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Ausland € 1,70

Nr. 295
Jahrgang 104

Dienstag,
19. Dezember 2017

www.tageblatt.lu

EUROPEAN NEWSPAPER AWARD - BESTE LOKALZEITUNG EUROPAS

Keine Kracher zu Silvester
Verbot in drei großen Gemeinden / S. 44

Heute aktuell
Kultur anstatt Verkehr
Jeff Schinker fordert in seinem
Editorial, dass sich Luxemburg
mehr Zeit für seine Kultur nimmt
und dabei so ganz nebenbei unnötige Stunden im Stau geschickt
umgehen könnte.
S. 8

Journée internationale
des migrants

L’ASTI veut une politique de l’accueil et
de l’intégration cohérente et proactive,
permettant de construire les liens nécessaires au vivre-ensemble.
S. 10

Der Rausch im Job
ALKOHOLISMUS Die Situation in Luxemburg

Bekämpfung von Hepatitis
Luxemburg gibt sich einen
Aktionsplan zur Bekämpfung
von Hepatitis. Gesundheitsministerin Lydia Mutsch
stellte den Plan gestern der
S. 10
Öffentlichkeit vor.

Brüssel knöpft sich Ikea vor
Die Bauanleitungen von Ikea
sind nicht immer leicht zu verstehen. Doch die Steuertricks
des „unmöglichen“ Möbelhauses
aus Schweden sollen noch viel
kniffliger sein.
S. 12

Erster Superheld der Geschichte
Vom mächtigen Herrscher und
seinem wilden Freund: Jens
Harders Comic „Gilgamesch“
greift den ältesten überlieferten
Heldenepos der Menschheit
S. 20
auf.

Supplément

Chambre

Dreckige Verkehrsschilder
Keine Sicht auf die Aufschrift
tgb.lu/Großputz

Streit um Fahrradstrecke
Bei Bleesbrück und Vianden
tgb.lu/Stillstand

Schneefall in ganz Luxemburg
Verkehr lahmgelegt
tgb.lu/Winterchaos

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Das Wetter
Heute

4°/2°

5

Morgen

5°/4°

Übermorgen

7°/5°

453000 022957

Arbeitsminister Nicolas Schmit lehnt eine
vom Patronat geforderte Verschärfung
der Gesetze gegen Alkoholkonsum am
Arbeitsplatz ab. Zu groß sind die Gefahren, dass die Arbeitgeber dies ausnutzen
könnten, um den Druck auf unliebsame
Angestellte zu erhöhen.

HINTERGRUND S. 4, 5

Kurz und Strache sind an der Macht
ÖSTERREICH Präsident Van der Bellen vereidigt rechte ÖVP-FPÖ-Regierung
WIEN Es ist so weit, Europas erste Regierungskoalition aus Rechtskonservativen
und Rechtsextremen wurde gestern in
Wien von Österreichs Bundespräsident
Alexander Van der Bellen im Amt vereidigt.
Sebastian Kurz ist mit 31 Jahren der
jüngste Regierungschef in der Europäischen Union. Während der Zeremonie demonstrierten um die 5.000 Menschen vor

der weiträumig abgesperrten Hofburg. Auf
den Schildern der Protestler standen
Sprüche wie „Lasst Nazis nicht regieren“
oder „Wir wollen keine Nazi-Schweine“.
Damit gemeint waren die neuen Regierungsmitglieder der rechtsextremen FPÖ
um Vizekanzler Heinz-Christian Strache.
Was das Regierungsprogramm anbelangt, brechen in Österreich wohl harte
Zeiten für Ausländer, Flüchtlinge und

Schlechtergestellte an. Zu der jetzigen Regierungskoalition kam es nun knapp acht
Wochen nach der Wahl vom 15. Oktober.
Bei dem Urnengang hatte es einen Rechtsruck Hunderttausender Österreicher gegeben.

BERICHT, ANALYSE

S. 2, 3

THEMA ÖSTERREICH

Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

Fotos: AFP, AP

2

Tageblatt

FPÖ-Vizekanzler Strache und ÖVP-Kanzler Kurz wurden vom grünen Präsidenten Van der Bellen im Amt vereidigt. Das gefällt nicht jedem.

Zwischen Prost und Protest
WIEN Bundespräsident Van der Bellen vereidigt neue ÖVP-FPÖ-Regierung
Von unserem
Korrespondenten
Manfred Maurer

Fast 18 Jahre danach ist ein
ehemaliger Grünen-Chef Bundespräsident und wieder kommt
ein Schwarzer, der seine Partei
auf Türkis umgefärbt hat, mit der
FPÖ als Koalitionspartner daher.
Das ist nicht die Wunschkoalition des Alexander van der Bellen,
der viel lieber eine rot-grüne Regierung oder wieder eine große
Koalition angelobt hätte.

Draußen lautstarker Protest,
in der Hofburg lachende
Gesichter: Während 5.000
Demonstranten gegen „Nazis
in der Regierung“
protestierten, vereidigte der
grüne Bundespräsident Van
der Bellen auffallend gut
gelaunt das neue
FPÖ-ÖVP-Kabinett.

Lob und Zeigefinger

Mit versteinerter Miene und finsterem Blick begegnete das Staatsoberhaupt dem ÖVP-Bundeskanzler, der sich die FPÖ als Koalitionspartner geangelt hatte.
Kein freundliches Wort kam
Thomas Klestil über die Lippen,
als er im Februar 2000 den neuen
Ministern und Ministerinnen, die
wegen der Proteste am Ballhausplatz nur durch einen unterirdischen Gang in die Hofburg gelangt waren, den Amtseid abnahm.

Dennoch herrscht sogar eine bemerkenswert gelöste Stimmung
im ehemaligen Schlafzimmer der
Kaiserin Maria Theresia. Der 31jährige Sebastian Kurz lauscht
mit seinem rechtspopulistischen
Vizekanzler
Heinz-Christian
Strache und der Ministerriege
wie ein artiger Junge den Worten
des Bundespräsidenten, die viel
freundlicher ausfallen, als es die
Proteste am Heldenplatz vermuten lassen. Während dort wohl
auch viele Wähler Van der Bel-

lens Transparente mit Aufschriften wie „Lasst Nazis nicht regieren“ oder „Wir wollen keine Nazi-Schweine“ schwingen, lobt
Van der Bellen in einem Rückblick auf die Koalitionsverhandlungen die „kooperative und lösungsorientierte Art“ der beiden
Regierungspartner. Er schätze es
sehr, dass es gelungen sei, tragfähige Lösungen zu erarbeiten.
„Und so muss eine Bundesregierung auch arbeiten“, formuliert
der Bundespräsident den Auftrag
zur Fortsetzung des kooperativen
Geistes, was auch als erhobener
Zeigefinger zu interpretieren ist.
Denn Illusionen hat sich Van
der Bellen von Anfang keine gemacht. Anders als Klestil seinerzeit fügte er sich jedoch der verfassungsmäßigen Realität, welche dem Staatsoberhaupt nur beschränkte Möglichkeiten hinter
den Kulissen einräumt. Aber die
nutzte „VdB“ umso mehr. Während Klestil damals vergeblich eine Fortsetzung der großen Koalition zu ertrotzen versucht hatte,

schaltetet sich der seit 2016 amtierende Präsident aktiv in die
Koalitionsverhandlungen
ein,
ließ sich nicht nur über deren
Fortgang informieren, sondern
forderte auch.

Der dritte Verhandler
So stellte er von Anfang an klar,
dass er FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky, der im Europaparlament zugleich Vizefraktionschef der EU-feindlichen „Europa
der Nationen und der Freiheit“
(ENF) ist, und den sehr weit
rechts stehenden Wiener Vizebürgermeister Johann Gudenus
nicht als Minister akzeptieren
würde.
Van der Bellen hat sich quasi
zur dritten Verhandlungspartei
gemacht. Er verlangte ein klares
Bekenntnis zu Europa, die
Einhaltung der Grund- und
Freiheitsrechte
sowie
einen
lediglich maßvollen Umbau in
Richtung direkter Demokratie.

Damit rannte er zwar beim angehenden Kanzler Kurz offene Türen ein, für die FPÖ bedeutete es
aber das Schlucken einiger Kröten.
Das erklärt, warum Van der
Bellen bei der Vereidigung sogar
zum Scherzen aufgelegt war, als
er seinen im Vorjahr im Rennen
um die Hofburg unterlegenen
FPÖ-Gegenkandidaten Norbert
Hofer als Infrastrukturminister
angelobte. Und FPÖ-Chef Strache fand es auch einfach nur lustig, als ihn der Staatschef beim
obligaten Handschlag nach dem
Gelöbnis fast übersehen hätte.
Während sich die frisch gebackenen Regierungsmitglieder in
der Hofburg zuprosteten, waren
rund 5.000 Demonstranten draußen alles andere als in Feierlaune. Allerdings: Im Februar 2000
waren dreimal mehr Menschen
zu dem Protest gekommen. Und
anders als damals verliefen die
Kundgebungen diesmal zum
Glück ohne größere Zwischenfälle und ohne Verletzte.

Erste Reaktionen auf Österreichs neue Regierung

„Sehr besorgt“

„Extreme Rechte niemals harmlos“

„Nationalistisch“

Der UN-Menschenrechtskommissar hat
die Rechtskoalition scharf kritisiert. Die
Regierung aus ÖVP und FPÖ sei eine „gefährliche Entwicklung im politischen
Leben Europas“, sagte Hochkommissar
Zeid Ra’ad al-Hussein gestern. Er kritisierte, dass der neue Bundeskanzler Kurz in
der Migrationspolitik Positionen von politischen Kräften am rechten Rand übernommen habe. „Ich bin sehr besorgt“, sagte der Jordanier. Er warnte vor einer Politik, die auf die „Verbreitung von Angst“
setze.

Der französische EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici hatte am Sonntag
im Kurznachrichtendienst Twitter zur „Wachsamkeit der Demokraten“ aufgerufen. „Extreme Rechte an der Macht“ seien „niemals harmlos“.
EU-Ratspräsident Donald Tusk äußerte sich zuversichtlich über die künftige
„konstruktive und pro-europäische Rolle“ der neuen Regierung innerhalb der
Europäischen Union. Österreich übernimmt im zweiten Halbjahr 2018 die EURatspräsidentschaft. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gratulierte Kurz
zu seiner Vereidigung. Auf ihn und seine Regierung richteten sich „große Erwartungen“ in einer „herausfordernden Zeit“. Der Fraktionsvorsitzende der rechtspopulistischen AfD, Alexander Gauland, erklärte, andere EU-Mitgliedstaaten
würden sich vom „Erfolg einer umfassenden Grenzsicherung und der Abschaffung von Anreizen für Migranten in Österreich überzeugen können und hoffentlich bald mit eigenen Maßnahmen folgen“.

In Italien ist Kritik am Vorhaben der
neuen rechtsgerichteten Regierung laut
geworden, deutschsprachigen Südtirolern die österreichische Staatsbürgerschaft anzubieten. Der Landeshauptmann der norditalienischen Provinz, Arno Kompatscher, erklärte gestern, die
österreichische Partei FPÖ vertrete eine
„nationalistische“ Politik, die das Gegenteil von Südtiroler Vorstellungen sei.
Diese seien überzeugte Europäer, die
weiterhin als Vermittler und „Brücke“
agieren wollten.

Tageblatt

THEMA ÖSTERREICH

Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

3

Konflikte vorprogrammiert
REGIERUNGSPROGRAMM Wie ÖVP und FPÖ Österreich umbauen wollen
Von unserem
Korrespondenten
Manfred Maurer, Wien
Zehn Jahre Große Koalition
waren zehn Jahre immer
wieder gescheiterter
Neustarts zweier Partner, die
nicht miteinander konnten.
Jetzt soll alles ganz anders
werden – Friede, Freude,
Eierkuchen in Wien.
„Wir müssen wegkommen vom
falschen Stil des Streits und der
Uneinigkeit und einen neuen Stil
des positiven Miteinanders leben“, versprechen der neue Bundeskanzler
Sebastian
Kurz
(ÖVP) und sein Vizekanzler
Heinz-Christian Strache (FPÖ).
Ein Blick in das Regierungsprogramm offenbart jedoch in manchen Bereichen hohes Konfliktpotenzial und schon jetzt manch
enttäuschte Hoffnung. Hier ein
Überblick über die wichtigsten
Projekte:
„Öxit“ und Türkei-Beitritt
ausgeschlossen

Schärferes Asyl- und
Integrationsrecht
Das Kapitel Inneres des Regierungsprogramms umfasst zahlreiche Verschärfungen im Asylrecht
sowie ein Law-and-order-Sicherheitspaket. So soll künftig Asylsuchenden bei der Antragsstellung ihr Bargeld zur Deckung der
Grundversorgungskosten abgenommen werden. Verkürzt werden sollen im Verfahren die Beschwerdefristen. Wenn eine positive Feststellung von Identitäten
nicht möglich ist, kommt es zu einer
negativen
Feststellung.
„Schutz auf Zeit bieten wir jenen
Menschen, die wirklich vor Verfolgung flüchten müssen. Für illegale Migration, die meist unter
Missbrauch des Asylrechts statt-

findet, ist kein Platz“, heißt es
wörtlich. Und: „Eine Zuwanderung in den österreichischen Sozialstaat über den Bezieherkreis
der Sozialhilfe (Mindestsicherung) muss gestoppt werden. Die
Geldleistung für Asylberechtigte
und subsidiär Schutzberechtigte
in der Mindestsicherung Neu
wird daher auf 365 Euro Grundleistung sowie einen möglichen
Integrationsbonus von 155 Euro
reduziert. Leistungen für eine Bedarfsgemeinschaft werden mit
1.500 Euro gedeckelt.“ Das bedeutet für Asylwerber in Bundesländern, wo das noch nicht bereits so beschlossen ist, eine empfindliche Kürzung, die allerdings
durch mehr Sachleistungen ausgeglichen werden soll. Zum
Schengen-Grenzregime will die
Regierung übrigens erst zurückkehren, „wenn die illegale Migration gestoppt und europäische
Außengrenzen gesichert sind“.
Strenger Vater Staat
Auch im Justizbereich sollen
härtere Saiten aufgezogen werden: „Weitere Strafverschärfung
bei Gewalt- und Sexualdelikten“
wird als Ziel formuliert. Härtere
Strafen soll es bei besonders brutalen Taten geben. Der neue Justizminister Josef Moser (ÖVP)
soll alle Straftatbestände evaluieren. Bei „besonders verwerflichen Beweggründen“ oder besonders brutalen Taten soll eine
außerordentliche Strafverschärfung möglich sein. Mit Blick auf
illegale Zuwanderer wird auch an
neue Tatbestände gedacht – konkret angeführt wird „Behördentäuschung durch Alterslüge“. Bestraft werden sollen künftig auch
Gaffer, die bei Verkehrsunfällen
Hilfskräfte behindern.
Steuersenkung,
bitte warten
Auf die im Wahlkampf von beiden Parteien versprochene Steuerentlastung von 12 bis 14 Milliarden Euro müssen die Österreicher noch warten. Vorerst gibt es
nur kleine Goodies – und auch

die sorgen für Protest. Konkret in
Aussicht gestellt wird ein „Familienbonus“ in Form eines Abzugsbetrages von 1.500 Euro pro
in Österreich lebendem Kind und
Jahr. Da es sich aber um einen
Steuerabsetzbetrag handelt, haben ausgerechnet jene Familien
von dem Bonus nichts, deren
Einkommen so gering ist, dass sie
fast oder gar keine Steuer zahlen.
Ausdrücklich wird festgehalten,
dass es in diesem Fall keine „Negativsteuer“, also einen Bonus für
nicht Steuerpflichtige, geben soll.
Dagegen protestieren Sozialdemokraten und Sozialverbände
ebenso wie gegen die geplante
Kürzung des Arbeitslosengeldes:
Dieses soll, je länger man es bezieht, umso niedriger werden.
Zum großen Wahlkampfthema
Lohn- und Einkommenssteuer
findet sich wenig Konkretes.
Die versprochene Abschaffung
der kalten Progression (schleichende Steuererhöhung durch
Inflation) soll nun nur „geprüft“
werden. Erfüllt wird dagegen ein
Wunsch der Tourismuswirtschaft: Der bei der letzten Steuerreform erhöhte Umsatzsteuersatz
für Übernachtungen von 10 auf
13 Prozent wird wieder zurückgenommen. Die Körperschaftssteuer (KöSt) – insbesondere auf
nicht entnommene Gewinne –
soll gesenkt werden. Niedrigverdiener sollen von einer Senkung
der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung profitieren.

de Reform der Sozialversicherungen vorgenommen, was eine
Menge Konfliktstoff birgt. Vorgesehen ist nämlich eine Reduktion
der gegenwärtig 22 Sozialversicherungsträger auf „maximal fünf
Träger“. Wie genau die Zusammenlegung der Sozialversicherungen aussehen und welche fünf
Träger es geben soll, lässt das Arbeitsprogramm offen. Vor allem
in den Bundesländern regt sich –
auch innerhalb der ÖVP – massiver Widerstand gegen eine Zentralisierung der Krankenkassen,
in der jedoch ein größeres Einsparungspotenzial steckt.
Bildung mit Sanktionen
Im Bildungsbereich setzt die
neue Regierung auf die Einführung einer an bestimmte Kompetenzen geknüpften Bildungspflicht statt der bisher neunjährigen Schulpflicht. Das heißt, die
Schulpflicht kann nicht einfach
abgesessen werden, sondern dauert so lange, bis die Grundfertigkeiten in Lesen, Rechnen und
Schreiben erlangt sind. Wie das
in der Praxis erzwungen werden
soll, wird noch heftig diskutiert
werden. Die Regierung will aber
prüfen, „inwieweit Sozialleistungen an die Einhaltung schulgesetzlicher Verpflichtungen gebunden werden“. Umstritten ist
auch die von ÖVP und FPÖ geplante Wiedereinführung eines
Ziffernbenotungssystems in den
Volksschulen.

Zuckerl für Pensionisten
Klimaschutz ohne Atom
Die größte Wählergruppe, die
Senioren, wird mit einem Zuckerl
bedacht. Wer mehr als 30 Jahre
gearbeitet hat, soll jedenfalls mindestens 1.000 Euro Rente und mit
40 Beitragsjahren 1.200 Euro erhalten. Zudem soll es für Niedrigrentner die Möglichkeit geben, bis
zu einer Geringfügigkeitsgrenze
dazuzuverdienen.
Ringen um
Gesundheitssystem
Die Regierung hat sich in ihrem
Arbeitsprogramm eine umfassen-

Die ÖVP-FPÖ-Regierung will
zwar bestehende Verträge zum
Klimaschutz umsetzen und die
UNO-Nachhaltigkeitsziele beachten. Neuen Klimaschutzverträgen werde Österreich aber nur
mehr zustimmen, wenn sie „den
Ausbau von erneuerbaren Energien vorsehen und die Finanzierung der Kernkraft explizit ausschließen“. Wörtlich heißt das:
„Atomkraft ist keine Antwort auf
den Klimawandel und diese Position wird Österreich auf allen
Ebenen konsequent vertreten.“

Foto: AFP/Hans Punz

Angesichts der Regierungsbeteiligung einer rechtspopulistischen Partei, die noch vor nicht
einmal zwei Jahren im Parlament
eine Volksabstimmung über den
Austritt Österreichs aus der EU
beantragt hatte, muss der neue
Kanzler schon viel Überzeugungsarbeit leisten, um Zweifel
an der EU-Freundlichkeit dieser
Regierung auszuräumen. Der Koalitionspakt schreibt die fixe Verankerung Österreichs in der EU
allerdings fest, was Reformwünsche nicht ausschließt. Österreich wird als „integraler Bestandteil der EU“ bezeichnet.
Schon im Vorwort heißt es: „Nur
in einem starken Europa kann es
auch ein starkes Österreich geben, in dem wir in der Lage sind,
die Chancen des 21. Jahrhunderts zu nutzen.“ Damit niemand
in der FPÖ auf andere Ideen
kommt, wird im Kapitel „Direkte
Demokratie“
ausgeschlossen,
dass das Volk über einen „Öxit“
abstimmen können soll. „Die

Mitgliedschaft Österreichs in der
Europäischen Union und anderen internationalen Organisationen (ist) nicht vom Wirkungsbereich
dieses
Rechtsinstituts
(Volksbefragung, Anm.) umfasst.“ Die EU will die Regierung
weiterentwickeln in Richtung eines „Weniger, aber effizienter“.
Gemäß dem Subsidiaritätsprinzip
soll sich die EU um große, nur gemeinsam zu lösende Fragen kümmern, und die kleinen Fragen der
nationalen Ebene überlassen.
Eine Entbürokratisierung der
EU soll durch Auslaufklauseln
(„Sunset Clauses“) in europäischen Rechtsakten und die Anwendung der „One-in-one-outRegel“ (für jede neue Regel wird
eine alte obsolet) erreicht werden. Außerdem will Österreich
nicht mehr Musterschüler bei der
Umsetzung von EU-Recht sein:
„Kein Gold-Plating bei der Umsetzung von EU-Recht“, heißt es
wörtlich
im
Regierungsprogramm. Und es wird auch festgeschrieben, wer auf alle Fälle nicht
der EU angehören soll: „Keine
Zustimmung zu einem EU-Beitritt der Türkei. Verbündete zur
Erreichung des endgültigen Abbruchs der EU-Beitrittsverhandlungen zugunsten eines europäisch-türkischen Nachbarschaftskonzeptes werden gesucht.“

Europas erste Regierung aus Rechtskonservativen und Rechtsextremen steht: Erste Reihe, v.l.n.r.: Innenminister Herbert Kickl
(FPÖ), Familienministerin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP), Außenministerin Karin Kneissl (parteilos, von FPÖ bestellt), Vizekanzler
Heinz-Christian Strache (FPÖ), Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP), Staatssekretär im Bundesministerium für Kultur Gernot Blümel (ÖVP), Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft Margarete
Schramböck (ÖVP) sowie Transport- und Technologieminister Norbert Hofer (FPÖ) – zweite Reihe, v.l.n.r.: Staatssekretär im
Bundesministerium für Finanzen Hubert Fuchs (FPÖ), Bildungsminister Heinz Fassmann (parteilos, von ÖVP bestellt), Ministerin
für Gesundheit und Soziales Beate Hartinger (FPÖ), Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP), Verteidigungsminister Mario Kunasek
(FPÖ), Justizminister Josef Moser (ÖVP) und die Staatssekretärin im Innenministerium Karoline Edtstadler (ÖVP)

4

THEMA ARBEITSWELT

Tageblatt
Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

Klares Nein zur Null-Grenze
ALKOHOL Arbeitsminister Schmit lehnt Forderungen des Patronats ab
Stefan Osorio-König

„Das ist ein ganz dramatisches
Thema mit dramatischen Konsequenzen“, erklärt Arbeitsminister Nicolas Schmit. Der Alkoholismus sei immer noch ein Tabuthema in unserer Gesellschaft,
„das wir allgemein vollkommen
unterschätzen.“
Gerade der Alkohol richte
enorme gesundheitliche Schäden an und sein Konsum könne
zu schweren Unfällen sowohl im
Straßenverkehr als auch am Arbeitsplatz führen.
Rechtsanwalt Pierrot Schiltz
fordert anlässlich der Vorstellung seines Buches „L’alcool, les
drogues et le travail“ in der
Handwerkskammer denn auch
eine Verschärfung der bestehenden Gesetze, um gegen den Alkoholismus am Arbeitsplatz vorzugehen.
„Wir brauchen eine NullGrenze für Alkohol und eine
Null-Grenze für Drogen am Arbeitsplatz“, so Schiltz, „egal, ob
diese auf der Arbeit selbst oder
schon vorher konsumiert wurden. Auf der Arbeit hat man
nüchtern zu sein.“
Ähnlich sieht das der Generalsekretär der „Fédération des artisans“, Romain Schmit. „Das ist
ein Thema, das viel Sorgen in
den Betrieben bereitet“, so
Schmit. „Es ist das Thema, zu
dem wir die meisten Anrufe bekommen.“ Zwar gebe es gesellschaftlich einen Konsens, dass
der Konsum von Alkohol ungesund ist, aber „wenn es um Alkohol am Arbeitsplatz geht, da
wird die Situation plötzlich
schwammig.“

Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Im Straßenverkehr
ist der Alkohol eine der
Hauptursachen für schwere
und tödliche Unfälle.
Aber auch am Arbeitsplatz
kann der Konsum von
Alkohol schwere bis tödliche
Verletzungen zur Folge
haben.

Eine Verschärfung der Gesetze gegen Alkohol am Arbeitsplatz ist nach Ansicht der Gewerkschaften nicht nötig, denn zu groß ist die Gefahr, dass Arbeitgeber so den Druck auf unliebsame Arbeitnehmer erhöhen könnten

30.000

Alkoholismus
bleibt „Tabuthema“

Auf 30.000 wird die Zahl der Personen im Land geschätzt, die ein
Alkoholproblem haben. 4.000 bis 5.000 Menschen gelten als
alkoholkrank. Diese Zahlen wurden im April dieses Jahres bei der Vorstellung einer Sensibilisierungskampagne der Gesundheitsminister mehrerer
Länder über die Gefahren des übermäßigen Alkoholkonsums genannt.

Pierrot Schiltz geht davon aus,
dass 59 Prozent der schweren
und tödlichen Arbeitsunfälle die
Folge übermäßigen Alkoholoder Drogenkonsums seien.

Kein Handlungsbedarf
Den Aktivismus der Arbeitgeberseite versteht Jean-Luc de Matteis (OGBL) nicht so recht. In
den Kollektivverträgen stehe
klar und deutlich: kein Alkohol
und keine Drogen am Arbeitsplatz. Und es gebe bereits heute
Möglichkeiten, dem Problem zu
Leibe zu rücken, meint das Mitglied des Geschäftsführenden
Vorstandes der Gewerkschaft.
Stelle der Vorgesetzte ein Alkoholproblem beim Angestellten
fest, könne er ihn nach Hause
schicken oder gleich zum Arbeitsdoktor. Dieser könne dann
die notwendigen Tests durchführen. Was seine Gewerkschaft jedoch ablehnt, ist, dem Chef die
Möglichkeit zu geben, mit dem
Ethylometer durch den Betrieb

zu laufen und eine Hexenjagd gegen missliebige Angestellte loszutreten. Wird in einem Betrieb
ein Problemfall festgestellt, bestehe die Möglichkeit, zusammen mit der Delegation nach einer Lösung zu suchen. Diese
könnte beispielsweise darin bestehen, den alkoholkranken Mitarbeiter in eine Entwöhnungskur
zu schicken.
Handlungsbedarf sieht auch der
stellvertretende LCGB-Generalsekretär Paul de Araujo derzeit nicht. Es komme mal vor,
dass die Personalvertretung mit
einem Fall befasst werde. Geprüft werde dann u.a., ob es sich
um einen einmaligen Ausrutscher handelt oder das Problem
regelmäßig auftaucht. Auch der

LCGB-Vertreter erinnert an die
bereits bestehenden gesetzlichen
Möglichkeiten des Vorgesetzten.
Der Beschäftigte, der verdächtigt
wird, alkoholisiert am Arbeitsplatz erschienen zu sein, kann
nach Hause, zum Arbeitsmediziner oder zu einem anderen Arzt
zwecks Test geschickt werden.
Weigert er sich, kann das als
Nichtbefolgung einer Anordnung interpretiert werden.
De Araujo zufolge hänge die
Schwere des Vorfalls auch vom
Posten ab, den der Betreffende
innehat. So sei bei Lkw-Fahrern
Alkohol ein absolutes Tabu.
Von einer generellen Alkoholismus-Welle in der Arbeitswelt
könne jedoch nicht die Rede
sein.
lmo

„Wenn wir uns verschiedene
Studien ansehen, dann kommt
dabei heraus, dass der Alkohol
bei 30 Prozent der tödlichen Arbeitsunfälle im Spiel war und bei
19 Prozent der Arbeitsunfälle
mit Schwerverletzten.“ Auf Drogenkonsum seien hingegen
sechs Prozent der tödlichen
Arbeitsunfälle zurückzuführen.
„Wir gehen davon aus, dass in
einigen Betrieben bis zu 15 Prozent der Mitarbeiter Alkohol
konsumieren“, so Schiltz weiter.
In einer Studie erklärten 8,4 Prozent der Befragten, dass sie illegale Drogen am Arbeitsplatz
oder vor Arbeitsbeginn konsumieren.
Für schärfere Gesetze sieht Nicolas Schmit allerdings keine
Notwendigkeit. „Ich bin nicht
für eine gesetzliche Null-Grenze“, so der Arbeitsminister. „Der
Alkoholismus ist eine Krankheit
und dabei geht es vielmehr darum, den Betroffenen die richtigen Angebote zu machen, um zu
helfen.“
Außerdem bestehe bereits jetzt
die Möglichkeit, mit einer innerbetrieblichen Regelung den
Konsum von Alkohol am Arbeitsplatz zu verbieten. Des Weiteren sehen mittlerweile viele
Kollektivverträge eine entsprechende Regelung vor. Eine gesetzliche Null-Regelung wäre
aber auch schon alleine deswegen falsch, weil sie den Gerichten die jetzt noch vorhandenen
Spielräume nehmen würde: Es
dürfe nicht dazu kommen, dass
ein Arbeitgeber den Umstand,
dass ein Arbeitnehmer während
des Mittagsessens ein Glas Wein
getrunken hat, als Vorwand
nehmen könne, diesen wegen
„Faute grave“ zu entlassen.
Es sei wichtig, so der Arbeitsminister, dass die Gerichte in so
einem Fall noch immer die Möglichkeit der Abwägung haben.
„Schließlich kommt es darauf
an, wie oft und wie viel jemand
trinkt und ob er daraufhin einen
Schaden anrichtet“, so Schmit.
Nur weil jemand etwas Alkohol getrunken habe, dürfe das
kein Grund für eine fristlose
Kündigung sein. „Ich sehe uns
nicht in einer Situation, wo wir
ein Gesetz machen müssen, in
dem wir sagen, dass nie und unter keinen Umständen ein Arbeitnehmer mit Alkohol im Blut
am Arbeitsplatz sein darf“, so
Schmit weiter.

Keine Durchsuchung von
Arbeitnehmern durch den Arbeitgeber
Der Arbeitgeber darf unter
keinen Umständen private
Kleidungsstücke, Taschen
oder den Spint von Mitarbeitern nach alkoholischen Getränken oder Drogen durchsuchen.
Wenn der Arbeitgeber der
Meinung ist, ein Arbeitnehmer
sei alkoholisiert oder stehe unter Drogeneinfluss und sei
nicht mehr fähig, seine Arbeit
sicher auszuführen, dann besteht die Möglichkeit, ihn
nach Hause oder zum Kontrollarzt zu schicken.
Der Arbeitnehmer kann aber
den Alkohol- oder Drogentest
jederzeit ablehnen.

Der Arbeitgeber ist zwar für
die Sicherheit und Gesundheit
der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz verantwortlich. Das gibt
ihm aber unter keinen Umständen das Recht, Kontrollen
hinsichtlich des Alkoholkonsums von Mitarbeitern durchzuführen, denn das wäre eine
unzulässige Einmischung in
die Privatsphäre.
Dass der Arbeitgeber derartige
Kontrollen nicht durchführen
darf, soll auch sicherstellen,
dass er damit nicht unliebsame Arbeitnehmer unter Druck
setzen kann, sprich versucht,
sie aus dem Betrieb zu mobben.

Tageblatt

THEMA ARBEITSWELT

Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

Prost!
ALKOHOL Andere Zeiten, andere (Un-)Sitten
Wer erinnert sich noch an Werbung für Schnaps, Bier oder Wein in Zeitungen oder auf dem TV-Bildschirm?
Längst vorbei die Zeiten, in denen die Vorteile von Alkohol und Zigaretten gelobt wurden. Ohne gehaltvolle Getränke
ging es in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts scheinbar nicht. Sogar Lok- und Rennfahrer mussten sich einen genehmigen, wollten sie auf der Höhe sein. Und wer eine gute Mutter sein wollte, musste schon mal zum Bierglas greifen.
lmo

Illustrationen aus: Pierrot Schiltz. L’alcool, les drogues et le travail,
2e édition – promoculture larcier

5

“FAKTEN STATT
FAKE NEWS,
WIR BRAUCHEN
DIE WAHRHEIT”
Roxane Urbany, Studentin

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Tageblatt

THEMA INVESTITIONEN

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Foto: Bloomberg/Christophe Morin

Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

Wer sein Geld in Fonds anlegen will, wird in Zukunft mit vielen Fragen konfrontiert werden

Neue Welt der Finanzberatung
DIREKTIVE MIFID II Größere Transparenz bei der Geldanlage
Helmut Wyrwich
Wer weiß schon, was
sich hinter dem Endpreis
versteckt, den man bezahlt,
wenn man eine Aktie oder
Investmentfonds-Anteile
kauft? Kaum jemand.
Das soll sich ändern.
Der 3. Januar 2018 ist ein entscheidendes Datum für Banken
und deren Kunden, für Investmentfonds, schlicht für die Finanzwelt. Ab diesem Tag wird es
Veränderungen bei der Beratung
der Kunden geben.
Wer ab dem ersten Arbeitstag
im neuen Jahr bei seinem Kreditinstitut anruft, wird nach den üblichen Floskeln mit einer Neuerung konfrontiert: Der Berater
wird mitteilen, dass das Gespräch aufgezeichnet wird. Der
Kunde hat keine Chance: Wenn
er nicht will, dass das Gespräch
aufgezeichnet wird, sondern in
der gewohnten Offenheit und
Vertraulichkeit reden möchte,
dann muss er den Hörer auflegen
und persönlich in der Bank vorbeischauen.

Aufzeichnung ist Pflicht
Am Telefon geht ohne Aufzeichnung nichts mehr. Das ist die
Pflicht, die sich aus der Direktive
Mifid II ergibt, die am 3. Januar
2018 in Kraft tritt. Der Hintergrund: Der Kunde soll besser geschützt werden. Im Falle von
Streitigkeiten soll die Aufzeichnung als Nachweis dienen, ob die
Bank den Kunden zum Beispiel
wirklich über alle Risiken des
Geschäftes und auch über Kom-

missionen (Provisionen), die
nach außen nicht sofort sichtbar
sind, aufgeklärt hat. Im Prinzip
also eine Transparenz, die der
Kunde bisher so nicht gesehen
hat.
Das kann durchaus zu Erstaunen führen. Insbesondere Investmentsfonds dürften von Mifid II
nicht besonders begeistert sein.
In ihnen verstecken sich nämlich
oft Kosten, die nicht sofort erkennbar sind.
Es fängt mit den Preisen bei
Kauf und Verkauf an. Steigt ein
Investor in einen Fonds ein, zahlt
er eine Kommission (Provision),
von der er bisher gar nichts wusste. Und er zahlt einen Ausgabeaufschlag. Steigt er aus, können
erneut Provision und ein Rücknahmeabschlag fällig werden.
Deshalb Fonds unterschiedliche Preise beim Kauf und Verkauf. Aus Kundensicht liegt der
Rückgabepreis immer unter dem
Kaufpreis. Ein Fonds muss also,
um für den Kunden rentabel zu
werden, zunächst diesen – beim
Kauf entstandenen – Preisunterschied gewinnen.
Erst wenn der Fonds den Ausgabe-Aufschlag und den Rückgabe-Abschlag gewonnen hat, darf
man daran denken, ihn wieder zu
verkaufen. Und selbst dann hat
man noch nichts gewonnen.
Fonds gelten daher nicht umsonst zu den teuersten Anlagen,
die sich erst auf lange Sicht rentieren. Banken und Dachfonds,
die mit Millionen in Fonds einsteigen, erhalten in diesem Kostenbereich Abschläge, kommen
damit schneller auf eine Rentabilität und gewinnen zusätzlich
durch die Gebühren beim Verkauf der Fonds.

Ab dem 3. Januar soll es für den
Normalkunden ein sogenanntes
Kostenblatt geben, auf dem die
Einstiegs-, die Ausstiegs-, die laufenden Kosten und die Zuwendungen zu sehen sind. Letztere
sind für den Kunden besonders
wichtig. Großbanken, die sich ihre eigenen Investmentfondsgesellschaften leisten, lassen sich
den Verkauf ihrer eigenen Anteile durchaus vergüten. Das führt
zu Interessenskonflikten, die ab
dem 3. Januar offengelegt werden.

Versteckte Kosten
Alle Kostenpositionen werden
dem Kunden ab diesem Tag aufgelistet werden. Der wird dann
mehr oder weniger erstaunt sehen, wie viel oder wie wenig etwa
von 100 Euro zur Anlage übrig
bleibt.
Das ist besonders wichtig für jugendliche Anleger, die mit wenig
Geld, etwa 20 Euro im Monat, in
Sparverträge gehen. Denn wer da
glaubt, dass er tatsächlich 20
Euro anlegt und dann feststellt,
dass es nur 18 oder 17 sind und
der Rest von Kosten aufgefressen
wird, der sollte die Banken am
Platze der Reihe nach testen.
Bei Kosten von nur 2 Euro legt
der Jugendliche nicht 240 im Jahr
an, sondern nur 216. Und wenn
daraus später im Sparvertrag aus
100 nur 95 werden, dann wird
sich das 30 Jahre später mit einem gehörigen Verlust auszahlen.
Bei 100 Euro im Monat kann es
vorkommen, dass man tatsächlich nur 95 anlegt und den Rest
an Kosten verliert. Das heißt,

dass man im Laufe von 30 Jahren
in diesem vereinfachten Modell
statt 36.000 nur 34.200 Euro anlegt. Den Verlust von 1.800 Euro
muss man dann noch mit
verloren gegangenen Ausschüttungen und Wiederanlagen betrachten.
Genau diese Berechnungen
müssen alle Finanzinstitute ab
dem 3. Januar an ihren Kunden
vorlegen, wenn sie über Anlagen
beraten werden. Das heißt es
muss Modellrechnungen geben,
die über die Risiken und Kosten
aufklären.
Mifid II ist daher auch eine –
wenn auch späte – Reaktion auf
die Finanzkrise 2007/2008. Damals kauften viele Wertpapiere,
ohne zu wissen, was drinsteckt ...
und fielen später fürchterlich herein. Jetzt soll die Beratung so
umfangreich werden, dass der
Kunde im Wissen kauft ... und bei
späteren Klagen keine Chance
mehr hat.
Dazu gehört zukünftig die sogenannte Geeignetheitserklärung.
In ihr hält der Bankberater fest,
warum er dem Kunden ein Produkt empfohlen hat und warum
er der Meinung ist, dass besagtes
Angebot geeignet ist.
Die deutschen Banken sind
nicht gerade über die neue europäische Direktive erfreut. Der
Bundesverband Deutscher Banken geht davon aus, dass die Umstellung insgesamt gut eine Milliarde Euro kosten wird. Eine große Zahl, die sich schnell relativiert, wenn man weiß, dass es in
Deutschland 1.900 Banken gibt.
Tatsächlich wird der Aufwand
bei etwa 500.000 Euro liegen.
Der deutsche Bankenverband ist
allerdings fair in der Beurteilung.

Das Kostenblatt sei sinnvoll, die
Beratungsqualität würde mit der
neuen Direktive erhöht, heißt es.
Mifid II wird auch eine selektive Auswirkung haben. Die Banken diskutieren über ihre Geschäftsmodelle mit der neuen Beratungs-Richtlinie. Je nach Kundschaft werden die einen Finanzinstitute standardisierte Produkte
anbieten, während Geldhäuser
mit anspruchsvollen Kunden dies
möglicherweise nicht tun werden.

Kommissionen
Die Banken konnten in den Diskussionen um die Richtlinie ein
europaweites Provisions-Verbot
gerade noch verhindern. Da
Kommissionen Interessenkonflikte schaffen, sind sie in einigen
Ländern Europas bereits verboten, beispielsweise in Deutschland.
Tatsächlich stellt die Kommission ein Problem dar. Sie wird
weitgehend als eine Bezahlung
der Beratung betrachtet, aber
problematisch, wenn dem Kunden das hauseigene Produkt aufgeschwatzt wird. Unternehmen
wie die BIL haben daher auch
keine hauseigenen Fondsprodukte mehr. Andererseits kann
Beratung nicht kostenlos sein.
Der Begriff der Gebühr fällt daher auch weitgehend weg.
Die Zukunft liegt im Honorar
für die Beratung. Je nach Konstruktion wird das Honorar mehr
Offenheit bei der Beratung ermöglichen. Mifid II öffnet Banken und Kunden den Weg zu einem neuen Verhalten bei Geldanlagen.

Tageblatt

8 OPINION

Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

Wiselers Verrenk-Akrobatik
KOMMENTAR Bilanz der TV- und Radio-Duelle
Gleich zwei Mal konnte man
jüngst einen Vorgeschmack davon bekommen, wie der Wahlkampf 2018 in Luxemburg ablaufen könnte: CSV-Fraktionschef Claude Wiseler trat bei RTL
Télé gegen Vizepremier- und
Wirtschaftsminister Etienne
Schneider (LSAP) und bei Radio
100,7 gegen LSAP-Fraktionschef
Alex Bodry an.
Beide Auftritte zeigten, dass
sich Wiseler bei verschiedenen
Fragen arg verrenken musste, um
die CSV in ein günstiges – sprich
möglichst undefinierbares – Licht
zu rücken. Erstens wäre hier an
die unsägliche Handhabung der
„Stock Options“ erinnert, die
nicht so recht zu den christlichsozialen Parolen des gerechten
Teilens passen will. Dass es gerade ein CSV-Politiker und ehemaliger Finanzminister namens Luc
Frieden ist, der für die Einführung dieses Steuergeschenks für
Reiche verantwortlich zeichnet,

Dhiraj Sabharwal
dsabharwal@tageblatt.lu
weiß Wiseler nur allzu gut und
gibt sich arg reumütig. Nicht weniger gezwungen wirkt sein Versuch, die konservative CSV als
Zentrumspartei zu bezeichnen.
Auch hier mag es nicht so recht
zusammenpassen, einerseits stets
auf die lange Geschichte der Partei hinzuweisen, andererseits
aber die für die Christsozialen typischen rückwärtsgewandten
Ansichten zu verschweigen. Gerade der Blick auf die Gesellschaftspolitik zeigt, dass die CSV
eine konservative, bürgerliche
Partei ist und es auch bleibt,
wenn ihr das C in ihrem Namen
etwas wert ist. Wenn ...

DIE MEINUNG DER ANDEREN

Karikatur: Harm Bengen / toonpool.com

Kultur anstatt Verkehr
EDITORIAL Über Kulturfaulheit und automobilen Enthusiasmus

Strafverfolgung
der G20-Gegner
Die kontextlosen Videos und Fotos sollen nicht aufklären, sie sollen Wut auf Aktivisten erzeugen.
Die Bevölkerung wird zum Denunziantentum getrieben und
von der Mitverantwortung der
Politik und Polizei für die Gewaltspirale in Hamburg abgelenkt. Es geht bei dieser Präsentation nicht primär um Strafverfolgung, sondern darum, die Perspektive des Sicherheitsapparates zu stärken. Die Aufarbeitung
der chaotischen Gipfeltage kann
durch diese Einseitigkeit nicht
gelingen. Das Demonstrationsrecht fällt der staatlichen Jagd
zum Opfer. Die gesellschaftlichen Gräben vertiefen sich.

Ikeas Steuern
„Es ist gut, dass die EU-Wettbewerbshüter so entschieden gegen
Steuervermeider vorgehen. Der
Fall Ikea zeigt, dass sie dabei keinen Unterschied machen, ob die
Unternehmen aus den USA oder
Europa stammen. Steuerdeals
wirken wie Subventionen: Sie
verschaffen den Unternehmen
Vorteile gegenüber der Konkurrenz. Vestager und ihre Experten
können freilich nur gegen die
gröbsten Auswüchse dieses Phänomens vorgehen.
Verhindern ließen sich rechtswidrige Geheim-Absprachen
zwischen multinationalen Konzernen und den Finanzbehörden
in EU-Mitgliedstaaten nur durch
eine Angleichung der Regeln zur
Unternehmensbesteuerung und
mehr Transparenz. Die europäischen Staatslenker fordern gern
mehr Solidarität zwischen den
EU-Mitgliedern. In der Steuerpolitik könnten sie zeigen, wie ernst
sie es damit meinen.

Like

Am 19. September dieses Jahres war Marie
NDiaye vom Institut Pierre Werner ins Neimënster eingeladen worden. Die französische Schriftstellerin gilt als eine der bedeutendsten Autorinnen der zeitgenössischen Literatur. Auf einer Bestenliste, die vor einigen Tagen von der Zeit veröffentlicht wurde, stand die deutsche Übersetzung
ihres 2016 bei Gallimard veröffentlichten Romans
„La cheffe – roman d’une cuisinière“ an prominenter Stelle. Als Marie NDiaye dann in Luxemburg auftrat, waren kaum mehr als 50 Leute in einem plötzlich überdimensionierten Saal. Diese
Gegebenheit habe ich in Luxemburg schon mehrfach und in allen möglichen kulturellen Deklinationen miterleben dürfen. 2015 spielten z.B. die
sensationell tollen Caspian im kleinsten Saal der
Rockhal vor etwa 30 Leuten.
Oft aber sind es bedeutende Autoren, die im
Neimënster vor viel zu wenigen Leuten aus Büchern vorlesen oder in Gesprächen mit renommierten Wissenschaftlern vom Schreiben und ihren Lebenserfahrungen erzählen.
Etienne Schneider hat vor kurzem vorgeschlagen, die Verkehrsprobleme, die die Lebensqualität
im Großherzogtum erheblich senken und den
Grenzarbeitern den Alltag fast zur Hölle machen,
zu regulieren, indem mehr Arbeit von zu Hause aus
geleistet werden soll. Dass das Büromodell, ob
„open“ oder „closed“, im Zeitalter des Internets zumindest teilweise veraltet ist oder überdacht werden muss, steht für mich außer Frage. Obligatorisches Carsharing wäre auch ein Lösungsansatz.
Hier könnte aber auch die Kultur verstärkt eine
Rolle spielen. In Luxemburg gibt’s nämlich, klammert man die Schulferien mal aus, im Schnitt pro
Woche mindestens vier tolle Konzerte, drei interessante Theaterstücke, zwei spannende Lesungen, Vorträge, Tanzspektakel, mit denen man sich
die Zeit vertreiben könnte, bis die großherzoglichen Straßen wieder befahrbar sind. Zwei Stunden Kultur – und dann 30 Minuten Heimfahrt, an-

Jeff Schinker
jschinker@tageblatt.lu

statt zwei Stunden Stau und dann Theater zu Hause, weil man den angestauten Frust notgedrungen
irgendwie rauslassen möchte.
Dass sich unter den Autofahrern, die sich nach
der Arbeit mit ihrem Gefährt auf die Straßen stürzen, um Teil der stinkenden Metallschlange zu
werden, die sich durch das ganze Land und über
die Grenzen hinauszieht, auch Universitätsprofessoren befinden, ist umso problematischer, da genau diese ihren luxemburgischen Studenten (von
denen man bei solchen Veranstaltungen auch sehr
wenige sieht) die Leidenschaft für Kultur vermitteln müssten – und nicht die Passion für die
schnelle Heimfahrt. So leben sie das Modell eines
funktionalen, wirtschaftszentrierten Alltages an
einer funktionalen, wirtschaftszentrierten Universität vor. Kulturleben ist halt zu einem großen Teil
eine nächtliche Angelegenheit.
Vielleicht könnte das Kulturministerium den
Grenzgängern (und Einheimischen) zu verstehen
geben, dass man, anstatt sich durch den Verkehr
zu quälen, sich kulturell bereichern könnte (es ist
ja bei der Auswahl für jeden Geschmack etwas dabei) oder gar ein spezifisches Programm, getreu
dem Motto „Kultur gegen den Stau“, erstellen sollte. Bei einem Interview mit den Koordinatoren
von „Esch 2022“, deren Verträge ja jetzt verlängert
wurden, war genau dies einer der Wünsche von Janina Strötgen: dass das interessierte Publikum
doch etwas länger im Land verweilen möge, um
sich so das Warten auf das Entknoten des Staus
mit Kultur zu vertreiben.

DIE MEINUNG IN ZAHLEN

tweet

76% befürworten das Verbot

21% Schrecklich, dass heute
alles verboten wird
3% Keine Meinung

Keine Böllerei in Esch
Esch hat bekannt gegeben, dass jegliches Feuerwerk an Silvester verboten ist. Unsere Meldung darüber hat hohe Wellen geschlagen: Der Online-Artikel wurde fast 60 Mal kommentiert und mehr als
200 Mal bei Facebook geteilt. Die Umfrage zeigt: 76
Prozent der Tageblatt.lu-Leser befürworten das
Verbot, weil es „immer mehr unbeteiligte Verletzte
gibt und die Stadt danach eine Müllhalde ist“. Rund
ein Fünftel (21 Prozent) findet es allerdings
„schrecklich, dass heute alles verboten wird“.
Unser Thema heute:
Finden Sie es richtig, Alkoholkonsum am
Arbeitsplatz oder vor der Arbeit gesetzlich
zu verfolgen?
Stimmen Sie auf www.tageblatt.lu ab!

POLITIK
ÉCONOMIE
KULTUR

Tageblatt

Foto: AFP/Odd Andersen

Seite 9 / Nr. 295
Dienstag, 19. Dezember 2017

Deutschland tut sich heute noch schwer im Umgang mit dem Attentat vor einem Jahr in Berlin

Unfähig zur Reaktion
ANALYSE Ein Jahr nach dem Attentat auf dem Breitscheidplatz in Berlin
Von unserem
Korrespondenten
Werner Kolhoff, Berlin
Der Anschlag auf die
Besucher des
Weihnachtsmarktes vor
einem Jahr an der Berliner
Gedächtniskirche hat die
ganze Verwundbarkeit
unserer Gesellschaft
gegenüber einem solchen
Fanatismus gezeigt.
Sie war trotz aller brutalen Vorbilder aus anderen Ländern nicht
darauf vorbereitet. Sie war es
nicht vor dem Anschlag, sie war
es nicht nach dem Anschlag und
sie ist es in gewisser Weise auch
heute noch nicht. Unsere Gesellschaft ist friedfertig, das ist gut.
Sie ist aber auch vergesslich und
naiv, in manchem so wenig wehrhaft wie eine ungesicherte Schaf-

Une politique
d’intégration cohérente
S. 10

herde im Wolfsgebiet. Das ist
schlecht.
Die Blauäugigkeit fing damit
an, dass keine Betonpoller diesen
so prominenten Weihnachtsmarkt schützten, wie auch die
anderen Weihnachtsmärkte in
Deutschland nicht geschützt waren. Und sie hört damit auf, dass
auf dem Mahnmal, das heute enthüllt wird, nur stehen wird: „Zur
Erinnerung an die Opfer des Terroranschlages am 19. Dezember
2016.“ Nicht, dass es ein islamistischer Terroranschlag war. Dazwischen liegt eine regelrechte
Kette von Fehleinschätzungen,
Versagen und Unsicherheit. Die
Sicherheitsbehörden hatten den
Mörder so deutlich auf dem
Schirm wie kaum einen anderen
Gefährder, und doch schoben sie
die Verantwortung nur hin und
her. Bis es zu spät war. Kein einziger Beamter ist deswegen abge-

löst worden. Kein einziger Senator in Berlin oder Minister in
Nordrhein-Westfalen hat deswegen seinen Rücktritt erklärt. Und
sei es nur, um symbolisch politische Verantwortung zu übernehmen. Das ist und bleibt die große
politische Schande hinter diesem
Attentat.

Kein guter Umgang
mit den Opfern
Die zweite liegt im Umgang mit
den Opfern. Das fängt ganz oben
an, bei der Kanzlerin. Erst gestern fand Angela Merkel Zeit und
Kraft für ein Treffen mit den Hinterbliebenen. Vor einem Jahr
wollte man den Anschlag nicht
zu hoch „hängen“, weil er wie ein
Beweis für die These der Rechten
wirkte, dass man sich mit den

Bitcoin auf Höhenflug
20.000 Dollar-Marke geknackt / S. 15

Flüchtlingen den Terror ins Haus
geholt habe.
Die Unfähigkeit, mit den Opfern adäquat umzugehen, zeigte
sich auf allen Ebenen und ging
bis dahin, dass die Familien
Rechnungen für die Obduktionen zugeschickt bekamen. Obwohl der Terrorismus, der islamistische zumal, ein weltweit
verbreitetes Phänomen ist, obwohl er in kleinerem Umfang
vorher auch in Deutschland
schon zugeschlagen hatte, gab
und gibt es bis heute keine Kultur
der Hilfe für seine Opfer.
Der Schäfer, um im Bild zu bleiben, muss sich darauf einstellen,
dass seine Herde angegriffen werden kann. Er muss seine Vorkehrungen treffen. Konsequenter als
bisher. Weil die Welt so ist, wie
sie ist. Auch an Weihnachten.
Und nicht nur am Berliner Breitscheidplatz.

Beschäftigung um
3,3 Prozent gestiegen
S. 10

10 GESUNDHEIT

POLITIK

Tageblatt
Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

Aktionsplan gegen Hepatitis
VIRUS Bessere Zahlen, mehr Aufklärung, besserer Zugang zur Behandlung
Yves Greis

In Luxemburg leiden Schätzungen zufolge 5.000 bis 10.000
Menschen an einer chronischen
Hepatitis-Erkrankung.
Diese
Schätzung reicht dem Gesundheitsministerium
nun
nicht
mehr. Der neue Aktionsplan
sieht in einem ersten Punkt vor,
eine genaue Bestandsaufnahme
zu machen. Dazu sollen die Datenbanken der Labors ausgewertet werden, um zu „einer seriöseren Schätzung“ zu gelangen, so
die Ministerin. Zudem wolle man
herausfinden, wie viele Neuinfektionen es jedes Jahr gibt. Dazu gehört auch, Hepatitis auf die
Liste
der
meldepflichtigen
Krankheiten zu nehmen.
In einem zweiten Punkt sieht
der Plan vor, die Prävention voranzutreiben. Zum einen soll die
breite Öffentlichkeit sensibilisiert
werden. Durch Kampagnen und
Broschüren sollen aber insbesondere Menschen mit Risikoverhalten informiert werden. Dazu gehören laut Gesundheitsministerium Drogenkonsumenten, homosexuelle Männer, Migranten, Gefängnisinsassen und Sexarbeiter.
Die Kampagnen sollen u.a. auf
Dating-Seiten im Internet geschaltet werden.
Zur Prävention gehört auch die
Bemühung, das Risikoverhalten
von Drogenabhängigen zu verändern, denn die Art und Weise,
wie Drogen konsumiert werden,
spielt eine Rolle. Das Risiko, sich
beim Rauchen mit Hepatitis zu

Beschäftigung
um 3,3 Prozent
gestiegen
Im dritten Trimester des Jahres
ist die bezahlte Beschäftigung um
0,7 Prozent gestiegen, wie die
Statistikbehörde Statec nun mitteilte. Diese Steigerung sei vor allem auf die Neuschaffung von
Jobs in den Bereichen Kommunikation und Information zurückzuführen, die in einem Jahr um
6,4 Prozent zunahm.
Der Zuwachs an Arbeitsplätzen
im Land betrug während der letzten zwölf Monate 3,3 Prozent.
Die Zahl der beschäftigten
Grenzgänger nahm schneller zu
als jene der Einwohner (4 Prozent gegenüber 2,8 Prozent). Bei
den sog. „Résidents“ stieg die
Zahl der Beschäftigten aus EUStaaten um 3,3 Prozent, während
die Zahl jener aus Nicht-EULändern um 11 Prozent anstieg.
Knapp 400.000 Menschen haben eine Arbeit in Luxemburg.
r.s.

Foto: Fabrizio Pizzolante

Luxemburg gibt sich einen
Aktionsplan zur Bekämpfung
von Hepatitis.
Gesundheitsministerin Lydia
Mutsch stellte den Plan
gestern der Öffentlichkeit vor.

Patrick Hoffmann, Dr. Carole Devaux, Ministerin Lydia Mutsch und Dr. Vic Arendt (v.l.n.r.) stellten den Aktionsplan gemeinsam vor
infizieren, sei niedriger als durch
Spritzen.
Die Ministerin weist auch auf
die Möglichkeit einer Ansteckung beim Tätowierer hin –
wenn der Tätowierer nicht sauber arbeitet. Ein neues TattooGesetz soll die Branche in Luxemburg zwar regulieren und es
ermöglichen, „schwarze Schafe
herauszufiltern“. Allerdings bestehe immer noch die Gefahr,
sich im Ausland mit Hepatitis zu
infizieren, wenn dort unter
schlechten hygienischen Bedingungen tätowiert wird.
Ein dritter Punkt des Aktionsplans sieht vor, Menschen, die
bereits infiziert sind und es nicht
wissen, zu testen. Insbesondere

aktuelle und frühere Drogenkonsumenten, aber auch homosexuelle Männer und Menschen, die
vor 1990 eine Bluttransfusion erhalten haben, hat man hier im Visier.
Ein vierter Punkt des Aktionsplanes sieht vor, den Zugang zur
Behandlung zu verbessern. Bei
den gefährdeten Person (insbesondere Drogenkonsumenten)
handele es sich oft um Menschen, die in einer prekären Lebenssituation sind. Geplant ist
zum Beispiel, eine Wohnstruktur
für diese Zielgruppe zu schaffen.
Dr. Vic Arendt vom „Comité de
surveillance du Sida“, der an dem
Plan mitgearbeitet hat, gibt zu
bedenken, dass es keinen Sinn

hat, Drogenkonsumenten zu heilen, ohne daran zu arbeiten, dass
sie ihren Drogenkonsum einstellen und nicht wieder Gefahr laufen, sich neu zu infizieren.
In einem fünften und letzten
Schritt soll ein „Monitoring“
stattfinden, um den Fortgang der
Bemühungen im Rahmen des
Aktionsplanes zu überwachen.
Bis 2030, so das Ziel der vereinten Nationen, soll die Hepatitis
ausgerottet sein.
Die Ministerin sieht für den
Plan viele Synergien. So zum Beispiel mit dem Aktionsplan gegen
HIV, da die Zielgruppen beider
Pläne sich überschneiden würden.
Die Impfrate in Luxemburg sei

Une politique d’intégration cohérente
ASTI Mise en place d’une vraie politique de l’accueil
La journée d’hier, le 18
décembre, fut consacrée par
les Nations Unies comme
Journée internationale des
migrants, afin de
commémorer l’adoption, en
1990, de la Convention
internationale sur la
protection des droits de tous
les travailleurs migrants et
des membres de leurs
familles. A cette occasion
l’ASTI (Association de soutien
aux travailleurs immigrés)
nous prie de publier le
communiqué suivant.
„Jusqu’à présent, la convention
en question est restée lettre
morte! Aucun des pays d’immigration ne l’a signée. Le Luxembourg, à l’image des ses paires de
l’Union européenne (UE) non
plus! L’argument principal évoqué par les pays de l’UE pour ne
pas signer est que les législations
nationales seraient plus protectrices que la convention.
Or, les dernières années ont démontré que face à une situation
d’afflux plus important de migrants, les Etats membres de
l’Union oublient vite l’ambition
historique de promouvoir le respect des droits de l’Homme et des
libertés fondamentales, laissant
place à une érosion de ces droits
et de ces libertés.
L’échec bien récent du sommet
de l’UE de la semaine dernière
démontre bien que c’est le déno-

minateur commun minimal en la
matière qui règne.

Et chez nous?
Au Luxembourg nous n’assistons
pas encore, sur le plan législatif, à
une érosion des droits et des libertés, même si dans certains cas
nous aurions pu faire mieux.
L’enjeu principal au Luxembourg
va bien au-delà du cadre légal à
donner à l’immigration. Ce sont
les questions d’intégration touchant à tous les aspects de la vie
quotidienne qui priment.
Pendant cette législature, l’intégration fut le parent pauvre de
l’action politique. Confronté au
défi indéniable de l’accueil des
réfugiés, le gouvernement dans
son ensemble et plus particulièrement le ministère de l’Intégration
et l’OLAI ont négligé les politiques d’intégration, surtout des
migrants économiques.
Est-ce que les résultats du référendum de 2015 ont paralysé
toute nouvelle mesure en faveur
de l’intégration des plus de
20.000 nouvelles personnes qui
s’installent en moyenne chaque
année au Luxembourg?
L’exemple le plus parlant est
l’absence d’un Plan d’action nationale à l’intégration depuis
2013. Ce n’est que depuis la rentrée et après de nombreux rappels
de la société civile, que le gouvernement a enfin décidé de lancer

le processus d’élaboration d’un
nouveau plan, prévu dans la loi.
Est-ce acceptable, dans un pays
qui compte 48% de non-nationaux parmi la population résidente? Quelle place donner aux
travailleurs frontaliers dans ce
plan, qui pour l’instant sont
considérés exclusivement pour
leur apport à nos besoins économiques?
L’année prochaine les partis
politiques seront appelés à présenter leurs propositions pour la
prochaine législature. L’ASTI est
curieuse de connaître les programmes politiques des partis en
ce qui concerne l’immigration et
l’intégration.
Le manque de vision claire en la
matière serait un mauvais signe
pour un pays dont l’essor économique, la paix sociale dépend du
sentiment de cohésion sociale de
tous – luxembourgeois et étrangers.
N’oublions pas que, proposer
activement aux personnes qui
s’installent et/ou travaillent chez
nous des mécanismes d’intégration efficaces, est le meilleur garant de cette cohésion!
Pour cette Journée internationale des migrants, nos vœux
s’adressent à la classe politique
luxembourgeoise: osez mettre en
place une politique de l’accueil et
de l’intégration cohérente et
proactive,
permettant
de
construire les liens nécessaires à
notre vivre ensemble!“

hoch, erklärt Patrick Hoffmann
von der „Inspection sanitaire“.
Kinderärzte würden Eltern diese
Impfungen empfehlen und 95
Prozent der Eltern würden sie in
Anspruch nehmen. Heute existieren Impfungen gegen Hepatitis
A und B, jedoch noch nicht gegen die Variante C.
Die verschiedenen Arten von
Hepatitis übertragen sich durch
Körperflüssigkeiten (Blut, Sperma, Speichel, Vaginalsekret ...).
Hepatitis A kann auch durch verunreinigtes Wasser oder kontaminierte Speisen übertragen werden. Infizieren können sich also
nicht nur die genannten Zielgruppen, die der Aktionsplan besonders ins Auge fasst.

Le „Konsument“
n. 12 est paru
L’Union luxembourgeoise des
consommateurs (ULC) vient
d’éditer le numéro du mois de décembre 2017 de son mensuel „de
Konsument“.
Dans la rubrique „Droit – Votre
question – Notre réponse“, le service contentieux répond aux
questions concrètes posées par
les membres.
L’Etat certifiera la qualité des
produits agricoles régionaux.
Conscient que les consommateurs privilégient de plus en plus
les produits régionaux de qualité
issus d’une production durable,
le gouvernement a déposé à la
Chambre des députés un projet
de loi relatif à l’agrément d’un
système de qualité ou de certification des produits agricoles.
Le consommateur face à la faillite d’entreprise: dans cette
deuxième partie l’ULC aborde
deux mécanismes singuliers protégeant le créancier contre la défaillance du professionnel. L’un
est spécifique au contrat de vente
en l’état futur d’achèvement, l’autre est spécifique au contrat de
dépôt bancaire. Dans les deux
cas, ces mécanismes particuliers
se justifient par le risque majeur
encouru par le consommateur.
Dans la rubrique „ménage“,
l’organisation essaye de sensibiliser le consommateur au gaspillage alimentaire.
Toute information complémentaire peut être obtenue à l’ULC
au numéro de téléphone suivant:
49 60 22-1.

Tageblatt
Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

EUROPA SONDIERUNG

11

Kurz und knapp

Russische Trolle
hetzen gegen
Muslime

Foto: AFP/Tobias Schwarz

BRITISCHE STUDIE

Angela Merkel will keine neuen Wege gehen und setzt auf eine „stabile“ Regierung

Merkel macht klare Vorgaben

Britische Forscher haben in
sozialen Netzwerken rund um
die jüngsten Anschläge in
Großbritannien Manipulationen aus Russland festgestellt.
Forscher der Cardiff University entdeckten mindestens 47
„mit Russland verbundene“
Accounts auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter und
Facebook, die nach den Anschlägen die Spaltung der Gesellschaft verstärken sollten,
wie es in der gestern veröffentlichten Studie hieß. Den
Forschern zufolge deuteten
die Befunde auf eine „systematische, strategische, politische Kampagne“ gegen Großbritannien hin, um den „öffentlichen Schaden“ der Anschläge zu vergrößern. Meistens hätten sich die fraglichen
Beiträge gegen Muslime gerichtet. Allein acht der verdächtigen Konten hätten 475
Nachrichten veröffentlicht,
die insgesamt 153.000 Mal geteilt worden seien.

DEUTSCHLAND Union und SPD bereiten ihre Sondierungen vor
Von unserem
Korrespondenten
Hagen Strauß, Berlin
Nach den Gremiensitzungen
ihrer Partei am gestrigen
Montag machte Angela
Merkel ihre wichtigste
Vorgabe unmissverständlich
klar: Die Union gehe mit dem
Ziel in die Sondierungsgespräche mit der SPD, „eine
stabile Regierung zu bilden,
das heißt nicht mit
wechselnden Mehrheiten
abzustimmen“. Alles andere
„wäre aus Sicht der CDU kein
Erfolg von Sondierungsverhandlungen“, schob
Merkel nach. Basta.
Die Genossen sehen das bekanntermaßen anders. Sie halten sich

neben einer neuen großen Koalition unter anderem auch die Duldung einer Minderheitsregierung
offen und wollen darüber ebenfalls mit Merkel verhandeln. Und
auch in der Union kann sich der
eine oder andere statt einer GroKo ein Tolerierungsmodell vorstellen, auch wenn Merkel betonte, in den Gremien sei ihre Haltung „einmütig“ unterstützt worden. Die Kanzlerin ergänzte:
Sollte es zu keiner großen Koalition kommen, wäre die SPD sowieso „nicht mehr der privilegierte Partner“ für irgendein anderes
Regierungsmodell. Soll heißen:
Für ein lockeres Bündnis könnte
die Union dann wieder auf FDP
oder Grüne zugehen.
Aber so weit ist man ja noch
lange nicht. Am morgigen Mittwoch werden sich erst einmal die

Spitzen von Union und SPD erneut treffen, um die Sondierungen vorzubesprechen. Die Union
drückt aufs Tempo: Nach dem
Willen der CDU-Oberen sollen
sie am 7. oder 8. Januar beginnen.
„Dann muss es relativ fix gehen“,
meinte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier vor dem
Konrad-Adenauer-Haus.
Dem
schloss sich der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther an: „Eine lange
Hängepartie darf es nicht werden.“ Es müsse sehr schnell klar
werden, ob alle Beteiligten rasch
in Koalitionsverhandlungen eintreten wollten. Und danach dürfe
auch nicht mehr über Wochen
verhandelt werden.
Das ist ganz im Sinne Merkels.
Neben dem Ziel einer stabilen
Regierung müsse in den Gesprä-

Gabriel irritiert wieder einmal seine Partei
Wenn Union und SPD morgen
zusammenkommen, um den
Fahrplan für die bevorstehenden schwarz-roten Gespräche
abzustecken, wird ein führender Sozialdemokrat nicht mit
am Tisch sitzen: Außenminister
und Ex-Parteichef Sigmar Gabriel.
Vor seinem möglicherweise bevorstehenden Abgang nervt der
frühere Parteichef seine Genossen noch einmal mit Querschlägen – und macht die anstehenden Beratungen mit der Union
damit nicht gerade leichter. Am
Wochenende wartet der 58-jährige Gabriel in einem Gastbeitrag für den Spiegel mit der These auf, dass die SPD über Begriffe wie „Leitkultur“ oder „Heimat“ offen diskutieren müsse.
Und ausgerechnet der frühere
Bundesumweltminister moniert, die SPD habe zu lange auf
Themen wie den Klimaschutz
gesetzt.
Mit derlei Thesen, die insbesondere den linken Parteiflügel aufschrecken lassen, trifft er eine
Partei ins Mark, die wegen der
Wahlschlappe vom 24. September und der schwierigen Koalitionsfrage verunsichert genug ist.

„Der Begriff Leitkultur ist
Quatsch“, schimpft etwa die
frischgebackene stellvertretende Parteivorsitzende Natascha
Kohnen gestern postwendend.
Als bayerische Landesvorsitzende wird ihr klar sein, dass
Gabriels Vorstoß eine Steilvorlage für die CSU ist, die eine
mögliche neue große Koalition
auf einen konservativen Kurs in
der Zuwanderungspolitik einschwören möchte.
SPD-Parteivize Ralf Stegner
versucht, Gabriels Zwischenrufe positiv zu wenden. Er ruft den
amtierenden Außenminister
auf, bei der anstehenden Erneuerung der Partei eine konstruktive Rolle zu spielen: „Sigmar Gabriel hat alle Möglichkeiten, sich aktiv an diesem
Prozess zu beteiligen.“ Ob es
dazu kommt, ist derzeit jedoch
eher fraglich.
Dass Parteichef Martin Schulz
auf den langjährigen Minister
und Vizekanzler und zugleich
den wohl erfahrensten Unterhändler der SPD in Sachen große Koalition für die Sondierungen mit der Union verzichtet,
macht deutlich, wie tief das Zerwürfnis zwischen ihm und Ga-

briel sein muss. Sie liegen seit
dem Wahlkampf im Clinch.
Dabei ist es keineswegs das erste Mal, dass Gabriel seine Parteifreunde mit überraschenden
Thesen vor den Kopf stößt. Mal
macht er eine 180-Grad-Wende
zugunsten der zuvor von der
SPD abgelehnten Vorratsdatenspeicherung, mal verwirrt er seine Parteifreunde mit einem
Zickzack-Kurs in der Frage, ob
sich die SPD auf Diskussionen
mit der rechtslastigen PegidaBewegung einlassen soll.
Schließlich überraschte er 2016
mit der Forderung, das Rentenniveau entgegen geltender Gesetzeslage vor einem weiteren
Absinken zu bewahren, womit
er damals der Parteilinken entgegenkam.
Nachdem Gabriel Anfang 2017
in einer Nacht- und Nebelaktion überraschend Martin Schulz
zum neuen Parteichef gekürt
hatte, rettete er sich auf den
Posten des Außenministers.
Dort erringt er wieder hohe Popularitätswerte, doch es darf bezweifelt werden, ob ihm das angesichts der innerparteilichen
Anwürfe noch viel hilft.
(AFP)

chen zugleich „Einigkeit in bestimmten Sachfragen“ erzielt
werden, sagte sie. Für die Union
sei der Maßstab das gemeinsame
Wahlprogramm von CDU und
CSU und das nach der Wahl zwischen den Schwestern vereinbarte „Regelwerk“ zur Migration.
Ein großer Baustein werde zudem das Thema Europa sein.
„Hier geht es um die Vorstellungen einer Europäischen Union
bis zum Jahr 2030.“ Alles in allem, so die Kanzlerin weiter, wolle man versuchen, „weniger in
der Öffentlichkeit und mehr miteinander zu reden“. Die Sondierungen sollten „kurz und kompakt“ sein.

SPD will Finanzen
Demgegenüber hat es in der SPD
nicht jeder eilig. Vizechef Ralf
Stegner sagte im Bayerischen
Rundfunk, es sei offen, ob eine
Regierung zustande komme.
„Die Inhalte stehen im Vordergrund, die Form der Zusammenarbeit ist eine zweite Frage.“ Generalsekretär Lars Klingbeil zeigte sich freilich überzeugt, dass
sehr schnell klar wird, „ob es sich
lohnt, mit der Union weiter zu reden“. Angeblich soll SPD-Chef
Martin Schulz in einer internen
Runde mit SPD-Bundestagsabgeordneten schon das wichtige Finanzministerium für seine Partei
beansprucht haben, falls es zu einem erfolgreichen Abschluss von
Koalitionsverhandlungen mit der
Union kommt. Merkel kommentierte dieses Gerücht lediglich mit
dem Hinweis, es sei viel zu früh,
über derartige Themen nachzudenken.
Laut der Kanzlerin werden die
einzelnen Parteien in gleich großen Formationen bei den Sondierungen auftreten. Demnach
gehören zur zwölf Mitglieder umfassenden CDU-Delegation ihre
fünf Stellvertreter im Parteivorsitz, Unionsfraktionschef Volker
Kauder, Parlamentsgeschäftsführer Michael Grosse-Brömer,
Kanzleramtsminister Peter Altmaier, Saar-Ministerpräsidentin
Annegret Kramp-Karrenbauer,
Sachsen-Anhalts Regierungschef
Reiner Haseloff sowie Präsidiumsmitglied Jens Spahn. Und
selbstverständlich Merkel selbst.

Wahlkampf
eröffnet
RUSSLAND
Drei Monate vor der Wahl eines neuen Präsidenten hat in
Russland offiziell der Wahlkampf begonnen. Das Oberhaus veröffentlichte gestern
eine entsprechende Verordnung in der amtlichen Zeitung Rossijskaja Gaseta. Als
großer Favorit bei der Wahl
am 18. März gilt Amtsinhaber
Wladimir Putin, der für eine
vierte Amtszeit kandidiert. In
einer aktuellen Umfrage führt
er mit 75 Prozent weit vor seinen Herausforderern. Putins
wichtigster Gegner, der Oppositionspolitiker Alexej Nawalny, darf wegen einer Verurteilung nicht antreten. Die
Vorsitzende der Wahlkommission, Ella Pamfilowa, hatte am Freitag erklärt, es gebe
insgesamt 23 potenzielle Kandidaten.

1,3 tonne de
cannabis caché
dans des canapés
FRANCE/ESPAGNE
1,3 tonne de cannabis, cachée
dans un chargement de canapés recyclés à destination du
Danemark, a été saisie dans la
nuit de dimanche à lundi sur
l’A9 à hauteur de Sigean, ont
annoncé les douaniers de
Narbonne (Aude). La drogue
était placée dans la remorque
et au fond du chargement
d’un poids lourds immatriculé
en Espagne et conduit par un
chauffeur de nationalité danoise. Elle a été découverte
par un chien de la brigade cynophile spécialisé anti-stupéfiant, ont précisé les douanes
dans un communiqué. Le
chauffeur danois, âgé de 58
ans et qui habitait en Espagne,
a été placé en garde à vue puis
présenté à la justice à Marseille.

12 STEUERN

EU/EUROPA

Tageblatt
Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

Brüssel knöpft sich Ikea vor
STEUERPOLITIK Neuer Verdacht auf unfaire Steuerdeals,
Von unserem
Korrespondenten
Eric Bonse, Brüssel

Zwei Steuerabkommen mit dem
niederländischen Staat könnten
der Franchise-Tochter von Ikea
„einen unfairen Vorteil gegenüber anderen Unternehmen“ verschafft haben, erklärten die Wettbewerbshüter am gestrigen Montag in Brüssel. Dabei könne „ein
Verstoß gegen EU-Regeln zu
Staatsbeihilfen“ vorliegen. Es wäre nicht das erste Mal.
Schon vor zwei Jahren hatte die
EU-Behörde Steuerdeals der
Niederlande mit der Kaffeehauskette Starbucks für illegal erklärt.
Auch Luxemburg wird beschuldigt, mit dem Autobauer FiatChrysler unzulässige Absprachen
getroffen zu haben. In Irland
deckten die Wettbewerbshüter
im vergangenen Jahr suspekte
Steuerdeals mit Apple auf.
Dies war auch der bisher spektakulärste und teuerste Fall: Dublin muss 13 Milliarden Euro von
dem Hersteller des iPhones zurückfordern. Nach monatelangem Zögern hat sich die irische
Regierung dazu Anfang Dezember auch bereit erklärt. Demgegenüber hat Luxemburg die Steuer-Nachforderungen der EUKommission zurückgewiesen.
Im Kern geht es immer um dieselben Vorwürfe: Die EU-Staaten
sollen die Unternehmen mit
maßgeschneiderten Steuervorteilen angelockt haben – und so andere Unternehmen sowie den
„einfachen“ Steuerzahler übervorteilen. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager
wertet das als unzulässige Staatsbeihilfe. Im Fall von Ikea geht es
um ein Franchise-System, bei

Foto: AFP/Jonathan Nackstrand

Die Bauanleitungen von Ikea
sind nicht immer leicht zu
verstehen. Doch die
Steuertricks des
„unmöglichen“ Möbelhauses
aus Schweden sollen noch
viel kniffliger sein –
behaupten jedenfalls die
Grünen im Europaparlament.
Nun hat die EU-Kommission
ein Verfahren eingeleitet: Die
Niederlande sollen Ikea
steuerlich begünstigt haben.

Auch das bei vielen Leuten beliebte Möbelhaus versucht nach Möglichkeit, nicht wie seine Kunden Steuern zu zahlen
dem einzelne Filialen Lizenzgebühren an die niederländische
Firmenzentrale zahlen, welche
wiederum steuerfrei in Steueroasen wie Liechtenstein geleitet
werden. Wie raffiniert und verschachtelt dieses System organisiert ist, hatte eine Studie der
Grünen offengelegt.
Die EU-Kommission will diesen Praktiken einen Riegel vorschieben. „Die Mitgliedstaaten
können nicht dafür sorgen, dass
ausgewählte Unternehmen weniger Steuern zahlen, indem sie ihnen erlauben, ihre Gewinne
künstlich woandershin zu verlagern“, warnt Vestager. Nach
Schätzungen der Kommission
verlieren EU-Staaten durch Steu-

erdeals der Konzerne jährlich 50
bis 70 Milliarden Euro.

„Diebstahl
an der Gesellschaft“
Die Niederlande zeigen sich kooperationsbereit – sie wollen den
Hinweisen aus Brüssel nachgehen. Er werde eine unabhängige
Kommission mit einer Untersuchung beauftragen, kündigt Finanzstaatssekretär Menno Snel
an. Eine Bevorteilung einzelner
Unternehmen dürfe es nicht geben. Demgegenüber hat Ikea die
Vorwürfe zurückgewiesen. Die
beiden betroffenen Bereiche In-

ter Ikea und Inter Ikea Systems
kämen ihren steuerlichen Verpflichtungen in allen Ländern
nach, in denen sie aktiv seien. Inter Ikea betreibt das FranchiseGeschäft des Konzerns. Alle
Ikea-Geschäfte weltweit müssen
eine Franchise-Gebühr von drei
Prozent des Umsatzes abführen.
Das Geld fließt an Inter Ikea Systems, eine in den Niederlanden
ansässige Tochter.
„Ikeas Steuermodelle sind
Diebstahl an der Gesellschaft“,
hält der grüne Finanzexperte
Sven Giegold dagegen. Der Möbelkonzern habe in Europa zwischen 2009 und 2014 mindestens
eine Milliarde Euro an Steuern
vermieden und bediene sich an

Steuerschlupflöchern in Europa
„wie in einem Baukasten“. Das
Verschieben von Gewinnen in
die Länder mit den niedrigsten
Steuersätzen müsse aufhören:
„Wir brauchen in Europa endlich
Mindeststeuersätze.“ Die EUKommission hat bereits erste
Vorschläge gemacht, etwa für eine gemeinsame Bemessungsgrundlage bei der Körperschaftssteuer.
Doch die EU-Finanzminister
konnten sich bisher noch nicht
auf eine Reform einigen. Über
das nationale Steuerrecht können die Mitgliedsstaaten allein
entscheiden; auf EU-Ebene haben auch „Steuersünder“ wie die
Niederlande ein Vetorecht.

maison qui „n’a plus de boussole“, l’ancien partisan de JeanPierre Chevènement estime être
le seul souverainiste, car selon lui
Marine Le Pen a „renoncé à combattre l’Union européenne“, tout
comme le parti autrichien d’extrême droite FPÖ, dont l’entrée
au gouvernement „ne changera
rien“.
Sur l’immigration, il relève
„beaucoup de discours de fermeté“
du
gouvernement
d’Edouard Philippe „mais pas
beaucoup de réalité“ tant que la
France n’aura pas retrouvé ses
frontières. M. Camus voit dans
l’antienne anti-UE de M. Philippot davantage de „cohérence
idéologique“ qu’au FN, où la direction s’en remet aux militants
pour décider si la sortie de l’euro
doit rester une priorité avant le
congrès de mars. Mais un cadre
du FN reproche à l’eurodéputé
de n’avoir „pas voulu assumer
l’échec de la présidentielle“, où sa
proposition de sortie de l’euro n’a

pas convaincu. Accusant le FN
de se „droitiser“, Florian Philippot se veut à la tête d’une formation „plus rassembleuse“, au-dessus du clivage droite-gauche, et
ne croit pas à une alliance avec
„l’européiste“ Laurent Wauquiez,
nouveau chef des Républicains. Il
s’est rendu le 9 décembre sur la
tombe de l’ancien président socialiste François Mitterrand à Jarnac (Charente) pour un „hommage républicain“. Cela a été critiqué par le nouveau numéro
deux du FN et ancien mégrétiste
Nicolas Bay, qui y a vu des
„contorsions“ idéologiques. „Je
croyais que Florian Philippot
était un souverainiste intégriste,
qu’il aurait la dent plus dure
contre celui qui a fait ratifier le
traité de Maastricht.“
La dent dure, Florian Philippot
l’a surtout pour Marine: au FN,
c’est devenu un „film d’horreur“
où il y a toujours une „écervelée
qui se prend un coup de hache“,
ironise-t-il dans une vidéo. (AFP)

Le „pari“ de Florian Philippot
FRANCE Trois mois après son divorce du Front national
Anne Renaut, Paris
„C’est un pari“. L’ancien
numéro deux du Front
national Florian Philippot, qui
a inauguré hier le siège de
son jeune parti Les Patriotes,
mesure les difficultés pour
convaincre les Français de le
suivre, trois mois après son
divorce avec Marine Le Pen.
Un buste du général De Gaulle,
une crèche et un cheval de bois:
Les Patriotes ont élu domicile
aux puces de Saint-Ouen (nord
de Paris) dans un local du „roi
des forains“ Marcel Campion
pour y défendre l’idée d’une
„France libre“.
„Suivre ses idées, c’est toujours
plus risqué, moins confortable
que d’être dans la politique alimentaire“ des mandats, admet le
député européen âgé de 36 ans,
qui veut sortir la France de
l’Union européenne („Frexit“).
Cravate rouge pour l’occasion, il

coupe définitivement le cordon
d’avec celle qu’il a conseillée
pendant huit ans, Marine Le Pen.
Ses bagages? Une trentaine de
conseillers régionaux, un député
(l’ancien communiste passé un
temps au FN José Evrard), deux
élus, comme lui, au parlement européen, et 6.000 adhérents, dont
la moitié ne sont issus d’aucun
parti politique selon M. Philippot.
Ce pur produit de l’élite française (HEC, Ena) prépare aussi
un livre pour 2018. Et son parti
présentera des candidats à des législatives partielles dans le Vald’Oise (fin janvier) et le Territoire
de Belfort. Le premier défi à relever, ce sera les élections européennes en 2019. Car „M. Philippot est parti avec un certain nombre de députés européens (Sophie Montel, Mireille d’Ornano)
mais le problème c’est qu’ils sont
renouvelables“, note le politologue Jean-Yves Camus, spécialiste
de l’extrême droite.

Chez M. Philippot, on assure
pourtant qu’avec le nouveau
mode de scrutin par liste nationale, la barre des 5% de voix est
atteignable, ce qui permettrait
d’obtenir au moins quatre élus.
Ensuite „il y aura une distance à
tenir dans le temps“ pour les municipales de l’année suivante,
prévient M. Camus. Le politologue craint aussi qu’il n’y ait pas
assez de place sur le créneau „radical-populiste“.

Discours de fermeté
„On n’a pas d’exemple durable de
deux formations concurrentes
qui réussissent à se partager cette
part du gâteau électoral. Assez rapidement le tri se fait.“ D’ailleurs
la scission de Bruno Mégret en
1998, „plus massive“ que celle de
Florian Philippot, s’est „soldée
par un retour de quasi tout le
monde au FN“, rappelle M. Camus. Mais face à son ancienne

Tageblatt

WELT SÜDAFRIKA

Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

13

Kurz und knapp

Todesurteile in
Stadion verkündet

Foto: AP/Themba Hadebe

CHINA
In China haben Tausende
Menschen die Verurteilung
von zehn Angeklagten zum
Tode in einem Stadion mitverfolgt. Die Urteile wurden
über Lautsprecher verkündet,
während die Angeklagten auf
einem Podium standen. Die
ihnen vorgeworfenen Taten
reichten von Drogenhandel
bis Mord. Zehn der zwölf Angeklagten wurden zum Tode
verurteilt und unmittelbar
nach der Urteilsverkündung
zur Hinrichtung abgeführt.
Unter den Zuschauern waren
zahlreiche Jugendliche in
Schuluniform.

Tote bei
Bahnunglück

So sehen Sieger aus, denkt sich Cyril Ramaphosa und macht gleich einmal ein Selfie

US-WESTKÜSTE

Knapper Sieg für Ramaphosa

Bei einem Zugunglück im
Westen der USA sind gestern
mehrere Menschen ums Leben gekommen. Sie starben
nach Behördenangaben, als
ein Passagierzug nördlich von
Olympia, der Hauptstadt des
Bundesstaates Washington an
der Westküste, entgleiste.
Mindestens ein Waggon
stürzte demnach von einer
Brücke auf eine stark befahrene Straße, die von Olympia
zum weiter südlich gelegenen
Tacoma führt. Zur genauen
Zahl der Opfer gab es zunächst keine Angaben.

JOHANNESBURG Der Ex-Gewerkschafter ist neuer Chef des ANC
Susan Njanji und
Béatrice Debut,
Johannesburg
Der als moderat geltende
südafrikanische Vizepräsident
Cyril Ramaphosa hat sich im
Führungsstreit der
Regierungspartei ANC
durchgesetzt.
Auf dem ANC-Parteitag in Johannesburg erhielt er gestern
2.440 Delegiertenstimmen, seine
Gegenkandidatin
Nkosazana
Dlamini-Zuma
unterlag
mit
2.261 Stimmen. Damit hat der
65-jährige
Ramaphosa
gute
Chancen, 2019 den derzeitigen
Präsidenten Jacob Zuma abzulösen.
„Wir erklären den Genossen
Cyril Ramaphosa zum neuen Präsidenten des Afrikanischen Nationalkongresses“, sagte eine
Vertreterin der Wahlkommission
nach Abschluss der mehrstündigen Auszählung. Ramaphosa erhielt nur 179 Stimmen mehr als
Dlamini-Zuma. Seine Anhänger
quittierten das Ergebnis mit tosendem Applaus, die Unterstützer seiner Gegenkandidatin rea-

gierten mit einem Pfeifkonzert –
die Reaktionen offenbarten eine
tiefe Spaltung der einstigen Befreiungsbewegung. Ramaphosa,
am 17. November 1952 im Township Soweto bei Johannesburg
geboren, ist ein Anti-ApartheidKämpfer der ersten Stunde.
Der Gewerkschafter galt lange
als wahrscheinlicher Nachfolger
von Nelson Mandela. Nach den
ersten freien Wahlen 1994 wurde
er zum Vorsitzenden der Verfassung-gebenden Versammlung.
Doch die ANC-Führung entschied sich 1999 für Thabo
Mbeki als neuen Präsidenten.
Daraufhin kehrte Ramaphosa
dem ANC für mehrere Jahre den
Rücken und avancierte zu einem
erfolgreichen
Geschäftsmann,
dessen Vermögen sich 2015 laut
dem US-Magazin Forbes auf 378
Millionen Euro belief.
Nach seiner Rückkehr in die
Politik wurde er 2012 Vizepräsident des ANC und zwei Jahre
später Vizepräsident Südafrikas.
Im Wahlkampf wurde er vom gemäßigten,
wirtschaftsfreundlichen Flügel der Partei unterstützt. Gewinnt der ANC die Parlamentswahlen im Jahr 2019,

dürfte Ramaphosa neuer Präsident Südafrikas werden. Im
Wahlkampf attackierte Ramaphosa die Korruptheit des ZumaClans und versprach, die Wirtschaft Südafrikas wieder anzukurbeln und angesichts einer Arbeitslosenquote von über 27 Prozent neue Jobs zu schaffen. „Cyril
ist der beste Kandidat“, sagte der
35-jährige Siya Kolase. „Er wird
sich um die Korruptionsfrage
kümmern und mit ihm wird unsere Wirtschaft wieder in Schwung
kommen.“

Korruption
und Kriminalität
Kritiker werfen Ramaphosa vor,
nur die Interessen der Wohlhabenden zu vertreten und zudem
zu lange zum Vorgehen Zumas
geschwiegen zu haben. Die 68jährige Dlamini-Zuma hatte versprochen, sich mehr für die
schwarze Mehrheit im Land einzusetzen. Diese lebt zu einem
großen Teil auch ein Vierteljahrhundert nach dem Ende der
Apartheid noch in Armut.

Gegner werfen der langjährigen
Gesundheits-, Außen- und Innenministerin dagegen vor, dass
ihr Ex-Mann sie als „Marionette“
benutze und dass sie ihm zu strafrechtlicher Immunität verhelfen
wolle.
Der 75-jährige Zuma ist wegen
zahlreicher Korruptionsaffären
und der ihm zugeschriebenen
Veruntreuung öffentlicher Gelder auch innerhalb der eigenen
Partei stark unter Druck – und
ein Grund für die Zerrissenheit
des ANC. In seiner letzten Rede
als Parteichef räumte Zuma am
Samstag ein, dass die Südafrikaner mit den Ergebnissen der
ANC-Herrschaft nicht „zufrieden“ seien. Das betreffe unter anderem die grassierende Korruption und Kriminalität sowie die
hohe Arbeitslosigkeit.
Der Glanz des ANC ist unter
Zuma stark verblasst. Bei Kommunalwahlen erlitt die Partei im
vergangenen Jahr schwere Niederlagen: Wichtige Städte wie die
Metropole Johannesburg und
Pretoria fielen an die Opposition.
Ein Wahlsieg im Jahr 2019 ist Beobachtern zufolge ungewiss.
(AFP)

USA im UN-Sicherheitsrat isoliert
NAHOST Washington legt Veto gegen Jerusalem-Resolution ein

Anschlag auf
Geheimdienst
AFGHANISTAN
Mutmaßliche Dschihadisten
haben gestern ein Ausbildungszentrum des afghanischen Geheimdienstes in Kabul gestürmt. Die Bewaffneten seien am Morgen in ein im
Bau befindliches Gebäude
eingedrungen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums.
Nach Schusswechseln wurden laut Polizei zwei Angreifer getötet, es seien zwei Polizisten verletzt worden. Die
Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte
den Angriff für sich. Die
Kämpfe zwischen den Angreifern und der Polizei in der afghanischen Hauptstadt dauerten mehrere Stunden.

Journalistin Tolu
aus Haft entlassen
TÜRKEI

Die USA haben sich mit ihrem
Veto gegen eine kritische
UN-Resolution zu ihrer
Jerusalem-Politik im
Sicherheitsrat isoliert.
Bei der Abstimmung über den
Text, der die Anerkennung von
Jerusalem als Hauptstadt Israels
durch die USA kritisierte, legten
die Vereinigten Staaten gestern
in New York ihr Veto ein und
standen damit alleine da: Die 14
übrigen Ratsmitglieder – unter ihnen die US-Verbündeten Großbritannien und Frankreich –
stimmten für die von Ägypten
eingebrachte Vorlage. Die USRegierung reagierte empört auf

das Votum. Ihre UN-Botschafterin Nikki Haley sprach in New
York von einer „Beleidigung, die
wir nicht vergessen werden“.
Frankreichs
UN-Botschafter
François Delattre würdigte den
ägyptischen Entwurf hingegen
als „guten Text“, der in „vollkommener Übereinstimmung“ mit
früheren UN-Resolutionen stehe.
Ähnlich äußerte sich der britische UN-Botschafter Matthew
Rycroft. Er äußerte aber die Erwartung, dass die USA „weiterhin eine extrem wichtige Rolle
bei der Suche nach Frieden im
Nahen Osten spielen“ würden.
In dem Textentwurf wurde jegliche einseitige Entscheidung

zum Status von Jerusalem als
rechtlich wirkungslos bezeichnet. „Jede Entscheidung und
Handlung, die vorgibt, den Charakter, Status oder die demographische Zusammensetzung“ von
Jerusalem „verändert zu haben,
hat keine rechtliche Wirkung, ist
null und nichtig und muss widerrufen werden“, hieß es in dem
Entwurf. Zugleich wurden alle
Länder aufgerufen, ihre Botschaften nicht nach Jerusalem zu
verlegen, wie es die USA tun wollen.
Israels Botschafter bei der
UNO, Danny Danon, hatte den
Resolutionsentwurf scharf verurteilt. „Keine Abstimmung und

keine Debatte wird die klare Realität ändern, dass Jerusalem immer die Hauptstadt Israels war
und sein wird“, erklärte Danon.
US-Präsident Donald Trump
hatte am 6. Dezember trotz eindringlicher Warnungen aus aller
Welt Jerusalem offiziell als
Hauptstadt Israels anerkannt
und den Umzug der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem angeordnet.
Die Entscheidung hatte vor allem in muslimischen und arabischen Ländern heftige Proteste
ausgelöst. In den Palästinensergebieten kam es wiederholt zu
Gewalt.
(AFP)

Nach ihrer Entlassung aus
türkischer Untersuchungshaft
hat sich die deutsche Journalistin und Übersetzerin Mesale Tolu erleichtert gezeigt.
„Ich habe acht schwierige
Monate durchgemacht“, sagte
sie gestern Abend in Istanbul.
„Ich bin sehr glücklich, dass
ich auf freiem Fuß bin.“ Die
Freilassung sei für sie überraschend gekommen, weil sich
in der Türkei „nicht immer
das Recht durchsetzt“. Ihre
Behandlung durch die türkischen Behörden bezeichnete
Tolu als „Skandal“.

14 RESSOURCES

ECONOMIE

Tageblatt
Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

Photo: Nicolo Filippo Rosso/Bloomberg

26
La part du charbon dans les
sources d’énergie utilisées
dans le monde passerait de
27% en 2016 à 26% en 2022

La Chine reste de loin le plus grand consommateur de charbon

La demande du charbon faiblit
ÉNERGIE La consommation mondiale a diminué de 1,9%
Selon les prévisions hier
de l’Agence internationale
de l’énergie, la demande
mondiale de charbon
n’augmentera que
marginalement durant les
cinq prochaines années en
raison d’une baisse de la
consommation en Chine.
La consommation de charbon a
diminué de 1,9% à 5,357 milliards de tonnes en 2016, la baisse
des prix du gaz, l’essor des éner-

gies renouvelables et les programmes d’amélioration de l’exploitation ayant grevé la demande, explique l’AIE dans son
rapport annuel sur ce marché.
La demande de charbon augmenterait en moyenne de 0,5%
l’an pour atteindre 5,534 milliards de tonnes en 2022, „à peine
plus haut que les niveaux actuels,
ce qui signifie que l’emploi du
charbon ne fait que stagner depuis une dizaine d’années“, note
l’agence.

L’usage du charbon diminuera
en Europe, au Canada, aux EtatsUnis et en Chine, le premier
consommateur mondial, tandis
qu’il augmentera en Asie du sudest, en Inde, au Pakistan et au
Bangladesh. Sur la période s’étalant jusqu’en 2022, c’est en Inde
que la consommation de charbon
devrait augmenter le plus: de
3,3%, à 605 millions de tonnes.
Après un pic de consommation
en 2013, la demande chinoise diminuerait de 0,1% l’an, à 2,787

milliards de tonnes en 2022,
conséquence de la politique
d’amélioration de la qualité de
l’air.
Aux Etats-Unis, la consommation de charbon augmentera un
peu en 2018 avant de fléchir à
469 millions de tonnes en 2022,
tandis que celle de l’Union européenne (UE) diminuerait à 293
millions de tonnes. La part du
charbon dans les sources d’énergie utilisées dans le monde passerait de 27% en 2016 à 26% en

2022. Après des années de baisse,
les prix du charbon ont poursuivi
leur remontée cette année en raison d’une forte réduction de la
production chinoise et d’une demande soutenue dans la région
Asie-Pacifique et en Europe.
„Les prix continueront de dépendre en grande partie de la
Chine; en conséquence, la réforme structurelle des houillères
chinoises est la clé de l’évolution
des prix du charbon“, explique
l’AIE.
(Reuters)

Kriminelle erbeuten zehn Millionen Euro
CEO-BETRUG Täter gaben sich als Chefs deutscher Unternehmen aus

Die Täter seien nach aufwändigen, Bundesländer-übergreifenden Ermittlungen im Ausland gefasst worden, teilten Polizei und
Staatsanwaltschaften gestern in
Stuttgart sowie Düsseldorf mit.
In E-Mails an die Buchhaltung
hatten sich die beiden als Geschäftsführer ausgegeben und
Überweisungen angefordert. In
Fachkreisen wird diese Form des
Online-Betrugs auch als CEOBetrug bezeichnet. CEO (Chief
Executive Officer) ist die englische Bezeichnung für Unternehmenschefs. Nach Angaben der
Ermittler wurden die beiden
nicht näher identifizierten Männer bereits im vergangenen Mai
festgenommen.

Sie hatten drei Unternehmen in
Nordrhein-Westfalen sowie vier
weitere Firmen in Thüringen,
Bayern und Baden-Württemberg
massiv geschädigt.

Überweisung
von Geldbeträgen
Die Kriminellen forderten die sofortige Überweisung größerer
Geldbeträge für ein angebliches
geheimes Investitionsprojekt im
Ausland, einer der beiden gab danach als vermeintlicher Anwalt
telefonisch weitere Anweisungen.
An den Ermittlungen beteiligt
waren die Landeskriminalämter
von Nordrhein-Westfalen und
Baden-Württemberg sowie die
Staatsanwaltschaften Köln und
Stuttgart. Auch das Bundeskriminalamt (BKA) wirkte mit. (AFP)

Foto: Krisztian Bocsi/Bloomberg

Zwei Kriminelle haben
deutsche Firmen um zehn
Millionen Euro betrogen,
indem sie sich als deren
Chefs ausgaben.

Die Polizei nahm die beiden Kriminellen fest

Tageblatt
Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

ECONOMIE DEVISEN

20.000 Dollar für ein Bitcoin

Kurz und knapp

Amazon
vor Gericht

KRYPTOWÄHRUNG Derivatebörse CME startet zweiten Bitcoin Future
Der Höhenflug von Bitcoin ist
nicht zu bremsen: Der Preis
für die älteste und größte
Kryptowährung kletterte am
Wochenende an einigen
Handelsplätzen zeitweise
über 20.000 Dollar.

FRANKREICH
Der US-Versandriese Amazon muss sich in Frankreich
wegen unfairer Handelspraktiken verantworten. Das Wirtschaftsministerium verlangt
eine Strafe in Höhe von rund
zehn Millionen Euro und zitierte den Konzern deshalb
vor das Handelsgericht.
Das Ministerium wirft Amazon vor, Händler mit illegalen
Klauseln unter Druck zu setzen. Amazon wollte sich zu
dem Fall nicht äußern. Nach
Angaben von Le Parisien
schrieb Amazon den Händlern auf seiner Plattform zum
Teil willkürlich verkürzte Lieferzeiten vor oder schloss Anbieter-Konten, wenn es zu
viele negative Bewertungen
gab.
Foto: Bloomberg/Andrey Rudakov

Gestern notierte er knapp darunter. Getrieben wird die immer
weiter steigende Nachfrage von
einem weiteren Future auf die
Cyberdevise, mit dem sie leichter
handelbar wird. Seit Sonntag
können Investoren den BitcoinTerminkontrakt der renommierten Derivatebörse CME handeln.
Damit kommt innerhalb einer
Woche ein zweites solches Finanzprodukt an den Markt. Börsianer erwarten, dass sich dadurch die bislang völlig unregulierte virtuelle Währung weiter
etabliert. „Durch die Futures
steigt die Nachfrage und sie
könnten der Katalysator sein, der
Bitcoin nachhaltig über 20.000
Dollar schiebt“, sagte Fondsmanager Shane Chanel vom Vermögensverwalter ASR Wealth Advisors.

Forderungen
nach Regulierung
Der Handel an der CME startete
mit vergleichsweise niedrigen
Umsätzen. Die Nachfrage nach
dem Future der CBOE vor einer
Woche war Börsianern zufolge
höher. „Ich denke, viele Investoren lehnen sich erstmal zurück
und wollen sehen, wie es läuft,
bevor sie sich in den Markt wagen“, sagte Spencer Bogart vom
Wagniskapital-Spezialisten
Blockchain Capital. Der JanuarTerminkontrakt stieg an der
CME zeitweise auf 20.650 Dollar,
fiel dann aber auf 19.290 Dollar.
Der Referenzkurs war mit 19.500
Dollar bestimmt worden.
Mit den Futures können Investoren auf steigende oder fallende
Bitcoin-Kurse wetten. Es wird
damit für viele Anleger leichter,
sich in dem Markt zu engagieren.
Bitcoin sind seit Jahresbeginn um
fast 2.000 Prozent gestiegen, weil
sich die Kryptowährung immer
mehr etabliert.
Die US-Technologiebörse Nasdaq und die Deutsche Börse denken ebenfalls über Bitcoin-Handelsprodukte nach. „Bitcoin fasst
weiterhin Fuß, findet langsam,
aber sicher Akzeptanz und reift
womöglich zu einer anerkannten
Anlageklasse“, sagte Timo Emden, Deutschlandchef vom Broker DailyFX. „Drohende Regulierungen von Cyberbörsen, um u.a.
Terrorfinanzierungen und Geldwäsche zu unterbinden, gelten

Der Höhenflug des Bitcoin nimmt kein Ende. Gestern war er über 15.000 Euro wert.
nicht mehr als Kaufhemmnis.“
Zunehmend warnen Skeptiker
allerdings vor einer Preisblase,
die platzen und zu Turbulenzen
führen könnte. So dringt etwa
Frankreich auf eine stärkere Regulierung der Internetwährung
im Rahmen der Konsultationen
der 20 führenden Industrie- und
Schwellenländer. „Ich werde der
nächsten G20-Präsidentschaft,
Argentinien, vorschlagen, dass
wir alle zusammen beim G20Gipfel im April eine Diskussion
über Bitcoin führen“, sagte
Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire in einem Interview
des Nachrichtensenders LCI. „Es
gibt nachweislich ein Risiko
durch Spekulation.“

Auf dem Weg zu
neuer Anlageklasse
Auch der Präsident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest, fordert eine
stärkere Kontrolle von Bitcoin.
„Ich rate zu Vorsorge. Die Staaten und die Notenbanken sollten
sich dringend Gedanken über eine Regulierung machen“, sagte er
der Neuen Osnabrücker Zei-

tung. Man müsse unter anderem
klären, ob auf Bitcoin-Transaktionen Steuern erhoben werden
müssten und ob Risiken für die
Finanzstabilität
entstünden,
wenn Institutionen in Bitcoin investierten.
Vertreter der EU-Staaten und

Europa-Abgeordnete hatten sich
am Freitag auf strengere Regeln
für Plattformen geeinigt, auf denen Bitcoin und andere virtuelle
Währungen gehandelt werden.
Damit sollen Geldwäsche und
Terrorismusfinanzierung
erschwert werden.
(Reuters)

Bitcoin-Lotterie
Auch Lotto-Anbieter haben die
Internetwährung Bitcoin für
sich entdeckt. Die private Lottoland-Gesellschaft kündigte
gestern den Start eines klassischen 6-aus-49-Spiels an, bei
dem sich die Spieler den Gewinn auch in Bitcoins auszahlen lassen können. Jeden Tag
sollen mindestens 1.000 Bitcoins im Jackpot liegen – was
derzeit etwa 16 Millionen Euro
entspricht. Die Spieler müssen
dabei sechs aus 49 Zahlen tippen. Eine Superzahl gibt es
nicht. Deshalb liegt die Gewinnchance bei eins zu 14 Millionen statt bei eins zu 140 Mil-

lionen wie beim normalen Lotto. Hat ein Spieler fünf richtige
Zahlen, bekommt er laut Lottoland immerhin noch einen
Bitcoin im Wert von knapp
16.000 Euro. Den Gewinn können sich die Spieler laut einer
Sprecherin aber auch in Euro
auszahlen lassen. Die Kryptowährung Bitcoin hat ihren
Wert binnen zwei Monaten
mehr als verdreifacht, weshalb
viele Ökonomen vor einer Spekulationsblase warnen. Im Internet werden bereits zahlreiche Bitcoin-Lotterien angeboten, wobei einschlägige Seiten
vor Betrügern warnen.

Internetsurfer zum Schürfen missbraucht
Am Bitcoin-Boom wollen immer mehr Akteure mitverdienen
– und lassen dabei zunehmend
auch die Computer von Privatnutzern ohne deren Wissen für
sich arbeiten.
Der Sicherheitsfirma Sophos
zufolge stieg die Zahl der Internetseiten, die Rechnerleistung
ihrer Besucher für das sogenannte „Mining“ von Kryptowährungen benutzen, zuletzt rasant an.
Für den Nutzer erkennbar sei
dies etwa durch langsamere und
wärmere Rechner oder kürzere
Akkulaufzeiten, erklärte Sophos-Experte Michael Veit der
Nachrichtenagentur AFP.

15

Konkret geht es demnach um eine Anwendung des Anbieters
Coinhive, die sich in Internetseiten einbinden und dann zur
Verwendung der Rechenleistung von anderen Computern
benutzen lässt.
Sophos zufolge stieg die Zahl
der Webseiten mit Coinhive innerhalb eines Monats zuletzt
sprunghaft – von wenigen hundert auf weit über 10.000 Anfang
Dezember. Wenn ein Internetnutzer auf einer solchen Seite
surft, wird die Anwendung im
Hintergrund gestartet und die
Kryptowährung Monero geschürft. Die ist, wie andere digitale Währungen auch, zuletzt

massiv vom Höhenflug des Bitcoin beflügelt worden und hat
deutlich an Wert gewonnen.
Neue Münzen der Digitalwährung entstehen ähnlich wie beim
Bitcoin durch das sogenannte
Schürfen oder „Mining“ – ein
komplexer Prozess, für den insbesondere eins erforderlich ist:
Rechenleistung.

Zweckentfremdung
Für die Zukunft erwartet Sophos einen weiteren Anstieg der
heimlichen Zweckentfremdung
von Computern. „Solange der
Hype um Kryptowährungen an-

dauert, wird Rechenleistung ein
immer kostbareres Gut“, sagt
Veit. „Angreifer werden kreative
Wege finden, um an die Rechenleistung von Nutzern zu kommen.“
Eine wichtige Rolle könnte dabei auch das sogenannte Internet der Dinge spielen, also beispielsweise ein mit dem Internet
vernetztes Smart-Home-Gerät.
Neue Botnetz-Varianten hätten
bereits damit begonnen, gekaperte Geräte für das Mining von
Bitcoins zu nutzen. Auch wenn
diese Geräten nicht so leistungsfähig wie ein PC sind – „da
macht es die Masse“, sagt Veit.
(AFP)

Fast-Track
Diagnostics
SIEMENS
Einer der größten Anbieter im
Gesundheitswesen, Siemens
Healthineers, hat eine Vereinbarung zur Übernahme von
Fast-Track Diagnostics (FTD)
aus Esch unterzeichnet, einem Anbieter von Diagnosetests. Dadurch wird Siemens
Healthineers nun auch die
FTD-Standorte in Luxemburg, Malta und Indien sowie
die rund 80 Mitarbeiter übernehmen. FTD wird weiterhin
unter dem Markennamen
Fast-Track Diagnostics operieren.

Startup
World Cup
EY
Am 22. März 2018 findet in
Luxemburg die zweite Auflage des Startup World Cup
statt. Dieser Wettbewerb, der
vom Event-Veranstalter Farvest und EY organisiert wird,
findet zum zweiten Mal in
Folge in Luxemburg statt, das
als Gastgeberland dieser Veranstaltung für Start-ups ausgewählt wurde. Im März dieses Jahres wurde Epsilon zum
Sieger der diesjährigen Ausgabe ernannt. Das junge Unternehmen mit Sitz in Nancy,
das 2014 von Karim Oumnia
gegründet wurde, hat ein neues Geschäftsmodell entwickelt, das Elektronik in Schuhe integriert.

Ein Kreditinstitut
durchgefallen
BANKENAUFSICHT
Bei der jährlichen Prüfung der
EZB-Bankenaufseher hat
diesmal ein großes Geldhaus
im Euroraum die Kapitalanforderungen verfehlt. In einer
gestern veröffentlichten Präsentation der Europäischen
Zentralbank (EZB) zur jährlichen Überprüfung (SREP) der
Institute nannten die Bankenwächter allerdings keinen Namen.

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Tageblatt

ANNONCES CLASSÉES 17

Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

AVIS JURIDIQUES OU NOTARIAUX
Faillite
Par jugement rendu en date du
15 décembre 2017, le tribunal
d‘arrondissement de et à Luxembourg, siégeant en matière commerciale, a déclaré en état de faillite sur aveu la société à responsabilité limitée DRIVE SARL, établie
et ayant son siège social à L-2449
Luxembourg,
26,
boulevard
Royal et a fixé la date de cessation des paiements au 15 juin
2017.
Le même jugement a nommé
juge-commissaire
Monsieur
Thierry SCHILTZ, juge au tribunal
d‘arrondissement de Luxembourg, et curateur Me Nicolas
THIELTGEN, avocat à la Cour, demeurant à Luxembourg.

Il ordonne aux créanciers de
faire la déclaration de leurs créances avant le 2 janvier 2018 au
greffe de la deuxième chambre
de ce tribunal et fixe jour et
heure pour la clôture du procèsverbal de vérification des créances au 19 janvier 2018 à 14.30
heures en la salle CO.1.01 (Cité
judiciaire, 7, rue du Saint-Esprit,
1er étage) et pour les débats sur
les contestations à naître de cette
vérification au 2 février 2018 à
9.00 heures à la salle CO.1.01
(Cité judiciaire, 7, rue du SaintEsprit, 1er étage).
Pour extrait conforme.
Le curateur
Me Nicolas THIELTGEN
219452

AVIS DE SOCIÉTÉS
Deutsche Invest I
2, Boulevard Konrad Adenauer
L-1115 Luxemburg
R.C.S. Luxembourg B 86435
MITTEILUNG AN DIE ANTEILINHABER
DES TEILFONDS
Deutsche Invest I ESG Equity Income
Die geplante Verschmelzung des Teilfonds DB
Global Equity Income der SICAV DB auf den
Teilfonds Deutsche Invest I ESG Equity Income der
SICAV Deutsche Invest I ist am 14. Dezember 2017
wirksam geworden.
Der Teilfonds DB Global Equity Income („Über­
tragender Teilfonds“) ist durch Verschmelzung
erloschen und die Vermögensgegenstände
sind auf den Teilfonds Deutsche Invest I ESG
Equity Income („Übernehmender Teilfonds“)
übergegangen.
Die Anleger des Übertragenden Teilfonds sind
seit dem 14. Dezember 2017 am Übernehmenden
Teilfonds in Höhe ihrer Anteile als Miteigentümer
nach Bruchteilen beteiligt.
Das Umtauschverhältnis der Anteile beträgt:
DB Global Equity Income ID EB (LU0920204954)
auf Deutsche Invest I ESG Equity Income XD
(LU1616933161):
1:1,2579950
DB Global Equity Income FD EB (LU0920205175)
auf Deutsche Invest I ESG Equity Income XD
(LU1616933161):
1:1,2380021
Der jeweils gültige vollständige Verkaufsprospekt
und die Wesentlichen Anlegerinformationen
sowie die Jahres­ und Halbjahresberichte
und sonstigen Verkaufsunterlagen des Über­
nehmenden Teilfonds sind kostenlos bei der
Verwaltungsgesellschaft und den benannten
Zahlstellen erhältlich.
Luxemburg, im Dezember
Deutsche Invest I

Global Funds Management
S.A.
Société anonyme
Registered office: 33, rue de
Gasperich, L-5826
Hesperange
R.C.S. Luxembourg B 37 359
(the “Management
Company”),
acting as management
company of
Nomura Luxembourg
Select
A mutual investment fund
organized under the laws of
the Grand-Duchy of
Luxembourg
(the “Trust”)

Notice

DeAWM Fixed Maturity
société d’investissement à capital variable
2, Boulevard Konrad Adenauer
L-1115 Luxemburg
R.C.S. Luxembourg B 180.758
The shareholders of DeAWM Fixed Maturity
SICAV (the “Company”) are hereby invited to the
Extraordinary General Meeting
(the “Meeting”)
taking place on 3 January 2018 at 12.00 p.m. CET
(noon) at the registered office of the Company
with the following agenda:
Agenda:
1. Amendments to the following articles of the
articles of association of the Company
(the “Articles”):
a. Articles 2, 4, 5, 6, 7, 9, 16, 17, and 25 to
update references to the relevant laws.
b. Articles 1 and 19 to reflect the replacement
of the Mémorial C, Recueil des Sociétés et
Associations by the new central electronic
platform for legal publications, Recueil
électronique des Sociétés et Associations.
c. Articles 3, 4, 6 und 10 to update the
wording in relation to the new provisions
in the Law of 10 August 1915 on
commercial companies, as amended.
d. Articles 7, 12, 14, 16, 20, 22 and 24
to replace the wording “custodian bank”
by “depositary”.
e. Article 11 to include provisions in relation
to the rights of the Company concerning
“prohibited persons” as stated in the sales
prospectus.
f. Article 12 to include the possibility of
implementation of Swing Pricing for a
sub-fund.
g. Article 14 to include the possibility of
redemption in kind.
h. Article 16 to update the wording on the
establishment, closing and merger of
sub-funds and share classes.
i. Article 21 to update the wording on the
dissolution and merger of the Company.
j. General minor updates in different articles.
2. Restatement of the Articles effective
20 January 2018.
3. Miscellaneous.
Shareholders who submit the depositary’s receipt
of a credit institution by 29 December 2017 at the
latest, indicating that the shares are held and
blocked until the end of Meeting, are entitled to
participate and exercise their voting right at the
Meeting. Shareholders may also choose to be
represented by a proxy, who is authorised for
such purpose in writing.
The items on the agenda of the Meeting require
a quorum of 50% of issued shares as well as a
two-third majority of the shares present or
represented. In case the above-mentioned
quorum is not met at the Meeting, a second
extraordinary general meeting will be convened
at the same address in accordance with
Luxembourg law to vote on the above-mentioned
items on the agenda. No quorum is applicable
for that second extraordinary general meeting
and resolutions are passed by a two-third
majority of the shares present or represented.
Shareholders may request the draft of the
updated articles of association at the registered
office of the Company.
Luxembourg, 19 December 2017
The Board of Directors

Deutsche Invest I
2, Boulevard Konrad Adenauer
L-1115 Luxemburg
R.C.S. Luxembourg B 86435
MITTEILUNG AN DIE ANTEILINHABER
DES TEILFONDS

Unitholders are hereby informed that, due to the current asset
size of the sub-fund Nomura Luxembourg Select – Brazilian
Bond Fund (the “Fund”) and
the possibility to further market
the Fund, the Management
Company and the Trust’s depositary, Nomura Bank (Luxembourg) S.A., have resolved to
extend the Fund’s life for five (5)
additional years. The term of the
Fund will therefore be postponed from 28th June 2019 to 28th
June 2024.
On behalf of the
Board of Directors of the
Management Company
Signed on 30 November 2017
219414

Deutsche Invest I
Global Bonds High Conviction
Die geplante Verschmelzung des deutschen
Fonds DWS ESG Global Gov-Bonds auf den
die Anteilklasse RC des Teilfonds Deutsche
Invest I Global Bonds High Conviction ist am
12. Dezember 2017 wirksam geworden.
Der Fonds DWS ESG Global Gov-Bonds
(„Übertragender
Fonds“)
ist
durch
Verschmelzung erloschen und die Vermögensgegenstände sind auf den Teilfonds Deutsche
Invest I Global Bonds High Conviction („Übernehmender Teilfonds“) übergegangen.
Die Anleger des Übertragenden Fonds sind seit
dem 12. Dezember 2017 am Übernehmenden
Teilfonds in Höhe ihrer Anteile als Miteigentümer
nach Bruchteilen beteiligt.
Das Umtauschverhältnis der Anteile beträgt
1 : 2,5845943.
Der jeweils gültige vollständige Verkaufsprospekt
und die Wesentlichen Anlegerinformationen
sowie die Jahres- und Halbjahresberichte
und sonstigen Verkaufsunterlagen des Übernehmenden Teilfonds sind kostenlos bei der
Verwaltungsgesellschaft und den benannten
Zahlstellen erhältlich.
Luxemburg, im Dezember
Deutsche Invest I

Faillites

Liquidations

Par jugements du 15 décembre 2017, le tribunal d’arrondissement de et à Luxembourg, 2e
chambre, siégeant en matière
commerciale, a déclaré sur assignation en état de faillite:
- la société à responsabilité limitée ARIES VENTURES SOPARFI, avec siège social à L1467 Howald, 42, rue Fernand
Entringer, de fait inconnue à
cette adresse (n° RCSL B
135956);
- la société anonyme EUROLACTIS GROUP SA, ayant eu
son siège social à L-2540
Luxembourg, 15, rue Edward
Steichen, actuellement sans
siège social connu (n° RCSL B
143726);
- la société anonyme C.D.T.M.
SA, avec siège social à L-8354
Garnich, 55, rue des 3 Cantons,
de fait inconnue à cette adresse
(n° RCSL B 96091).
Ces jugements ont nommé
juge-commissaire
Madame
Nathalie HILGERT, 1er juge au
tribunal d’arrondissement de et
à Luxembourg et curateur, Maître Evelyne KORN, avocat à
Luxembourg.
Ils ordonnent aux créanciers
de faire au greffe du tribunal de
commerce de Luxembourg, la
déclaration de leurs créances
avant le 29 décembre 2017.
Ils fixent au 12 janvier 2018 à
14.30 heures les vérifications
des créances et au 26 janvier
2018 à 9.00 heures les débats
sur les contestations à naître de
ces vérifications chaque fois en
l’auditoire du tribunal de commerce de et à Luxembourg, Cité
judiciaire, 7, rue du St-Esprit,
salle C0.1.01.
Pour extrait conforme.
Le curateur
Me Evelyne KORN

Par jugement du 14 décembre
2017, le tribunal d‘arrondissement de et à Luxembourg,
sixième section, siégeant en matière commerciale, a ordonné en
vertu de l‘article 203 de la loi du
10 août 1915 sur les liquidations
commerciales, tel qu‘il a été modifié par la loi du 31 mai 1999, la
dissolution et la liquidation des
sociétés suivantes:
- La société à responsabilité limitée LUGA MEDIA SARL, établie et ayant son siège social à L8031 Strassen, 25, rue de la Libération, inscrite au RCSL sous le
numéro B146 248,
- La société à responsabilité limitée KRANS SOFTWARE TECHNOLOGY SARL, avec siège social
à L-7570 Mersch, 90, rue Nicolas
Welter, de fait inconnue à cette
adresse, inscrite au RCSL sous le
numéro B84 366;
- La société anonyme INTERNATIONAL
FINANCIAL
CONCEPT S.A., établie et ayant
son siège social à L-8232 Mamer,
32, route de Holzem, inscrite au

219463

Faillites
Par jugements rendus en date
du 15 décembre 2017, le tribunal d‘arrondissement de Luxembourg, siégeant en matière
commerciale, a déclaré sur assignation en état de faillite:
HORSEGLOBE
GROUP
SARL(B 163 438), ayant eu son
siège social à L-1650 Luxembourg, 6, avenue Guillaume, actuellement sans siège social
connu,
- SILVA CABRAL Joao José (A
39 604), demeurant à L-7330
Heisdorf, 14, rue de Luxembourg, ayant fait le commerce
sous l‘enseigne „De Gärtner Mr Green“
et a fixé la date de la cessation
des paiements au 15 juin 2017.
Les mêmes jugements ont
nommé juge-commissaire Madame Nathalie HILGERT, 1er
juge au tribunal d‘arrondissement de et à Luxembourg, et
curateur Maître Marguerite RIES,
avocat à la Cour, demeurant à
Luxembourg.
Ils ordonnent aux créanciers
de faire la déclaration de leur
créance avant le 29 décembre
2017 au greffe du tribunal de
commerce de et à Luxembourg.
Les vérifications des créances
sont fixées au 12 janvier 2018 à
14.30 heures, salle CO.1.01
(Cité judiciaire, 7, rue du St-Esprit, 1er étage), les débats sur les
contestations à naître de ces vérifications sont fixés au 26 janvier 2018 à 9.00 heures, salle
CO.1.01 (Cité judiciaire, 7, rue
du St-Esprit, 1er étage).
Pour extrait conforme.
Le curateur
Me Marguerite RIES
Tél.: 26 64 601
219453

RCSL sous le numéro B58 702;
- La société anonyme BIODEV
S.A., ayant eu son siège social à
L-1371 Luxembourg, 31, Val
Sainte Croix, actuellement sans
siège social connu, inscrite au
RCSL sous le numéro B116 536;
- La société anonyme A&NN
INVESTMENTS S.A., ayant eu
son siège social à L-1450 Luxembourg, 73, Côte d‘Eich, actuellement sans siège social connu, inscrite au RCSL sous le numéro B86
210;
Les mêmes jugements ont
nommé juge-commissaire Monsieur Joe ZEIMETZ, juge au tribunal d‘arrondissement de et à
Luxembourg et ont désigné
comme
liquidateur
Maître
Hakima GOUNI, avocat à la Cour
au barreau de Luxembourg.
Ils ordonnent aux créanciers de
faire la déclaration de leurs créances au greffe de la 6ème section
du tribunal de commerce de
Luxembourg avant le 4 janvier
2018.
Pour extrait conforme.
Le liquidateur
219458

AVIS COMMUNAUX
Syndicat Intercommunal de
Gestion Informatique (SIGI)

Appel
de candidatures
Procédure: dialogue compétitif
Type de marché: Services
Réception des offres ou des
demandes de participation:
Date limite: 25/01/2018 Heure:
14:30
Lieu: Syndicat intercommunal
de gestion informatique (SIGI) 6,
rue de l’Etang L-5326 Contern
SECTION II: OBJET DU MARCHÉ
Intitulé attribué au marché:
Dialogue compétitif -VPC 2018
Description succincte du marché: Le SIGI a décidé d’initier un
dialogue compétitif pour renouveler son centre de calcul principal.
Il souhaite la mise à disposition
d’une infrastructure IT en mode
service („IaaS“), avec des options
de „Managed Services“ et
„PaaS“.
SECTION IV: PROCÉDURE
Conditions d’obtention du cahier des charges:
Le dossier de soumission peut
être téléchargé sur le portail
www.pmp.lu
SECTION VI: RENSEIGNEMENTS COMPLÉMENTAIRES
Autres informations:
Modalités visite des lieux/réu-

Administration communale de
Contern

Avis au public
Conformément à l’article 30 de
la loi modifiée du 19 juillet 2004
concernant l’aménagement communal et le développement urbain, il est porté à la connaissance du public, que par sa décision du 15 novembre 2017, référence 17938/40C Contern, Monsieur le Ministre de l’Intérieur a
approuvé la délibération du
Conseil communal de Contern
du 20 septembre 2017 portant
adoption
de la modification de la partie
graphique du plan d’aménagement particulier „quartier existant” concernant des fonds sis
dans la localité de Moutfort au
lieu-dit „An den Espen”.

nion d’information: Une séance
dinformation obligatoire sera organisée le 05/01/2018 à 14h30
au 6, Rue de l’Etang L-5326
Contern. Il y sera répondu à toutes les questions qui auront été
remises par écrit ou par email (sigivpc2018@sigi.lu) au plus tard
le 02/01/2018 à 17h00. L’enveloppe contenant la ou les questions doit porter portant l‘inscription „SIGI - DIALOGUE COMPÉTITIF VPC 2018“. L’email doit avoir
comme sujet la même mention.
La candidature de l’intéressé
qui n’aura pas participé à cette
réunion d’information est éliminée de plein droit.
Réception des candidatures: Les
dossiers de candidature peuvent
être envoyés par lettre recommandée ou être remis par le soumissionnaire en personne ou par
son mandataire au siège du pouvoir adjudicateur, au plus tard
avant la séance d’ouverture de la
soumission. Il n’est tenu compte
que des dossiers de candidature
arrivés ou remis avant le jour
25/01/2018 à 14h30 et l’heure
fixée à 14h30 pour l’ouverture de
la soumission.
Date d’envoi de l’avis au Journal
officiel
de
l’U.E.:
15/12/2017
La version intégrale de l’avis
no 1701832 peut être consultée
sur www.marches-publics.lu
Pour le SIGI
Le Bureau
219451

Conformément à l’article 82 de
la loi communale modifiée du 13
décembre 1988 le projet en
question est à la disposition du
public à la maison communale à
partir de ce jour où le public
pourra en prendre connaissance.
En exécution de l’article 7 de la
loi modifiée du 7 novembre 1996
portant organisation des juridictions de l’ordre administratif un
recours en annulation devant les
juridictions de l’ordre administratif est ouvert contre la présente
décision dans un délai de trois
mois.
Contern, le 19 décembre 2017
Le collège échevinal,
Marion ZOVILÉ-BRAQUET
Fernand SCHILTZ
Jean-Pierre SCHMITZ
219442

Tageblatt

18

Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

Nullen
und Einsen
Arnon Grünberg © Bettina Fürst Fastre

Arnon Grünbergs
„Die Datei“ und
„Die zweite Datei“

GuH
Lilian ist Anfang zwanzig und
ein weiblicher Nerd. Die digitale
Welt gibt ihr nicht nur das, was
sie im realen Leben nicht findet,
Freunde, Selbstsicherheit, eine
sinnvolle
Existenz,
vielmehr
nimmt sie die Wirklichkeit als
Bedrohung wahr, als ein hassenswertes Phänomen, das es zu
überwinden gilt. Mit ihren Eltern
hat sie gebrochen, verachtet sie
regelrecht, lebt aber weiterhin
zu Hause.
Genauso wie sie Vater und Mutter
zu Projektionsflächen ihres Ekels an
sich selbst stilisiert, sucht und findet
sie weitere Beweise der Widerlichkeit der Welt in der Männerwelt sowie im Fleisch essenden Teil der Bevölkerung. Nach und nach nimmt
ihre Militanz gefährliche Formen
an. Spätestens, als sie Banri Watanuki im Netz kennenlernt, eine dubiose Leaderfigur, die ihr den Auftrag gibt, sich bei einer Firma für digitale Sicherheit namens BClever zu
bewerben, wird klar, dass der Angriff auf die „alte Ordnung“, sprich
unsere Gesellschaft, eingeläutet
wird. Aber Arnon Grünberg nennt
seine Erzählung nicht umsonst Novelle. Die unerhörte Begebenheit,
die den Wendepunkt bringt,
schwingt von Anfang an mit und un-

terminiert das Weltbild Lilians. In
einem fast strichhaften Stil, der in
unerwarteten
Wendungen
die
„Schizophrenie“ der Hauptprotagonistin skizziert, zeigt der 1971 in
Amsterdam geborene Autor, wie
Ideologie und tatsächliches Leben
auseinanderklaffen. Während Lilian
ein Freund-Feind-Bild errichtet, gute digitale Welt gegen bösartige Realität, reproduziert sie all das, was sie
in der Wirklichkeit ablehnt in ihrer
Welt aus Chatrooms: Gefühle, sexualisierte Abhängigkeit, Körperlichkeit durch Kameras, etc. Sie
selbst sieht die Geschichte der
Menschheit als einen Versuch, dem
eigenen Körper zu entfliehen, weil
sie mit ihrem eigenen nicht klarkommt, gleichzeitig, zeigt sie sich
Männern nackt in Internetforen. Im
Endeffekt sucht sie nach Liebe, zu
der sie im Alltag nicht fähig ist. In
Die zweiten Datei, einer kleinen,
kaum 30 Seiten langen Erzählung,
die der Novelle anhängt, erklärt Lilian, Liebe sei ausschließlich Kommunikation, die von einer App produziert werden kann und demonstriert dies, indem sie dieses Programm Kurznachrichten an ihre
Mutter schreiben lässt, die sich darüber freut, da sie denkt, ihre Tochter spreche endlich wieder mit ihr.
Aber alles in diesem Buch läuft auf
die große Liebe hinaus, darauf, dass
auch Lilian sich einem Menschen

zugehörig fühlen möchte und sich
nach dem, was sie zu überwinden
vorgibt, mit allen Kräften sehnt.
Grünberg hat für sein Buch viel
Nietzsche aufgearbeitet, umstrukturiert, umgedeutet, und so wie er es
brauchte, verwurstet. Für Leser, die
mit den Schriften des Philosophen
vertraut sind, klingt das zuweilen
grob komponiert, aber vielleicht
passt gerade das zu dieser Hauptprotagonistin, die viele Theorien
aufsaugt, wenige wirklich verarbeitet und einen kleinen Teil zu ihrem
Zweck missbraucht. So gelesen
zeigt Lilians Radikalisierung nicht
nur die Gefahr des Abrutschens in
eine digitale Parallelwelt, sondern
ist zugleich eine Auseinandersetzung mit der Entwicklung undemokratischer, ja totalitärer Strukturen
in der Cyberwelt. Ein unterhaltsames Buch, das einen etwas wacher
zurücklässt und Nerds zeigt, die
man nicht einfach als weltfremd belächeln sollte. Denn am Ende könnten es sie sein, die ihren Spaß haben.

Arnon Grünberg
Die Datei
Die zweite Datei.
KiWi Köln 2017.
208 S. 8,99 €

„Wir sollten das Vergessen üben“
José Eduardo Agualusa © Verlag C.H.Beck

José Eduardo Agualusas Roman über das Leben mit Vergangenheit
Als in Portugal im April 1974
die
Nelkenrevolution
ausbricht, beginnen auch in Angola blutige Unruhen. Ludovica, die Angst außerhalb von
Räumen hat, mauert sich an
dem Tag, an dem ihre
Schwester und deren Mann
verschwinden, im elften Stock
des Hauses der Beneideten in
Luanda ein und lebt fortan 30
Jahre dort, ohne je ihre Wohnung zu verlassen.

www.diderich.lu

Ein authentischer Fall, dem der
portugiesische Autor nachgegangen ist und an Hand dessen er

mehrere Lebensläufe miteinander verbindet und so menschliche Schicksale an die Entwicklung Angolas knüpft. Agualusa
erzählt von gestohlenen Diamanten, minderjährigen Straßenkriminellen, Verliebten, VarietéKünstlern und von Gefangenen,
die erfolgreiche Geschäftsleute
werden, genauso wie von Folterknechten der Staatssicherheit
und Volksstämmen abseits der
politischen Wirren. Das ist spannend, fesselnd allein schon von
der Handlung her, aber was das
Buch zu einem wirklichen Erlebnis macht, ist die Erzählstruktur,
die nicht nur das gleiche Gesche-

hen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und so beständig
zu einer Verlagerung der Erkenntnis führt, sondern auch die
kurz erwähnten Protagonisten
Kapitel später wieder auftauchen
lässt und in den Mittelpunkt
stellt. Und natürlich ist der Lebensweg aller miteinander verwoben. Sogar Brieftauben werden eingesetzt, um Fäden zwischen Menschen zu spinnen, die
sich nie begegnen. Dieses nonlineare Erzählen wird zusätzlich
bereichert durch Tagebuchnotizen Ludovicas, die gegen Hunger
und Durst kämpft, und versucht
das Luanda außerhalb ihres Le-

bensareals zu vergessen. Die
meisten Figuren in diesem kurzen Roman versuchen zu vergessen, weiterzuleben, ohne an das
zu denken, was ihnen widerfahren ist. Aber der Roman stellt
ziemlich schnell klar, dass gerade
das nicht funktionieren kann, so
sehr die Protagonisten sich auch
bemühen. Wer im Gefängnis gefoltert wurde, kann das womöglich eine Zeitlang verdrängen,
aber irgendwann steht derjenige,
der einem so viel Leid angetan
hat, wieder vor einem; wer in der
Jugend ein traumatisches Erlebnis hatte, kann sich einmauern,
aber das macht die Vergangenheit nicht ungeschehen. Agualusa zeigt, wie Vergangenes unser
Handeln bestimmt, selbst dort,
wo wir es nicht merken, wie Verdrängtes uns einholt. Gleichzeitig plädiert er für eine „Tabula rasa“ zu einem bestimmten Zeitpunkt, dem Versuch eines Neuanfangs, wohl wissend, dass das
Unterfangen immer eine Gratwanderung am Abgrund des
Scheiterns ist. Nur die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, das bewusste Sich-draufeinlassen, kann im Endeffekt zu

so etwas wie Vergessen führen,
wobei Vergessen hier das Aufbewahren im Sinne einer halbwegs
schmerzfreien Beruhigung meint.
Ein großartiger Roman, dem man
einzig vorwerfen kann, dass er
aus Jacques Brel einen Franzosen
macht. Da hatte wohl einer vergessen, dass auch Belgien hervorragende Chansonniers hat und
hatte.
GuH

José Eduardo Agualusa
Eine allgemeine Theorie
des Vergessens
C.H.Beck, München 2017.
197 S. 19,95 €

Tageblatt

19

Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

Die Band-Biografie der Deutsch Amerikanischen Freundschaft
Thomas Koppenhagen
Drei Alben innerhalb knapper
zwei Jahre - das reichte aus,
um aus der Deutsch
Amerikanischen Freundschaft
– kurz auch DAF genannt – in
den frühen 1980er Jahren ein
europaweites Pop-Phänomen
zu machen. Provokante Hits
wie „Der Mussolini“ oder „Der
Räuber und der Prinz“
verhalfen Gabi Delgado und
Robert Görl zu hohen
Chartplatzierungen und
verbreiterten den Erfolg des
Duos bis weit in den
Mainstream-Markt hinein.
Dann plötzlich war Schluss. Obschon die Verkaufszahlen ihrer
Platten noch stimmten, trennten
sich die Beiden sozusagen auf der
Höhe ihres Ruhmes. Man wollte
etwas anderes machen, nicht mit
dem sich bereits abzeichnenden
Abebben der modischen Neuen
Deutschen Welle weggewischt
werden. Karrieretechnisch erwies sich die vorzeitige Auflösung von DAF als Geniestreich –
denn bis zum heutigen Tag können Gabi Delgado und Robert
Görl aus dem Ruf, den sie sich
mit ihrer Deutsch Amerikanischen Freundschaft erworben
haben, ein erkleckliches Auskommen generieren. Nach verschiedentlichen Comebacks und
flankiert durch die umfassende
Wiederveröffentlichung
ihrer
Platten auf CD, erschien gerade
mit „Das ist DAF“ eine Art BandBiografie. Warum nur ungefähr
und nicht haargenau eine solche,
erklärt die am Buch beteiligte Autorin Miriam Spies eingangs mit
den disparaten Erinnerungen der
Protagonisten, die bei gleichen
Begebenheiten oftmals derart unterschiedlich ausfielen, dass man
sich dafür entschied, die Differenz oder auch Dissonanz zum
Strukturprinzip des Buches zu
erheben. Man machte also aus
der Not eine Tugend, wobei auf
eine Vielzahl von Texten ehemaliger Mitmusiker, Konzertveranstalter, Ex-Freundinnen, Journa-

listen, Fans etc. zurückgegriffen
werden konnte. Bemerkenswert
ist in diesem Zusammenhang vor
allem die Kritik von Alfred Hilsberg anlässlich des Erscheinens
der „Alles ist gut“-LP von DAF in
der längst eingegangenen Musikzeitschrift „Sounds“ vom April
1981: wunderbar akkurat umreißt der Autor die tatsächliche
popkulturelle Bedeutung der
Platte in der Übergangsphase
vom Song zum Track – also im
Wechsel von handgemachter
Liedkunst zu minimalistischelektronischer Tanzmusik - und
kann die Grenzen des SoundKonzepts der Deutsch Amerikanischen Freundschaft aufzeigen.

Geh in die Knie!
Beweg’ Deine Hüften!
Ein Schlagzeuger, ein Sänger und
eine Bandmaschine. Das reichte
aus, um aus DAF einen geradezu
legendären Live-Act zu machen.
Fünfunddreißig Jahre danach erinnern sich Zeitzeugen noch lebhaft an die „Power, die die beiden
gehabt haben“. Einzelne Konzerte werden als „Messen“ beschrieben, mit dem Sänger Gabi Delgado als „Priester“. Andere vermuteten sich kurioserweise eher an
der Front, mit dem Rand zur
Bühne hoch als Schützengraben
und der Musik als Bombentep-

pich! Wieder andere, wie die Musikerin Anja Huwe, waren von
der Entschlossenheit beeindruckt, mit der „die beiden ihr
Ziel verfolgten. Die haben sich
von nichts aufhalten lassen.“ Was
sie wollten? Daraus machen Gabi Delgado und Robert Görl kein
Geheimnis: Berühmt wollten sie
werden. Berühmt und reich.
Überhaupt glänzt die Buchveröffentlichung vor allem durch das
Unvermittelte in den Aussagen
der Beiden.
Da reden zwei, die es nicht nötig haben, gemocht zu werden.
Eine solche Freimütigkeit, ein
solcher Eigensinn, ist nicht immer angenehm zu lesen, aber –
man muss das bedenken - im
Showbusiness heutzutage die absolute Ausnahme! Natürlich
kommen auch die Lebensphasen
zwischen den einzelnen DAF-Inkarnationen zur Sprache - Gabi
Delgados Pionierleistungen in
Sachen House Music und Techno beispielsweise oder Robert
Görls schwerer Autounfall Ende
der 1980er und die Wiederaufnahme seiner Arbeit als Schlagzeuger – doch taten Miriam Spies
und Co-Autor Rudi Esch gut daran, die Deutsch Amerikanische
Freundschaft von den punkigen
Anfängen im Ratinger Hof in
Düsseldorf bis zum Sensationserfolg 1981/82 ins Zentrum des
Buches zu stellen und dort auch
zu belassen.

Robert Görl,Gabi Delgado, Miriam Spies u. Rudi Esch:
Das ist DAF: Deutsch Amerikanische Freundschaft – Die autorisierte Biografie
Verlag Schwarzkopf und Schwarzkopf Verlag, Berlin 2017. 360 S. 24,99 €

Jörg Maurer © Gaby Gerster

Jörg Maurer
Stille Nacht allerseits
Was Sie von Weihnachten
nie gedacht hätten
S. Fischer Verlag,
Frankfurt 2017.
256 S. 12,00

Tapfer kämpft hier ein Autor
mit den Tücken einer schwächlich motivierten Handlung.
Denn es ist nicht einzusehen,
weshalb ein Schweizer Bibliothekar namens Ernst Stricker
eine Telefonzelle betritt, bloß
weil da ein Klingelton erschallt.
Noch wunderlicher ist, wenn
dieser Herr nicht nur das Telefonat mit einer ihm völlig unbekannten alten Frau annimmt,
sondern auch noch zu ihr nach
Hause geht, um eine ungemein
wertvolle mittelalterliche
Schrift entgegenzunehmen,
nur weil diese Dame ihn mit einem Verwandten verwechselt.
Nun ist Franz Hohler nicht irgendein Autor, sondern ein
großartiger Schriftsteller, der
sich infolgedessen nicht nur
redlich, sondern erfolgreich bemüht, aus dem unwahrschein-

lichen Handlungsanfang ein
mehr als nur passables Ergebnis zu zaubern. Wozu als Kontrast zum hauptsächlichen Erzählstrang die Geschichte des
Schreibers eben jenes Schriftstücks aus dem Mittelalter eingeflochten wird, welche deutliche Bezüge zur biblischen Maria- und Josef-Geschichte aufweist – nur
halt ohne Heilige Drei Könige und Leitstern, der den
Protagonisten
den Weg in
Richtung Happy End funzelt.

Franz Hohler
Das Päckchen
Luchterhand Verlag
Köln 2017.
224 S. 20,00 €

Jonathan Coe © Valeria Cardi

Die Zwei aus der Hitparade

Auf die Idee, Aliens Weihnachten näher bringen zu wollen,
muss man erst einmal kommen! Jörg Maurer hatte sie
nicht nur, sondern schrieb
gleich noch ein ganzes Buch
darüber, mit Aufzählungen von
Adventsbräuchen und Weihnachtsmärkten weltweit, auch
eine Hitliste mit den besten
„Stille Nacht, heilige Nacht“Liedeinspielungen findet sich
auf den Seiten. Wer nach Sinnsprüchen für Weihnachtskarten sucht, wird in Maurers
Sammelsurium genauso fündig
wie Leute, die noch nach einem geeigneten Gedicht zur
Rezitation unterm Weihnachtsbaum fahnden. Apropos fahnden: Jörg Maurer wurde mit humoristischen Regionalkrimis
bekannt, und in gewisser Weise
fällt sein neustes Buch „Stille
Nacht allerseits“ nicht gänzlich
aus der Rolle, eben weil auch
hier die Ermittlung einen wichtigen Punkt darstellt. Beispielsweise beim Finden einer „milderen Abart der knallharten
Weihnachtsverachtung“, mit
der eingefleischten Weihnachtsmuffeln die Möglichkeit
eröffnet
wird, die
Festtage
ohne Gesichtsverlust im
Kreise der
Familie
oder
Freunde
verbringen
zu können.

Franz Hohler ©Luchterhand Literaturverlag

Gaby Delgado und Robert Görl © Schwarzkopf und Schwarzkopf

Kurz & bündig

Und noch so ein Buch von einem hochtalentierten Erzähler,
das man getrost als Fingerübung bezeichnen könnte, gäbe es da nicht eine gewisse Finte oder List, welche die Lektüre
zu einem ebenso vertrackten
wie amüsanten Ratespiel werden lässt! Im Grunde geht es
bei Jonathan Coes Roman
„Nummer 11“ darum, besagte
Zahl des Buchtitels in Coes Geschichte wieder und wieder
aufzuspüren. Angefangen mit
Rachel, die mit ihrer Freundin
Alison bei Gran und Grandad
im englischen Beverley zur
Sommerfrische weilt, über Rachels Mutter Val, die vor Jahrzehnten einen Hit geschrieben
hatte, weshalb sie für einen
ausgefallenen Star der C-Klasse
beim Dschungelcamp einspringen darf, bis hin zu Rumänin
Livia, die in London die Hunde
reicher Leute Gassi führt – stets
begleitet das Geschehen eine
Art Haus-, Bus-, Tisch- und
Stellplatz-Numerismus, der offenbar nichts weiter bewirken
soll, als die Achtsamkeit der
Leser zu schärfen oder geschärft zu halten. Weshalb?
Vielleicht, um Einsichten wie
die folgende nicht einfach so in
den Schönschreibhimmel aufsteigen und dort verglühen zu
lassen: Früher gab es die Pest in
London,
„jetzt ist es
das Geld,
das dieser
großartigen
Stadt das
Leben aus
den Adern
saugt“. ThK

Jonathan Coe
Nummer 11
Folio Verlag, Wien 2017.
336 S. 24,00 €

20 COMIC

KULTUR

Tageblatt
Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

Die Abenteuer des ersten Superhelden
EPOS Eine der ältesten schriftlich überlieferten Dichtungen in neuer Form

fordern, dass andererseits die
Darstellung allein in einem der
damaligen Zeit entlehnten reliefähnlichen, ornamentalen Stil,
der die Personen nur seitlich oder
frontal zeigt, aus heutiger Sicht

zu wenig Dynamik und Lebendigkeit vermittelt. In der Chronologie der Tontafeln arbeitet er
sich durch die göttliche Abenteuergeschichte von Gilgamesch
und seinem aus Lehm erschaffenen Kumpel Enkidu, die von Gerechtigkeit,
Unabhängigkeit,
Menschlichkeit und Endlichkeit
als Suche nach sich selbst erzählt.
Der 1970 geborene Berliner
Grafiker und Illustrator zeigt die
beiden Helden als bärtige Muskelprotze, der eine weiß, der andere schwarz, zwei Gestalten einer Existenz. Für ihn symbolisiert
Gilgamesch die Stadt und die
Kultur, die Macht und das Alte,
Enkidu das Land und die Natur,
die Machtlosigkeit und das Neue.
Doch Gegensätze ziehen sich an,
wofür sinnbildlich ein Motiv
steht mit Gilgamesch und Enkidu
zusammengerollert in einem
Berg – wie beim Yin-Yang-Symbol. Solche präzisen Bilder erschafft Harder immer wieder, ob
bei der symbolhaften Darstellung
der Dialektik von Mensch und
Tier, Gott und Mensch oder Leben und Tod.
Wie schon in seinen bisherigen
Arbeiten finden sich Bildzitate
aus dem reichen Fundus der
kunstund
kultursinnigen
Menschheit: In der Sintflut-Story
von Tafel XI, später im Alten Testament aufgegriffen, verweist eine besonders imposante Sturmwelle auf Katsushika Hokusais
Farbholzschnitt „Die große Welle vor Kanagawa“ – einem der berühmtesten grafischen Werke
überhaupt.
Sonst profitiert der in Tonfarben kolorierte Comic „Gilgamesch“ vom gekonnten Umgang
mit Kontrasten und Konturen.
Der Text ist an den unteren Rand
verbannt und lässt den Panels genügend Raum und Freiheit, ihre
wie gemeißelte Retro-Relief-Optik zu entfalten. Reduktion und
Dekor finden eindrucksvoll zusammen.
Am Anfang ist im Comic die Erde, aus der nach und nach Leben
gedeiht, am Ende lösen sich Gilgamesch, der fünfte König von
Uruk, einer der größten Städte
seinerzeit, und Enkidu, der erste
Wilde von Götter Gnaden, nach
und nach auf und werden zu der
Erde, die sie eingangs hervorbrachte. Der Kreislauf des Lebens. Ein Kapitel schließt sich,
ein neues wird aufgeschlagen.
Der Comickünstler als Evolutions- und Altertumsforscher: Jens
Harder hat auch dieses Werk mit
Bravour vollbracht.

fonds Haeres Equita die 1857 gegründete Firma. Damals war der
Hutmacher mit 30 Millionen
Euro verschuldet.
Der ehemalige Chef Marco Marenco war in der Schweiz wegen
Betrugs und Steuerhinterziehung
festgenommen worden. Das für
Borsalino zuständige Gericht in
Alessandria hatte dem Investor
eine Reihe von Auflagen gemacht
und einen ersten Sanierungsplan
schließlich im Dezember 2016
gebilligt. Doch vor wenigen Wochen wurde ein weiterer Sanierungsplan nötig, den das Gericht
nun zurückwies.
Die Filzhüte von Borsalino sind
seit Jahrzehnten Kult: Humphrey
Bogart trug einen in „Casablan-

ca“, Michael Jackson einen im
Video „Billie Jean“. Es gibt sogar
zwei Filme mit dem Titel „Borsalino“ (1970) und „Borsalino &
Co.“ (1974), französisch-italienische Streifen von Jacques Deray.
Doch die Hüte sind teuer: Um
einen echten Borsalino aus Filz
herzustellen, ist viel Handarbeit
nötig: In der Produktion arbeiten
etwa 80 Leute und jeder Hut geht
bei der Herstellung durch 80 Paar
Hände. 52 Arbeitsschritte sind
nötig, bis aus belgischem Kaninchenhaar ein Filzhut wird. Junge
Menschen kennen den berühmten Hut aber nicht mehr – Haeres
Equita hatte versucht, der Marke
ein jüngeres Image zu verpassen.
(AFP)

Oliver Seifert
Vom mächtigen Herrscher
und seinem wilden Freund:
Jens Harders Comic
„Gilgamesch“ greift den
ältesten überlieferten Epos
der Menschheit auf.
Herrlich sein Name. Prächtig seine Gestalt. Zwei Drittel Gott, ein
Drittel Mensch. Heldenhafter
Abkömmling Uruks. Wer so vorgestellt wird, muss ein toller Typ
sein, allerdings scheint es der tolle Typ etwas zu toll zu treiben mit
der eigenen Macht und den fremden Mädels, denn die Götter zaubern ihm mit dem Wilden Enkidu
bald ein Korrektiv an die Seite.
Doch wie es bei Mannsbildern
mit gehörig Testosteronüberschuss so ist: Erst prügeln sie
sich, dann befreunden sie sich
und später bringen sie sich gemeinsam auf dumme Gedanken,
um endlich ihrem Trieb nach wilden Abenteuern folgen zu können.
Klingt nach modernem Heldenepos? Ist aber das älteste überlieferte Heldenepos der Weltgeschichte, das von den Taten des
sumerischen Königs Gilgamesch
und seines Freundes Enkidu auf
zwölf Tontafeln in Keilschrift berichtet. Mitte des 3. Jahrtausends
v. Chr. soll Gilgamesch gelebt haben, um 1.700 v. Chr. ist wohl eine von mehreren Fassungen der
anfangs elf Tafeln mit rund 3.600
Versen entstanden. Was davon
Realität ist und was Fiktion, ist
schwer einzuschätzen.
Der Faszination dieses literarischen Epos, das sich aus vielen
einzelnen Erzählungen speist, tut
das keinen Abbruch, und so hat
sich der Comiczeichner Jens Harder des historischen Stoffes bemächtigt, mit dem er bereits 1997
während seines Kommunikationsdesign-Studiums das erste
Mal konfrontiert war. Harders
Begeisterung für große Themen
in großen Projekten hat ihm bislang einiges Renommee eingebracht. Seine Comic-Trilogie der
Evolutionsgeschichte
startete
2009 mit dem mehr als 300 Seiten
dicken Band „Alpha“, an dem er
fünf Jahre arbeitete. Der erste Teil
des zweiten Bandes „Beta“ ist
2014 erschienen, der zweite Teil
ist für 2020 angekündigt, wann
mit „Gamma“ der Abschluss erfolgt, steht noch in den Sternen.
Dafür schiebt er nun „Gilgamesch“ ein, gut drei Jahre hat er
damit zugebracht, recherchiert
und gezeichnet. Nach seinen
Maßstäben eine Veröffentli-

Der Autor will nah an den Quellen bleiben
chung fast nebenbei, die dennoch, keine Überraschung, alle
hohen Standards hält.
Seine
grafische
Erzählung
adaptiert den historischen Mythos mit größtem Respekt in sei-

ner inhaltlichen und stilistischen
Umsetzung. Harder will nah an
den Quellen bleiben, weiß aber
auch, dass einerseits textliche Lücken oder Widersprüche manchmal eine sanfte Intervention er-

Hut ab
KULT Aus für die Traditionsfirma Borsalino

Der Vertreter der Gewerkschaft
UIL, Elio Bricola, sagte der
Nachrichtenagentur AFP, es sei
nicht ausgeschlossen, dass die
Produktion vorerst weitergehe.
Doch die rund 120 Beschäftigten
seien wütend und hätten Angst
um ihre Zukunft.
Borsalino stand schon einmal
an der Schwelle der Insolvenz.
2015 übernahm der Investment-

Foto: afp

Traurige Nachricht für
Hut-Fans: Die berühmte
italienische Firma Borsalino
ist pleite. 160 Jahre nach der
Gründung erklärte das
zuständige Gericht im
norditalienischen Alessandria
gestern die Insolvenz.

Jean-Paul Belmondo und Alain Delon mit Borsalino im gleichnamigen Film von Jacques Deray aus dem Jahre 1970

Tageblatt

AGENDA CULTUREL 21

Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

Negative
Space,
Philippe
Lamesch, Boris Loder, Theater
Esch/Alzette, bis zum 20.12.
Frontières, Nationales Resistenzmuseum,
Esch/Alzette,
bis zum 23.12.
Armand Strainchamps: New
Works (Gemälde), Centre
d’art Dominique Lang (Gare
Dudelange-Ville), bis zum
15.12.
Silvio Galassi, Sven Erik Klein,
Andres Lejona, Roger Wagner, Fotografien, Nei Liicht,
Düdelingen, bis zum 15.12.
Feed the Meter Vol. II, Gruppenausstellung, Ceysson &
Bénétière, Windhof, bis zum
16.12.
Claude Piscitelli: Retrospektive 2017 (Fotografien), place
du Marché, Differdingen, bis
zum 23.12.
Viviane Briscolini, artiste peintre, agence BIL Weiswampach,
bis zum 29.12.
Christine Hoffmann-Marc: Latest Works, Woodcuts and
more, Aalt Stadhaus, Differdingen, bis zum 30.12.
Kingsley Ogwara: Investigation of Colors (Gemälde), Galerie Schlassgoart, bd. GrandeDuchesse Charlotte, Esch, bis
zum 30.12.
We have seen, Fotos, place de
la Résistance, Esch, bis zum
31.12.
Noel Anderson: Get Lifted, Zidoun & Bossuyt Gallery, 6, rue
Saint-Ulric, Luxemburg, bis
zum 6.1.2018
Jasmin Sinha: Open Stage
Photos, Ancien Cinéma Café
Club, Vianden, bis zum 7.1.2018
Hans Hofmann, Creation in
Form and Colour, MNHA, bis
zum 14.1.2018
Japan-ness. Architecture et

JUNIOR
Die kleine Hexe, Ein Familienstück für Kinder ab 6 Jahren,
Saarländisches Staatstheater
Saarbrücken, Di. 9.00 & 11.30
Mat Boma a Bopa, Visite mat
Guide fir Kanner ab 6 Joer an
hir Grousseltere gemaach, op
Lëtzebuergesch, Mudam, Mo.
15.00-15.45

Richard de Storch, Utopia, Di.
14.30
Puzuri, Bastelworkshop fir
Kanner vun 8 Joer un, Villa
Vauban, Mi. 10.15
Engel, Rentier, Schneemann,
Bastelworkshop für Kinder
von 6-12, MNHA, Di., Do.
14.30-16.30
C’est le clou! Votre motif
préféré de Noël réalisé en
„string art“, Bastelatelier für
Kinder ab 8, Sprache: L/D, Villa
Vauban, Do. 10.15
Als
der
Weihnachtsmann
vom Himmel fiel, Kinepolis
Kirchberg, Utopia, So. 14.00

4 janvier 2018 20 janvier 2018
ST. VITH
Triangel

ECHTERNACH
Trifolion

THE WORLD FAMOUS

GLENN
MILLER
ORCHESTRA

®

KINO
Three
Billboards
outside
Ebbing, Missouri von Martin
McDonagh,
Vorpremiere,
Kinepolis Kirchberg, Sa. 19.00
Aus dem Nichts, Utopia, Mi.,
Fr. 21.30
Our Relations mit Stan Laurel
und Oliver Hardy, Cinémathèque, Di. 18.30
Le Sacrifice von Andreï Tarkovski, Cinémathèque, Di.
20.30
The Killing of a Sacred Deer,
Utopia, Di. 21.15
Multiplicity von Harold Ramis,
Cinémathèque, Mi. 18.30
Possession von Andrej Zulawski, Cinémathèque, Mi.
20.30
Vertigo von Alfred Hitchcock,
Cinémathèque, Do. 20.45

26 janvier 2018

DIRECTED BY

LUXEMBOURG-VILLE

WIL SALDEN

Conservatoire

4 avril 2018
ECHTERNACH
Trifolion

Billets disponibles aux points de location habituels
Tickets online: www.kultopolis.com et www.luxembourg-ticket.lu

Ticket Hotline T: 47 08 95 1

MUSIK
Gentleman (Reggae), Rockhal,
Do., Einlass ab 19.00
Dillendub (Electro Dub Jazz),
de Gudde Wëllen, Mi. 20.00
Marvin Gaye – Midnight Love,
A Journey Into Sound, listening night, de Gudde Wëllen,
Do. 20.00

Dënschdeg
Krümel statt Kuchenstücke?
19.12.2017
Die Förderung von Community Media als öffent18h30-20h00 liche Aufgabe

102,9
MHz/105,2
MHz
102,9
MHz
/ 105,2 MHz
www.ara.lu
www.ara.lu

Mitschnitt von der Vortrags- und Diskussionsrunde
die am 30. November, anlässlich der Feierlichkeiten
zum 25ten Geburtstag von Radio ARA, im Casino
Forum d‘Art stattfand.

219439

EXPOS

urbanisme au Japon depuis
1945, Centre Pompidou Metz
(F), bis zum 8.1.2018
Lucien Clergue – Poète photographe, Cercle, place d’Armes, Luxemburg, bis zum
14.1.2018
Alles fir d’Kaz!, „natur-musée“,
Luxemburg, bis zum 7.1.2018
Hinter dem Strichcode, Neumünster, bis zum 14.1.
Eric Mangen: Inertie, Graffiti,
Neumünster, bis zum 15.1.2018
Hard to Picture, A Tribute to
Ad
Reinhardt,
Gemälde,
Mudam,
Luxemburg,
bis
zum 21.1.2018
Der Lauf des Lebens: Ein
Museum
für
alle,
Villa
Vauban, Luxemburg, bis zum
28.1.2018
Bertrand & Yann Ney, Dialog
V, Centre François Baclesse,
Esch, bis zum 31.1.2018
Stina Fisch: Today-Tomorrow
(Cecil’s Box), Cercle Cité, Luxemburg, bis zum 18.3.2018
Leit an der Stad, Luxembourg
Street Photography, 19502017, Lëtzebuerg City Museum, bis zum 31.3.2019
Tamas Dezso, Schlassgaart,
Clerf, bis zum 30.3.2018
Su-Mei Tse: Nested, (Skulpturen, Videos, Fotografien u. Installationen), Mudam, bis zum
8.4.2018
Exposition „Halt! Douane“
Lëtzebuerg am Däitschen
Zollveräin, 1842-1918, Nationalarchiv, bis zum 25.5.2018

RADIO

Unsere Wochenauswahl

La Bohème, Oper von Giacomo Puccini, Saarländisches
Staatstheater Saarbrücken, Fr.
19.30

TANZ
Undo von Rajivan Ayappan,
Emanuela Iacopini und Hannah
Ma, TNL, Mi. 20.00

THEATER
Evita, Musical von Tim Rice
und Andrew Lloyd Webber,
Grand Théâtre, Di., Mi., Do., Fr.
20.00, Sa, 15.00, 20.00, So.
15.00
Das Rätsel der gestohlenen
Stimmen, Theater Trier, Di., Mi.,
Do. 10.00
Joseph, wir brauchen eine
Krippe, eine moderne Weihnachtsgeschichte mit den Comedian Harmonists Today,
Saarländisches Staatstheater
Saarbrücken, Di. 19.30
My Fair Lady (Musical), Saarländisches Staatstheater Saarbrücken, Mi. 19.30
Onkel Fisch blickt zurück,
Tufa, Trier, Mi. 20.00
Das Licht im Kasten, Strasse?
Stadt? Nicht mit mir! von
Elfriede Jelinek, Staatstheater
Saarbrücken, Do. 19.30

DIVERS
Tipp des Tages

„Our Relations“
Im deutschsprachigen Raum wurden sie etwas abschätzend als „Dick und Doof“ bezeichnet, doch Stan Laurel und Oliver Hardy
sind eines der ganz großen Komikerduos der Leinwandgeschichte. „Our Relations“ (deutscher Titel: „Die Doppelgänger) von
Harry Lachman aus dem Jahr 1936 läuft im Rahmen der Reihe „Le double au cinéma“.
Cinémathèque, heute 18.30 Uhr

I’ve heard this one before,
Musikquiz, De Gudde Wëllen,
Di. 20.00
Buried Chariot at Grosbous
im Rahmen von Renc’Art –
Kunstobjekt des Monats, in
englischer Sprache, Nationalmuseum für Geschichte und
Kunst, Di. 12.30, Do. 19.00
Red & White Party, Kulturhuef, Grevenmacher, Sa. 21.00

22 FORUM

Tageblatt

Foto: Tageblatt-Archiv

Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

Meinungsfreiheit
FREIE REDE UND FREIE ÄUSSERUNG (TEIL 1)
Frank Bertemes
Wir schätzen die Menschen,
die frisch und offen ihre
Meinung sagen –
vorausgesetzt, sie meinen
dasselbe wie wir.
Mark Twain
So ein pikantes Zitat von Samuel
Langhorne Clemens, der vom 30.
November 1835 bis zum 21. April
1910 lebte und unter seinem
Pseudonym Mark Twain weltbekannt wurde. Wir kennen den
amerikanischen Schriftsteller als
Autor der Bücher über die Abenteuer von Tom Sawyer und
Huckleberry Finn.

Amerikanischer
Realismus
Mark Twain wurde berühmt als
Vertreter des Literatur-Genres
des amerikanischen Realismus
und besonders wegen seiner humoristischen, von Lokalkolorit
und genauen Beobachtungen sozialen Verhaltens geprägten Erzählungen sowie aufgrund seiner
scharfzüngigen Kritik an der
amerikanischen Gesellschaft. In
seinen Werken beschreibt er den
alltäglichen Rassismus; seine
Protagonisten durchschauen die

Heuchelei und Verlogenheit der
herrschenden Verhältnisse. Der
Schriftsteller starb 1910 als gefeierte Persönlichkeit. Nach einer
Verleihung des Grades „Master
of Arts“ ehrenhalber 1888 verlieh
ihm die Yale University 1901 einen Ehrendoktor.
Sein Werk hat viele englischsprachige Autoren beeinflusst.
Ernest Hemingway sagte über
ihn: „Die gesamte amerikanische
Literatur stammt von einem
Buch von Mark Twain namens
Huckleberry Finn ab. Vorher gab
es nichts. Seitdem gab es nichts,
was dem gleichkommt.“ Und das
lassen wir ganz einfach mal so
stehen ...
Nach dieser biografischen Notiz dann zur „Praxis“ und zu
Mark Twains einführendem Zitat, das uns zum Titel dieses Beitrags führen soll.
Eine – meint seine – Meinung
zur Meinungsfreiheit zu äußern,
ist heuer jedenfalls aktuell.
Und dass diese hierzulande ob
der (vermeintlichen) „Sorge“ gewisser Politkreise, die sich zu einer „Partei“ fragwürdiger Qualität organisiert haben, tatsächlich
infrage gestellt sein soll, dürfte
wohl kaum jemand allen Ernstes
meinen – meint in real – glauben.
Auch wenn gewisse, bestimmt

nicht unumstrittene Politiker
einer genau so wenig unumstrittenen Partei, die erst kürzlich in
diesem Kontext wiederum nicht
von der Gelegenheit profitierten,
sich ob ihres entsprechend
zweifelhaften Rufes, einer gewissen – sehr rechtslastigen, um
deutlich zu sein – politischen
Richtung anzugehören, einmal
mehr verbal zurückzuhalten,
ebendies aus pur opportunistischen, meint rein elektoralen,
Gründen dennoch wiederum
nicht taten.

Ein subjektives
Recht
„Schweig oder red’ etwas, das
besser ist denn Schweigen.“ So
ein entsprechend deutliches
Sprichwort, das gewissen Herren
hier unbekannt zu sein scheint.
Doch muss man sich tatsächlich
noch wundern, dass diese Gelegenheit des intelligenten Schweigens einmal mehr von gewissen
„Volksvertretern“ der lächerlich
überflüssigen „Alternativ Demokratischen Reformpartei“ verpasst wurde?
Kaum, wie wir kritischen Beobachter leider wissen ... Die Mei-

nungsfreiheit – eigentlich die
„Meinungsäußerungsfreiheit“
oder auch die „Redefreiheit“ – ist
das subjektive Recht auf freie Rede sowie freie Äußerung der Meinung. Diese kann sowohl in
Schrift als auch in Wort, Bild
oder anderen Übertragungsmitteln erfolgen. Auch international
findet die Meinungsfreiheit ihre
gesetzlichen Grundlagen.
So regelt Art. 19 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte diese auf der Ebene der
Vereinten Nationen wie folgt:
„Jeder Mensch hat das Recht auf
freie Meinungsäußerung; dieses
Recht umfasst die Freiheit, Meinungen unangefochten anzuhängen und Informationen und Ideen mit allen Verständigungsmitteln ohne Rücksicht auf Grenzen
zu suchen, zu empfangen und zu
verbreiten.“
Und wenn wir schon bei den
offiziellen Texten sind, regelt Artikel 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention die Meinungsfreiheit u.a. durch folgenden Passus: „Jedermann hat Anspruch auf freie Meinungsäußerung. Dieses Recht schließt die
Freiheit der Meinung und die
Freiheit zum Empfang und zur
Mitteilung von Nachrichten oder
Ideen ohne Eingriffe öffentlicher

Behörden und ohne Rücksicht
auf Landesgrenzen ein.“ Das alles dürfte klar sein – zumindest
theoretisch.

Völlig überflüssige
Interpellation
Im Klartext sieht ein in diesem
Kontext, wie eingangs angedeutet, gezielt visierter ADR-Abgeordneter in seiner völlig überflüssigen Interpellation zum Thema
„Meinungsfreiheit“ doch tatsächlich ebendiese Meinungsfreiheit
in Luxemburg gefährdet. Unter
dem Deckmantel der „political
correctness“ werde – so der
durch seine trockenen Auftritte
bekannte ADR-Abgeordnete mit
(glücklicherweise) sehr überschaubarem Sympathiepotenzial,
der sich des Öfteren so ziemlich
aller Tricks aus der rechten Mottenkiste zu bedienen versteht –,
wie er dramatisch meint, „die
freie Meinungsäußerung schleichend untergraben“. Eher ein
Witz, wie man normalerweise in
unserem Lande sofort reagieren
würde.
Teil 2 in unserer morgigen
Ausgabe

DIE WELT
DES SPORTS

Tageblatt
Seite 23 / Nr. 295
Dienstag, 19. Dezember 2017

Hochleistungssport gepaart mit einer Menge Eleganz gab es von Samstag bis gestern beim sechsten Luxembourg Cup zu sehen (Foto: Marcel Nickels)

Ein ansprechendes Niveau
RHYTHMISCHE SPORTGYMNASTIK Luxembourg Cup 2017
Jenny Zeyen
Von Samstag bis gestern
stand im Sportkomplex in
Belair ein prall gefülltes
Programm an. Denn zum
sechsten Mal wurde bereits
der Luxembourg Cup
ausgetragen, für den über
400 Athletinnen den Weg
ins Großherzogtum gefunden
hatten.
Viel Arbeit demnach für die Organisatoren der Ecole de GRS
Luxembourg, die in der Rhythmischen Sportgymnastik im Jahr
2012 die ersten waren, die ein internationales Teilnehmerfeld für

Arantia Fels im Pokal:
Nichts zu verlieren
S. 25

einen Wettbewerb nach Luxemburg locken konnten. Das Tageblatt unterhielt sich nach den
drei Wettkampftagen gestern
Abend mit Präsidentin Oksana
Vichniakova.
Tageblatt: Drei lange Tage
haben Sie nun hinter sich.
Wie fällt Ihr erstes Fazit aus?
Oksana Vichniakova: 80 Delegationen aus 31 Ländern, mehr
als 400 Turnerinnen hatten sich
in diesem Jahr für den Luxembourg Cup angemeldet. Das
spricht schon für sich. Nach den
Schwierigkeiten, die wir über den
Sommer hatten, als die Arbeit
beim nationalen Verband brach-

lag und wir unsere Unterlagen somit auch nicht beim internationalen Verband FIG einreichen
konnten, bin ich mit der Organisation ganz zufrieden. Man darf
nicht vergessen, dass in einer
wichtigen Vorbereitungsphase
vieles blockiert war, was für uns
sicher nicht ideal war.
Bei den Junioren und Seniors
waren keine Luxemburgerinnen am Start. Wie steht es
um den Nachwuchs in Ihrem
Verein?
Wir haben mehrere junge Talente im Klub, so wie etwa die
drei Meysembourg-Schwestern.
Für sie war es wichtig, Erfahrung

HB Petingen ins Final Four
Sam Frères im Interview / S. 27

auf diesem internationalen Niveau zu sammeln. Auch wenn
unseren Nachwuchsturnerinnen
noch einige Fehler unterlaufen
sind, so ist das normal. Potenzial
ist auf jeden Fall vorhanden.
Wie sieht die Zukunft des
Luxembourg Cup aus?
Von der Quantität her sind wir
auf einem ansprechenden Niveau
angekommen. Ich habe für die
nächste Auflage einige weitere
Ideen und glaube auf jeden Fall
ganz fest an die Zukunft dieses
Wettbewerbs.

Mehr zum Luxembourg Cup

S. 24

Auftakt der Hallensaison:
Leichtathleten in Frühform
S. 26

24 TURNEN

SPORT

Tageblatt
Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

Eine Rekordauflage
LUXEMBOURG CUP 2017 Mehrkampf der Juniors und Seniors, Kategorie FIG
Jenny Zeyen

Offen für Lösungen

In den beiden
FIG-Wettkämpfen der
höchsten internationalen
Kategorie gingen bei den
Juniors 44 Turnerinnen und
bei den Seniors 22
Athletinnen an den Start. In
Sachen Quantität hat sich der
Luxembourg Cup bei seiner
sechsten Auflage somit noch
einmal gesteigert.

Ergebnisse
Mehrkampf:
Seniors FIG (22 Teilnehmerinnen):
1. Alisa Sadek (LBN) 55,750 Punkte,
2. Polina Netsvetaeva (RUS) 55,450,
3. Eleni Erimoude (CYP) 53,900, 4.
Alexandra Evdokimovay (RUS)
53,800, 5. Kim Tatyana (UZB)
51,250, 6. Stephani
Sherlock (GB) 50,950, 7. Salome Unushadze (GEO) 50,600, 8.
Mimi-Isabella Cesar (GB) 49,950, 9.
Fredrikke Tynning-Bergestuen (NOR)
48,650, 10. Liisa Leontine Lill (EST)
47,350

Foto: Marcel Nickels

Nicht mehr nur aus der Großregion kommen die Turnerinnen
nach Luxemburg. Neben Russland, das diese Sportart seit jeher
dominiert, waren auch Athletinnen aus Australien, Ägypten,
dem Libanon oder auch Kanada
im Großherzogtum vertreten.
Aserbaidschan schickte sogar
seinen Nachwuchskader zum
Luxembourg Cup.
Bei den Juniorinnen gab es
schließlich dennoch kein Vorbeikommen an der russischen Dominanz. Maria Malysheva sicherte sich mit Wertungen, die mit allen vier Geräten die 15-PunkteMarke übertrafen, souverän den
ersten Platz. Die ersten vier Positionen belegten allesamt russische Turnerinnen.
Bei den Seniors ging der Sieg
im Mehrkampf unterdessen an
Alisa Sadek aus dem Libanon.
Hier verlief der Wettkampf um einiges spannender. Mit einer Gesamtwertung von 55,750 Punkten lag Sadek nur 0,300 Einheiten vor der Russin Polina Netsvetaeva, die sich mit dem Reifen einen großen Patzer leistete und
mit einem Abzug von 1,5 Punkten bestraft wurde. Auf Rang drei
landete mit Eleni Erimoude eine
Athletin aus Zypern.
Luxemburgische Athletinnen
waren in diesen beiden Kategorien nicht am Start.

In den letzten Jahren dominierte in der Rhythmischen
Sportgymnastik in Luxemburg bekanntlich ein nicht
enden wollender Streit zwischen den verschiedenen
Vereinen die Schlagzeilen.
Wie am Rande des Luxembourg Cup zu erfahren war,
wollen sich nun jedoch alle
Beteiligten zusammen mit
dem neuen Vorstand der
FLGym an einen Tisch setzen, um über Lösungen zu
diskutieren. In Luxemburg
gibt es für diese Disziplin bekanntlich noch keinen Nationalkader und keine festen
Strukturen. Dies soll sich in
Zukunft ändern.
J.Z.

Bei den Juniorinnen kämpften 44 Teilnehmerinnen um den Sieg im Mehrkampf

Juniors FIG (44 Teilnehmerinnen):
1. Maria Malysheva (RUS) 61,500, 2.
Anastasia Simakova (RUS) 58,800,
3. Dana Semirenko (RUS) 58,350, 4.
Polina Sycheva (RUS) 56,350, 5. Nikol Krasiuk (UKR) 56,200, 6. Alinay
Arisoiva (RUS) und Kelevan Arbolishvili (GEO) 55,000, 8. Daria Bobrik
(RUS) 53,200, 9. Carmen Marii Aesma (EST) 52,800, 10. Yuliia Tretiak
(UKR) 50,800

Der steinige Weg an die Weltspitze
SALOME PAZHAVA 20-jährige Topathletin der Rhythmischen Sportgymnastik im Interview
Salome Pazhava, ein Name,
mit dem in Luxemburg wohl
nur die wenigsten etwas
anfangen können. Doch die
20-Jährige hat sich in ihrer
Sportart bereits früh einen
Namen gemacht.
Mit ihren energiegeladenen und
ausdrucksstarken Übungen, vor
allem ihren innovativ tänzerischen Choreografien, ist die in
Moskau geborene Georgierin bei
Wettbewerben schnell zum Publikumsliebling avanciert. Die
Musikwahl ihrer Programme
ging in der Vergangenheit von
Michael Jackson und Muse über
zeitgenössischen Tanz bis hin zu
traditionellen georgischen Klängen, die in moderne Versionen
verpackt wurden. Alle haben dabei jedoch etwas gemeinsam: Mit
ihnen sticht Pazhava deutlich aus
der Masse an Athletinnen heraus.
In Erinnerung bleibt sicherlich
ihre Übung mit dem Band aus
dem Jahr 2015, die ihr bei den
ersten Europaspielen in Baku die
Bronzemedaille
einbrachte.
Sportlich kann sie zudem einen
vierten Platz im Mehrkampf bei
der WM 2015 in Stuttgart aufweisen, bevor sie eine hartnäckige
Verletzung bei den Olympischen
Spielen 2016 (Rang 14) ausbremste und sie somit erst im August 2017 ihr Comeback feiern
konnte.

Wie sehr die junge Athletin
vom Publikum geschätzt wird,
wurde am Wochenende beim Luxembourg Cup in Belair deutlich,
bei dem sie als Stargast vertreten
war und gestern eine „Masterclass“ hielt. Reihenweise scharten sich die jungen Nachwuchstalente um die stets gut gelaunte
Georgierin, um ein begehrtes
Autogramm oder Foto zu ergattern.
Das Tageblatt unterhielt sich
im Rahmen des Luxembourg Cup
mit Salome Pazhava über den
harten Weg, den sie gehen musste, um sich in der Weltspitze zu
etablieren.
Tageblatt: Wie sind Sie zur
Rhythmischen Sportgymnastik gekommen?
Salome Pazhava: Ich war ein
sehr lebhaftes Kind und brauchte
stets etwas, womit ich meine
Energie loswerden konnte. So
habe ich auch mit dem Tanzen
angefangen. Ich war hiermit jedoch nicht ganz zufrieden, fand
es nicht so interessant und suchte
dementsprechend etwas Neues.
So bin ich mit acht Jahren zur
Rhythmischen Sportgymnastik
gekommen. Die ganzen Geräte
haben mich so fasziniert; man
sagt mir immer, wie glücklich ich
damals aussah, als ich es ausprobiert habe. Es war genau das, was
ich finden wollte.

Ein Einstieg mit acht Jahren
ist für diese Sportart doch
relativ spät?
Die Trainerin hat mir am Anfang auch nur zehn Tage Zeit gegeben. Hätte ich es in diesem
Zeitraum nicht geschafft, ihr die
ersten Elemente zu präsentieren,
hätte sie abgelehnt. Dann wäre es
definitiv zu spät gewesen, noch in
diese Sportart einzusteigen.
Von Anfang an mussten Sie
also viele Hürden überwinden, um diese Sportart ausüben zu können?
Viele Mädchen kommen mit
vier oder fünf Jahren zur Rhythmischen Sportgymnastik und
sind sehr beweglich und dafür gemacht. Ich war nicht unbedingt
sehr talentiert, konnte zum Beispiel keinen Spagat. Zu dieser
Zeit gehörte ich sicherlich nicht
zu den besten Turnerinnen.
Wie viel Zeit hat es gebraucht, um diesen Rückstand auf die anderen Athletinnen aufzuholen und dann
eine solche Karriere hinzulegen?
Es war eine Zeit mit Glück,
aber auch mit vielen Tränen. Am
Anfang ist es nur schrittweise vorangegangen und es gab viele
schwierige Zeiten, in denen nicht
alles geklappt hat. Der ganze Prozess, um ein höheres Niveau zu

erreichen, ging jedenfalls nur
sehr langsam vonstatten. Man
muss eine starke Persönlichkeit
sein. Psychisch und physisch ist
es sehr hart und verlangt einem
sehr viel Arbeit ab. Man muss
diese Sportart einfach lieben, ohne die nötige Leidenschaft wird
man es nicht schaffen. Das ganze
Leben, die ganzen Gedanken gehören bei mir dieser Sportart.
Aktuell trainiere ich mindestens
fünf Stunden pro Tag.
Wie beliebt ist die Rhythmische Sportart eigentlich in
Ihrem Heimatland Georgien?
Während der Zeit der Sowjetunion gab es eine gute Basis,
doch danach ist diese Sportart
komplett untergegangen. Zu der
Zeit, als ich angefangen habe,
war die Sportart in Georgien
überhaupt nicht populär. Durch
die Resultate der vergangenen
Zeit hat sich dies jedoch geändert, man kann Wettbewerbe im
Fernsehen sehen und es gibt
auch einige Nachwuchsturnerinnen.
Nach dem vierten Platz bei
der WM 2015 lief es in den
letzten beiden Jahren weniger gut. Welche Gründe hat
dies?
Die letzte Weltmeisterschaft
war sehr schwierig. Nach den
Olympischen Spielen musste ich

verletzungsbedingt fast ein Jahr
pausieren, hatte an der Uni zudem Prüfungen. Für die Vorbereitung der letzten WM in Pesaro
hatte ich nur ca. sechs Wochen
Zeit. Ich habe zudem neue Programme gezeigt, hatte also sehr
wenig Zeit, um ein gutes Ergebnis
zu erreichen. Der Druck war zudem höher. Wenn man bis an der
Weltspitze ist, dann erwartet
auch jeder etwas Besonderes von
einem. Ich war jedoch glücklich.
Denn nach dieser langen Pause
wieder zurück auf die Matte zu
können und die ganzen positiven
Reaktionen vom Publikum zu erhalten, hat schon sehr gutgetan.
Das war genau das, was mir gefehlt hat.
In Luxemburg ist die Rhythmische Sportgymnastik noch
eine sehr junge Sportart. Haben Sie einen Ratschlag, den
Sie den jungen Mädchen mit
auf den Weg geben würden?
Auf den Trainer hören und akzeptieren, was einem gesagt wird,
das ist sehr wichtig. Manchmal
denkt man sich, dass das alles
Quatsch ist, aber das stimmt
nicht. Ich war immer diejenige,
die das berücksichtigt hat, was einem im Training gesagt wurde,
und das hat mich schlussendlich
dahin gebracht, wo ich aktuell
stehe. Anders kann man nichts
erreichen.
J.Z.

Tageblatt

SPORT BASKETBALL 25

Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

Nichts zu verlieren

Trier siegt knapp

ARANTIA FELS Vor dem Pokalspiel gegen Amicale Steinsel

BASKETBALL

Im Ausland

Jenny Zeyen

Besser hätte die Spielzeit
2017/18 bisher für die Felser
nicht laufen können. 14 Siege in
14 Meisterschaftsspielen und
zwei Siege im Pokalwettbewerb
kann man aktuell verzeichnen.
Dass die Saison nach dem Abstieg aus der höchsten Spielklasse für Pedro Nunes und Co. so
gut laufen würde, hatte sich auch
der 29-Jährige im Vorfeld nicht
erwartet: „Wir wussten, dass wir
uns gut verstärkt haben. Mit DJ
(Wilson) konnten wir einen wertvollen Spieler aus Ettelbrück verpflichten, der Erfahrung aus der
Nationale 1 mitbringt. Wichtig
war es auch, dass mit Ladarius
Tabb ein US-Spieler aus der vergangenen Saison dem Verein treu
geblieben ist. Er kennt den luxemburgischen Basketball und
die Mitspieler kennen ihn. Dass
wir jedoch mit einem 14:0 in die
Meisterschaft starten würden
und zu diesem Zeitpunkt noch
ungeschlagen sind, hat uns dann
aber doch schon überrascht.“
Über die letzten Jahre haben
die Felser nun mehrmals die
Spielklasse gewechselt. Zudem
haben inzwischen einige wichtige Leistungsträger ihre Schuhe
an den Nagel gehängt und Aufbauspieler Rui Nunes musste sich
in der Zwischensaison einer
Knie-OP unterziehen und setzt
auf jeden Fall während dieser
Spielzeit aus. All diese Änderungen konnte man jedoch kompensieren, indem man mehrere Spieler aus der Region, u.a. vom großen Nachbarn Ettelbrück, verpflichtete. „DJ ist zum Beispiel
die ganze Woche über an der Uni
und kann dann auch nicht mit
uns trainieren. Bei der Etzella
wäre es einfach schwieriger, zu
spielen, auch weil das Niveau in
der Total League ein anderes ist.
Nachwuchsspieler können bei
uns hingegen auf sich aufmerk-

Archivbild: Gerry Schmit

Zum Abschluss des
Viertelfinals der Coupe de
Luxembourg trifft die Arantia
Fels, ungeschlagener
Tabellenleader in der
Nationale 2, morgen auf den
Tabellenführer der Total
League, die Amicale Steinsel.

Pedro Nunes und die Arantia Fels sind in dieser Saison noch ungeschlagen
sam machen“, erklärte der jüngere Nunes-Bruder. Mit Jérôme
Hansen betreut zudem ein ehemaliger Spieler zurzeit die Mannschaft, eine große eingespielte
Familie demnach. „Vor einigen
Jahren, in der Nationale 3, war er
bereits unser Trainer. In dieser
Saison sind wir übrigens ungeschlagen geblieben. Er ist ein ExSpieler, ein alter Felser demnach
und kennt uns und den Verein.
Wir hatten auch bei anderen
Trainern angefragt, doch nach
dem Abstieg waren wir für sie
einfach nicht mehr so attraktiv.“
Nach den bisherigen Leistungen kann das Ziel in dieser Saison im Lager der Arantia nur
Aufstieg lauten. Dies bestätigte
auch Pedro Nunes: „So wie die
Saison für uns bisher lief, kann
man nichts anderes behaupten.
Wir wollen unbedingt wieder eine gewisse Konstanz erreichen,
eine eingespielte Mannschaft
aufbauen, mit der man auch im

Oberhaus bestehen kann. Denn
nach unserem letzten Aufstieg
mussten wir zu viele Änderungen
bewältigen.“
Doch nun steht erst einmal am
morgigen Mittwoch das Viertelfinale in der Coupe de Luxembourg auf dem Programm – ein
Spiel, in das die Arantia als klarer
Underdog geht. „Ich erwarte mir
einen harten Kampf und hoffe,
dass wir unser Polster von zehn
Punkten so lange wie möglich
verteidigen können. Wir müssen
einfach, solange wir können, dagegen halten. Wir sind sicher der
klare Außenseiter, denn wir sind
den Rhythmus der Total League
nicht gewohnt. Doch im Basketball ist alles möglich. Es handelt
sich um ein Spiel unter der Woche, es wird in unserer Halle ausgetragen und der Pokal hat seine
eigenen Gesetze.“ Und auch
wenn das Spiel gegen Titelverteidiger Amicale Steinsel für die
Arantia sicherlich ein Highlight

dieser Saison sein wird, hatte
man sich insgeheim doch einen
anderen Gegner gewünscht, wie
auch Nunes bestätigte. „Eigentlich hätten wir jeden anderen
Gegner lieber gehabt. Auch wenn
die Spiele gegen die weiteren
Teams aus der Nationale 1 ebenfalls nicht einfach geworden wären, hätten wir hier vielleicht bessere Chancen gehabt, ins Halbfinale einzuziehen.“

16
Pflichtspiele bestritt
die Arantia Fels in der
laufenden Saison und
gewann alle

Hart umkämpfte Duelle erwartet
COUPE DE LUXEMBOURG Viertelfinale heute und morgen
Im nationalen Basketball
steht in der Woche vor
Weihnachten noch ein
beachtliches Programm an,
angefangen mit den
Viertelfinalspielen der Coupe
de Luxembourg, die heute
und morgen ausgetragen
werden.
Dabei kommt es heute direkt zu
zwei interessanten Duellen zwischen Erstligisten. In Stadtbredimus treffen die Musel Pikes auf
den Basket Esch. Nach der bitteren 99:100-Niederlage in der
Meisterschaft gegen Ettelbrück
dürften die Moselaner auf eine
schnelle Wiedergutmachung aus
sein. Zwar gewann Esch das bisher einzige Aufeinandertreffen
dieser Saison an der Mosel mit
86:79, doch die Voraussetzungen
sind inzwischen andere. Denn
die Spieler um Kapitän Joé Biever
müssen auf ihren verletzten USSpieler Jordan Hicks verzichten,
der durch John Polynice ersetzt
wird. Nach zwei Niederlagen in
Folge meldeten sich die Escher

am Samstag mit einem Sieg in der
Meisterschaft gegen Bartringen
jedoch zurück.
Auch das Duell zwischen der
Sparta Bartringen und der Résidence Walferdingen könnte sich
zu einer spannenden Angelegenheit entwickeln. In der Meisterschaft belegen Gindt und Co.
zurzeit mit Rang sechs den letzten Play-off-Platz und schmissen
im Pokalachtelfinale zudem den
T71 auf souveräne Art und Weise
aus dem Wettbewerb. Über die
gesamte Saison hinweg zeigte
man sich jedoch zu unkonstant
und verlor somit in der Meisterschaft die beiden letzten Spiele
gegen Düdelingen und Esch. Die
Résidence hatte unterdessen einen schweren Start in die Saison.
Mit neuem Trainer (Erny Gruskovnjak) und US-Spieler (Jalen
Nesbitt) will man nun das Feld
von hinten aufrollen. In den letzten beiden Wochen sprangen für
Max Schmit und Co. jedenfalls
zwei eminent wichtige Siege gegen Contern und Heffingen heraus. Somit liegt man aktuell wie-

der im Rennen um einen Platz in
der Titelgruppe.

Zwei Underdogs
Neben sechs Teams aus der
höchsten Spielklasse sind auch
noch zwei Mannschaften aus der
Nationale 2 im Rennen um den
Pokaltriumph. Heute Abend
empfängt der Telstar Hesperingen die Etzella Ettelbrück – und
wird versuchen, sein Polster von
zehn Punkten über die Runden
zu bringen. Rekordpokalsieger
Ettelbrück liebt diesen Wettbewerb bekanntlich, musste in den
vergangenen Jahren jedoch oft
bei Spielen während der Woche
die Segel streichen. Für die Nordisten gilt es demnach, höllisch
aufzupassen. Denn der Telstar
zeigte sich bisher in Form und
liegt mit Platz vier auf Kurs, um
im zweiten Meisterschaftsteil um
den Aufstieg zu spielen.
Morgen treffen dann noch die
Führenden der ersten sowie
zweiten Spielklasse aufeinander.

Arantia Fels ist in der Nationale
2 noch immer ungeschlagen und
führt die Tabelle mit einem Vorsprung von zwei Punkten auf die
Kordall Steelers an. Kann das
Team um Kapitän Sam Ferreira
den Tabellenführer der Nationale 1, die Amicale Steinsel, in Bedrängnis bringen? In der Sporthalle „Filano“ taten sich in den
letzten Jahren bereits viele Favoriten schwer, die Felser haben
jedenfalls gegen den favorisierten Titelverteidiger nichts zu
verlieren und werden sicherlich
morgen Abend befreit aufspielen
können.
J.Z.

Programm
Coupe de Luxembourg, Viertelfinale
Heute:
20.30: Musel Pikes - Esch
20.30: Hesperingen (+10) - Etzella
20.30: Bartringen - Walferdingen
Morgen:
20.30: Fels (+10) - Steinsel

In der deutschen Pro A durften die Gladiators Trier einen
knappen Auswärtssieg in
Hamburg feiern (72:70) und
kletterten auf Rang zehn.
Thomas Grün steuerte zwei
Punkte und drei Rebounds
bei. In der Bundesliga unterlag Saarlouis zu Beginn der
Rückrunde knapp mit 61:67
gegen den Herner TC. Magaly
Meynadier (2 Punkte, 3 Rebounds) und Anne Simon (5
Punkte, 2 Assists) kamen beide zum Einsatz. In der zweiten Liga Nord gewann Grünberg mit 76:65 gegen Osnabrück. Jana Putz erzielte sechs
Punkte. In den Niederlanden
gab es für Den Helder in der
letzten Woche die Niederlagen
neun und zehn. Am Mittwoch
verlor man mit 82:84 in Leeuwarden, am Sonntag mit 56:82
gegen Den Bosch. Alex Laurent erzielte 24 bzw. acht
Punkte. In der italienischen
Serie B setzte sich Bolzano
souverän mit 75:31 gegen Treviso durch. Nadia Mossong
kam auf 19 Zähler. Die University of Virginia bestreitet
zurzeit das West Palm Invitational, wo man am Sonntag
mit 77:59 gegen Ohio gewann.
Lisa Jablonowski konnte sechs
Punkte erzielen.
J.Z.

Spiel abgesagt
HANDBALL
Das Spiel der Trierer Miezen
um Tina Welter gegen Tabellennachbar Füchse Berlin
musste am Samstag abgesagt
werden. Der Bus der Berlinerinnen hatte unterwegs eine
technische Panne. Die Partie
wird im neuen Jahr neu angesetzt.
J.Z.

Düren mit
Auswärtssieg
VOLLEYBALL
Am letzten Mittwoch gewann
Noliko Maaseik das Halbfinale des „BK-België“ mit 3:0 gegen Avoc Achel. Vor Weihnachten steht am morgigen
Mittwoch eine weitere Champions-League-Begegnung auf
dem Programm. Kamil Rychlicki und Co. treffen auf den
türkischen Vertreter Arkas Izmir (20.30 Uhr). In der deutschen Bundesliga siegten die
Powervolleys Düren unterdessen mit 3:1 in Rotenburg.
Für das Team um Gilles Braas
war es der zweite Auswärtssieg in Folge.
J.Z.

Reding feiert
Vorjahressieg
LEICHTATHLETIK François Reding konnte wie im letzten Jahr
den Hauptlauf über 25 km des
„3-Länner-Trail“ in Lieler gewinnen. Der Belgier überquerte die
Ziellinie nach 1.36.22 Stunden.
Auf den Plätzen dahinter folgte
Christian Molitor (+1.03 Minuten) und Manuel Herren (+11.15
Minuten).
Beste weibliche Läuferin wurde
Diane Heuertz, die in einer Zeit
von 2.07.08 Stunden im Ziel ankam.

26 LEICHTATHLETIK

SPORT

Tageblatt
Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

Frühform lässt grüßen
LEICHTATHLETIK „Indoor-Laf-Meeting“ in der Coque
Marie-Paule Thoma

Patrizia Van der Weken zeigte
gleich bei ihrem ersten Lauf, dass
man diese Saison schwer in den
Sprintstrecken an ihr vorbeikommen wird. Die CAPA-Athletin
gewann ohne Mühe die 300 m in
der persönlichen Bestzeit von
40.39 Sek. Tamara Krumlovsky
(CSL) konnte in 42.30 Sek. noch
gerade so die junge Debbie Schanen (CAB) in Schach halten, die
sich in 42.69 Sek. um 18 Hundertstel verbesserte. Lara Marx
(CAD) lief Bestzeit in 43.04 Sek.
wie auch Sally Mossong (CAEG)
in 43.24 Sek.
Lena Kieffer war über 600 m
der Konkurrenz in 1.37.21 Min.
zu schnell – mit einem Vorsprung
von 3.77 Sek. Die CSL-Athletin
verbesserte sich um 73 Hundertstel gegenüber letztem Jahr. Tamara Krumlovsky (CSL) wurde
Zweite in 1.40.98 Min. Chloé
Schmidt (CAEG/1.41.19 Min.)
kämpfte mit Margaux Bruls
(CSL/1.41.19 Min.) um den dritten Platz. Beide liefen persönliche Bestzeiten. Über 1.000 m ließ
Jenny Gloden (Celtic) in 2.57.34
Min. ihren Verfolgerinnen keine
Chance. Margaux Bruls lief als
Zweite Bestzeit in 3.04.14 Min.,
derweil Fanny Goy (CAD) eine
persönliche Bestzeit in 3.04.19
Min. erzielte.

Foto: Marcel Nickels

Etliche Athleten sind schon
zu Beginn der Saison in einer
interessanten Frühform.
In allen Läufen beim
„Indoor-Laf-Meeting“ in der
Coque kamen nämlich
massenweise persönliche
Bestleistungen zustande.

Patrizia Van der Weken war in den Sprintdisziplinen nicht zu stoppen
Bei den Männern kamen ebenfalls sehr ansprechende Leistungen zustande. Philippe Hilger
(Fola) verbesserte sich über 300
m um 14 Hundertstel auf 35.39

Sek. Man darf nun gespannt sein,
was er beim ersten Regio-Meeting über 400 m zeigen wird. Maxime Parant (CSL) lief ebenso
Bestzeit in 35.95 Sek. Olivier

Boussong (CAD) ließ in 36.33
Sek. Saidy Noah (CAB/36.49
Sek.) hinter sich. Luc Hensgen
(CAS) lief Bestzeiten sowohl
über 300 m in 37.03 Sek. wie

auch über 600 m in 1.23.34 Min.
Über 1.000 m musste er sich
dann aber mit der Zeit von
2.46.87 Min. zufriedengeben.
Der Trierer Dominik Werhan
war hier in 2.33.99 Min.
Schnellster. Zu erwähnen sind
noch die persönlichen Bestzeiten über 600 m von Luca Bonanimo (CSL) in 1.23.75 Min. und
Ali Hachim Prati (Celtic/1.24.06
Min.). Tim Thull (Celtic) war in
2.36.66 Min. der erste Luxemburger über 1.000 m hinter dem
Trierer Werhan.
Über 100 Débutants- und Scolaires-Jungen und -Mädchen liefen die 1.000 m. Bei den Débutantes sind Matilde Barberis
(CSL/3.55.13
Min.),
Lena
Schweitzer (CAD/3.55.25), Hannah Kramer (CAEG/3.57.06
Min.) sowie Pia Brandenburger
(Celtic/3.57.49 Min.) zu erwähnen. Die 1.000 m der Scolaires
gewann die Belgierin Nina Prijot
in 3.36.17 Min. vor Lola Kemp
(Fola/3.38.84 Min.), Charlotte
Ailloud-McIntyre (3.39.48 Min.)
Lou Schmit (CAEG/3.39.65
Min) und Ina Sofia Weber
(CAB/3.39.80 Min.).
Der „Neu-Lizenzierte“ Wayne
Roden (Celtic) war schnellster
Débutant über 1.000 m in 3.27.29
Min.
vor
Tom
Bausch
(CSL/3.33.97 Min.), Scott van
Berkum (Celtic/3.40.48 Min.)
und Morgan Correia Hughes
(CAEG/3.40.89 Min.) Scolaire
Cameron Schroeder (CAS) lief
der Konkurrenz über 1.000 m in
3.19.24 Min. davon. Zweiter
wurde hier Gaspare Barberis
(CSL) in 3.20.34 Min. vor seinem
Vereinskameraden Kian Wensveen mit 3.21.21 Min.

Michael Jordan der absolute Krösus
EINNAHMEN Die bestbezahlten Sportler der Geschichte

1. Michael Jordan (USA/Basketball/1,85 Milliarden Dollar)

2. Tiger Woods
(USA/Golf/1,7)

ne Schuhmodelle widmete. Wohl
der entscheidende Deal, der den
heutigen
Unternehmer
und
Mehrheitseigner der Charlotte
Hornets zum reichsten Sportler
der Geschichte macht.

Ausrüstervertrag
Hinter Jordan stehen in der
„Geldrangliste“ mit Tiger Woods
(2./1,7 Milliarden Dollar), dem
2016 verstorbenen Arnold Palmer (3./1,4 Milliarden Dollar)
und Jack Nicklaus (4./1,2 Milliarden Dollar) drei legendäre USGolfer. Auch der 14-malige Major-Champion Woods ist, wie Jordan, eines der wichtigsten Werbegesichter von Nike. Der USKonzern hielt auch nach den privaten Eskapaden des Golfstars

3. Arnold Palmer
(USA/Golf/1,4)

als Werbepartner zu seinem
Sportler. Anfang Dezember feierte Woods auf den Bahamas nach
neunmonatiger
Zwangspause
sein Comeback auf der Tour.
Aufgrund des in den letzten Jahren chronisch lädierten und viermal operierten Rückens rutschte
Woods in der Weltrangliste zwischenzeitlich auf Position 1.199
ab.
Die Top 10 vervollständigen
der vierte US-Golfer Phil Mickelson (6./815 Millionen Dollar),
Lakers-Legende Kobe Bryant
(7./800 Millionen Dollar), der
gleichauf mit Beckham liegt, und
Basketball-Schwergewicht Shaquille O’Neal (10./735 Millionen
Dollar). Doch keiner dieser großen Sportler kommt mit seinem
Glamour an Protzkönig Mayweather heran.
(SID)

4. Jack Nicklaus
(USA/Golf/1,2)

Archivfoto: AFP

Archivfoto: Reuters

letzungen erlitten und befindet
sich seither in der Reha. Unter
den Top 10 ist der 48-Jährige mit
Stilikone
David
Beckham
(7./800 Millionen Dollar) der
einzige Europäer. Weltfußballer
Cristiano Ronaldo (Portugal)
folgt als zweitreichster Fußballer
„nur“ auf Position zwölf (725
Millionen Dollar).
Der absolute Krösus ist laut
Forbes Basketball-Legende Michael Jordan (1,85 Milliarden
Dollar). Der sechsmalige NBAChampion stieg während seiner
Laufbahn bei den Chicago Bulls
zum meistvermarkteten Sportler
seiner Generation auf. Zu Beginn
seiner Karriere hatte er einen
Ausrüstervertrag mit dem damals
noch eher unbedeutenden USSportartikelhersteller Nike unterschrieben, der ihm fortan eige-

Archivfoto: AFP

Foto: Tageblatt-Archiv

Glitzer, Glamour, Geld: Keiner
stellt seinen Reichtum so pompös
und offensiv zur Schau wie Floyd
„Money“ Mayweather. Der zurückgetretene ehemalige BoxWeltmeister posiert in den Sozialen Medien nur zu gern mit stapelweise Geldbündeln im Privatjet, ist bekannt für seine wie verrückt glitzernde Uhrensammlung
und Sportwetten in Millionenhöhe. Doch Mayweather ist in der

Geschichte des Sports bei weitem nicht der größte Krösus. Laut
einer Liste des renommierten
Wirtschaftsmagazins
Forbes
steht das 1,73 Meter große
Leichtgewicht mit einem Vermögen von 785 Millionen Dollar lediglich auf Platz neun der bestbezahlten Sportler der Historie. Als
einziger Deutscher unter den Top
25 ist Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher mit
Platz fünf noch vor dem exzentrischen Boxer platziert.
Berücksichtigt wurden unter
anderem Gehälter, Einnahmen
von Werbepartnern und Ausrüstern, Preisgelder sowie Bonuszahlungen. Das Vermögen Schumachers wird auf eine Milliarde
Dollar geschätzt. 2013 hatte der
langjährige Ferrari-Pilot bei einem Ski-Unfall schwere Kopfver-

Archivfoto: AFP

In den Top 10 der
bestbezahlten Sportler der
Geschichte ist ein Deutscher
umzingelt von acht
US-Sportlern und einer
britischen Stilikone.
Das geht aus einem Ranking
des renommierten
Wirtschaftsmagazins Forbes
hervor.

Michael Schumacher
(Deutschland/Formel 1/1,0)

Tageblatt

SPORT HANDBALL 27

Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

Defensivverhalten vorantreiben

Solagna gewinnt
Masters III

HANDBALL Sam Frères (HB Petingen) im Interview
Laurent Neiertz
Petingen konnte sich am
Freitag mit einem 40:36-Sieg
gegen Schifflingen fürs
Final Four qualifizieren.
Zum letzten Mal standen
Gyafras, Settinger und Co.
vor zwei Jahren im
Pokal-Halbfinale. Der
Spielmacher Sam Frères geht
im Tageblatt-Interview auf
den bisherigen Saisonverlauf
seiner Mannschaft ein.

Das Spiel war auch über eine
längere Zeit ausgeglichen ...
Ja, genau. Wir fielen ein paar
Mal in ein kleines Loch. Wir hatten eine gute Phase ganz am Anfang der Partie und trumpften
gleich nach dem Seitenwechsel
einige Minuten groß auf. Wir

Foto: Marcel Nickels

Tageblatt: Sam, am Freitag
wurde Petingen seiner Favoritenrolle gegen Petingen gerecht. Lastete ein wenig
Druck auf euren Schultern?
Sam Frères: Als wir gehört hatten, dass wir gegen Schifflingen
antreten müssen, haben wir uns
schon unsere Chancen ausgerechnet. Wir wussten, dass das
Final Four also in Reichweite wäre. Doch unser Team war gewarnt, schließlich war das Spiel
in der Meisterschaft gegen genau
diesen Kontrahenten doch recht
spannend. Und wir haben uns
nicht unter Druck gesetzt, da der
Begriff des Favoriten für mich
nicht wirklich zutrifft. Die Mannschaft aus Schifflingen hat sich in
dieser Saison nämlich gut verstärkt.

Sam Frères (in Gelb) und Petingen wollen im Final Four für eine Überraschung sorgen
wollten in dieser Partie unseren
Jugendspielern die Chance geben, Erfahrungen zu sammeln.
Deshalb war es auch vielleicht
ein wenig verständlich, dass wir
nicht die ganze Partie über konstant aufspielen konnten.

Wir haben eine
gute
Stammsieben,
die es mit vielen
Mannschaften in
der Meisterschaft
aufnehmen kann.
Es fehlt uns nur
ein wenig an
Rotationsmöglichkeiten.

Das Final Four ist eine große
Chance für Petingen, um in
dieser Saison etwas erreichen
zu können ...
Es ist klar, dass wir in der Meisterschaft die Play-off-Phase erreichen möchten. Haben wir dieses
Ziel erreicht, müssen wir wohl
oder übel mit dem gleichen
Schicksal wie in den vergangenen Jahren vorliebnehmen. Wir
versuchen dann, den „großen“
Vereinen ein Bein zu stellen.
Aber es stimmt, dass wir uns sehr
akribisch auf dieses Halbfinale
vorbereiten werden. Beim Pokal
gelten eigene Gesetze. Es ist nur
ein einziges Spiel. Natürlich
muss bei uns alles passen und der
Gegner muss ein wenig unter seinem Leistungsniveau spielen.
Aber alles ist möglich. Vor zwei
Saisons brachte Petingen Käerjeng auch im Pokal-Halbfinale an
den Rand einer Niederlage. Wir
haben das Potenzial dazu.

Sam Frères
HB Petingen

Am Anfang der Saison musste Petingen hohe Niederlagen
einstecken. In den letzten

Spielen – wie z.B. gegen Berchem – ist vom spielerischen
Standpunkt eine Steigerung
zu erkennen. Findet ihr so
langsam, aber sicher besser
zu eurem Spiel?
Wir hatten mit Startschwierigkeiten zu kämpfen. Vielleicht lag
das auch daran, dass wir keine
ideale Vorbereitung hatten. Es
fehlte
uns
wahrscheinlich
manchmal die nötige Fitness. In
den letzten Begegnungen haben
wir wirklich alles gegeben und
wollten unserem damaligen Trainer Sandor Rac einen würdigen
Abschied schenken.
Du sprichst Sandor Rac an.
Jetzt leitet Slobodan Colovic
die Geschicke. Hast du schon
Unterschiede zwischen den
beiden Coaches feststellen
können?
Der neue Coach verlangt viel
von uns ab und hat deshalb auch
die Intensität im Training noch
einmal erhöht. Jeder Spieler muss
sich jetzt wieder beweisen. Des
Weiteren legt er großen Wert auf
die Defensivarbeit. Die Verteidigung muss seiner Ansicht nach
stärker werden. Im Angriff hat
Petingen seine Optionen, aber im
Abwehrverhalten ist noch Luft
nach oben. Man muss noch besser miteinander kommunizieren.
Außerdem muss der Mittelblock

noch weiter verfeinert werden.
Selbst ein guter Torwart kann
nicht viel ausrichten, wenn es
Abstimmungsprobleme in der
Verteidigung gibt.
Seit Jahren erreicht Petingen
stets das Play-off. In dieser
entscheidenden Phase der
Meisterschaft steht man dann
gegen die anderen fünf
Teams immer auf verlorenem
Posten. Warum ist dies der
Fall?
Wir haben eine gute Stammsieben, die es mit vielen Mannschaften in der Meisterschaft aufnehmen kann. Es fehlt uns ein wenig
an
Rotationsmöglichkeiten.
Wenn ein Spieler 60 Minuten in
der Verteidigung hart ackern
muss, kostet ihn das enorm viel
Kraft. Dann unterlaufen einem
aufgrund der Müdigkeit zu viele
Flüchtigkeitsfehler. Bei den fünf
führenden Mannschaften in der
Liga bekommen die Stammspieler während der Matches ihre
Auszeiten. Diesen Luxus können
wir uns nicht erlauben und haben
dann am Ende mit der Kondition
zu kämpfen. Des Weiteren haben
einige unserer Jugendspieler, die
mehr und mehr zum Einsatz
kommen sollen, immer wieder
mit kleinen Wehwehchen zu
kämpfen und konnten deshalb
nicht anständig trainieren.

Aus in der Qualifikation

Pauquet erfolgreich

BADMINTON Turkey International

BADMINTON In Verviers

Drei Luxemburger schieden in
der 1. Qualifikationsrunde in Ankara aus. Mattias Sonderskov
(Junglinster) konnte gegen Ramazan Tekdemir (Türkei) nach
einem 11:21 im 1. Satz sein Spiel
zwar stabilisieren, führte sogar
mit 19:18 und 20:19 – musste sich
dann aber mit 20:22 geschlagen
geben. Juno Thomas (Düdelingen) konnte gegen Kubilay Sadi
wenig ausrichten (13:21, 16:21).
Einen Entscheidungssatz erzwang Yann Zaccaria (Kayl). Gegen den Ukrainer Ivan Medinskiy

gewann der Ex-Kehlener Durchgang eins mit 21:19. Im 2. Satz
hielt Zaccaria bis zum 8:10 mit,
dann zog der Ukrainer auf 21:11
davon. Im 3. Satz lag der Kayler
mit 11:9 in Führung, um etwas
unglücklich mit 17:21 zu verlieren. Im Herrendoppel schieden
Sonderskov/Thomas in der 1.
Runde des Hauptfeldes aus. Im
Herreneinzel greift Robert Mann,
der in der Weltrangliste zurzeit
seine beste je erreichte Platzierung innehat (161.), erst heute ins
Geschehen ein.
rsa

Bei einem Turnier der „Belgian
Master Circuit Tour“ in Spa gelang dem Kehlener Jérôme Pauquet im Jungeneinzel in der U15Alterskategorie der Schlusserfolg. Ohne Satzverlust überstand
er seine drei Gruppenspiele. Nach
einem deutlichen 21:6, 21:7 gegen
Valentin Flas bezwang Pauquet
im Endspiel Mathieu Huberty mit
21:15, 21:14. Im Doppel erreichte
er an der Seite von Dries Coucke
(Junglinster) das Finale. Dort verloren die beiden allerdings mit
15:21, 14:21 gegen Huberty/Sa-

ber. Der Differdinger Felix Tastet
belegte hinter Pauquet und Huberty Platz drei.
Ein ausgezeichnetes Ergebnis
gelang auch Monique Fox (Itzig),
die im Einzel ohne Satzverlust das
Endspiel erreichte, es dort jedoch
mit 3:21, 10:21 nicht gegen die
Nummer eins der Setzliste, Axelle
Deserranno, aufnehmen konnte.
Im Mädchendoppel stand Fox
zusammen mit der Belgierin Hélène Delvenne nach drei Siegen
ganz oben in der Alterskategorie
U17.
rsa

BADMINTON Nachdem Sarkis
Agopyan (Junglinster) die beiden
ersten Turniere der Saison beherrscht hatte, kam diesmal der
Schifflinger Eric Solagna zu Siegerehren. Der „Kanada-Student“,
der über Weihnachten zu Hause
ist, hat die Auslandsjahre genutzt, um seine Leistungsfähigkeit noch einmal gewaltig zu steigern. Im Achtelfinale besiegte er
den Franzosen Romain Robert
(Kayl) mit 21:16, 21:18, dann
überlief er den Kehlener Edwin
Tsang.
Im hochklassigen Halbfinale
setzte er sich mit 21:18, 22:20 gegen Agopyan durch. Das Endspiel entschied er mit 21:16;
21:13 gegen Yoann Czech (Kehlen) für sich. Das Dameneinzel
wurde zu einer klaren Angelegenheit für Myriam Havé (Schifflingen), die ihre 4 Gegnerinnen
deutlich beherrschte. Zusammen
sicherten sich Solagna/Have
auch das Gemischtdoppel vor
Goli/Jungwirth (Junglinster). Am
Sonntagmorgen machte Solagna
an der Seite von Yann Hellers
(Düdelingen) das „Triple“ perfekt; seine beeindruckende Bilanz lautet 11:0 Siege, 22:0 Sätze.
Das Damendoppel gewannen
Bucur/Jungbluth (Kayl).
rsa

Resultate
Alle Finalisten im Einzel auf einen Blick:
Herren A
1. Eric Solagna (Schifflingen)
2. Yoann Czech (Kehlen)
Damen A
1. Myriam Havé (Schifflingen)
2. Leda Dominic (Kehlen)
Herren B
1. Leo Hölzmer (Junglinster)
2. Timo Jahangard (Junglinster)
Herren C
1. Daniel Frederes (Schifflingen)
2. Daniel Gomes (Schifflingen)
Damen C
1. Maira Zieser (Düdelingen)
2. Michèle Havé (Waldbillig)
Herren D
1. William Wang (Schifflingen)
2. Jean-François Piriou (Junglinster)
Damen D
1. Petra Radusi (Sandweiler)
2. Dagmar Ondracek (Européen)

Jugendturnier
in Junglinster
BADMINTON Nur 73 Einschreibungen, davon alleine zehn aus
Weiler, lagen für das Jugendturnier (Einzel) vor. Bei den U17
siegte Nicolas David (Hobscheid) vor Nicolas Recht (Itzig).
Die Alterskategorie U15 ging an
Luca Radusi (Sandweiler) sowie
Julie Moyen (Waldbillig), die
Casper De Jesus (Junglinster) und
Elyna Demeusy (Junglinster) auf
die Ehrenplätze verwiesen. Noah
Warning (Differdingen) vor Pol
Hild (Itzig) und Veronika Dravinec (Walferdingen) vor Tara Barretta (Weiler) lautete der Zieleinlauf bei den U13.
Bei den U11-Jungen gewann
Sami Reinert (Itzig) vor Luc Bravaccini (Kehlen), bei den Mädchen standen Shirine Rahmoun
(Differdingen) Mihika Shetty (Itzig) ganz oben. Bei den Jüngsten
ging Platz 1 an Aurel Pulcinella
(Düdelingen) vor Luca Perfido
(Itzig), sowie an Mandy Felten
(Differdingen) vor Milla Schartz
(Weiler).
rsa

28 FUSSBALL

SPORT

Tageblatt
Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

England
18. Spieltag, gestern:
FC Everton - Swansea City
Die Tabelle
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20.

Manchester City
Manchester United
FC Chelsea
FC Liverpool
FC Arsenal
FC Burnley
Tottenham Hotspur
Leicester City
FC Everton
FC Watford
Huddersfield Town
FC Southampton
Brighton & Hove Albion
Crystal Palace
West Ham United
AFC Bournemouth
Stoke City
Newcastle United
West Ham United
Swansea City

Sport im TV
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18

8.30 Eurosport: Fechten
10.15, 13.15 Eurosport: Live: Alpiner Skilauf in Courchevel
11.30, 12.00 14.30, 15.30,
16.00 Eurosport: Biathlon
16.00 Sport1: Live: Darts, 1. Runde
20.00 Eurosport: Horse Excellence
20.00 France 3: Tout le sport
20.15 ARD: Live: Fußball, DFB-Pokal, FC Schalke 04 - 1. FC Köln
23.30 ARD: Franz Beckenbauer –
Der Fall des Kaisers

3:1
P.
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33
32
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18
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16
15
14
12

Lotto
QUOTEN

France, Ligue 2
e

19 journée, hier:
RC Lens - FC Tours

1.
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Stade Reims
Olympique Nîmes
AC Ajaccio
AC Le Havre
Stade Brest
FC Paris
FC Lorient
FC Sochaux
Clermont Foot
LB Châteauroux
FC Chamois Niortais
FC Valenciennes
US Orléans
GFC Ajaccio
RC Lens
AS Nancy
AJ Auxerre
FC Bourg-Péronnas
US Quevilly-Rouen
FC Tours

J.

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19
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5

Weston McKennie und Naldo (beide FC Schalke 04) gehen mit viel Selbstvertrauen in die Partie gegen den 1. FC Köln

„Sehr sensible Partie“
DFB-POKAL Achtelfinale heute und morgen

Spanien
16. Spieltag, gestern:
FC Malaga - Real Betis Sevilla

0:2

Die Tabelle

Sp.

P.

1. FC Barcelona
2. Atletico Madrid
3. FC Valencia
4. Real Madrid
5. FC Sevilla
6. FC Villarreal
7. FC Girona
8. Real Betis Sevilla
9. SD Eibar
10. FC Getafe
11. Real Soc. San Sebastian
12. CD Leganes
13. Celta Vigo
14. Athletic Bilbao
15. UD Levante
16. Espanyol Barcelona
17. Deportivo La Coruña
18. Deportivo Alaves
19. FC Malaga
20. UD Las Palmas

16
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20
20
18
18
17
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12
11
11

2. Bundesliga
18. Spieltag, gestern:
FC St. Pauli - VfL Bochum

2:1

Die Tabelle

Sp.

P.

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23
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22
19
18
12

Fortuna Düsseldorf
Holstein Kiel
1. FC Nürnberg
FC Ingolstadt 04
SV Sandhausen
1. FC Union Berlin
MSV Duisburg
Jahn Regensburg
Arminia Bielefeld
FC St. Pauli
Dynamo Dresden
VfL Bochum
Erzgebirge Aue
Eintracht Braunschweig
1. FC Heidenheim
SV Darmstadt 98
SpVgg Greuther Fürth
1. FC Kaiserslautern

Archivfoto: AFP/Ina Fassbender

Le classement

2:0

Der FC Schalke will seine
hervorragende BundesligaHinrunde mit dem Einzug ins
Pokal-Viertelfinale krönen.
Gegner ist der 1. FC Köln,
dessen Interimstrainer um
seinen Job kämpft. Drittligist
Paderborn will gegen
Ingolstadt als Underdog im
Rennen bleiben.
Die einen liegen auf der Couch
und ordern Weihnachtsgeschenke, die anderen stehen bei Frost
auf dem Trainingsplatz und müssen in die Saisonverlängerung.
Die Spielplanmacher haben in
den Fußball-Ligen die Winterpause ausgerufen, nicht aber im
DFB-Pokal. Da steht heute und
morgen das Achtelfinale auf dem
Programm. Zwölf Bundesligisten
sind noch im Geschäft, dazu drei
Zweitligisten und ein Vertreter
aus der 3. Liga. Den Knaller gibt’s
morgen: Dann erwartet Titelverteidiger Bayern München den
ewigen Rivalen Borussia Dortmund.
Nicht ganz so erlesen, aber
ebenfalls spannend geht es heute
zu. Zwei Bundesliga-Duelle stehen im Mittelpunkt: der FC
Schalke 04 gegen den 1. FC Köln
(20.45 Uhr) und der FSV Mainz
05 gegen den VfB Stuttgart
(18.30 Uhr). Der VfL Wolfsburg
muss beim Zweitliga-Dritten 1.
FC Nürnberg (20.45 Uhr) eine
ebenso knifflige Aufgabe erledigen wie Bundesliga-Absteiger FC
Ingolstadt beim Drittliga-Zweiten SC Paderborn 07 (18.30 Uhr).
Im Duell des FC Schalke 04 gegen die Kölner ist die Favoritenrolle geklärt. Schalke als Tabellenzweiter hat wettbewerbsübergreifend seit zwölf Spielen nicht
mehr verloren. Jetzt will die
Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco die Bundesliga-

Hinrunde krönen. Der Coach
spricht jedoch von einer „sehr,
sehr sensiblen“ Partie. „Köln ist
wieder beisammen. Die Mannschaft kann viel mehr, als ihr Tabellenplatz aussagt. Sie haben
nichts zu verlieren. Das wird ein
dicker Brocken für uns“, warnte
der Trainer.
Tabellen-Schlusslicht Köln will
nach dem ersten Bundesliga-Sieg
am vergangenen Samstag über
den VfL Wolfsburg nachlegen.
Laut Pokalhistorie stehen die
Zeichen gut. Von bislang sechs
Duellen mit Schalke haben die
Kölner fünf gewonnen. Trainer
Stefan Ruthenbeck spielt um eine
Vertragsverlängerung. Sein Arbeitsverhältnis ist nur bis zur
Winterpause befristet. „Wir haben ausgemacht, dass wir uns
morgen zusammensetzen“, sagte
Ruthenbeck.

Tabellennachbarn
Im Duell der Tabellennachbarn
zwischen Mainz (14.) und Stuttgart (13.) haben die Platzherren
einen psychologischen Vorteil.
Seit acht Heimspielen sind die
Mainzer gegen den VfB unbesiegt. Der letzte Sieg der Stuttgarter datiert aus 2005. „2017 war
super bis auf die letzten vier Wochen. Wir haben noch mal die
Chance, das noch ein bisschen in
die richtige Richtung zu drücken“, sagte VfB-Trainer Hannes
Wolf.
Sein Mainzer Kollege Sandro
Schwarz hat Personalprobleme.
Vier Abwehr-Akteure fallen aus.
Schwarz trotzig: „Die Chance, im
DFB-Pokal zu überwintern, wollen wir uns nicht nehmen lassen.“
Zweitligist Nürnberg ist heiß
auf Wolfsburg. „Die Spieler wer-

den sich reinschmeißen, jeder ist
willens, ein Riesenspiel zu liefern“, sagte Nürnberg-Trainer
Michael Köllner, schränkte aber
ein: Beim Vergleich der Kader
„ist eigentlich klar, wer das Spiel
gewinnt“. Die Statistik sagt aber
Anderes aus: Von 14 Pflichtspielen beider Teams in Nürnberg
konnten die Wolfsburger lediglich zwei gewinnen.
Als Drittligist im Feld fühlt sich
der SC Paderborn pudelwohl.
Der Bundesliga-Absteiger FC Ingolstadt ist den Westfalen kein
Unbekannter. In der 2. Liga hatte
man bereits achtmal das Vergnügen. Viermal siegte Paderborn,
nur zweimal Ingolstadt. „Wir
werden auf den Punkt fit sein“,
verkündete Paderborns Trainer
Steffen Baumgart. „Wir haben
die bessere Qualität auf dem
Platz“, erwiderte Ingolstadts
Coach Stefan Leitl. Wer auch immer weiterkommt, sorgt für ein
Novum: Noch nie stand eine der
beiden Mannschaften im PokalViertelfinale.
(dpa)

Im Überblick
Heute:
18.30 Mainz 05 - VfB Stuttgart
18.30 SC Paderborn 07 - FC Ingolstadt
20.45 1. FC Nürnberg - VfL Wolfsburg
20.45 FC Schalke 04 - 1. FC Köln
Morgen:
18.30 Borussia Mönchengladbach Bayer Leverkusen
18.30 Werder Bremen - SC Freiburg
20.45 Bayern München - Borussia
Dortmund
20.45 FC Heidenheim - Eintracht
Frankfurt

Samstagslotto
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Gewinnklasse
Gewinnklasse
Gewinnklasse
Gewinnklasse
Gewinnklasse
Gewinnklasse
Gewinnklasse
Gewinnklasse

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8
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540.740,40
125 x
7.193,80
978 x
2.758,30
5.725 x
157,00
53.704 x
33,40
99.530 x
18,00
915.957 x
8,80
688.395 x
5,00

Spiel 77
Gewinnklasse
Gewinnklasse
Gewinnklasse
Gewinnklasse
Gewinnklasse
Gewinnklasse
Gewinnklasse

2
2
3
4
5
6
7

0x
unbesetzt
4x
77.777,00
41 x
7.777,00
397 x
777,00
3.963 x
77,00
39.911 x
17,00
419.722 x
5,00

Deftige
Niederlage
EISHOCKEY Zum Jahresabschluss ist die Erfolgsserie gerissen, denn Tornado kassierte im
Spitzenspiel der 3. Französischen
Liga beim Leader Asnières eine
deftige 2:7 (0:4, 2:1 und 0:2)-Niederlage. Trainer Petr Fical musste
auf die verletzten Robert Beran,
Sebastian Grein und Steven Minden verzichten. Bereits nach einer Viertelstunde lagen die Franzosen mit 3:0 in Front und setzten vor dem ersten Seitenwechsel
sogar noch einen drauf.
Im Mitteldrittel kam Tornado
weitaus besser zum Zuge und
entschied jenes durch Treffer von
Uotila und Kramer bei einem Gegentor mit 2:1 zu seinen Gunsten. Eine 10-Minuten-Strafe für
Colm Cannon war dann schwer
zu verkraften. Der Sieg des Tabellenführers war verdient, fiel aber
zu hoch aus. Durch den gleichzeitigen Erfolg von Courbevoie
wurde Tornado auf dem zweiten
Tabellenplatz eingefangen, verfügt aber über das günstigere Torverhältnis.
lex

Gold für
Alice Hasser
TAEKWONDO Mit vier Taekwondokas war Luxemburg am
Wochenende zum Jahresabschluss bei den „Open int. Grand
Est“, den ehemaligen Open Lorraine, vertreten. Das Turnier war
relativ schwach besetzt, weshalb
die meisten der FLAM-Kämpfer
eine
Gewichtsklasse
höher
kämpfen mussten. Dementsprechend gut fiel das Ergebnis aus.
Insgesamt waren in Nancy rund
300 Wettkämpfer aus vier Nationen eingeschrieben. Als einzige
Elitekämpferin vertrat die in
Nancy studierende Isabelle Faber
die Farben ihres französischen
Vereins. In der Kategorie -67kg
der Frauen (fünf Teilnehmerinnen) belegte die Steinforterin
nach einem Sieg und einer Niederlage den 2. Platz.
Alice Hasser konnte bei den Juniorinnen (-55kg) ihre beiden
Kämpfe gewinnen und sicherte
sich die einzige Goldmedaille.
Sekaou Coulibaly und Louis
Feiereisen gewannen bei den Junioren jeweils Silber.
MB

Tageblatt

ADVERTORIAL 29

Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

HIGH TECH
Spitzentechnologie auf dem Weihnachtsschlitten
HIGH TECH Was soll man bloß beim Weihnachtsmann bestellen?
Es ist gar nicht so leicht für den Weihnachtsmann, auf der Höhe der Trends und Entwicklungen im Bereich Audio, Video, Bilder
und Telefonie zu bleiben. Deshalb haben wir einige Tipps zusammengestellt, um dem guten Mann bei der Auswahl der Geschenke
zu helfen.

Hört, hört!

Gute Aussichten!
In der Familie der Taschenkameras
bleibt die GoPro weiterhin interessant.
Auch die Hero6 Black, die gerade erst
herausgekommen ist, hat alles, was
ein ideales Geschenk braucht. Das
Unternehmen hat die Bildstabilisation noch weiter verstärkt, und schon
ist die Kamera bereit für alle Heldentaten und jedes Tempo auf jedem Terrain. Das Gehäuse ist nicht nur noch
robuster geworden, sondern auch wasserdicht bis 10 Meter Tiefe. Damit wird dieses Weihnachtsgeschenk
auch noch am Meer im nächsten Sommer geschätzt.

Auf Baustellen oder in Fabriken sieht man nicht
selten Arbeiter mit Lärmschutzkopfhörern. Doch
die Spitzenmodelle begnügen sich nicht damit,
die Ohren abzudecken und zu schützen, sondern
senden Frequenzen aus, die zu laute Umgebungsgeräusche eliminieren. Es ist die gleiche Technologie, die inzwischen auch bei Hi-Fi-Kopfhörern angewendet wird. Damit kann man nun Bowie-Songs hören, ohne dass
der Presslufthammer stört, und auch dem neuesten Beyoncé-Album
können Sie lauschen, als gäbe es keinen einzigen Motor um Sie herum.
Natürlich alles über Bluetooth. Musikfans empfehlen wir den ZIK3 von
Parot (designt von Philippe Starck) oder den Bose QC35 II.

Flash… back
In Zeiten, in denen Fotos mit dem Handy gemacht und nur noch auf dem Bildschirm gezeigt
werden, bringen wir ein bilderstürmerisches
Geschenk ins Spiel: die Polaroid. Der gute
alte Knipser nimmt vierzig Jahre nach
seiner Einführung seinen Dienst wieder auf. Ein bisschen aufgehübscht
und mit Spitzentechnologie ausgestattet, bietet der analoge (ja genau:
analog!) Apparat noch immer die
gleichen Funktionen. Nämlich eine unveränderliche Einstellung, Blitz, Batterie,
Selbstauslöser - und basta! Doch nichts übersteigt das Vergnügen, sein Bild quasi
unmittelbar nach dem Schnappschuss aus dem Gehäuse kommen zu sehen. Dieses
Gerät ist ein Must have, das nie aus der Mode kommt.

Handy nach Wahl
Jaja, die neuesten Modelle von Apple oder Samsung sind Handys, deren Qualitäten man nur preisen kann. Aber hinter diesen Telefonriesen gibt es
auch andere Marken, die die Aufmerksamkeit des
Weihnachtsmannes verdienen. Zunächst sei hier
das Xiaomi MiA1 für unter 200 € empfohlen. Das
gleiche gilt für das Huaweï P8 Lite2017. Dieses
5-Zoll Handy ist 4G-kompatibel, mit doppelter
SIM und der Fotosensor mit 13 Millionen Pixel
wird Sie sicherlich zufriedenstellen. Etwas hochpreisiger ist das Honor 9, das mit Android läuft
und sich durch seine Robustheit auszeichnet. Es
verdient auch deshalb ein besonderes Lob, weil
dieses Handy sehr schöne Schwarzweiß-Fotos
machen kann und einen außergewöhnlich guten
Farbsensor aufweist.

PAIEMENT EN 3 FOIS
US NOS PRODUITS
REMISE 10% SUR TO

E
LIVRAISON + MONTAG

DISTRIBUTEURS

&

Nicht verzappen
In den letzten Jahren haben die Fernsehhersteller immer noch
größere, hochauflösendere oder gekrümmtere Modelle präsentiert. Bei der Bildqualität sind sich bei UHD-LED-Versionen
alle einig: Unglaublich realistische Bilder und eine nie dagewesene Tondynamik bzw. farbmetrischer Reichtum. Und dennoch wird man bei vielen in diesem Jahr wohl vor allem zwei
Fernseher unter dem Weihnachtsbaum finden. Wer „fern“ auch
mit den Ohren sieht, sollte sich den Sony KD-1 notieren. Der
Ton kommt hier nicht aus den Lautsprechern, sondern mittlere
und hohe Frequenzen werden von der Vibration des Bildschirmglases erzeugt.
Und was halten Sie vom „The Frame“ von Samsung - ist das
ein Bild oder ein Fernseher? Es ist beides! Denn er strahlt nicht
nur TV-Programme aus, der Bildschirm kann auch in sehr
hoher Auflösung Kopien von Kunstwerken anzeigen. An der
Wand hängend ist der Fernseher somit nicht mehr nur ein Nutzobjekt, sondern er sorgt für Ästhetik. Zappen kann man auch
hier, um vom Hintergrund zu einer Malerei, Ihren Familienfotos oder einer Ferienlandschaft zu wechseln. Der Hersteller
verkauft optional sogar Zierleisten, die zu dem Werk passen,
das Sie aufhängen möchten.

Déi ganz Famill
ustiechen

Flipper
Baby Foot
Billard
Mégatouch

JEUXAUTOMATIQUES

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LËTZEBUERG
DEN IWWERBLÉCK

Tageblatt
Seite 31 / Nr. 295
Dienstag, 19. Dezember 2017

Studenten von Anesec und Aneld präsentieren das Treffen mit der Wirtschaft vom kommenden Freitag (Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante)

23 mögliche Arbeitgeber
JOBMESSE Von Studenten für Studenten
Melody Hansen
Die REE („Rencontre
entreprises-étudiants“) bietet
Studenten aus Luxemburg die
Möglichkeit, die größten
Arbeitgeber der Wirtschaft
hierzulande kennenzulernen
und sich mit ihnen
auszutauschen.
LUXEMBURG Zum 34. Mal findet am kommenden Freitag die
REE in der „Chambre de commerce“ statt. Eine Messe, die von den
beiden Vereinigungen der Luxemburger Wirtschaftsstudenten und

50 Millionen werden 2018
in Sanem investiert
S. 32

der Luxemburger Rechtsstudenten
(Anesec und Aneld) für andere
Studenten ins Leben gerufen wurde.
Ziel des Zusammenkommens ist
vor allem das Netzwerken mit großen Firmen aus dem Land, von denen insgesamt 23 anwesend sein
werden. Neun von ihnen bieten
die Simulation eines Vorstellungsgespräches an, wofür sich alle Interessenten noch bis Mittwoch auf
der Internetseite www.ree.lu, mit
Lebenslauf im Anhang, anmelden
können. Oft sind diese Firmen auf
der Suche nach luxemburgischen
Studenten, weil diese alle erforder-

lichen Sprachkenntnisse mitbringen. Dessen sind sich die Studenten oft nicht bewusst.
Die Messe ist nicht ausschließlich für Wirtschafts- und Rechtsstudenten, sondern für alle interessierten Studenten offen.
Um 14.00 Uhr wird das Get-together offiziell von Premierminister Xavier Bettel eröffnet. Anschließend findet eine Diskussionsrunde zum Thema „Innovatioun an Digitaliséierung: Wéi eng
Zukunft fir d’Aarbecht als Jurist
oder Ekonomist?“ statt. Hier können sich die Teilnehmer mit den
Gästen Sylvain Hoffmann, stell-

Aufregerthema:
Silvester und kein Feuerwerk in Esch / S. 44

vertretender Direktor der „Chambre des salariés“, Georges Bock,
Leiter der Abteilung Steuern bei
KPMG, und Paul Mousel, Gründungspartner der Kanzlei Arendt
& Medernach, austauschen.
Um 15.30 Uhr öffnet dann die eigentliche Begegnungs-Messe und
auch die simulierten Vorstellungsgespräche laufen an.
Egal, ob gerade auf der Suche
nach einem Job, einem Praktikum
oder einfach nur aus Neugierde:
Der REE einen Besuch abzustatten, lohnt sich allemal, denn hier
hat schon so manch einer interessante Arbeitskontakte geknüpft.

Viele Infrastrukturarbeiten
in Walferdingen
S. 34

32 SÜDEN

LËTZEBUERG

Tageblatt
Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

50 Millionen werden investiert
HAUSHALTSVORLAGE Hauptakzent liegt auf dem Wohnungsbau

Der Sanemer Gemeinderat hat den Haushalt 2018 mit 14 zu zwei Stimmen angenommen
Rechnung
getragen
werden
kann. Jetzt sei die Gemeinde allerdings bereit für Wachstum, so
Engel weiter.
Die 50 Millionen, die in die Zukunft investiert werden sollen,
stellen für die Gemeinde eine außerordentlich hohe Summe dar.
Der größte Teil davon fließt in
den Bau des Kindercampus auf
Belval. Mit der Chance dazu gehe
auch viel Verantwortung einher,
damit dieses Projekt ein Erfolg
wird. Derartige Investitionen lau-

Größere Investitionen
Bau eines Schulkomplexes mit
„Maison relais“ und Sportanlage: 8.750.000 Euro
Bau eines Gebäudes für die
„éducation différenciée:
6.500.000 Euro
Teilerneuerung der Schule
„Scheierhaff“: 2.000.000 Euro

Bau von Wohngebäuden
im Rahmen des Projektes
„Taupeschwiss“ in Sanem:
1.700.000 Euro
Grundstückserwerb für
1.250.000 Euro
Kauf des Postgebäudes in
Belval: 1.310.000 Euro

fen über ein paar Jahre und sie
werden die Gemeindeschuld etwas erhöhen. Doch nur so können solche größeren Projekte
gestemmt werden.
Georges Engel zufolge setze das
Budget 2018 die richtigen Prioritäten und stelle eine Investition
in die Lebensqualität, in die Kinder und Jugendlichen sowie in
das gesellschaftliche Leben dar,
die jedem Bürger zugutekomme.
Dieser Haushalt liege in der Kontinuität der Investitionspolitik
und müsse demnach von allen
Gemeinderatsmitgliedern mitgetragen werden können, so Engel
abschließend.

Kritik von „déi Lénk“
Dies sah ein Teil der Opposition,
die Vertreter von „déi Lénk“
Myriam Cecchetti und José Piscitelli, anders. Piscitelli kritisierte
an der Haushaltsvorlage zuerst
den seiner Meinung nach autokratischen Führungsstil des Bürgermeisters, den er schon zuvor

angeprangert hatte. Außerdem
hätten die Verantwortlichen die
Zahlen des ordentlichen Haushaltes schöngerechnet.
Weitere Kritikpunkte der Linken waren das Fehlen einer bürgernahen Politik sowie eines Akzentes auf sozialen und erschwinglichen
Wohnungsbau.
Das sei gerade deswegen enttäuschend, weil die LSAP dies zu ihrem Hauptthema im Wahlkampf
gemacht hatte.
Ansonsten solle die Gemeinde
weiterhin die lokale Geschäftswelt unterstützen, auch im Bereich der Solidar- und Kreislaufwirtschaft, gleichwohl dafür
nichts in der Haushaltsvorlage
vorgesehen sei. Darüber hinaus
seien für die Entwicklung der Sozialpolitik keine Mittel im Budget
vorgesehen.
Piscitelli begrüßte hingegen das
Aufgreifen der „Assises sociales“,
die eine Bestandsaufnahme der
gegebenen Situation aufstellen
sollen. „déi Lénk“ will jedoch
nicht akzeptieren, dass diese Bestandsaufnahme alleine vom

Schöffenrat zusammen mit dem
„Office social“ umgesetzt werden
soll. Es sei nötig, im Vorfeld eine
beratende Sozialkommission zu
schaffen. Cecchetti und Piscitelli
haben daraufhin beide gegen den
Haushalt gestimmt, sodass die
Abstimmung mit 14 positiven
und zwei negativen Stimmen
ausging. Patricia Speck-Braun
(DP) war bei dieser Sitzung nicht
anwesend.
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Haushalt 2018
Ordentliche Einnahmen:
70.812.335,00 Euro
Ordentliche Ausgaben:
62.980.731,35 Euro
Außerordentliche Einnahmen: 41.131.371,00 Euro
Außerordentliche Ausgaben:
50.840.807,60 Euro
Definitiver Überschuss 2018:
613.216,08 Euro

Bravo à Fallen Lies et Adrian!
MUSIQUE Rock the South, encore un succès

Photo: Editpress/Isabella Finzi

SANEM Im Jahr 2018 werden in
der Gemeinde Sanem viele Projekte weitergeführt, die 2017 begonnen wurden, erklärte Bürgermeister Georges Engel kürzlich
in seiner „Budgetsried“.
Der Wohnungsbau sei und bleibe eines der politischen Kernthemen. Auch seien schon einige
Erfolge zu sehen. Die Wohnungsbauprojekte am „Geessewee“, in
der „Metzerhéicht“, auf gemeindeeigenem Terrain in Sanem,
Belval-Nord und -Sud würden
entweder richtig ins Rollen kommen oder definitiv auf den Weg
gebracht.
Wohnungsbau sei nicht nur eine absolute Notwendigkeit für
Land und Gemeinde, sondern
auch von hoher Wichtigkeit für
die Gemeindefinanzen, denn die
Zahl der Einwohner sei ein ausschlaggebendes Kriterium für die
Verteilung der Gelder des Staats
an die Gemeinden.
Sanem wurde als prioritär eingestuft, um weitere Menschen
aufzunehmen. Deswegen mussten die passenden Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit
den Bedürfnissen der Bürger

Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Im nächsten Jahr wird für die
Gemeinde Sanem eine hohe
Summe investiert: Insgesamt
50 Millionen fließen unter
anderem in Wohnungsbauprojekte und in den Bau
eines neuen Kindercampus.

Le groupe Adrian était un des grands gagnants de la soirée
PÉTANGE Le samedi passé un
grand nombre d’événements mettant en avant la musique locale
ont eu lieu dans tout le pays.
Parmi ceux-ci: „Rock the South“,
organisé sur initiative de la commission de la jeunesse de la commune de Pétange en collaboration avec le SNJ (Service national
de la jeunesse), le Rocklab et les
radios 7FM, Radio Ara et Péiteng
on Air. Ce concours, qui
s’adresse à des groupes de musique rock amateurs et à des nouveaux venus sur la scène luxembourgeoise, s’est déroulé au
Home St-Hubert aurprès d’un
public bien présent.
Après quelques moments de délibérations en huis-clos, le jury a
finalement décidé de désigner

Fallen Lies comme étant un des
deux grands gagnants de la soirée
parmi les quatre groupes présents. Le jury a beaucoup aimé le
fait qu’ils montraient une maturité indéniable et qu’ils étaient
techniquement prêts à passer à
l’étape suivante: l’enregistrement
en studio.
Deuxième gagnant de la soirée:
Adrian. A la présence scénique
évidente et un charisme sans
faille, ils se produiront sur la
scène du festival „On Stéitsch“
grâce au SNJ. Sam Flammang,
bien connu dans la scène musicale locale luxembourgeoise, faisait partie du jury cette année et a
lui aussi offert un prix: un
package pour un shooting photo
a été remis à Deep Dive Culture.

Tageblatt
Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

LËTZEBUERG OSTEN 33

Lyzeum schon ab der Rentrée 2018
GEMEINDERAT Die ersten Schüler werden in modernen Containern untergebracht
Melody Hansen

2011 aufgrund zu hoher Kosten
durch einen Nachtbus ersetzt
wurde, kehrt er nun im nächsten
Jahr in die Gemeinde zurück. Zusätzlich wird eine neue Buslinie
zwischen Mondorf, Altwies und
Ellingen pendeln, um es den Bewohnern zu erleichtern, sich innerhalb der Gemeinde zu bewegen. Ein geplanter Fahrradweg
soll ebenfalls hierzu beitragen.

Perspektiven fehlen
Mit 2,6 Millionen Euro schlagen
die Arbeiten in der avenue Frantz
Clément, der route de Remich
und der route de Luxembourg zu
Buche. Weitere Kostenpunkte
sind unter anderem die Renovierung der Kirchenfassade in Altwies, die Renaturierung der Gander und die Anschaffung neuer
Schulbanken und Stühle für die

Grundschule. Die CSV-Gemeinderäte Christian Dublin, Gérard
Bichler und Jean-Luc Kuhlmann
stimmten das „Budget rectifié
2017“ mit Nein und enthielten
sich der Abstimmung zum Budget 2018. Hauptkritikpunkt waren laut CSV für die Kommune
wichtige Zukunftsorientierungen
für Mondorf, die im Budget fehlen. Darunter ein fixes Recyclingzentrum, welches dem Schöffenrat zufolge allerdings bereits in
der Diskussion sei.
Sonja Zbinden, als LSAP-Rätin
zusammen mit der CSV in der
Opposition, stimmte beide Budgets mit. Sie merkte jedoch an,
dass es trotz der überwiegend positiven Aspekte der Gemeindeausgaben und der großen sozialen Komponente wichtig sei, hier
nicht stehen zu bleiben und konsequent diesen Weg zu beschreiten.

Foto: Melody Hansen

Ein weiteres Großprojekt der Gemeinde Mondorf ist das Velodrom mit dazugehörigem Sportkomplex

Alle Gemeinderäte unterstützen gemeinsam das Bauprojekt
rund um das neue Gymnasium

Nationale Ausbildung zum Gästeführer
TOURISMUS Kurse am 20. und 27. Januar
Wie bereits 2013 haben die regionalen Tourismusverbände beschlossen, wieder gemeinsam
touristische Gästeführer auszubilden. Die vier Tourismusverbände der Regionen Mosel,
Zentrum-Westen, Süden und
Müllerthal/Kleine Luxemburger
Schweiz organisieren die nationale Ausbildung für Gästeführer
zusammen mit der Handelskammer und dem House of Training
in Luxemburg.
Die Kurse finden an den Samstagen des 20. und 27. Januar 2018
statt. Ausweichtermin ist der 3.
Februar. Das abschließende Examen findet am Samstag, 24. Februar statt.
Die sieben Kurse, bei denen es
u.a. um Themen wie Kultur, Geschichte, „Do’s & Dont’s“ bei einer Führung geht, werden in der
„Chambre de Commerce“ in Luxemburg abgehalten.
Die Sprache der Kurse ist
Deutsch oder Französisch, mit
einer Übersetzung in die jeweils
andere Sprache und ins Englische. Die Teilnahmegebühr liegt
bei 150 Euro pro Person.
Nach der bestandenen schriftlichen Prüfung erhält jeder Teil-

Foto: Editpress/AlainRischard

MONDORF Zur Rentrée 2018
soll das Lyzeum in Mondorf am
Standort „um Gréimelter“ nahe
dem Fußballplatz bereits erste
Schulklassen aufnehmen. Diese
sollen vorübergehend in modernen Containern unterkommen,
bis die Bauarbeiten des Gebäudes abgeschlossen sind. Das
Gymnasium macht mit 2,37 Millionen bereits einen großen Teil
des geplanten Budgets des Schöffenrates von insgesamt 36 Millionen Euro für das kommende Jahr
aus. Mit nur etwas weniger Einnahmen steht die Kommune am
Ende des Jahres mit einem kleinen
Minus da. Verrechnet man dieses
allerdings mit dem Plus von 2017,
gleicht sich das Ganze in einem
Plus von 26.000 Euro aus.
„Wir als Gemeinde sind bereit,
an uns soll der Baubeginn nicht
scheitern“, waren sich alle Gemeinderäte einig. Dazu muss gesagt werden, dass das Projekt
vom Staat finanziert wird. Trotzdem schießt die Kommune eine
gewisse Summe vor, um gegebenenfalls Vereinzeltes vorzuzahlen, jedoch mit der Sicherheit,
das Geld zurückzubekommen.
Ein weiteres großes Projekt, das
im nächsten Jahr nach und nach
Gestalt annehmen soll: das Velodrom und der dazugehörige
Sportkomplex. 1,26 Millionen
Euro stehen für die Ausschreibung des Wettbewerbs sowie
Vorstudien und Expertisen im
Budget 2018. Der Wettbewerb
soll nach Informationen des
Schöffenrates wohl noch vor den
nächsten Sommerferien ausgeschrieben werden.
Nachdem der „Nightrider“

Foto: Editpress/Isabella Finzi

Bei der Gemeinderatssitzung
am vergangenen Donnerstag
in Mondorf wurde das Budget
für das nächste Jahr
präsentiert und anschließend
gestimmt. Dabei wurde klar:
Das Lyzeum in der Nähe des
Fußballplatzes wird
Wirklichkeit – und das
schneller, als es so mancher
erwartet.

Die vier Tourismusverbände der Regionen Mosel, ZentrumWesten, Süden und Müllerthal/Kleine Luxemburger Schweiz
organisieren die Ausbildung
nehmer ein Zertifikat, das von
der Handelskammer und dem
Wirtschaftsministerium, Generaldirektorat Tourismus, vergeben wird. Danach können sich
die angehenden „Guides“ in den
Regionen für eine oder mehrere
regionale Ausbildungen anmelden.

Die regionalen Ausbildungen
zum Gästeführer werden von den
verschiedenen Tourismusverbänden in der jeweiligen Region angeboten.

Einschreibungen

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34 ZENTRUM

LËTZEBUERG

Tageblatt
Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

Vier Millionen für rue de Luxembourg
GEMEINDERAT Infrastrukturarbeiten bestimmen die Walferdinger Haushaltsvorlage 2018

WALFERDINGEN Nachdem in
der Sitzung der Finanzhaushalt
des Sozialamtes genehmigt wurde, präsentierte der neue Bürgermeister François Sauber den berichtigten Finanzhaushalt 2017
sowie den Haushaltsplan für
2018.
Das Jahr 2017 schließt in Walferdingen voraussichtlich mit einem Gesamtüberschuss von
2.049.140 Euro ab. 2018 plant
der Schöffenrat Investitionen in
Höhe von rund 16 Millionen
Euro, der Überschuss von 2018
soll jedoch mit 132.937 Euro geringfügiger ausfallen.
Für die Erstellung des neuen
Flächennutzungsplans wurden
für 2018 insgesamt 155.000 Euro
veranschlagt. An großen Bauvorhaben steht der Bau einer „Maison relais“ im Helmsingen mitsamt Ausbau der dortigen Schule
an, ein Vorhaben, das 2018 mit
3,7 Millionen Euro zu Buche
schlägt. Für die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges für den
kommunalen
Rettungsdienst
sind 40.000 Euro eingeplant.
Eine nachhaltige Investition in
Sachen Energieerzeugung ist
ebenfalls vorgesehen. Der neue
Schöffenrat beabsichtigt den Bau
eines Blockheizkraftwerks und
investiert vorab 50.000 Euro in
eine Machbarkeitsstudie.
Mit 1.235.535 Euro beteiligt

Foto: Gemeinde Walferdingen

In den letzten Wochen
herrscht in allen Gemeinden
des Landes reges Treiben.
Nach den Wahlen gilt es, die
beratenden Kommissionen
neu zu besetzten, die
Vertreter für die
Gemeindesyndikate zu
ernennen sowie die
Schöffenratserklärung
vorzustellen, eine Aufgabe,
die auch der Gemeinderat in
Walferdingen kürzlich vollzog.

Der neue Walferdinger Gemeinderat wird von Bürgermeister François Sauber (6. v.r.) und den Schöffen Michel Feidt (7. v.r.) und
Danielle Van Acker (5. v.r.) angeführt
sich die Gemeinde am SideroSyndikat, zwecks Erneuerung
der Kanalisation zwischen der
rue des Champs und der rue de la
Gare sind 1,8 Millionen Euro
notwendig.

Sozialer Wohnungsbau
Mit vier Millionen ist die Neugestaltung der rue de Luxembourg
samt Erneuerung der Versorgungsnetze das finanziell teuerste

Projekt des Jahres 2018 und sicherlich auch jenes, welches vielen Anrainern und Autofahrern
sehr lästig erscheint.
Der neue Schöffenrat beabsichtigt zudem, in den sozialen Wohnungsbau zu investieren. Für den
Bau von fünf Einfamilienhäusern
wurden 1,8 Millionen Euro veranschlagt. Bei allen Investitionen
bleibt der Sport nicht außen vor,
für 612.750 Euro soll ein neuer
Kunstrasen-Fußballplatz angelegt werden. Die Diskussionen

und die Abstimmung des Budgets
finden in der kommenden Sitzung statt.
In der elf Punkte umfassenden
Sitzung wurde auch die Vergabe
von Zuschüssen für lokale Vereine beschlossen. Besonders von
der Gemeinde gefördert werden
Sport und Jugendarbeit sowie
kulturell orientierte Vereine.
Neben lokalen Vereinen unterstützt die Gemeinde Walferdingen auch nationale Vereinigungen, die sich für humanitäre Zwe-

cke einsetzen. 3.000 Euro gehen
in diesem Sinne an das Konsortium „Klimabündnis Lëtzebuerg/
Action solidarité tiers monde
(ASTM)“ für das Projekt „Chintan“ in Indien. Mit jeweils 3.000
Euro unterstützt Walferdingen
die Projekte der „Angels for Haiti
Luxembourg“, Lux-Lagos, Mitica
asbl., ONGD-FNEL sowie Padem („Programmes d’aide et de
développement destinés aux enfants du monde“).
F.A.

Häuser, Wohnungen und eine Einrichtung für betreutes Wohnen
In der letzten
Gemeinderatssitzung 2017
in Bartringen wurde eine
Änderung des
Flächennutzungsplans zum
Bau von Einfamilienhäusern,
Wohnungen und einer
Einrichtung für betreutes
Wohnen für Senioren
genehmigt.
BARTRINGEN Wie die Finanzen
in Bartringen künftig aussehen,
darüber gab es noch keine Informationen. Die genauen Zahlen
und somit die Bekanntgabe der
Investitionen, die 2018 getätigt
werden, gibt es erst in der JanuarSitzung. Stattdessen standen
Routineangelegenheiten auf der
Tagesordnung.
Nach einer Geheimsitzung
über
Personalangelegenheiten

wurde die Zusammensetzung aller beratenden Kommissionen
sowie die Nominierung der Delegierten für die einzelnen Syndikate vorgenommen.
Definitiv vom Gemeinderat genehmigt wurde eine punktuelle
Modifizierung des Flächennutzungsplans für die Ortslage
„Brill“.
Es handelt sich hierbei um die
Wohngebiets-Erweiterung nahe
der bestehenden „Cité am Wénkel“ zur Ansiedlung von Einfamilienhäusern, Wohnungen und einer Einrichtung für betreutes
Wohnen für Senioren.
Die Siedlungserweiterung auf
dem rund 3,6 Hektar großen Gelände bildet den Abschluss der
Ortschaft in Richtung Westen in
diesem Bereich. Östlich grenzen
das Natura-2000-Gebiet „Bou-

Der Praktische Ratgeber für
Senioren des Familienministeriums
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ferterhaff/Gréivelserhaff“ sowie
das Vogelschutzgebiet der Region des Mittleren Lias an, weshalb
ein besonderes Augenmerk auf
die landschafts- und naturschutzverträgliche Einbindung des Gebietes gelegt werden muss. Im
Laufe der Prozedur wurde aufgrund von Reklamationen die geplante Anwohneranzahl von 640
auf etwa 340-380 Einwohner reduziert.
In Sachen Finanzen stand die
Abstimmung des berichtigten Finanzhaushalts 2017 und des
Haushaltsplans 2018 des „Centre
pour personnes âgées“ auf der
Tagesordnung. Das Jahr 2017
schneidet dank eines Überschusses von 2016 mit einem Plus von
1.525.777 Euro ab. Der ordentliche Haushalt mit Ein- und Ausgaben von jeweils 825.213 Euro
steht Ende 2018 im Gleichgewicht.
Der außerordentliche Haushalt
indes weist Ende 2018 ein geringfügiges Defizit von 15.310 Euro
auf, der seinerseits durch den
Überschuss von 2017 aufgefangen wird, um somit mit einem
Gesamtüberschuss
von
1.510.467 Euro abzuschließen.
Im weiteren Verlauf genehmigte der Gemeinderat den Bau des
Regenüberlaufbeckens „Grouf“
in Bartringen. Die Kosten für dieses Bauvorhaben belaufen sich
auf rund 2,3 Millionen Euro.
F.A.

Foto: Editpress/Isabella Finzi

GEMEINDERAT In Bartringen entsteht eine neue Wohnsiedlung

Der alte und neue Bürgermeister der Gemeinde Bartringen,
Frank Colabianchi (DP)

Tageblatt

ANNONCES CLASSÉES 35

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WASCHKÜCHE Modern und stylisch gestaltet
Waschküche – allein das Wort
klingt schon altmodisch und
lässt an muffige Kellerräume
denken, die bis unter die
Decke gefliest sind und in die
nur wenig Tageslicht dringt.
Das muss aber nicht länger
sein, denn selbst eine
Waschküche kann ein
stylischer Raum sein,
den man nicht vor Besuchern
verstecken muss.
Im Gegensatz zu früher sind sie
bei heutigen Neubauten oft direkt neben der Küche untergebracht. Somit entfällt zum einen
das lästige Treppensteigen, zum
anderen wirkt der Raum durch
entsprechende Fenster und Tageslicht gleich viel freundlicher.
Darüber hinaus sind Fliesen
nicht unbedingt notwendig: Wer
mag, kann auch auf robustes Laminat setzen, dadurch wirkt der
Raum sofort weniger steril. Hat
man wenig Platz zur Verfügung,
lässt sich dieser durch Regalsysteme und Rollelemente optimal
ausnutzen.
Eine farblich abgestimmte
Wandgestaltung in Pastellfarben
bringt zusätzliches Flair und lässt
den kleinen Raum größer wirken.
In der Decke installierte Leuchten sorgen zusätzlich für Ambiente und bringen die Waschküche optimal zur Geltung.
Wer mehr Platz zur Verfügung
hat, kann die Waschküche auch
gleich zum Bügelzimmer machen
und ein großes Becken installieren lassen, in dem sich die Handwäsche bequem erledigen lässt.
In größeren Räumen kann man
zudem mit dunkleren Wandfarben experimentieren und durch
Deko-Elemente gezielt Akzente
setzen.
Profis im Fachhandel oder im
Baumarkt können weitere Tipps
zur Gestaltung und Einrichtung
geben, sodass in der heutigen
Waschküche nichts mehr an ungemütliche, kahle Kellerräume
erinnert.

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Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

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en état de marche, partiellement restaurée (16.499.- à disc.). T. 661 26 23 88

Seven Martin Série 1, 06/91, 13.200
km, vert, intér. beige, ja, to, ct ok,
moteur ford 2l avec carbu weber 30/34,
boîte 5 (type 9) et pont rigide, 5 jantes
révolution, 14”, pneus en b.ét., capote,
portes et tableau de bord plaqué ronce
de noyer, tr.b.ét.gén., ct ok, pas sérieux
s’abstenir. (19.500.-). T. 621 50 05 33

Mercedes-Benz
Mercedes SL 63 AMG Full Tuning,
63.000 km, noir mét., intér. rouge, abs,
attelage, cd, alarme, ja, to, airb., odb,
clim., anti-dém., vé, da, esp, gps, vc,
xénon, sièges él., ct ok virge, cabrio/
hardtop unique Luxembourg +/- 600 h.,
tes options AMG, nommé black mamba,
ultra rapide, prix neuf 198.700.*-, p.v.
(95.000.- à disc.). T. 621 62 21 23
ML350 Bluetec D, ‘12, 103.000 km, gris
mét., 1ère main, abs,airb.,conduct.,
airb., pass., alarme, anti-dém., antipatinage, bluetooth, capteur aide au stat.
arr., catp. aide stat. av., clim. auto., esp,
isofix, mp3, palette de chang, de vit.,
xénon, sièges régl., lombaire, sièges
sport, vc, vé, volant mf, avec 12 mois de
garantie (33.500.-). T. 621 70 27 15
Volvo
Volvo 850, ‘94, 293.000 km, réparation
moteur à faire. T. 661 12 79 07
V40 D3, 07/2013, 89.200 km, bleu mét.,
150 cv, boîte man. 6 vit., feux de jour à
LED, vitres teintées, détecteur de pluie,
radar de recul, jantes alu ‘16, (13.750.- à
disc.). T. 621 31 70 43
V50, 03/2009, 81.000 km, intér. cuir
noir, abs, att. amov., radio-cd, alarme, 4
airb., odb, clim., anti-dm., vé, da, esp,
vc, 1.8, 125 cv, gr.rév. 04/2017, carnet
entr. Volvo, ct vierge 04/2018, non-fum.,
non-acc., jantes alu “17 Volvo R-Design,
ph. ant-br., radars recul, vitr. teint.,
garantie Volvo assistance 1 an (9.500.-).
T. 621 31 66 99

f Accessoires
Kit ressorts sport pour Mercedes 190
(200.-). T. 61 65 76 14
Leatherseats for Volvo 144/164, need a
few stitches, good condition, (50. à
disc.). T. 691 70 56 69
4 Alufelgen, mit Sommerreiffen, 5 Loch,
ET35 205/60/R15, für Hyundai, Felgen
sehr gepflegt (200.-). Tel. 621 14 58 58
Ch. 4jtes acier, 5 trous 6J 16 H2D ET66,
pour camionnette Renault Master ‘09,
Tel. 621 14 58 58
Rudmatic chaîne de neige, pour 205/
60 R13 ou 195/55 R14 ou 185/55 R15
ou 195/50 R15, prix à disc.
T. 621 19 55 05
Ch, 4 jantes acier, 7x16 ET 44, 5x120,
pour BMW série 118, T. 621 70 27 15
4 pneus neige Nexen sport 185/60R15
84T comme neuf avec jantes acier,
5100.-). T. 691 31 01 33
4 pneus hiver avec jtes alu, Pirelli
225/55R16, util. 1 saison, orig. BMW,
600.-, T. 621 70 27 15

MOTOS
BMW
BMW 1150 GS2002 : 61.800 km avec
sacoches, b.ét., nouv. batterie, nouv.
embrayage, nouv. pont, nouv. cardan,
nouv. amort. Wilbers, nouv. abs, nouv.
cablages freins (5.000.-). T. 691 46 35 77
f Accessoires
Combinaison Famous Ixon, taille M,
pantalon et veste, noir/blanc, (180,-).
T. 691 78 68 67
Combinaison femme Firefox, cuir, vestes et pantalon, taille 38, protections dos
et genoux intégrés, (150,-).
T. 621 77 45 75
Coffre Givi pour Honda Crosstourer,
Trekker Outback + support + saccoches
internes et externes + support bidon
carburant, b. ét., (950,- fixe).
T. 621 65 12 94
Combinaison FLM homme, combinaison cuir, veste t. M/52, pantalon t. M/50,
protection dos et genoux intégrée,
(150,-). T. 621 77 45 75
Combinaison pluie moto FLM, 2 pièces,
taille XL, porté 2x, tr. fine et légère, (70,).
T. 691 28 45 51

EMPLOI
f Temps partiel

Offres
Weibl. 52 J. sucht Arbeit in der Woche,
20 Std. T. 00352 621 66 76 70
f Baby Sitting

Offres
Assistante parentale, garde votre enfant
à son domicile, chèque service, décl.
T. 621 19 23 64
Assistante parentale, agréée, garde
votre enfant à son domicile, chèque service, décl. T. 621 51 62 55
f Divers

Offres
Femme lux. de 46 ans, cherche travail
de ménage et de repassage, 2x 4h/
semaine, aux alentours de Clemency/
Bascharage, pas de SMS. T. 621 30 11 69
Secrétaire comptable avec expérience
dans sociétés en bâtiment, fiduciaires,
banques et assurances, fr, lux, all., libre
de suite, cherche travail à mi-temps ou
temps plein. T. 621 14 75 64
Femme de ménage, femme sérieuse,
Lux.-Ville, dispo. de suite pour ménage et
repassage, décl. T. 621 22 69 35
Cherche commerciaux en freelance
motivés, sérieux, pour domaine immobilier et assurances, rémunération intéressante, pas sérieux s’abstenir.
T. 621 25 71 52
Cherche personne à mi-temps pour
aider au restaurant “O Croseiro” à EschAlzette. T. 621 42 38 03

VENTES
f Divers
Congélateur (Tiefkühltruhe) (110.- à
disc.). T. 661 16 05 62
Tieftruhe wie (100.- nach V.B).
T. 621 47 27 33
Tieftruhe/Kühlschrank, halb/halb, wie
Neu (200.- nach V.B.). T. 621 47 27 33
Grosse Leiter aus Aluminium (50.- nach
V.B.). T. 621 47 27 33

PETITES ANNONCES
Antiquités
Automarkt/Auto
Divers
Bekanntschaften/Rencontres

Verkäufe/Ventes
Verschiedenes/Divers
Warnung/Avertissement
zu vermieten/O. de location

Stellenangebote/O. d’emploi
Stellengesuche/D. d’emploi
Tiermarkt/Animaux
Veranstaltungen/Manif.

Immobilien/Immobilier
Kaufgesuche/Achats
Mietgesuche/D. location
Motorrad/Moto

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37,50 E

25,18 E

41,50 E

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J Samedi

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frais d‘envoi. * Professionnels: Si une offre similaire vous intéresse, contactez-nous au 54 71 31-1 et demandez notre service annonces.

Tageblatt

LOISIRS 37

Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

Das tägliche HOROSKOP
.

Die täglichen RÄTSEL

WIDDER (21.3.-20.4.)

WAAGE (24.9.-23.10.)

Sie sind momentan harmoniebedürftig und diplomatisch. Nutzen
Sie Ihre Fähigkeiten, Frieden zu
stiften, auch in Verhandlungen und
Geschäftsbesprechungen!

Größte Vorsicht ist geboten bei der
Planung einer wichtigen Angelegenheit. Sie können zwar nicht
wirklich jedes Detail berücksichtigen, sollten es aber versuchen.

STIER (21.4.-20.5.)

SKORPION (24.10.-22.11.)

Der knappe Zeitplan macht das
Fortkommen schwierig und lässt
Sie nicht zu Vertragsabschlüssen
kommen. Die Differenzen erscheinen jedoch nur unüberwindlich.

Ihr Einsatz bringt Erfolg. Sie dürfen zufrieden mit Ihrer Leistung
sein. Forcieren Sie aber das Thema
jetzt nicht weiter, sondern lassen
Sie es eine Weile ruhen!

Platz,
Ort,
Stelle

Knabenstimmlage

Nachkomme

Impressum
Erbfaktor

Lenkrad

Wolfsspinne
helles
englisches
Bier

‚Datenautobahn‘
(engl.)

japanische
Währung
kleine
bunte
Glaskugel
ostfranz.
Grenzland

Vulkan
auf
Sizilien

‚Jesus‘
im
Islam

besitzanzeigendes
Fürwort

feines
Metzgerprodukt

ZWILLINGE (21.5.-21.6.)

SCHÜTZE (23.11.-21.12.)

Wann haben Sie zuletzt Ihren Papierkram erledigt? Die Sterne stehen günstig für eine schnelle und
gut durchorganisierte Ablage! Machen Sie sich an die Arbeit!

Sie brauchen starke neue Eindrücke. Wann haben Sie zuletzt einen
Sonnenaufgang oder -untergang
in freier Natur miterlebt? Suchen
Sie die Gelegenheit dazu!

KREBS (22.6.-22.7.)

STEINBOCK (22.12.-20.1.)

Aus einem leichten Smalltalk entwickelt sich heute überraschend
ein tiefsinniges Gespräch. Diesen
interessanten Gesprächspartner
sollten Sie öfter treffen!

Am Morgen geht nichts voran.
Doch Ihre guten Ansätze machen
sich am Nachmittag bezahlt und
ermöglichen Ergebnisse, auf die
Sie in Zukunft aufbauen können.

LÖWE (23.7.-23.8.)

WASSERMANN (21.1.-19.2.)

Ihr Partner verbreitet schlechte
Stimmung? Darunter müssen Sie
nicht leiden! Sie sind ein Optimist
und können von Ihrer positiven
Einstellung etwas abgeben!

Heute geht Ihnen leicht der Hut
hoch und schon die kleinste Kleinigkeit bringt Sie auf die Palme.
Auf der anderen Seite macht Sie
das besonders begeisterungsfähig.

Ostseeinsel

Tierkleid

ein
Milchprodukt

kurz für:
um das

von
Sinnen

weibl.
Herrschertitel

o Auflösung des Rätsels
der vorigen Ausgabe

kleiner
Kellerkrebs

Ureinwohner
Japans

sächliches
Fürwort

französisch,
englisch:
Kunst

Theateraufbau

Blutbestandteil

Heilkundiger der
Kelten

Duplikat
griech.
Kykladeninsel

farblos

ugs.:
einigermaßen

Lastund
Reittier

FISCHE (20.2.-20.3.)

Mit Feuereifer für eine gute Sache
zu entbrennen und sich mit allem,
was Sie haben, zu engagieren, ist
für Sie die Erfüllung. Suchen Sie
sich eine solche Aufgabe!

Sie haben schon einen Haufen Arbeit und müssen nun noch mit zusätzlichen Belastungen fertigwerden. Dennoch wächst Ihnen das alles nicht über den Kopf.

Eingang

‚genug‘
in der
Musik
franz.
Mehrzahlartikel
Angeh.
eines
german.
Stamms

modern

Dienstag, 19. Dezember 2017 – Nr. 35– mittel
Fragen und Kommentare zum Spiel:
chessuku@tageblatt.lu
Erhältlich als App im App-Store (iPhone)
und im Play-Store (Android) unter „Chessuku“
Informatik: contact@chessuku.fr

Montag, 18. Dezember 2017 – Nr. 37 – schwer

Füllen Sie die Matrix mit Zahlen von 1 bis 9. In jeder der neun
Spalten und Zeilen darf jede Ziffer nur einmal vorkommen.
Zudem muss jede Zahl in jedem der 3x3-Felder vorkommen.
Dopplungen sind nicht erlaubt.
Fragen und Kommentare zum Spiel: sudoku@tageblatt.lu
Lösungen und Tipps gibt es auf: www.sudoku.com

Montag, 18. Dezember 2017 – Nr. 16 – schwer

© Puzzles by Pappocom

su
do
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Dienstag, 19. Dezember 2017 – Nr. 24 – mittel

französisch,
span.:
in

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S K
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Morast

SPIELREGELN:
Füllen Sie die fehlenden Felder nach dem Prinzip der Springerbewegung (Pferd)
im Schach. So ergibt sich die Zahlenreihenfolge von 1 bis 64. Der Zug des Springers (Pferd) erfolgt von seinem Ausgangsfeld immer zwei Felder geradeaus und
dann ein Feld nach links oder rechts. Haben sie keinen Fehler begangen, dann
muss die Matrix in der Springerbewegung von 1 bis 64 zu durchlaufen sein.

SPIELREGELN:

Abk.:
Eintrittsalter

poetisch:
flaches
Wiesengelände

JUNGFRAU (24.8.-23.9.)

SUDOKU

ein
Umlaut

44, rue du Canal,
L-4050 Esch-sur-Alzette
Boîte postale 147,
L-4002 Esch-sur-Alzette
Téléphone: +352 54 71 31-1
Fax: +352 54 71 30
E-Mail: redaktion@tageblatt.lu
Editeur:
Editpress Luxembourg S.A.
Directrice générale:
Danièle Fonck
RÉDACTION EN CHEF:
Rédacteurs en chef:
Danièle Fonck (D.F.)
Dhiraj Sabharwal (sab.)
Rédacteur en chef adjoint:
Chris Schleimer (cs)
Secrétaire général
de rédaction:
Philip Michel (P.M.)
Secrétaire général adjoint de
rédaction:
Christelle Diederich (chd)

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DEIKE-PRESS-0918-225

Das tägliche GEWINNSPIEL

Das Jod-Kochbuch:
Lieber ein Jodrezept als Jod auf Rezept
Wir verlosen fünf Info- und Rezeptbücher
Bevor dieses Info-Buch Sie mit 50
jodreichen und leckeren Rezepten
begeistert, haben die Autoren ein
paar Fakten für Sie parat: Irrungen
und Wirrungen um Jod. Für alle, die
weiterhin verunsichert sind, wurden
zudem die zehn häufigsten Jod-Mythen zusammengestellt. Fazit: Jod gehört auf den Tisch, und zwar täglich.
Sie werden es bald nicht mehr missen wollen. Es könnte allerdings
sein, dass ihre Ernährung schon jodreich genug ist. Deshalb empfehlen
die Autoren einen persönlichen Ernährungscheck. Doch egal wie dieser ausfällt, dieses Buch ist immer
goldrichtig. Mit der Unterstützung
eines erfahrenen Kochs, eines Liebhabers der modernen maritimen
und damit jodreichen Küche, hat man überlegt, wie man alltagstaugliche Rezepte für jedermann ohne Firlefanz und Exotik, dafür
aber jodreich und gesund, gestalten kann. Ergebnis: ein Ernährungsbuch mit 50 jodreichen und leckeren Rezepten, leicht verständlich, schmackhaft und schnell umsetzbar. Außerdem gibt es
viele Tipps für den Alltag.
Mein Tipp: Das Jod-Kochbuch, Systemed-Verlag, 120 S., vierfarbig, ca. 14,95€. Im Handel oder bei www.systemed.de
Schicken Sie, so oft Sie möchten, bis zum 20.12.2017 eine SMS (1€
pro SMS + Gebühr) an die Nr. 64646 mit: JOD + Name + vollständige Adresse. Editpress-Mitarbeiter dürfen nicht teilnehmen.
Rechtsweg ausgeschlossen. Die Bücher werden den Gewinnern zugestellt.
Denny Dura

38 INVESTMENTFONDS

Tageblatt
Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

Import/Export
2014

Name

Kl.

Assenagon Alpha Volatility
Assenagon Alpha Volatility
Assenagon Alpha Volatility
Assenagon Credit Selection
Assenagon Credit Selection
Assenagon Credit Selection
Assenagon Credit Subdebt Coco
Assenagon Credit Subdebt Coco
Assenagon Credit Subdebt Coco
Assenagon Defensive Concept
Assenagon Diversified Income
Assenagon Global Opportunities
Assenagon I - Multi Asset Protect
Assenagon I - Multi Asset Protect
Assenagon I - Absolute Return
Assenagon I - Absolute Return
Assenagon I - Absolute Return
Assenagon Select Plus
Assenagon Substanz Asien Pazifik
Assenagon Substanz Asien Pazifik
Assenagon Substanz Europa
Assenagon Substanz Europa
Assenagon Ultimate Return
Assenagon Vermögensbildung
Assenagon Vermögensbildung

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Datum Währung

15.12.17
15.12.17
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15.12.17
15.12.17
15.12.17
15.12.17
15.12.17
15.12.17
15.12.17
15.12.17
14.12.17
14.12.17
14.12.17
14.12.17
14.12.17
15.12.17
15.12.17
15.12.17
15.12.17
15.12.17
15.12.17
12.12.17
12.12.17

Souscription
Rachat
Ausgabepreis Rückn.preis

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1.059,32
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1.018,12
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1.012,56
1.113,25
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1.026,00
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1.030,83
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50,16
988,93
809,60
40,83
995,05
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997,13
1.401,80
1.178,36

1.059,32
896,21
50,69
1.018,12
1.062,27
49,53
1.012,56
1.113,25
49,33
1.026,00
993,00
1.030,83
1.003,88
51,68
1.003,68
49,76
50,16
988,93
809,60
39,64
995,05
47,96
997,13
1.401,80
1.133,04

FONDS D’INVESTISSEMENT VALEUR: 18 DÉCEMBRE

(in Millionen Euro)

Welt
EU-28
Belgien
Deutschland
Dänemark
Finnland
Frankreich
Irland
Italien
Niederlande
Österreich
Polen
Spanien
Tscheschiche Republik
Übrige Länder Europas
Kontinent Amerika
Vereinigte Staaten
Kontinent Asien
China
Japan
Hongkong
Kontinent Afrika
Ozeanien

Exporte

Importe

11.431,1
9.091,7
1.486,2
3.172,5
87,1
37,1
1.557,7
38,1
393,0
567,9
202,3
252,6
230,1
114,0
772,0
693,5
438,8
662,1
202,5
60,7
44,5
185,9
25,1

18.174,5
16.301,2
6.212,6
4.945,5
41,2
24,8
2.402,5
100,2
420,3
948,6
122,3
172,4
141,1
96,3
155,7
1.291,3
1.164,1
408,9
105,1
154,5
11,9
5,8
1,7

Quelle: Statec

Grafik: Tageblatt/Bob Felz

Größte Arbeitgeber
2016

AC INVEST - Multistrategy Two Segments

Currency

Date

EUR

01.08.2017

Bid
90,64

Offer

Interim

95,17

0

4.180

ArcelorMittal

4.060

3.450

Dussmann Group

Nom
Name

3.290

Goodyear

2.570

Group PricewaterhouseCoopers

Lux-Croissance
Lux-Equity Europe
Lux-Equity Global
Lux-Equity High Dividend
Lux-Equity Information Technologies
Lux-Equity Low Volatility
Lux-Equity North America
Lux-Equity Pharma & Health Care
Lux-Equity Emerging Markets
Lux-Pension Marché Monétaire
Lux-Pension 25%
Lux-Pension 50%
Lux-Pension 75%
Lux-Pension 100%
Lux-Portfolio Balanced
Lux-Portfolio Defensive
Lux-Portfolio Dynamic
Lux-Portfolio Global Flexible
Lux-Portfolio Global Flexible Serenity
Lux-Portfolio Growth
Lux-Bond High Income
Lux-Bond Fix Term 2017
Lux-Bond Fix Term 2018
Lux-Bond Fix Term 2019
Lux-Bond Long Term EUR
Lux-Bond Medium Term EUR
Lux-Bond US Dollar Fix Term 2020 (A&B)
Lux-Bond US Dollar Fix Term 2020 (C&D)
Lux-Bond USD
Luxcash Euro
Luxcash US-Dollars

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215,67
146,85
192,97
161,82
99,76
158,50
136,95
196,17
135,11
120,60
169,91
185,60
189,42
199,02
183,30
178,97
171,08
105,85
99,56
180,40
235,50
103,56
113,39
107,50
281,87
133,52
106,92
102,74
578,34
230,72
264,23

75,98
128,70
105,81
97,21
102,59
102,46
139,52
102,55
100,84
96,73
171,69
122,67
126,01

2.470

Luxair Group

OPC
* Cours 11.08.14
** Cours 25.09.14
Dexia Luxpart c
**EUR
Dexia Luxpart d
**EUR
Luxprivilege CI A d *EUR
Luxprivilege CI B *EUR

26/09/14
128.32
74.93
72.85
154.71

2.140

Centre Hospitalier de Luxembourg

1.940

BIL-Gruppe

1.930

Centre Hospitalier Emile Mayrisch

127.35
74.37
72.85
154.71

I
I
I
I

Haut

Bas

130.94
76.46
72.85
154.71

116.39
69.75
64.69
136.24

A = acheteur - AR = acheteur réduit - V = vendeur - VR = vendeur réduit - I = indicatif - T = transaction
XB = ex bonus - XD = ex-coupon, ex-dividende - XR = ex-droit de souscription - XS = ex-split

I
P

*

Offer

64,81
67,4
119,1 127,44
294,12 308,83
285,77 300,06
46,11
48,42
46,69
49,02
52,21
53,78
9339,38 9993,14

Cl.

Curr.

Bid

Offer

SC Argos
SC Priamos
SC Huber-Strategy1
SC Starpoint
SC Winbonds plus
StarCapital Allocator A

A
A
A

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR

141,63
177,37
153,33
222
167,45
146,75

145,88
186,24
157,93
233,1
172,47
151,15

HANSAINVEST LUX

Curr.

Bid

Bankhaus Neelmeyer Rentenstrategie

EUR

117,78

A

Offer
121,31

Dual Return Fund (SICAV)
Share Class denomination

Currency Subscription Redemption
price
price

Kurse vom 11.12.2017

DUAL RETURN FUND - Vision Microfinance - A-CHF
DUAL RETURN FUND - Vision Microfinance - A-EUR
DUAL RETURN FUND - Vision Microfinance - A-USD
DUAL RETURN FUND - Vision Microfinance - B-CHF
DUAL RETURN FUND - Vision Microfinance - B-EUR
DUAL RETURN FUND - Vision Microfinance - B-USD
DUAL RETURN FUND - Vision Microfinance - I-CHF
DUAL RETURN FUND - Vision Microfinance - I-EUR
DUAL RETURN FUND - Vision Microfinance - I-USD
DUAL RETURN FUND - Vision Microfinance - P-CHF
DUAL RETURN FUND - Vision Microfinance - P-EUR
DUAL RETURN FUND - Vision Microfinance - P-USD
DUAL RETURN FUND - Vision Microfinance Local Currency - A -EUR
DUAL RETURN FUND - Vision Microfinance Local Currency - B-EUR
DUAL RETURN FUND - Vision Microfinance Local Currency - I-EUR
DUAL RETURN FUND - Vision Microfinance Local Currency - I-USD
DUAL RETURN FUND - Vision Microfinance Local Currency - P-CHF
DUAL RETURN FUND - Vision Microfinance Local Currency - P-EUR
DUAL RETURN FUND - Vision Microfinance Local Currency - P-USD

CHF
EUR
USD
CHF
EUR
USD
CHF
EUR
USD
CHF
EUR
USD
EUR
EUR
EUR
USD
CHF
EUR
USD

101,57
102,33
105,16
96,56
102,94
103,59
110,48
142
118,21
110,45
139,04
112,61
92,37
93,19
114,78
123,9
103,9
113,89
114,54

98,61
99,35
102,1
95,6
101,92
102,56
109,39
140,59
117,04
107,23
134,99
109,33
87,97
91,36
112,53
121,47
98,95
108,47
109,09

1.900

Fondation Hëllef Doheem

1.820

Sodexo Luxembourg SA

1.810

SERVIOR

1.780

Banque et
Caisse d'Epargne de l'Etat
Deloitte

1.740

elisabeth

1.680

Compass Group Luxembourg

1.600
Grafik: Tageblatt/Bob Felz

Bruttosozialprodukt

25/09/14
I
I
I
I

2.240

Fondation Hôpitaux Robert Schuman

Quelle: Statec (Stand: August 2016)

FONDS D’INVESTISSEMENT - LOI RAU

EUR
EUR
USD
USD
EUR
EUR
EUR
EUR

Bid

StarCapital

3.830

BGL BNP PARIBAS

B
Distribution

Curr.

4.040

CFL

A
Capitalisation

Cl.

4.320

Cactus

Devise
Währung

15.12.2017

IPConcept (Luxemburg) S.A.
Istanbul Equity Fund
JB Struktur - Defensiv - EUR/B
NPB Asia (excl. Japan)
NPB Asia (excl. Japan)
PVV Sicav - PVV Classic
PVV Sicav - PVV Effizienz Invest
PVV Sicav - PVV Untern. Plus
SOTHA - Luma

(nach Arbeitnehmern)

Entreprise P&T

Compartment

Compartment

(in Prozent)

Landwirtschaft
Metallerzeugung und -bearbeitung
Sonstiges produzierendes Gewerbe
Energie- und Wasserversorgung
Baugewerbe

2000
0,7
3,6
7,9
1,2
5,7

2013 2014
0,3 0,3
1,4 1,3
3,2 3,3
1,3 1,2
6,3 5,6

Handel; Gastgewerbe; Transport
21,8 23,9 23,6
und Nachrichtenübermittlung
25,0 25,4 28,7
Finanzwesen
Immobilienwesen, Vermietung und
Dienstleistungen für Unternehmen 18,7 20,4 18,1

5,2

Öffentliche Verwaltungen
Erziehung, Gesundheitswesen
und Sozialschutz
Sonstige öffentliche und
private Dienstleistungen
Quelle: Statec

5,7

6,0

7,7 10,1

9,7

2,6

2,0

2,0

Grafik: Tageblatt/Bob Felz

Grenzgänger
nach Herkunft

(in tausend)

2010

2013

2014

Grenzgänger 150,9 161,0 168,7
(Total)
Frankreich

75,4

80,3

81,3

Belgien

38,1

40,7

41,7

Deutschland

37,3

40,0

41,9

Quelle: Statec

Grafik: Tageblatt/Bob Felz

Cl.

Curr.

Bid

I
PA (EUR)
XP
I
PA (EUR)
I
P
XP
I
PA
PA
I (H-CHF)
I
P (EUR)
PA (EUR)
XP
P
I
I
PA (EUR)
XP
PA (EUR)
P
IA
PA
I
PA (EUR)
I (EUR)
PA (EUR)
XP (EUR)

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
CHF
EUR
EUR
EUR
EUR
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CHF
CHF
EUR
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EUR
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EUR
EUR
EUR
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EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR

188,83
169,33
198,4
260,45
233,21
248,37
210,56
254,92
284,85
129,79
212,8
193,01
451,74
409,09
145,24
274,08
103,23
1015,85
390,69
344,04
166,03
138,02
145,64
128,92
124,45
143,98
119,13
153,14
147,49
156,04
154,93
100,42
0,96
178,54
145
149,66
159,88
145,32
164,29
1386,96
204,29
2538,46
10,18
19710,57
3413,95
1430,02
1500,96
1548,53
21,86
1074,76
18,41
198,59
30,17
94,62
957,93

Offer

DJE Investment S.A.
DJE - Agrar & Ernährung I
DJE - Agrar & Ernährung P
DJE - Agrar & Ernährung XP
DJE - Alpha Global
DJE - Alpha Global
DJE - Asia High Dividend
DJE - Asia High Dividend
DJE - Asia High Dividend
DJE - Concept
DJE - Concept
DJE - Concept 75 PA
DJE - Dividende & Substanz
DJE - Dividende & Substanz
DJE - Dividende & Substanz
DJE - Dividende & Substanz
DJE - Dividende & Substanz
DJE - Euro Renten PA
DJE - Euro Renten XP
DJE - Europa
DJE - Europa
DJE - Europa
DJE - Gold & Ressourcen
DJE - Gold & Ressourcen
DJE - Gold & Stabilitätsfonds
DJE - Gold & Stabilitätsfonds
DJE - InterCash
DJE - InterCash
DJE - Mittelstand & Innovation
DJE - Mittelstand & Innovation
DJE - Mittelstand & Innovation
DJE - Multi Flex
DJE - Real Estate
DJE - Real Estate
DJE - Renten Global
DJE - Renten Global
DJE - Renten Global
DJE - Zins & Dividende
DJE - Zins & Dividende
DJE - Zins & Dividende
DJE INVEST - Karitativ
DJE INVEST - Lux Select
DJE INVEST - Primus
DJE INVEST - Stiftungsfonds Renten I
DJE PREMIUM - Gutenberg
DJE PREMIUM - Malina
DJE Strategie II - DJE Strategie Global
DJE Strategie II - DJE Strategie Global
DJE Strategie II - DJE Strategie Global
LuxTopic - Aktien Europa A
LuxTopic - Aktien Europa B
LuxTopic - Bank Schilling
LuxTopic - Flex
LuxTopic - Pacific
LuxTopic - Systematic Return
LuxTopic - Systematic Return

I
P
I
PA (EUR)
XP
I (EUR)
P (EUR)
XP (EUR)

I
A
B
C
A
B
PA
A
B

188,83
177,8
198,4
260,45
242,54
248,37
221,09
254,92
284,85
136,28
223,44
193,01
451,74
429,54
152,5
274,08
105,81
1015,85
390,69
361,24
166,03
144,92
145,64
130,21
130,67
143,98
120,32
153,14
154,86
156,04
164,23
101,42
1,01
178,54
147,9
149,66
159,88
151,13
164,29
1470,18
214,5
2690,77
10,43
20893,2
3618,79
1522,97
1598,52
1649,18
22,95
1074,76
19,33
208,52
31,68
99,35
957,93

24837.70
4024.65
56.30

27

0

0.99

5414.67 5399.45
4002.21
3992.27
5357.14
3985.205349.30

13151.80

13125.60
13068.10

Tageblatt

1.172

Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

5420.58
5414.67 5399.45
1694.88
5357.14 5349.30
1659.56 1659.43 1655.74 1655.12

13103.60

1.179

1.177

1.170

1.180

1236.50

1245.20

1253.80 1253.20

1259.90

INVESTMENTFONDS 39
1659.56 1659.43 1655.74 1655.12

FONDS D’INVESTISSEMENT VALEUR: 18 DÉCEMBRE
24837.70
24523.40

24639.30 24586.20 24656.30

1694.88

24837.70
7537.01
1659.56
1659.43
1655.74 1655.12
24639.30 24586.20 24656.30
7500.92 7496.51
24523.40
7490.57

4032.02

7537.01
4024.65

7500.92 7496.51
4002.21
3985.20
7448.12

7448.12
133.25

63.97

63.40

62.46
51.89

51.89

50.99

50.64

64.52

47.31

62.94

26.64

64.36

1245.20

15.58

15.59

132.70

50.64
15.55

49.50

Devise
48.53
Währung

BIL Patrimonial High
BIL Patrimonial Medium
BIL Patrimonial Low
BIL Prime Advanced Cash Management
Candriam Bonds Emerging Debt Loc.Cur. C
Candriam Bonds Emerging Debt Loc.Cur. I
Candriam Bonds Emerging Debt Loc.Cur. I
Candriam Bonds Emerging Markets
Candriam Bonds Euro
Candriam Bonds Euro Convergence
Candriam Bonds Euro Corporate
Candriam Bonds Euro Corporate Ex-Financials
Candriam Bonds Euro Government
Candriam Bonds Euro Gov. Investment Grade
Candriam Bonds Euro High Yield
Candriam Bonds Global Government
Candriam Bonds Global Inflation Short Duration
Candriam Bonds Euro Long Term
Candriam Bonds Euro Short Term
Candriam Bonds Global High Yield
Candriam Bonds Global Sovereing Quality
Candriam Bonds International
Candriam Bonds Total Return
Candriam Bonds USD
Candriam Equities L Asia
Candriam Equities L Australia
Candriam Equities L Biotechnology
Candriam Equities L Emerging Markets
Candriam Equities L EMU
Candriam Equities L Europe
Candriam Equities L Europe Conviction
Candriam Equities L Europe Innovation
Candriam Equities L Europe Optimum Quality
Candriam Equities L Germany
Candriam Equities L Japan
Candriam Equities L Switzerland
Candriam Equities L UK
Candriam Money Market Euro
Candriam Money Market Euro AAA
Candriam Money Market USD
Candriam Quant - Equities Europe
Candriam Quant - Equities Multi-Factor EMU
Candriam Quant - Equities Multi-Factor Global
Candriam Quant - Equities USA
Candriam World Alternative Alphamax EURO
Candriam
64.52World Alternative Alphamax USD

64.36

63.49
62.92

63.36

Date

Capitalisation

49.14

15.59

26.94

26.86

26.94

26.86

15.50
26.64

15.47

43.11

Distribution

265,32
EUR 14.12.2017
421,16
77,62
EUR 14.12.2017
107,98
267,19
EUR 14.12.2017
473,97
USD 30.11.2017
115,52
USD 15.12.2017
96,2
EUR 15.12.2017
1219,5
USD 15.12.2017
1.180
1.179993,33
1.177
1.172
1.170 1078,47
USD 15.12.2017
2626,6
283,17
EUR 15.12.2017 1183,95
EUR 15.12.2017 3542,37 1570,17
EUR 15.12.2017 7504,79 5617,57
118,61
EUR 15.12.2017
172,68
EUR 15.12.2017 2338,02 1181,99
316,64
EUR 15.12.2017 1015,73
190,33
EUR 15.12.2017 1124,13
37,24
EUR 15.12.2017
135,24
111,89
EUR 15.12.2017
139,85
EUR 15.12.2017 8562,13 4838,82
1412,2
EUR 15.12.2017 2098,87
104,05
EUR 15.12.2017
209,2
103,4
EUR 15.12.2017
111,41
237,13
EUR 15.12.2017
1009,3
130,15
EUR 15.12.2017
136,3
284,69
USD 15.12.2017
972,04
20,91
USD
26,63
51.89 15.12.2017
51.89
50.99 50.64
676
AUD 15.12.2017 1222,78
527,17
USD
553,14
133.2515.12.2017
133.07
132.70 643,29
132.70
EUR 15.12.2017 132.37870,18
EUR 15.12.2017 47.31 105,37
1038,3
591,74
EUR 15.12.2017
51.89 51.89
165,74
EUR 15.12.2017
50.99 50.64
212,65
EUR 15.12.2017 2063,78
116,31
85,28
EUR 15.12.2017
316,83
EUR 15.12.2017 47.31 496,71
23919
20006
JPY 15.12.2017
954,98
750,86
CHF 15.12.2017
390,23
226,91
GBP 15.12.2017
528,29
368,63
EUR 15.12.2017
104,51
EUR 18.12.2017
523,62
359,08
USD 15.12.2017
EUR 15.12.2017 2570,24 1861,19
960,44
EUR 15.12.2017 1260,23
173,24
141,72
EUR 15.12.2017
USD 15.12.2017 3060,73 2595,88
EUR 30.11.2017 1565,77
USD 30.11.2017 1664,76

15.58

15.55

26.68
26.13

42.80

63.30 63.40
62.94 50.99 50.64

43,00 €

1236.50

42.78

43.00
42.32

26,681259.90

ARCELORMITTAL
1253.80 1253.20
1245.20
Kurs am 3.1.2017: 8,42 ¤

1236.50

26.94

26.86

1.172
64.52

26.64

26.68
26.13

26.68

51.89
67.93

51.89
49.74
68.00

68,22 €
Kurs am 3.1.2017: 73,20 ¤

50.99 50.64
49.54 49.50 68.22
68.06
49.14
67.83
47.31

48.53

12/12 13/12 14/12 15/12 18/12

LUXEMPART

5420.58
5414.67 5399.45
13151.80
13125.60 5357.14 5349.30
13103.60
1.180
1.179
1.177 13068.10
1.172
1.170

51.89 51.89
50.99 50.64
14.77
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43.00
47.31
42.80 13.88
42.78
63.49
63.36
42.32 13.20
13.20
62.92

12/12 13/12 14/12 15/12 18/12

1.179
62.94

133.25

133.07

15.58

15.59

132.37

132.70

15.50

15.47

132.70

1.177

63.49
1.179

67.93

68.00

67.83

63.40
1.180

63.30
1.170

1.170
62.92
68.06

63.36
1.180
68.22

14.16

Ethna-AKTIV
Ethna-AKTIV
Ethna-AKTIV
Ethna-AKTIV
Ethna-AKTIV
Ethna-DEFENSIV A
Ethna-DEFENSIV T
Ethna-DYNAMISCH A
Ethna-DYNAMISCH T

133.25

1236.50
133.25

1259.90
133.07 1253.80 1253.20
132.70 132.70
www.ethenea.com
1245.20 132.37
Tel.: 00352-276921-10
49.74
133.07 49.54 49.50
132.70
132.37 132.70 49.14

12/12 13/12 14/12 15/12 18/12

BNP
64.52 PARIBAS
64.36
1.172
64.52

1.177
64.36

63,36 €

Kurs am 3.1.2017: 59,27 ¤
63.49
63.36
1.180
1.179 62.92
1.170

63.49
62.92

15.12.17

LBBW Bond Select T
LBBW Global Risk Parity T
LBBW Invest Alpha Dynamic T
LBBW Invest Bond Select I
LBBW Invest Equity Select I
LBBW
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ETHENEA Independent Investors S.A.

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A
SIA-T
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40 INVESTMENTFONDS
Nom
Name

Rachat
Rückn.pr.

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Wert

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TIS

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EUR
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EUR
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EUR
UniGarantTop: Europa V

1.179

Devise Souscription Rachat Valeur
Währ. Ausgabepr. Rückn.pr.
Wert

÷Nom
Name

TIS

Union Investment Luxemburg S.A.

.57

30

Devise Souscription
Währ. Ausgabepr.

Tageblatt
Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

1.180

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99,68
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15.12.17
15.12.17
15.12.17
15.12.17
15.12.17
15.12.17
15.12.17
15.12.17
15.12.17

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62.9415.12.17
24586.20
24523.40 62.46105,66 15.12.17
110,99 15.12.17
112,84 15.12.17
101,64 15.12.17
134,89 15.12.17
96,76 15.12.17
98,81 15.12.17
115,31 15.12.17
109,71 15.12.17
115,72 15.12.17
117,97 15.12.17
108,85 15.12.17
124,83 15.12.17
128,09 15.12.17
116,87 15.12.17
116,53 15.12.17
123,12 15.12.17
113,03 15.12.17

1236.50

1245.20

1253.80 1253.20

1259.90

4024,65

BEL 20 BRÜSSEL

Kurs am 3.1.2017: 3695,09

4032.02

4024.65
4002.21
3985.20

3992.27

12/12 13/12 14/12 15/12 18/12

5420,58

CAC-40 PARIS

Kurs am 4.1.2016: 4986,08

1694.88
5420.58
5414.67 5399.45
1659.56 1659.43
5357.14 1655.74
5349.30 1655.12

12/12 13/12 14/12 15/12 18/12

DAX-30 FRANKFURT 13312,30

Kurs am 3.1.2017: 11999,96

63.97
4032.02
13151.80

62.46
4002.21

62.94

13312.30
63.40
63.30 4024.65

3992.27
13125.60 3985.20
13103.60
13068.10

12/12 13/12 14/12 15/12 18/12

LUXX LUXEMBURG

1655,12

Kurs am 3.1.2017: 1773,89

1253.80 1253.20

1259.90

1694.88 1245.20
1236.50
1659.56 1659.43 1655.74 1655.12

12/12 13/12 14/12 15/12 18/12

7537,01

LONDRES
LONDON
FTSE 100

Kurs am 3.1.2017: 7372,86

63.97
1.177
1.172
7500.92 7496.51
62.46

1.179
62.94

63.30
1.170
7490.57

7537.01
63.40
1.180

3985.20

7448.12

12/12 13/12 14/12 15/12 18/12

Währ.
Name
PE-Invest 1 EUR
PE-Invest 2 EUR

133.25
1236.50

NAV
130,83
98,58

UniGlobal Dividende A
106,75 101,67 15.12.17
EUR
101,53 101,53 15.12.17
EUR
UniGlobal Dividende -net- A
UniGlobal II A
95,29 90,75 15.12.17
EUR
109,01 109,01 15.12.17
EUR
UniInstitutional Asian Bond and Currency Fund
101,44 101,44 15.12.17
EUR
UniInstitutional Basic Emerging Markets
UniInstitutional Basic Global Corporates HY
108,66 108,66 15.12.17
EUR
102,70 102,70 15.12.17
EUR
UniInstitutional Basic Global Corporates IG
106,88 106,88 15.12.17
EUR
UniInstitutional CoCo Bonds
81,33 78,96 15.12.17
UniInstitutional Convertibles Protect
EUR
107,42 105,31 15.12.17
EUR
UniInstitutional Corporate Hybrid Bonds A
116,66 116,66 15.12.17
UniInstitutional Corporate Hybrid Bonds I
EUR
105,23 105,23 15.12.17
EUR
UniInstitutional Corporate Hybrid Bonds -net- A
EUR
UniInstitutional EM Bonds 2018
88,65 15.12.17
102,04 102,04 15.12.17
UniInstitutional EM Corporate Bonds
EUR
EUR
UniInstitutional EM Corporate Bonds 2017
95,30 15.12.17
EUR
UniInstitutional EM Corporate Bonds 2020
94,19 15.12.17
101,22 101,22 15.12.17
UniInstitutional EM Corporate Bonds 2022
EUR
101,36 101,36 15.12.17
EUR
UniInstitutional EM Corporate Bonds Flexible
102,17 102,17 15.12.17
UniInstitutional EM Corporate Bonds Low Duration Sustainable EUR
101,43 101,43 15.12.17
EUR
UniInstitutional EM High Yield Bonds
92,73 92,73 15.12.17
EUR
UniInstitutional EM Sovereign Bonds
102,33 102,33 15.12.17
UniInstitutional Euro Corporate Bonds 2019
EUR
UniInstitutional Euro Corporate Bonds Flexible 2017 EUR
90,78 15.12.17
98,91 98,91 15.12.17
EUR
UniInstitutional Euro Covered Bonds 2019
UniInstitutional Euro Liquidity
EUR 9.668,13 9.668,13 18.12.17
106,89 106,89 15.12.17
EUR
UniInstitutional Euro Subordinated Bonds
103,19 103,19 15.12.17
UniInstitutional European Corporate Bonds +
EUR
138,84 138,84 15.12.17
EUR
UniInstitutional European Equities Concentrated
13312.30
98,84 98,84 15.12.17
EUR
UniInstitutional Financial Bonds 2017
100,28 100,28 15.12.17
UniInstitutional Financial Bonds 2022
EUR
EUR
UniInstitutional German Corporate Bonds +
110,21 15.12.17 5420.58
5414.67
117,87 114,44 15.12.17
EUR 5399.45
UniInstitutional Global Convertibles
114,02 5357.14
UniInstitutional
Global Convertibles Sustainable
EUR
114,02 15.12.17
13151.80
13125.60
100,23 100,235349.30
15.12.17
EUR
UniInstitutional
Global Corporate Bonds 2022 A
13103.60
100,08 100,08 15.12.17
UniInstitutional Global Corporate Bonds Short Duration EUR
13068.10
101,70 101,70 15.12.17
UniInstitutional Global Corporate Bonds Sustainable EUR
97,35 97,35 15.12.17
EUR
UniInstitutional Global Covered Bonds
92,78 92,78 15.12.17
UniInstitutional Global High Dividend Equities Protect EUR
43,52 43,52 15.12.17
EUR
UniInstitutional Global High Yield Bonds
91,50 90,59 15.12.17
EUR
UniInstitutional IMMUNO Nachhaltigkeit
100,94 99,94 15.12.17
UniInstitutional IMMUNO Top M
EUR
71,97 71,97 15.12.17
EUR
UniInstitutional Local EM Bonds
102,26 101,25 15.12.17
UniInstitutional Multi Credit
EUR
46,34 46,34 15.12.17
EUR
UniInstitutional Short Term Credit
118,35 118,35 15.12.17
EUR
UniInstitutional Structured Credit High Yield
44,49 42,78 15.12.17
UniKonzept: Dividenden A
EUR
44,00 44,00 15.12.17
EUR
UniKonzept: Dividenden -net- A
46,80 45,00 15.12.17
EUR
UniKonzept: Portfolio A
46,25 46,25 15.12.17
UniKonzept: Portfolio -net- A
EUR
45,96 44,19 15.12.17
EUR
UniMarktführer A
44,79 44,79 15.12.17
UniMarktführer -net- A
EUR
88,96 86,37 15.12.17
CHF
UnionProtect: Europa (CHF)
99,24 99,24 15.12.17
EUR
UniOpti4
749,44 742,02 15.12.17
UniOptima
EUR
702,93 702,93 15.12.17
EUR
UniOptimus -net111,97 106,64 15.12.17
EUR
UniPacific Aktien
107,71 104,07 15.12.17
UniPremium Evolution 100
EUR
104,94 101,39 15.12.17
EUR
UniPremium Evolution 25
UniProfiAnlage (2019)
EUR
105,50 15.12.17
112,52 112,52 15.12.17
EUR
UniProfiAnlage (2019/II)
107,32 107,32 15.12.17
EUR
UniProfiAnlage (2020)
117,14 117,14 15.12.17
UniProfiAnlage (2020/II)
EUR
116,49 116,49 15.12.17
EUR
UniProfiAnlage (2021)
EUR
UniProfiAnlage (2023)
115,77 15.12.17
120,66 120,66 15.12.17
UniProfiAnlage (2023/II)
EUR
116,53 116,53 15.12.17
EUR
UniProfiAnlage (2024)
122,63 122,63 15.12.17
UniProfiAnlage (2025)
EUR
124,69 124,69 15.12.17
EUR
UniProfiAnlage (2027)
104,11 101,08 15.12.17
EUR
UniProInvest: Struktur
EUR
UniProtect: Europa
113,01 15.12.17
EUR
UniProtect: Europa II
109,79 15.12.17
177,11 170,30 15.12.17
EUR
UniRak Emerging Markets A
13312.30
168,19 168,19 15.12.17
EUR
UniRak Emerging Markets -net- A
76,78 74,54 15.12.17
EUR
UniRak Nachhaltig A
5420.58
5414.67Nachhaltig
5414.67
103,90 101,86 15.12.17 5420.58
EUR 5399.45
UniRak
5399.45 Konservativ A
103,18 103,18 15.12.17
EUR
UniRak Nachhaltig Konservativ -net- A
13151.80Nachhaltig -net73,27 5357.14
EUR
15.12.17
UniRak
A
73,275349.30
5357.14
5349.30
13125.60 A
50,26 48,80 15.12.17
EUR
UniRak Nordamerika
13103.60
50,13 50,13 15.12.17
EUR
UniRak Nordamerika13068.10
-net- A
104,04 101,01 15.12.17
EUR
UniRent Europa
101,44 98,49 15.12.17
EUR
UniRent Global
104,62 99,64 15.12.17
EUR
UniRent Kurz URA
103,70 101,17 15.12.17
EUR
UniRent Mündel
103,40 100,39 15.12.17
EUR
UniRent Mündel Flex
92,48 89,79 15.12.17
EUR
UniRenta Corporates A
99,77 99,77 15.12.17
EUR
UniRenta Corporates I
103,64 101,11 15.12.17
EUR
UniRentEuro Mix
103,59 100,57 15.12.17
EUR
UniRentEuro Staatsanleihen Flex
503,39 503,39 15.12.17
EUR
UniReserve: Euro A
EUR 9.886,87 9.886,87 15.12.17
UniReserve: Euro M
42,81 42,81 15.12.17
EUR
UniReserve: Euro-Corporates
999,54 999,54 15.12.17
USD
UniReserve: USD A
113,95 109,57 15.12.17
EUR
UniSector: BasicIndustries A
109,76 105,54 15.12.17
EUR
UniSector: BioPharma A
94,80 91,15 15.12.17
EUR
UniSector: HighTech A
35,82 34,44 15.12.17
EUR
UniSector: Klimawandel A
105,70 102,62 15.12.17
EUR
UniStruktur
56,37 54,20 15.12.17
EUR
UniValueFonds: Europa A
54,69 54,69 15.12.17
EUR
UniValueFonds: Europa -net- A
101,49 97,59 15.12.17
EUR
UniValueFonds: Global A
60,65 57,76 15.12.17
EUR
UniValueFonds: Global C
97,25 97,25 15.12.17
EUR
UniValueFonds: Global -net- A
49,19 47,76 15.12.17
EUR
UniVorsorge 1 ASP
49,11 47,68 15.12.17
EUR
UniVorsorge 1 AZP
48,91 47,49 15.12.17
EUR
UniVorsorge 2 ASP
49,09 47,66 15.12.17
EUR
UniVorsorge 2 AZP
51,30 49,81 15.12.17
EUR
UniVorsorge 3 ASP
52,53 51,00 15.12.17
EUR
UniVorsorge 3 AZP
55,91 54,28 15.12.17
EUR
UniVorsorge 4 ASP
58,43 56,73 15.12.17
EUR
UniVorsorge 4 AZP
62,69 60,86 15.12.17
EUR
UniVorsorge 5 ASP
68,67 66,67 15.12.17
EUR
UniVorsorge 5 AZP
65,62 63,71 15.12.17
EUR
UniVorsorge 6 ASP
75,13 72,94 15.12.17
EUR
UniVorsorge 6 AZP
67,16 65,20 15.12.1713312.30
EUR
UniVorsorge 7 ASP
4032.02
79,88 77,55 15.12.17
EUR
UniVorsorge 7 AZP
4024.65
34,69 33,68 15.12.17
EUR
UniWirtschaftsAspirant A
78,10 78,10 15.12.17
EUR
UniWirtschaftsAspirant I
4002.21
74,63 73,89 15.12.17
EUR
VBMH VermögensBasis

Datum
29.09.17
29.09.17

1259.90
133.07 1253.80 132.70
1253.20 132.70
132.37
1245.20

3992.27

Union Investment Privatfonds GmbH.
Uni21.Jahrhundert -netUniDeutschland XS
UniEuroRenta
UniFonds
UniGlobal
UniInstitutional EM Bonds Spezial
UniInstitutional European MinRisk Equities
UniInstitutional Premium Corporate Bonds
UniKapital
UniNordamerika
UniRak
UniRak -netUniRenta

1694.88
1659.56 1659.43 1655.74 1655.12

13151.80
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR

13125.60

13103.60

30,92 13068.10
30,92 15.12.17
178,69 171,82 15.12.17
68,38 66,39 15.12.17
59,43 56,60 15.12.17
219,44 208,99 15.12.17
56,52 56,52 15.12.17
78,88 78,88 15.12.17
60,27 60,27 15.12.17
112,68 110,47 15.12.17
284,34 270,80 15.12.17
124,18 120,56 15.12.17
65,34 65,34 15.12.17
19,75 19,17 15.12.17

5414.67 53

24837.70
24523.40

7537.01

24639.30 24586.20 24656.30

7500.92 7496.51

7490.57

4032.02
63.97
1694.88
1694.88

7448.12

4024.65
63.40
4002.21 62.94 63.30
62.46 1659.43 3992.27
1659.56
1655.12
1659.56 3985.20
1659.43 1655.74
1655.74 1655.12

63,40 $

PETROLE BRENT
www.bourse.lu

15.12.2017
42.32 I
26.13 I
49.5 I
14.43 I
172.5 T
29.5 T
49.075 I
50.99 T
18.69 I
68.06 I
13.2 I
16.54 T
19.5 T
169.0 I

+ haut + bas volume
51.3 38.94
27.51
6.33 23
50.5 41.41
15.065 10.855
1
202.5 129.5
29.5 27.48
1
53.33 35.035
54.09 38.74 13 900
22.5 16.16 88
76.49 60.08
1
23.55 12.11 2 580
19.75 15.67 13 499
24.5
19 4 070
174.1 128.2

18.12.2017

Wechselkurse



COURS COMPTANT
ACHAT
VENTE
EUR/DEVISE
EUR/DEVISE
1.5290
1.5057
1.1601
7.4141
0.8780
132.0418
9.8135
1.6689
9.9601
1.1716
15.3056

AUD
CAD
CHF
DKK
GBP
JPY
NOK
NZD
SEK
USD
ZAR

COURS BILLETS
ACHAT
VENTE
EUR/DEVISE
EUR/DEVISE

1.5415
1.5182
1.1697
7.4738
0.8854
133.1404
9.8967
1.6828
10.0424
1.1812
15.4537

1.4501
1.4472
1.1507
7.1388
0.8625
125.39
9.5178
1.5856
9.6224
1.1438
14.1233

Luxemburg in Zahlen

1.6204
1.5767
1.1790
7.7490
0.9009
139.80
10.1923
1.7661
10.3799
1.2090
16.6356

63.40
63.30 1259.90
1253.80
63.30 63.40
62.94 1253.20
62.94
1245.20
62.46
62.46 1659.43
1236.50 1659.56
1655.74 1655.12

Mindestlohn (1.1.2017)

1.998,59 Euro pro Monat

Bevölkerung (1.1.2017)

590.667 Personen

Beschäftigung - saisonbereinigt (April 2017)

429.557 Personen

Grenzpendler - saisonbereinigt (April 2017)

182.009 Personen

Bruttoinlandsprodukt (Mai 2017)

47.31

5357.14 5349.30

13103.60

12/12 13/12 14/12 15/12 18/12

EURO/DOLLAR
FRANKFURT

1,180 $

Kurs am 3.1.2017: 1,057 $

63.97

1259.90
1253.80 1253.20
63.40
63.30 1259.90
1253.20
1245.20 1253.80
62.94
1245.20
1236.50 62.46
1.180
1.179
1.177
1236.50
1.172
1.170

12/12 13/12 14/12 15/12 18/12

1259,90 $

GOLD UNZE IN USD

Kurs am 3.1.2017: 1226,70

1259.90
1253.80 1253.20
1245.20
133.25
1.180
1.179 132.70
1.177
1.172 133.07
1.170 132.70
1.180
1236.50
1.179
1.177 132.37
1.172
1.170

12/12 13/12 14/12 15/12 18/12

EURO/YEN FRANKFURT 132,70 ¥
Kurs am 3.1.2017: 120,90 ¥

6%
Milliarden Euro
64.52 54.19
64.36

Wirtschaftswachstum (2016)

4,2 %

Inflation (Mai 2017)

1,7 %

Index (Mai 2017)

840.01 von 852,63

63.49

63.36

15.58
133.25
133.25
1.172

15.59
133.07
133.07
1.177

15.50
132.37
1.179
132.37

15.47
132.70
132.70
1.170

15.55
132.70
1.180
132.70

62.92

Quelle: Statec / Zusätzliche Informationen: www.statistiques.public.lu

Grafik: Tageblatt/Bob Felz

12/12 13/12 14/12 15/12 18/12

18.12.2017

Prix des pièces d’or (en euros)
Achat
241
1 283
197
1 055
197
1 055

£ Nouveau
50 Pesos Mex
FB Or
Dol. US Or Eagle
FF Or
Dol. Can Or Map Leaf

Name
Adidas
Ahold Delhaize
Air Liquide
Airbus Group
Allianz
Anheuser Busch Inbev
ASML Holding
AXA
BASF
Bayer
BBVA
BMW ST
BNP Paribas
CRH
Daimler
Danone
Deutsche Bank AG
Deutsche Post
Deutsche Telekom AG
E.ON SE
Enel
Engie
ENI
Essilor International
Fresenius SE
Iberdrola
Inditex
ING Groep
Intesa Sanpaolo
L’Oreal
Louis Vuitton
Muench. Rueckvers.
Nokia Oyj
Orange
Philips
Safran
Saint Gobain
Sanofi
Santander
SAP AG
Schneider Electric
Siemens AG
Societe Generale
Telefonica
Total
Unibail Rodamco
Unilever NV DRC
Vinci
Vivendi

Vente
275
1 350
215
1 171
215
1 131

Achat
24 332
197
197
1 055
429
34 103

1 kg platine
F Lux Or
FS Or
Krugerrand
1 kg argent
1 kg or

Vente
29 152
215
230
1 141
522
34 682

(in Euro)

Euro Stoxx 50

(Stand: Juni 2017)

- saisonbereinigt (April 2017)
51.89 Arbeitslosenquote
51.89
50.99 50.64

13125.60

Kurs am 3.1.2017: 55,45 $

63.97
63.97
1694.88
18.12.2017
43.0 I
26.685 I
49.14 I
14.7 I
170.5 I
29.5 T
50.07 I
50.64 T
17.96 T
68.22 I
13.195 I
16.6 T
20.0 T
172.7 I

13151.80

INVESTMENTFONDS 41

Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR

5420.58

5414.67 5399.45
13068.10

Tageblatt

Actions
Aperam
ArcelorMittal
Brederode
Engie
FidRealEstate
FiducOffSolut
HellaKGaAHueck
Luxempart
ReinetInvest
RTLGroup
SES
Socfinaf
Socfinasia
Volkswagen ord

13312.30

18.12.2017
173.45
18.555
108.70
86.53
201.00
95.01
148.80
25.70
95.460
107.80
7.252
86.960
63.36
28.82
71.500
71.82
17.100
40.990
15.245
9.456
5.460
14.70
14.06
113.85
65.930
6.642
30.010
15.550
2.818
190.40
254.05
189.40
3.984
14.73
33.20
87.95
47.65
74.20
5.671
98.490
72.34
119.20
43.32
8.361
47.36
215.35
48.78
87.84
22.68

Hoch
174.70
18.585
109.35
86.76
201.15
95.44
149.20
25.79
95.660
108.80
7.270
87.560
63.78
29.25
71.850
72.13
17.125
41.080
15.350
9.524
5.480
14.79
14.11
114.10
65.930
6.676
30.385
15.615
2.836
190.80
254.15
189.90
4.004
14.78
33.26
88.18
47.77
74.79
5.674
98.840
72.66
119.40
43.51
8.387
47.36
217.00
48.82
87.89
22.83

Tief
172.80
18.365
107.95
85.60
198.40
94.06
147.40
25.41
94.240
106.90
7.180
86.410
63.11
28.78
71.240
71.37
16.600
40.555
15.110
9.399
5.395
14.56
13.98
112.75
64.660
6.598
29.850
15.490
2.800
188.15
247.05
186.50
3.908
14.70
32.87
86.90
47.30
74.01
5.622
97.650
71.72
117.40
43.17
8.279
46.88
213.20
48.35
87.08
22.57

Änderung
+0.70%
+1.73%
+0.28%
+1.50%
+1.95%
+1.13%
+2.02%
+1.66%
+1.91%
+1.22%
+1.44%
+1.18%
+0.70%
+0.98%
+0.69%
+0.87%
+3.39%
+1.57%
+1.19%
+0.74%
+1.96%
+1.10%
+0.86%
+1.24%
+2.73%
+0.93%
+0.18%
+0.48%
+0.57%
+1.68%
+3.63%
+1.66%
+1.63%
+0.44%
+1.53%
+2.14%
+1.38%
+0.88%
+0.84%
+1.17%
+1.59%
+2.36%
+0.29%
+1.33%
+1.82%
+1.56%
+0.53%
+0.93%
+1.18%

173.10

173.10

170.30

+2.30%

Volkswagen VZO

AVIS DE SOCIÉTÉ
51.89
51.89
26.94

51.89
51.89
26.86

50.99
50.99
47.31
47.31
26.64

50.64
50.64

64.52
64.52

26.68

64.36
64.36
49.74

63.49
49.54
63.49

49.50
62.92
62.92

63.36
63.36
49.14

15.58
15.58
133.25

15.59
15.59
133.07

“ RIEN N’EST PLUS
VIVANT QU’UN
SOUVENIR. ”
26.13

43.11

42.80

48.53

51.89
26.94
26.94

51.89
26.86
26.86

50.99

47.31
26.64
26.64

26.13
26.13

50.64

64.52

26.68
26.68
48.53
48.53

64.36
49.74
49.74

15.58

49.54
63.49
49.54

49.50
49.50
62.92

Federico Garcia Lorca

63.36
49.14
49.14

43.11
43.11

15.59

42.80
42.80

15.50
15.50
132.37

15.47
15.47
132.70

43.00

42.78

SOP GlobaleAktienAllokation

15.55
15.55
132.70

42.32

67.93

Société d’Investissement à Capital Variable
Gesellschaftssitz: 2, Boulevard Konrad Adenauer,
14.77 L - 1115 Luxemburg
R.C.S.68.22
Luxemburg B – 165 873
68.06

68.00

14.16

67.83

13.88
EINLADUNG ZUR ZWEITEN AUSSERORDENTLICHEN
GENERALVERSAMMLUNG DER AKTIONÄRE AM 11. JANUAR 2018
13.20

Sehr geehrte Damen und Herren,

13.20

der Verwaltungsrat der SOP GlobaleAktienAllokation (die „Gesellschaft“) lädt Sie hiermit
gemäß Art. 22 der Satzung der Gesellschaft zu der zweiten außerordentlichen Generalversammlung der Aktionäre ein, nachdem die vorangegangene außerordentliche Generalversammlung vom 11. Dezember 2017 das erforderliche Quorum von 50% der ausgegebenen
Aktien nicht erreichen konnte und folglich nicht rechtswirksam zusammengesetzt war.
Die zweite außerordentliche Generalversammlung findet am 11. Januar 2018 um 14:00 Uhr
in den Geschäftsräumen der Verwaltungsgesellschaft in 18-20, rue Gabriel Lippmann,
L-5465 Munsbach mit folgender Tagesordnung statt:
AGENDA

15.50
42.78
42.78

15.47

15.55
43.00
43.00

42.32
42.32

1. Beschluss, die Gesellschaft aufzulösen und sie freiwillig liquidieren zu lassen.
2. Bestätigung der Entscheidung, das Anteilsausgabe ab dem 24. November 2017 und bis zum
Abschluss der Liquidation der Gesellschaft auszusetzen, um eine Gleichbehandlung aller
14.77
Anleger zu gewährleisten.
68.22
14.77
68.06 Management
68.22
68.00 Oppenheim
67.93
3. Beschluss,
Asset
Services
S.à r.l.
14.16als Liquidator zu ernennen,
68.06
67.83
68.00
67.93vertreten durch Stephan
14.16Schritte
13.88zwecks freiwilliger
67.83 Rudolph, und mit der Ausführung aller
13.88
Liquidation der Gesellschaft zu betrauen.
13.20
13.20
4. Bestellung des Liquidators mit weitreichendsten Befugnissen, wie in Art. 13.20
144 ff. des
13.20
luxemburgischen Gesetzes über die Handelsgesellschaften vom 10. August 1915 vorgesehen.
5. Beschluss, die Liquidationskosten dem Gesellschaftsvermögen zu belasten.
6. Verschiedenes.
Beschlüsse der zweiten außerordentlichen Generalversammlung können ohne die Einhaltung
eines Anwesenheitsquorums über dieselbe Tagesordnung mit Zwei-Drittel-Mehrheit der
abgegebenen Stimmen entscheiden.

26.94

26.86

Si vous souhaitez partager le souvenir d’un proche,
memento.lu vous permet de publier un avis de
décès, de faire part de vos condoléances ou de
créer une page commémoraঞve. Simplement,
49.74 ࢘
26.68
tout
tout lieu. Le seul portail de
26.64 moment et en
commémoraঞon
26.13 gratuit du LuŠembourg.

48.53

Zur Teilnahme an der außerordentlichen Generalversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind diejenigen Aktionäre berechtigt, die bis spätestens fünf Tage vor der Versammlung
die Depotbestätigung eines Kreditinstitutes bei der Gesellschaft einreichen, aus der hervorgeht,
dass die Aktien bis zur Beendigung der Generalversammlung gesperrt gehalten werden.
Sollten Sie nicht in Person an der außerordentlichen Generalversammlung teilnehmen können,
können Sie sich von einer Person vertreten lassen, die hierzu schriftlich zu bevollmächtigen wäre.

49.54

49.50
49.14

43.11

42.80

43.00

42.78
42.32

Die Vollmacht muss spätestens fünf Tage vor der Generalversammlung am Sitz der
Gesellschaft hinterlegt werden. Dies68.22
sollte vorab 14.77
per Fax ((+352) 221 522 9471) oder
E-Mail (VL-HAAM-d_FundSetUp@hauck-aufhaeuser.com),
gefolgt
68.00 67.83 68.06
67.93
14.16 durch die Übersendung
der Originale, erfolgen.
13.88
Luxemburg, im Dezember 2017
Hauck & Aufhäuser Asset Management Services S.à r.l.

13.20

13.20

Tageblatt

42 ÉTAT CIVIL

Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

DÉCÈS
Mat schwéierem Häerz deele mir den Doud mat vun eiser
léiwer, onvergiesslecher Mamm, Schwéiermamm, Boma,
Urboma, Tatta a Schwéiesch, der
Madame

Marie-Pierrette SCHOCKMEL-HERMES
Witfra vum Marcel SCHOCKMEL
Si ass gestuerwen den 12. Dezember 2017 am Alter vun 83
Joer.
D'Anäscherung ass an aller Stëll.
Et traueren ëm Si:
Viviane Schockmel a säi Mann Erny Detaille
Stephanie Detaille, säi Mann Frederick Schütz an hiren Urenkel den Dean
Patric Detaille
Joanne Detaille a säi Frënd Bertinelli Sven
an déi ganz Famill.
Déi Leit, déi eiser léiwer Verstuerwener besonnesch wëlle gedenken, kënnen dat maache mat
engem Don op de Kont vun „Helping Hand's for Animals” IBAN LU43 0019 3955 8433 3000
mam Vermierk „Don Hermes Pierrette”.
219479

„Was man tief in seinem Herzen besitzt,
kann man nicht durch den Tod verlieren.“
Johann Wolfgang von Goethe

Mat schwéieren Häerzen deele mir mat, datt den
Här

Gaston ZANGERLÉ
*19.12.1961-16.12.2017†

eis no laanger Krankheet, de 16. Dezember 2017, am Centre
Hospitalier du Nord, fir ëmmer verlooss huet.
D’Cérémonie d’adieu gëtt e Mëttwoch um 16.00 Auer zu
Grousbous an der Kierch gehalen.
Em hien traueren
Seng Geschwëster,
de Jean Zangerlé
d’Sylvie an de Fred Klopp-Zangerlé
mat hire Kanner dem Jessica mam Laetitia an dem Steven
de Fernand Zangerlé
d’Josée Zangerlé
mat hirem Meedchen dem Nathalie mam Gina
de Stéifpapp Pierre Philippe mam Hedwig
an d’ganz Famill
E grousse Merci un den Dr. Jacob an déi ganz Équipe aus dem CHdN, déi sech sou léif ëm
hie gekëmmert hunn.
Grousbous, Mamer, Diddeleng, Prümzurlay.
Wie besonnech un de Gast denke wëll, ka gären en Don mam Vermierk „Gaston Zangerlé“
un d’„Ligue HMC“, op de Kont LU45 1111 2334 1863 0000 maachen.
219478

„ Mit den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit davon. „
Theodor Fontane

Mat schwéirem Häerz deele mär den Doud mat vun eisem léiwe Jong, Liewenspartner,
Brudder, Monni, Pätter, Neveu a Koseng, dem

Raymond LINARI
01.09.1965-09.12.2017

Hien ass onerwaart, mee friddlech, am Alter vun 52 Joer, doheem entschlof.
D’Begriefnis ass den 21. Dezember um 14.00 Auer um ale Kierfecht zu Diddeleng.
An déiwer Trauer,
seng Mamm :
seng Liewenspartnerin :
seng Schwëster :
seng Niessen :

Fridy Linari-Sabès
Petra Christmann
Patricia Linari
Christine Koener mat sengem Mann Jerry Magar
an dem Sam
Laetitia Koener mat sengem Liewenspartner
Nicolas Palumbo
an d’ganz Famillen Linari, Meneghetti, Sabès a Berton, souwéi och seng Frënn.

Diddeleng an D-Dörrenbach, den 19. Dezember 2017
Déi Leit, déi em Raymond besonnech wëlle gedenken, kënnen dat maache mat engem Don
un d'„ Fondatioun Thierry van Werveke“ (BGL LU75 0030 7810 7666 0000) oder un „Hello
Amiavy“ (BCEE LU57 0019 3155 9088 4000) mam Vermierk „Don Raymond Linari“.

219475

Tageblatt

WETTER 43

Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

HÔPITAUX
Lux., Centre hospitalier
tél.: 44 11 11
Esch, Centre hospitalier
Emile Mayrisch
tél.: 57 11-1
24/24 h
Dudelange, policlinique
tél.: 57 11-1
Iu.-ve.: 8.00-18.00 h
Ettelbruck, Centre Hospitalier du Nord (CHdN)
tél.: 81 66-1
24/24 h
Wiltz, Centre Hospitalier
du Nord (CHdN)
lu.-ve.: 8.00-20.00 h
sa, di, jours fériés:
10.00-18.00 h
Tél.: 81 66-9
Wiltz, policlinique
lu.-ve.: 8.00-20.00 h
w.-e., j. fériés: 10.00-18.00 h
tél.: 81 66-9

Wetterlage + Vorhersage
Ein Orkantief bei Spitzbergen lenkt
seine Regen- oder Schneefälle nach
Norwegen und Mitteleuropa. Gleichzeitig gelangt recht milde Luft über
die Britischen Inseln bis in den Süden Norwegens. Durch ein kräftiges
Hoch über der Bretagne bleibt es in
West- und Südwesteuropa sowie über den

Alpenländern und
der Adria

teils freundlich und teils
Clerf
wolkig.

PHARMACIES
Luxembourg
Pharmacie d’Eich
5, Place Dargent
tél.: 43 16 09
Esch-sur-Alzette
Pharmacie Welschbillig
12, rue de l’Alzette
tél.: 54 15 36

Echternach
Redingen

Remich
Esch/Alzette
Schengen

Voraussichtliche
Sonnenstunden*
heute:

Wincrange
Pharmacie de Wincrange
Maison 84
tél.: 26 91 43 31

VÉTÉRINAIRES
Bertrange
Cabinet vétérinaire
26 39 49 59
Bettembourg
Clinique vétérinaire
52 13 13
Osweiler
Cabinet vétérinaire
72 04 11

Niederschlagswahrscheinlichkeit* heute:

0h

40%

*= bezogen auf Luxemburg-Stadt

Die nächsten 5 Tage
Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag





















Stockholm
Dublin



14°
Moskau


London

Berlin


Paris 7°

Lissabon Madrid
16°
13°

Kiew
-2°

Algier
11°

Rom
11°

Dubrovnik Varna


Istanbul
Athen
13°

Tunis
14°

11°

Las Palmas 21°
Kairo
27°
<-15°

-15°– -10°

-10°– -5°

-5°– 0°

0°– 5°

MAISONS
MÉDICALES
Du lundi au vendredi:
de 20.00 à 7.00 heures
Samedi, dimanche,
jours fériés:
de 8.00 à 7.00 heures
du lendemain
1. Luxembourg-ville
› 59, rue Michel Welter
L-2730 Luxembourg
2. Esch/Alzette
› 70, rue Emile Mayrisch
L-4240 Esch/Alzette
3. Ettelbruck
› 110, av. Lucien Salentiny
L-9080 Ettelbruck

5°– 10°

10°– 15°

26.12.

08.01.

02.01.

17.01.

Gestern 14.00 Uhr
Lufttemperatur:
Luftdruck:
stark bewölkt

3° C
1021 hPa

Letztes Jahr
Biowetter

Lufttemperatur:
Luftdruck:
wolkig

4°C
1027 hPa

Schnee
Ardennen
Eifel
Vogesen
Chamonix
Val d’Isère
Alpe de’Huez
St. Moritz
Zermatt
Saas Fee
St. Anton
Sölden

0 bis 20
0 bis 35
50 bis 80
50 bis 140
120 bis 190
90 bis 190
45 bis 110
30 bis 120
50 bis 140
70 bis 180
70 bis 170

cm
cm
cm
cm
cm
cm
cm
cm
cm
cm
cm

Europawetter
Frankreich Wechsel von Sonnenschein und zum Teil dichten Wolkenfeldern, nur ganz vereinzelt im Tagesverlauf ein paar Regentropfen.
Höchsttemperaturen 2 bis 11 Grad.
Benelux Mal Sonnenschein, mal auch
längere Zeit dichte Wolkenfelder,
aber nur vereinzelt ein paar Regentropfen. Höchsttemperaturen am
Nachmittag zwischen 2 und 8 Grad.
Deutschland Die Zahl der leichten
Regengüsse nimmt vom Norden bis
zur Saar und dem Erzgebirge zu.
Auf den Höhen der Mittelgebirge
sowie in Franken gibt es Schneeregen, teilweise auch Schnee. Die
Sonne hat es oft schwer, sie kommt
nur anfangs am Erzgebirge und in
Südostbayern zum Vorschein. Werte
von 1 bis 8 Grad werden erreicht.
Großbritannien Im Südosten Englands freundlich, sonst dichte Wolken, von Nordwesten Regen oder
Sprühregen. Von 5 bis 14 Grad.
Skandinavien An der Ostsee zeitweise freundlich, sonst bedeckt, gebietsweise Regen-, in Finnland Schneeschauer. Minus 4 bis plus 8 Grad.

Balearen Oft dichte Wolkenfelder,
immer mal wieder Regenschauer,
ganz vereinzelt auch Gewitter möglich. Höchstwerte von 11 bis 15 Grad.
Österreich/Schweiz Im Süden der
Schweiz sowie anfangs im Osten
Österreichs freundlich und trocken,
sonst dichte Wolken und zeitweise
Schneefall. Minus 3 bis plus 4 Grad.
Italien/Malta Teils viel Sonnenschein
und weitgehend trocken, teils auch
mal für längere Zeit dichte Wolken
und einzelne Regenschauer. Höchstwerte zwischen 5 und 12 Grad.
Spanien/Portugal In Portugal und
Südwestspanien meist heiter und
trocken, sonst mal Sonne, mal dichte
Wolkenfelder, zeitweise Regenschauer. Höchstwerte von 8 bis 18 Grad.
Griechenland/Türkei/Zypern Wechselnd, zum Teil stark bewölkt, dabei
örtlich Regenschauer. In Griechenland gebietsweise etwas freundlicher. Am Mittelmeer 8 bis 19 Grad.
Ungarn/Bulgarien In Bulgarien verbreitet Schnee oder Regen, in Ungarn dagegen meist freundlich.
Höchstwerte minus 3 bis plus 5 Grad.

Weltweit

-1°

Zürich
Wien 2°


12°
Palma



Warschau

Nizza

13°

Ettelbruck
Pharmacie Petry
15, Grand-Rue
tél: 81 21 48 - 1

Vianden
Pharmacie de Vianden
27, rue de la Gare
tél.: 83 46 14




Luxemburg

09:04
17:56

Weihnachtsbaum:
Weihnachtsbäume im Pflanztopf
brauchen viel Wasser. Nach dem Kauf
sollte der Baum über Nacht in einen
Eimer mit Wasser gestellt werden.

Grevenmacher

Capellen

Mondaufgang
Monduntergang

Gartentipp

Mersch




Bascharage
Pharmacie Schambourg
145, rue de Luxembourg
tél.: 50 77 73

Grevenmacher
Pharm. de Grevenmacher
19, route de Trèves
tél.: 75 00 28

Südwest
10 km/h




Tummeln die Krähen sich noch,
bleibt lang des Winters Joch.

Sonnenaufgang
08:28
Sonnenuntergang 16:36

Viele Menschen fühlen sich zurzeit
schnell müde und matt. Außerdem
besteht bei der derzeitigen Wetterlage eine große Ansteckungsgefahr
bei Erkältungskrankheiten. Wetterfühlige müssen sich auch auf Kreislaufbeschwerden einstellen.

WIND

Vianden

Kayl
Pharmacie de Kayl
7, rue de Tétange
tél.: 26 56 19 19

Steinfort
Pharmacie de Steinfort
24, route d’Arlon
tél.: 39 00 24

Die Sonne hat bei uns kaum eine
Chance. Der Himmel ist häufig wolkenverhangen, und vereinzelt fällt
auch etwas Regen. Die Höchsttemperaturen liegen bei Werten zwischen 2 und 4 Grad. Der Wind weht
schwach aus Südwest. In der Nacht
sinken die Temperaturen auf 2 bis
0 Grad. Morgen ziehen dichte Wolken vorüber, und die Sonne findet
nur selten mal eine Lücke. Zeitweise
fällt Regen. Die Temperaturen steigen auf 3 bis 5 Grad.

Wiltz

PÉDIATRIE
Luxembourg-Ville:
Hôpital Kirchberg
Tous les jours 8.00-20.00 h
tél.: 24 68-1, 24 68 21 21,
24 68-55 40
CHL, Kannerklinik
(24/24 h)
tél.: 44 11-31 48, 44 11-31 33,
44 11 11
Esch, CHEM
(24/24 h)
tél.: 57 11-1
Ettelbruck, CHdN
tél.: 81 66-1
sa./di./jours fériés: 10.0012.00 & 17.00-20.00 h

Bauernregel

Sonne + Mond

www.wetterkontor.com

GARDE

15°– 20°

20°– 25°

25°– 30°

30°– 35°

>35°

Agadir
Algarve
Amsterdam
Antalya
Athen
Barcelona
Bordeaux
Budapest
Frankfurt
Hamburg
Helsinki
Jerusalem
Kopenhagen
London
Mailand
Malaga

sonnig
sonnig
wolkig
bedeckt
wolkig
sonnig
sonnig
sonnig
Regenschauer
Regen
wolkig
wolkig
Regen
wolkig
sonnig
sonnig

20°
18°

19°
13°
14°




-2°
22°



17°

Mallorca
New York
Nizza
Ostende
Paris
Prag
Reykjavik
Rhodos
Rio de Janeiro
Rom
Stockholm
Tokio
Venedig
Warschau
Wien
Zürich

wolkig
wolkig
sonnig
wolkig
heiter
wolkig
Regenschauer
wolkig
Regenschauer
sonnig
wolkig
sonnig
wolkig
wolkig
sonnig
bedeckt

13°

12°


-1°

17°
31°
11°

13°

-1°



44 FAITS DE SOCIÉTÉ

Tageblatt
Dienstag, 19. Dezember 2017 • Nr. 295

Aufreger: Silvester und
kein Feuerwerk in Esch

Kurz und knapp

Zweiter toter
Fußgänger
NACH UNFÄLLEN

JAHRESENDE Kracher sind in drei der zehn großen Gemeinden verboten
Wiebke Trapp
Unscheinbar liest sich der
große „Aufreger“ der dritten
Adventswoche. Kaum online
geht alles schnell: innerhalb
von 16 Stunden 515 Likes und
vom 17. Dezember abends bis
18. Dezember morgens
ganze 48 Kommentare.
Mit Esch hat nun die dritte
der zehn größten Gemeinden
das „Knallen“ an Silvester
verboten.

Foto: Tageblatt-Archiv/Dieter Lintz

LUXEMBURG Drei Zeilen unter
„Actualités“ auf der Seite der Gemeinde lösen eine heftige Debatte aus. Tierschutz und Hygiene
des öffentlichen Raumes werden
als Gründe für das Verbot angegeben, in Esch Silvesterknaller
abzufeuern. Die Reaktionen darauf sind unterschiedlich, wie die
Kommentare dazu zeigen.
„Genau CSV an 6 J kreien se
Rechnung vun de ESCHER“,
schreibt „baerchen“. „Martine“
dagegen findet es gut: „Ech willt
aner Gemengen wären och sou
couragéiert! Schued datt mir net
ze Esch wunnen, bravo!“ Das
sind nur zwei der vielen Reaktionen auf das Verbot.

Riesiges Interesse
Trotzdem gibt es Fakten. Das
übliche Bild am 1. Januar kennt
jeder. Böllerreste, Papierfetzen,
Stiele der Raketen, die überall
herumliegen. Trotz Sonderschichten der Reinigungsdienste erinnern sie noch lange an
die „Party“. „Der Monat Dezember ist für uns immer
stramm“, heißt es aus dem
„Service Hygiène“ der Stadt
Esch. „Da fällt der meiste Müll
an.“ Darauf verweist auch einer
der ersten Verantwortlichen
der Minettemetropole. „Haben
Sie schon mal den Müll in den
Gärten gesehen und auf den
Bürgersteigen?“, fragt der Erste
Schöffe von Esch, Martin Kox,
zurück. Er ist Mitglied von „déi
gréng“, er sorgt sich auch um
die Tierwelt in der freien Natur.

Das Feuerwerk-Verbot sorgt auch in Esch für unterschiedliche
Reaktionen

Silvester: Der Brauch
Silvester gibt es seit genau 435
Jahren. Seitdem gibt es den gregorianischen Kalender, der den
letzten Tag des Jahres vom 24.
Dezember auf den 31. Dezember verlegte, weil das der Todestag von Papst Silvester I.
war. Der viele Krach, der seitdem veranstaltet wird, geht
aber nicht auf eine christliche
Tradition zurück. Die Germanen haben damit angefangen.

Die glaubten an den bösen
Kriegsgott Wotan, der nach ihrer Überzeugung besonders in
den Wintermonaten sein Unwesen trieb – vor allem in der
Nacht des 31. Dezembers. Angezündete Holzräder, die mit
viel Getöse über Wege gerollt
wurden, sollten dem Treiben
ein Ende setzen. Das ist auf
mehreren Internetseiten zum
Thema nachzulesen.

„Muss es sein, dass die Tiere
auf dem Galgenberg total
durcheinander sind nach dem
Feuerwerk?“, wirft er die zweite Frage in den Raum. Das und
die Verletzungsgefahr von unfachmännisch gezündeten Krachern waren Teil der Überlegungen des Schöffenrates, dem
Treiben ein Ende zu setzen. Etwas anderes kommt hinzu.
„Für ein Feuerwerk muss man
bei der Gemeinde eine Genehmigung anfragen“, sagt Kox.
„Das macht aber keiner.“
Der Verbund der luxemburgischen Gemeinden „Syvicol“ bestätigt, dass die Bewilligung eines Feuerwerks zum „ordre public“ und in die Kompetenzen
der Kommunen gehört. Jede
hat das individuell für sich geregelt.
In Esch ist es beschlossene
Sache: Dieses Jahr wird an Silvester überhaupt nicht „geballert“. Die Hauptstadt macht das
schon länger. Dort sind Feuerwerksraketen und Böller seit
mehreren Jahren schon verboten. Als erste Südgemeinde hatte Petingen bereits letztes Jahr
ein Verbot eingeführt.
Ob man es nun mag oder
nicht, es bleiben Fragen offen.
Die werden im Netz auch thematisiert. „Wéi wellt d’Escher
Gemeng dat do dann ëmsetzen
an virun allem kontrolléieren,
de Fall gesat, an flagranti bestrofen??“, fragt sich nicht nur
„ronald“. „Merci. Eng gudd
Saach! Allerdengs as all Gesetz
nemmen esou gudd wéi seng
konsequent Uwendung (dixit:
Iwerwaachung a Bestrofung
beim Iwwertrieden) an deen
Deel wärt schwiereg gin“,
merkt auch „Carl Hobichen“
an.
Ganz unrecht hat er damit
nicht. „Die Polizei wird je nach
Disponibilität und Priorität intervenieren“, heißt es aus der
Pressestelle der „Police GrandDucale“. Wenn die Wahl zwischen Prügelei und privatem
Feuerwerk ansteht, kann sich
jeder ausrechnen, wo die Polizei zuerst eingreift.

Der 75-jährige Einwohner
von Niederfeulen, der am vergangenen Samstag von einem
Lieferwagen angefahren wurde, ist tot. Wie die Polizei mitteilte, erlag der Mann seinen
schweren Verletzungen. Damit hat das vergangene Wochenende das Leben von zwei
Fußgängern gefordert: In
Friesingen war am Samstag
ein 76-Jähriger aus Welfringen auf der Straße angefahren
und tödlich verletzt worden.

Sitzplatzwechsel
nach Autounfall
BEIM LÜGEN ERTAPPT
Eigentlich hatte der Unfall,
der sich am Sonntag an der
Kreuzung route d’Arlon/rue
des Carrefours ereignete, laut
Polizei nur Blechschaden zur
Folge. Als die Polizisten den
Unfall aufnahmen, stießen sie
auf Ungereimtheiten. Die Eigentümerin eines der Wagen
gab an, angefahren worden zu
sein. Zeugen allerdings meinten, sie habe nach dem Unfall
mit ihrem Begleiter die Plätze
getauscht. Dieser hatte keinen
gültigen Führerschein. Ein
Strafverfahren wurde eingeleitet.

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Acht Jahre Haft gefordert

Meistgeteilt

PROZESS Geständiger Pädophiler
Carlo Kass
Gestern wurde der Prozess gegen
den 31-jährigen Laurent Th. fortgesetzt. Ihm wird vorgeworfen,
sich im Dezember 2011 in Pommerlach an einem damals 7-jährigen Mädchen, über das er Aufsicht führte, im Bett „gerieben“
zu haben. Auch soll er 2016 ein
fünfjähriges Mädchen in Wiltz
sexuell belästigt haben. Bis Ende
2016 soll er des Weiteren in seiner Bleibe im Camping „Fuussekaul“ bei Heiderscheid im Internet nach kinderpornografischem
Material gesucht, sich dieses angeschaut und auf seinem Computer gespeichert haben.
Ein Ermittler meinte gestern,
dass 134 Bilder und 61 Filme, die
unter Kinderpornografie fallen,
auf seinem Rechner gefunden
worden seien. Außerdem soll er
den Beschuldigten bereits 2008
bei einer zufälligen Kontrolle in
seinem Auto mit drei Kindern an-

getroffen haben. Der Wagen sei
den Beamten wegen der beschlagenen Fenster aufgefallen. Da der
Beifahrersitz komplett nach hinten geklappt gewesen sei, schrieben die Polizisten damals einen
Bericht.
Danach trat der psychiatrische
Experte in den Zeugenstand. Der
Beschuldigte habe, als er sich die
kinderpornografischen
Bilder
ansah, nicht masturbiert. Sexuelle Erfahrungen mit Gleichaltrigen hätten ihn an seiner Potenz
zweifeln lassen. Der Experte halte ihn nicht für einen gefährlichen „Prédateur“, sondern eher
für einen „Opportunisten“.

„Asoziales“ Umfeld
Zwei weitere Zeugen bestätigten
neben nicht eindeutig belegten
Verdächtigungen das eher „asoziale“ Umfeld der Opfer, deren
Vater ein Trinkgefährte des Be-

1. Aufgepasst im Verkehr: Schneefall in ganz
Luxemburg
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schuldigten gewesen sei, während die Mutter wegen einer Totgeburt unter Depressionen gelitten haben soll. Dies erkläre laut
einem Zeugen auch die niedrige
Hemmschwelle im Haus.
Der Angeklagte meinte vor den
Richtern, dass er in seiner Kindheit immer allein gewesen und
wegen seiner mageren Statur gemobbt worden sei. Der einzige
Lichtblick sei seine Mutter gewesen. Nach ihrem Tod im Jahr 2005
sei er in ein tiefes Loch gefallen.
Der Alkohol und falsche Freunde
sollen den Rest getan haben. An
dem einen Mädchen habe er sich
nicht sexuell vergangen, an dem
anderen hingegen schon. Dafür
schäme er sich. Jetzt suche er verzweifelt nach therapeutischer Hilfe, denn er wolle nicht mehr so
weitermachen.
Nachdem die Nebenklage
40.000 Euro Schadenersatz für
die beiden Mädchen forderte,
sprach der Verteidiger über die

Ehrlichkeit seines Mandanten,
der sich bewusst sei, dass er
straffällig wurde, und sich dafür
auch schäme. Zu Gewalt oder
Drohungen sei es nie gekommen. Er bat um mildernde Umstände und um Hilfe für den Angeklagten.
Die öffentliche Anklägerin setzte das ganze Geschehen in einen
Rahmen: 2013 wurde der Prozess
angesetzt, dann mit dem psychiatrischen Rat zu einer Behandlung in der Schwebe gehalten,
um anschließend 2016 wegen des
Vergehens an einem zweiten
Kind wieder aufgenommen zu
werden. Der Angeklagte habe
sich nie gestellt. Im Gegenteil:
Nach seinem zweiten Vergehen
habe er sich im Internet genau
über die Strafe in solchen Fällen
informiert. Sie forderte acht Jahre
Haft, eventuell mit teilweiser und
bedingter Bewährungsfrist. Das
Urteil wird am 1. Februar 2018
gesprochen.

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