an E. Frankfurt), Musona (23, Angriff, verliehen an Kaizer
Chiefs), Malbasic (21, Mittelfeld, verliehen an Partizan
Belgrad), Sassi (20, Mittelfeld), Grifo (21, Mittelfeld), Wiese
(32, Tor, akzeptierte Freistellung)

Als Leistungsträger eingeplant: Hertha BSC erhofft sich einiges von Neuzugang Valentin Stocker.
HERTHA BSC
Zugänge: Stocker (25, FC Basel, Mittelfeld, 4,3 Mio. Euro),
Schieber (25, Dortmund, Angriff, 2,5 Millionen Euro),
Beerens (26, AZ Alkmaar, Mittelfeld, 1,5 Millionen Euro),
Hegeler (26, Bayer Leverkusen, Mittelfeld, 1 Million Euro),
Heitinga (30, FC Fulham, Abwehr),
Plattenhardt (22, 1. FC Nürnberg, Abwehr, 500 000 Euro),
Haraguchi (23, Urawa Red Diamonds, Mittelfeld,
500 000 Euro)
Abgänge: Lasogga (22, HSV, Angriff, 8,5 Millionen Euro),
Ramos (28, Borussia Dortmund, Angriff, 9 Millionen Euro),
Skjelbred (27, Hamburger SV, Mittelfeld, war ausgeliehen),
Kluge (33, Arminia Bielefeld, Mittelfeld),
Holland (24, Darmstadt 98, Abwehr, verliehen für
25 000 Euro),
Franz (32, Ziel unbekannt, Abwehr),
Kobiashvili (37, Abwehr/Mittelfeld, Karriereende)
Wer soll kommen: ein zentraler Angreifer
Wer soll/will gehen: Bastians (26, Abwehr), Sahar (24,
Mittelfeld), Burchert (24, Tor), Janker (29, Abwehr)
WERDER BREMEN
Zugänge: Bartels (27, FC St. Pauli, Mittelfeld),
Galvez (25, Rayo Vallecano, Abwehr),
Hajrovic (22, Galatasaray Istanbul, Mittelfeld),
Husic (18, Bayern München II, Tor, 100 000 Euro)
Abgänge: Hunt (27, VfL Wolfsburg, Mittelfeld),
Füllkrug (21, 1. FC Nürnberg, Angriff, 300 000 Euro),
Ignjovski (23, Eintracht Frankfurt, Mittelfeld),
Mielitz (24, SC Freiburg, Tor),
Röcker (20, Abwehr, Ziel unbekannt),
Schmitz (25, Abwehr, Fortuna Düsseldorf),
Wurtz (22, Greuther Fürth, Angriff, 250 000 Euro),
Pavlovic (24, Ferencvaros Budapest, Abwehr, verliehen),
A. Stevanovic (22), P. Stevanovic (23, beide Mittelfeld,
beide Ziel unbekannt)
Wer soll kommen: ein Offensivspieler
Wer soll/will gehen: Ekici (24, Mittelfeld), Akpala (27,
Angriff)

SC FREIBURG
Zugänge: Mitrovic (24, Benfica Lissabon, zuletzt an Valladolid verliehen, Abwehr, 1,5 Millionen Euro),
Mielitz (24, Werder Bremen, Tor),
Kempf (18, Eintracht Frankfurt, Abwehr, 800 000 Euro),
Mehmedi (23, Dynamo Kiew, Angriff, 4 Millionen Euro,
war bereits ausgeliehen),
Bürki (23, Grasshopper Club Zürich, Tor, 1,8 Millionen Euro),
Mike Frantz (27, 1. FC Nürnberg, Mittelfeld, 1 Million Euro),
Riether (31, FC Fulham, Abwehr, 350 000 Euro),
Philipp (20, Angriff), Stanko (20, Mittelfeld,
beide eigene U 23)
Abgänge: Hanke (30, GZ Renhe/China, Angriff),
Pilar (25, VfL Wolfsburg, Mittelfeld, war ausgeliehen),
Coquelin (23, Arsenal, Mittelfeld, war ausgeliehen),
Baumann (24, Tor, Hoffenheim, 5,5 Millionen Euro),
Hedenstad (23, Abwehr, Braunschweig, kostenfrei verliehen),
Zuck (23, Mittelfeld, Braunschweig, kostenfrei verliehen),
Schwolow (22, Tor, Arminia Bielefeld, kostenfrei verliehen),
Terrazzino (23, VfL Bochum, Angriff)
Wer soll kommen: eventuell ein Angreifer
Wer soll/will gehen: Jullien (21, Abwehr); Ginter (20,
Abwehr) steht unmittelbar vor der Unterschrift beim BVB.
VFB STUTTGART
Zugänge: Ginczek (23, Nürnberg, Angriff, 2 Millionen Euro),
Klein (27, Red Bull Salzburg, Abwehr/Mittelfeld),
Hlousek (23, Nürnberg, Abwehr/Mittelfeld, 1 Million Euro),
Holzhauser (21, FC Augsburg, Mittelfeld, war verliehen),
Kvist (29, FC Fulham, Mittelfeld, war verliehen)
Abgänge: Boka (31, FC Malaga, Abwehr),
Traoré (26, Bor. M’gladbach, Mittelfeld),
R. Khedira (20, RB Leipzig, Mittelfeld, 500 000 Euro),
Funk (24, SV Wehen Wiesbaden, Abwehr),
Cacau (33, Ziel unbekannt, Angriff)
Wer soll kommen: Filip Kostic (21, FC Groningen, Mittelfeld), Ermin Zec (26, vertragslos, zuletzt Genclerbirligi, Mittelfeld), ein Innenverteidiger, ein defensiver Mittelfeldspieler
Wer soll/will gehen: Sercan Sararer (24, Angriff, Vertrag
bis 2017)

kicker, 17. Juli 2014

HAMBURGER SV
Zugänge: Rudnevs (26, Hannover 96, Angriff, war verliehen),
Lasogga (22, Hertha BSC, Angriff, 8,5 Millionen Euro),
Skjelbred (27, Hertha BSC, Mittelfeld, war verliehen),
Stieber (25, Greuther Fürth, Mittelfeld, 1,2 Millionen Euro),
Kacar (27, Cerezo Osaka, Mittelfeld, war verliehen),
Brunst (18, eigene Jugend, Tor),
Djourou (27, FC Arsenal, 3 Millionen, war ausgeliehen),
Jung (19, RW Oberhausen, Mittelfeld),
Cigerci (19, Wolfsburg U 19, Mittelfeld),
Müller (19, Wolfsburg U 19, Angriff)
Abgänge: Neuhaus (36, Tor, Karriere beendet),
Calhanoglu (20, Leverkusen, Mittelfeld, 14,5 Millionen Euro)
Stritzel (20, Karlsruher SC, Tor),
Bouy (21, Juventus Turin, Mittelfeld, war ausgeliehen),
John (22, Benfica Lissabon, Mittelfeld, war ausgeliehen),
Sobiech (23, St. Pauli, Abwehr, verliehen),
Aogo (27, Schalke, Abwehr, 2,5 Millionen, war verliehen),
Rincon (26, Mittelfeld),
Tesche (27, Mittelfeld, beide Ziel unbekannt),
Lam (23, Abwehr, Greuther Fürth, 200 000 Euro)
Wer soll kommen: zwingend ein zentraler defensiver Mittelfeldspieler, möglichst auch ein offensiver Mittelfeldmann
und ein Innenverteidiger
Wer soll/will gehen: Rafael van der Vaart (31, Mittelfeld)
erhält trotz Vertrages bis 2015 bei einem entsprechenden
Angebot die Freigabe, das gilt auch für Ivo Ilicevic (27,
Mittelfeld) und Michael Mancienne (26), der kurz vor einem
Wechsel zu Nottingham Forest steht.
1 . F C KÖ L N
Zugänge: Mesenhöler (18, eigene U 21, Tor),
Vogt (22, FC Augsburg, Mittelfeld, 1,8 Millionen Euro),
Svento (28, RB Salzburg, Mittelfeld, 600 000 Euro),
Olkowski (24, Gornik Zabrze, Abwehr),
Mavraj (28, SpVgg Greuther Fürth, Abwehr),
Osako (24, 1860 München, Angriff, 1,5 Millionen Euro),
Zoller (23, 1.FC Kaiserslautern, Angriff, 3 Millionen Euro),
Jajalo (26, FC Sarajevo, Mittelfeld, war verliehen),
Peszko (29, FC Parma, Mittelfeld, 400 000 Euro,
war bereits ausgeliehen),

Inspiriert vom WM-Finale versuchten zwei Profis des FC Augsburg rund 36 Stunden später, auf
dem Trainingsplatz das Siegtor
originalgetreu nachzuspielen: Daniel Baier (30) übernahm die Rolle
von Flankengeber André Schürrle
(23), Tobias Werner (28) versuchte
sich als Double von Mario Götze
(22), nahm die Hereingabe mit
der Brust an und schloss mit links
ab. Werners erster Versuch landete freilich im Fangzaun, den
zweiten wehrte der argentinische
Keeper ab: FCA-Stürmer Raul Bobadilla (27) war per Fußparade erfolgreicher als Landsmann Sergio
Romero (27). „Verdammt schwierig,
ein sensationelles Tor von Mario Götze“, erkannte Werner an.
Nicht ohne festzuhalten: „André
Schürrle hat aber den Ball auch
besser reingespielt als Dani Baier.“
Von wegen Trainingsweltmeister!

2

An den Tischen des Restaurants
„Kölner Hof“ in Leverkusen verhandelte Michael Reschke (56) so

Kalas (21, FC Chelsea, Abwehr, ausgeliehen für eine einsatzabhängige Leihgebühr von etwa 200 000 Euro),
Wallenborn (19, eigene U 21, Abwehr),
Cueto (18, eigene U 19, Angriff)
Abgänge: Exslager (23, SV Darmstadt 98, Angriff,
kostenfrei verliehen)
Schnellhardt (20, MSV Duisburg, Mittelfeld),
Przybylko (21, SpVgg Greuther Fürth, Angriff, 200 000 Euro),
Chihi (26, Angriff, Ziel unbekannt),
Jajalo (26, HNK Rijeka, Mittelfeld),
McKenna (34, Abwehr, Karriereende)
Wer soll kommen: –
Wer soll/will gehen: Schuhen (21, Tor), Bruno Nascimento
(23, Abwehr), Golobart (22, Abwehr), Bigalke (24, Mittelfeld), Thiel (21, Mittelfeld)
S C PA D E R BO R N 0 7
Zugänge: Ouali (26, Dresden, Mittelfeld),
Stoppelkamp (27, 1860 München, Mittelfeld,
700 000 Euro),
Ducksch (20, Borussia Dortmund, Angriff, ausgeliehen),
Rupp (23, Borussia M’gladbach, Mittelfeld),
Bakalorz (24, Eintracht Frankfurt, Mittelfeld, 150 000 Euro,
war bereits ausgeliehen),
Scheffer (21, FC Carl Zeiss Jena, Abwehr, war verliehen),
Kachunga (22, Borussia Mönchengladbach, Angriff,
250 000 Euro, war bereits ausgeliehen),
Kutschke (25, VfL Wolfsburg, Angriff, 300 000 Euro),
Maier (24, SV Lippstadt, Angriff, 50 000 Euro)
Abgänge: Sané (21, Holstein Kiel, Angriff, verliehen),
ten Voorde (23, FC Dordrecht, Angriff, verliehen),
Zeitz (23, Energie Cottbus, Mittelfeld),
Schonlau (19, SC Verl, Mittelfeld, verliehen),
Krösche (33, Mittelfeld, Karriereende/Trainer U 23),
Wurtz (22, Werder Bremen, Angriff, war ausgeliehen),
Palionis (27, Abwehr, Ziel unbekannt)
Wer soll kommen: eventuell ein Linksverteidiger, der auch
im Abwehrzentrum spielen kann
Wer soll/will gehen: Amedick (31), Scheffer (21, beide
Abwehr)

Wichtige Verstärkungen: Die Aufsteiger Köln
und Paderborn rüsten mit Simon Zoller (oben)
und Moritz Stoppelkamp ihr Personal auf.

KICKER-KULISSE
NOTIERT VON
manchen Transfer für Bayer 04, hier
feierte er diese Woche nach 35 Jahren nun auch seinen Abschied vom
Werksverein. Der Manager wechselt
zum FC Bayern, beim Ausstand ließen ihn rund 70 Wegbegleiter und
Mitarbeiter noch einmal hochleben. Die Gästeliste reichte von
Greenkeeper Dieter Prahl (66) bis zu
DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig
(51). Klubboss Michael Schade (61)
und Sportchef Rudi Völler (54) glänzten mit sehr persönlichen Lobreden auf jenen in der Branche hoch
geschätzten Mann, der, so Völler
launig, „für sich entschieden hat,
auf seine alten Tage auch mal Deutscher Meister zu werden“.

2

13

Nächste Mission für Tim Borowski
(34) nach Ende seiner Ausbildung

THIEMO MÜLLER
beim SV Werder: Der 33-malige Nationalspieler stand dieser Tage für
die neue ARD-Vorabendserie „Unter Gaunern“ vor der Kamera. Allzu
groß geriet das Lampenfieber beim
WM-Teilnehmer von 2006 aber
nicht: Drehort war das Weserstadion, Borowski spielte sich selbst.
Und lächelte: „Für diese Rolle habe
ich ja 24 Stunden am Tag geprobt.“

2

Fast rund um die Uhr beschäftigt ist
nach eigener Aussage auch Gladbachs Ibrahima Traoré (26). Im Trainingslager in Rottach-Egern bereitet er sich aktuell nicht nur sportlich
auf die neue Saison vor – sondern
auch auf den obligatorischen Gesangsauftritt als Neuzugang. Der
Termin ist noch offen, doch Traoré
steht bereits total unter Strom: „Es

wird ein Rap, ich übe jeden Tag.“
Und den erwartungsfrohen Mitspielern verspricht er schon mal:
„Wenn mein Publikum richtig mitgeht, gibt’s die volle Show.“

2

Nach Ende der WM-Feierlichkeiten in Berlin blickte Mesut Özil (25)
schon wieder über den Tellerrand
hinaus: Als Weltmeister engagiert
sich der Arsenal-Profi noch stärker
für die Kinder-Organisation „Bigshoe“ als bisher. Elf Kinder-Operationen in Brasilien hatte er schon vor
und während der WM bezahlt, jetzt
erhöht er durch die Finanzierung
weiterer zwölf Operationen auf
insgesamt 23. Özil: „Ich empfinde
große Dankbarkeit für alles, was ich
in den vergangenen Wochen erleben durfte. Aber die Idee, mit den
Operationen meine eigene WM-Elf
zu bilden, ist überholt. Denn wir
haben unseren Titel nicht wegen
unserer Elf, sondern wegen unseres
starken Kaders gewonnen.“ Dementsprechend kommt Özil nun auf
die symbolische Zahl 23.

BUNDESLIGA

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Trainer Pep Guardiola und drei
Mitarbeiter seines Stabes kommen
aus Spanien, drei Spieler des FC BAYERN
ebenfalls. Zufall oder Strategie?

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ennen Sie noch Gerhard Polts
Kultfilm „Man spricht Deutsh“?
Wer einen Blick auf die Belegschaft des FC Bayern wirft, könnte
den Titel locker in „Man spricht
Spanisch“ umwandeln. Kein Wunder: Trainer Pep Guardiola, sein Co
Domenec Torrent und Reha-Trainer
Lorenzo Buenaventura kommen
ebenso von der iberischen Halbinsel wie Guardiolas persönlicher
Berater Manel Estiarte und die Spie-

Zweimal Huub Stevens
Großen Einfluss einer anderen Nation
gab es immer mal wieder. 1997/98
trainierte Huub Stevens Schalke, zu
seinen Schützlingen gehörten die
Landsleute Youri Mulder, Johan de
Kock, Marco van Hoogdalem und René
Eijkelkamp. Anfang des Jahrtausends
gab es die Österreicher-Fraktion bei
1860 München. Trainer Peter Pacult
sowie die Spieler Marcus Pürk, Martin
Stranzl, Markus Weissenberger und
Harald Cerny. 2007/08 war Stevens
Chefcoach beim HSV, Joris Mathijsen,
Rafael van der Vaart, Romeo Castelen
und Nigel de Jong gehörten zum Kader.
Bei Hansa Rostock standen 2002/03
an zwei Spieltagen gleich sechs Schweden gemeinsam auf dem Platz, der
Trainer hieß allerdings Armin Veh.

ler Javi Martinez, Thiago und Juan
Bernat. Claudio Pizarros Muttersprache als Peruaner ist Spanisch,
die Brasilianer Dante und Rafinha
sind mit dem Portugiesischen nicht
weit entfernt. Dennoch bleibt die
Amtsprache beim Rekordmeister Deutsch, die Frage nach spanischen Verhältnissen stellt sich
trotzdem. „Wir achten auf die
Qualität, nicht auf die Nationalität“, widerspricht Matthias Sammer
einer freundlichen Übernahme.
Der Sportvorstand listet eine
Reihe von Argumenten auf: Javi
Martinez wurde vor Pep Guardiolas Zeit verpflichtet. Thiago, ja, kam
über und dank Guardiolas guten
Netzwerks zu den Bayern, Peps Bruder Pere ist dessen Berater. Aber
Neuzugang Juan Bernat? „Da war
Pep keine Triebfeder.“ Sogar „absoluter Blödsinn“ sei es, den vom
FC Valencia geholten Linksverteidiger als Wunschspieler von Guardiola zu bezeichnen. „Pep fordert da
gar nichts, er hat uns sogar darauf
hingewiesen, dass Neuzugänge aus
Spanien auf ihn zurückfallen. Das
möchte er nicht, das ist ihm nicht
recht.“ Sammers abschließendes
Urteil: „Der Kern beim FC Bayern
ist deutsch, ja bayerisch.“
Natürlich fließen dennoch spanische Elemente in den Fußball

des FC Bayern ein. Guardiola legt ter von 1990 sieht nur Vorteile: „Es
Wert auf viel Ballbesitz, auf ein ist gut für die Spieler. Sie fühlen sich
dominierendes Mittelfeld, in dem wohl, können privat etwas unterdie eigene Mannschaft immer ein nehmen. In meiner Zeit als Spieler
Übergewicht und damit genügend waren viele Deutsche bei Juventus
Anspielstationen haben soll. Barca und Inter, die Holländer beim AC
grüßt, aber eben nur in Teilen.
Mailand. Diese Blöcke waren imGanz neu ist eine derartige mer recht erfolgreich.“ Für Christian
Ballung einer Nationalität beim Heidel, Manager in Mainz, ist eine
FC Bayern übrigens nicht. Von Sai- Blockbildung ebenfalls unproblesonbeginn 2009 bis Anfang 2011 di- matisch. „Die Zeiten, in denen in
rigierte der Niederländer Louis van einem deutschen Verein 25 deutGaal an der Seitenlinie, assistiert sche Fußballer und zehn deutsche
von Andries Jonker. Mit dem dama- Trainer rumlaufen, sind vorbei.
ligen Kapitän Mark van Bommel, Fußball ist global geworden, bei uns
Arjen Robben und Edson Braafheid in Mainz sind die Hälfte der Spieler
standen drei Landsleute im Kader.
auch nicht mehr aus Deutschland.“
Noch häufiger hatten die Bayern
Probleme kann es dennoch gedrei Spieler eines
ben, siehe ManLandes gleichchester City. Dort
zeitig unter Ver- „Der Kern beim FC Bayern
sind Trainer Pellegrini und zwei
trag. 2005/06 das ist deutsch, ja bayerisch.“
französische Trio
der drei AssistenBixente Lizarazu, MAT T HIAS S AMMER, Sportvorstand ten spanischspraWilly Sagnol und
chig, dazu neun
Valerien Ismael. Brasilianer gab es Spieler. Das gefällt nicht allen, die
zweimal im Dreierpack. Von 2007 Kritiker sind nach dem Gewinn des
bis 2009 Breno, Lucio und Zé Ro- Titels aber vorerst verstummt.
berto, in der Triple-Saison 2012/13
Falls den Spaniern bei Bayern
Dante, Luiz Gustavo und Rafinha.
die eigene Fraktion übrigens noch
An einen spanischen Zufall nicht groß genug ist, können sie
glaubt Augsburgs Manager Stefan dem Nachbarn 1860 einen Besuch
Reuter nicht: „Pep Guardiola kennt an der Grünwalder Straße abstatdie Liga, er mag die Spielweise, das ten. Auch dort stehen drei Spanier
spielt alles mit rein.“ Der Weltmeis- unter Vertrag. F R A N K L I N K E S C H

kicker, 17. Juli 2014

15

MÜNCHEN: Interesse an Bröndbys Top-Talent Laursen

Badstubers Comeback nach 17 Monaten

Fotos: firo (2), Rauchensteiner, imago/MIS

Man spricht Spanisch: Die
Stars Javi Martinez und
Thiago, Co-Trainer Torrent
und Neuzugang Juan Bernat

führt die Bayern am Freitag nach
Memmingen, der Geburtsstadt des
Siegtorschützen im WM-Finale. Mario Götze wird nicht auf dem Platz
stehen, er genießt wie alle Weltmeister seinen verdienten Urlaub.
Deshalb stehen gegen den Fanclub „Red Baroons“, der mit Spielern des Regionalligisten FC Memmingen verstärkt wird, andere im
Blickpunkt. Zum Beispiel Holger
Badstuber, der 1989 drei Jahre vor
Mario Götze ebenfalls in Memmingen geboren wurde. Nach 17 langen
Monaten Verletzungspause wird er
sein lange ersehntes Comeback geben. „Wahnsinn, wieder komplett
dabei zu sein“, sagte der 30-malige
Nationalspieler kürzlich nach dem
Start in die Vorbereitung.
Nun wird Badstuber erstmals
seit dem 1. Dezember 2012 wieder
das Bayern-Trikot in einem Spiel
überstreifen. Damals riss er sich im
Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund das Kreuzband im rechten
Knie. Es folgten ein weiterer Riss im
Mai vergangenen Jahres, insgesamt
vier Operationen, bei der letzten

wurde ihm im vergangenen Herbst
ein neues Kreuzband eingesetzt.
„Holgers Entwicklung ist sehr, sehr
erfreulich, auch wenn er noch etwas
Zeit braucht“, sagt Sportvorstand
Matthias Sammer. Auch deshalb ist

Foto: imago/Joch

1Ein netter Zufall. Der erste Test

Endlich wieder am Ball: Bayerns
Verteidiger Holger Badstuber

die Verpflichtung eines weiteren Innenverteidigers zwar nicht gänzlich
abgehakt, derzeit aber nicht aktuell.
Gerüchte gibt es massenweise,
sonderlich viel werden die Münchner dem Vernehmen nach aber
nicht mehr machen. Bei der Suche nach einem weiteren Torwart
zeichnet sich laut Marca ab, dass
Costa Ricas WM-Held Keylor Navas
zu Real Madrid wechselt. Dort mit
der Aussicht, die neue Nummer 1
zu werden.
Ganz gezielt richten die Bayern ihr Augenmerk weiterhin auf
Top-Talente. Neben Sinan Kurt
(17, Mönchengladbach) besteht
nach kicker-Informationen großes
Interesse an Nikolai Laursen. Der
16-jährige Däne kommt bevorzugt
über die offensive rechte Seite, kann
aber auch in der Spitze agieren. Seit
Saisonbeginn gehört er dem Profikader von Bröndby IF an, kam dort
auch schon in Testspielen zum Einsatz. Laursen war bereits zu Besuch
in München, schaute sich vor Ort
alles an. Gut möglich allerdings,
dass er erst zur Saison 2015/16
wechselt.
FRANK LINKESCH

PERSONALIEN
Bayern München
Franck Ribery (31) nahm am
Dienstag die Vorbereitung auf, arbeitete nach seinen überstandenen
Rückenproblemen aber zunächst
individuell und soll am Donnerstag mit dem Mannschaftstraining
beginnen. + + + Sebastian Rode (23)
erlitt im Training eine Blessur am
Sprunggelenk, muss ein paar Tage
pausieren und wird das erste Testspiel am Freitag wohl verpassen.
+ + + WM-Fahrer Javi Martinez (25)
steigt kommende Woche ins Training ein.

Trainingslager nach Zell am See/
Kaprun und führt dort seine Reha
nach einer Muskel-Sehnenverletzung fort.

VfL Wolfsburg
Felipe (26) wurde mit Durchblutungsstörungen ins Krankenhaus eingeliefert. Noch ist unklar,
wann der brasilianische Verteidiger
wieder einsatzbereit ist. + + + Mateusz Klich (24, Adduktorenprobleme) und Moritz Sprenger (19) müssen
kürzertreten.

Borussia Mönchengladbach
FC Schalke 04
Die WM-Fahrer Eric Maxim
Choupo-Moting (25), Joel Matip (22),
Atsuto Uchida (26) und Sead Kolasinac
(21) sind am Mittwoch wieder ins
Training eingestiegen. Kevin-Prince
Boateng (27, Sonderurlaub) soll Anfang kommender Woche folgen.

Bayer Leverkusen
Stürmer Robbie Kruse (25)
ist nach seinem Kreuzbandriss, Innenverteidiger Ömer Toprak (24) nach
einer schweren Muskelverletzung
wieder ins Mannschaftstraining
eingestiegen. + + + Mittelfeldspieler Lars Bender (25) reist mit ins

che wieder einsteigen. + + + Raphael
Framberger (18) musste das Training
am Dienstag mit einer Platzwunde
abbrechen. Er wurde genäht und
trainierte am Mittwoch individuell.

Amin Younes (20), der wegen einer Zehenprellung pausieren
muss, reist bei gutem Heilungsverlauf ins Trainingslager an den Tegernsee nach.

1. FSV Mainz 05
Niki Zimling (29, Muskelfaserriss in der Wade) absolvierte am
Mittwoch nur eine individuelle
Trainingseinheit + + + Nikita Rukavytsya (27, Knieprobleme) fehlte beim
Training.

FC Augsburg
Alexander Esswein (24, Muskelfaserriss) will kommende Wo-

TSG Hoffenheim
Sebastian Rudy (24) zog sich im
Testspiel in Lauffen einen Riss des
vorderen Außenbandes im linken
Sprunggelenk zu und wird etwa
zwei Wochen pausieren müssen.

Hannover 96
Tim Dierßen (18) erlitt einen
Bruch des linken Mittelfußes und
musste sich in München einer Operation unterziehen. + + + Ebenfalls
operiert werden muss Samuel Radlinger (21), der sich im Training erneut das bereits 2013 operierte Knie
verdrehte. + + + Felipe (27) wurde
nach seinem Platzverweis im Test
gegen Egestorf für zwei Testspiele
gesperrt. + + + Die WM-Rückkehrer
Hiroki Sakai (24, Japan) und Neuzugang Miiko Albornoz (23, Chile)
wurden am Mittwoch im Test in
Ramlingen (Ende nach Redaktionsschluss) noch geschont. + + + Als
Gast wirkt im Training der südafrikanische Torhüter Ronwen Williams
(22, SuperSport United) mit.

Hertha BSC
Änis Ben-Hatira (25, schwere
Bronchitis), der am Montag wie Tolga Cigerci (22, Kapselverletzung Zeh)
aus dem Trainingslager in Harsewinkel abreiste, soll zu Wochenbeginn ins Training zurückkehren.
+ + + Sandro Wagner (26) brach die
Einheit am Mittwoch wegen Achillessehnenbeschwerden ab.

Werder Bremen
Torhüter Raphael Wolf (26) verlängerte bis 2017. + + + Verteidiger Mateo Pavlovic (24, Vertrag bis
2016) wird für ein weiteres Jahr an
Ferencvaros Budapest ausgeliehen.

1. FC Köln
Patrick Helmes (30) erlitt einen
Muskelfaserriss im Oberschenkel.
Der Stürmer soll aber ebenso wie
Angreifer Thomas Bröker (29), der
wegen erneuter Rückenprobleme
pausieren muss, nächste Woche
im Trainingslager in Kitzbühel ins
Mannschaftstraining zurückkehren.

SC Paderborn
Stürmer Rick ten Voorde (23)
wird für ein Jahr an den niederländischen Erstliga-Aufsteiger
FC Dordrecht ausgeliehen.

16

BUNDESLIGA

INTERVIEW DER WOCHE

„Ich bin nicht gekommen, um Zwölfter zu
werden und damit zufrieden zu sein.“
. . . zum Beispiel Yildiray Bastürk, der nach einer langen
Verletzungsgeschichte verpflichtet wurde, in Stuttgart
aber nicht auf die Beine kam und die hohen Erwartungen
nicht erfüllte.
Namen spielen keine Rolle. Der Fehler war, dass
wir uns zu spät um Neuzugänge gekümmert
haben. Erst als wir die Champions League erreicht hatten. Es wäre besser gewesen, vorher
schon Spieler im Auge zu haben, sich mit ihren
Stärken und Schwächen befasst zu haben und
dann, als klar war, wo wir international antreten,
sofort abschließend tätig zu werden. Wir haben
stattdessen bis zum letzten Moment gewartet.
Wo stehen Sie diesmal mit Ihren Planungen? Schließlich
sollen noch Spieler kommen, und ein heißer Kandidat,
Mexikos Nationalspieler Hector Moreno, zog sich bei
der WM einen Schienbeinbruch zu und ist erst mal
außen vor.

„Ich bin
ein besserer
Trainer“
Im Mai 2007 führte er Stuttgart zur
Meisterschaft. Jetzt soll ARMIN VEH (53)
dem VfB zu neuem Glanz verhelfen.
Der Coach gibt sich selbstbewusst,
warnt aber vor überzogenen Erwartungen.
Bei Moreno waren wir sehr gut vorbereitet, mit
ihm standen wir schon länger in Kontakt, was
aber nicht heißt, dass es auch geklappt hätte. Und
dann passiert eben die Verletzung. Das zeigt: Es
ist nicht immer alles planbar.
Und wie sieht es mit dem Personal allgemein aus?
Wir haben derzeit keinen Druck, müssen nicht
zwanghaft jemanden holen. Wir haben ja durchaus eine Mannschaft, mit der wir auch in die Saison starten könnten. Mir ist erst einmal wichtig,
alle Spieler kennenzulernen. Dann sehen wir
weiter.
Könnte der VfB also auch ohne weitere Neuzugänge seine
Ziele erreichen?

STUTTGART: Die Suche nach einem Ersatz für Traoré geht weiter

Interesse an Flügelflitzer Kostic und Zec
1Die Suche nach Verstärkun-

gen geht weiter. Vor allem für den
linken Flügel wird intensiv gefahndet. Jetzt tauchen zwei neue
Namen auf: der des serbischen
U-21-Nationalspielers Filip Kostic
(21, Foto links) vom FC Groningen und der des
Bosniers Ermin Zec (26), zuletzt bei Genclerbirligi. Beide gelten als schnell und dribbelstark.
Während für Kostic, der noch einen Vertrag bis
2015 besitzt, eine Ablöse von zwei bis drei Milli-

onen Euro im Raum steht, wäre
Zec ablösefrei. Sein Kontrakt
beim türkischen Erstligisten aus
Ankara ist Ende Juni ausgelaufen.
Und der neunmalige bosnische
Nationalspieler, der es nicht zur
WM geschafft hat, scheint nicht uninteressiert.
Zec nahm nach kicker-Informationen bereits
Kontakt zu seinem Landsmann und Nationalelfkollegen Vedad Ibisevic auf, um sich über den
VfB näher zu informieren.
gem

Es ist zu früh, das abschließend zu beurteilen.
So etwas kann man erst, wenn es ernst wird, oft
sogar erst, wenn die Saison läuft, in Drucksituationen. Wo wir uns aber perspektivisch verbessern
müssen, ist ein Thema, das wir bereits behandeln. Das ist ein dauernder Prozess, der nicht
mit der Vorbereitung endet.
Hört dieser Prozess überhaupt auf?
Nein, auf Spieler, die für die Zukunft des
VfB stehen könnten, muss man manchmal auch etwas warten. Aktionismus
ist oft ein Fehler. Deswegen sollten
wir uns jetzt auch nicht treiben
lassen. Wir werden sicher noch
jemanden holen. Aber Geduld,
das Transferfenster ist ja noch
länger offen.
Was für einen Eindruck haben Sie
bisher von Ihrem aktuellen Kader?
Es ist eine sehr willige Mannschaft, wir arbeiten sehr gut.
Wir haben talentierte Spieler
drin, wir haben sehr gute Fußballer und auch Erfahrung im
Team. Jetzt gilt es, alle zusammenzuführen und Qualität zu
entwickeln.
Der VfB stand im Vorjahr für eine
wacklige Defensive und eine ineffektive Offensive. Wie wollen Sie
das beheben?
Wir arbeiten daran. Die StaFoto: Rudel

D

as nennt man wohl Euphorie. 27 500 Dauerkarten haben die Schwaben bereits für die
neue Saison verkauft. „Das war sicher nicht
zu erwarten“, erklärt Stuttgarts Vorstandschef
Bernd Wahler, der die Hoffnungen der VfB-Anhänger in den neuen Trainer aber durchaus teilt.
Herr Veh, keine drei Wochen ist Ihr Dienstantritt her. Die
Fans sind aus dem Häuschen. Sind auch Sie immer noch
so euphorisch wie bei Ihrer Präsentation?
Wäre ja schlimm, wenn ich das nicht wäre. Oder
meinen Sie, ich hätte Grund dazu, nachdem ich
jetzt die Mannschaft gesehen habe?
Das war nicht damit gemeint. Aber wenn Sie so fragen:
Hätten Sie denn einen Grund?
Nein, überhaupt nicht. Ich bin genauso überzeugt von meiner Entscheidung wie vorher.
Empfinden Sie Ihre Rückkehr zum VfB als Neustart oder
als die Übernahme einer unvollendeten Aufgabe?
Mit unvollendet hat das nichts zu tun. Ich habe
Freude daran, beim VfB etwas zu entwickeln.
Was war, das war, das ist abgeschlossen.
Sie haben davon gesprochen, beim ersten Mal Fehler
gemacht zu haben.
Vor allem haben wir nach der Meisterschaft 2007
personalpolitisch zu spät gehandelt. Dabei geht
es nicht um einzelne Spieler, die nicht gepasst
haben . . .

kicker, 17. Juli 2014

tistik weist diese Schwächen aus. Aber wenn ich
sehe, was für gute Fußballer wir dabei haben,
dann ist das verwunderlich. Da spielt oft auch
der Kopf eine Rolle. Am Ende geht’s darum,
die entscheidenden Dinge durch bestimmte
Übungsformen so häufig zu wiederholen, bis
sie sitzen.
An wem muss sich der VfB orientieren? Abgesehen von
Bayern und Dortmund – an Klubs wie Schalke oder
Wolfsburg? Oder eher an Augsburg und Mainz?
Wir sollten erst einmal demütig sein. Der VfB war
zuletzt nicht grundlos 15. und 12. Ich bin nicht
gekommen, um Zwölfter zu werden und damit
zufrieden zu sein, das ist klar. Aber ich warne
auch vor falschen Erwartungen und überhöhten
Zielen.

Und wenn man sich bei der Frage der Orientierung rein
auf die Entwicklung bezieht?
Genau darum geht es doch: Ich möchte in Stuttgart etwas entwickeln. Wir haben einige gute
Talente im Verein, die wir zusammen mit erfahrenen Spielern besser machen möchten. Das
wollen wir entwickeln und dazu einen eigenen
Spielstil – ohne zu verkünden, wir wollen da und
da hin. Sondern, wir wollen die Chance haben,
da und dahin zu kommen. Diese Chance sehe
ich beim VfB, auch wenn andere Vereine größere
Chancen haben.
Wie soll der Spielstil aussehen?
Wir wollen eine Mannschaft entwickeln, die taktisch flexibel ist und attraktiven Fußball spielt,
damit die Leute wieder gerne ins Stadion kommen.
Sie sprachen die VfB-Talente an, ein namhaftes
Talent ist weg: Rani Khedira. Mit Ihrer Einwilligung?
Ich konnte in der Entscheidungsfindung wenig dazu sagen, weil
ich ihn ja nicht genauer kannte.
Aber die Entscheidung, ihn gehen zu lassen, damit er öfter
spielt, fiel nach der Beurteilung
eines längeren Zeitraums.
In Ihren Worten klingt durch, dass
Sie sich nicht auf Gedeih und
Verderb an den „Stuttgarter Weg“
ketten lassen wollen, so schnell
wie möglich viele Talente herauszubringen.
Andere Vereine haben sich auf
diesem Weg weiterentwickelt.
Das wollen wir auch. Aber wir
sind kein Ausbildungsverein wie
zum Beispiel Freiburg, sondern
müssen immer auch die Chance
auf eine gute Platzierung haben.
Wir müssen immer auf die
Jugend schauen und
gute Spieler her-

17

ausbringen, aber diese Talente müssen auch da
sein, damit man sie optimal fördern kann. Und:
Wir brauchen erfahrene Spieler dazu, mit denen
sie wachsen können.
Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Talente am Ende
abgegeben werden müssen.
Es gibt in der Bundesliga nur einen einzigen
Verein, der keine Spieler verkaufen muss: den
FC Bayern, dem es vor Jahren aber international auch nicht anders ging. Wir müssen dahin
kommen, dass wir Spieler entwickeln und sie
wenn, dann nur an absolute Topklubs abgeben
und nicht an direkte Konkurrenten, die allenfalls
mehr zahlen.
Schließen Sie deswegen rigoros einen Verkauf von Antonio Rüdiger aus, für den sich unter anderem auch West
Ham United interessiert?
Ja, sein Verkauf ist für uns kein Thema.

„Wenn man jünger ist, nimmt man sich
ernster, als wenn man älter ist.“
Gehört zur Entwicklung des VfB auch die geplante Ausgliederung der Profi-Abteilung?
Die Ausgliederung wird aus meiner Sicht unabdingbar sein, sonst werden wir es schwer haben.
Das bedeutet aber nicht, dass man seine Tradition aufgibt. Der FC Bayern hat seine Tradition
auch nicht aufgegeben, weil er sich strategische
Partner gesucht hat. Der FC Bayern muss unser
Vorbild sein, was das angeht.
Sie sind mit offenen Armen empfangen worden . . .
. . . besser so als mit den Worten: Jetzt kommt der
schon wieder.
Die Erwartungshaltung ist riesig. Was überwiegt? Chance
oder Risiko?
Mehr Chance, absolut. Es ist kein einfacher Job,
aber das war er in Frankfurt auch nicht. Auch dort
haben wir etwas entwickelt.
Inwiefern ist der Armin Veh 2014 ein anderer als der
von 2007?
Ich bin ein besserer Trainer, was natürlich mit
Erfahrung zu tun hat. Man lernt jedes Jahr etwas
Neues dazu. Und es gibt immer wieder Dinge, die
dazukommen, weil ich mich auch immer wieder
hinterfrage. Ich versuche, Fehler grundsätzlich
nicht zweimal zu machen.
Sie wirken sehr gelassen und souverän im Vergleich
zu früher.
Das hängt mit den Lebenserfahrungen zusammen, die man macht. Man versteht
mehr, hat mehr Verständnis für andere,
weil man nicht mehr alles so bitter ernst
nimmt.
Waren Sie früher verbissener?
Ja. Ehrgeizig bin ich nach wie vor, denn
ohne Leidenschaft geht es nicht. Aber es
gibt viele Dinge, die ich gelassener sehe.
Wenn man jünger ist, nimmt man sich
ernster, als wenn man älter ist.
Meister 2007, Neustart 2014 – wo sehen Sie
sich und den VfB im Jahr 2021?
2021 wäre ich am liebsten beim VfB.
Wieder oder noch?
Noch immer. Denn dann hätten wir so viel
nicht falsch gemacht.
I N T E RVI E W :
GEORGE MOISSIDIS

BUNDESLIGA

Ü

berraschen konnte Ivica Olic
seinen Trainer nicht wirklich.
Drei Tage vor dem vereinbarten
Dienstantritt nach seinem WM-Urlaub stand der Kroate in Wolfsburg
wieder auf der Matte und nahm die
Vorbereitung auf. „Er ist, wie er ist“,
kommentiert Dieter Hecking den
Frühstart des 34-jährigen KaderOldies, „er ist ein Superprofi.“ Der
sich in der abgelaufenen Spielzeit
reichlich Vertrauen erarbeitet haben dürfte, schoss er die Niedersachsen doch mit 14 Toren in die
Europa League. Dennoch sucht
Manager Klaus Allofs im Sturm
nach einem neuen Hochkaräter und soll dabei nach kickerInformationen in Sachen Romelu Lukaku vom FC Chelsea ein
gutes Stück vorangekommen sein.
Der 21-Jährige wäre ein gewaltiger
Konkurrent im Kampf um den Platz
im Ein-Mann-Sturm des VfL, Olic
stört das jedoch nicht. „Ich habe
nie Angst“, sagt der Routinier, „ich
werde höchstens positiv nervös.“
Olic gibt sich locker. Wie immer eigentlich. Mit einem neuen
Zweijahresvertrag in der Tasche
geht er die neue Saison selbstbewusst an. An seiner Fitness wird es
sowieso nicht scheitern. Hecking
verrät: „Seine Herzfrequenz beim
Laufen ist da, wo sie auch mitten
in der Saison ist. Ivica ist auf einem
sehr guten Niveau.“ Und trotzdem
droht die Reservistenrolle, wenn
eine Spitzenkraft verpflichtet wird.
Mit einem dauerhaften Platz auf der

Olic: Keine Angst
vor dem neuen Mann
Der VFL WOLFSBURG kommt in der Personalie
Romelu Lukaku voran. Der Belgier würde den
Konkurrenzkampf im Sturm drastisch erhöhen.

Foto: imago/Schroedter

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Urlaub verkürzt: Schon drei Tage früher als geplant stieg Ivica Olic ins
Wolfsburger Training ein, rechts Timm Klose.

Bank rechnet Olic dennoch nicht.
„Das wird nicht passieren. Jeder
kriegt seine Chance. Ich bin immer optimistisch, egal wer kommt.“
Zudem verweist der Kroate auf die
Mehrbelastung durch die Europa
League. „Wir haben noch mehr
Spiele, die kann ein Stürmer alleine
gar nicht machen, auch ich nicht.“
Und wohl auch Romelu Lukaku nicht. Die VfL-Verantwortlichen
sollen optimistisch sein, was den
Transfer des Chelsea-Angreifers
angeht. An ein Umdenken beim eigentlichen Wunschkandidaten Alvaro Morata, bei dessen anvisiertem
Klub Juventus Turin am Dienstag
Trainer Antonio Conte seinen Abschied verkündete, glaubte man in
Wolfsburg nicht so recht. Ohnehin
galt die volle Konzentration in den
letzten Tagen Lukaku. Der ist zwar
erst 21 und längst nicht am Ende
seiner Entwicklung, hat aber dennoch schon einiges vorzuweisen.
So erzielte der 1,91-Meter-Hüne in
den vergangenen beiden Spielzeiten insgesamt 33 Premier-LeagueTreffer für den FC Everton (17) und
West Bromwich (16).
Kommt Lukaku, könnte das zum
Abschied von Bas Dost führen. Der
Niederländer beendet seine Reha in
der Heimat und reist mit der Mannschaft am Samstag ins Trainingslager in die Schweiz. Feyenoord
Rotterdam ist stark interessiert,
allerdings bleibt auch die Premier
League für den Angreifer eine Option.
THOMAS HIETE

LEVERKUSEN: Schnelle Innenverteidiger-Größe auf der Wunschliste – DFB-Elf als Vorbild

1Die Formulierungen sind

defensiv. „Eigentlich sind wir
durch, aber vielleicht kann
man an der einen oder anderen Stelle optimieren“, erklärte
Trainer Roger Schmidt kürzlich zu
den Transferaktivitäten. Was „optimieren“ bedeutet, ist jetzt klar: Bayer 04 fahndet für die Abwehr nach
einer hochkarätigen Verstärkung.
Der ideale Partner für Ömer Toprak
wird gesucht, um ein optimales Pärchen im Abwehrzentrum aufbieten
zu können, das zu Schmidts offensivem und riskantem Spielstil passt.
Ähnlich wie im DFB-Team, in
dem Bundestrainer Jogi Löw im
Laufe des WM-Turniers sich gewinnbringend für die schnelleren
Mats Hummels und Jerome Boateng sowie gegen Per Mertesacker
entschied, bietet es sich auch bei
der Werkself an, neben Toprak einen zweiten flinken Innenvertei-

diger von Format zu etablieren. Wird Bayers Abwehrkette
doch ähnlich hoch verteidigen wie die des Weltmeisters?
Bei Bayer 04 hält man das Thema klein. „Ich sehe nicht zwingend
Handlungsbedarf. Wir haben nicht
den Druck, etwas machen zu müssen“, erklärt Manager Jonas Boldt,
fügt aber an: „Doch wenn es sich ergibt, sind wir die Letzten, die sagen,
wir machen es nicht. Das war immer die Philosophie von Bayer 04:
schnell und sinnvoll zu reagieren,
wenn sich etwas ergibt.“
Boldt nimmt öffentlich Dampf
aus dem Thema. Verständlicherweise, möchte man bei Bayer den anderen Aspiranten wie Emir Spahic
und Philipp Wollscheid, vergangene Saison ohnehin mit seinen Einsatzzeiten unzufrieden, jetzt keinen
demotivierenden Schuss vor den
Bug verpassen. Doch Fakt ist: Boldt

sucht einen Innenverteidiger, der
nicht nur, aber insbesondere durch
seine Schnelligkeit das Niveau in
der Abwehr noch mal erhöht. Denn
Spahic und Wollscheid sind keine
Sprinter. Und von der 18-jährigen
Leihgabe Tin Jedvaj („Er ist schnell“,
so Boldt) darf man trotz guter erster
Eindrücke nicht erwarten, dass er
zur Sofort-Verstärkung wird.
Schmidt wünscht sich eine solche. „Jeder neue Trainer hat am
Anfang irgendwelche Bedenken“,
weiß Boldt, der nun den passenden
Kandidaten finden muss. Eine äußerst schwierige Aufgabe, aber zumindest leichter, als eventuell auch
noch einen rechten Verteidiger zu
verpflichten. Denn auf letzterer
Position ist der Markt noch komplizierter. Von der Königslösung,
einen Verteidiger zu holen, der zentral und rechts spielen kann, ganz
zu schweigen.
S . VO N N O C K S

Foto: firo

Bayer fahndet nach idealem Toprak-Partner

Pendant gesucht: Ömer Toprak ist
in der Bayer-Abwehr gesetzt.

19

kicker, 17. Juli 2014

KÖLN: Stöger sieht den Zugang auf der Position von Lehmann – und diesen trotzdem im Team

1Der Mann will’s ganz genau
wissen. Als am Mittwoch Manfred Schmid dem Großteil der
Neuzugänge einen taktischen
Crashkurs gab, war Kevin
Vogt besonders wissbegierig,
diskutierte mit Kölns Co-Trainer.
„Er fragt nach, will genau wissen,
was wir vorhaben. Das sehen wir
sehr positiv“, erklärt Schmid, der
anfügt: „Man merkt, das er die Dinge in die Hand nimmt, er möchte
seine Mitspieler führen.“
Schon jetzt wird klar: Der FC hat
keinen Mitläufer, sondern einen potenziellen Leader geholt, für den er
1,8 Millionen Euro nach Augsburg
überweist. Und vieles spricht dafür,
dass der ehemalige U-21-Nationalspieler der Rolle gerecht wird. „Ich
bin der Typ, der Dinge anspricht
und, wenn es gefragt ist, versucht,
eigene Ideen mit einzubringen“,
erklärt der Mittelfeldspieler, der
sich in der Pflicht sieht: „In meiner
zentralen Position sehe ich es auch

als meine Aufgabe an, das Team ein
bisschen zu dirigieren.“
Vogt ist anders. „Er bringt
Bundesliga-Erfahrung mit,
obwohl er jung ist, ein gewisses Maß an Robustheit und
Größe. Er ist ein anderer Spielertyp auf der Sechs, als wir ihn bislang hatten“, weiß Peter Stöger, lobt
ihn als „laufstark“, nennt ihn einen
„spielerischen Sechser“. Der 22-Jährige passt exakt, suchte der FC doch
Schnelligkeit, Kopfballstärke und
Erfahrung. Vogt bringt alles mit und
dürfte von den Zugängen der sein,
der sich am deutlichsten von den
Konkurrenten abhebt, die schon
vergangene Saison in Köln waren.
Vogts Platz auf dem Platz ist für
den Trainer klar: „Er bietet sich
eher für die Sechs als für die Acht
an.“ Auch wenn Vogt beim FCA im
4-1-4-1 meist auf einer Halbposition vor Sechser Daniel Baier spielte.
Doch Stögers Idee schmeckt Vogt:
„Ich fühle mich vor der Abwehr

Foto: Bopp

Vogt offensiv: „Wir wollen für Furore sorgen“

Leader statt Mitläufer: Der Kölner
Neuzugang Kevin Vogt

wohl, weil man da in die Zweikämpfe kommt, man kann schön
draufgehen. Das gehört zu meinem
Spiel. Ich habe das Spiel gerne vor
mir, verteile gerne die Bälle. Wenn
ich eine Lieblingsposition nennen müsste, wäre es die Sechs.“
Die er wohl bekommt. Doch was
wird dann aus Matthias Lehmann,
dem Stöger dort eine „überragende Saison“ bescheinigt? Abgesänge auf den weniger dynamischen
Lehmann kämen zu früh. Stöger:
„Ich kann mir beide gemeinsam
vorstellen. Und auch, dass Matze
die offensivere Position einnimmt.“
Offensiv ist auch das Stichwort
für den selbstbewussten Vogt, der
mit dem FC vieles für machbar hält:
„Ich bin sehr guter Dinge. Platz 15
ist als Aufsteiger das Ziel. Damit
fahren wir gut. Aber ich bin kein
Freund davon, dass wir uns kleiner
machen, als wir sind. Wir wollen für
Furore sorgen.“
S T E P H A N VO N N O C K S
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20

BUNDESLIGA

BERLIN: Klares Aufgabengebiet für den Zugang

auf Torwart und Mittelstürmer habe
ich im Profibereich alles gespielt.“
Jetzt will er sich festspielen im
zentralen Mittelfeld seines neuen
Vereins. „Die Zeit war reif für eine
Veränderung“, sagt Hegeler (Vertrag
bis 2017), „nach eineinhalb guten
Jahren hatte ich in Leverkusen zuletzt das Gefühl, dass bei mir Stillstand herrscht. Der letzte Schritt
ist nicht gekommen.“ Den will er in
Berlin machen – bei dem Trainer,
unter dem er zwischen April 2009
und Sommer 2010 schon in Augsburg gearbeitet hatte. „Sehr
direkt, klar, konsequent“, so
erlebt Hegeler Luhukay. „Das
Projekt in Berlin“, sagt der Allrounder, „ist noch nicht zu Ende.“
Das passt zu ihm. Er ist 26, „aber sicher noch nicht ausgereizt“. Etliche
der neuen Kollegen kennt er schon:
Ndjeng aus Augsburg, Hosogai aus
Leverkusen, Schieber und Plattenhardt aus Nürnberg, Ben-Hatira
von der U 21 und der BundeswehrAuswahl. Nach 113 BundesligaSpielen (sieben Tore) will Hegeler
in eine Führungsrolle wachsen und
seine sachliche Art nicht aufgeben:
„Emotionen gehören dazu, aber
man muss sie kontrollieren.“

AU S H E RT H A S
TRAININGSLAGER
IN MARIENFELD
BERICHTET
STEFFEN ROHR

A

ls die Einheit am Mittwochmittag beendet war, schnappte sich
Jos Luhukay Jens Hegeler (26)
zum Einzelgespräch. Erst standen
beide, dann saßen sie auf dem
Rasen hinterm Sporthotel Klosterpforte im Harsewinkeler Ortsteil Marienfeld. Was ihm Herthas
Trainer bei der Unterredung
sagte, dürfte dem Neuzugang
gefallen haben. „Ich plane mit
Jens zentral“, erklärte Luhukay
hernach. „Als Sechser, Achter
oder Zehner kommt er für mich
infrage, außen spielen andere.“
So war es bereits bei der Kontaktaufnahme im Frühjahr verabredet worden. „Ich wusste, was
der Trainer plant“, sagt Hegeler, für
den Leverkusen eine Million Euro
Ablöse kassierte. Ihm kommt das
entgegen, „als Achter sehe ich mich
am stärksten“. Dass er so vielseitig
ist wie kaum ein anderer, hat der
1,93-Meter-Schlaks „öfter als Vorteil
denn als Nachteil“ empfunden: „Bis

Foto: Winter

Allrounder Hegeler:
Jetzt nur noch zentral

Ein Mann für die Mitte: Berlins Neuzugang Jens Hegeler

BERLIN: Ein Hertha-Trio fährt zur U-19-EM

Mukhtar: „RB ist vom Tisch“
1Ein paar warme Worte von Jos

Luhukay, ein Auftrag von Sami Allagui („Jungs, bringt den Pokal mit“),
ein schnelles Mittagessen: Dann
ging’s für Marius Gersbeck (19, Tor)
und Hany Mukhtar (19, Mittelfeld)
aus Marienfeld/Ostwestfalen nach
Frankfurt/Main zum Treffpunkt der
deutschen U 19, für die ab Samstag die EM-Endrunde ansteht. Mit
Regionalliga-Verteidiger Anthony
Syhre (19) stellt Hertha noch einen
dritten Endrunden-Starter. Wäh-

rend Syhre nach einem erfolglosen
Probetraining in Osnabrück weiterhin verliehen werden soll, soll
Mukhtar verlängern. Zuletzt wollte
RB Leipzig ihn kaufen. „Das Thema“, sagt er, „ist vom Tisch, ich will
es bei Hertha packen.“ Sein Vertrag läuft bis 2015, Hertha will ihn
bis 2018 binden. „Unser Angebot“,
bekräftigt Manager Preetz, „steht.“
Mukhtar wartet ab, sagt aber: „Hertha ist mein Verein. Klar kann ich
mir vorstellen, hier zu verlängern.“

PADERBORN: Gedankenspiele um Besetzung der Abwehr

Hoffen auf Comeback von Bertels

Foto: imago/pmk

1André Breitenreiter hatte vor

Sorgenkind und Hoffnungsträger:
Verteidiger Thomas Bertels

seinem Abflug in den Kurzurlaub
am gestrigen Mittwoch noch einen
wichtigen Termin. In der Schule seines Sohnes wirkte Paderborns Trainer am Vormittag beim Sportfest
mit, am Nachmittag ging es dann
für einige Tage nach Mallorca. Beim
Aufsteiger schnaufen die Verantwortlichen und die Spieler in dieser
Woche noch einmal durch, bevor es
am Montag per Flugzeug zunächst
nach München und von da weiter
ins achttägige Trainingslager an den
Achensee geht.
Auch Michael Born nutzt die
freien Tage für einen Kurztrip ins
Ausland, der Manager weilt auf Zypern, beschäftigt sich aber auch auf
der Mittelmeerinsel mit der weiteren Kaderplanung. Nach wie vor
ist die Verpflichtung eines Abwehrspielers ein Thema. Gesucht wird

ein junger Profi, der sowohl links
als auch in der Innenverteidigung
spielen kann. „Wir orientieren uns.
Wir haben uns mit dem einen oder
anderen Namen beschäftigt“, sagt
Born, der aber nur tätig werden will,
wenn sich eine günstige Gelegenheit ergibt und alles 100-prozentig
passt. „Wir werden nichts übers
Knie brechen“, betont er.
Ob Paderborn, das sich für die
Debüt-Saison in der Bundesliga
bislang im Mittelfeld und Angriff
verstärkt hat, noch einmal handelt, hängt auch von der weiteren
Entwicklung bei Thomas Bertels
ab. Der Linksverteidiger, der nach
überstandener AchillessehnenOperation erst zu Beginn der Vorbereitung wieder ins Training eingestiegen war, verletzte sich Anfang
des Monats bei seinem Comeback
im Testspiel gegen den Kreisligisten

SF Oesterholz-Kohlstädt. Die Mittelfußverletzung stellte sich nach
einer weiteren Untersuchung am
Dienstag als Stressfraktur heraus,
was Born aufatmen ließ. Die Nachricht sei „sehr positiv“, befand der
Manager, hatte man ursprünglich
doch wesentlich Schlimmeres und
eine viel längere Zwangspause für
Bertels befürchtet.
Der 27-Jährige soll nun aber bereits im Lauf des Trainingslagers
in Tirol (21. bis 29. Juli) wieder mit
dem Lauftraining beginnen, was
die Wahrscheinlichkeit einer Neuverpflichtung vermindern würde.
Neben Bertels steht Trainer André
Breitenreiter für die Position des
Linksverteidigers Florian Hartherz
(21) als Alternative zur Verfügung,.
Zudem kann Daniel Brückner (33)
aus dem Mittelfeld nach hinten gezogen werden.
JA N R E I N O L D

kicker, 17. Juli 2014

21

Traoré: Fische als einzige Sorge
AU S D E M G L A D BA C H E R
TRAININGSLAGER IN
R O T TAC H- E G E R N
BERICHTET
JA N LU S T I G

F

ür die Profis ist es wie ein Ritual: Nach den
harten Trainingseinheiten folgt der Sprung
in den kühlenden Tegernsee. Ibrahima Traoré (26) dagegen verzichtet regelmäßig auf das
erfrischende Nass und verschwindet schnurstracks im Mannschaftshotel. „Ich bin kein so
guter Schwimmer, da gehe ich lieber kein Risiko
ein“, scherzt Traoré und lacht: „Außerdem sind
die Fische manchmal größer als ich.“ Die Fische
des Tegernsees dürften zurzeit die einzige Sorge
des 1,71 Meter großen und 61 Kilogramm leichten Power-Pakets sein. Den Konkurrenzkampf
fürchtet er nicht. Obwohl auf der Außenbahn
André Hahn, Patrick Herrmann, die vielseitigen
Thorgan Hazard, Fabian Johnson und Branimir
Hrgota zum Einsatz kommen können, geht Traoré selbstbewusst ins Rennen um einen Stammplatz. „Ich habe keine Angst“, sagt der Zugang aus
Stuttgart. „Ich weiß, dass Top-Leute, A-Nationalspieler, auf der Position spielen können. Das zeigt
die Qualität, die vorhanden ist. Aber ich mache
mir keine Gedanken. Jeder will spielen, und auch
ich tue alles dafür, in der Startelf zu stehen.“
Seine Chancen sind nicht schlecht. Obwohl
Traoré zuletzt in Stuttgart auf dem rechten Flügel
eine Klasseform bewies, dürfte er bei Trainer
Lucien Favre nach den ersten Eindrücken für die

linke Seite vorgesehen sein. Nach dem Abschied
von Juan Arango ist die Planstelle links frei – und
Traoré bereit. „Für mich“, sagt er, „macht es keinen Unterschied, auf welcher Seite ich spiele.“
In Rottach-Egern bildet der Wirbelwind eine
Zimmer-WG mit einem anderen Neuen: Thorgan
Hazard (21). Für den Belgier ist Traoré ein wichtiger Ansprechpartner, weil er sich fast ausnahmslos auf Französisch verständigt. „Ibra ist eine
große Hilfe“, sagt Hazard. Ob die Zimmernachbarn auch zu Konkurrenten werden? Wohl eher
nicht. Bei Hazard geht die Tendenz dahin, dass
er für das Zentrum vorgesehen ist. „Ich kann auf
beiden Flügeln spielen“, so die Chelsea-Leihgabe.
„Wobei ich die beiden zentralen Offensivpositionen ein klein wenig bevorzuge.“
Bei der Borussia will Hazard nach den zwei
Jahren in Belgien bei Zulte Waregem den nächsten Schritt in seiner Karriere machen. „Ich habe
mich bewusst entschieden, in eine große Liga zu
gehen, um weiterzukommen“, sagt der jüngere
Bruder von Chelsea-Star Eden. Dabei will er
nicht ausschließen, dass er sogar länger als den
zunächst vereinbarten Zeitraum bis 2015 bei
der Borussia bleibt. Hazard: „Ich möchte so viel
spielen wie möglich. Dann muss man sehen, ob
vielleicht noch ein zweites Jahr in Mönchengladbach dazukommt.“ Sein Plan heißt trotzdem: „Ich
hoffe, einmal für Chelsea zu spielen.“
Der (Wechsel-)Wunsch von Peniel Mlapa
dürfte sich zügig erfüllen: Der Stürmer steht
in aussichtsreichen Verhandlungen mit Union
Berlin (siehe Seite 36).

Foto: Schwörer

Der Neuzugang von BORUSSIA MÖNCHENGLADBACH zeigt sich selbstbewusst im Kampf
um einen Stammplatz auf der Außenbahn – nur das Wasser meidet er noch.

Möchte die nach dem Arango-Abgang vakante
Position einnehmen: Ibrahima Traoré

Der Gladbacher Sportdirektor Eberl spricht nochmals Klartext im Fall Kramer

„Der Weltmeister spielt nächste Saison bei uns“
bleibt Max Eberl völlig gelassen.
Dass der SSC Neapel lockt (siehe kicker vom 10. Juli) und durch
Klub-Boss Aurelio de Laurentiis
das Interesse an dem 23-jährigen
Mittelfeldspieler bekräftigte, bringt
den Sportdirektor nicht aus der
Ruhe. Die Vertragsmodalitäten sind
eindeutig: Erteilt Gladbach keine
Freigabe, sind sämtliche Bewerber
chancenlos. Und eine Freigabe, so
überhaupt ein Klub Kramer zu einem Wechsel bewegen kann, gibt es
nicht. Klartext von Eberl: „Wir haben einen Weltmeister in unseren
Reihen. Und der Weltmeister spielt
in der nächsten Saison für uns.“
Vielmehr machen sich die Borussen Hoffnungen, Kramer längerfristig binden zu können. Offiziell
endet die Leihe 2015, danach kehrt
der Shootingstar zu Leverkusen

Foto: Getty Images/Griffiths

1Beim Thema Christoph Kramer

Wunschspieler gleich mehrerer
Vereine: Christoph Kramer

(Vertrag bis 2017) zurück. Dort ist
Kramer laut Bayer-Manager Jonas
Boldt „für das nächste Jahr unser
Wunschspieler“. Doch kampflos
wollen die Fohlen Kramer keinesfalls ziehen lassen. „Es ist klar, dass
wir einen Spieler, der so großartig
eingeschlagen hat und so eine Rolle
bei uns spielt, gerne fest verpflichten wollen“, sagt Eberl. Noch gebe
es „keinen Gesprächsbedarf, weil
Chris noch ein Jahr Vertrag hat“,
so der Sportdirektor weiter. Und:
„Wir werden im Laufe der nächsten
Saison sehen, was möglich ist.“ Die
Trumpfkarte im bevorstehenden
Tauziehen mit Bayer könnte Kramer selbst sein. Wenn er Mönchengladbach gar nicht verlassen will.
Eberl: „Entscheidend ist, was der
Spieler möchte. Dass sich Christoph
bei uns wohlfühlt, hat er oft betont.
Aber jetzt sind wir erst einmal sehr,

sehr froh, dass er noch eine Saison
bei uns spielt – mindestens.“
Bis zum 4. August darf Kramer
urlauben. Danach ist es vorbei mit
dem Nobody-Status. „Es wartet eine
neue Herausforderung auf ihn“,
weiß Eberl, „er ist nicht mehr die
Überraschung. Die Augen werden
auf ihn gerichtet sein, er wird eine
ganz andere Wertschätzung genießen und auch die Gegenspieler werden ihn anders angehen.“ Probleme
erwartet der Sportdirektor nicht.
„Christoph ist ganz klar im Kopf,
bodenständig und intelligent –
er kann mit der veränderten Situation umgehen.“ Auch Kramers
Trainingsrückstand bereitet keine
Kopfschmerzen. Eberl: „Seine Physis ist kein Problem. Wenn du ihn
im Urlaub wecken würdest und ihm
sagst, er soll mal eben 12 Kilometer
laufen, springt er auf und legt los.“

22

BUNDESLIGA

Ginters Abschied und die Folgen
Für den Weltmeister kommen gleich zwei Neue:
STEFAN MITROVIC (24) und MARC-OLIVER KEMPF (19).

Fotos: imago/Alterphotos, Getty Images/Portas

O

ffiziell verkündet ist der Wechsel von Matthias Ginter zu Borussia Dortmund zwar noch
nicht, doch bis zum Wochenende
dürfte der Deal endgültig über die
Bühne gehen (siehe Seite 8). Dem
SC Freiburg bricht somit nach Torhüter Oliver Baumann (Hoffenheim) der zweite Leistungsträger
weg. Einen gleichwertigen Ersatz
des Ausnahmetalents werden die
Breisgauer zwar nicht verpflichten
können. Doch beim Blick in den
Spiegel müssen die Sportdirektoren
Klemens Hartenbach und Jochen
Saier keine neuen Sorgenfalten
befürchten. Mindestens zehn Millionen Euro plus erfolgsabhängige
Sonderzahlungen erhält Freiburg
vom BVB. Hinzu kommen etwa
5,5 Millionen Euro durch den
Baumann-Verkauf. Nie zuvor verzeichnete der SC innerhalb einer
Transferperiode höhere Erlöse
durch Spielerverkäufe. Der geplante Abschied des hochveranlagten,
zuletzt aber nicht mehr zum Zug
gekommenen Innenverteidigers
Fallou Diagne dürfte weiteres Geld
in die Kassen spülen.
Trotzdem wird man keinen der
Verantwortlichen wie Dagobert
Duck durch die Welt spazieren gehen sehen. Der Vorsitzende Fritz
Keller ist über jeden Taler froh, den
er für den geplanten Stadionneubau
zurücklegen kann. Und Saier stellt
klar: „Ich werde wegen dieser Erlöse nicht in Euphorie ausbrechen.“
Außerdem investierte der SC
bereits rund zehn Millionen Euro

Neu in Freiburg: Stefan Mitrovic, der zuletzt bei Real Valladolid war, und
der Frankfurter U-19-Nationalspieler Marc-Oliver Kempf

Cissé ist bislang der mit Abstand teuerste Verkauf des SC
Unter den teuersten SC-Verkäufen würde sich Matthias Ginter auf Platz 2 einreihen.
Mio. Euro Spieler

wechselte

zu

12,0
5,5
3,5
3,0
3,0

1/2012
7/2014
1/2002
7/2011
7/2013

Newcastle United
TSG Hoffenheim
Borussia Dortmund
Bayer Leverkusen
Werder Bremen

Papiss Demba Cissé
Oliver Baumann
Sebastian Kehl
Ömer Toprak
Cedrick Makiadi

in neue Spieler (siehe Übersicht
Seite 12). Mit Marc-Oliver Kempf
(Eintracht Frankfurt) und Stefan
Mitrovic (Benfica), die am Dienstag
und Mittwoch unterschrieben, sind
darunter zwei neue Innenverteidiger. Während sich U-19-Nationalspieler Kempf auf die EM in Ungarn
(19. bis 31. Juli) vorbereitet, sitzt
Mitrovic im Mannschaftsbus, wenn
Freiburg am Freitag ins Trainingslager nach Schruns aufbricht. Der zuletzt von Benfica an Real Valladolid
ausgeliehene Serbe konkurriert mit
Immanuel Höhn und Pavel Krmas
um einen Platz im Abwehrzentrum.
Talent Kempf soll nach seiner Rückkehr von der Nationalmannschaft
behutsam zum Bundesligaspieler
aufgebaut werden.
Die Verpflichtung eines weiteren Innenverteidigers ist vorerst
nicht geplant, zumal auch Sascha
Riether und Nicolas Höfler im Abwehrzentrum aushelfen könnten,
wenn Not am Mann ist. „Wir sind
ordentlich aufgestellt“, konstatiert
Saier. Das Ziel, den Kader bis zum
Start ins Trainingslager weitestgehend zusammengestellt zu haben,
ist erfüllt. Ein Stürmer könnte zwar
noch dazustoßen. Doch da der
Markt auf dieser Position besonders
hart umkämpft ist, wird Freiburg
keinen Angreifer auf Teufel komm
raus verpflichten. Vielmehr ruhen
die Hoffnungen darauf, dass Philipp Zulechner nach einem halben
Jahr der Eingewöhnung an der Seite
von Top-Stürmer Admir Mehmedi
durchstartet. J U L I A N F R A N Z K E

FRANKFURT: Bendtner signalisiert Gehaltsverzicht – Zambrano fehlt – Madlungs Rücken hält

Transfers: Der Druck auf Hübner wächst
1Wenn nicht noch Sensationel-

les passiert, wird es wieder nichts
mit der angestrebten Verstärkung
für die Offensive bis zum Start
ins zweite Trainingslager. Von
diesem Donnerstag an reist
die Eintracht für eine Woche
nach Donaueschingen. Vor der
Abreise tummeln sich sieben Juniorenspieler, von denen ein Großteil erneut zur Reisegruppe gehören wird. Wer genau, will Trainer
Thomas Schaaf nach dem letzten
Training in Frankfurt am Vormittag
festlegen. Auf jeden Fall zur Mannschaft stoßen sollen aber die beiden
WM-Fahrer Constant Djakpa (27,
Elfenbeinküste) und Makoto Ha-

sebe (30, Japan). Timothy Chandler (24) kommt am Wochenende
nach, er war mit den USA bis ins
Achtelfinale vorgedrungen, hat
noch Urlaub. Das zweite Trainingslager wird ohne Carlos
Zambrano (25), der nach einer Lungenentzündung zunächst Aufbautraining absolvieren soll, starten. „Vielleicht besteht
die Chance, dass er nachkommt“,
sagt Schaaf.
Was die fehlenden Offensivspieler betrifft, bleibt der Trainer
nach wie vor gelassen. Was nichts
daran ändert, dass der Druck auf
Sportdirektor Bruno Hübner und
die Eintracht mit jeder Woche ohne

weiteren Zugang wächst. Zumal
sich die finanziellen Möglichkeiten dieser Tage durch den Verkauf
von Marc-Oliver Kempf (19) erweitern. Zum bisherigen Investitionsvolumen von sieben Millionen
Euro kommt nun eine Ablöse von
rund 800 000, zudem gibt es Gehaltseinsparungen. Passend dazu
hat der Verhandlungsstopp mit dem
dänischen Stürmer Nicklas Bendtner (26) dazu geführt, dass er und
seine Berater zu erheblichen Zugeständnissen bereit scheinen. Nicht
ausgeschlossen, dass man doch
noch zusammenkommt.
Kempf hatte in Frankfurt als Innenverteidiger Nummer 5 hinter

Zambrano, Anderson, Alexander
Madlung und Marco Russ keine
Entwicklungsmöglichkeiten mehr
gesehen. Madlung ist in dieser Woche wieder voll ins Training eingestiegen, nachdem er vergangenen
Donnerstag das erste Trainingslager
wegen Rückenproblemen verlassen
musste. „Ich hoffe, dass ich jetzt
wieder voll angreifen kann“, meint
der 32-Jährige, der sich bei einem
Chiropraktiker in Unterhaching behandeln ließ. Madlung war erst im
Januar zur Eintracht gekommen,
hatte in der Rückrunde mehr Einsätze (16) als Anderson (1), der nur
phasenweise wegen einer Verletzung fehlte.
M I C H A E L E B E RT

kicker, 17. Juli 2014

23

Der neue HSV
DIETMAR BEIERSDORFER (50)

macht Tempo. Sein
Gesamtkonzept stellte er
Investor Kühne vor.

Fotos: imago/teutopress, Witters (2)

D

ietmar Beiersdorfer kennt das
Vorurteil. Als Zauderer stufen
ihn seine Kritiker ein, weil er
sich mitunter schwertut, zügige
Entscheidungen zu treffen. Ganz
offen hat er bei seiner Antrittsrede
vor einer Woche mit einem Augenzwinkern darüber gesprochen. „Ich
denke viel. Manchmal zu viel.“ In
seiner kurzen Amtszeit als HSVBoss weist der Franke bislang nach,
dass er durchaus schnell handeln
kann: Dem Aus für Sportchef Oliver Kreuzer am Montag folgte tags
darauf die Vorstellung von Bernhard Peters (54) als neuem „Direktor Sport“ ab dem 1. August. Folgt
schon in Kürze die Inthronisierung
des neuen Sportchefs Peter Knäbel
(47)? Beiersdorfer macht Tempo
und setzt auf die Hilfe von KlausMichael Kühne. Am vergangenen
Freitag weilte der HSV-Boss beim
potenziellen Geldgeber in der
Schweiz und stellte ihm das neue
Gesamtkonzept vor. Damit zeichnet
sich die strategische Partnerschaft
mit dem Investor immer stärker ab.
Bereits am 19. Mai hatte der
kicker die Zukunft des neuen HSV
skizziert – mit Beiersdorfers Plänen um Peters und Knäbel sowie
ohne Kreuzer. Nach gut einwöchiger Amtszeit schafft der Heimkehrer Fakten. „Die Verpflichtung von
Bernhard Peters stellt einen wesent-

Die neuen starken Männer: Beiersdorfer und Peters – bald wohl auch Knäbel (Mitte)
lichen Teil der sportlichen Neuausrichtung dar“, sagt der neue Boss
und macht deutlich, dass dies nur
der Anfang ist: „Er wird nicht den
Posten des bisherigen Sportdirektors übernehmen.“ Knäbel, Technischer Direktor beim Schweizer
Fußballverband, ist für diesen Job
von Beginn an sein Wunschkandidat gewesen, während Peters wie
zuletzt in Hoffenheim die Nachwuchsentwicklung vorantreiben
und diesen Bereich komplett neu
aufstellen wird. Klar scheint, dass
Beiersdorfer bei den Umbauten
auch vor einem alten Weggefährten nicht Halt machen wird: ExTeamkollege Michael Schröder,

in seiner Sportchef-Ära Chefscout
und aktuell Nachwuchs-Chef, wird
seinen Posten nicht behalten – der
neue HSV soll eine komplett neue
Handschrift bekommen. Peters
sagt dies ganz offen und war vor
allem auch deshalb nach acht Jahren in Hoffenheim für das Projekt
Hamburg zu begeistern: „Jetzt ist
es mein Ziel, gemeinsam mit Dietmar Beiersdorfer und unseren Mitarbeitern, dem HSV eine eigene
fußballerische Identität zu geben:
eine Philosophie, aus der heraus
vom Kinder- über den Jugend- bis
hin zum Profibereich eine unverwechselbare Handschrift entwickelt
wird.“

Wann Knäbel als „Direktor Profifußball“ folgt, ist noch offen. „Es gab
schon ein paar Gespräche“, bestätigt
Beiersdorfer. Bis der Posten besetzt
ist, treibt er die Kaderplanung voran. „Es soll so schnell wie möglich
etwas passieren.“ Während der Boss
den neuen HSV baut, braucht Mirko
Slomka frisches Personal für eine
sorgenfreie Saison. Ein defensiver
Mittelfeldspieler steht ganz oben
auf der Liste, auch offensiv sucht
der Coach Verstärkung. Unverändert geht es auch um Matthias
Ostrzolek. Mit dem 24-jährigen
Linksverteidiger ist sich der HSV
längst einig, mit dem FC Augsburg
noch nicht. S E BA S T I A N W O L F F

Es geht der dritte Sportchef nach Beiersdorfers Ausscheiden 2009, doch nicht als Irrtum

Kreuzer zeigt sich „überrascht und enttäuscht“
1 Das unwürdige Kapitel

über seine eigene Nachfolgersuche hat er nun selbst
beendet. Seit Dietmar Beiersdorfer 2009 ausgeschieden
war, fahndete der HSV zunächst ein Jahr unter elf Kandidaten
und entließ nun den inzwischen
dritten Sportchef vorzeitig. Nach
Bastian Reinhardt und Frank Arnesen geht also auch Oliver Kreuzer (Foto) – in der öffentlichen
Wahrnehmung vor allem als der

von Investor Klaus-Michael
Kühne titulierte „DrittligaManager“ und nicht als Visionär. Doch der 48-jährige
Badener ist kein MillionenMissverständnis, obwohl der
Deal den Klub viel kostete.
Neben den 1,4 Millionen Euro
Abfindung für Vorgänger Arnesen
musste der HSV 650 000 Euro Ablöse an Kreuzers Ex-Verein Karlsruhe
zahlen, nun wird die nächste Abfindung für den bis 2016 gebunde-

nen früheren Verteidiger fällig. Weil
Beiersdorfer eine Philosophie vermisste. Tatsächlich wirkte Kreuzer
mit der Rolle in allererster Reihe in
Hamburgs Horror-Saison mitunter
überfordert. Zum Hauptschuldigen
für die Misere indes taugt er nicht.
Dafür war seine nur einjährige
Amtszeit zu kurz, während CarlEdgar Jarchow und Joachim Hilke
vorerst weitermachen. Und dafür
gelangen ihm auch zu klare Ausrufezeichen: Seine Vertragsverlän-

gerung mit Hakan Calhanoglu im
Februar bescherte dem HSV nun
eine 14,5-Millionen-Ablöse, sowohl
an der Ausleihe als auch am Kauf
von Pierre-Michel Lasogga war er
maßgeblich beteiligt. Kreuzer war
deshalb von einer zweiten Chance
in zweiter Reihe ausgegangen. „Ich
bin überrascht und enttäuscht. Der
Austausch mit Didi Beiersdorfer in
den zurückliegenden Wochen war
so, dass ich mit dieser Entscheidung
nicht gerechnet habe.“
SW

24

BUNDESLIGA

„Es geht jetzt von vorne los“

Foto: Eibner

Er spielt immer. Und fast
immer gut. Am Erfolg des
FCA hat DANIEL BAIER (30)
großen Anteil. Aber er
und sein Team müssen
sich nun neu beweisen.

A

ls der Spielzug abgeschlossen er es in die Elf des Jahres – neben vier Münchist, unterbricht Markus Wein- nern, vier Dortmundern und zwei Leverkusezierl und ruft über den Trainings- nern. Er und Wolfsburgs Ricardo Rodriguez
platz: „Das ist gut, was der Dani
standen als einzige zwei Feldspieler in jemacht. Der Ball muss schnell
der der 3060 Saisonminuten auf dem Platz.
in die Tiefe, wir müssen nicht
Baier wurde bei 1860 München zum
über acht Stationen klein-klein
Profi ausgebildet, versuchte sich danach in
spielen.“ Der Dani – das ist beim
Wolfsburg. Doch es dauerte, bis er Ende 20
FC Augsburg Daniel Baier. Und
war, ehe er zur Führungsfigur aufstieg. Er
der hatte an diesem
selbst nennt zwei Hauptgründe
Dienstag im Traifür die späte Entwicklung: „Ich
ning wieder einmal „Ich spiele zum ersten Mal fühle mich in Augsburg wahndie richtige Idee für den auf der richtigen Position.“ sinnig wohl und spüre sehr
richtigen Pass im richgroßes Vertrauen vom Trainer.
tigen Moment.
Und ich spiele zum ersten Mal
Nichts Außergewöhnliches, in meiner Karriere auf der richtigen Position.“
aber eben symbolisch für die Als alleiniger Sechser im 4-1-4-1 ist Baier das
Spielweise des FCA und die Herz und das Hirn der Augsburger Mannschaft.
Bedeutung des Profis mit der Ihr „Taktgeber“, wie Weinzierl sagt. Ballsicher,
ruhig, mit gutem Auge, als Ausgangspunkt vieNummer 10.
Baier galt in seiner Karri- ler Konter. „Er ist defensiv gut und für diese
ere lange als großes Talent Position sehr spielstark und offensiv veranlagt“,
für die Position hinter den schwärmt der Trainer. „Seine Art, Fußball zu
Spitzen, als klassischer Zeh- spielen“, mache ihn unentbehrlich.
ner eben. Weinzierl aber stellte
Mit André Hahn verlor der FCA den Shootingihn auf die Sechs, direkt vor star der Überraschungssaison. Baier, der zwar
die Abwehr. Und im Rückblick nicht so spektakulär spielt, aber ebenso wichtig
sagt der Trainer: „Das war ein ist, bleibt. „Es geht jetzt alles wieder von vorne
ganz wichtiger Punkt. Mit los“, sagt er. „Wir haben gesehen, was möglich
dieser Entscheidung ist. Das bringt viel Selbstvertrauen. Aber es wird
ging es berg- harte Arbeit, das wieder neu zu bestätigen.“ Baiauf.“ Für den ers Vertrag beim FCA läuft bis 2016. Darüber, ob
FCA auf Platz es nach dem starken Jahr auch für ihn Anfragen
acht, für Baier anderer Klubs gab, will er nicht sprechen: „Das
sogar auf Platz mache ich nie. Es gehört sich nicht.“ Gehen will
sieben in der er ohnehin nicht, versichert er: „Ich habe hier
kicker-Statistik sehr viel erlebt und eine Entwicklung gemacht.
der notenbesten Feldspieler 2013/14. Das verbindet. Ich will in den nächsten Jahren
Mit einem Schnitt von 2,93 schaffte bleiben.“
DAVI D B E R N R E U T H E R

HANNOVER: Abgang des Mittelfeldspielers reißt eine weitere Lücke in Korkuts Personalplanung

Huszti nach China – Thema Aigner bleibt heiß
1Endstation Changchun: In die

Millionenstadt im Nordosten Chinas zieht es Szabolcs Huszti zum
womöglich letzten Abenteuer
als Fußballprofi. Bei Changchun Yatai, dem aktuellen Tabellenelften der nationalen
Super League, unterzieht sich
der Ungar an diesem Donnerstag
dem obligatorischen Medizincheck.
Am Ende war es ganz schnell
gegangen. Zwei Tage nachdem der
kicker erstmals über den dringenden Wechselwunsch des Spielers
berichtet hatte, erteilte Hannover 96
am Mittwoch die sofortige Freigabe,
als man sich mit den Asiaten auf
eine Ablösesumme von 1,5 Milli-

onen Euro geeinigt hatte. Ein für
96 logischer Schritt, weil man dem
„festen Willen“ des Spielers, so
Klubboss Martin Kind, entsprach. Allerdings ist es auch
ein bitterer Abgang, reißt er
doch eine weitere personelle
Lücke in die Planung von Tayfun
Korkut. „Wir haben noch ein bisschen Zeit“, sagt der Trainer, „es ist
kein Geheimnis, dass unser Kader
noch nicht ganz ausgereift ist. Es
wird schon noch etwas geben.“
Auf Hochtouren läuft die Suche nach sofort in der Bundesliga
verwendbaren Back-ups für die Innenverteidigung und das defensive
Mittelfeld, wo der gerüchteweise

gehandelte chilenische WM-Teilnehmer Francisco Silva (Osasuna)
allerdings laut Korkut kein Thema
ist. „Wenn man es schafft, jede Position doppelt gut zu besetzen, ist
das mein Ziel“, so der Coach. „Dann
kann man nachlegen, es gibt mehr
Konkurrenz untereinander. Im Moment haben wir auf der einen oder
anderen Position keine Doppelbesetzung.“
Korkut wartet auf „Schattenmänner“ für die Defensive – und auf
zumindest einen Akteur, der in der
Offensive die Abgänge von Didier
Ya Konan, Mame Diouf und nun
Szabolcs Huszti kompensieren hilft.
Womit Frankfurts Stefan Aigner

trotz aller Skepsis über die Umsetzbarkeit bei Hannovers Machern ein
heißes Thema bleibt. Der 26-Jährige
(Vertrag bis 2015) wäre bereit für
einen Wechsel zu 96.
Dort wartet neben einem besser dotierten Vertrag eine klar definierte Rolle. Wenn Leo Bittencourt
künftig auf seine altvertraute Position auf dem linken Flügel rückt,
könnte neben dem zentral eingeplanten Lars Stindl rechts offensiv Aigner agieren. Auch der Part
„zweite Spitze“ wäre denkbar – als
Partner von Joselu, der sich über
Aigner, mit dem er zuletzt in Frankfurt harmonierte, freuen würde.
MICHAEL RICHTER

kicker, 17. Juli 2014

25

„Raus aus dem
Kinderzimmer“
A

ls Zehnjähriger war Oliver
Baumann zum SC Freiburg
gekommen und hatte dort
14 lange Jahre zugebracht. War also
der nächste Schritt in Baumanns
Karriere nun überfällig? „Für mich
schon“, bestätigt der Hüne (1,87 m),
„irgendwann muss man raus aus
dem Kinderzimmer“, ließ er
gleich bei seiner Vorstellung
die neuen Fans wissen. Also
Kraichgau statt Breisgau, der
nächste Schritt in der Karriere
soll 200 Kilometer weiter nördlich gelingen. „Es hat mich schon
sehr gereizt, etwas Neues zu machen – um mich sportlich und persönlich weiterzuentwickeln.“
In einem vergleichbaren Umfeld,
es sei „alles sehr menschlich“, wie in
Freiburg „spinnt auch keiner rum,
der irgendwelche Vorgaben für Tabellenplätze macht. Es ist sehr bodenständig, so wie ich es gewohnt
bin“. Auch die Ausgangsposition
erinnert ihn an schon Erlebtes: „Es
sind Parallelen zu erkennen. Als
Freiburg am Abgrund stand, kam
Trainer Christian Streich. In Hoffenheim Markus Gisdol. Seitdem
hat sich viel entwickelt, wie in Frei-

burg, da sehe ich viel Potenzial. Seit
einem Jahr ist Ruhe und Struktur
drin, das hat mich überzeugt.“ Dass
Hoffenheim zuletzt auch für jede
Menge Gegentore gut war, schreckt
ihn nicht ab. „Ich glaube, Freiburg
hat auch einige Torschüsse zugelassen. Jede Mannschaft muss etwas
verbessern. Ich bin ein Mensch,
der taktische Disziplin auf dem
Platz ganz großschreibt. Wenn
wir das alle verfolgen, wird
die Mannschaft auch defensiv
Fortschritte machen.“
Zudem soll das zuletzt rasende Torhüter-Karussell der TSG mit
dem nun zehnten Keeper im sechsten Bundesligajahr endlich zur
Ruhe kommen. „Hoffentlich“, sagt
die designierte neue Nummer 1.
Dazu sollten freilich die Parallelen
zwischen Freiburg und Hoffenheim in Gisdols zweiter kompletten Saison ein Ende haben. Denn
nach der Rettung, gefolgt von einer
überraschend starken Saison, in der
Freibug gar in die Europa League
stürmte, folgte dann wieder der
existenzielle Abstiegskampf. Das
will Baumann garantiert vermeiden.
MICHAEL PFEIFER

Foto: APF

Nach 14 Jahren Freiburg plant OLIVER BAUMANN (24)
in Hoffenheim den nächsten Karriereschritt.

Will in Hoffenheim als Persönlichkeit reifen: Oliver Baumann

HOFFENHEIM: Vorerst nicht mehr für Polen

Polanskis bitterer Rücktritt
1Seit drei Jahren läuft Eugen Po-

lanski für Polen auf, 19 Einsätze,
darunter drei EM-Spiele 2012, hat
der in Sosnowiec geborene frühere
deutsche Juniorennationalspieler
in Polens A-Team absolviert. Dabei
bleibt es wohl. Zumindest solange
der Nationaltrainer Adam Nawalka
heißt. „Meine Entscheidung steht“,
sagt Polanski, „unter diesem Trainer werde ich nicht mehr für Polen
spielen.“ Nachdem der Hoffenheimer zuletzt ein Trainingslager

(„Mitten im Urlaub, das macht keinen Sinn“) abgesagt hatte, „griff er
mich öffentlich an, das ist nicht vorbildlich, so etwas sollte intern bleiben“. Polen habe „gute Spieler, aber
das als Team hinzukriegen, daran
hapert es total“, resümiert Polanski,
„das habe ich mir anders vorgestellt“. Nicht zuletzt deshalb flog er
lieber im Mai mit der TSG nach Indien, statt mit Polen gegen Deutschland anzutreten. „Da bestand auch
keine Abstellungspflicht.“
MP

BREMEN: Kuriose „Leistung“ als TV-Zuschauer der Nationalelf – Vielfalt im defensiven Mittelfeld

Felix Kroos sagt der Konkurrenz den Kampf an
1Nur ein paar kleine Hausaufga-

ben bekamen die Bremer Spieler
mit. „Ansonsten können sie die
Füße hochlegen“, so Trainer Robin Dutt über den derzeitigen
Kurzurlaub, „es gilt das Prinzip
der langen Leine.“
Unterschiedlich nutzen die
Akteure die freien Tage, die Werder ihnen nach der China-Reise
und zwei weiteren Testspielen vor
dem am Samstag beginnenden
Trainingslager in Zell am Ziller zugesteht. „Auf Mallorca mit guten
Freunden“ verlebte Felix Kroos die
Auszeit und brachte damit nebenbei als TV-Zuschauer der deutschen
Nationalmannschaft eine kuriose

„Leistung“ zustande: Das Achtelfinale sah der 23-Jährige mit dem
Werder-Tross beim Zwischenstopp
in Istanbul auf dem Weg nach
China, das Viertelfinale dann
in China selbst. Zur denkwürdigen Partie gegen Brasilien befanden sich die Bremer
nach dem Test gegen Stettin noch
in Polen – das Finale schließlich
verfolgte Kroos auf der beliebten
spanischen Ferieninsel. „Obwohl
ich die großen Spiele am liebsten
alleine gucke.“
Natürlich habe er seinem ein
Jahr älteren Bruder Toni die Daumen gedrückt. „Wir hatten ständig Kontakt wie sonst auch, wir

schreiben uns jeden Tag.“ Während
es den Münchner Kroos nach Madrid zieht, geht es für den Bremer
Kroos künftig vor allem um einen
Platz im Team der Hanseaten. „Gut,
dass wir viele Spieler für die einzelnen Positionen haben, auch auf der
Sechs“, freut sich Geschäftsführer
Thomas Eichin über die Vielfalt im
Kader, auch im defensiven Mittelfeld. Dort also, „wo ich mich schon
am ehesten sehe“, wie Kroos betont.
In der Tat wird der Konkurrenzkampf hier künftig womöglich noch
größer. So probte Dutt unter anderem auch mit Neuzugang und
Innenverteidiger Alejandro Galvez
(Rayo Vallecano) weiter vorne,

zeigte sich anschließend von der
Spielstärke des Spaniers angetan.
Auch Cedrick Makiadi hat sich nach
einer durchwachsenen Saison für
die Zukunft einiges vorgenommen.
Philipp Bargfrede, der im Frühjahr
bis 2017 verlängerte, arbeitet sich
nach seiner Meniskusoperation
wieder heran.
Felix Kroos unterdessen, den
ebenfalls eine Knieverletzung in
der Rückrunde beeinträchtigte, sagt
auch mit Blick auf seinen 2015 auslaufenden Vertrag: „Ich bin guter
Hoffnung, dass wir uns insgesamt
steigern. Und natürlich will ich
mich auf meiner Position durchsetzen.“
MICHAEL RICHTER

26

BUNDESLIGA/JUNIOREN

kicker, 17. Juli 2014

U 19: Nach der WM steht nun eine EM an

1Nach dem großem Wurf des

A-Teams beginnt nun für die deutsche U 19 die nächste Titeljagd. Erst
an diesem Donnerstagmorgen fliegt
die DFB-Auswahl zur EM nach Ungarn, bereits am Samstag steht in
Györ das erste Spiel gegen Bulgarien an (20.15 Uhr, live bei Eurosport). Ganze zwei Trainingseinheiten stehen Trainer Marcus Sorg zur
Verfügung, um seine Mannschaft,
die sich erst am Mittwochabend
traf, auf diesen Gegner vorzubereiten. „Der Kader ist in etwa der
aus der Eliterunde, insofern hatten
wir da eine gewisse Vorbereitung“,
erklärt Sorg, der auf den üblichen
Lehrgang verzichtet hatte, um die
Fehlzeiten der Spieler in ihren
Klubs zu minimieren. „Sie müssen
jetzt in kürzester Zeit in einen neuen Modus gebracht werden.“
Zudem fehlen sechs Hochbegabte wie die verletzten Serge Gnabry
(FC Arsenal), Leon Goretzka (Schalke) und Marian Sarr (Dortmund),
die nicht abgestellten Timo Werner
(Stuttgart) und Max Meyer (Schalke) sowie der nicht berücksichtigte
Niklas Süle (Hoffenheim).

Als weiteres Handicap muss Sorg in der
Auftaktpartie auf die
Leverkusener Julian
Brandt und Levin Öztunali verzichten, die
nach einem Testspiel
mit Bayer am Samstag gegen Galatasaray Istanbul erst am
Sonntag dazustoßen.
Zudem reist auch Joshua Kimmich erst
am Spieltag aus Leipzigs Trainingslager an. Deshalb ist
der 49-Jährige gezwungen, seine
zuletzt sogar in Spanien erfolgreiche Formation (3:1) nach aktuellen
Trainingseindrücken auf mehreren
Positionen zu verändern. „Das ist
nicht optimal, aber zugleich die
Chance für andere, sich zu beweisen“, erklärt Sorg, der hofft, dass
die frischen Eindrücke des Titelgewinns von Brasilien seine Schützlinge „zusätzlich motivieren und
Kräfte freimachen“.
Das Minimalziel ist die Qualifikation für die U-20-WM 2015 in
Neuseeland, die Tickets gehen an

ANKÜNDIGUNGEN:
Donnerstag: Waldhof Mannheim – Eintracht
Frankfurt (18.30 Uhr), SSVg Velbert – 1. FC
Köln (19 Uhr)
Freitag: SC Freiburg – VfR Aalen (17.30
Uhr in Ravensburg), Fanclub Red Baroons –
FC Bayern (18 Uhr in Memmingen), FC
Augsburg – Karlsruher SC (18 Uhr in Jet-

tingen), VfL Bochum – VfL Wolfsburg (18
Uhr), Hertha BSC – Vit. Arnheim (18 Uhr)
Samstag: SpVgg 06 Ketsch – Hoffenheim (11 Uhr), FK Pirmasens – VfB Stuttgart (15.30 Uhr), 1. FC Heidenheim – Bor.
Dortmund (16 Uhr), Gladbach – Rennes (17 Uhr in Rosenheim), H. Rostock –
Schalke 04 (18 Uhr), 1. FC K’lautern –
Mainz 05 (18 Uhr), Leverkusen – Ol. Marseille (in Seekirchen/AUT), Arminia Bielefeld – Hannover 96 (beide 19 Uhr)
Sonntag: FC Speyer – Hoffenheim (11
Uhr), Karlsruher SC – Hertha BSC (14
Uhr), Gladbach – Stoke City (16 Uhr
in Rottach-Egern), Fortuna Köln – 1. FC
Köln (17 Uhr im Rhein-Energie-Stadion)

NACHRICHTEN
Sonderbriefmarke zum WM-Titel
Zum Gewinn der Weltmeisterschaft
wird eine Sonderbriefmarke (Wert
60 Cent) herausgebracht, die ab
diesem Donnerstag zu kaufen ist.

Frauen-Finale bei Dynamo
Das Endspiel der Frauen-Champions-League 2015 wird am 14. Mai
nicht wie geplant im Berliner Olympiastadion, sondern im FriedrichLudwig-Jahn-Sportpark stattfinden.

Wille trotzt Widrigkeiten: U-19-Coach Marcus Sorg, Kapitän
Niklas Stark und Davie Selke wollen Europameister werden.
die sechs besten europäischen
Teams. „Wir versuchen, jedes Spiel
zu gewinnen, dann können wir
das am schnellsten erreichen“, so
Sorg, der freilich „das Maximale“
anstrebt. 2008 konnte sich zuletzt
eine deutsche U 19 für die Endrunde qualifizieren und holte mit
Trainer Horst Hrubesch und den
Bender-Zwillingen in Tschechien
den Titel. Und der aktuelle Jahrgang
wurde vor zwei Jahren als U 17 immerhin Vize-Europameister.
Das Starterfeld nun in Ungarn
klingt wenig spektakulär, viele große
Fußballnationen fehlen. „Aber die

sind alle gegen diese Teilnehmer
ausgeschieden“, warnt Sorg, der
auch gegen Titelverteidiger Serbien
und die Ukraine mit „sehr disziplinierten, kampfstarken Gegnern“
rechnet, mit „punktuell auch sehr
starken Individualisten, aber wir
haben auch sehr viel Qualität“. Die
soll ungebremst wirken. „Taktieren ist nicht“, weiß der Trainer und
empfiehlt: „Hohes Tempo gehen,
die Zweikämpfe annehmen und
wirkungsvolles Pressing einsetzen.“
So soll allen Widrigkeiten zum Trotz
der Titel angestrebt werden.
MICHAEL PFEIFER

U-19-EM 2014 IN UNGARN

TESTSPIELE
Veltins-Auswahl – VfL Wolfsburg
1:11
Tore: Pollak – Scheidhauer (4), Medojevic (2), Hunt, Naldo, Knoche, Klose, Seguin
Rödinghausen – Hertha BSC
0:2
Tore: Allagui, Wagner
Hessen Kassel – Bor. Dortmund
1:4
Tore: Lemke – Jordanov, Mkhitaryan, Harder,
Kirch

Fotos: Bongarts (2)

Die nächste Titeljagd

Das Stadion im Osten Berlins,
Heimat des BFC Dynamo, wird
vor dem Endspiel renoviert.

G RU P P E A

G RU P P E B

Samstag, 19. Juli:
Portugal – Israel (18.00)
Ungarn – Österreich (18.30)**
Dienstag, 22. Juli:
Österreich – Israel (18.00)
Ungarn – Portugal (20.30)**
Freitag, 25. Juli (18 Uhr):
Österreich – Portugal*
Israel – Ungarn
HALBFINALE

Samstag, 19. Juli:
Ukraine – Serbien (17.15)
Bulgarien – Deutschland (20.15 in Györ)*
Dienstag, 22. Juli:
Deutschland – Serbien (18.00 in Papa)*
Bulgarien – Ukraine (21.00)
Freitag, 25. Juli (20.15 Uhr):
Deutschland – Ukraine (in Györ)*
Serbien – Bulgarien
E N D S P I E L I N B U DA P E S T

Montag, 28. Juli:
Sieger Gruppe A – Zweiter Gruppe B
Sieger Gruppe B – Zweiter Gruppe A

Donnerstag, 31. Juli (19 Uhr):
Sieger Halbfinale 1 – Sieger Halbfinale 2
* = live bei Eurosport; ** = live bei Eurosport 2

TV FUSSBALL

präsentiert von

Mehr Sportprogramm finden Sie unter www.tvdirekt.de

FREITAG
19.00 Uhr Servus TV: RB Leipzig – Paris St.-Germain (Testspiel)

Herberger-Ausstellung ein Erfolg
58 937 Besucher haben die SeppHerberger-Ausstellung im Mannheimer Luisenpark zu einem vollen Erfolg gemacht. Knapp zwei
Monate war die Ausstellung über
den Weltmeister-Trainer von 1954
geöffnet.

SAMSTAG
18.00 Uhr Sport 1: Hansa Rostock – FC Schalke 04 (Testspiel)
18.30 Uhr Eurosport 2: Ungarn – Österreich (U-19-EM)
20.15 Uhr Eurosport: Bulgarien – Deutschland (U-19-EM)
SONNTAG
18.00 Uhr Sportdigital: RSC Anderlecht – KSC Lokeren OV (Belgischer Supercup)

SPANIEN

INTERNATIONAL

kicker, 17. Juli 2014

Glamour-Puzzleteil: Der Kolumbianer James Rodriguez

Das Transferkarussell dreht sich
bei REAL MADRID . Mit Weltmeister
Toni Kroos, Keylor Navas und
James als erste große Namen.

Fotos: imago (2), Getty Images

Mit dem kicker immer topaktuell informiert:
Tore und Ergebnisse live auf kicker.de

C

Neuer Keeper: Costa Ricas Keylor Navas

Deutsche Profis bei Real
Spieler

Zeitraum

Toni Kroos
Sami Khedira
Mesut Özil
Christoph Metzelder
Bodo Illgner
Bernd Schuster
Uli Stielike
Paul Breitner
Günter Netzer

ab 2014
seit 2010
2010 – 2013
2007 – 2010
1996 – 2001
1988 – 1990
1977 – 1985
1974 – 1977
1973 – 1976

Ligaspiele/Tore

91/ 6
105/19
23/ 0
91/ 0
61/13
215/41
84/10
85/ 9

27

Khedira-Ersatz: Der Weltmeister Toni Kroos

Shoppingtour

arlo Ancelotti hielt Wort. Erst nach der
WM wollte der Real-Coach auf Shoppingtour gehen – wenn überhaupt. Schließlich
sei sein Champions-League- und PokalsiegerTeam ohnehin kaum zu toppen. Natürlich war
das Understatement. Denn ohne Shoppingtouren sind die Königlichen nicht vorstellbar,
zumal der Erzfeind aus Barcelona mit Luis
Suarez bereits den (offiziell) teuersten Einkauf
seiner Klubgeschichte tätigte.
Jetzt geht es im Sauseschritt voran. Für
zehn Millionen Euro soll Levantes Torwart
Keylor Navas aus seinem Vertrag gekauft
werden, der Keeper wurde angeblich nicht
mal gefragt. Dass sich der bei der WM
überragende Nationalkeeper Costa Ricas höhere Ziele anstrebt, war aber klar.
Um Platz für Navas zu schaffen, soll Diego Lopez die Königlichen verlassen –
Richtung Monaco? Geht Lopez, wäre
auch der in der Vorsaison verlorene
Liga-Stammplatz für Iker Casillas wenigstens nominell gesichert. Navas könnte, wie in
Spanien nicht unüblich, in Ruhe im Pokal als
kommende Nummer eins aufgebaut werden.
Fortgeschritten scheint der Transfer von
Toni Kroos, den Bayerns Vorstandsvorsitzender Karlheinz Rummenigge bereits mehr oder
weniger offiziell erklärt hat. Kroos weilt in
Erwartung seiner Präsentation auf Mallorca,
wo er laut der spanischen Presse seit dem
Vorjahr ein Haus besitzt. „Es ist nicht offiziell,
ich kann noch nichts sagen. Morgen oder
übermorgen werde ich wohl in Madrid sein“,
ließ sich Kroos auf der Insel nur entlocken.
Kommt Kroos, wird Sami Khedira Real
wohl definitiv verlassen, offenbar einigen sich
die Parteien – auch eine Parallele zum Fall
Kroos – aus finanziellen Gründen nicht auf
eine Vertragsverlängerung über 2015 hinaus.
Und Arsenal scheint mit 25 Millionen Euro

Ablöse – exakt die Summe, die für Kroos im
Gespräch ist – bereits den Zuschlag erhalten
zu haben, auch wenn Khediras Berater noch
dementiert. So scheint sich das „Mysterium
Khedira“ nach vier Jahren aufzulösen. Eine
Zeit, in der der bei den Fans wenig geliebte
Weltmeister zwar oft für Deutschland TopSpiele absolvierte, für Real aber allzu oft unter
seinen Möglichkeiten zu bleiben schien.
Das fehlende Glamour-Puzzleteil im bei
Real ja immer auch aus Marketing-technischen Gründen gepflegten Transfer-Monopoly ist aber WM-Torschützenkönig James
Rodriguez, bequemerweise wie sein Vorbild
Cristiano Ronaldo aus dem Stall von
Spielerberater Jorge Mendes. Der Kolumbianer und der Portugiese sind befreundet, James erklärte bereits: „Ich
würde mit geschlossenen Augen nach
Madrid kommen.“ Kann er bald wohl
auch tun. Die Rede ist von 70 Millionen
Euro Ablöse für Monaco, das zusätzlich an
Casemiro interessiert sein soll.
Wie immer stellt sich die Frage, in welche
Richtung sich das Personalkarussell danach
weiter dreht. Bleibt Angel di Maria, der sich
im Vorjahr schon von Gareth Bale bedroht sah
und jetzt von James auf die Bank verdrängt
werden könnte? Wird Asier Illarramendi,
das 39-Millionen-Euro-Missverständnis der
Vorsaison, ausgeliehen? Ancelottis neuer CoTrainer Fernando Hierro kümmerte sich zwar
beim Trainingsauftakt am Montag auffallend
herzlich um den designierten Alonso-Nachfolger aus San Sebastian, seine Tage scheinen
allerdings gezählt. Und wie lange hält Mittelfeldboss Xabi Alonso noch durch? Kann der
neue Weltmeister Kroos den Ex-Weltmeister
in Zukunft ersetzen – oder werden künftig
beide zusammen das Spiel der Königlichen
antreiben? P E T E R S C H WA R Z - M A N T E Y

28

INTERNATIONAL

kicker, 17. Juli 2014

„Unsere Möglichkeiten
sind überschaubar“

Saisonstarts in Europa
Datum

Land

25. – 27. 7.
1. – 4. 8.
8. – 10. 8.
8. – 10. 8.
16. – 18. 8.
16. – 18. 8.
23./24. 8.
23./24. 8.
30./31. 8.
30./31. 8.

Belgien
Russland
Frankreich
Niederlande
England
Portugal
Griechenland
Spanien
Italien
Türkei

Mit MICHAEL SKIBBE (48) will der
Vizemeister Grasshopper-Club
Zürich wieder eine gute Rolle
in der Schweiz spielen.

Foto: Imago

S

aisonstart in der Schweizer Super League. Der Rekordmeister
(27 Titel) durchlebt wirtschaftlich schwere Zeiten, hat dennoch
sportlich seine Ambitionen.
Mit welcher Zielsetzung geht der Grasshopper-Club ins Rennen, Herr Skibbe?
Wie im Vorjahr: Wir möchten trotz
der Abgänge vorne mitspielen und
unter die ersten vier kommen, um
uns für die internationalen Plätze
zu qualifizieren. Wir wollen trotzdem versuchen, ein großer Konkurrent des FC Basel zu werden.
Ist der Serienmeister FC Basel in der
Schweiz weiter das Maß aller Dinge?
Das ist er natürlich. Es ist der Verein
mit den besten Voraussetzungen.
Das ist ähnlich wie bei den Bayern
in Deutschland durch die ständige
Teilnahme an Champions League
und europäischen Wettbewerben.
Sie können sich mit ihrer Wirt-

schaftskraft gezielt verstärken und
gleichzeitig die Gegner schwächen.
Wie sehr schmerzt Sie der Verlust von
Shkelzen Gashi, der zum FCB wechselte?
Der schmerzt natürlich sehr, weil
er mit 19 Treffern der torgefährlichste Spieler war. Aber trotzdem sind wir guten Mutes,
Basel die Stirn zu bieten.
Außerdem verloren Sie mit WMKeeper Bürki einen Leistungsträger an
Freiburg. Können Sie den Verlust mit dem
Ex-Braunschweiger Davari kompensieren?
Da gehe ich davon aus. Er ist ein
zuverlässiger, guter Torwart, was er
in der Bundesliga und der zweiten
Liga gezeigt hat. Und er ist noch
jung genug, um sich weiterzuentwickeln. Er wird unsere Nr. 1.
Glauben Sie mit der Ausleihe des Deutschen Alexander Merkel und des Sambiers Nathan Sinkala entsprechenden
Ersatz für Gashi gefunden zu haben?

Das wünschen wir uns sehr. Wir
sind überzeugt, dass wir unsere Abgänge gut kompensiert haben.
Ein wichtiger Spieler ist auch der ExFrankfurter Caio mit 13 Toren in der Vorsaison. Funktioniert er nur bei Ihnen?
Er spürt das Vertrauen, was
ein Spieler braucht. Er fühlt
sich sehr wohl. Er ist genau
der richtige Spieler im richtigen
Klub für den richtigen Trainer.
Ansonsten gab’s wenig Veränderungen im
Kader. Ist das der schwierigen wirtschaftlichen Situation der Hoppers geschuldet?
Ja natürlich. Wir sind auf der einen
Seite sportlich von unseren Leuten
überzeugt. Auf der anderen Seite
müssen wir uns immer entlang der
wirtschaftlichen Möglichkeiten bewegen. Die sind halt überschaubar.
Immerhin wurde Ihr Vertrag bis 2016
verlängert. Werten Sie dies als Vertrauensbeweis in schwierigen Zeiten?

Ganz sicher. Man ist mit meiner Arbeit sehr zufrieden. Deshalb wurde
mein Vertrag im Winter schon bis
2015 verlängert und jetzt noch mal
für zwei weitere Jahre plus Option.
Ist das Derby am Sonntag beim FC Zürich
gleich eine Standortbestimmung?
Ganz bestimmt. Der FCZ hat eine
ähnlich starke Mannschaft wie GC.
Sie fühlen sich auch zu Recht, wie
YB auch, als Herausforderer des FC
Basel. Dementsprechend wird’s ein
wichtiges Spiel für beide Klubs.
IN TE RVIEW: H. HAS SE LBRU CH

SCHWEIZ: DER 1. SPIELTAG
Samstag, 19. Juli (17.45 Uhr):
FC Aarau – FC Basel
FC St. Gallen – Young Boys Bern (20.00)
Sonntag, 20. Juli (13.45 Uhr):
FC Thun – FC Vaduz
FC Luzern – FC Sion
FC Zürich – Grasshoppers Zürich (16.00)

ÖSTERREICH: Emotionaler Auftakt zwischen Salzburg und Rapid

1Die höchste Spielklasse wird am

Samstag mit einem emotionalen
Flash beginnen: Der amtierende
Meister Red Bull Salzburg trifft auf
seinen härtesten Verfolger Rapid,
Tabellenzweiter der Saison 2013/14.
Aber niemand will so recht glauben,
dass dies der Auftakt einer heißen,
brodelnden Saison sein wird.
Red Bull Salzburg, in der Vorsaison total dominant, hat bisher
keinen Leistungsträger abgegeben.
Adi Hütter, der Coach, der Provinzklub SV Grödig hinter Red Bull und
Rapid auf Platz drei ins Ziel brachte, muss als Nachfolger von Roger
Schmidt das individuelle Talent in

der Truppe „nur“ noch in die richtigen taktischen Bahnen lenken, um
das erklärte Ziel zu erreichen.
Das liegt außerhalb Österreichs
und heißt Champions League. Die
heimische Meisterschaft bietet
sich lediglich als Anlaufbahn für
geplante Höhenflüge an. Schon in
der Vorsaison hatte Red Bull die
Rapidler mit 18 Zählern abgehängt.
Ein Rückstand, der Rapid sogar
noch schmeichelte. Der Rekordmeister aus Wien hat diese Demütigung klaglos ertragen, um sich in
der neuen Saison ganz und gar als
Underdog vorzustellen: Mit Terrence Boyd (RB Leipzig) und Guido

Burgstaller (Cardiff City) wurden
die besten Torschützen abgegeben.
Anders der Budget-Krösus aus
Salzburg: Die Top-Torjäger Soriano
(31 Treffer), Alan (26) und Mané
(13) blieben genauso wie Kevin
Kampl (11), der vielleicht Hochkarätigste im Ensemble. Unter Adi
Hütter sollen die „großen Vier“ dafür stehen, dass das Schmidt’sche
Powerpressing weiter intensiviert
wird. Es sieht also nicht wirklich
gut aus für die Konkurrenz, die aus
Mangel an Geldspritzen sich zum
Saisonstart Moral injizieren muss.
Und dies pflichtgemäß tut: Ist nicht
alles möglich . . ? H. WINKLBAUE R

Foto: Imago

Ein Topduell gleich zum Saisonstart
Neuer Coach, alter Star: Salzburgs
Adi Hütter (li.) und Kevin Kampl
ÖSTERREICH: DER 1. SPIELTAG
Samstag, 19. Juli (19 Uhr):
RB Salzburg – Rapid Wien (16.30)
SV Ried – SC Wiener Neustadt
FC Admira Wacker – Wolfsberger AC
SCR Altach – Sturm Graz
Sonntag, 20. Juli (16.30 Uhr):
Austria Wien – SV Grödig

ENGLAND

kicker, 17. Juli 2014

29

Fettes Pfund
Nach dem Deal mit Adidas schwimmt ManUnited mehr denn
je im GELD . Das Problem: Die Topstars wollen in der Champions
League spielen. Immerhin einer scheint nun zu kommen.

L

Fotos: J. Walton, Fotolia, imago/Photosport

ouis van Gaal ist nicht nur ein Feierbiest, rund ums Old Trafford. Denn trotz des jüngssondern auch ein Arbeitstier. Am vergange- ten sportlichen Misserfolgs – an kommerzieller
nen Samstag noch als Bondscoach mit den Attraktivität hat dieser Weltverein nichts einNiederlanden Dritter der WM geworden, wird er gebüßt. Schon seit Längerem steht fest, dass
heute, Donnerstag, als neuer Trainer Manchester Chevrolet als Trikotsponsor ab 2014/15 für die
Uniteds offiziell vorgestellt. „Ich brauche keinen kommenden sieben Jahre pro Saison knapp
Urlaub“, so van Gaal, „es ist großartig, so eine 65 Millionen Euro überweisen wird. Die Firma
aufregende Aufgabe wahrzuAon, bisher Hauptsponsor,
nehmen.“ Und so geht’s für den
zahlt nur für die Präsenz auf
neuen Chef und seine Mann- Rund 95 Millionen Euro pro
Trainingsklamotten und rund
schaft noch in dieser Woche Jahr von Adidas bis 2024
ums Trainingsgelände für die
kommenden acht Spielzeiten
bereits zur Vorbereitungstour
in die USA. Kommenden Donjährlich 21,5 Millionen Euro.
nerstag wiederum wartet dort mit LA Galaxy der Und nun wurde auch noch der Megadeal mit
erste Testgegner auf den Rekordmeister.
dem Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach,
Ja, das sind sie, Rekordmeister. Daran hat Adidas, unter Dach und Fach gebracht: Bis 2024
auch die vergangene Saison nichts geändert. zahlt der fränkische Weltkonzern jährlich knapp
Auf der internationalen Landkarte sucht man die 95 Millionen Euro an ManUnited. Eine neue
Red Devils 2014/15 nach dem enttäuschenden Dimension, wenn man bedenkt, dass dies dreisiebten Platz im Endklassement aber vergeblich. mal so viel ist wie Nike bisher beim Topvertrag
Klar, dass dieser große Klub so etwas nicht an Barca überwies, und dass auch andere große
auf sich sitzen lässt. Trainer David Moyes ging, Klubs wie Real und Chelsea (beide Adidas/jenun ist van Gaal da. Doch es wird weitere Ände- weils um die 40 Millionen Euro) oder Arsenal
rungen geben. Wie man diese finanzieren soll, (Puma/ebenfalls rund 40 Millionen Euro) dadarum muss man sich keine Gedanken machen gegen verblassen. 14 Premier-League-Klubs
zusammen bekommen nicht so viel wie
United. Ein echt fettes Pfund!
TV: 126 Millionen Euro beim Titel
Aber: Wohin mit dem Geld? Bei
aller Freude im Klub – es gibt
Die Sponsoren sind nicht die einzige Einnahmequelle
immer noch mehr als 400 MilliManUniteds. Für die Saison 2014/15 werden allein
onen Euro „Miese“. Die frischen
TV-Gelder in Höhe von 114 Millionen Euro durch die
Gelder des börsennotierten UnterPremier League erwartet. Sollte der Klub die Meisnehmens werden sicher auch zur Tilterschaft gewinnen, winken als Minimum weitere
gung genutzt, ebenso streicht natürlich
12,5 Millionen Euro. Zum Vergleich: Der FC Bayern
die Besitzerfamilie Glazer Gewinne ein.
kassierte 2013/14 rund 36,9 bzw. 9,4 Millionen Euro
Und dann sind da natürlich die Investiaus nationaler und internationaler TV-Vermarktung.
tionen in die Mannschaft: Arturo Vidal von

Juventus soll kommen, der Wechsel des ExLeverkuseners scheint bevorzustehen. Andere
Wunschkandidaten wie Thomas Müller, Arjen
Robben (bleiben beide bei Bayern) sowie WMTorschützenkönig James (auf dem Weg zu Real)
kommen nicht. Geld ist dann doch nicht alles,
sportliche Reputation, sprich die Bühne Champions League, ein nicht minder zugkräftiges Argument. So sind bisher nur Luke Shaw (zuletzt
Southampton/38 Millionen Euro) und Ander
Herrera (Athletic Bilbao/knapp 36,7 Millionen
Euro) fix verpflichtet. Noch viel Arbeit für van
Gaal, bevor er feiern kann. K E I R R A D N E D G E

Bald schon klar
mit United?:
der Chilene
Arturo Vidal

30

INTERNATIONAL

kicker, 17. Juli 2014

Die letzten Juve-Trainer
Name

Foto: Liverani

Rasche Ablösung:
Max Allegri (li.) folgt
auf Antonio Conte.

Fliegender Wechsel
Nur kurz währte der Schock bei JUVENTUS TURIN nach dem Abschied
von Coach Conte. Schon am Tag darauf stand der Nachfolger fest.

N

ur knapp 17 Stunden stand
Juventus ohne Trainer
da. Dienstagabend um
halb acht hatten sich der Verein und Antonio Conte (44)
etwas überraschend getrennt, dabei hatte er tags zuvor
noch das erste Training der neuen Saison geleitet. Doch schon
am Mittwochmittag war klar:
Max Allegri übernimmt den Job.
„Das Angebot kam wie ein Blitz aus
heiterem Himmel“, so der 46-Jährige, der zuletzt den AC Mailand
trainierte, wo er im Januar nach fast
vier Jahren und einer Negativserie
entlassen worden war.
Juventus konnte somit die Trainerbank umgehend neu besetzen,
dennoch war freilich die Saisonvorbereitung voll auf Conte zugeschnitten, dessen Verhältnis zu
Klub-Boss Andrea Agnelli schon
seit zwei Jahren unter intensiven

Champions League
2. Qualifikationsrunde, Hinspiele:
FC Valletta (MLT) Qarabag Agdam (AZE) .....................0:1
Slovan Bratislava (SVK) The New Saints (WAL) .....................1:0
BATE Baryssau (BLR) Skenderbeu Korce (ALB) .................0:0
Sheriff Tiraspol (MDA) Sutjeska Niksic (MNE).....................2:0
Zrinjski Mostar (BIH) NK Maribor (SVN) ...........................0:0
Rabotnicki Skopje (MKD) HJK Helsinki (FIN) ...........................0:0
FC Santa Coloma (AND) Maccabi Tel Aviv (ISR) .....................0:1
FC Cliftonville (NIR) Debreceni VSC (HUN)......................0:0

Spannungen litt. Trotzdem
dankte man sich am Ende höflich gegenseitig, schließlich
leistete Conte starke Arbeit:
Nach zwei enttäuschenden
siebten Plätzen hatte er den
Klub übernommen und ab 2011
drei Meisterschaften in Serie gewonnen. In 151 Pflichtspielen mit
ihm auf der Bank gab es 102 Siege,
34 Remis und 15 Niederlagen, erst
vor zwei Monaten beendete Juve
die Rekordsaison mit 102 Punkten.
Die Entscheidung sei in den letzten Wochen nach langem Reifeprozess gefallen, bekannte Conte, der
nun als heißer Kandidat auf den
Posten des italienischen Nationaltrainers gilt. Womöglich setzte aber
auch Mattigkeit ein bei dem stets
auf Hochtouren laufenden Trainer, zudem klafften die ZukunftsVorstellungen zur Vereinsführung
allzu sehr auseinander. Manisch

Dinamo Zagreb (CRO) Zalgiris Vilnius (LTU) ........................2:0
Sparta Prag (CZE) Levadia Tallinn (EST) .......................7:0
Partizan Belgrad(SRB) HB Torshavn (FRO) ..........................3:0
KR Reykjavik (ISL) Celtic Glasgow (SCO) ......................0:1
Ludogorez Rasgrad (BUL) F91 Dudelange (LUX) .........................*
Dinamo Tiflis (GEO) FK Aqtöbe (KAZ).................................*
Malmö FF (SWE) FK Ventspils (LVA)...............................*
Strömsgodset Drammen (NOR) Steaua Bukarest (ROU) ......................*
Legia Warschau (POL) St. Patrick’s Athletic (IRL) ...................*
(Rückspiele am 22./23. Juli)

verfolgte er eine Rückkehr in die
europäische Elite, doch mangelt
es Juventus dazu an nötigen Ressourcen. „Man kann nicht mit zehn
Euro ein Spitzenrestaurant betreten“, sagte Conte im Mai und forderte (wie 2013) stattliche Investi-

Zeitraum

Antonio Conte
Luigi Delneri
Alberto Zaccheroni
Ciro Ferrara
Claudio Ranieri

07/11 – 07/14
07/10 – 06/11
01/10 – 06/10
05/09 – 01/10
07/07 – 05/09

tionen auf dem Transfermarkt à la
Juan Cuadrado, Alexis Sanchez
oder Luis Suarez – alle fernab von
Juves Möglichkeiten. Agnelli aber
hatte wiederholt sein gesundes,
ökonomisches Kalkül in Zeiten der
sportlichen und wirtschaftlichen
Krise des Calcio dargelegt: Juventus
kann erst 2015 wieder an prominente Neuzugänge denken, wenn
die Gelder aus den neuen Sponsoren- (Adidas zahlt dann für sechs
Jahre 139,5 Millionen Euro) und TVVerträgen (rund 120 Millionen Euro
pro Saison) fließen. Der angedachte
Wechsel von Patrice Evra (33, ManUnited) und die Ausleihe von RealStürmer Alvaro Morata (21) stimmten ihn wenig zuversichtlich für ein
Übergangsjahr. Ganz zu schweigen
von dem drohenden Verlust seiner
Stars Paul Pogba oder Arturo Vidal.
Nun muss Allegri mit all dem
klarkommen – und auch mit Andrea Pirlo. Einst hatte er den Spielmacher bei Milan demontiert und
weggeschickt. Nun trifft man sich
wieder.
O L I VE R B I R K N E R

NEWS
Luiz Felipe Scolari (65) wurde als Nationalcoach Brasiliens gefeuert.
Demba Ba (29), einst Stürmer
bei Hoffenheim, wechselt vom
FC Chelsea zu Besiktas Istanbul.
Khalid Boulahrouz (32), Ex-Bundesligaprofi des HSV und in Stuttgart,
wechselt von Bröndby IF zu Feyenoord Rotterdam. Dort ersetzt der
Innenverteidiger Bruno Martins
Indi, der zum FC Porto wechselt.

Dänemark
1. Spieltag: Sonntag, 20. Juli (14 Uhr):
Nordsjaelland - Vestsjaelland (Fr., 18.30)
SönderjyskE - Aalborg BK (Sa., 17.00)
Odense BK - Hobro IK
Silkeborg IF - FC Kopenhagen (17.00)
FC Midtjylland - Bröndby IF (19.00)
Esbjerg fB - Randers FC (Mo., 19.00)

SD Eibar, Aufsteiger in Spanien, erfüllte mit einer Kapitalaufstockung
die Auflagen zur Erstliga-Zulassung.
RC Lens wurde der Aufstieg in die
Ligue 1 aus finanziellen Gründen
vom Ligaverband verwehrt, damit
bleibt der FC Sochaux erstklassig.
Atletico Madrid verpflichtete den
slowenischen Torwart Jan Oblak
(21, Benfica), die Ablöse soll rund
16 Millionen Euro betragen.

Kroatien
Sonntag, 20. Juli (19 Uhr):
Dinamo Zagreb - Sl. Belupo (Fr., 20.15)
NK Osijek - Lok Zagreb (Sa., 21.00)
NK Zagreb - HNK Rijeka
Hajduk Split - Istra Pula (21.00)
NK Zadar - RNK Split (Mo., 20.00)

Schweden
Polen
1. Spieltag: Sonntag, 20. Juli (15.30 Uhr):
Bielsko-Biala - P. Szczecin (Fr., 18.00)
G. Leczna - Wisla Krakau (Fr., 20.30)
Jagiellonia - L. Gdansk (Sa., 18.00)
Legia Warschau - Belchatow (Sa., 20.30)
Lech Posen - Piast Gliwice
Zawisza Bydgoszcz - Korona Kielce
Slask Wroclaw - Ruch Chorzow (18.00)
Gornik Zabrze - Cracovia (Mo., 18.00)

Ergebnis vom Montag:
IFK Norrköping - Djurgarden
1. Malmö FF (M)
14
2. AIK Solna
14
3. Kalmar FF
14
4. IF Elfsborg
14

26:10
29:19
20:14
21:13

3:5
33
28
26
25

5. BK Häcken
6. IFK Göteborg (P)
7. Djurgardens IF
8. IFK Norrköping
9. Atvidabergs FF
10. Helsingborgs IF
11. Falkenbergs FF (N)
12. Örebro SK (N)
13. Gefle IF
14. Mjällby AIF
15. Halmstads BK
16. Brommapojkarna

14
14
14
14
14
14
14
14
14
14
14
14

29:18
24:14
22:15
16:24
14:23
15:21
12:17
16:22
15:17
13:23
15:25
15:27

24
23
22
16
16
15
14
14
13
12
11
7

*) bei Redaktionsschluss nicht beendet

Weitere Tabellen finden Sie auf unserer Website unter

www.kicker.de/tabellen-international

2. BUNDESLIGA

kicker, 17. Juli 2014

31

„Auch ich hätte
gehen können“
2. BUNDESLIGA

Nach dem Abstieg erlebte der 1. FC Nürnberg einen
radikalen Umbruch. JAVIER PINOLA (31) ist geblieben.

D

as WM-Finale verfolgte er mit den anderen Club-Profis auf einem Mannschaftsabend in einem Berggasthof in Steibis. Als
einziger drückte Javier Pinola Argentinien die
Daumen – vergeblich. Getrauert hat er nicht
lange, „Deutschland hat den Sieg verdient“.

Herr Pinola, Sie gehen in Ihr zehntes Jahr beim
1. FC Nürnberg . . .
Wahnsinn, oder? Und ich habe alles
erlebt in diesen Jahren. Fast alles – nur
eine Meisterschaft fehlt mir.
Was überwiegt – die schönen oder die schlechten
Erinnerungen?
Sagen wir so: Vieles ist nicht so gut gelaufen.
Das gilt besonders für die vergangene Saison.
Haben Sie einen radikalen Umbruch wie den in diesem Sommer schon mal erlebt?
Nein, noch nie. Aber vielleicht hat dieser Verein ein neues Gesicht gebraucht.
So mancher Spieler hatte nach
1. SPIELTAG
dem Abstieg seinen Willen erFreitag, 1. August (20.30 Uhr):
klärt, beim Club zu bleiben.
Fort. Düsseldorf – Eintr. Braunschweig
Sind Sie enttäuscht, dass dann
Samstag, 2. August (15.30 Uhr):
doch so viele gingen?
RB Leipzig – VfR Aalen (13.00)
Klar war ich zunächst entFC St. Pauli – FC Ingolstadt 04
täuscht, aber es sind eben
VfL Bochum – SpVgg Greuther Fürth
nicht alle Menschen gleich.
Sonntag, 3. August (15.30 Uhr):
Manche wollten weg, anHeidenheim – FSV Frankfurt (13.00)
dere haben Forderungen
1. FC Nürnberg – Erzgebirge Aue
Karlsruher SC – 1. FC Union Berlin
gestellt, die der Verein
SV Darmstadt 98 – SV Sandhausen
nicht erfüllen wollte.
Montag, 4. August (20.15 Uhr):
Sie sind geblieben. Hatten Sie
1. FC Kaiserslautern – 1860 München keine anderen Angebote?

Foto: Zink

Mit dem kicker immer topaktuell informiert:
Tore und Ergebnisse live über kicker.de und twitter.com/kicker_2bl_li

2. BUNDESLIGA

Weiterhin im Trikot des
FCN: Javier Pinola

Ich weiß, dass einige denken, der Pino, der ist
nur geblieben, weil er keine Angebote hatte.
Das ist Blödsinn. Ich hätte genauso gehen
können, aber mir war immer klar, dass ich
dem Verein helfen werde, wieder nach oben
zu kommen.
Tut der Abstieg noch immer weh?
Ja. Jeder Abstieg ist eine Katastrophe,
doch der von 2014 tut noch mehr weh als
der von 2008, weil wir so viel Qualität in
der Mannschaft hatten. Aber jetzt zählt
nur noch die neue Saison.
Wo sehen Sie sich in der neuen Mannschaft?
Ich will der Mannschaft helfen und werde
da spielen, wo mich der Trainer braucht.
Ich selbst sehe mich als Innenverteidiger am
stärksten. Ich freue mich sehr auf die neue
Saison.
Die den Wiederaufstieg bringen soll.
Ich will keinen großen Druck auf die Mannschaft machen, aber wir wissen alle, dass
das unser Ziel sein muss. Wir sind einer der
Favoriten, mit dieser Rolle müssen wir leben.
Aber auch Kaiserslautern, Leipzig, Düsseldorf, Fürth und einige andere wollen aufsteigen. Es wird nicht von allein gehen und wir
müssen geduldig sein, dann werden wir unser
Ziel erreichen und am Ende vorne stehen.
Freuen Sie sich schon aufs Derby gegen Fürth am
zweiten Spieltag?
Klar, aber wir müssen uns darauf fokussieren,
wie wir spielen wollen. Der neue Trainer hat
eine klare Spielphilosophie: Er will schönen
Fußball sehen, mit viel Ballbesitz.
I N T E RVI E W : H A R A L D K A I S E R

BRAUNSCHWEIG: Zugänge überzeugen und verschärfen den Konkurrenzkampf

Drei Spiele, drei Siege – Arnold ist angetan
1Nach knapp fünf Wochen Vor-

bereitung zeigt sich das Team von
Trainer Torsten Lieberknecht
auf einem sehr guten Weg.
Drei Spiele – drei Siege. Gegen
den tschechischen Erstligisten
FC Brünn siegte die Eintracht
nach 0:1-Rückstand noch 2:1, der
albanische Erstligist Teuta Durres
wurde mit 3:0 bezwungen. Der
2:1-Erfolg gegen Dinamo Moskau, Klub von Ex-Nationalspieler
Kevin Kuranyi, war nicht unbe-

ding zu erwarten. Ken Reichel
und Dennis Kruppke trafen und
bestätigten die Frühform des
Absteigers. „Es war gegen einen
starken Gegner eine gute Vorstellung“, sagte Manager Marc Arnold. Gegen Durres und Moskau
– beide Begegnungen fanden am
Dienstag statt – ließ Lieberknecht
seine Profis jeweils einmal 90 Minuten durchspielen.
Dabei zeigten vor allem die
Zugänge Rafal Gikiewicz (Tor)

und Defensivspezialist Saulo
Decarli, dass sie Kandidaten für
Stammplätze sind. „Saulo hat
durch sein gutes Passspiel und
sein konsequentes Zweikampfverhalten einen guten Eindruck
hinterlassen. Gikiewicz hat gute
Reflexe gezeigt und versucht, viele Dinge fußballerisch zu lösen.
Das ist unser Anspruch“, lobte
Lieberknecht, der aber auch von
den drei weiteren Sommertransfers Mushaga Bakenga, Vegar

Hedenstad und Hendrick Zuck
sowie Salim Khelifi, der nach seinem Wechsel in der Winterpause
viele Wochen verletzt ausfiel, angetan war. Der Konkurrenzkampf
hat sich dadurch deutlich verschärft. Am Wochenende kehrt
die Eintracht zurück. Dann bleiben Lieberknecht noch knapp
zwei Wochen, um bis zum ersten Ligaspiel in Düsseldorf seine Wunschformation zu finden.
THOMAS FRÖHLICH

32

2. BUNDESLIGA

Mal Umbruch,
mal Korrektur

T
M
M
O
K
R
E
W
WER GEHT?

?

Die einen haben sich wie der 1. FC Nürnberg radikal runderneuert, andere sich wie
der FC St. Pauli nur punktuell verändert – eine Übersicht der Transfers aller ZWEITLIGISTEN .
Alle Wechsel ohne Zahlenangabe erfolgten ablösefrei.

1. FC NÜRNBERG
Zugänge: Polak (33, Wolfsburg, Mittelfeld),
Blum (23, Sandhausen, Mittelfeld/Angriff),
Evseev (22, Wolfsburg II, Mittelfeld), Ott (19,
1860 II, Mittelfeld/Angriff), Mendler (21,
zurück vom SV Sandhausen, Mittelfeld/
Angriff), Bulthuis (23, FC Utrecht, 1 Million
Euro, Abwehr), Sylvestr (25, FC Erzgebirge
Aue, Angriff, 1,7 Millionen Euro), Füllkrug
(21, SpVgg Greuther Fürth, Angriff, 300 000
Euro an Werder Bremen), Schöpf (20, FC
Bayern München II, Mittelfeld, 150 000
Euro), Ramirez (19, ausgeliehen von Fortuna Düsseldorf, Abwehr), Hovland (25, Molde
FK, Abwehr, 300 000 Euro), Özdemir (19,
U 19 Eintracht Frankfurt, Abwehr)
Abgänge: Hasebe (30, Eintracht Frankfurt,
Mittelfeld), Nilsson (31, FC Kopenhagen,
Abwehr), Feulner (32, Augsburg, Mittelfeld),
Plattenhardt (22, Hertha, Abwehr, 500 000
Euro), Drmic (21, Bayer Leverkusen, Angriff,
6 Millionen Euro), Pogatetz (31, unbekannt,
Abwehr), Balitsch (33, unbekannt, Mittelfeld), Dabanli (23, Eskisehirspor, Abwehr),
Campana (20, zurück zu Crystal Palace,
Mittelfeld), Chandler (24, Eintracht Frankfurt, Abwehr, 1 Millionen Euro), Hlousek
(25, VfB Stuttgart, Mittelfeld, 1 Million
Euro), Ginczek (23, VfB Stuttgart, Angriff,
2,5 Millionen Euro), Frantz (27, SC Freiburg,
Mittelfeld, 1 Million Euro), Gärtner (21, FSV
Mainz II, Mittelfeld)
Wer soll kommen: Auf jeden Fall ein Stürmer und ein Akteur für die rechte offensive
Außenbahn
Wer soll/will gehen: Mak (Mittelfeld/Angriff) spielt in den Planungen keine große
Rolle mehr, ob Regisseur Kiyotake bleibt,
ist noch offen.
E. BRAUNSCHWEIG
Zugänge: Gikiewicz (26, Slask Wroclaw,
Tor), Decarli (22, AS Livorno, Abwehr), Zuck
(23, ausgeliehen vom SC Freiburg, Mittelfeld), Hedenstad (23, ausgeliehen vom SC
Freiburg, Abwehr/Mittelfeld), Bakenga (21,
ausgeliehen vom FC Brügge, Angriff)
Abgänge: Kratz (27, Sandhausen, Mittelfeld), Davari (26, Grasshopper-Club Zürich,
Tor), Bicakcic (24, Hoffenheim, Abwehr,

500 000 Euro), Perthel (25, Bochum, Abwehr), Caligiuri (30, unbekannt, Mittelfeld),
Erwig-Drüppel (22, unbekannt, Mittelfeld),
Kumbela (30, unbekannt, Angriff), Bellarabi
(24, zurück zu Leverkusen, Mittelfeld), Elabdellaoui (22, Olympiakos Piräus, Abwehr)
Wer soll kommen: Jugendspieler Baghdadi
soll zu den Profis aufrücken.
Wer soll/will gehen: Der zuletzt nach
Sandhausen ausgeliehene Kluft könnte
erneut ausgeliehen werden.

Tapetenwechsel: Jakub Sylvestr stürmt für den 1. FCN statt für Aue.

S P VG G G R E U T H E R F Ü R T H
Zugänge: Cacutalua (19, ausgeliehen von
Bayer Leverkusen, Abwehr), Stiepermann
(23, Energie Cottbus, Mittelfeld), Cinar (18,
Wolfsburg U19, Mittelfeld), Wurtz (22, Paderborn, Angriff, 200 000 Euro an Werder
Bremen), Przybylko (21, Bielefeld, Angriff,
100 000 Euro an den 1. FC Köln), Zulj
(22, RB Salzburg, Angriff, 400 000 Euro),
Schröck (27, Eintracht Frankfurt, Abwehr,
200 000 Euro), Mohr (29, St. Pauli, Abwehr, ablösefrei), Lam (23, Hamburger SV,
Mittelfeld, 50 000 Euro), Holter (19, U 19,
Mittelfeld), Kartalis (19, U 19, Abwehr),
Kayaroglu (18, U 19, Mittelfeld)
Abgänge: Stieber (25, Hamburger SV, Mittelfeld, 1,3 Millionen Euro), Mavraj (28,
Köln, Abwehr), Tyrala (26, unbekannt, Mittelfeld), Zillner (28, Sandhausen, Mittelfeld),
Kraus (21, Heidenheim, Abwehr), Kleine
(36, Karriereende, geht ins Funktionsteam,
Abwehr), Füllkrug (21, 1. FC Nürnberg, Angriff), Brosinski (25, FSV Mainz 05, Abwehr,
1,5 Millionen Euro), Djurdjic (28, FC Augsburg, Angriff, 1,3 Millionen Euro), Sparv (27,
FC Midtjylland, Mittelfeld, 300 000 Euro),
Tyrala (26, Rot-Weiß Erfurt, Mittelfeld), Drexler (24, VfR Aalen, Mittelfeld)
Wer soll kommen: keiner mehr, außer ein
Akteur verlässt die SpVgg noch.
Wer soll/will kommen: Mudrinski (Angriff)
würde der Verein bei einem entsprechenden
Angebot ziehen lassen, an Baba (Abwehr/
Mittelfeld) ist unter anderem der FC Augsburg interessiert.

kicker, 17. Juli 2014

1. FC KAISERSLAUTERN
Zugänge: Heubach (26, FSV Frankfurt, Abwehr, 350 000 Euro), Hofmann (21, FC
Ingolstadt 04, Angriff, 1 Million Euro an
den FC Schalke 04), Mugosa (22, Mladost
Podgorica, Sturm, 180 000 Euro), Schulze
(25, Energie Cottbus, Abwehr), Fomitschow
(23, Energie Cottbus, Abwehr), Dorow (21,
U 23, Angriff), Jacob (21, U 23, Angriff),
Pollersbeck (19, U 23, Tor), Schindele (20,
U 23, Abwehr), Ozei Kwadwo (19, U 19,
Mittelfeld), Drazan (23, zurück von RW Erfurt, Mittelfeld), Hajri (31, zurück vom FC
Homburg, Abwehr)
Abgänge: Borysiuk (22, verliehen an Lechia
Gdansk, Mittelfeld), Bunjaku (30, FC St.
Gallen, Angriff), Dick (29, Arminia Bielefeld,
Abwehr), Hohs (26, 1. FC Saarbrücken, Tor),
Simunek (27, VfL Bochum, Abwehr), Azaouagh (31, unbekannt, Mittelfeld), Idrissou
(34, Maccabi Haifa, Angriff), Ede (27, zurück zum FSV Mainz 05, Mittelfeld), Zoller
(23, 1. FC Köln, Angriff, 3 Millionen Euro).
Wer soll kommen: zwei Offensivkräfte.
Wer soll/will gehen: Hajri (31, Abwehr),
Fortounis (21), Alushi (28, beide Mittelfeld),
Occean (31, Angriff) haben noch einen
gültigen Vertrag, trainieren aber nicht mit
der Profi-Mannschaft, sollen den Klub verlassen. Drazan (23, Mittelfeld) und Riedel
(24, Abwehr) können gehen.

FORTUNA DÜSSELDORF
Zugänge: Schmitz (25, Werder Bremen,
Abwehr/Mittelfeld), Pinto (33, UD Levante,
Mittelfeld), Avevor (22, FC St. Pauli, Abwehr),
Unnerstall (23, FC Schalke 04, Tor, 200 000
Euro), Golley (23, U 23, Mittelfeld), Schauerte (24, SV Sandhausen, Abwehr), Pohjanpalo (19, VfR Aalen, ausgeliehen von Bayer
Leverkusen, Angriff)
Abgänge: Ramirez (19, verliehen an
1. FC Nürnberg, Abwehr), Kenia (23, unbekannt, Mittelfeld), Omae (24, bisher an
Shimizu S-Pulse ausgeliehen, Mittelfeld),
Wegkamp (21, Bayern München II, Angriff),
Giefer (24, FC Schalke 04, Tor), Latka (29,
unbekannt, Abwehr), Levels (27, VfL Bochum, Abwehr), Paurevic (22, unbekannt,
Mittelfeld), Malezas (29, unbekannt, Abwehr), Balogun (25, unbekannt, Abwehr),
Bancé (29, zurück zum FC Augsburg, Angriff)
Wer soll noch kommen: keiner
Wer soll noch gehen: Giannotas (21, Mittelfeld)

1. FC UNION BERLIN
Zugänge: Trimmel (27, Rapid Wien, Mittelfeld), Leistner (23, Dresden, Abwehr), Amsif
(25, Augsburg, Tor), Nebihi (25, Augsburg II,
Angriff)
Abgänge: Glinker (30, Magdeburg, Tor),
Kohlmann (31, Holstein Kiel, Abwehr),
Pfertzel (33, Sandhausen, Abwehr), Stuff
(31, Hansa Rostock, Abwehr), Terodde (26,
Bochum, Angriff)
Wer soll kommen: ein Linksverteidiger und
ein Stürmer, im Visier Mlapa (Gladbach)
Wer soll/will gehen: keiner
F C I N G O L S TA D T
Zugänge: Leckie (23, FSV Frankfurt, Angriff,
750 000 Euro), Hübner (24, VfR Aalen, Abwehr), Hinterseer (23, Wacker Innsbruck,
Angriff/Mittelfeld), da Costa (20, zurück
zu Bayer Leverkusen, Abwehr), Bauer (19,
Karlsruher SC U 19, Abwehr)
Abgänge: Caiuby (25, FC Augsburg, Angriff,
800 000 Euro), Hofmann (21, 1. FC Kaiserslautern, Angriff), Quaner (23, VfR Aalen,
Mittelfeld/Angriff), Ofosu (22, Chemnitzer
FC, Mittelfeld/Angriff), Knasmüllner (22, FC
Admira Wacker Mödling, Mittelfeld), Buchner (29, eigene U 23).
Wer soll kommen: ein Stürmer
Wer soll/will gehen: keiner

Fotos: Imago

K A R L S RU H E R S C
Zugänge: Meffert (19, Leverkusen II, Mittelfeld), Max (20, Schalke 04 II, Abwehr),
Traut (29, VfR Aalen, Abwehr), Valentini (25,
VfR Aalen, Mittelfeld/Angriff), Stritzel (20,
Hamburger SV, Tor)
Abgänge: Reule (20, Chemnitzer FC, Tor),
Schiek (24, Ziel unbekannt, Abwehr),
Schwertfeger (25, Hansa Rostock, Mittelfeld), Vitzthum (21, Heidenheim, Abwehr),
Dulleck (24, SV 07 Elversberg, Angriff)
Wer soll kommen: Offensivallrounder Hiroki
Yamada von Jubilo Iwata (Japan).
Wer soll/will gehen: Außenbahnspieler
Dennis Mast soll Spielpraxis erhalten und
ausgeliehen werden.

33

Tapetenwechsel: Philipp Hofmann stürmt für den FCK statt für den FCI.
1860 MÜNCHEN
Zugänge: Bedia (25, FC Barcelona B, Mittelfeld, 30 000 Euro), Claasen (24, Lech
Posen, Angriff), Kagelmacher (26, FC Valenciennes, Abwehr, 200 000 Euro an den AS
Monaco), Okotie (27, Sönderyske, Angriff,
200 000 Euro an Austria Wien), Ortega (21,
Arminia Bielefeld, Tor), Ilie Sanchez (23,

Neu in der Liga: Abwehrspieler
Gary Kagelmacher bei 1860

FC Barcelona B, Mittelfeld, 30 000 Euro).
Abgänge: Bierofka (35, wird Jugendtrainer und Standby-Spieler bei der U 21,
Mittelfeld), Necat Aygün (34, wechselt ins
Funktionsteam, Abwehr), Geipl (22, Jahn
Regensburg, Mittelfeld), Koussou (22, FC
Bayern II, Mittelfeld), Osako (24, 1. FC
Köln, Angriff, 1,6 Millionen Euro), Steinhart
(21, FC Bayern II, Abwehr), Ludwig (23,
VfR Aalen, Mittelfeld), Lauth (32, Ferencvaros Budapest, Angriff), Stoppelkamp (27,
SC Paderborn, Angriff/Mittelfeld, 700 000
Euro), Neumeyer (29, Karriereende, Angriff).
Wer soll kommen: ein bis zwei Stürmer, im
Visier Leonardo (Ferencvaros Budapest)
Wer soll/will gehen: Keine Steine in den
Weg legen würde 1860 Moritz Volz (31, Abwehr), Guillermo Vallori (32, Innenverteidigung) und Marin Tomasov (26, Außenbahn).
F C S T. PA U L I
Zugänge: Sobiech (23, ausgeliehen vom
HSV, Abwehr), Buballa (24, Aalen, Abwehr),
Görlitz (27, FSV Frankfurt, Mittelfeld)
Abgänge: Mohr (29, SpVgg Greuther Fürth,
Abwehr), Bartels (27, Bremen, Mittelfeld),
Boll (34, Karriereende, Mittelfeld), Schindler
(26, unbekannt, Mittelfeld), Gregoritsch (20,
Bochum, Angriff)
Wer soll kommen: ein Stürmer
Wer soll/will gehen: keiner

VFR AALEN
Zugänge: Ofosu-Ayeh (22, MSV Duisburg,
Abwehr), Welzmüller (24, Unterhaching, Mittelfeld), Neumann (23, Osnabrück, Abwehr),
Mockenhaupt (22, 1. FCK II, Abwehr), Zahner (19, Aalen II, Mittelfeld), Quaner (22,
Ingolstadt, Angriff), Chessa (21, FC Bayern
München II, Abwehr), Ludwig (23, 1860
München, Angriff), Feick (26, Bielefeld, Abwehr), Steinherr (20, Unterhaching, Angriff),
Drexler (24, Fürth, Mittelfeld/Angriff).
Abgänge: Hübner (24, Ingolstadt, Abwehr),
Buballa (24, St. Pauli, Abwehr), Traut (29,
KSC, Abwehr), Valentini (25, KSC, Mittelfeld), Pohjanpalo (19, Düsseldorf, Sturm),
Reichwein (28, Münster, Angriff), Cidimar
(29, unbekannt, Angriff), Ruiz (22, Nöttingen, Mittelfeld), Aydemir (23, Hallescher FC,
Angriff)
Wer soll kommen: Die Kaderplanung ist
abgeschlossen.
Wer soll/will gehen: Ungewiss ist die Zukunft von Abe (26, Angriff). Der Japaner
befindet sich im Heimaturlaub und nimmt
an der Saisonvorbereitung erst gar nicht teil.
SV SANDHAUSEN
Zugänge: Wooten (24, FSV Frankfurt, Angriff,
80 000 Euro an 1. FC Kaiserslautern), Müller (24, Regensburg, Mittelfeld), Kuhn (22,
Großaspach, Abwehr/Mittelfeld), Pfertzel
(33, Union Berlin, Abwehr), Bouhaddouz
(27, Leverkusen, Angriff), Zillner (28, Fürth,
Mittelfeld), Kratz (27, Braunschweig, Mittelfeld), Gartler (28, SV Ried, Sturm), Paqarada (19, Leverkusen II, Abwehr), Bieler (21,
Leverkusen II, Mittelfeld)
Abgänge: Blum (23, 1. FC Nürnberg, Mittelfeld/Angriff), Schauerte (26, Düsseldorf,
Abwehr), Klotz (27, Duisburg, Mittelfeld),
Ulm (29, unbekannt, Mittelfeld), Zimmer-

2. BUNDESLIGA

Fotos: imago, picture-point

34

Neu in der Liga: Henri Anier geht nun für Aue auf Torejagd.
mann (21, zurück nach Mönchengladbach,
Mittelfeld), Kluft (24, zurück zu Eintracht
Braunschweig, Mittelfeld), Uzoma (24, unbekannt, Mittelfeld), Mendler (21, zurück
nach Nürnberg, Mittelfeld/Angriff), Diakité
(23, unbekannt, Angriff)
Wer soll kommen: Der Kader ist komplett.
Wer soll/will gehen: Mit Radoslav Zabavnik
(33, Abwehr) und Marvin Knoll (23, Mittelfeld) plant der SV Sandhausen nicht mehr.

Neu in der Liga: Terrence Boyd will für RB Leipzig viele Tore schießen.
V F L BO C H U M
Zugänge: Simunek (27, 1. FC Kaiserslautern, Abwehr), Perthel (25, Eintracht
Braunschweig, Abwehr), Gregoritsch (20,
FC St. Pauli, Angriff), Sestak (31, Bursaspor,
Angriff), Terodde (26, Union Berlin, Angriff),
Losilla (28, Dynamo Dresden, Mittelfeld),
Terrazzino (23, SC Freiburg, Angriff), Celozzi
(25, Eintracht Frankfurt, Abwehr), Gulden
(18, U 19, Mittelfeld), Weeke (19, U 19,
Tor), Klostermann (18, U 19, Abwehr), Stock
(18, U 19, Mittelfeld).
Abgänge: Maltritz (35, Karriereende, Abwehr), Sinkiewicz (28, unbekannt, Abwehr),
Eyjolfsson (23, unbekannt, Abwehr), Rothenbach (33, unbekannt, Abwehr), Acquistapace (24, unbekannt, Abwehr), Freier
(34, Karriereende, Mittelfeld), Bastians (26,
Abwehr, zurück zu Hertha BSC, Abwehr),
Sukuta-Pasu (23, Cercle Brügge, Angriff),
Kreyer (23, Rot-Weiss Essen, Angriff), Ermes
(22, unbekannt, Tor), Bertram (22, Hallescher FC, Mittelfeld), Tiffert (32, unbekannt,
Mittelfeld)
Wer soll kommen: Der VfL sucht weiterhin
einen Innenverteidiger und einen offensiven
Mittelfeldspieler.
Wer soll/will gehen: Butscher (33, Abwehr)
legt der VfL bei einem Vereinswechsel keine
Steine in den Weg.

lerbirligi Ankara, Mittelfeld, 600 000 Euro),
Ishihara (25, TSG Neustrelitz/Ausleihe,
Mittelfeld), Wiegel (22, RW Erfurt, Mittelfeld), Janjic (29, MSV Duisburg, Mittelfeld),
Hohmann (23, unbekannt, Mittelfeld), Rau
(23, Hallescher FC, Abwehr), Nickenig (30,
unbekannt, Abwehr), Schlitte (32, Halberstadt, Abwehr/Mittelfeld)
Wer soll kommen: ein erfahrener Mann für
das linke offensive Mittelfeld
Wer soll/will gehen: keiner

FC ERZGEBIRGE AUE
Zugänge: Hauck (21, U 23, Mittelfeld),
Schönfeld (24, Bielefeld, Mittelfeld,
150 000 Euro), Schulz (29, Dynamo Dresden, Abwehr, 200 000 Euro), Vucur (22,
Wacker Innsbruck, Abwehr, 80 000 Euro),
Hannes Anier (21, zuletzt vereinslos, davor
Odense BK, Angriff), Henri Anier (23, FC
Motherwell, Angriff, 500 000 Euro)
Abgänge: Sylvestr (25, 1. FC Nürnberg, Angriff, 1,7 Millionen Euro), Kocer (25, Genc-

Foto: imago

FSV FRANKFURT
Zugänge: Aouida (27, Dresden, Angriff),
Beugelsdijk (23, Den Haag, Abwehr), Bittroff
(25, Cottbus, Abwehr), Engels (20, Köln II,
Mittelfeld), Schembri (28, Omonia Nikosia, Angriff), Belegu (21, FSV Frankfurt II,
Abwehr), Ballmert (20, FSV Frankfurt II,
Abwehr)
Abgänge: Heubach (26, 1. FC Kaiserslautern, Abwehr, 350 000 Euro), Görlitz (27,
St. Pauli, Mittelfeld), Leckie (23, Ingolstadt,
Angriff, 750 000 Euro), Teixeira (23, Dynamo Dresden, Abwehr), Djengoue (23,
Energie Cottbus, Mittelfeld), Heitmeier (29,
Preußen Münster, Abwehr), Nefiz (19, Gaziantepor, Mittelfeld, 150 000 Euro), Rukavytsya (27, zurück zu Mainz, Angriff), Wooten
(24, SV Sandhausen, Angriff), Yelen (27,
Vertrag ist ausgelaufen, darf sich in der
Vorbereitung für neuen Kontrakt empfehlen,
Mittelfeld), Schick (20, Hallescher FC, Abwehr), Kandziora (24, Osnabrück, Abwehr)
Wer soll kommen: zwei Außenbahnspieler
Wer soll/will gehen: Stürmer Pagenburg

Tapetenwechsel: Ex-Dresdner
Aouida stürmt nun für den FSV.

1. FC HEIDENHEIM
Zugänge: Zimmermann (29, Darmstadt,
Tor), Kraus (21, SpVgg Greuther Fürth, Abwehr), Grimaldi (23, VfL Osnabrück, Angriff), Leipertz (21, FC Schalke II, Mittelfeld/
Sturm, zirka 100 000 Euro), Vitzthum (21,
KSC, Abwehr, zirka 400 000 Euro erhält der
VfB Stuttgart), Janzer (22, VfB Stuttgart II,
Mittelfeld/Sturm), Riese (24, Bielefeld,
Mittelfeld)
Abgänge: Sabanov (40, Karriereende, Tor),
Endres (23, Chemnitz, Abwehr/Mittelfeld),
Feistle (32, Karriereende, Abwehr), Thurk
(38, unbekannt, Angriff), Deutsche (22, unbekannt, Mittelfeld), Sauter (26, unbekannt,
Mittelfeld), Vier (32, VfB Stuttgart II, Abwehr)

Wer soll kommen: noch ein Stürmer.
Wer soll/will gehen: keiner
RB LEIPZIG
Zugänge: Boyd (23, SK Rapid Wien,
Angriff, 2 Millionen Euro), Khedira (20,
VfB Stuttgart, Mittelfeld, 1 Million Euro),
Dähne (20, FC RB Salzburg, Tor), Hierländer
(23, FC RB Salzburg, Mittelfeld), Strauß (18,
U 19, Mittelfeld), Prevljak (19, U 19, Sturm),
Rockenbach (29, zurück von Hertha BSC II,
Mittelfeld)
Abgänge:
Röttger (28, Viktoria Köln, Mittelfeld), Luge
(23, verliehen an den SV Elversberg, Mittelfeld), Müller (30, unbekannt, Mittelfeld),
Bredlow (19, Leihe an RB Salzburg, Tor),
Domaschke (28, U 23 Leipzig, Tor), Papadimitriou (20, unbekannt, Mittelfeld)
Wer soll noch kommen: Zsolt Kalmar (19,
Györi ETO FC, Mittelfeld)
Wer soll noch gehen: keiner
S V DA R M S TA D T 9 8
Zugänge: Mathenia (22, Mainz II, Tor), Wetklo (34, Mainz, Tor), Bregerie (27, Dresden,
Abwehr), Holland (24, Hertha BSC, Abwehr,
ausgeliehen), Kempe (25, Dresden, Mittelfeld), Exslager (23, 1. FC Köln, Angriff, ausgeliehen), Bachmann (18, U 19, Abwehr),
Fröhlich (18, U 19, Abwehr/Mittelfeld),
Komenda (17, U 19, Abwehr/Mittelfeld)
Abgänge: Zimmermann (29, Heidenheim,
Tor), Baier (25, Rot-Weiss Essen, Mittelfeld), Salfeld (23, 1.FC Saarbrücken, Tor),
Braunsdorf (22, Zwickau, Tor), Landeka (27,
Großaspach, Mittelfeld), da Costa (34, FCA
Darmstadt, Mittelfeld), Maas (25, Worms,
Abwehr), Ziereis (21, Chemnitzer FC, Angriff), Ratei (25, unbekannt, Abwehr), Hesse
(26, unbekannt, Mittelfeld)
Wer soll kommen: Priorität hat ein weiterer Zentrumsstürmer als Alternative zu
Stroh-Engel; zwei bis drei weitere Spieler,
besonders fürs Mittelfeld, könnten auch erst
im Laufe des Augusts kommen.
Wer soll/will gehen: keiner

kicker, 17. Juli 2014

35

Mit Rückenwind zurück von der WM
Die vergangene Rückrunde war MATHIS BOLLY (23)
zumeist verletzt. Jetzt greift der Nationalspieler der
Elfenbeinküste bei der Fortuna selbstbewusst an.

Foto: Getty Images/Stringer

Z

ielstrebiges und schnelles Steilund Diagonalspiel, das zeichnete zuletzt die Fortuna aus.
Nutznießer dieser taktischen Neuausrichtung unter Trainer Oliver
Reck ist auch Mathis Bolly, dessen
Sprintqualitäten beim zügigen
Umschalten besonders zur
Geltung kommen.
Zwei Widrigkeiten standen einem Stammplatz aber
bislang im Wege. Manchmal ist
Bolly schneller, als es seine Technik
erlaubt. Die WM in Brasilien war
für den Nationalspieler der Elfenbeinküste deshalb willkommener
und obendrein kostenloser Unterricht, unter anderem bei den Stars
der Ivorer, Yaya Touré (Manchester
City) und Didier Drogba (Galatasaray Istanbul). „Ich habe viel von
ihnen gelernt, sie haben mir viele
Tipps gegeben und waren immer
für die Jüngeren da.“
Beim Theorieunterricht aber
blieb es nicht für den offensiven
Mittelfeldspieler, der am liebsten
über den rechten Flügel stürmt,
sich aber auch vor der zentralen
Spitze nicht scheut. „Mich hat das
hohe Niveau im Training der Nationalmannschaft überrascht. Da war
ich mir nicht sicher, ob ich spielen
würde.“ Die Qualität aber reichte
bei dem 23-Jährigen für zwei Ein-

Wichtige Erfahrung: Düsseldorfs Mathis Bolly überzeugte in beiden
Spielen bei der WM in Brasilien für die Elfenbeinküste.

KARLSRUHE

INGOLSTADT

wechslungen. Und auch die Leistung stimmte.
Hürde Nummer zwei ist die große Verletzungsanfälligkeit des in
Oslo geborenen Bolly. Immer wieder warfen ihn Muskelverletzungen
zurück. Das soll jetzt ein Ende haben. „Meine Muskulatur fühlt sich
gut an.“ Er wolle nicht mehr um
jeden Preis auf die Zähne beißen
und besser in seinen Körper hineinhorchen. „Ich melde mich, wenn
Probleme auftreten, dann reagieren
wir entsprechend.“ Bollys persönliches Ziel ist ein Platz in der Stammelf. „Zum Ende der letzten Saison
lief es gut. Ich sehe keinen Grund,
warum wir daran nicht wieder anknüpfen sollten. Unser Ziel ist es,
oben mitzuspielen“, formuliert er
die Ausgangslage der Fortuna.
Im österreichischen Trainingslager äußerte sich Manager Helmut Schulte unterdessen zu den
personellen Planungen. Mittelfeldspieler Giannis Gianniotas (21), der
ähnlich wie Bolly die rechte Bahn
bevorzugt, soll verliehen werden.
Neuverpflichtungen sind nicht
mehr nötig, alle Position sind doppelt besetzt. Schulte: „Wir stehen
nicht unter Druck. Wenn sich eine
günstige Gelegenheit auftut, werden wir uns Gedanken machen.“
WOLFGANG SCHMITZ

KAISERSLAUTERN

Mast mit Optionen Linke mit Sorgen

Heubach mit Pech

1Nach zwei freien Tagen beginnt

1Zwei Knochenbrüche – den FCI

1„Momentan fehlt gar nichts.“ Kos-

beim KSC die heiße Phase der Vorbereitung auf die kommende Saison. Gut möglich, dass sich der KSCKader noch mal verändert. Um die
Freigabe des Japaners Hiroki Yamada, der schon
seit rund einer Woche privat in Karlsruhe weilt,
kämpft Jens Todt. Der Sportdirektor telefoniert
täglich mit Yamadas Verein Jubilo Iwata, um die
Spielerlaubnis für den 25-Jährigen zu erhalten.
Verlassen wird den KSC hingegen wohl noch
Dennis Mast. Der 22-Jährige, im Wildpark noch
bis Juni 2016 unter Vertrag, ließ sich überzeugen, dass eine Ausleihe für seine sportliche Entwicklung das Beste sei. Denn so bekäme der
offensive Mittelfeldspieler die Spielpraxis, die
er in der vergangenen Spielrunde (13 Einsätze)
nicht sammeln konnte. Da mit Enrico Valentini
und wahrscheinlich auch Hiroki Yamada zwei
neue Offensivspieler im Kader stehen, sind seine
Aussichten, in der kommenden Saison mehr
Einsatzzeit zu bekommen, gering. Laut Masts
Berater Thomas Vogel sind mehrere Vereine an
ihm interessiert, unter anderem auch der Drittligist Chemnitzer FC.
P E T E R PU T Z I N G

erwischt es in der Saisonvorbereitung knüppeldick. Nach Konstantin
Engel (Unterarm) zog sich beim 1:1
(Tor: Pascal Groß) im Testspiel gegen
RB Salzburg nun Almog Cohen einen Schienbeinbruch zu. Der 25-jährige Mittelfeldmann
fällt rund vier Monate aus. „Wir müssen sehen,
wie wir das in der Hinrunde auffangen. Aber wir
denken sowieso noch über zwei bis drei neue
Spieler nach“, sagt Sportdirektor Thomas Linke.
Neben der linken Offensivseite und dem
Sturmzentrum könnte nun also auch eine Verstärkung im defensiven Mittelfeld nötig werden.
„Die Spieler aus der U23-Mannschaft machen
das gut, und wir wollen den Kader in dieser Saison kleiner halten, aber wir wollen uns auch verbessern. Dazu müssen wir nach den Abgängen
von Philipp Hofmann und Caiuby die Qualität
erhöhen“, meint Linke. Spielerisch hinterlässt das
Team in den bisherigen Partien (zwei Siege, drei
Remis) einen guten Eindruck. „Unser Umschaltspiel funktioniert gut, aber bei der Chancenverwertung fehlt uns noch die Frische“, so Trainer
Ralph Hasenhüttl.
GOTTFRIED STERNER

ta Runjaic ist nach der Verpflichtung
seines Wunsch-Innenverteidigers
Tim Heubach (26, FSV Frankfurt)
sehr zufrieden. Vorerst. Denn ein offensiver Außenbahnspieler sowie eine zentrale
Figur für das Mittelfeld werden nach wie vor
gesucht. „Das Transferfenster ist noch lange auf“,
verfolgt der FCK-Trainer die weiteren Aktivitäten
seines Sportdirektors ganz gelassen.
Markus Schupp zum Coup mit Heubach: „Wie
er spielt, passt er sehr gut zum FCK.“ Das glaubt
ebenso Runjaic: „Tim hat eine gute Ausstrahlung
und ist ein sehr guter Teamplayer.“ Der Haken:
Heubach ist angeschlagen, kann wegen muskulärer Probleme nicht am Teamtraining im Vorbereitungscamp in Bad Kreuznach teilnehmen.
Im dortigen Quartier „Fürstenhof“ hatte der
Linksfuß schon die vergangenen Tage verbracht
– mit dem FSV. Dass wegen Heubach übrigens
das Talent Dominique Heintz (20), ebenfalls ein
Linksfuß, noch abgegeben wird, schließt der
Sportdirektor aus: „Dominique ist ein Spielertyp, der den FCK ausmacht. Unsere Spieler sind
unsere Botschafter.“
ULI GERKE

36

2. BUNDESLIGA

UNION: Gute Chancen bei Gladbachs Angreifer

Verhandlungen mit Mlapa
1Auf der Suche nach der idealen

gladbach (Vertrag bis 2016) keine
Perspektive mehr. Für das Trainingslager am Tegernsee wurde er
freigestellt, um Offerten zu prüfen.
Sollten die Gespräche mit dem kantigen Angreifer positiv verlaufen,
muss sich Union noch mit Gladbach auf eine Ablösesumme
einigen. Dem Bundesligisten soll ein Betrag von
1,5 Millionen Euro vorschweben für
den Konterstürmer (102 Erst- und
Zweitligaspiele für 1860 München,
Hoffenheim, Gladbach).
Der Bundesligist hatte im Sommer 2012 an Hoffenheim 2,5 Millionen Euro gezahlt, aber die zentrale
Position, die Lucien Favre für ihn
vorsah, lag dem schnellen Angreifer
nicht so. Für das flinke Kombinationsspiel auf engstem Raum eignet
sich der athletische und großgewachsene Angreifer (1,93 m, 89 kg)
nur bedingt, auch mit dem Rücken
zum Tor agiert er nicht so gerne. In
Hoffenheim (54 Einsätze, 5 Tore)
kam er zuvor oft über die rechte
Außenbahn, er braucht viel Raum
für sein Spiel. Und genau das prädestiniert ihn für Düwels System
mit zwei Spitzen.
UWE RÖSER

Würde prima ins Spiel von Union passen: Der athletische Konterstürmer
Peniel Mlapa, den Gladbach für rund 1,5 Milllionen Euro ziehen lässt.

BOCHUM

DARMSTADT

AUE

Perthel ist heiß auf
den ersten Härtetest

Die Suche nach einem Götz hat wenig
Ersatz für Stroh-Engel Hoffnung bei Anier

Schmidt: Viel Arbeit –
aber kein Gejammer

1 In den bisherigen

1In der Aufstiegssaison

Testspielen war die Bochumer Defensive bei
einem Torverhältnis von
44:0 weitgehend beschäftigungslos.
Dies wird sich am Freitag ab 18 Uhr
ändern, wenn der VfL Wolfsburg
seine Visitenkarte abgibt. „Das ist
sicherlich eine andere Fußballwelt,
als die unserer bisherigen Gegner“,
erklärt Trainer Peter Neururer.
Die bis auf Patrick Fabian neu
verpflichtete Viererabwehrkette mit
Stefano Celozzi, Jan Simunek und
Timo Perthel vor Torhüter Andreas
Luthe wird erstmals ernsthaft Gelegenheit bekommen, sich zu beweisen, wenn der Wölfe-Angriff auf die
Abwehrreihe trifft. „Wir werden uns
richtig ins Zeug legen müssen, um
uns dagegen zu behaupten“, glaubt
der Ex-Berliner Perthel, der sich
darüber hinaus auf seinen ersten
Auftritt im heimischen Stadion vor
den eigenen Fans freut: „Da habe
ich richtig Bock drauf.“ Ein Zu-nullSpiel wäre für den Verteidiger die
Krönung.
M A RT I N JAG U S C H

führte an Innenverteidiger Benjamin Gorka
(30), Angreifer Marco
Sailer (28) und Flügelspieler Milan
Ivana (30) kein Weg vorbei: Alle waren Garanten für den Darmstädter
Aufstieg. Nun sind die Wege steinig
geworden. Verletzungen bereiten
Sorgen. Gorka kämpft sich nach einer Leisten-OP zurück, was länger
dauert als erhofft. Sailer leidet wie
schon zum Ende der vergangenen
Saison an Beschwerden im Oberschenkel. Und Ivana hindern anhaltende Kniebeschwerden. „Wir
sind guter Dinge, dass wir alle bis
zum Saisonstart hinbekommen“,
sagt Trainer Dirk Schuster dennoch.
Zweieinhalb Wochen vor Rundenstart sucht Schuster unterdessen noch einen Zentrumsstürmer,
was sich anspruchsvoll gestaltet:
„Wir brauchen einen Back-up für
Dominik Stroh-Engel.“ Gespräche
laufen bereits, aber „einen solchen
Stürmer sucht derzeit aber fast jeder Zweitligist“.
JE N S D Ö R R

1Ohne Daniel Vier fuhr
der 1. FCH ins Trainingslager nach Fügen. Der Innenverteidiger kehrt zum
VfB Stuttgart II zurück. Mit dabei
in Österreich, aber derzeit nur im
individuellen Training sind die
Mittelfeldspieler Julius Reinhardt
(muskuläre Probleme) und Philipp
Riese (Muskelfaserriss). Ein kleiner
Wermutstropfen für Trainer Frank
Schmidt, der mit der Vorbereitung
bislang aber zufrieden ist: „Positiv
ist vor allem der Teamgeist, der sich
entwickelt hat und dass es trotz hoher Intensität kein Gejammer gibt.“
Das galt auch für den ersten
Härtetest gegen den MSV Duisburg, den die Heidenheimer nach
Treffern von Florian Niederlechner und Marc Schnatterer verdient
mit 2:0 gewannen. Schmidt weiß
aber auch, dass noch viel zu tun
ist: „Man merkt, dass es etwas runder aussieht, wenn die alten Spieler
zusammenspielen. Mit den Neuen
ist es viel Arbeit, aber das ist ganz
normal.“ T H O M A S JE N T S C H E R

Foto: imago/Müller

Angriffsformation probiert Norbert
Düwel momentan einiges aus. Die
angespannte Personalsituation in
vorderster Front, verschärft durch
die Verletzung von Sören Brandy
(Syndesmose-Anriss), zwingt ihn
dazu. Beim müden Auftritt
seiner Mannschaft in Cottbus (1:1) bot der neue Coach
Unions Spielmacher Torsten Mattuschka als zweite Spitze auf, links
und leicht hängend. Der Auftritt
belegte, dass diese Position nicht
gerade ideal ist, weil der Spielgestalter von dort zu wenig Einfluss
auf das Spiel seiner Mannschaft
nehmen kann. Düwel indes sah das
„nicht so. Das ist keine Notlösung.
Ich kann mir durchaus vorstellen,
Mattuschka dort zu bringen“.
Möglicherweise hat sich das Thema jedoch in Kürze erledigt. Wie
der kicker erfuhr, verhandelte Union am Mittwoch mit Peniel Mlapa.
Und die Chancen, den ehemaligen
deutschen U-21-Nationalspieler
zu verpflichten, stehen dem Vernehmen nach nicht schlecht. Der
23-Jährige sieht bei seinem aktuellen Arbeitgeber Borussia Mönchen-

1Die verletzten Auer
Neuzugänge Patrick
Schönfeld (Mittelfußbruch) und Henri Anier
(leichter Muskelfaserriss) werden
den Saisonauftakt in Nürnberg wohl
verpassen. Zwar waren beide fest
für die Stammelf eingeplant, dennoch plant Trainer Falko Götz keine
Nachverpflichtungen. „Wir geben
beiden Spielern die Chance, wieder
fit zu werden. Auf Patricks Position
im linken Mittelfeld)haben wir genügend Alternativen. Henri ist in
dieser Woche ins Lauftraining eingestiegen.“ Für Götz ist allerdings
wichtig, dass Anier wegen der besseren Integration im Trainingslager
in Bad Brambach geblieben ist.
Dass der aus Estland stammende
Angreifer, der Top-Torjäger Jakub
Sylvestr ersetzen soll, zum Auftakt
zumindest im erweiterten Spielerkader steht, glaubt Götz „eher nicht.
Er hat das Grundlagentraining weitgehend verpasst und wird erst einmal das Fitnessprogramm nachholen.“
OLAF MORGENSTERN

HEIDENHEIM

kicker, 17. Juli 2014

37

„Der SVS gibt Gas“
D

er SV Sandhausen hat vor wenigen Tagen
seinen Vertrag mit Alois Schwartz vorzeitig
bis 30. Juni 2016 verlängert. Der Trainer war
im Sommer 2013 an den Hardtwald gekommen
und sollte eigentlich den Neuaufbau in die 3. Liga
einläuten. Doch dann durfte Sandhausen aufgrund des Lizenzentzugs für Duisburg Zweitligist
bleiben, und der Trainer führte den Abstiegskandidaten auf Rang 12.
Warum fiel die Entscheidung über eine weitere
Zusammenarbeit so früh?
Der SVS gibt Gas. Das Stadion wird ausgebaut, die Trainingsmöglichkeiten werden
erweitert, man tut viel, um in der Liga zu
bleiben. Diesen Schritt will ich mitgehen.
Wie haben Sie Sandhausen nach dem Fast-Abstieg ins
sichere Mittelfeld geführt?
Wir sind schnell eine Mannschaft mit einer Führungscrew und einem gemeinsamen Ziel geworden. Ich habe schnell hingekriegt, dass wir Disziplin innerhalb und außerhalb der Mannschaft
haben. Und ich habe der Mannschaft Teamgeist
und Siegeswillen eingeimpft.
Besteht die Gefahr, dass man ein funktionierendes Team
mit zehn Neuzugängen zu sehr verändert hat?
Wir mussten uns im Sturm verstärken, weil wir
zu wenig Tore erzielt haben. Und wir mussten
Julian Schauerte, Danny Blum und den verletzten Ranisav Jovanovic ersetzen. Sonst wären es
nur sechs, sieben Neuzugänge, was normal ist.
Aber es kamen auch Spieler mit dem Anspruch auf die
Stammelf. Stimmt die Hierarchie noch?
Eine Hierarchie wächst mit den Leistungen.
Wichtig ist, sich gegenseitig zu respektieren und
akzeptieren.

Die ersten Testspiele waren ernüchternd.
Warum lief es gegen Wolfsburg II (5:0)
und Augsburg (4:2) so gut?
Es ist doch schön, wenn man in
der Vorbereitung nachlegen kann.
Besser als umgekehrt. Wir haben
in den ersten Wochen unheimlich
viel gearbeitet, die Ergebnisse
konnten am Anfang gar nicht
gut sein, jetzt haben wir uns
sukzessive gesteigert.
Steht Ihre erste Elf?
Nein, davon sind wir noch gut
14 Tage weg. Die Mannschaft arbeitet akribisch, jeder gibt alles, ich bin in meiner
Entscheidung noch offen.
Im Angriff hat der SVS nachgelegt, mit dem verletzten
Jovanovic fünf Stürmer. Spielt der SVS offensiver?
Wichtig ist, dass man flexibel sein kann. Wir
sind vergangene Saison mit einem 4-2-3-1-System gestartet, um hinten erst mal kompakt zu
stehen, haben dann auf 4-4-2 oder 4-3-3 umgestellt. Wenn man vorne flexibel ist, kann man
sein System ändern.
Ist die Liga stärker oder schwächer geworden?
Schwer zu sagen: Es kommen starke Klubs hinzu,
doch mit Köln, Cottbus, Dresden und Bielefeld
hat man Teams verloren, die lange erfolgreich
spielten. Die 2. Liga ist jedes Jahr eine Herausforderung für eine Mannschaft wie die unsrige.
Ist es das Ziel, den zwölften Platz zu wiederholen oder
kann noch ein weiterer Schritt nach vorne gelingen?
Wir wollen erst einmal das Erreichte bestätigen.
Das wird schon schwer genug. I N T E RVI E W :

1860 MÜNCHEN: Erfahrener Stürmer im Visier

C L AU S W E B E R

Foto: imago/Hübner

Fest zum Zweitliga-Inventar gehören – so lautet das
vorrangige Ziel von Sandhausens Trainer ALOIS SCHWARTZ (47).

LEIPZIG: Kapitän ist für Zorniger extrem wichtig

Leonardo soll Probleme lösen Frahn kann’s nicht mehr hören
1„Wir sind nicht weltfremd“,

sagte Gerhard Poschner zuletzt,
angesprochen auf die Vakanz
im Löwen-Angriff nach den
Abgängen von Benny Lauth,
Yuya Osako und Moritz Stoppelkamp. Der Sportchef klang entspannt dabei – offenbar mit gutem
Grund. Poschner glaubt, in Kürze
eine Lösung für das Sturmproblem
präsentieren zu können. Ihr Name:
Leonardo de Vitor Santiago. Zuletzt
stürmte er für Ferencvaros Budapest, jenen Klub, der sich gerade
Löwen-Legende Lauth geangelt hat.
Der 31-jährige Brasilianer ist ein
europa-erfahrener Profi, der bereits
für Topklubs in Holland (Ajax Amsterdam, Feyenoord Rotterdam), für
RB Salzburg und eben Ferencvaros

gespielt hat. In Salzburg arbeitete er bereits mit Ricardo
Moniz zusammen, dem neuen
Löwen-Trainer. „Er ist ein guter Fußballspieler“, sagt Moniz.
Sportchef Poschner beschreibt ihn
als „klein, robust, schnell und wendig“. Zuletzt in Ungarn erlebte er
eine regelrechte Achterbahnfahrt:
Erst Beinbruch. Dann ein starkes
Comeback mit fünf Toren und fünf
Assists bei 14 Einsätzen und der
Wahl zum besten Spieler der Rückrunde, was ihn aber nicht davon
abhielt, seinen Vertrag in Budapest
aufzulösen.
„So ein Spielertyp würde gut bei
uns reinpassen“, sagt Poschner, der
bestätigt: „Wir bemühen uns um
ihn, klar.“ R I C H A R D R Ö S E N E R

1Daniel Frahn geht mit den

Rasenballern in seine fünfte
Saison, feierte in dieser Zeit
zwei Aufstiege, ist Tormaschine,
Führungskraft und Publikumsliebling. Am Status des verlängerten
Trainer-Arms lässt Coach Alexander Zorniger keine Zweifel. Motto
des Fußball-Lehrers: Nicht ohne
meinen Kapitän! „Daniel ist ein
vorbildlicher Kapitän“, sagt Zorniger, „er ist auf dem Platz und neben
dem Platz extrem wichtig“. Frahn
genieße einen „Vertrauensvorschuss“, so Zorniger. „Das Vertrauen
muss er aber jeden Tag mit Leistung
und Einstellung rechtfertigen.“
Beonders freudig blickt der
26-jährige Torjäger auf das Gastspiel von Paris St. Germain mit Zla-

tan Ibrahimovic am Freitag
vor über 30 000 Fans in
der Red-Bull-Arena. „Paris wird ein absolutes Highlight.
Ich bin fit, gut drauf und treffe. Aber
ich muss wie alle anderen auch um
meinen Platz in der Mannschaft
kämpfen.“ Dass er sich in jeder
neuen Liga neu beweisen muss, ist
dem Potsdamer bewusst. Dass aber
mancher Experte mit jedem Aufstieg das Ende der Stammkraft Frahn gekommen sieht, nervt ihn. „In
der Regionalliga hieß es, der packt
das nicht. In der 3. Liga dasselbe in
Grün. Ich kann’s nicht mehr hören“,
sagt Frahn und fügt schmunzelnd
hinzu: „Das Tor steht auch in der
2. Liga jeweils mittig am Ende des
Spielfeldes.“ G U I D O S C H Ä F E R

38

2. BUNDESLIGA

kicker, 17. Juli 2014

GREUTHER FÜRTH: Kramer fordert Vielseitigkeit

ST. PAULI: Ex-Profi hilft als Mentalcoach

1Seit Mittwoch läuft die finale

SpVgg Greuther Fürth in den kommenden Tagen im Trainingslager
im österreichischen Feldkirchen. Ob Zhi-Gin Lam (23)
zum Einsatz kommen wird, ist
fraglich. Den Neuzugang vom
HSV plagt seit Monaten eine
Schambeinentzündung. „Gegen
Stuttgart konnte ich noch mitspielen, dann haben wir beschlossen,
die Intensität runterzufahren“, sagt
Lam, der Einzeltraining absolviert.
„Das kotzt mich total an, denn
ich bin kein geduldiger Mensch.
Aber da muss ich jetzt eben durch.“
Die Fürther kannten bei der Verpflichtung seine Krankenakte. „Uns
war klar, dass er eine Weile brauchen wird“, sagt Trainer Frank Kramer. „Wenn er fit ist, ist er auf jeden
Fall ein Kandidat für die Stammelf.
Er ist ein richtig guter Spieler.“ Lam
kann auf der rechten Seite defensiv
und offensiv spielen. Die Vielseitigkeit der einzelnen Akteure ist
Kramer in dieser Saison besonders
wichtig: „Wir brauchen total bewegliche Leute, die permanent die
Positionen tauschen können. Damit
wird unser Spiel effektiver.“
Ganz bewusst wechselte Lam
von der Bundesliga in die 2. Liga:

Vorbereitungsphase. Im österreichischen Villach arbeitet Roland
Vrabec am Feintuning mit seinen
Profis – und hatte pünktlich
zum Abflug jenen Mann mit
an Bord, auf dessen Verpflichtung er schon zum Trainingsauftakt größten Wert gelegt hat:
Mentalcoach Thomas Stickroth.
Frühzeitig hatten sich Vrabec
und Sportchef Rachid Azzouzi darauf festgelegt, den Trainerstab in
dieser Hinsicht aufrüsten zu wollen,
in Ex-Profi Stickroth haben sie nun
den passenden Mann gefunden.
Der 49-Jährige (169 Erstliga- und
222 Zweitligaspiele unter anderem
für Freiburg und Bochum) hat nach
seiner aktiven Karriere die Trainerlizenz erworben, sich anschließend zum psychologischen Berater,
Coach und Life-Kinetik-Trainer ausbilden lassen. „19 Jahre Profifußball
haben mir gezeigt, welch starker
Einfluss der mentale Bereich auf die
Leistungsfähigkeit ausübt.“
Azzouzi sieht das ähnlich. „Thomas soll ein weiterer Baustein in
unserem Angebot sein. Vielleicht
kann er schlummernde Potenziale
wecken.“ Der Sportchef selbst hat
in seiner Profilaufbahn auch mit

FSV FRANKFURT

Foto: Zink

1Drei Testspiele absolviert die

Tritt verletzungsbedingt kürzer:
Fürths Neuzugang Zhi Gin Lam
„Ich sehe das überhaupt nicht als
Rückschritt. Fürth hat bewiesen,
dass sie oben mitspielen können.
Und ich habe jetzt die Chance, meinen Körper hinzubekommen. Richtig interessiert hat sich in Hamburg
für mich auch niemand mehr.“
M A RT I N F E R S C H M A N N

AALEN

Sorge um die Abwehr? Anfällig für Konter –
Möhlmann winkt ab
Ruthenbeck grübelt
1Zumindest nach außen

1 „Wenn wir verlie-

hin nimmt Benno Möhlmann den Abgang von
Tim Heubach (Kaiserslautern) entspannt hin. „Die Sache
war relativ offen, deshalb hat mich
das nicht überrascht. Ich kann das
akzeptieren“, sagt der FSV-Coach.
Trotz des Verlusts seines bisher
stärksten Innenverteidigers sieht er
das Zentrum ausreichend breit besetzt. Mit Björn Schlicke, Tom Beugelsdijk und Joan Oumari stehen
ihm drei gelernte Innenverteidiger
zur Verfügung. Hinzu kommen die
beiden Mittelfeldspieler Marcel Kaffenberger und Manuel Konrad, die
hinten aushelfen könnten.
Dagegen herrscht nach den Abgängen von Mathew Leckie und Michael Görlitz sowie dem Ausfall von
Denis Epstein weiter vorne Not am
Mann. „Wir haben Bedarf im Offensivbereich, auf den Außenbahnen,
da sollten wir nachlegen“, fordert
Möhlmann. J U L I A N F R A N Z K E

ren, melde ich mich am
Montag krank“, hatte
Aalens Kapitän Leandro vor dem großen WM-Finale gescherzt. Der Argentinier hat sich am
Montag dann doch den Sticheleien
seiner Mannschaftskameraden gestellt und sich im Training den WMFrust von der Seele gerannt.
Dass VfR-Chefcoach Stefan
Ruthenbeck seine Jungs derzeit
richtig rannimmt, ist auch in den
Testspielen nicht zu verkennen.
Vielleicht, so mutmaßt er selbst, ist
das auch ein Grund für die Konteranfälligkeit, die bei den vergangenen Freundschaftsspielen sichtbar
wurde. Dass es selbst Ravensburg
schafft, die Aalener Hintermannschaft derart in die Bredouille zu
bringen, macht Ruthenbeck nachdenklich. „Wir müssen einfach
wacher werden“, wünscht sich der
Trainer trotz des 3:1-Erfolgs gegen
Oberligisten. WE RNE R RÖHRICH

Foto: imago/Krschak

Lam: Wieder ausgebremst Stickroth als Verstärkung

Soll Potenziale wecken: St. Paulis
Mentaltrainer Thomas Stickroth
einem Mentaltrainer zusammengearbeitet, Pflichtprogramm indes ist
Stickroth für St. Paulis Profis nicht.
„Wir werden Dinge als Gruppe erarbeiten. Darüber hinaus kann jeder, der das möchte, das Angebot
individuell in Anspruch nehmen.“
S E BA S T I A N W O L F F

PERSONALIEN
1. FC Nürnberg

SpVgg Greuther Fürth

Defensiv-Allrounder Niklas Stark
(19) hat seinen bis 2016 laufenden Vertrag um zwei Jahre verlängert. + + + Torhütertrainer Adam
Matysek (46) bat aus persönlichen
Gründen um die Auflösung seines
Vertrags; vorerst rückt U-21-Torwarttrainer Daniel Klewer (37) zu
den Profis auf. + + + Danny Blum
(23, Knorpelschaden im Knie)
und Even Hovland (25, Sehnenanriss an den Adduktoren) mussten
operiert werden.

Ilir Azemi (22, Bänderriss) läuft wieder.

FC St. Pauli
Wegen einer Entzündung am
Fußrücken fuhr Mittelfeldspieler
Marc Rzatkowski (24) nicht mit ins
Trainingslager nach Villach.

TSV München 1860
Abwehr-Neuzugang Gary Kagelmacher (26) plagen muskuläre Probleme in der linken Wade.

Union Berlin
Beim 1:1 in Cottbus (Torschütze:
Mimbala) traf Neuzugang Bajram
Nebihi (25). Neben dem verletzten
Angreifer Sören Brandy (28, Syndesmoseanriss, absolviert Lauftraining)
und Mittelfeldmann Christopher Quiring (23, Innenbanddehnung im
Knie) fehlte Benjamin Köhler (33). Der
Mittelfeldspieler wurde geschont.

FSV Frankfurt
1. FC Kaiserslautern
Amateur Michael Schindele (20, Abwehr) unterschrieb einen Lizenzspielervertrag bis 2017.

Getestet wird momentan Außenverteidiger Sofian Chahed (31), der
aktuell vereinlos ist und bis Juli 2013
für Hannover 96 aktiv war.

Karlsruher SC

VfL Bochum

Sechser Silvana Varnhagen (21) wurde aus diziplinarischen Gründen
in die U 23 versetzt.

Verteidiger Fabian Holthaus (19) ist
zur deutschen U 19 abgereist, die an
der EM in Ungarn teilnimmt.

40

3. LIGA

3. LIGA

20 Hoffnungsträger
ARMINIA BIELEFELD

Florian Dick
rian Dick (29) hat sich Hoffnung in Bielefeld breitgemacht. Hoffnung auf eine
starke Saison, die am besten mit dem
Aufstieg endet. Man sieht sich bei Arminia gut aufgestellt, Dicks Erfahrung aus
62 Erstliga- und 210 Zweitliga-Spielen
soll dazu beitragen, dass der Klub im
Rennen um die vorderen Plätze ein gewaltiges Wörtchen mitredet. Nach sechs
Jahren beim 1. FC Kaiserslautern unterschrieb der Rechtsverteidiger einen
Vertrag bis 2017. „Ich hoffe, dass wir
nach dem Abstieg wieder gemeinsam
angreifen können“, sagt Dick. Sportchef
Samir Arabi legt nach: „Ich gehe davon
aus, dass er eine Führungsrolle übernehmen wird.“
C . B LU M E N S T E I N
DY N A M O D R E S D E N

Sylvano Comvalius

Foto: bielefeldfotos

Mit dem kicker immer topaktuell informiert:
Tore und Ergebnisse live über kicker.de und twitter.com/kicker_3liga_li

1Mit der Ankunft am Montag von Flo-

E N E R G I E C OT T B U S

Cedric Mimbala

SV WEHEN WIESBADEN

Thomas Geyer

1 Das neue Gesicht im

1Cedric Mimbala war ge-

1Unter die U-23-Regelung

Dresdner Sturm heißt Sylvano Comvalius (26). Der Niederländer verfügt über viel
Erfahrung, spielte schon in
sieben Ländern. Nach seiner
Ausbildung in Diemen und bei Ajax Amsterdam zog es den Mittelstürmer auf die Insel
Malta. Nachdem er in Schottland, Katar, Kasachstan und China gespielt hatte, nutzte der
Familienvater die Chance, bei Eintracht Trier
in Deutschland auf sich aufmerksam zu machen. Mit 13 Treffern und elf Vorlagen in 35
Spielen zählte Comvalius in der Regionalliga
zu den Leistungsträgern des Teams – das soll
er auch in Dresden werden.
E . WAG N E R

rührt. Bei seiner Auswechslung im Test gegen Union Berlin (1:1) wurde der 27-jährige
Innenverteidiger mit Beifall
geradezu überschüttet. „Es
war ein geiles Gefühl, vor diesen tollen Fans
spielen zu dürfen“, erklärte er. Nach Lage der
Dinge wird der Neuzugang von Regionalligist
SVN Zweibrücken auch beim Saisonstart gegen Osnabrück wieder an der Seite von Uwe
Möhrle ran dürfen. Denn Mimbala erzielte
gegen Union nicht nur das Führungstor, sondern machte laut Trainer Stefan Krämer „ein
sehr gutes Spiel. Er hat viele Argumente für
sich gesammelt“.
F. N OA C K

fällt Innenverteidiger Thomas
Geyer (23) nicht mehr. Einen
Verbleib beim VfB Stuttgart
hätte das erschwert, Wehen
Wiesbaden griff dankend zu,
handelte einen Zweijahresvertrag aus. „Er ist
taktisch gut ausgebildet, hat eine gute Spieleröffnung, kann spielerische Impulse setzen,
strahlt Ruhe aus“, sagt Trainer Marc Kienle
über Geyer, der durch seine faire Spielweise aufgefallen ist: In bislang 127 DrittligaSpielen kommt er auf gerade mal eine Handvoll Gelber Karten. Weiterer Vorteil: Michael
Wiemann wäre frei für einen der Plätze im
defensiven Mittelfeld.
M. SCHLENGER

kicker, 17. Juli 2014

Von ARMINIA BIELEFELD bis SONNENHOF GROSSASPACH : Diese Spieler
könnten in dieser Saison in ihren Vereinen eine bedeutende
Rolle einnehmen – und in manchen Partien den Unterschied
zwischen Sieg oder Niederlage ausmachen.
V F L O S N A B RÜ C K

Milad Salem

PREUSSEN MÜNSTER

Marcel Reichwein

41

A
G
I
L
.
3
MSV DUISBURG

Dennis Grote

1Daniel Nagy kickt nun in sei-

1 In Münster hatte Torjäger

1Dennis Grote (27), der vom

ner Heimat Ungarn für Ferencvaros Budapest. Die Lücke soll ein
in Deutschland aufgewachsener
Afghane schließen: Milad Salem
ist auf jeder Position im offensiven Mittelfeld einsetzbar. „Ich spiele da, wo ich
gebraucht werde“, sagt der 26-Jährige, der mit
seiner offenen, positiven Art schnell angekommen ist in der neuen Heimat. Wie alle Spieler, die
das erste Mal eine Vorbereitung unter Trainer
Maik Walpurgis absolvieren, hat auch Salem das
extrem fordernde Programm registriert: „Ich bin
sicher, dass wir sehr fit sein werden und in manchen Spielen in den letzten 20 Minuten mehr
Kraft haben als der Gegner.“ H . P I S T O R I U S

Matthew Taylor den Status eines
„Fußballgotts“, seine 25 Pflichtspieltore stehen für die Weiterentwicklung der Preußen und
Pokaltriumphe über Werder
Bremen und den FC St. Pauli seit 2012. Marcel
Reichwein wurde nun als Taylor-Erbe verpflichtet, der Drittliga-Torschützenkönig (17 Treffer)
von 2012 soll nach zwei durchwachsenen Saisons bei VfR Aalen in Münster wieder „knipsen“. Trainer Ralf Loose ließ in den vergangenen
Wochen durchblicken, Reichwein müsse sich
steigern und seine Quote verbessern. „Jedes Tor
tut gut, damit kommt auch noch mehr Selbstvertrauen“, weiß auch Reichwein.
A. HEFLIK

Liga-Rivalen Münster nach Duisburg kam, hat sich beim MSV
sehr viel vorgenommen: „Das
ganze Drumherum mit Stadion
und Trainingsmöglichkeiten ist
hervorragend. Natürlich gibt es bei mir die Sehnsucht, wieder nach oben zu kommen.“ Grote
soll mit seiner Schnelligkeit das Mittelfeldspiel
beleben. Auf der linken Seite avancierte der
U-21-Europameister von 2009 in der Vorbereitung zum Aktivposten. „Wir haben mit ihm einen
sehr guten Fang gemacht, Dennis ist vielseitig“,
weiß Trainer Gino Lettieri und ist zuversichtlich,
dass „Grote seine starke Saison mit Münster bei
uns noch toppen kann.“
D. R E T Z L A F F

STUTTGARTER KICKERS

Besar Halimi

HALLESCHER FC

Maximilian Jansen

1Fußballerisch wird Besar Ha-

1Ex-HFC-Spieler Dariusz Wosz

limi (19) hoch gehandelt. Das
ist auch der Grund, warum die
Kickers ihn vom VfB II holten.
Auf seinen Durchbruch wartet er
jedoch noch. Sowohl beim 1. FC
Nürnberg II als auch beim VfB II wurde der ehemalige U-19-Nationalspieler abserviert. Bei den
Kickers sind nun beiderseits die Hoffnungen
groß, dass das Talent den Durchbruch schafft.
„Ich bin in den letzten Jahren gewachsen und
motiviert, mich in der 3. Liga zu etablieren“, sagt
Halimi. Das traut ihm Trainer Horst Steffen auch
zu: „Besar ist fleißig, marschiert viel, antizipiert
gut. Er kann im Mittelfeld quasi alle Positionen
spielen – sogar auf der Sechs.“
M. SCHMID

wollte seiner „alten Liebe“ etwas Gutes tun und schickte das
Bochumer Talent Maximilian
Jansen (21) in den Osten. „Er
verdiente sich seinen Vertrag im
Trainingslager“, sagte Trainer Sven Köhler nach
dessen überzeugender Präsentation. In den Jugendabteilungen von Schalke 04 und Bochum
groß geworden, will der Mittelfeldspieler sich
nun im Profifußball zu etablieren. Auch wenn
es dem gebürtigen Bochumer, der bisher nur
A-Junioren-Bundesliga und Regionalliga spielte,
noch an Erfahrung fehlt, ist er für die Langzeitverletzen Björn Ziegenbein und Toni Lindenhahn eine gute Alternative. R . H E B E S T R E I T

JAHN REGENSBURG

Andreas Geipl

CHEMNITZER FC

Marco Kehl-Gomez

ROT- W E I S S E R F U R T

Christian Falk
1Der Österreicher Christian
Falk verkörpert den Typ Stürmer, der Rot-Weiß zuletzt fehlte:
1,94 Meter, kopfballstark, Knipser-Qualitäten. Nach fünf Jahren
beim Wolfsberger AC, mit dem
er in seiner Heimat den Durchmarsch von der
Regionalliga in die Bundesliga schaffte, sieht der
27-Jährige sein Engagement in der dritten Liga
nicht als Rückschritt: „Dort gibt es viele Traditionsvereine, Erfurt ist einer davon.“ Die Ziele
sind rasch formuliert: Stammspieler werden und
Tore schießen. Auf 62 Treffer in 112 Partien kam
Falk während seiner Wolfsberger Zeit. Keine
schlechte Quote für den Fan des früheren niederländischen Torjägers Roy Makaay. M. ALLES

H A N S A RO S TO C K

Kai Schwertfeger

1Als Andreas Geipl in Regens-

1Wer vom Ufer des Zürichsees

1„Manchmal muss man einen

burg anheuerte, hat er ein wenig
aus dem Nähkästchen geplaudert, von den elf Jahren beim TSV
1860 München berichtet, von
seinen Zielen mit dem SSV Jahn
erzählt. Dort hat der 22-Jährige mit Alexander
Schmidt einen Trainer, der ihn aus gemeinsamen
Zeiten bei den Löwen kennt. „Mit ihm werden
wir viel Freude haben. Er ist eine Kampfmaschine“, sagt der Coach. Geipl, Vertrag bis 2016, hat in
der Vorbereitung fleißig Pluspunkte gesammelt.
Der defensive Mittelfeldmann dürfte gesetzt sein
und soll die Lücke auf der Doppelsechs schließen, die sich nach dem Weggang von Jonatan
Kotzke aufgetan hat. H . R E I C H E N WA L L N E R

mit Zwischenstop in Pfullendorf
nun in Chemnitz landet, hat
ein geografisches Wechselbad
der Gefühle durchlebt. Aber für
Marco Kehl-Gomez ist es genau
der richtige Weg. „Es war mein Nahziel, in der
3. Liga zu landen. Das habe ich mit dem Vertrag
beim CFC geschafft“, sagt der 22-Jährige, der seine fußballerische Ausbildung bei Grashoppers
Zürich erhielt. Der Sohn eines Schweizer Vaters
und einer spanischen Mutter ist im Defensivbereich universell einsetzbar. „Ich fühle mich aber
auch im Mittelfeld wohl“, sagt der Neue. „Ich
will mithelfen, die Philosophie des Trainers so
schnell wie möglich umzusetzen.“ K . B E R G E R

Schritt zurückgehen, um einen
nach vorn machen zu können“,
sagt Kai Schwertfeger (25). Der
Neuzugang stieg freiwillig vom
Zweitligisten Karlsruher SC hinab zu Hansa Rostock in die 3. Liga. Die soll für
den Defensivmann nur eine Durchgangsstation
sein. „Mein Ziel ist es, in die 2. Liga zurückzukehren“, sagt der Blondschopf, der Aufstiegserfahrung bei Fortuna Düsseldorf und dem KSC
sammelte. Trainer Peter Vollmann lobt Schwertfeger als „unglaublich laufstarken“ Spieler, der
in Hansas Defensivzentrale seinen Platz sicher
haben dürfte. Schwertfeger: „Ich bin hergekommen, um mich durchzusetzen.“ K . R E H B E R G

42

3. LIGA

kicker, 17. Juli 2014

20 Hoffnungsträger
BO RU S S I A D O R T M U N D I I

A
G
I
L
.
3

F O R T U N A KÖ L N

Joseph-Claude Gyau

Johannes Rahn

1Joseph-Claude Gyau (21) passt

1Er kommt von Arminia Bie-

perfekt ins Profil der Dortmunder U 23. Der Wunschspieler von
David Wagner ist „ein technisch
sehr begabter Junge, der mit einem hohen Basisniveau zu uns
kommt, aber noch über großes Entwicklungspotenzial verfügt“, urteilt der Borussen-Trainer. Der
US-amerikanische U-23-Nationalspieler kam in
der Endphase der vergangenen Spielzeit zu zwei
Erstliga-Einsätzen für Hoffenheim, war 2012/13
an Zweitligist FC St. Pauli ausgeliehen und soll
nun die Offensive des BVB II merklich beleben.
Seine laut Wagner „unglaubliche Schnelligkeit“
soll dabei helfen, das in der Vorsaison oftmals
noch ausbaufähige Tempo im Spiel nach vorn
deutlich zu erhöhen.
U. S TA R K

lefeld und ist der prominenteste Neue bei Aufsteiger Fortuna
Köln. Linksaußen Johannes
Rahn (28) ist mit seinen 1,91
Metern Körpergröße der letzte
Mosaikstein im Kader von Uwe Koschinat, der
das Spiel auf Wucht und Schnelligkeit auslegen
möchte. Der Trainer kennt Rahn aus gemeinsamen Tagen bei der TuS Koblenz, überredete
ihn als Teenager, von der Tischtennisplatte auf
den Fußballplatz zu wechseln. „Johannes ist ein
Glücksgriff. Allein seine Vita wird für Unruhe in
den gegnerischen Abwehrreihen sorgen“, sagt
Koschinat über den 56-maligen Zweitliga-Spieler.
Rahns Ziel: „Wir wollen die Liga halten – und das
schaffen wir auch.“
C. KRÄMER

VFB STUTTGART II

FSV MAINZ 05 II

Timo Baumgartl

Lucas Höler
1 Seinen ausgeprägten Tor-

Baumgartl (18) eigentlich schon
hinter sich. Mit seinem Tor beim
1:0-Sieg Ende April in Heidenheim sicherte er den Klassenerhalt. Der beidfüßige, hochgewachsene Innenverteidiger musste nicht lange
überlegen, als er vor drei Wochen seinen ersten
Lizenzspielervertrag (bis 2017) vorgelegt bekam.
Aber nicht nur beim VfB, sondern auch beim
DFB ist man auf ihn aufmerksam geworden.
Nachdem er schon Einsätze in der U 15 absolviert hatte, ist man nach seinen mutigen sechs
Drittligaauftritten wieder auf ihn aufmerksam
geworden. Trainer Jürgen Kramny lobt: „Er ist
zweikampfstark und robust – wir hoffen, dass
sich sein Weg nach oben fortsetzt.“ G . PIFFATH

riecher hat Lucas Höler bereits
nachhaltig unter Beweis gestellt. In den Testspielen des
FSV Mainz 05 II stach der 20-Jährige als Vollstrecker vom Dienst
hervor und hat von allen Neuzugängen die größten Chancen auf einen Stammplatz. „Lucas ist
schon sehr weit“, weiß Trainer Martin Schmidt.
Höler kam vom VfB Oldenburg, erzielte in der
Regionalliga Nord in 33 Einsätzen neun Tore,
bereitete sieben vor. „Die Perspektive, in Mainz
unter Vollprofibedingungen in einem so engen
Austausch mit dem Erstligakader zu arbeiten,
ist für meine Entwicklung perfekt“, sagt Höler,
der einen Zweijahresvertrag mit Option für eine
weitere Saison unterschrieben hat. D. R I N K

S P VG G U N T E R H A C H I N G

Foto: imago/pmk

1Seine Feuertaufe hat Timo

Blitztransfer am Sonntag: Saliou Sané wurde
von Paderborn an Kiel ausgeliehen.
HOLSTEIN KIEL

SONNENHOF GROSSASPACH

Saliou Sané

Simon Skarlatidis

1Von Lucas Hufnagel erhofft

1Saliou Sané gehört erst seit dem 13. Juli zum

man sich bei der SpVgg Unterhaching einen weiteren Leistungsschub. In der Hinrunde
der Vorsaison noch kaum in Erscheinung getreten, gelang dem
20-jährigen georgischen Nationalspieler in den letzten Spielen der abgelaufenen Spielzeit unter dem neuen Trainer Christian Ziege einen gewaltiger Sprung nach vorne.
Der im Juli 2012 von der U 19 des FC Ingolstadt
zu den Oberbayern gekommene ehemalige Jugendspieler des FC Bayern München hat seine
Qualitäten sowohl in der Defensive als auch in
der Offensive. Hufnagel selbst gibt an, am liebsten eine offensivere Position hinter den Spitzen
einzunehmen.
R. FRANK

Holstein-Kader. Die mangelnde Durchschlagskraft ließ die Kieler trotz stabiler Defensive
(nur 38 Gegentore) bis zum letzten Spieltag um
den Klassenerhalt bangen. Nun ergab sich die
Chance, den 21-Jährigen vom SC Paderborn bis
Saisonende auszuleihen. „Er ist ein hochbegabter Stürmer, schnell und kann mit der Murmel
umgehen“, weiß Trainer Karsten Neitzel. Sané
verspricht sich von dem Wechsel einen Schritt in
seiner Entwicklung: „Wenn ich mich gut anstelle,
kann ich hier Praxis sammeln. Kiel ist deshalb
eine gute Lösung.“ Getroffen hat der Sohn einer
Deutschen und eines Senegalesen bereits im
Holstein-Stadion – für Havelse in der Regionalliga unter Trainer Andre Breitenreiter, der ihn
dann mit nach Paderborn nahm.
F. S Ö T JE

1Für Trainer Rüdiger Rehm ist
Simon Skarlatidis in der Offensive eine Allzweckwaffe. „Er ist
ein quirliger Außenspieler und
kann alle Positionen bekleiden“,
lobt der Coach den dribbel- und
schussstarken 23-Jährigen. Der ist zwar nur 1,73
Meter groß, gilt bei Aufsteiger Großaspach aber
als Stehaufmännchen. Einst als 18-Jähriger vom
Verbandsligisten TSG Backnang gekommen,
stellte Skarlatidis seine Defensivschwächen ab
und arbeitete sich bei der SGS von der zweiten
Mannschaft zum Stammspieler der Ersten hoch.
„Vergangene Saison hat er zu Beginn entscheidende Tore erzielt, die uns einen richtigen Lauf
bescherten“, sagt Rehm und hofft, dass sich die
positive Entwicklung fortsetzt.
U. F L E G E L

Lucas Hufnagel

kicker, 17. Juli 2014

„Bis jetzt ging es für
uns nur bergauf“
Trainer HORST STEFFEN (45) steht vor seiner ersten
kompletten Saison bei den Stuttgarter Kickers.
Wie sieht es im Torhüter-Duell zwischen
Korbinian Müller und Mark Redl aus?
Es ist schwierig, einen Favoriten
auszumachen. Wir haben jetzt noch
gut eine Woche. So langsam rückt
auch hier die Entscheidung näher.
Das Gute ist: Wirklich falschliegen
können wir nicht, weil wir zwei sehr
gute Torhüter haben, die mutig und
modern mitspielen.
Näher rückt auch die Verlängerung Ihres
bis 2015 laufenden Vertrages.
Wir sind in sehr guten Gesprächen. Ich denke, dass wir das in
den nächsten Tagen über die Bühne
bringen. Der Verein und ich haben
großes Interesse, dass wir das, was
wir hier angefangen haben, weiter
fortführen. Ich möchte wissen, wie
die Mannschaft sich weiterentwickelt. I N T E RVI E W : M . S C H M I D

3. LIGA
Foto: Imago

Sie haben die Mannschaft seit Ihrem
Amtsantritt im September umgekrempelt.
Sind Sie aktuell mit Ihrem Team zufrieden, Herr Steffen?
Wir haben jetzt aus unseren Möglichkeiten das Optimum herausgeholt. Natürlich wünscht sich jeder
Trainer einen Franck Ribery. Aber
wir haben jetzt eine tolle Truppe,
die hoffentlich noch enger zusammenwächst und auch im Misserfolg
ein Team bleibt. Denn bis jetzt ging
es für uns nur bergauf. Da ist es
natürlich einfacher.
Sie wollen in der
Tabelle nach oben
kommen. Spüren
Sie nach der starken Rückrunde
eine gestiegene Erwartungshaltung?
Eigentlich bin ich genug damit beschäftigt,
die Jungs vorzubereiten
und zu schauen, wer kann
am besten mit wem, sodass
wir möglichst gut spielen. So
können wir hoffentlich auch die
gestiegenen Ansprüche erfüllen.
Und was ist mit Ihrer eigenen Erwartungshaltung?
Die hat sich nicht verändert. Ich will
nach wie vor jedes Spiel gewinnen.
Sie wissen ja, wo Sie dann am Ende der
Runde stehen würden.
Ja, nur wird die Liga in diesem Jahr
noch ausgeglichener sein als in
der Vorsaison. Wir haben eine tolle Rückrunde gespielt, aber auch
schwache Spiele gegen die Absteiger gezeigt – gegen Burghausen
haben wir 0:2 verloren und gegen
Saarbrücken hätten wir verlieren
müssen. Am Ende stand ein 1:0.
Zudem ist unser Kader relativ klein.
Verletzungsmäßig darf also nicht
viel passieren.
Aber Sie trauen der Mannschaft den
Aufstieg zu?
Ich traue der Mannschaft so einiges
zu. Die Mannschaft hat vieles verstanden von dem, was wir wollen:
attackieren, nach vorne spielen, viel
Ballbesitz aber auch große Effekti-

43

1. SPIELTAG
Samstag, 26. Juli (14 Uhr):
1. FSV Mainz 05 II – Arminia Bielefeld
Jahn Regensburg – MSV Duisburg
SV Wehen W. – Stuttgarter Kickers
Holstein Kiel – SpVgg Unterhaching
Rot-Weiß Erfurt – Borussia Dortmund II
Dynamo Dresden – VfB Stuttgart II
Hallescher FC – Chemnitzer FC
VfL Osnabrück – En. Cottbus (18.00)
Sonntag, 27. Juli (14 Uhr):
SGS Großaspach – Fortuna Köln
Preußen Münster – Hansa Rostock

vität vor dem Tor. Die Mannschaft
hat den Mut entwickelt, so zu spielen. Jetzt den Aufstieg auszurufen
ist nicht angebracht. Wir können
das Selbstvertrauen aus den letzten
Monaten mitnehmen und müssen
uns damit neu beweisen.

Darf das Team von der 2. Liga träumen?
Klar, träumen darf jeder, das sollte
Ansporn sein, sich weiterzuentwickeln und zu verbessern. Wichtig
ist nur, dass man die gesteckten
Ziele dann auch mit Leistungsbereitschaft ausfüllt.

Sprunggelenk um seinen Einsatz
beim Saisonstart. + + + Abwehrspieler Luka Odak (24, Leistenprobleme)
fällt auf unbestimmte Zeit aus.

SG Sonnenhof Großaspach

Jahn Regensburg

Stürmer Pascal Sohm (22, SSV Ulm)
unterschrieb bis 30. Juni 2016.

Azur Velagic (22, Abwehr) fällt wegen
Leistenproblemen vier Wochen aus.

VfL Osnabrück

Hansa Rostock

Der Italiener Davide Grassi (28, zuletzt Aris Limassol/Zypern) wurde
als Verteidiger bis 2016 verpflichtet.

Jovan Vidovic (25, Abwehr) soll für ein
Jahr verpflichtet werden.

PERSONALIEN
Energie Cottbus
Leonhard Kaufmann (25, Mittelfeld)
fällt zum Start aus. Der Österreicher
hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen. Fanol Perdedaj (23, Mittelfeld)
ist ins Lauftraining eingestiegen.

Dynamo Dresden
Routinier Cristian Fiel (34) muss mit
angebrochener Zehe pausieren.

Hallescher FC
Osayamen Osawe (20, Angriff ) vom
englischen Fünftligisten Southport
wurde bis 2016 verpflichtet.

Preußen Münster
Rot-Weiß Erfurt
Carsten Kammlott (24, Sturm) bangt
wegen einer Kapselverletzung im

SpVgg Unterhaching
VfB Stuttgart II

Verteidiger Kevin Schöneberg (28,
Nervenentzündung im Lendenwirbelbereich) fällt zwei Wochen aus.

Abwehrspieler Daniel Vier (32) kehrt
nach einem halben Jahr beim 1. FC
Heidenheim zurück zum VfB ll und
erhält einen Vertrag bis 2016.

Christian Wörns (42) wird Co-Trainer
von Christian Ziege. Yannic Thiel (24,
Mittelfeld) kehrt ablösefrei vom
VfL Osnabrück zurück und unterschreibt für eine Saison.

44

FUSSBALL IN BAYERN
VfR Garching

kickerinfografik

FUSSBALL IN BAYERN

Allianz-Arena
Fröttmaning

SV Heimstetten
Kirchheim

Die Karte der Amateure in
München: Garching stößt
zu den Top-Teams vor.

TSV München 1860 II
UntergiesingHarlaching
FC Bayern München II
UntergiesingHarlaching

Ballungsgebiet
N

Mit dem kicker immer topaktuell informiert:
Ergebnisse auch auf kicker.de

M ÜNCHE
N CH
H EN
N

icht erst seit mit Der MÜNCHNER AMATEURFUSSBALL wird vor allem von den
Abgelöst
wurde
Philipp Lahm am
er vom SV Heimstetten. Die Kirchheimer
Sonntag zum zwei- Reserveteams des FC Bayern und des TSV 1860 geprägt.
(Heimstetten ist ein
ten Mal nach Franz Danach kommt in der Stadt lange nichts – aber im Umland.
Ortsteil) mischen von
Beckenbauer 1974 ein
gebürtiger Münchner
Beginn an in der Regioden WM-Pokal als Kapitän der deutschen
betrachten“. Dementsprechend wurden die
nalliga Bayern mit. Dadurch hat der von Pränamhaften Abgänge nach der Meisterschaft
Nationalmannschaft in die Höhe recken durfsident Ewald Matejka geführte Verein den
te, gilt die bayerische Landeshauptstadt als
(u. a. Friesenbichler, Schöpf, Rankovic, Wein)
vielleicht größten Vorteil der Klubs aus dem
ein Zentrum des nationalen Fußballs. Dabei
Umland auf seiner Seite: Jedes Jahr hat er so
mit Akteuren kompensiert, die zwar jung
tut sich hinter den beiden großen Vereinen
und entwicklungsfähig sind, aber schon Eretwas wie das Erst-Zugriffsrecht auf den Pool
fahrung in der vierten Liga mitbringen. Mit
FC Bayern und TSV 1860 eine enorme Lücke
an talentierten Spielern, die den Nachwuchsauf. Expertenfrage: Wie heißt der höchstPierre-Emile Höjbjerg wurde zudem ein legileistungszentren der Münchner Großvereine
klassigste Münchner Klub hinter den beitimer Nachfolger der Schweinsteigers, Lahms
sowie der SpVgg Unterhaching entwachsen
sind und keine Anschlussverträge erhalten.
den Bundesligisten? Die Antwort ist ebenso
und Müllers an die Profis herangeführt.
erstaunlich wie bemerkenswert. Erst in der
Weitaus konsequenter setzt der TSV 1860 II
Aufgrund der Strukturen und des Zuschausechstklassigen Landesliga findet sich mit
auf den Nachwuchs. Mehr als ein, zwei Saieraufkommens scheint die Regionalliga dendem SV Türkgücü-Ataspor wieder ein Verein
sons werden den Talenten aber selten zunoch ebenso das absolute Maximum darzustellen wie für den Aufsteiger VfR Garching.
aus dem Münchner Stadtgebiet.
gestanden, um den Sprung in die 2. Liga zu
So stellen die beiden Reserve-Teams der
bewerkstelligen. Wie üblich rekrutieren sich
Über viele Jahre war der eine etablierte AdresProfiklubs die stärksten Mannschaften unterdie Zugänge zum überwiegenden Teil aus
se im Münchner Amateurfußball. Die sportlihalb der Bundesligen. Nach der Meisterschaft
der eigenen U 19. Ausnahmen bestätigen die
che Heimat hieß überwiegend Bezirks- oder
Bezirksoberliga. Seit jedoch Trainer Daniel
des TSV 1860 II im Debütjahr der Regionalliga
Regel. Wurden doch mit Michael KokocinWeber das Zepter übernahm, befindet sich
ski vom TSV 1860 Rosenheim und Angreifer
Bayern kam auch der Nachfolger aus der
der Verein auf einem steten Weg nach oben.
Robert Glatzel von Wacker Burghausen zwei
bayerischen Metropole. Doch auch die U 23
Ex-Löwen in die alte Heimat gelotst.
des FC Bayern scheiterte anschließend in den
Der 41-jährige Kölner, der in Bayern eine
Aufstiegsspielen zur 3. Liga.
Während die Stadt selbst von den beizweite Heimat fand, stieg in seiner achten
Trotz der beiden Titel könnten die Konden großen Vereinen komplett dominiert
Saison mit Garching zum vierten Mal auf.
zepte bei den Profi-Reserven unterschiedliwird, tobt im Umland seit Jahren ein KonDas „Stadion am See“ genügt modernen Ancher kaum sein. So wird beim FC Bayern II
kurrenzkampf um die besten Plätze. Hinsprüchen, die seit Jahren gewachsene und
seit dem Abstieg aus der 3. Liga im Frühjahr
ter Drittligist SpVgg Unterhaching war der
im Kern unveränderte Mannschaft scheint
2011 fieberhaft darauf hingearbeitet, dorthin
FC Ismaning jahrelang die Nummer eins. Der
gerüstet für die Regionalliga. „Klar werden
wir gegen den Abstieg spielen, aber wir werzurückzukehren. Auch der Coach betonte
Klub aus dem Ort nördlich von München alnach dem verpassten Aufstieg, dass „wir die
lerdings ist kürzlich zum zweiten Mal in Folge
den wettbewerbsfähig sein“, betont Weber
3. Liga als ideale Plattform für unsere Talente
abgestiegen und tritt in der Landesliga an.
optimistisch.
M AT T H I A S H O R N E R

kicker, 17. Juli 2014

RL BAYERN
TABELLE
1. 1860 München II
2. Würzburger Kickers
3. FC Ingolstadt 04 II
FC Memmingen
5. SpVgg Greuther Fürth II
6. FV Illertissen
7. TSV Buchbach
8. VfR Garching (N)
9. Wacker Burghausen (A)
10. SpVgg Bayreuth (N)
SV Heimstetten
12. 1. FC Nürnberg II
13. FC Eintracht Bamberg
Bayern München II (M)
15. SV Schalding-Heining
16. 1. FC Schweinfurt 05
17. FC Augsburg II
SV Seligenporten

2
2
2
2
2
2
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1
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5:1
4:1
4:3
4:3
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1

2. SPIELTAG
FC Augsburg II – SV Seligenporten 0:0
Würzb. Kickers – SV Schalding-H. 2:0 (0:0)
1860 München II – FCE Bamberg 2:1 (0:1)
Schweinfurt 05 – VfR Garching 0:2 (0:0)
TSV Buchbach – Greuther Fürth II 0:1 (0:0)
W. Burghausen – Bay. München II 0:0
1. FC Nürnberg II – FC Memmingen 1:2 (1:2)
FC Ingolstadt 04 II – FV Illertissen 2:1 (0:1)
Dienstag, 29. Juli (19 Uhr):
SV Heimstetten – SpVgg Bayreuth ( - , - )

FC Augsburg II – SV Seligenporten 0:0

TSV Buchbach – Gr. Fürth II

Augsburg II: Gelios – Busching, Stanese,  Pangallo, S. Wenninger – Schuster,  Rudolph  – Wurm (58. Biankadi),
J. Müller (90./+2 Tugbay), Scherzer (80.
Habersetzer) – Kadrijaj – Trainer: Märkle

Buchbach:  Maus – Grübl, Hingerl, Drum
(86. Hellinger), Motz – Petrovic, J. Hain –
Brucia, Alschinger (55. Denk) – Hamberger
(66. M. Bauer), Stijepic – Trainer: Bobenstetter

Seligenporten:   Brunnhübner  –  Schäf,
F. Bauer, Jakl (75. Scherer), Räder – Richter (71. Hobsch), Worst (71. Ayaloglu),
Schaab, Christ, Röder – Neziri – Trainer:
Schlicker

Fürth II: Sebald – N. Haas, Kleine, Szilvasi, Guerra – Kolbeck (60. M. Weber),
Rapp  – d‘Adamo (90. Golla),  Civelek  –
George, Maderer (60. K. Hoffmann) – Trainer: Reichel

SR: Huber (Bogen) – Zuschauer: 210 –
Gelbe Karten: Ayaloglu, Jakl, Schäf,
Hobsch – Rote Karte: Stanese (65.,
Handspiel) – Bes. Vorkommnis: Brunnhübner hält FE von Kadrijaj (49.)

0:1 (0:0)

Tor: 0:1 K. Hoffmann (62.) – SR: Beitinger
(Regensburg) – Zuschauer: 694 – Gelbe
Karten: Drum, Hingerl – d‘Adamo, M.
Weber – Bes. Vorkommnis: Maus hält FE
von Rapp (40.)

Würzb. Kickers – Schalding-H. 2:0 (0:0)
Würzburg: Wulnikowski – Demirtas, Velkov,
Schoppenhauer, Nothnagel (57. Fries) – 
Haller, Weißenberger – De. Schmitt
(57.  Man. Duhnke), Lewerenz, Shapourzadeh (77. Jabiri) – Bieber – Trainer: Hollerbach
Schalding-Heining:   Resch  – Buchinger, 
Escherich, Zacher, D. Gashi – Krenn (88.
Biermeier), R. Huber, Brückl (64. Aringer),
Max. Huber (87. Wiesmaier) – Eibl – Pillmeier – Trainer: Tanzer
Tore: 1:0 Man. Duhnke (86.), 2:0 Jabiri
(90./+4) – SR: Dietz (Kronach) – Zuschauer: 1610 – Gelbe Karten: Weißenberger – D. Gashi, Max. Huber

W. Burghausen – Bay. München II

0:0

Burghausen:   Eiban  – Burkhard, Duvnjak, Leberfinger, U. Taffertshofer – Walleth,
Knochner, Schröck – Altenstrasser (62.
Sulimani), Jais (78. Karayün),  Kindsvater – Trainer: Demmelbauer
FC Bayern II: Zingerle – Koussou, Strohmaier (41. Buck), Schwarz, Steinhart –
L. Görtler (80. B. Fischer), Oikonomou,
Jelisic, Weihrauch (46. S. Ribery) – Wegkamp, Schweinsteiger – Trainer: ten Hag
SR: Perl (Pullach) – Zuschauer: 2050 –
Gelbe Karten: Strohmaier, L. Görtler,
Jelisic

3. SPIELTAG
Freitag, 18. Juli (19 Uhr)
Schalding-H. – B'hausen (18.30)
SV Seligenporten – Ingolstadt II
FCE Bamberg – FC Augsburg II
Samstag, 19. Juli (14 Uhr)
Bayern München II – Heimstetten
SpVgg Bayreuth – TSV Buchbach
VfR Garching – 1860 München II
1. FC Nürnberg II – Würzb. Kickers
Sonntag, 20. Juli (14 Uhr)
Greuther Fürth II – Schweinfurt 05
Dienstag, 29. Juli (19.30 Uhr)
FC Memmingen – FV Illertissen

( - , - )
(1:3, 2:1)
(5:1, 1:3)
(5:0, 6:0)
( - , - )
( - , - )
(4:0, 2:4)
(4:1, 2:2)
(0:1, 0:0)

TORJÄGER
(–)
(–)
(2)
(1)

Morina (FV Illertissen)
Günther-Schmidt (Ingolstadt 04 II)
Kobrowski (FC Ingolstadt 04 II)
Bonfert (FC Memmingen)

Foto: FCI

2
2
2
2

FCI-Stürmer: Raffael Kobrowski

TSV 1860 II – FCE Bamberg

2:1 (0:1)

TSV 1860 II: Fritz – V. Kovac,  Kurzweg,
Kokocinski, Köppel – E. Taffertshofer, Rabihic –  Vollmann  – Mvibudulu (59. Mulic),
Glatzel (71. Wiesböck), Karger (80. Ang.
Mayer) – Trainer: Fröhling

Nürnberg II – Memmingen

1:2 (1:2)

Nürnberg II: Uphoff – Pötzinger, T. Weber,
Zwerschke, Keller – Erras, Theisen – Dittgen, Wießmeier,  Knezevic  (80. Spies) –
Köppen – Trainer: Prinzen

Bamberg: Kraut – Najem, Kettler, Göpfert,
Gradl (44. Jerundow) – D. Schmitt, Kauffmann – F. Wenninger – Klose (76. Trautmann), N. Görtler, Dotzler (63. Schäffler) –
Trainer: Pätzold

Memmingen: Gruber – Nikolic, Rupp,
Schmeiser, St. Friedrich (46. Meichelböck) –
Heger,  Bonfert  (86. Thönnessen) –
Froschauer, And. Mayer, Jocham – Wende
(76. D. Hoffmann) – Trainer: Reinhardt

Tore: 0:1 N. Görtler (7.), 1:1 Köppel (87.),
2:1 Kurzweg (90./+1) – SR: Achmüller
(Bad Füssing) – Zuschauer: 687 – Gelbe
Karten: Rabihic, Köppel, E. Taffertshofer –
N. Görtler, D. Schmitt

Tore: 1:0 Dittgen (28.), 1:1 Bonfert (29.),
1:2 Rupp (41.) – SR: Ben. Brand (Gerolzhofen) – Zuschauer: 225 – Gelbe Karten: keine – Rote Karte: Jocham (74.,
grobes Foulspiel)

Schweinfurt – VfR Garching

Ingolstadt 04 II – Illertissen

0:2 (0:0)

2:1 (0:1)

Schweinfurt 05: Pfeiffer – Man. Müller,
Bechmann, Janz, Lunz – Krämer (46. Mar.
Müller), Mensah – Kleinhenz (46. Häcker),
Fery, Krautschneider (66. Kraus) – Jäckel –
Trainer: Klaus

Ingolstadt II: T. Bauer – Wolfsteiner (63.
Blomeyer), Hagmann, Denz, Büch – Räuber, A. Gashi (46.  Kobrowski) – Buchner, St. Müller, Riegger (75. Salassidis) – 
Ihenacho – Trainer: Stipic

Garching: Seibold – M. Niebauer, F. Mayer,
Steinacher, Suck – G. Ball, Vatany – R. Rudnik (71. Hamid), D. Niebauer (73. Hauck),
C. Ball (84. Gürtner) –  Prunitsch  – Trainer: Weber

Illertissen: Rösch – Böck, Klar, Strahler,
Heikenwälder – Nebel – Schaller, L. Kling
(73. Zehiroglu), Essig (57. Hahn), Löw –
Spann (63. Morina) – Trainer: Bachthaler

Tore: 0:1 Prunitsch (62.), 0:2 Hauck (80.) –
SR: Badstübner (Windsbach) – Zuschauer:
1151 – Gelbe Karten: Häcker, Mensah –
Hauck, G. Ball

Tore: 0:1 Schaller (34.), 1:1 Kobrowski (76.), 2:1 Kobrowski (88.) – SR: Mix
(Abtswind) – Zuschauer: 250 – Gelbe
Karten: Ihenacho – Heikenwälder

45

PERSONALIEN
1860 München II
Torhüter György Szekely (19) steht
die nächsten zwei Wochen nicht
zur Verfügung. Er nimmt mit Ungarn an der U-19-Europameisterschaft im eigenen Land teil.

FC Memmingen
Am Freitagabend testet der
FC Bayern bei den Allgäuern. Das
Fassungsvermögen des Stadions
wurde schon einmal auf 11 150
Plätze fast verdoppelt.

TSV Buchbach
Angreifer Thomas Breu (25) fällt
am Samstag beim Gastspiel in
Bayreuth mit Problemen im Adduktorenbereich aus. + + + Auch
Stefan Alschinger (25, Mittelfeld),
der mit einer Verletzung an der
Fußsohle gegen Fürth rausmusste, steht wohl nicht zur Verfügung.
+ + + Indes könnte Kapitän Maximilian Hain (25, Abwehr) nach
Oberschenkelproblemen in die
Mannschaft zurückkehren. + + +
Abwehrspieler Maximilian Knauer
(25) hat nach seinem doppelten
Bänderriss das Lauftraining wieder aufgenommen.

SV Heimstetten
Einen prominenten Testspielgegner verschlägt es nach Kirchheim:
Am kommenden Mittwoch gastiert 1860 München.

1. FC Nürnberg II
Die Nürnberger tragen die Begegnung gegen Kickers Würzburg am Samstag am Sportpark
Valznerweiher aus, da das Grundig-Stadion anderweitig belegt
ist. + + + Mittelfeldspieler Roman
Kerschbaum (20) musste gegen
Memmingen wegen einer Oberschenkelprellung passen.

FC Eintracht Bamberg
Mario Aller (22, Torhüter) hat gegen
1860 München II das erste Spiel
seiner Sperre abgesessen. Er fehlt
nach seiner Roten Karte aus der
Partie gegen Schweinfurt noch
zwei Spiele.

FC Bayern München II
Außenverteidiger Ylli Sallahi (20)
kehrt voraussichtlich nächste Woche wieder ins Mannschaftstraining der Bayern-Reserve zurück.
Er fällt derzeit wegen eines Blutgerinsels an der Wirbelsäule aus.

1. FC Schweinfurt 05
Der offensive Mittelfeldspieler Daniel Mache (29) muss aufgrund eines Muskelfaserrisses noch zwei
bis drei Wochen pausieren.

46

GESCHICHTE UND GESCHICHTEN

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Telefon +49 30 23 08 63 - 0, FAX +49 30 26 55 09 93
Motorredaktion:
Ulla Ellmer

„Ich habe meine Lehren
daraus gezogen“
Karriereknick statt Aufstieg. FRANCO FODA (48) ist seit seiner
Entlassung beim 1. FC Kaiserslautern ein Trainer im Wartestand.
Vor einem Jahr steckten Sie mit dem
1.FC Kaiserslautern im Juli mitten in der
Vorbereitung. Seit ihrer Entlassung am
29. August 2013 sind Sie als Trainer außen vor. Nervt der Wartestand, Herr Foda?
Mir geht es nicht anders als vielen
Trainern ohne Anstellung. Man
wartet voller Tatendrang auf den
nächsten Job. Mir fehlt die tägliche
Arbeit mit der Mannschaft.
Gab es keine Anfragen?
Doch, zwei, drei konkrete. Eine kam
aus Österreich, drei Tage nach der
Freistellung. Da war ich nicht so
weit. Ich musste die Beurlaubung
erst verarbeiten. Die anderen Anfragen aus dem Ausland entsprachen
nicht meinen Vorstellungen.
Bei Sturm Graz arbeiteten Sie 15 Jahre,
beim FCK nur 15 Monate. Was lief schief?
Ich hatte mir mit dem sofortigen
Wiederaufstieg ein hohes Ziel
gesteckt. Das haben wir leider in
der Relegation gegen Hoffenheim
knapp verpasst. Nach einem gelungenen Start ins zweite Jahr haben
wir in Unterzahl nach einem Platz-

Hauptvertriebsleiter: André Kolb
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schriftlich mitzuteilen. Die Preise für eMagazine sind abrufbar unter
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Eine Entlassung fällt nicht vom Himmel.
Wie begründete Kuntz Ihren Rauswurf?
Die Beurlaubung war schon etwas
kurios. Ich habe sie aufgearbeitet
und abgehakt. Nur die Art und Weise stört mich bis heute.
War es daher ein Fehler, als Ex-Spieler
zum FCK zurückzukehren?
Nein. Diesen Schritt habe ich bis
heute nicht bereut. Der Klub und
das Umfeld waren mir bekannt,
und ich wollte unbedingt bei diesem Traditionsverein als Trainer
arbeiten. Mir hat die Arbeit sehr
viel Spaß gemacht. Es braucht eben

Zwei DDR-Klubs in die Bundesliga
19. JULI 1990: Es ist ein wahrlich
historischer Tag für den deutschen Fußball. Acht Monate nach dem Mauerfall, einige
Tage nach der Währungsunion
und noch vor Vollendung der
deutschen Einheit reichen sich
die beiden deutschen Fußball-

Foto: picture-alliance/dpa

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usw. keine Haftung. Die gesamte Zeitschrift einschließlich aller
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Geschichte
Geschichten

eine Weile, um nach zwei größeren
Personalrochaden Kontinuität und
eine Spielidee reinzubringen. Das
führt früher oder später zum Erfolg.
Das ist mir in Graz gelungen, beim
FCK war die Zeit leider zu kurz.
Man warf Ihnen unter anderem Kommunikationsprobleme vor. Zu Recht?
Kommunikation ist ein sehr weitläufiger Begriff. Wenn man einen
Spieler verstehen will, muss man
zuhören können. Um einer Mannschaft eine Spielidee zu vermitteln
und sie von dieser zu überzeugen,
muss man miteinander kommunizieren. Spieler benötigen Lob. Probleme sollte man gemeinsam lösen;
aber auch mal intern kritische Worte finden, wenn es notwendig ist.
Müssen Sie nach der Erfahrung beim FCK
Ihren Führungsstil ändern?
Jeder Trainer hat seinen eigenen
Stil. Natürlich ist es sehr wichtig,
sich immer wieder selbst zu hinterfragen. Mein Co-Trainer Thomas
Kristl und ich haben die 15 Monate
aufgearbeitet und Lehren gezogen.

Im kicker vor 24 Jahren

Vermarktung Print und Digitale Medien:
Otto Hofbeck (Stv. Leiter Vermarktung Print und verantwortlich
für Anzeigen), Marco Lutz (Stv. Leiter Vermarktung
Digitale Medien).
Gültige Anzeigenpreisliste Nr. 45 vom 01.01.2014
anzeigen@kicker.de

Druck: Verlag Nürnberger Presse Druckhaus Nürnberg GmbH & Co.
KG; Heider Druck GmbH, Bergisch Gladbach; Pressehaus BintzVerlag GmbH & Co. KG Zeitungsgruppe Offenbach-Post, Offenbach;
Henke Pressedruck, Berlin; A. Beig Druckerei und Verlag GmbH &
Co. KG, Pinneberg; Schenkelberg Druck Weimar GmbH, Weimar;
Mittelhessische Druck- und Verlagsgesellschaft mbH, Gießen;
Greiserdruck, Rastatt; Editpress Luxembourg S. A., Esch-sur-Alzette;
Oldenburgische Volkszeitung Druckerei und Verlag KG, Vechta;
Druckerei Wiedemann OHG, Bad Reichenhall. ISSN 0023-1290.

verweis für Idrissou 0:4 in Aalen
verloren. Fünf Tage später wurde
ich von Herrn Kuntz beurlaubt.
Hat Sie der Rauswurf überrascht?
Natürlich. Zu diesem Zeitpunkt lagen wir auf dem vierten Tabellenplatz, punktgleich mit dem Zweiten.

Moldenhauer und Neuberger

verbände nach einer mehr als
siebenstündigen Beratung in
Frankfurt am Main die Hand: Im
Frühjahr 1991 soll der Deutsche
Fußballverband der DDR (DFV)
dem DFB als „Regionalverband
Nordost“ beitreten, und auch die
Topteams der DDR-Oberliga werden fortan im Ligensystem des
Westens eingeordnet. So jedenfalls sieht der Plan aus, den DFBPräsident Hermann Neuberger
und sein DFV-Kollege Hans-Georg Moldenhauer nach langen
Diskussionen verabschieden.
Mit Beginn der Saison 1991/92
wird die Bundesliga auf 20 Vereine aufgestockt, es nehmen zwei

DFV-Teams teil. Sechs weitere
Mannschaften bereichern die
2. Liga. Als weitere Maßnahme
werden die Nationalmannschaften der DDR von allen Wettbewerben abgemeldet, das Länderspiel am 12. September 1990
gegen Belgien in Brüssel wird
zum letzten – die finalen Tore für
die DDR beim 2:0-Erfolg schießt:
Matthias Sammer.

kicker, 17. Juli 2014

47

Fotos: dpa, Imago

Wahlheimat Graz

Freude und Frust: In Österreich war Franco Foda höchst erfolgreich, in Lautern ging’s schief.
Welche Lehren?
Etwa im Anspruch, im Training den
perfekten Fußball vermitteln zu
wollen, etwas gelassener zu werden.
Hätte Ihnen ein Sportdirektor, wie jetzt
Markus Schupp beim FCK, geholfen?
Es ist enorm wichtig, jemanden zu
haben, mit dem man sich täglich
austauschen kann, der nah bei der
Mannschaft ist. So kannte ich das
aus Graz mit Oliver Kreuzer.
Auch Ihr Nachfolger hat den Aufstieg
nicht geschafft. Hatten Sie mal Kontakt
zu Kosta Runjaic?
Nein. Ich habe Kosta aber bei der
Trainerausbildung zur A-Lizenz als
einen sehr angenehmen Menschen
kennengelernt. Schade, dass es ihm
nicht gelungen ist, aufzusteigen. Ich
hoffe, es gelingt ihm 2015. Lautern
gehört einfach in die Bundesliga.
Cupsieger, Meister, Champions League.
Nach den Erfolgen mit Graz traute man
Ihnen auch hier eine große Trainerzeit zu.
Stattdessen gab es einen Karriereknick.

AM MONTAG IM

Wie sehr hat Ihr Image gelitten?
Ich glaube gar nicht. Im Fußball
gibt es immer Höhen und Tiefen.
Ich wurde als Vierter und nicht als
Tabellenletzter beurlaubt, habe in
39 Spielen nur achtmal verloren. Es
war also nicht alles schlecht.

„Bayer Leverkusen und
Schmidt – das passt.“
Sie sind über zehn Monate ohne Job. Fällt
Ihnen schon die Decke auf den Kopf?
Ja. Ich bin das erste Mal als Trainer
länger in der Warteschleife. Aber
es ist eine wichtige Erfahrung. Die
Pause hat gutgetan, da ich nach
dem Karriereende als Spieler ununterbrochen als Trainer tätig war.
Plötzlich freigestellt. Wie beschäftigt man
sich in der Zwangspause?
In den letzten Monaten war ich sehr
viel unterwegs, habe viele Spiele in

REPORT
Slomka und der
HSV – kann das
gutgehen?

der 1. und 2. Liga beobachtet und
einige Trainingseinheiten bei unterschiedlichen Teams angeschaut.
Wo haben Sie sich umgeschaut?
Bei Bayern, Dortmund, in Holland
und im Winter in der Türkei, als
Gladbach dort im Trainingslager
war. Es ist wichtig, über den Tellerrand hinauszuschauen.
Hat sich die Bundesliga für Sie erledigt?
Nein. Priorität hat Deutschland,
mein Ziel bleibt die Bundesliga. Im
Trainerjob geht es schnell, in beide
Richtungen. Ich hoffe, meine Situation wird sich bald verändern.
Nürnberg und Braunschweig sind zwei
Absteiger, die wieder hochwollen. Dazu
das ambitionierte RB Leipzig. 1860 rüstet auf, mit Greuther Fürth ist ebenfalls
zu rechnen. Was trauen Sie Lautern zu?
Aufzusteigen wird schwieriger. Die
2. Liga ist eng, alle Teams spielen
taktisch auf sehr hohem Niveau,
sind läuferisch stark. Die WM zeigte, wie wichtig diese Attribute sind.

INTERVIEW
Die Legenden
Schaaf und
Körbel im
Gespräch

Als Spieler war der heute 48-Jährige
in der Bundesliga ein Dauerbrenner.
In seinen 321 Erstligaspielen (20 Tore)
trug er das Trikot von fünf Klubs:
Kaiserslautern (zweimal), Bielefeld,
Saarbrücken, Leverkusen und Stuttgart.
Das Abwehr-Ass wurde mit Lautern
(1990) und Leverkusen (1993) DFBPokalsieger, erlebte nach einem Intermezzo beim FC Basel (13 Einsätze) in
Österreich seine erfolgreichste Profizeit.
Mit Sturm Graz wurde Foda Meister
(1998, 1999), Pokalsieger (1999) und
Supercup-Gewinner (1999). In Graz
diente er sich als Trainer nach oben.
Erst Jugend-, dann Co-, später Amateur-, ab 2006 Cheftrainer. Was ihm
mit Sturm als Spieler gelang, wiederholte Foda als Trainer: 2010 gewann
er den Pokal, 2011 die Meisterschaft.
Im Mai 2012 kehrte der zweimalige
Nationalspieler nach Kaiserslautern zurück, den er in die Bundesliga führen
wollte. Die Mission missglückte. Dem
Scheitern in der Relegation folgte beim
zweiten Anlauf nach nur fünf Spieltagen
die Entlassung. Foda lebt jetzt wieder
in seiner Wahlheimat Graz.

Lautern hat das Potenzial, vorne
mitzumischen.
Wie Sie 2012, so kommt jetzt Roger
Schmidt mit Vorschusslorbeer aus Österreich in die Bundesliga. Kann er die
Erwartungen in Leverkusen erfüllen?
Roger hat in Salzburg einen TopJob abgeliefert. Vor allem wegen
der Art und Weise, wie Red Bull
Fußball gespielt hat. Calhanoglu ist
einer, der genau in Schmidts Profil
passt. Er mag schnelle und dynamische Spieler, die laufstark sind und
mit Tempo nach vorne spielen. Ich
denke, das kann er auf Leverkusen
übertragen. Spielt er dort den gleichen Fußball, haben wir ein Team
mehr, das Freude und Spaß bereitet.
Welchen Rat würden Sie ihm geben?
Ich habe noch nie einem anderen
Trainer einen Rat gegeben. Ich kenne Leverkusen, habe selbst dort gespielt. Ich bin überzeugt: Bayer und
Schmidt – das passt!
I N T E RVI E W : U L I G E R K E

RANGLISTE
Torhüter und
Innenver teidiger
im Fokus

44

FUSSBALL IM NORDEN

FUSSBALL IM NORDEN

S

tefan Pralle hat den Spagat
zwischen sportlichem Erfolg – zuletzt belegte Havelse Platz zwei und sieben – und
wirtschaftlichen Zwängen gemeistert. Als Torwart stand er vor
dem Sprung in den Profikader
von Hannover 96, entschied sich
jedoch für Studium, Familie und
den Aufbau des Familienunternehmens „Pralle Logistik“. Im
Mai 2010 wechselte er vom SC
Langenhagen zum TSV Havelse
und führte den Klub in die Regionalliga.
Herr Pralle, wie würden Sie sich beschreiben?
Das ist eine schwierige Frage,
weil ich mich selbst nie als Mittelpunkt des Ganzen wahrnehme. Ich schätze Professionalität
und würde mich als zielstrebig
bezeichnen. Das habe ich unternehmerisch, aber auch im Fußball gezeigt. Dass es mir gelingt,
aus vorhandenen Möglichkeiten
einen Erfolg zu produzieren.

„Es hängt am
seidenen Faden“
Aus sehr wenig sehr viel machen – so
lautet das Motto von STEFAN PRALLE (47),
dem Manager beim TSV Havelse.

„Die Regionalliga hat an
Attraktivität verloren.“

Mit dem kicker immer topaktuell informiert:
Ergebnisse auch auf kicker.de

Foto: imago/Rust

„Unser Stadion ist nicht
voller als vorher.“
Anders gefragt, was reizt Sie an der
Manager-Aufgabe?
Die Liebe zum Fußball ist der
Ausgangpunkt. Man kann als
Unternehmer viele Dinge auf
den Sport übertragen, aber das
Ganze hat Grenzen. Vor allem
dann, wenn man die Emotionen
einbezieht, die im Sport viele
Dinge beeinflussen, und die Unwägbarkeiten, die viel häufiger
als im unternehmerischen Alltag
vorkommen.
Inwieweit lassen Sie sich von Emotionen treiben?
Die Balance zwischen nüchterner Analyse und Offenheit für die
Emotionen des Sports ist wichtig.
Ich brauche die Begeisterung, die
ich aus dem Fußball selber und
dem Umgang mit Menschen
ziehe. Gemeinsam mit Spielern
und Trainern das Maximale herauszuholen, ist extrem reizvoll.
Ohne das würde mir Spaß verloren gehen.
War die Entscheidung für den TSV Havelse die richtige?
Ich muss schon auf viel verzichten, um das Amt so auszuüben,
dass es meinem Anspruch gerecht wird. Es ist aufwändig,
wenn man sportlich erfolgreich
sein möchte, viele Dinge jedoch

zu finden, weil sie mit Blick auf
die Tabelle andere Erwartungen
haben. Wollen wir erfolgreich
sein, müssen wir auch Spieler außerhalb der Region ansprechen.
Dann geht es etwa darum, ob wir
eine Wohnmöglichkeit anbieten
können. Da sind wir zuweilen
überfordert.
Haben Sie die Hoffnung, von der WMEuphorie zu profitieren?
Ich bin überzeugt, dass diese Euphorie nicht in unser Wilhelm-

Seit mehr als vier Jahren Manager in Havelse:
Stefan Pralle führte den Klub in die Regionalliga.
durch persönlichen Einsatz ausgleichen muss, die an Struktur
nicht vorhanden sind. Dazu gab
es allerdings keine Alternative.
Wenn ich etwas tue, dann auch
zu 100 Prozent. Es gab viel Positives, aber das ist extrem anstrengend und ich weiß, so kann
es nicht weitergehen.
Entschädigt denn der Erfolg?
Der entschädigt emotional, aber
letztlich reicht es künftig nicht
mehr aus, darüber die Aufgabe
zu definieren. Es ist wie in einem
Unternehmen: Arbeitet man erfolgreich, dann erreicht man Stabilität, vergrößert die Substanz,

schafft Werte und verbessert seine Ausgangslage. Unsere sportliche Position haben wir verbessert. Wir müssen aber zugeben,
dass unser Stadion nicht voller
ist als vorher und sich wirtschaftlich unser Spielraum nur marginal vergrößert hat und weiterhin
nicht regionalligatauglich ist.
Über welche Summe reden wir da im
Detail?
400 000 Euro. Wir haben für Havelser Verhältnisse viel getan,
aber wenn der Erfolg kommt,
vervielfältigen sich die Probleme.
Der weckt Begehrlichkeiten. Es
wird immer schwieriger, Spieler

Langrehr-Stadion überschwappen wird. Wer davon profitiert,
das sind die beiden oberen Ligen.
Die Regionalliga hat insgesamt
weiter an Attraktivität verloren,
dies ist ein großes Problem. Die
Liga-Reform ist mit einem gewissen Niveauabfall einhergegangen. Dies muss man einfach
feststellen. Der Graben zwischen
unserer und 3. Liga ist größer als
je zuvor. Diesen können wenige
gut aufgestellte Vereine wie vergangenes Jahr Holstein Kiel oder
die Zweitvertretungen überspringen, aber der große Teil ist doch
ganz weit weg von der Drittligatauglichkeit.
Kann man Ehrgeiz entwickeln, wenn
Jahr für Jahr die Leistungsträger gehen?
Ehrgeizige Ziele kann man so
nicht formulieren. Die Herausforderung ist, trotz des „Ausblutens“ wieder ein ambitioniertes
Team zu bilden und entwickeln.
Das ist mit ganz viel Hoffnung
verbunden. Würde man mich
heute nach unserem Saisonziel
befragen, könnte ich es nicht
formulieren, irgendwo zwischen
Platz zwei und 14.
Wie lange bleiben Sie noch?
Wir haben uns in der Liga etabliert, aber trotzdem hängt es
immer am seidenen Faden.
Diese Saison sollte den Fingerzeig geben, wohin es beim TSV
gehen kann. Trotz des Erfolges
hat sich zu wenig Dynamik um
den Verein entwickelt. Ich will
ein bestelltes Feld hinterlassen,
wenn ich gehe. Dazu gehört, ein
anderes Niveau zu erreichen.
Oder zurück in die Oberliga?
Möglicherweise, aber das ist
nicht mein Weg.
IN TE RVIEW: DIETE R KÖ SE L

kicker, 17. Juli 2014

45

CLOPPENBURG: Die Verletzungssorgen im Defensivbereich werden immer größer

Klütz fehlt fast die halbe Mannschaft
1Fehlt nur noch, dass sie selbst

Personalsorgen:
Jörg-Uwe Klütz
gehen langsam
die Spieler aus.

Foto: imago/Dünhölter

wieder ins Trikot schlüpfen müssen. Jörg-Uwe Klütz (45) und Mario
Neumann (47) wird zumindest dies
erspart bleiben, doch ein stimmiges Personal-Puzzle zusammenzulegen, wird für die beiden Trainer
des BV Cloppenburg in diesen Tagen vor jedem Testspiel schwieriger.
„Ich kann mich nicht erinnern, dass
wir schon mal eine solch problematische Vorbereitung hatten“, stöhnt
Klütz, dem zuletzt fast eine halbe
Mannschaft nicht zur Verfügung
stand.
Stammkräfte wie Christian Willen (Rücken), David Niemeyer
(Knie), Tim Wernke (Sprunggelenk)
und vor allem Kristian Westerveld
standen in der bisherigen Vorbereitungsphase wenig bis gar nicht zur
Verfügung. Insbesondere die Lage
des im Defensivbereich im Grunde
unverzichtbaren Westerveld bereitet heftigen Grund zur Sorge. Der
Niederländer laboriert an hartnäckigen Rückenbeschwerden, könnte
sich gar einen Bandscheibenvorfall
zugezogen haben. „Einen Monat
lang falle ich ganz sicher aus“, hat
sich Westerveld auf eine längere
Zwangspause eingerichtet.

Bedeutet: Cloppenburg könnte
insbesondere in den defensiven
Zonen Probleme bekommen – vor
allem, falls auch die etatmäßigen
Innenverteidiger Willen und Niemeyer demnächst nicht wieder
zur Verfügung stehen sollten. Die
1:3-Niederlage im Testkick ge-

NORDERSTEDT: Duell im Sturm mit Lüneburg

Veselinovic mit Vorsprung
1Rund um die Ochsenzol-

ler Straße herrscht Euphorie.
Zwar nicht ganz so wie am
2. Juni 1993, als der TSV München 1860 in der Aufstiegsrunde
zur 2. Liga beim damaligen 1. SC
Norderstedt zu Gast war und ein
2:2 holte – aber nun wird erstmals in
der Geschichte von SC-Nachfolger
Eintracht Norderstedt 03 eine vierstellige Zuschauerzahl erwartet.
Grund ist das Regionalliga-Eröffnungsspiel am 25. Juli gegen den
VfR Neumünster.
Da will der DFB nicht als Spielverderber dastehen: Trainer Thomas Seeliger darf die Analyse der
U-19-EM in Ungarn im Rahmen des
Fußballlehrer-Lehrgangs vorzeitig
verlassen und wird am Freitagmittag daheim erwartet. Für eine Motivationsrede dürfte das reichen.
Dabei ist diese nach den Eindrücken aus den Testspielen gar
nicht nötig. Denn das Team, das
derzeit überwiegend durch die Co-

Trainer Stefan Siedschlag und
Oliver Hinz vorbereitet wird,
offenbart eine gute Frühform:
Der Hamburger Meister TuS
Dassendorf wurde mit 5:0 abgefertigt, Oberligist Germania Schnelsen
mit 4:0, und am Dienstag gab es im
Duell mit dem Lüneburger SK einen
3:1-Erfolg.
So scheint Norderstedt auf dem
Weg zu sein, sich in der Regionalliga
zu etablieren. Zwar spricht Trainer
Seeliger vom Abstiegskampf – dennoch ist der Kader, der in der Vorsaison Platz zehn herausspielte,
sicher nicht schlechter geworden.
Große Hoffnungen auf eine ruhige
zweite Saison weckt insbesondere
Neuzugang Sinisa Veselinovic. Der
23-Jährige beweist, was er in den
beiden Jahren bei den Sportfreunden Siegen gelernt hat. Dank seiner
Länge ist er im Sturmzentrum immer anspielbar und hat derzeit im
Duell mit Jan Lüneburg die Nase
vorn.
HARALD BORCHARDT

gen die SF Lotte zeigte zuletzt die
spielerischen Grenzen der aktuell
dezimierten Mannschaft deutlich auf. Gerrit Thomes, der nach
beendetem USA-Studium an die
Friesoyther Straße zurückgekehrte Mittelfeldspieler, erkennt: „Da
muss noch was kommen. So sind

RL BAYERN

PERSONALIEN

2. SPIELTAG
FC Augsburg II – Seligenporten
Würzb. Kickers – SV Schalding-H.
1860 München II – FCE Bamberg
Schweinfurt 05 – VfR Garching
TSV Buchbach – Greuther Fürth II
W. Burghausen – FC Bayern II
1. FC Nürnberg II – Memmingen
FC Ingolstadt 04 II – FV Illertissen
Dienstag, 29. Juli (19 Uhr):
SV Heimstetten – SpVgg Bayreuth

0:0
2:0
2:1
0:2
0:1
0:0
1:2
2:1

VfB Oldenburg
(0:0)
(0:1)
(0:0)
(0:0)
(1:2)
(0:1)

( - , - )

TABELLE
1. 1860 München II
2. Würzburger Kickers
3. FC Ingolstadt 04 II
FC Memmingen
5. Greuther Fürth II
6. FV Illertissen
7. TSV Buchbach
8. VfR Garching (N)
9. Wacker Burghausen (A)
10. SpVgg Bayreuth (N)
SV Heimstetten
12. 1. FC Nürnberg II
13. FC Eintr. Bamberg
Bayern München II (M)
15. SV Schalding-Heining
16. Schweinfurt 05
17. FC Augsburg II
SV Seligenporten

wir in der Breite nicht gut genug
besetzt.“ Thomes selbst avancierte
zuletzt gezwungenermaßen zum
Allrounder und schlüpfte im Test
gegen den Bremer SV (4:3) eine
Halbzeit lang in die Rolle des
Abwehrchefs. Zudem versuchte
sich Sturmspitze Andreas Gerdes-Wurpts (34) gegen Lotte 45
Minuten lang als Manndecker.
Immerhin haben die Cloppenburger eine Baustelle schließen
können. Mit dem aus der A-Jugend
von Werder Bremen kommenden
Jannik Wetzel (18) verfügt der BVC
über einen zweiten Torwart neben
Sigi John (22), der, anders als zunächst befürchtet, wieder reibungslos mitmischt, nachdem den Emsländer zum Ende der letztjährigen
Serie eine schwere Oberschenkelverletzung aus dem Verkehr gezogen hatte. Die zwischenzeitliche
Suche nach einem möglichst Regionalliga-erfahrenen Keeper wurde
eingestellt. Mario Neumann: „Wir
sehen dafür keinen Bedarf mehr,
weil sich Sigi John als fit zurückgemeldet hat und sich zudem Stefan
Tilling bereit erklärt hat, als Standby-Torwart gegebenenfalls auszuhelfen“.
JOHANNES KLINKER

2
2
2
2
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2
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2
2
1
1
2
2
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2
2

5:1
4:1
4:3
4:3
2:1
4:2
3:2
3:3
1:1
1:1
1:1
2:3
1:2
1:2
1:3
0:2
0:3
0:3

6
6
4
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4
3
3
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2
1
1
1
1
1
1
1
1
1

Mit dem 23-jährigen defensiven
Mittelfeldspieler Dennis Block
und dem 25-jährigen Offensivakteur Florent Aziri hat der VfB
noch zwei weitere Verpflichtungen für die Saison getätigt. Block
wechselt vom Bremen-Ligisten
SG Aumund-Vegesack nach Oldenburg, Aziri lief zuletzt für den
albanischen Erstligisten KS Besa
Kavaja auf.

RL NORD
1. SPIELTAG
Freitag, 25. Juli (19 Uhr):
Eintracht Norderstedt – VfR Neumünster
Samstag, 26. Juli (14 Uhr):
VfL Wolfsburg II – BSV SW Rehden
ETSV Weiche Flensburg – FC St. Pauli II
VfB Lübeck – SV Meppen
Sonntag, 27. Juli (14 Uhr):
Werder Bremen II – BV Cloppenburg
Goslarer SC 08 – Hamburger SV II
TSV Havelse – FT Braunschweig
Lüneburg – E. Braunschweig II (15.00)
VfB Oldenburg – Hannover 96 II (15.00)

44

FUSSBALL IM SÜDWESTEN

kicker, 17. Juli 2014

Foto: Pfeifer

Ein Fußballtag hat 18 Stunden
Aufsteiger ASTORIA WALLDORF erwarten schwere Zeiten: Die „Feierabendkicker“ stehen in
der ersten Regionalligasaison der Vereinsgeschichte vor der Bewährungsprobe.

V

or zwei Jahren riefen die Verantwortlichen des FC-Astoria
Walldorf das Ziel aus, spätestens im Jahr 2014 in der Regionalliga vertreten zu sein. Doch in der
Saison 2012/13 schien dieses Ziel
zu viel Druck auf die Mannschaft
auszuüben – am Ende stand ein
zweiter Platz hinter der SpVgg
Neckarelz zu Buche. In der abgelaufenen Spielzeit nahm der
Topfavorit diese Rolle jedoch
mit viel Selbstvertrauen an und
sicherte sich hochverdient die
Meisterschaft und erstmalig auch
den damit verbundenen Aufstieg
in die Regionalliga Südwest.
Ganz nebenbei holte der FCA
zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte auch den badischen
Pokal und trifft in der ersten
DFB-Pokalrunde am 16. August
auf Bundesligist Hannover 96.
Das große Ziel erreicht, geht es
nun vor allem darum, sich möglichst schnell in der neuen Liga
zurechtzufinden. Dafür hat ein
neuer Trainer das Sagen in Walldorf: Matthias Born (42), zuvor
bereits zwei Jahre im Trainerstab
von Ex-Coach Guido Streichsbier
tätig, übernimmt ab sofort den
Posten des Cheftrainers. In seiner aktiven Zeit war Born im defensiven Mittelfeld u. a. für die
U 23 des FC Bayern München
sowie unter Hansi Flick bei der

TSG Hoffenheim am Ball. Nach
dem Karriereende 2005 übernahm er den Posten des Sportlichen Leiters bei „Anpfiff ins Leben“, einem von Dietmar Hopp
ins Leben gerufenen gemeinnützigen Verein. Als Streichsbier
Ende Mai das Angebot bekam,
Trainer der deutschen U-18-Nationalmannschaft zu werden,
rückte Born an dessen Stelle.
Seit dem 24. Juni befinden sich
die Walldorfer nun bereits in der
Vorbereitung, die obligatorisch
mit einem Laktattest startete. „Es
freuen sich alle auf die neue Liga.
Wir wissen aber auch, dass wir
uns dort als Newcomer zurechtfinden müssen“, gibt sich Born
realistisch und fügt an: „Knapp

Foto: Pfeifer

Mit dem kicker immer topaktuell informiert:
Ergebnisse auch auf kicker.de

FUSSBALL IM SÜDWESTEN

Premiere: Walldorf
spielt erstmals in der
Regionalliga.

Neuer Coach: Matthias Born hat
seit Juli das Sagen in Walldorf.

75 Prozent der Regionalligisten
trainieren unter Profibedingungen, was wir bewusst nicht tun“.
Beim FCA sind die Spieler berufstätig oder Studenten. „Wir haben Jungs dabei, die haben einen
18-Stunden-Tag“, weiß Born.
Im Umfeld gibt es derweil
noch einiges zu tun, um die Anforderungen an die Regionalliga
zu erfüllen. Das sollte in Walldorf jedoch kein Problem sein,
schließlich wird der Verein seit
vielen Jahren seriös geführt. Im
Kader hat sich ebenfalls kaum etwas verändert. Lediglich zwei externe Neuzugänge verstärken die
Truppe: Thorben Stadler kommt
vom SSV Jahn Regensburg. Der
24-Jährige kann links hinten oder
auch im Mittelfeld spielen. Der
zweite Neue ist Marcel Carl von
der U 23 des Karlsruher SC, Sohn
des früheren KSC-Stürmers Eberhard Carl. „Thorben ist als Linksfüßer sehr wichtig für uns, und
Marcel ist als junger Stürmer eine
Alternative für das Angriffszentrum“, verspricht sich Born einiges
von den Neuzugängen.
Die erste Vorbereitungswoche wurde jedoch gleich von
der schweren Verletzung von
Max Englert überschattet. Der
25-jährige hat sich im Training
einen Kreuzbandriss zugezogen
und wartet nun auf seine OP

Ende Juli. „Wir hoffen, dass Max
im neuen Jahr schnellstmöglich
zurückkommt“, sagt Born über
seinen Mittelfeldspieler.
Gegen den Oberligisten
SGV Freiberg (2:2) und den Verbandsligisten SG Heidelberg
Kirchheim (10:0) war der Trainer
besonders mit der eigenen Torausbeute, aber auch mit der Integration der Neuzugänge zufrieden. „Die beiden externen Neuen
sowie Pius Mohr und Georgios
Roumeliotis aus der U 19 haben
sich entsprechend eingeführt“,
freut sich Born über die ersten
Erfolge. C H R I S T O P H E R B E N Z

FC-Astoria Walldorf
1952 lösten sich die Fußballer als
1. FC 08 von der 1908 gegründeten SG Walldorf-Astoria. Als beide
Klubs 1994/95 nach langen Jahren
wieder in der Bezirksliga Heidelberg aufeinandertrafen, kam es zu
Gesprächen über eine „Wiedervereinbigung“, die am 3. 3. 1995
erfolgte. 2001 stieg der FC Astoria
in die Verbandsliga Baden, 2007 in
die Oberliga Baden-Württemberg
auf. 2014 gelang das Double: Der
FC-Astoria stieg als Meister der
Oberliga erstmals in die Regionalliga auf und wurde ebenfalls zum
ersten Mal badischer Pokalsieger.

FUSSBALL IM SÜDWESTEN

kicker, 17. Juli 2014

RL BAYERN
TABELLE
1. 1860 München II
2. Würzburger Kickers
3. FC Ingolstadt 04 II
FC Memmingen
5. SpVgg Greuther Fürth II
6. FV Illertissen
7. TSV Buchbach
8. VfR Garching (N)
9. Wacker Burghausen (A)
10. SpVgg Bayreuth (N)
SV Heimstetten
12. 1. FC Nürnberg II
13. FC Eintracht Bamberg
Bayern München II (M)
15. SV Schalding-Heining
16. 1. FC Schweinfurt 05
17. FC Augsburg II
SV Seligenporten

2
2
2
2
2
2
2
2
2
1
1
2
2
2
2
2
2
2

5:1
4:1
4:3
4:3
2:1
4:2
3:2
3:3
1:1
1:1
1:1
2:3
1:2
1:2
1:3
0:2
0:3
0:3

6
6
4
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4
3
3
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2
1
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1
1
1
1
1
1
1

2. SPIELTAG
FC Augsburg II – SV Seligenporten 0:0
Würzb. Kickers – SV Schalding-H. 2:0 (0:0)
1860 München II – FCE Bamberg 2:1 (0:1)
Schweinfurt 05 – VfR Garching 0:2 (0:0)
TSV Buchbach – Greuther Fürth II 0:1 (0:0)
W. Burghausen – Bay. München II 0:0
1. FC Nürnberg II – FC Memmingen 1:2 (1:2)
FC Ingolstadt 04 II – FV Illertissen 2:1 (0:1)
Dienstag, 29. Juli (19 Uhr):
SV Heimstetten – SpVgg Bayreuth ( - , - )

FC Augsburg II – SV Seligenporten 0:0

TSV Buchbach – Gr. Fürth II

Augsburg II: Gelios – Busching, Stanese,  Pangallo, S. Wenninger – Schuster,  Rudolph  – Wurm (58. Biankadi),
J. Müller (90./+2 Tugbay), Scherzer (80.
Habersetzer) – Kadrijaj – Trainer: Märkle

Buchbach:  Maus – Grübl, Hingerl, Drum
(86. Hellinger), Motz – Petrovic, J. Hain –
Brucia, Alschinger (55. Denk) – Hamberger
(66. M. Bauer), Stijepic – Trainer: Bobenstetter

Seligenporten:   Brunnhübner  –  Schäf,
F. Bauer, Jakl (75. Scherer), Räder – Richter (71. Hobsch), Worst (71. Ayaloglu),
Schaab, Christ, Röder – Neziri – Trainer:
Schlicker

Fürth II: Sebald – N. Haas, Kleine, Szilvasi, Guerra – Kolbeck (60. M. Weber),
Rapp  – d‘Adamo (90. Golla),  Civelek  –
George, Maderer (60. K. Hoffmann) – Trainer: Reichel

SR: Huber (Bogen) – Zuschauer: 210 –
Gelbe Karten: Ayaloglu, Jakl, Schäf,
Hobsch – Rote Karte: Stanese (65.,
Handspiel) – Bes. Vorkommnis: Brunnhübner hält FE von Kadrijaj (49.)

0:1 (0:0)

Tor: 0:1 K. Hoffmann (62.) – SR: Beitinger
(Regensburg) – Zuschauer: 694 – Gelbe
Karten: Drum, Hingerl – d‘Adamo, M.
Weber – Bes. Vorkommnis: Maus hält FE
von Rapp (40.)

Würzb. Kickers – Schalding-H. 2:0 (0:0)
Würzburg: Wulnikowski – Demirtas, Velkov,
Schoppenhauer, Nothnagel (57. Fries) – 
Haller, Weißenberger – De. Schmitt
(57.  Man. Duhnke), Lewerenz, Shapourzadeh (77. Jabiri) – Bieber – Trainer: Hollerbach
Schalding-Heining:   Resch  – Buchinger, 
Escherich, Zacher, D. Gashi – Krenn (88.
Biermeier), R. Huber, Brückl (64. Aringer),
Max. Huber (87. Wiesmaier) – Eibl – Pillmeier – Trainer: Tanzer
Tore: 1:0 Man. Duhnke (86.), 2:0 Jabiri
(90./+4) – SR: Dietz (Kronach) – Zuschauer: 1610 – Gelbe Karten: Weißenberger – D. Gashi, Max. Huber

W. Burghausen – Bay. München II

0:0

Burghausen:   Eiban  – Burkhard, Duvnjak, Leberfinger, U. Taffertshofer – Walleth,
Knochner, Schröck – Altenstrasser (62.
Sulimani), Jais (78. Karayün),  Kindsvater – Trainer: Demmelbauer
FC Bayern II: Zingerle – Koussou, Strohmaier (41. Buck), Schwarz, Steinhart –
L. Görtler (80. B. Fischer), Oikonomou,
Jelisic, Weihrauch (46. S. Ribery) – Wegkamp, Schweinsteiger – Trainer: ten Hag
SR: Perl (Pullach) – Zuschauer: 2050 –
Gelbe Karten: Strohmaier, L. Görtler,
Jelisic

3. SPIELTAG
Freitag, 18. Juli (19 Uhr)
Schalding-H. – B'hausen (18.30)
SV Seligenporten – Ingolstadt II
FCE Bamberg – FC Augsburg II
Samstag, 19. Juli (14 Uhr)
Bayern München II – Heimstetten
SpVgg Bayreuth – TSV Buchbach
VfR Garching – 1860 München II
1. FC Nürnberg II – Würzb. Kickers
Sonntag, 20. Juli (14 Uhr)
Greuther Fürth II – Schweinfurt 05
Dienstag, 29. Juli (19.30 Uhr)
FC Memmingen – FV Illertissen

( - , - )
(1:3, 2:1)
(5:1, 1:3)
(5:0, 6:0)
( - , - )
( - , - )
(4:0, 2:4)
(4:1, 2:2)
(0:1, 0:0)

TORJÄGER
(–)
(–)
(2)
(1)

Morina (FV Illertissen)
Günther-Schmidt (Ingolstadt 04 II)
Kobrowski (FC Ingolstadt 04 II)
Bonfert (FC Memmingen)

Foto: FCI

2
2
2
2

FCI-Stürmer: Raffael Kobrowski

TSV 1860 II – FCE Bamberg

2:1 (0:1)

TSV 1860 II: Fritz – V. Kovac,  Kurzweg,
Kokocinski, Köppel – E. Taffertshofer, Rabihic –  Vollmann  – Mvibudulu (59. Mulic),
Glatzel (71. Wiesböck), Karger (80. Ang.
Mayer) – Trainer: Fröhling

Nürnberg II – Memmingen

1:2 (1:2)

Nürnberg II: Uphoff – Pötzinger, T. Weber,
Zwerschke, Keller – Erras, Theisen – Dittgen, Wießmeier,  Knezevic  (80. Spies) –
Köppen – Trainer: Prinzen

Bamberg: Kraut – Najem, Kettler, Göpfert,
Gradl (44. Jerundow) – D. Schmitt, Kauffmann – F. Wenninger – Klose (76. Trautmann), N. Görtler, Dotzler (63. Schäffler) –
Trainer: Pätzold

Memmingen: Gruber – Nikolic, Rupp,
Schmeiser, St. Friedrich (46. Meichelböck) –
Heger,  Bonfert  (86. Thönnessen) –
Froschauer, And. Mayer, Jocham – Wende
(76. D. Hoffmann) – Trainer: Reinhardt

Tore: 0:1 N. Görtler (7.), 1:1 Köppel (87.),
2:1 Kurzweg (90./+1) – SR: Achmüller
(Bad Füssing) – Zuschauer: 687 – Gelbe
Karten: Rabihic, Köppel, E. Taffertshofer –
N. Görtler, D. Schmitt

Tore: 1:0 Dittgen (28.), 1:1 Bonfert (29.),
1:2 Rupp (41.) – SR: Ben. Brand (Gerolzhofen) – Zuschauer: 225 – Gelbe Karten: keine – Rote Karte: Jocham (74.,
grobes Foulspiel)

Schweinfurt – VfR Garching

Ingolstadt 04 II – Illertissen

0:2 (0:0)

2:1 (0:1)

Schweinfurt 05: Pfeiffer – Man. Müller,
Bechmann, Janz, Lunz – Krämer (46. Mar.
Müller), Mensah – Kleinhenz (46. Häcker),
Fery, Krautschneider (66. Kraus) – Jäckel –
Trainer: Klaus

Ingolstadt II: T. Bauer – Wolfsteiner (63.
Blomeyer), Hagmann, Denz, Büch – Räuber, A. Gashi (46.  Kobrowski) – Buchner, St. Müller, Riegger (75. Salassidis) – 
Ihenacho – Trainer: Stipic

Garching: Seibold – M. Niebauer, F. Mayer,
Steinacher, Suck – G. Ball, Vatany – R. Rudnik (71. Hamid), D. Niebauer (73. Hauck),
C. Ball (84. Gürtner) –  Prunitsch  – Trainer: Weber

Illertissen: Rösch – Böck, Klar, Strahler,
Heikenwälder – Nebel – Schaller, L. Kling
(73. Zehiroglu), Essig (57. Hahn), Löw –
Spann (63. Morina) – Trainer: Bachthaler

Tore: 0:1 Prunitsch (62.), 0:2 Hauck (80.) –
SR: Badstübner (Windsbach) – Zuschauer:
1151 – Gelbe Karten: Häcker, Mensah –
Hauck, G. Ball

Tore: 0:1 Schaller (34.), 1:1 Kobrowski (76.), 2:1 Kobrowski (88.) – SR: Mix
(Abtswind) – Zuschauer: 250 – Gelbe
Karten: Ihenacho – Heikenwälder

45

PERSONALIEN
SV Elversberg
Offensivspieler Antonyos Celik hat
einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Der 19-Jährige kommt
vom Fünftligisten Eintracht Stadtallendorf und nimmt bereits am
Trainingslager in Bitburg teil.

Eintracht Trier
Milorad Pekovic (36, Mittelfeld)
kehrt von Hansa Rostock zurück
zur Eintracht und erhält einen
Einjahresvertrag. + + + Lukas Püttmann (22) unterzeichnete einen
Einjahresvertrag. Der Angreifer
kommt von der Sportvereinigung
Burgbrohl (Oberliga RheinlandPfalz/Saar).

SVN Zweibrücken
Innenverteidiger Nassim Banouas (27) kommt vom SV Waldhof
Mannheim, Torwart Tayfun Altin
(19) wechselt vom SC Fortuna
Köln zum SVN. Beide Verträge
laufen bis Juni 2015. + + + Pawel Biesiada (30, zuletzt Trainer
des Nord-Regionalligisten BSV
Schwarz-Weiß Rehden II) ist neuer Co-Trainer an der Seite von
Adis Herceg.

FC Homburg
Der Vertrag mit Co-Trainer Sebastian Stache wurde aufgelöst.
Stache war die letzten beiden
Jahre Co-Trainer unter Christian
Titz und übernahm nach dessen
Entlassung für einige Wochen als
Interimscoach. Als Co-Trainer
von Robert Jung holte er den
Saarland-Pokal.

KSV Hessen Kassel
Vor 16 000 Zuschauern verlor
Kassel ein Testspiel gegen Borussia Dortmund mit 1:4. Den Führungstreffer erzielte Dennis Lemke.

Wormatia Worms
Ex-Torhüter Carsten Nulle (38), in
der abgelaufenen Saison noch für
Worms aktiv, ist ab sofort Torwarttrainer beim 1. FC Magdeburg.

RL SÜDWEST
1. SPIELTAG
Freitag, 1. August (19 Uhr):
FC Homburg – 1. FC Saarbrücken
Samstag, 2. August (14 Uhr):
1899 Hoffenheim II – Hessen Kassel
SV Elversberg – FC Nöttingen
FC Astoria Walldorf – TuS Koblenz
SC Freiburg II – Waldhof Mannheim
Wormatia Worms – 1. FC Kaiserslautern II
SpVgg Neckarelz – Eintracht Trier
FK Pirmasens – Kickers Offenbach
KSV Baunatal – SVN Zweibrücken

FUSSBALL IM OSTEN

kicker, 17. Juli 2014

Rückhalt
gesucht
Dem Abstieg folgte der große
Umbruch. Nur im Tor nicht.
DRESDEN setzt auf das alte
Duo – COTTBUS auf den „Alten“.

K

onkurrenz belebt das Geschäft: eine Floskel, die nicht nur in der Wirtschaft, sondern bekanntlich auch im Mannschaftssport jederzeit gern bedient wird. Gerade
dann, wenn die Karten aufgrund der Neubesetzung eines Teams komplett gemischt werden. Das Gesicht der Dresdner Mannschaft,
es hat sich nach dem Abstieg in die
3. Liga besonders gewandelt. 18 Spieler
verließen den Verein, zehn Neuzugänge
wurden verpflichtet und talentierte Spieler wie Franz Pfanne und Tobias Heppner
aus dem eigenen Nachwuchs in den Profibereich integriert. Ein Szenario, das Chance und
Abenteuer miteinander verbindet.
Gefragt sind gerade in der Zeit des Aufbruchs jene Kicker, denen die besondere
Atmosphäre im Dresdner Stadion und das
oftmals kritische Umfeld nicht neu sind.
Benjamin Kirsten, Robert Koch, Cristian Fiel,
Marco Hartmann, Markus Scholz und auch

Fotos: imago/Hentschel, imago/photoarena/Eisenhuth

FUSSBALL IM OSTEN

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Duell um die Nummer 1: Dresdens Keeper Markus Scholz (links) und Benjamin Kirsten
der junge Tobias Müller wurden frühzeitig
mit einer Sonderaufgabe bedacht. „Ich habe
den Jungs von Beginn an kommuniziert, dass
sie in der Pflicht sind. Sie alle kennen den
Verein, die Besonderheiten, das Umfeld. Sie
müssen integrieren, führen, vorne weggehen“,
sagt Dynamo-Cheftrainer Stefan Böger, in
dessen Kopf nach und nach die StartelfPositionen vergeben werden.
Der Fokus richtet sich dabei auf den
Zweikampf im Tor: Da sowohl Kirsten als
auch Scholz dem Verein nach dem Abstieg
treu geblieben sind, ist die Ausgangssituation
die gleiche. Kirsten, 2008 in Sachsens Landeshauptstadt gewechselt, war lange Zeit die
unangefochtene Nummer 1. Der Sachse steht
sinnbildlich für den Verein, liebt die Nähe zu
den Anhängern und versteckt sich nach kritischen Situationen nicht vor dem Mikrofon.
Das wird honoriert. Auch als Kirsten vorige
Saison Unsicherheiten zeigte, standen die

Fans zu ihm. Und vorerst auch Ex-Coach Olaf
Janßen. Doch nach der Winterpause schenkte
er überraschend und unangekündigt Markus
Scholz das Vertrauen. Der Ex-Bochumer, seit
2012 bei Dynamo, spielte solide – und wurde
durch eine Fingerverletzung gestoppt.
Die Vorbereitung ließ bisher keinen Fingerzeig zu. „Beide sind gute Torhüter, haben eine gute Vorbereitung absolviert und
regelmäßig ein Feedback von mir erhalten.
Es gab für mich keine Ausschläge nach oben
oder unten“, sagt Böger, der dennoch seine
Entscheidung getroffen hat: „Für mich gilt
immer der Grundsatz, dass diese zuerst die
Spieler erfahren und nicht die Öffentlichkeit.“
Egal wer den Zuschlag erhält: Damit sich
die Hierarchie nicht festsetzt, sondern der
Zweikampf stetig lebt, kommt der Kommunikation zwischen den Keepern, und der von
Böger, eine große Bedeutung zu. Denn Konkurrenz belebt das Geschäft. E VA WAG N E R

COTTBUS: Renno musste erst absteigen, um die unumstrittene Nummer 1 zu sein

Ein Oldie als Symbol für den Neuaufbau
schwierig. René Renno hatte
Eingewöhnungsprobleme.
Nicht in Cottbus, schließlich
ist er seit 2010 beim FC Energie
und inzwischen der dienstälteste Profi. Aber im Training:
So viele neue Gesichter. Renno
kam sich vor, als hätte er den
Verein gewechselt. 23 Profis
haben Energie verlassen, 15
Neuzugänge kamen, dazu ein
halbes Dutzend Talente aus
dem eigenen Nachwuchs. „Ich
hatte zu tun, mir alle Namen zu
merken“, gibt der 35-Jährige zu.
Obwohl Renno neben Uwe
Möhrle, Fanol Perdedaj und
Sven Michel sowie den Jungprofis Paul Röwer und Tim
Kleindienst zu den Relikten
der katastrophalen Abstiegssaison gehört, ist er trotzdem

Foto: imago/Contrast

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1 Die ersten Tage waren

Routiniert und konstant:
Keeper René Renno

ein Symbol für den Neuanfang.
Über weite Strecken seiner
17-jährigen Karriere war Renno
so etwas wie die personifizierte
Nummer zwei. Ein verlässlicher
Rückhalt für den Stammkeeper
– loyal und pflegeleicht. Ausgerechnet aus dem Abstieg ist
er als unumstrittene Nummer 1
hervorgegangen. Diesen Status
hat er sich in der vorigen Saison erarbeitet. Als die desolate
Mannschaft Auflösungserscheinungen zeigte, versuchte Renno, den Laden zusammenzuhalten. Das rechneten ihm Fans
und Vereinsführung hoch an.
Ein erstes Vertragsangebot
wurde aufgebessert, Renno
unterschrieb bis 2016. In einer
Mannschaft, in der fast alles neu
ist, soll er eine Konstante sein.
Ein Wortführer ist der zurück-

haltende Keeper indes nicht – und muss es
auch nicht. Das Kommando haben andere
übernommen, etwa der aus Burghausen gekommene Marco Holz. „Es ist auffällig, wie
stark der Zusammenhalt schon ist“, betont
Renno, „abends wird gemeinsam gegrillt – das
kenne ich aus der Vorsaison überhaupt nicht.“
Dieser Zusammenhalt zeigt sich bereits
auf dem Feld. Das 1:1 gegen Zweitligist Union
Berlin fand Renno „sehr ordentlich. Wir haben die taktischen Vorgaben umgesetzt“. Eine
Vorgabe für Renno lautet, die jungen Keeper
Max Oberschmidt (19) und Fritz Pflug (18) an
den Profi-Fußball heranzuführen. „Klar gibt
es auch Konkurrenzkampf“, sagt Renno, „doch
ich versuche natürlich, Max und Fritz in ihrer
Entwicklung voranzubringen.“
Inzwischen hat er die Namen aller Mitspieler drauf – und ein gutes Gefühl. „Hier kann
sich etwas entwickeln“, konstatiert Renno und
sagt einen Satz, den er vor drei Monaten nie
im Leben über die Lippen gebracht hätte: „Ich
freue mich auf die 3. Liga.“ JA N L E H M A N N


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