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1628 C
Senatsverwaltung für Finanzen
I C - BT 6308 - 10/2015

Berlin, den 27. Mai 2015
Telefon: 9020-3615
Fax:
9020-28-3615

An den
Vorsitzenden des Hauptausschusses
über
den Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin
über Senatskanzlei – G Sen –

Einzelplan 15 / Kapitel 1510
Titel 892 01 – Zuschuss an die Tierpark Berlin-Friedrichsfelde GmbH –
Rote Nummer: 1628, 1628 B
Vorgang:

67. Sitzung des Hauptausschusses vom 15. Oktober 2014
75. Sitzung des Hauptausschusses vom 25. März 2015

Ansätze:

Kapitel 1510 Titel 891 02

Ansatz Haushaltsplan 2013
Ansatz Haushaltsplan 2014*
Ansatz Haushaltsplan 2015*
Ist 2014
Verfügungsbeschränkungen 2014**
Aktuelles Ist (18.05.2015)

0,00 €
5.000.000,00 €
4.975.000,00 €
25.000,00 €
0,00 €
380.000,00 €

* Übertragbarkeit zulässig
* * Der Sperrvermerk wurde durch Beschluss des Hauptausschusses in seiner Sitzung am 15.Oktober 2014 aufgehoben.

Gesamtkosten: entfällt
Das Abgeordnetenhaus hat in seiner oben bezeichneten Sitzung folgendes beschlossen:
„Sen Fin wird gebeten, dem Hauptausschuss zum 31. März 2015 einen Fortschrittsbericht zur Ziel- und Entwicklungsplanung unter Einbeziehung folgender Punkte
-

pädagogisches Konzept und Tierparkschule,
Umsatz- und Ergebnisentwicklung,
Beibehaltung von Angeboten freier Träger für Besuche von Behinderten und älteren Menschen
Ehrenamtsticket

vorzulegen (zu weiteren Details s. Inhaltsprotokoll).“
Dem Antrag vom 4. März 2015 auf Fristverlängerung bis 31. Mai 2015 hat der Hauptausschuss in seiner Sitzung am 25. März 2015 zugestimmt.

-2-

Ich bitte, den Beschluss mit diesem Bericht als erledigt anzusehen.
Hierzu wird berichtet:
Der Aufsichtsrat der Tierpark Berlin-Friedrichsfelde GmbH (Tierpark GmbH) hat dem
von der Geschäftsführung vorgelegten Ziel- und Entwicklungsplan für die zukünftige
strategische Entwicklung des Tierparks am 16. April 2015 zugestimmt und die Geschäftsführung gleichzeitig beauftragt, sich für die Umsetzung der geplanten Maßnahmen um eine Finanzierung durch das Land Berlin zu bemühen. Daneben sollen
weitere Maßnahmen aus Eigen- und Drittmitteln realisiert werden.
Die Geschäftsführung legt beiliegend die gemeinsam mit der Firma Dan Pearlman erarbeitete langfristig bis zum Jahr 2030 angelegte Ziel- und Entwicklungsplanung für
den Tierpark Berlin vor, dessen Ziel die Neuausrichtung auf einen zeitgemäßen und
attraktiven Zoobetrieb ist. Die Geschäftsführung hat dazu ausgeführt, dass das Erfolgskonzept eine artgerechte und zukunftsweisende Tierhaltung in weitläufigen und
einzigartigen Lebensräumen, spannende und erlebnisreiche Tierbegegnungen, ein
modernes, vielstufiges Informations-, Bildungs- und Artenschutzkonzept sowie ökologisch optimierte Betriebssysteme beinhalte, die eine wirtschaftliche Betriebsführung
gewährleisten sollen. Differenzierte Gastronomie und Merchandisingangebote seien
integrale Bestandteile des gesamten Modernisierungsplanes, dessen Umsetzungshorizont mindestens 15 Jahre betragen werde. Die einzelnen Projekte werden in Themenwelten zusammengefasst, die eine gefühlte Distanz zwischen Mensch und Tier
auf ein Mindestmaß reduzieren und erforderliche Sicherheitsbarrieren als Gräben, Bäche, Seen und Felsen in die Landschaft integrieren. Die Strategie sei aufbauend auf
einer detaillierten Bestands- und Marktanalyse sowie einem umfassenden Benchmarking erstellt worden. Bei der Priorisierung der Phasen und Zeitpläne werden die dringenden Bedürfnisse der Zoologie und Betriebstechnik gesondert berücksichtigt, so
dass die ersten Themenwelten vorrangig Tierarten wie Elefanten und Eisbären sein
sollen. Die für beide Zoologische Einrichtungen Berlins zeitgleich entwickelten Zielund Entwicklungspläne wurden dabei aufeinander abgestimmt und zielen darauf ab,
die Alleinstellungsmerkmale beider Einrichtungen im europäischen Zooangebot und
die daraus resultierende Medienresonanz zu einem wichtigen weichen Standortfaktor
für die Metropolregion Berlin-Brandenburg zu entwickeln.
Die Umsetzung soll in drei unabhängigen Phasen erfolgen. Sie sind aufeinander abgestimmt und können nacheinander und mit zeitlich größeren Abständen realisiert
werden, so dass auf Entwicklungsphasen auch Betriebsphasen folgen können. Die
erste Phase soll in den Jahren 2016 bis 2022 umgesetzt werden. Sie hat ein Investitionsvolumen von insgesamt 49,0 Mio. Euro und beinhaltet die Projekte mit dem meisten Handlungsbedarf aus zoologischer und baulicher Sicht, insbesondere auch im
Hinblick auf die Anforderungen des Säugetiergutachtens. Darüber hinaus sind hier die
Projekte mit der höchsten Highlight-Dichte und damit dem größten wirtschaftlichen
Potenzial enthalten. Für die Umsetzung aller Kernprojekte, die der Aufwertung der zoologischen Anlagen, des Besuchererlebnisses und der Gebäudesubstanz dienen, besteht im Zeitraum bis 2030 ein Finanzierungsbedarf in Höhe von insgesamt rd. 92,36
Mio. Euro aus Mitteln des Landes Berlin.

-3Daneben sind Projekte geplant, die als kurzfristige attraktivitätssteigernde Maßnahmen im Zeitraum bis 2016 aus bereits verfügbaren Landesmitteln mit einem Betrag bis
zu 5 Mio. € umgesetzt werden können sowie Gastronomieprojekte, für die andere Finanzierungsmöglichkeiten gesehen werden. Der Ausbau der Logistik und des Service
soll ebenfalls aus Drittmitteln finanziert werden.
Der Senat begrüßt die Anstrengungen der Tierpark GmbH ihre Wirtschaftlichkeit zu
verbessern, um damit den Fortbestand der Gesellschaft zu sichern. Es wird erwartet,
dass die aus den bereits verfügbaren Landesmitteln umzusetzenden Kurzfristmaßnahmen bis 2016 plangemäß umgesetzt und in absehbarer Zeit zu einer Steigerung
der Aufenthaltsqualität im Tierpark führen werden. Zum Finanzierungsbedarf und die
Bereitstellung weiterer Landesmittel wird im Rahmen der anstehenden Verhandlungen
zum Doppelhaushalt 2017/2018 zu beraten sein.
Mit der Umsetzung von Projekten des Ziel- und Entwicklungsplanes strebt die Tierpark
GmbH gleichzeitig die sinnvolle und genehmigungsfähige Verwertung der auf dem
Tierparkgelände gelagerten Haufwerke an. Zum aktuellen Sachstand in dieser Angelegenheit wird auf den zu erwartenden aktualisierten Bericht der Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung und Umweltschutz zur Roten Nr. 1628 A gemäß des Berichtsauftrages aus der Sitzung des Hauptausschusses am 14. Januar 2015 verwiesen.
Der Hauptausschuss hat darüber hinaus gemäß Berichtsauftrag vom 15. Oktober
2014 um ergänzende Informationen zu nachfolgenden Sachverhalten gebeten, zu denen die Tierpark GmbH Folgendes mitgeteilt hat:
Pädagogisches Konzept und Tierparkschule
Die neue Tierparkschule werde ab Anfang Juni 2015 ins ehemalige Direktorenhaus
einziehen, um dann erstmalig alle vom Tierpark angebotenen pädagogischen Programme zusammenzuführen. Es werde hier die Tierparkschule zur Erfüllung des Bildungsauftrages im Rahmen von Schul-, Kita- und Hortführungen und der verantwortliche Unternehmensbereich für Kindergeburtstage und Erwachsenenführungen integriert, um einen Austausch untereinander zu gewährleisten und die administrativen
Arbeiten effizienter erfüllen zu können. Zudem würden auch die Kurse des Jugendclubs mit einem überarbeiteten und ausgebauten Kursprogramm in diesen Räumlichkeiten stattfinden. Dies eröffne zugleich neue Möglichkeiten der Kursgestaltung. Um
Kinder und Jugendliche zum eigenständigen Forschen zu animieren und die kindliche
Neugier an der Wissenschaft zu fördern, werde es in den neuen Räumlichkeiten auch
einen Forscherraum geben. Der Umbau des Hauses für die Tierparkschule werde aus
zweckgebundenen Spendengeldern finanziert. Die Tierparkschule sei derzeit mit einer
für 12 Stunden pro Woche abgeordneten Lehrerin besetzt, die durch eine Stelle im
Rahmen des Freiwilligen ökologischen Jahres (FSJ) unterstützt werde. Es werde in
naher Zukunft eine Optimierung der Personalsituation der Tierparkschule angestrebt,
um dem Bildungsauftrag noch gerechter zu werden und die hohe Nachfrage an Führungen bedienen zu können. Dazu bedürfe es einer erhöhten Stundenanzahl der Tierparkschullehrerin sowie eines Sponsors für die finanzielle Absicherung des künftigen
Personalaufwandes.

-4Die Kindergeburtstags- und Erwachsenenführungen würden durch ca. 15 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fördervereins durchgeführt, die seit kurzem
durch Tierparkpersonal angeleitet, regelmäßig geschult und in ihrer Aufgabe begleitet
und unterstützt werden. Zukünftig soll dieses Team durch zusätzliche Fachkräfte gestärkt werden. Die außerschulischen naturwissenschaftlichen Kurse des Jugendclubs
würden durch zwei Betreuerinnen organisiert. Das gesamte pädagogische Programm
des Tierparks werde seit Januar diesen Jahres durch eine halbe Stelle und einer halbtägigen Honorarkraft koordiniert, mit dem Ziel, das komplette Angebot weiter auszubauen und zu optimieren.
Umsatz- und Ergebnisentwicklung
Die Tierpark GmbH geht davon aus, dass die schrittweise Fertigstellung der geplanten
Maßnahmen ab dem Jahr 2018 zu einer allgemeinen Attraktivierung des Tierparkerlebnisses ab 2018 und zu einer stetigen linearen Steigerung der Eintrittserlöse führen
werde und damit ein Abbau der notwendigen Zuwendungen des Landes Berlin in Aussicht genommen werde könne. In Abhängigkeit von den Witterungsverhältnissen werde von einer linearen Steigerung der Ticketverkäufe ausgegangen, so dass eine Anzahl von 1 Mio. Tagestickets und 100.000 Jahreskarten im Jahr 2030 angestrebt werde und als realistisch anzusehen sei (Plan 2015: rd. 600.000 Tickets insgesamt). Infolge dessen werde von einer Erhöhung der Umsatzerlöse aus Eintritten von derzeit
geplanten 5,2 Mio. Euro auf rd. 13,6 Mio. Euro im Jahr 2030 und der Erhöhung der
durchschnittlichen Erlöse aller Tickets jeweils um ca. 4 € ausgegangen. Es werde damit gerechnet, dass die Aufwendungen trotz vorgesehener Einsparmaßnahmen inflationsbedingt im gesamten Betrachtungszeitraum um rd. 26% steigen. Dies schließe
auch die zu erwartende Erhöhung der Personalkosten aufgrund von tariflichen Vereinbarungen mit ein. Bei einer angenommenen gleichzeitigen konstanten Entwicklung der
Erträge aus Zuwendungen und Spenden auf heutigem Niveau führe diese Entwicklung
zu einer deutlichen Verringerung der Deckungslücke und ermögliche somit eine stetige Reduzierung der notwendigen jährlichen Zuwendungen des Landes Berlin um rd.
395.000 Euro p.a. auf unter 2,0 Mio. Euro im Jahr 2030. Eine von der Tierpark GmbH
beauftragte unabhängige Beratungsagentur für die Freizeit-, Tourismus- und Immobilienwirtschaft sei zu dem Ergebnis gekommen, dass nach den Erfahrungen anderer
zoologischer Einrichtungen die Umsetzung attraktivitätssteigender Maßnahmen langfristig zu nachhaltigen positiven wirtschaftlichen Effekten führe.
Beibehaltung von Angeboten freier Träger für Besuche von Behinderten und älteren
Menschen
Aufgrund einer über mehrere Jahre andauernde Kooperation mit der JAHRESRINGE
Gesellschaft für Arbeit und Bildung e.V. habe im Tierpark ein kostenloser Rollstuhlservice bereitgestellt werden können. Die vom Land Berlin geförderte Maßnahme sei zum
31.12.2014 ausgelaufen, so dass die Tierpark GmbH ab 2015 für die Kosten hätte
aufkommen müssen. Aufgrund seiner finanziellen Situation habe die Tierpark GmbH
die Vereinbarung zum 31.12.2014 gekündigt. Nach Einschätzung der Tierpark GmbH
sei die Inanspruchnahme dieser Leistung eher gering. Weitere Vereinbarungen mit
anderen Trägern gäbe es nicht.

-5Ehrenamtsticket
Inhabern einer Ehrenamtskarte des Landes Berlin wurde bis Ende des letzten Jahres
eine Vergünstigung von 20% auf den regulären Eintrittspreis für sich sowie eine Begleitperson eingeräumt. Im Tierpark sei das Angebot 266 mal in Anspruch genommen
worden. Mit Blick auf die wirtschaftliche Situation der Tierpark GmbH habe sich die
Gesellschaft dafür entschieden, diesen Rabatt ab 01.01.2015 vorerst nicht mehr zu
gewähren. Gleichwohl könne zukünftig dieser Rabatt wieder angeboten werden, wenn
bei Beibehaltung der Zuwendungen des Landes Berlin durch eigene Anstrengungen
eine deutliche und nachhaltige Steigerung der Umsatzerlöse erreicht werden könne
und so eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Entwicklung der Tierpark Berlin GmbH
absehbar sei und dauerhaft gewährleistet werden könne.

In Vertretung
Dr. Margaretha Sudhof
Senatsverwaltung für Finanzen

Tierpark Friedrichsfelde

Ziel- und Entwicklungsplanung
Gekürzte Fassung

Ziel- und Entwicklungsplanung

Seite 1

Vorwort
Eine Stadt – Ein Land – zwei zoologische Einrichtungen.
Braucht Berlin wirklich zwei Zoos? Sind diese auch in Zukunft
haltbar? Berechtigte Fragen, die uns immer wieder begegnen und
auch bereits seitens der Politik gestellt wurden. Ich kann dazu nur
festhalten: Hätte diese Stadt heute keine zwei Zoos, müssten wir
einen Zweiten bauen. Ich will Ihnen sagen, warum.
Zunächst ein Exkurs, denn wer die Zukunft gestalten will, sollte
zunächst einen Blick in die Vergangenheit werfen.
Unsere zwei zoologischen Einrichtungen stammen aus der
Geschichte dieser Stadt, aus der Teilung dieser Stadt. So wurde
im Osten aus einem riesigen Park ein Tierpark, der sich um das
Schloss Friedrichsfelde gestaltete, und zurecht waren die Bürger
Ost-Berlins stolz auf ihren Tierpark. Zwar nicht nur aufgrund seiner
enormen Größe von weit mehr als 100 ha, sondern wegen seines
Park- und Naturcharakters. Währenddessen residierte der bereits
1844 eröffnete Zoologische Garten als 32 ha großes historisches
Kleinod in der City West, wo Besucher die Vielfalt der Tierarten
an einem Ort erlebten, der an Tradition und Geschichte kaum zu
überbieten war und heute noch ist.
Wenn wir einst eine geteilte Stadt waren, woraus zwei sich getrennt
entwickelte Zoologische Gärten hervorgingen, stellt sich uns heute
die Frage, welchen Zugewinn wir daraus für die Zukunft generieren
können. Schlägt man die Brücke ins Hier und Heute, so stellen wir
fest: Berlin ist eine Stadt mit 3,5 Millionen Einwohnern, mit stark
steigender Tendenz. Unsere wachsende Metropolregion umfasst
schon heute 5,5 Millionen Bewohner und hinzu kommen mit 12
Millionen Gästen so viele Touristen, wie Hamburg und München
zusammen haben. Schon allein aufgrund dieser Mathematik der
Einwohner und Touristen resultiert die Feststellung: Berlin würde
heute gar nicht mehr mit nur einem Zoo funktionieren – diese Stadt
braucht zwei Zoos!
Eine weitere Frage lautet, wie wir die verschiedenen Profile
dieser beiden Einrichtungen so gestalten, dass sie sich in
Zukunft ergänzen. Dies war eins der wichtigen Kriterien, um die
verschiedenen Analysen zu initiieren, die nachfolgend im Ziel- und
Entwicklungsplan zu sehen sind.

Ziel- und Entwicklungsplanung

Ich möchte an dieser Stelle eines ergänzen:
Das Thema Tier ist untrennbar mit dem Thema Natur verbunden.
Folglich sind Naturanlagen die authentischste und stimmigste Art
und Weise, Tiere so zu präsentieren, um bei Menschen Empathie
zu entwickeln. Insofern ist heute ein Zoo, der Lebensräume mit
Naturräumen verbindet der modernste Zoo, den man sich vorstellen
kann – weil er Tier und Natur verbindet und damit Empathie für
Natur und Umwelt ermöglicht.
Die im Ziel- und Entwicklungsplan zu sehenden Analysen werden
festhalten, wo die groben Möglichkeiten bestehen, Tierpark und Zoo
in ihrer Positionierung voneinander zu trennen bzw. die jeweiligen
Potentiale auszubauen. Das sind einfache aber prägnante Wege,
wie eine systematische Organisation und eine geographische
Organisation. Dabei ist letztere die deutlich moderne, da sie es uns
heute ermöglicht, andere Themen mit den Tieren zu verknüpfen.
So wollen wir neben der Reise durch die Kontinente, wie sie im
Tierpark geplant ist, auch mit dem Umweltbildungscharakter ein
Gefühl vermitteln, woher die Tiere kommen und welche Probleme
sie in diesen Ländern haben. Diesen Bogen können wir spannen
bis zum Thema des Natur- und Artenschutzes. Das bietet uns
die Möglichkeit, hinsichtlich Didaktik vieles zu integrieren, warum
die Tiere ein Problem mit dem Menschen haben und warum sie
unter Habitatverlust leiden – was sie ja nicht freiwillig tun, da dies
letztlich immer mit dem Menschen verbunden ist. Es liegt in unserer
Verantwortung, Besucher für diese Problematik zu sensibilisieren
– jedoch nur, wenn wir dabei ein gutes Gefühl vermitteln.
Hier greifen wir den Grundgedanken der Pädagogik auf:
Nur mit positiven, einprägsamen Erlebnissen verbundene Themen
werden verinnerlicht und tatsächlich tiefgehend erlernt. Wir
versuchen nicht, all jene Umweltbildungs- und Tierbildungsfragen
mit einer streng wissenschaftlichen Attitüde zu versehen.
Vielmehr möchten wir, dass der Besucher lernt, indem er im
Unterbewusstsein wahrnimmt, d.h. dass er ein Wohlgefühl damit
verbindet, wenn er die Tiere betrachtet. Selbst der Laie muss
instinktiv fühlen, dass es den Tieren gut geht und dass sie mit
bestem Wissen und Gewissen gehalten werden. Uns wird viel
daran gelegen sein, genau das richtige Bild zu vermitteln. Insofern
ist Größe heute ein ganz entscheidendes Kriterium eines Zoos.

Dr. Andreas Knieriem
Direktor Zoo und Tierpark Berlin

Zweifellos haben beide Einrichtungen nicht nur ihre Berechtigung,
sondern gerade wegen ihrer unterschiedlichen Ausrichtung auch
in Zukunft Erfolg.
Der Tierpark als ganztägiges Ausflugsziel, um Tiere in weitläufiger
Natur zu erleben – gerade in einer so urbanen Stadt wie Berlin
ermöglichen wir allen Altersgruppen Naturerlebnisse, und dies in
einer Dimension, die man sonst in keinem anderen deutschen Zoo
erleben kann.
Der Zoologische Garten, der wie eine grüne Oase als artenreichster
Zoo der Welt und ältester Zoo Deutschlands mitten im Zentrum
Berlins gelegen ist.
Und so schließt sich hier der Kreis mit der Feststellung:
Hätte Berlin nur einen Zoo, wir müssten noch einen Zweiten bauen.

Seite 2

Inhalt
01
02
03
04

Bestandsanalyse
Marktanalyse
Benchmarking
Strategie

Ziel- und Entwicklungsplanung

05 Konzept
06 Erlebniszonen
07 Umsetzung

Seite 3

01
Bestandsanalyse

Ziel- und Entwicklungsplanung

Seite 4

Bestandsanalyse
Planungsgrundlagen
Zur Verfügung gestellte Unterlagen
Inhalt
Digitaler Lageplan des Tierparks vom Januar 2014

Dokumentname
Tierpark_Gesamtplan_Projekt_R2.dwg

Urheber
Projekt-R2 Berlin Ingenieurgesellschaft mbH

Bestandsanalyse Gebäude Tierpark vom November 2013

Auswertung Bestandsobjekte.pdf,
Objektaufstellung Tierpark.pdf,
Gebäudearten und Gebäudeklassen Arbeitsgrundlage
Entwicklungskonzept 16042014 1135.xls,
Datenblätter und Bilddokumentationen zu allen Gebäuden
2_ Pearlman-Liste Sicks Pauly Dathe Kern Kaiser Strauss.xls
Tierpark Strukturanalyse_131213.pdf

Projekt-R2 Berlin Ingenieurgesellschaft mbH

Tierartenliste mit zoologischer Bewertung der Anlagen
Strukturanalyse Tierpark Friedrichsfelde vom Dezember 2012
Analysepläne aus der Strukturanalyse Tierpark Friedrichsfelde
vom Dezember 2012

Digitale Lagepläne Tierpark und Umgebung

Gesamtplan Tierpark mit Höhenangaben
Zukunftsprogramm Tierpark 2020+ vom Juni 2011

Feuerwehrplan vom Mai 2014
VPU Außenanlagen Alfred-Brehm-Haus
Planunterlagen zur Energetischen Sanierung ABH
Scans der Vermesserpläne von 1975
Geschützte Biotope im Tierpark
Entwurf Wegeleitsystem Tierpark Berlin
Übersicht Flurstücke Tierpark (Scan)
Übersicht Wärmeversorgung Tierpark (Scan)
Ergebnisse Besucherbefragung Herbst 2014
Bestandsanalyse Energieversorgung und Energiekonzept
Betriebswirtschaftliche und konzeptionelle Gastroberatung
Tierpark Berlin

131001 Tierpark Entwicklungsstufen_blank.pdf,
131001 Tierpark Identifikation - Genius Loci_blank.pdf,
131122 Tierpark Erschließungshierarchie_blank.pdf,
131126 Tierpark Landschaftsstruktur.pdf,
131126 Tierpark Nutzungsstruktur.pdf,
131129 Tierpark Eventinfrastruktur.pdf,
131205 Tierpark übergeordnete Einbindung.pdf
131126 Tierpark (mit neuer Basistopo).vwx,
Tierpark Berlin DXF_Trafo01.dxf,
Tierpark mit Umgebung.DXF
Tierpark_Gesamtplan_Projekt_R2_lief.dwg
zukunftsprogramm tiepark 2020+_110603_final Stand AR 6.6.11
verteilt.pdf
tierpark-lage_gesamt.pdf
Diverse pdf-Dateien
Diverse pdf-Dateien
A1.tiff-C5.tiff
Tierpark_Biotope.jpg
PRAESE_Tierpark-Berlin_Wegeleitsystem_060914
Flurkarte Tierpark.pdf
scan R.pdf
Zoo-Tierpark-Berlin_Ergebnisse_2014-12-01.pdf
Executive Summary Tierpark Energiekonzept.pdf
Auszug_Gastronomiekonzept_Tierpark Berlin_2015-01-23.pdf

Tierpark Berlin Friedrichsfelde GmbH
BSM Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und
Modernisierung mbH
BSM Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und
Modernisierung mbH

BSM Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und
Modernisierung mbH
R&S Vermessungsingenieure
Geschäftsführung der Tierpark Berlin-Friedrichsfelde GmbH in
Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung A.T.
Kearney und Decision Institute
F-Plan GmbH Berlin und Tierpark Berlin Friedrichsfelde GmbH
SKP Berlin - Schimke · Kant & Partner Architekten & Ingenieure
Haas Architekten
Tierpark Berlin Friedrichsfelde GmbH
Umwelt- und Naturschutzamt Lichtenberg
Libero Kommunikation und Design UG
Handgezeichnetes Markup auf ALK Berlin (von Zoo)
Vattenfall
aserto:
BSW Stadtwerke Berlin GmbH
K&P Consulting GmbH

Ein Baumkataster für den Tierpark liegt derzeit nicht vor.

Ziel- und Entwicklungsplanung

Seite 5

Bestandsanalyse
Lage in der Stadt
Übersichtskarte von Berlin 1: 50 000 (ÜK50), 4-farbig




Ortsteil Friedrichsfelde des Bezirks Lichtenberg
Ca. 3 km außerhalb des Berliner S-Bahn Rings im Osten
Berlins.
Entfernung vom Alexanderplatz 8,5 km, in 16 Minuten ist der
Tierpark von hier mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Für die westlichen Stadtbezirke ist der Tierpark deutlich
schlechter erreichbar, so beträgt die Fahrtzeit mit öffentlichen
Verkehrsmitteln vom S-Bahnhof Charlottenburg 40 Minuten,
vom S-Bahnhof Zehlendorf sogar 54 Minuten.
Für die touristische Infrastruktur Berlins spielt der Tierpark
aufgrund seiner dezentralen Lage abseits der touristischen
Anziehungspunkte eine untergeordnete Rolle.
Neben dem Tierpark gehören der Zoo und das Aquarium
Berlin im Herzen der City West zu den Zoologischen Gärten
Berlins.
Die Entfernung vom Tierpark zu Zoo und Aquarium beträgt
15,2 km.








Alexanderplatz
Zoo +
Aquarium

Entfernung zum
Zoologischen G
ar

Entf
e
Alex r nung z
ande
u
rpla m
tz 8,

5 km

ten 15,2 km

Ausschnitt Stadtplan Berlin mit Entfernung zum Alexanderplatz und zum Bahnhof Zoologischer Garten | o.M.
Quelle Stadtplan: Geoportal Berlin / Übersichtskarte ÜK 50, 4-farbig

PDF erstellt am: 01.08.2014

Erkenntnis



Erreichbarkeit des Tierparks aus den westlichen Bezirken
deutlich schlechter
keine weiteren touristischen Anziehungspunkte in
unmittelbarer Umgebung (fehlende Synergien)

Ziel- und Entwicklungsplanung

Seite 6

Bestandsanalyse
Umgebung
Karte von Berlin 1:5000 (K5-Farbausgabe)



In unmittelbarer Umgebung des Tierparks befinden sich
Wohngebiete mit mehrgeschossigen Plattenbauten aus den
1960er bis 80er Jahren, sowie nördlich des Tierparks ein
Bildungs- und Verwaltungszentrum, das aus einem ehemals
abgeschotteten Stasi-Komplex entstand. Im Süden und Osten
wird der Tierpark durch eine Bahnlinie der Regionalbahn
begrenzt.
Im Gegensatz zum Zoo keine City-Lage, verdichtetes urbanes
Umfeld mit Einkaufszentren, Cafés etc. fehlt
Entlang der Bahntrasse verläuft eine Hochspannungsleitung,
deren Masten von verschiedenen Punkten im Tierpark
sichtbar sind.
Für die angrenzenden Bezirke Lichtenberg, MarzahnHellersdorf, Pankow und Treptow-Köpenick ist der Tierpark
ein wichtiges Naherholungsgebiet.





Berlin-Zoom

Ausschnitt Stadtplan Berlin | o.M. | Quelle: Geoportal Berlin / Karte von Berlin 1:5000 (K5-Farbausgabe)

PDF erstellt am:10.12.2014
Hochspannungsleitung
Bezirksgrenze

Erkenntnis


Bislang gehören hauptsächlich die angrenzenden OstBerliner Bezirke zum Einzugsgebiet des Tierparks

Ausschnitt Stadtplan Berlin | o.M. | Quelle: Geoportal Berlin / Berlin-Zoom
Ziel- und Entwicklungsplanung

Seite 7

Bestandsanalyse
Besucherbefragung
Eine zweiwöchige Besucherbefragung, die im Herbst 2014 in
Zoo und Tierpark durchgeführt wurde, liefert aufschlussreiche
Erkenntnisse über die Besucherstruktur beider Einrichtungen.


71% der Besucher des Tierparks sind aus Berlin, beim Zoo
sind dies nur 39%.
Der Tierpark wird fast ausschließlich von Bewohnern der
östlichen Stadtteile besucht, der Zoo fast ausschließlich von
Bewohnern der westlichen Stadtteile.
25% der Besucher des Tierparks kommen aus anderen
Bundesländern, überwiegend aus Brandenburg
4% der Besucher des Tierparks kommen aus dem Ausland,
gegenüber 24% beim Zoo.
sehr hoher Anteil an Dauerkartennutzern im Tierpark
sehr hoher Anteil an Tageskartennutzern im Zoo
Familien stellen mit ca. 50% den größten Anteil der Besucher
in beiden Einrichtungen dar.
Ca. 25% der Besucher beider Einrichtungen sind Paare.









Herkunft der Besucher

Herkunft der Besucher – nach Bundesländern

Etwa jeder vierte Besucher des Zoos lebt nicht in Deutschland. Der Anteil der Besucher aus dem
Ausland ist im Tierpark sehr gering.

39 Prozent aus Berlin

Dänemark

22 %

Niederlande

13 %

Schweiz

12 %

Großbritannien
Russland

Die Herkunft der Besucher von Zoo und Tierpark unterscheidet sich stark.

4%

26 %
49 %

z. B. Großbritannien (7 Personen),
Schweiz (6 Personen), Dänemark
und Niederlande (je 4 Personen)

24 %
76 %

51 %
74 %

Berlin

96 %

9%

Deutschland
andere Länder

Deutschland
andere Länder

6%

Frage:

Wohnen Sie in Deutschland? In welchem Land leben Sie?

Basis:

1.005 Zoo-Besucher (gewichtet); 239 Zoo-Besucher (gewichtet),
die nicht in Deutschland wohnen

Frage:

Wohnen Sie in Deutschland? In welchem Land leben Sie?

Basis:

956 Tierpark-Besucher (gewichtet); 42 Tierpark-Besucher (gewichtet),
die nicht in Deutschland wohnen

aserto Zoo und Tierpark Berlin Besucherbefragung 2014

Berlin

0%
5%
9%
14%
19%
23%
28%
33%
37%
42%

andere Bundesländer

Frage:

Können Sie mir bitte die Postleitzahl Ihres Wohnortes nennen?

Basis:

745 Zoo-Besucher (gewichtet); 910 Tierpark-Besucher (gewichtet), die in Deutschland leben

andere Bundesländer
Umso dunkler die Bereiche
markiert sind, desto höher
ist der Besucheranteil aus
diesem Bundesland.

aserto Zoo und Tierpark Berlin Besucherbefragung 2014

9

Herkunft der Besucher nach Bundesländern

Herkunft der Besucher

Herkunft der Besucher – nach Berliner Postleitzahl

Eintritt nach Kartenart

Die Besucher des Zoos stammen überwiegend aus dem Osten Berlins und Besucher des Tierparks
aus dem westlichen Berlin.

Der Anteil der Dauerkarten-Besucher ist im Tierpark doppelt so hoch wie im Zoo.
Tierpark

Zoo

0%
4%
7%
11%
15%
18%
22%
26%
29%
33%

Umso dunkler die
Bereiche markiert sind,
desto höher ist der
Besucheranteil aus
diesem PLZ-Gebiet.

Dauerkarte

Dauerkarte
14 %
29 %

Frage:

Können Sie mir bitte die Postleitzahl Ihres Wohnortes nennen?

Basis:

390 Zoo-Besucher (gewichtet); 667 Tierpark-Besucher (gewichtet)
aserto Zoo und Tierpark Berlin Besucherbefragung 2014

71 %

Tageskarte

86 %

Frage:

Welches Ticket haben Sie für Ihren heutigen Eintritt in den Zoo/Tierpark genutzt?

Basis:

1.006 Zoo-Besucher (gewichtet); 957 Tierpark-Besucher (gewichtet)

Besuch und Bewertung der anderen Anlagen

11

Tageskarte

aserto Zoo und Tierpark Berlin Besucherbefragung 2014

fällt aberdes
etwas
schlechter
bei den
Zoo-Besuchern.
Jeder vierte Besucher
Tierparks
war inaus
denals
letzten
drei befragten
Monaten im
Zoo. Die Bewertung ist gut,
fällt aber etwas schlechter aus als bei den befragten Zoo-Besuchern.

Besuchergruppen

Bewertung

Kombi-Besuche
Aquarium

Familie im Detail

Besuchergruppen
50 %
51 %

Erkenntnis





Kaum touristische Besucher im Tierpark
Deutliche Ost-West-Aufteilung der Einzugsgebiete innerhalb
Berlins
Hoher Anteil an Dauerkartennutzern
Familien und Paare sind Haupt-Besuchergruppen

11 %
14 %

Allein unterwegs

Tierpark

3%
2%

Frage:

Sind Sie in Begleitung unterwegs? Falls ja, Darf ich fragen, mit wem Sie unterwegs sind?

Basis:

1.006 Zoo-Besucher (gewichtet); 941 Tierpark-Besucher (gewichtet)

Mutter mit Kind/ern
Vater mit Kind/ern
Großeltern mit Kind/ern

20 %
26 %
19 %
19 %

15 %

14 %

Zoo

70 %
Tierpark

Zoo
Zoo

15 %

70 %

14 %
63 %

10 %
10 %

24 %

innerhalb der

innerhalb der
letzten 3
Monate
besucht 24 %
innnerhalb der
nächsten 3
Monate geplant

13 % 63 %

13 %

nicht besucht/
geplant

Aquarium

Aquarium
letzten 3
Monate
3%
besucht

innnerhalb
der
6%
nächsten 3
Monate geplant
47 %
Ø 1,7
45 %
nicht besucht/
geplant

3%
6%

Zoo

Zoo

6%

eher gut

6%

16 %

45 %

Ø 1,7

Ø 2,0

45 %

2%

sehr gut

2%
31 %

47 %

31 %

16 %

teils/teils

Ø 2,0

eher nicht gut

45nicht
%
Überhaupt
gut

10 %
16 %
Frage:

Basis:
aserto Zoo und Tierpark Berlin Besucherbefragung 2014

8

Haben Sie inFrage:
letzter ZeitHaben
das Zoo
Berlin und/oder den Zoo Berlin
Frage:
SieAquarium
in letzterund/oder
Zeit das den
ZooZoo
Aquarium
besucht oder planen Sie,
dies in oder
der nächsten
Zeit zu
tun?
besucht
planen Sie,
dies
in der nächsten Zeit zu tun?
Basis:
955-957 Tierpark-Besucher
(gewichtet)
Basis:
955-957
Tierpark-Besucher (gewichtet)

Wie hat es Ihnen im Zoo
Aquarium
im Tierpark
Frage:
Wieund/oder
hat es Ihnen
im Zoogefallen?
Aquarium und/oder im

134 Tierpark-Besucher,Basis:
die das Aquarium
besucht haben (gewichtet);
134 Tierpark-Besucher,
die das Aquarium besuch
226 Tierpark-Besucher, die den Zoo
haben (gewichtet)
226besucht
Tierpark-Besucher,
die den Zoo besucht habe
aserto Zoo und Tierpark Berlin Besucherbefragung 2014

33

aserto Zoo und Tierpark Berlin Besuch

Besuchergruppen

Ziel- und Entwicklungsplanung

Zoo

10 %
9%

Mit Freunden
Sonstiges

Familie mit
Verwandtschaft/Freunden

25 %
24 %

Aquarium
42 %
29 %

Kernfamilie

Bewertung

Kombi-Besuche

Unter den Besuchern kommen Familien am häufigsten vor. Im Zoo ist die Kernfamilie stark
vertreten, während es im Tierpark sowohl die Kernfamilie als auch die Familie mit Freunden ist.

(Ehe-)Paar

5

Besuch und
der anderen Anlagen
Jeder Bewertung
vierte
Eintritt
nachBesucher
Kartenartdes Tierparks war in den letzten drei Monaten im Zoo. Die Bewertun

Herkunft der Besucher aus Berlin

Familie

10

Kombi-Besuche

Seite 8

Bestandsanalyse
Verkehrsanbindung


U-Bahn Haltestelle Tierpark der U5 vom Alexanderplatz oder
Hönow direkt am Eingang Bärenschaufenster
U-Bahn Anbindung an Stadtteile Mitte, Friedrichshain,
Biesdorf, Kaulsdorf, Hellersdorf und Hönow
Entlang der Straße „Am Tierpark“ 3 Haltestellen der Tramlinien
M17, M27 und M37
Tramanbindung an Stadtteile Lichtenberg, Marzahn,
Hohenschönhausen, Karlshorst, Oberschöneweide und
Köpenick
Jeweils pro Eingang ein Parkplatz mit insgesamt 420
Stellplätzen (nicht ausreichend)
Keine Busparkplätze, dadurch Besuch von Reisegruppen und
Schulklassen erschwert
S-Bahnhof Friedrichsfelde Ost +Tram M17
Buslinie aus Neukölln









Bahntras

se als B

arriere

Anfahrt zum Tierpark

Verkehrsmittel
PKW

Dauer der Anfahrt
36 %

U-Bahn

Bahntrasse als B

Jeder Dritte Tierpark-Besucher kommt mit dem PKW, das andere Drittel kommt mit der U-Bahn. Die
Besucher nehmen auch eine längere Anfahrt auf sich (8 Prozent mit über 1 Stunde).

unter 30 Minuten

64 %

32 %

zu Fuß

14 %

Straßenbahn

13 %

Fahrrad

2%

S-Bahn

2%

Bus

2%
0,4 %
0,2 %

Sonstiges

0,2 %

28 %

60 bis 90 Minuten

90 bis 120 Minuten

6%
1%

120 Minuten oder länger

arriere

Deutsche Bahn
Motorrad/Moped

30 bis 60 Minuten

0,9 %

Frage:

Mit welchem Verkehrsmittel haben Sie den größten Teil der Strecke
zum Tierpark zurückgelegt?

Frage:

Wie viel Zeit haben Sie ungefähr für die Anfahrt zum Tierpark
gebraucht?

Basis:

956 Tierpark-Besucher (gewichtet)

Basis:

957 Tierpark-Besucher (gewichtet)
aserto Zoo und Tierpark Berlin Besucherbefragung 2014

44

Wie viel Zeit haben Sie ungefähr für die Anfahrt zum Zoo Berlin gebraucht?
Basis: n=x.xxx

Anfahrt

195
Plätze

M17 M27 M37

Eingang
Schloss

Eingang Bärenschaufenster

Erkenntnis





Anbindung an ÖPNV gut
PKW-Anreise am häufigsten, gefolgt von U-Bahn
Parkplatzmangel für PKWs
Fehlende Busparkplätze

Ziel- und Entwicklungsplanung

225
Plätze

U5

Seite 9

Bestandsanalyse
Städtebauliche Perspektiven


Derzeit wird von der Senatsverwaltung ein Verfahren zur
Trassenfindung für die geplante Tangentialverbindung
Ost durchgeführt, mit der die Lücke zwischen der B1/ B5
(bzw. der Märkischen Allee) im Bezirk Marzahn-Hellersdorf
im Norden und der Straße An der Wuhlheide (bzw.
Spindlersfelder Straße) im Bezirk Treptow-Köpenick von
Berlin im Süden geschlossen werden soll. Auf Höhe des
Tierparks wird die TVO voraussichtlich östlich oder westlich
des BAR (Berliner Außenring der Bahn) verlaufen. Inwieweit
eine Inanspruchnahme von Tierparkflächen für die Herstellung
von Anschlüssen an die TVO in Frage kommt, ist noch offen.
Ggf. können Synergien erzeugt werden wie die Anbindung
des Wirtschaftshofes, die Erschließung von potentiellen
Wohnbauflächen o.ä.



Gärt

nere

i

potentieller
Anschluss
an Gensinger
Straße

TVO

(Trassenvarianten
in Prüfung)

potentieller
Zubringer
entlang
Tierpark

Darüber hinaus besteht evtl. Bedarf für Flächen zum Bau
eines Schwimmbades auf dem Gelände des Tierparks. Hierfür
sollen potentielle Flächen identifiziert werden.

Luftbild Tierpark mit Umgebung | Quelle: Google Maps | o.M.

Erkenntnis



Unklare Situation bzgl. TVO
Unklare SItuation bzgl. Schwimmbad und weiteren
potentiellen Nutzungen

Ziel- und Entwicklungsplanung

Seite 10

Bestandsanalyse
Fakten




Ca. 7.800 Tiere aus 897 verschiedenen Tierarten
Jährliche Besucherzahl von ca. 1 Million
Großer Baumbestand von ca. 8.500 Bäumen

Flächenanteile:
• Freie Grünfläche
• Wasserfläche
• Gehege
• Besucherwege
• Wirtschaftswege


75 ha
3,5 ha
26 ha
18,5 ha
6,5 ha

zzgl. Flächen der Gärtnerei östlich der Bahnanlagen (siehe
S.10)

Schloss Friedrichsfelde

Terrassencafé

Lennépavillion

Alfred Brehm Haus

Seekuhbecken im Dickhäuterhaus

Erkenntnis




Tierpark gehört zu Berlins meistbesuchten Attraktionen
Großes Potential an freien Grünflächen
Anteil an Wegeflächen ist überproportional hoch

Flamingo- und Trampeltieranlage
Ziel- und Entwicklungsplanung

Kerabau-Anlage
Seite 11

Legende:

Bestandsanalyse | Lageplan

Spielplatz

Voliere

Besucherweg
Marco-PoloSchafe
Kreishornschafe

Gehege

AltaiLuchse

Markhore

Legende:

Gorale
Schnee- Eulen
Blauschafe

SichuanTakine
Habichtskauz
Riesenseeadler

Weißlippenhirsche

Spielplatz

Gemsen

Vielfraße

Wirtschaftsweg

165

Kolkraben

Grünfläche

Alpensteinböcke
157

Voliere

155

Bartgeier

Elche

Kraniche

Trockengraben

Mufflons

Wasser

Felsen

Wildkatzen

141

Besucherweg

Gebäude

Imbiss

Rotbüffel

Affenhaus

GiraffenGazellen

Kaffernbüffel

Gewöhnlicher Mohrenmaki,
Brazzameerkatze,
Dianameerkatze, Husarenaffe,
Rotscheitelmangabe

Berberaffen
Arab.
Oryx

GreifIbisse vögel
Mishmi-Takine

Aras

Moschusochsen

Gayale
Kerabau

Milu

Davidshirsche

Präriehunde
Ibisse
Tiger

Dickhäuterhaus
Krallenaffen
Seekühe

Kronenkraniche

Teich

Löwen

Mesopotamische
Damhirsche

Varis

Leoparden

Afrikanische
Elefanten

165

Hyänen

Bennett
Känguruhs

Ind.Hängeohrziege

RingelschwanzKänguruhs

Cafeteria

Kulane

Erdwölfe
Graben

Wölfe

Hyänen

Kraniche

Papageien

Aquarien
Papageien

157
Schwarzes
Zackelschaf
155
Walliser
Ziege
SchwalbenbauchSchwarz- Mangalitzaschwein
nasenschaf

Graben

Rothunde

Graue Riesenkänguruhs

Freilichtbühne

Graben

Rotluchse
Stinktiere

Flamingos
Lamas

Teich

Graben

Trampeltiere

Vikunjas

Alpakas

Kraniche

Gebäude

Dingos

Kindercafé
Teich

Teich

22

Graben

Pekaris
Wildschweine

ZwergZiegen

Krokodile

Löwen

Waldhunde

AlfredBrehmWC
Haus
MalaienPelikanhaus
Tropenhalle
bären

AltaiMarale

Timorhirsche

Sambarhirsche
Terassencafe

Kleinkatzen
Wapitis

Zwergwapitis

Vogelschutzlehrpfad

Rentiere

Vietnamsikas

Papageien

Atlashirsche

Mohrenklaffschnäbel
Heilige Ibisse
Abdimstörche

10

Eisbären
Teich

19

Teich

Bucharahirsche

Konzerthalle

Graben

Brillenbären

Teich

Kraniche

Wisente
Graben

Graben

P

Zoo Direktion

(286)

Leoparden

WC

P
4

Waldbisons

37

1

20

PräriePelikane
hunde

Tiger

Eingang Zoopersonal

Verwaltung

Ibisse

Leibniz- Institut
Schlangenfür Zoo- und Wildtierfarm
forschung

40

Waschbären

Geiervoliere

Schloss
Friedrichsfelde

Riesenschildkröten

KaukasusZebus

Nilgau Antilopen

Geparden Pinguine

HartmannBergzebras

Eingang Besucher

Teich

Stelzvogelwiesen
Teich

ChapmanZebras

Afrikanische
Elefanten

Verwaltung

Gibbons

Papageien

anzernashörner

Gelbbrustkapuziner,
Weißkopfsaki

Uhus

Teich

Dromedare

Teich

Dickhäuterhaus
Krallenaffen
Seekühe

141

Tierkinderzoo

Fasanerie

GrevyZebras

Tierparkschule

Graben

Felsen

Affengaragen

Uhus

Heidschnucke

Kraniche

Asiatische
Elefanten

WC

Katzenbären

Karl-FörsterGarten

Somali
Wildesel

Teich

Schweinsaffen

Spielplatz

Japanmakaken

Strauße

Guanakos

Wasser

Möwen
Streichelgehege

Teich

Kattas

Grünfläche

Haustieranlage

Imbiss

Graben

Schneeziegen

Mohrenklaffschnäbel
Heilige Ibisse
Abdimstörche

Rentiere

Wirtschaftsweg

Waldhunde

Panzernashörner

Leierhirsche

Kiangs

PrzewalskiPferde

Trockengraben

Kleinkatzen

AlfredBrehmHaus
Tropenhalle

Teich

Vari-Wald
+ Makis

Graben

Schopfhirsch

HartmannBergzebras

Graben

Eingang Zoopersonal

Geiervoliere

ChapmanZebras

Schwäne

Wasserbüffel

Graben

Asiatische
Elefanten

Reiher

Schweinshirsche

Kraniche

Eingang Besucher

Teich

Riedböcke
Mhorrgazellen

Ind.
ZwergNellore- zebu
zebus

Goldtakine

Geparden Pinguine

Giraffen

Pamanaziege
Watussi Rinder
Somali-Schafe

Gehege

Teich

Graben

Greifvögel
und Eulen

GrevyZebras

Wasserböcke

MendesAntilopen

Dscheladas

Mandschurenkranich

Somali
Wildesel

Strauße

2

7

9

135

Eingang
Schloss

Imbiss

Baribals

Haustieranlage

Graben

Erdwölfe
Graben

Wölfe

Hyänen

Ziel- und Entwicklungsplanung

Kraniche

Walliser
Ziege

Schwarzes
Zackelschaf
Schwalbenbauch-

Eingang
Bärenschaufenster

Seite 12

Bestandsanalyse
Entstehung
Schloss Friedrichsfelde
• Schloss Friedrichsfelde mit seinem barocken Schlossgarten
von 1695 bildet den Ausgangspunkt der Entwicklung des
Tierparks
• Ende des 17. Jahrhunderts wurde die weitläufige Parkanlage
für Tiere in größeren Herden und Familienverbänden mit
großzügigen Freisichtgehegen genutzt
• Nach 1821 erweiterte Peter Joseph Lennè den Schlossgarten
zu einem Landschaftsgarten im englischen Stil
Anfänge des Tierparks
• 1955 nach umfangreichen Instandsetzungsmaßnahmen
auf dem 60 ha großen Gelände des Schlossparks unter der
Leitung von Heinrich Dathe eröffnet
• In den folgenden Jahren durch weitere Tieranlagen südlich
des Schlossparks stetig erweitert
• 1957 entstanden die Eisbären-, die Wisent-, die Bison- und
die Wolfsanlage
• 1958 hatten die Bärenschlucht und das Bärenschaufenster
Premiere
Erweiterung
• In den 1960er Jahren entstanden das Alfred-Brehm-Haus, die
Cafeteria, der Kinderzoo mit Plansche, Spielplatz und Café,
die Lama- und Kamelwiesen und die Freilichtbühne.
• In den 1980er Jahren entstanden die Pinguinanlagen, das
Terrassencafé, das Krokodilhaus und das Dickhäuterhaus
• 1995 wurde das Giraffenhaus gebaut
• 2002 und 2004 erfolgte mit dem Bau der Gebirgstieranlagen
auf dem ‚Trümmerberg‘ eine weitere Ausdehnung des
Tierparks auf die heutige Größe

Schloss Friedrichsfelde

Alte Wache/ heute Kassenhaus

Lageplan des Tierparks von 1955 | Quelle: Bundesarchiv

Lennéscher Garten

Schloss Friedrichsfelde

Erkenntnis





Historisches Schloss und historischer Landschaftspark als
Alleinstellungsmerkmal
Einmalige Symbiose aus Landschaftspark und Zoo wurde
bereits zur Anfangszeit des Tierparks begründet
Heinrich Dathe prägte als langjähriger Direktor das
Erscheinungsbild des Tierparks
Die um 1960 entstandenen Bison- und Wisentanlagen
und die Lama- und Kamelwiesen mit Wassergräben als
landschaftlicher Gehegeabsperrung sind „Pionieranlagen“

Ziel- und Entwicklungsplanung

Seite 13

Legende:

Bestandsanalyse | Entstehung

Erweiterung
Landschaftstierpark
Erweiterung ab 1954

nsin

ger

Str


e

Erweiterung
Trümmerberg

Alt

Frie

dric

hsfe

lde

Ge

Ursprünglicher
Schlossgarten

Erweiterungsfläche
„Trümmerberg“
(Entwicklung ab 2002)

Potentielle
Erweiterungsfläche

Legende:

potentielle
Erweiterungsfläche

Ursprünglicher
Schlossgarten

165

157

Zw

ies

ele

rS
traß

e

141

Erweiterung
Landschaftstierpark
Erweiterung ab 1954

Alt F

riedr

ichs

feld

e

Gen
sing
er



tzti

Stra
ße

nge

rS
traß

e

Ge

nsin

ger

Weg
Richard-Kolkwitz-

Brü
c

ke

155



tzti

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rS
traß

e

Erweiterung
Trümmerberg

Ro

ßm
äßle

Potentielle
Erweiterungsfläche

rstr

aße

ms
tra

ße

Erweiterungsfläche

Bre
h

(Entwicklung ab 1954)

165

Richard-Kolkwitz-

157

Weg

155

Richard-Kolkwitz-W

Zw

ies

rS
traß

e

eg

141

e

Landschaftstierpark

ele

Urs



ula

-Go

etz

e-S
traß

e

254

22

40

straße

arlotten

e-Straße

Alfred-Kowalk

tztin

ger

Str


(Lenné-Gestaltung um 1821 /
Überformung ab 1954)

ttens

Richard-Kolkwitz

Schlossgarten

20

traße

-Weg

(ab 1695 / Überformung bzw.
Rekonstruierung ab 1954)

Ho



rterw

tztin
10

ger

eg

Str


e

rt-S
iew
Ro

be

19

ert

-Str
a

ße

Brekowweg

ßm
äßle

aße

Seifertweg

we

Bre
h

135

walke-St
raße

Planinhalte übernommen aus:
„Tierpark Friedrichsfelde:
Strukturanalyse“ (BSM
Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung
mbH, Dezember 2013)
1

37

2

Criegernweg

rpark

4

7

9

Treskowallee

Am Tierpark

Alfred-Ko

AmTierpark

Franz-Mett-S
traße

Ontarioseestraße

-Kurz-S
traße

latz

Ziel- und Entwicklungsplanung

Erich

Franz-Mett-S
traße

Am Tie

ms
tra

ße

g

g

Lüttichauweg

Hülse

platz

n-

Lüttichauweg

Lüttichauwe

e

Robert-Siewert-Straß

Bra
sch
e

traße
alke-S

rstr

Enckevortweg

Gregoroviusweg

-Kow
Alfred

Ro

ör-Straße

Charlo

Seite 14

R

Bestandsanalyse | Bedeutende Persönlichkeiten
Heinz Graffunder
Deutscher Architekt
Nach den Ent­wür­fen von Wohn­bau­ten und Schwimm­bä­dern, wid­
mete sich Graf­fun­der an­schlie­ßend der Pro­jek­tie­rung des Ber­li­ner
Tier­parks in Fried­richs­felde. Der auf dem Ge­lände des ehe­ma­
li­gen Schloß­parks er­rich­tete Tier­gar­ten, den Graf­fun­der als sein
Haupt­werk be­nennt, zeich­net sich durch die zu­kunfts­träch­tige
Idee na­tur­na­her Tier­hal­tung in weit­räu­mi­gen Frei­an­la­gen aus, die
in ein Park­ge­lände ein­ge­bet­tet sind.
geb. 23. Dezember 1926 in Berlin, gest. am 9. Dezember
1994 in Berlin
• Lehre als Maurer
• Ab 1949 studierte er Architektur an den Vereinigten
Bauschulen von Groß-Berlin
Heinz Graffunder
• Ab 1952 arbeitete er als Architekt, Städteplaner und
Abteilungsleiter im VEB Bauprojektbetreuung Groß-Berlin
• er plante Wohnbauten in Berlin-Friedrichshain und BerlinLichtenberg
• Ab 1954 Bauten des Tierparks Berlin-Friedrichsfelde, wie
das Alfred-Brehm-Haus, Cafeteria und Kindercafé
• 1957–1960 Freibad in Berlin-Pankow
• 1963–1965 Botschaft der DDR in Budapest
• 1964–1966 Projektierung der Apartmenthäuser an der Berliner
Friedrichsgracht
• 1967-1973 Rathauspassagen in Berlin Mitte
• Bauten für die Zoos in Rostock, Cottbus, Neustrelitz,
Magdeburg und Erfurt
• Bauplanung der Berliner Liebknecht- und Rathausstraße
• Leiter des Entwurfskollektivs und Chefarchitekt des Palastes
der Republik
Alfred-Brehm-Haus kurz nach der Eröffnung
• Bis 1989 Professor für Entwurfslehre an der Bauhochschule
Alfred Brehm
Cottbus
Dt. Zoologe u. Schriftsteller
Auszeichnungen und Preise
• geb. 2.Februar 1829,
• 1969 Nationalpreis der DDR 1. Klasse für Wissenschaft und
gest. 11.November 1884
Technik, für den Tierpark Berlin
• 44-46 Lehre bei einem
• 1976 Nationalpreis der DDR 1. Klasse, für den Palast der
Baumeister in Altenburg
Republik
• 53-55 Studium der
Naturwissenschaften in
Jena
• 63-66 Direktor des
Zoologischen Gartens in
Hamburg
• 69-78 Direktor des Berlin
Aquariums
Quelle aller Persönlichkeiten: http://de.wikipedia.org, Stand: 05.09.2014


Heinrich Dathe

100 Jahre Heinrich Dathe- 55 Jahre Tierpark Berlin

Berliner Gedenktafel
Ziel- und Entwicklungsplanung

Seite 15

Bestandsanalyse
Gebäude | Funktion
Die 278 Gebäude auf dem Tierparkgelände verteilen sich auf
folgende Funktionen:





189 Ställe und Tiergebäude
8 Schauhäuser
6 Gastronomie (Cafés, Imbisse, Eisstände)
8 Besucherservice (Eingangsgebäude, WC´s,
Veranstaltungsgebäude, Zooschule)
5 Verwaltungsgebäude
62 Betriebsgebäude




Riesenschildkröten Haus

Alfred Brehm Haus

Eingangsgebäude Bärenschaufenster

Zebrastall

Erkenntnis





sehr großer Anteil an Betriebsgebäuden
viele ungenutzte Gebäude
Ställe überwiegend als Einzelställe (keine Synergien, lange
Wege für Pfleger)
sehr kleiner Anteil an besucherrelevanten Gebäuden
(Schauhäuser, Gastronomie)
Betriebsgebäude
Ziel- und Entwicklungsplanung

Terrassencafé
Seite 16

Legende:

Bestandsanalyse | Gebäude | Funktion

Schauhaus

Gastronomie
nsin

ger

Str


e

Besucherservice

hsfe

lde

Ge

Stall

Alt

Frie

dric

Marco-PoloSchafe
Kreishornschafe

AltaiLuchse

Markhore

Schnee- Eulen

Betriebsgebäude

Blauschafe

SichuanTakine
Habichtskauz
Riesenseeadler

Weißlippenhirsche

Verwaltung

Legende:

Gorale

Gemsen

Vielfraße

165

Kolkraben

Stall

Alpensteinböcke

157

Elche

Ge

nsin

ger

Bartgeier

Weg
Richard-Kolkwitz-

Brü
c

ke

155

Kraniche

Mufflons

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Schauhaus

141

Berberaffen

Kraniche
Kerabau
Graben

Milu

Davidshirsche

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Dickhäuterhaus
Krallenaffen
Seekühe

Kronenkraniche

Teich

Panzernashörner

Leoparden

Afrikanische
Elefanten

Varis

Haustieranlage
165

Graben

Rothunde

Graue Riesenkänguruhs

Graben

Wölfe

Hyänen

Kraniche

Papageien

Freilichtbühne

Möwen
Streichelgehege

Guanakos

Lamas

Graben

Trampeltiere

Richard-Kolkwitz-W

Stinktiere

Flamingos

WC

Katzenbären

Alpakas

Teich

Dromedare

Uhus

Teich

Teich

Teich

Stelzvogelwiesen

22

254

KaukasusZebus

Nilgau Antilopen
Graben

Pekaris
Wildschweine

ZwergZiegen

Urs

ula

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Waschbären

Richard-Kolkwitz

20

Bucharahirsche

Rentiere
Lüttichauwe

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19

Enckevortweg

Lüttichauweg

Teich

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Ro

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Mohrenklaffschnäbel
Heilige Ibisse
Abdimstörche

Brillenbären

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Seifertweg

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Robert-Siewert-Straß

Wisente

Graben

Graben

Zoo Direktion
ße

(286)

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Haustieranlage
-Kurz-S
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Ontarioseestraße

Schwarzes
Zackelschaf
Erich

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Graben

Franz-Mett-S
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Ziel- und Entwicklungsplanung

1

Eingang
Bärenschaufenster

latz

Alfred-Ko

Franz-Mett-S
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Graben

9

Am Tierpark
AmTierpark

Imbiss

7

Treskowallee

Baribals

Eingang
Schloss

Gebäudefunktion

Erdwölfe

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Leoparden

Afrikanische
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2

Waldhunde

Criegernweg

37

Panzernashörner

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10

Konzerthalle

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Schlangenfür Zoo- und Wildtierfarm
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Vogelschutzlehrpfad

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Dickhäuterhaus
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Kraniche

Papageien

Asiatische
Elefanten

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141

Dingos

Kindercafé

Kraniche

Tierparkschule

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Weißkopfsaki

Tierkinderzoo

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Schweinsaffen

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Japanmakaken

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Rotluchse

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Betriebsgebäude

Hyänen

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Heilige Ibisse
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RingelschwanzKänguruhs

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Besucherservice

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HartmannBergzebras

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Pamanaziege
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Geiervoliere

ChapmanZebras

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tra

Mishmi-Takine

Teich

Asiatische
Elefanten

Riedböcke
Mhorrgazellen

Greifvögel
und Eulen

GreifIbisse vögel

Teich

Geparden Pinguine

Giraffen

MendesAntilopen
Dscheladas



Wasserböcke

Graben

Bre
h

Arab.
Oryx

Bra
sch
e

Alt F

riedr

GiraffenGazellen

Kaffernbüffel

Gastronomie

GrevyZebras

e

Rotbüffel

Affenhaus

Somali
Wildesel

Strauße


tz

ichs

feld

e

Gen
sing
er

Imbiss

er S
traß

Stra
ße

nge

rS
traß

e

Wildkatzen

Zw

Seite 17

R

Legende:

Bestandsanalyse | Tieranlagen | Geografische Anordnung

Afrika
Asien
Europa/Nordasien

nsin

ger

Str


e

Arktis
hsfe

lde

Ge

Alt

Frie

dric

Marco-PoloSchafe
Kreishornschafe

AltaiLuchse

Markhore

Nord-/Mittelamerika

Legende:

Gorale
Schnee- Eulen
SichuanTakine
Habichtskauz
Riesenseeadler

Weißlippenhirsche

Südamerika

Blauschafe

Australien/Ozeanien

Gemsen

Vielfraße

Afrika

165

Kolkraben
Alpensteinböcke

Weltweit

157

Elche

Ge

nsin

ger

Bartgeier

Weg
Richard-Kolkwitz-

Brü
c

ke

155

Kraniche

Mufflons

ies

ele

Afrika +
Südamerika

Asien

rS
traß

Asien +
Europa/ Nordasien

e

141

Europa/Nordasien +

rS
traß

e

Wildkatzen

Zw

Kerabau
Davidshirsche

Varis

Panzernashörner



Waldhunde

165

Graben

Wölfe

Kraniche

Papageien

Freilichtbühne

Graben

Möwen
Streichelgehege

Kattas

Guanakos

Lamas

Teich

Graben

Trampeltiere

Richard-Kolkwitz-W

Stinktiere
WC

Katzenbären

Teich

Dromedare

Uhus

Teich

Stelzvogelwiesen

22

254

straße

arlotten

e-Straße

GrevyZebras

Kraniche

Nilgau Antilopen
Graben

Pekaris
Wildschweine

KaukasusZebus

e

Europa/Nordasien +
Nord-/Mittelamerika
Urs

ula

Verwaltung

Geiervoliere Pelikane

Teich

ße
-Str
a
ert
be
Ro

ßm
äßle

Mohrenklaffschnäbel
Heilige Ibisse
Abdimstörche

Brillenbären

rstr

aße

Seifertweg

e

Robert-Siewert-Straß

Wisente

Graben

Graben

Zoo Direktion

walke-St
raße

ße
ms
tra

Waldbisons

Criegernweg

Leoparden

WC

135

Ontarioseestraße

-Kurz-S
traße

Franz-Mett-S
traße

Haustieranlage
Schwarzes
Zackelschaf
Erich

ör-Straße

Eingang
Bärenschaufenster

latz

Alfred-Ko

Ziel- und Entwicklungsplanung

9

Am Tierpark
AmTierpark

Imbiss

7

Treskowallee

Baribals

Eingang
Schloss

2

Waldhunde

Graben

Graben

Teich

19

Rentiere

Franz-Mett-S
traße

Erdwölfe

Eisbären

Atlashirsche

(286)

Afrikanische
Elefanten

n

e

Ro

Enckevortweg

Zebramangusten, Binturong, OmanLüttichauwe
g
Falbkatze, Fischkatze, PalawanBengalkatze, Serval, Langschwanzkatze,
Salzkatze, Montana-Puma, Nebelparder,
Schwarzer Panther, Manul

eg

Str


g

Löwen

ger

4

Kurzschnabeligel, Kurzohrrüsselspringer,
Tamandua, Kaiserschnurrbarttamarin, RothandTamarin, Silberäffchen, Baumwollratte, Levante
Am Tie
rpark
Wühlmaus,
Kreta Stachelmaus, Neumanns
Grasratte, Vielstreifen- Grasmaus, Buschschliefer

Kraniche

10

Brekowweg

Graben

Lüttichauweg

Leibniz- Institut
Schlangenfür Zoo- und Wildtierfarm
forschung

AlfredPelikanhaus
BrehmHaus
Tropenhalle

Malaienbären

rterw

tztin

Konzerthalle

Vogelschutzlehrpfad
Afrikanischer Honigdachs,
Malaiische Zibetkatze,
Südafrikanischer Karakal

WC

Lüttichauweg

traße
alke-S

Riesenschildkröten

37

Panzernashörner

Teich

Kleinkatzen

Vietnamsikas

Zwergwapitis

Ho



Gregoroviusweg

-Kow
Alfred

Dickhäuterhaus
Krallenaffen
Seekühe

Tiger

Sambarhirsche

Papageien
Wapitis

n-

Ibisse

Timorhirsche

we

Präriehunde

Krokodile

AltaiMarale

Terassencafe

Hülse

HartmannBergzebras

Graben

Bucharahirsche

platz

ChapmanZebras

Schloss
Friedrichsfelde

-Weg

Asiatische
Elefanten

e-S
traß

40

Richard-Kolkwitz

traße

etz

Waschbären

20

ttens

-Go

e

Geparden Pinguine

Papageien

Asien +
Europa/ Nordasien

rS
traß

141

(glatthaarig u. Rossetten-),
Aparea-Wildmeerschweinchen,
Zwergmara, Blauer Wiener,
Holländer Kaninchen, Deutscher
Teich
Widder, Rhönkaninchen,
Löwenkaninchen, Rote Sachsen,
Meißner Widderkaninchen

ZwergZiegen

ele

Verwaltung

1

Somali
Wildesel

Gibbons
Teich

ies

Bre
h

Alfred-Kowalk

Tierparkschule

Zw

Gelbbrustkapuziner,
Weißkopfsaki

Kindercafé Meerschweinchen Dingos

Kraniche

Fasanerie

Strauße

Affengaragen

Uhus

Heidschnucke
Tierkinderzoo

Karl-FörsterGarten

Afrika +
Südamerika

Schweinsaffen

eg

Alpakas

155

Teich

Hissarschaf, Mongolenschaf,
Rotkopfschaf, Geschecktes
Bergschaf

Spielplatz
Vikunjas

Weltweit

Weg

Rotluchse

Flamingos

Japanmakaken

Schwarzes
Zackelschaf
Walliser
Ziege
SchwalbenbauchSchwarz- Mangalitzaschwein
1
nasenschaf 57

Graben

Teich

PrzewalskiPferde

ße

Haustieranlage

Erdwölfe
Hyänen

Südamerika
Australien/Ozeanien

Hyänen

Aquarien
Papageien

Kulane

aße

Richard-Kolkwitz-

RingelschwanzKänguruhs

Cafeteria

Graben

rstr

Leoparden

Imbiss

Graben

Schneeziegen

Rentiere

Zebramangusten, Binturong, OmanFalbkatze, Fischkatze, PalawanBengalkatze, Serval, Langschwanzkatze,
Salzkatze, Montana-Puma, Nebelparder,
Schwarzer Panther, Manul

Teich

Afrikanische
Elefanten

Rothunde

Graue Riesenkänguruhs

ßm
äßle

ms
tra

Halsbandmaki,
Roter Vari,
Schwarzweißer
Vari

Bennett
Känguruhs

Ind.Hängeohrziege
Kiangs

Schopfhirsch

Vari-Wald Rotbauchmaki,
+ Makis Mongozmaki,

Löwen

Kurzschnabeligel, Kurzohrrüsselspringer,
Tamandua, Kaiserschnurrbarttamarin, RothandTamarin, Silberäffchen, Baumwollratte, Levante
Wühlmaus, Kreta Stachelmaus, Neumanns
Grasratte, Vielstreifen- Grasmaus, Buschschliefer

Ro

Mohrenklaffschnäbel
Heilige Ibisse
Abdimstörche

e

Milu

Kronenkraniche

Nord-/Mittelamerika

Kleinkatzen

Afrikanischer Honigdachs,
Malaiische Zibetkatze,
Südafrikanischer Karakal

AlfredBrehmHaus
Tropenhalle

Schwäne

Wasserbüffel

Graben

Dickhäuterhaus
Krallenaffen
Seekühe

Teich

rS
traß

e

Präriehunde
Tiger

nge

rt-S
iew

Kraniche

tzti

Bre
h

Goldtakine

Moschusochsen

HartmannBergzebras

Graben



Ibisse

Reiher
Ind.
ZwergNellore- zebu
zebus
Leierhirsche
Gayale
SchweinsMesopotamische
hirsche
Damhirsche

Aras

Geiervoliere

ChapmanZebras

Bra
sch
e

Mishmi-Takine

Asiatische
Elefanten

Riedböcke

Pamanaziege
Watussi Rinder
Somali-Schafe

Arktis

Geparden Pinguine

Giraffen

Mhorrgazellen

Greifvögel
und Eulen

GreifIbisse vögel

Mandschurenkranich

Graben

MendesAntilopen

Dscheladas

GrevyZebras

Wasserböcke

Magot

Arab.
Oryx

tzti

nge

Kaffernbüffel

Berberaffen

er S
traß

riedr
Alt F

GiraffenGazellen

ting

Rotbüffel

Affenhaus

Somali
Wildesel

Strauße


tz

Stra
ße
ichs

feld

e

Gen
sing
er

Imbiss

Gewöhnlicher Mohrenmaki,
Brazzameerkatze,
Dianameerkatze,
Husarenaffe,
Rotscheitelmangabe

Charlo

Nord-/Mittelamerika
Europa/Nordasien

Seite 18

R

Bestandsanalyse
Grün-/Gehegeflächen
Die Freiflächen im Tierpark teilen sich wie folgt auf:
• 2,5ha Flächen teils bewaldet und vorwiegend kiesig/ sandig

8 ha Flächen vorwiegend kiesig/ sandig
• 13 ha Flächen vorwiegend Rasen-, Gräser-, oder Stauden
• 16 ha geschützte Biotope
• 30 ha Flächen teils bewaldete Rasen-, Gräser-, oder
Staudenfläche
• 46 ha Fläche bewaldet


Der Tierpark ist durch dichten, waldartigen Baumbestand
geprägt, der stellenweise von goßen freien Wiesenflächen
aufgebrochen wird.
Landschaftlich gestaltete Wassergräben als Abgrenzung
zwischen Besuchern und Tieren tauchen sowohl im Bereich
des historischen Schlossparks als auch im landschaftlichen
Teil des Tierparks auf.
Einige Bereiche des Tierparks sind als geschützte Biotope
(Feuchtbiotop, Wiese, Waldbiotope) ausgewiesen.
Keine nennenswerten Wasserflächen






Kiesig/ sandige Fläche, bewaldet

Schlossgarten

Bewaldete Flächen

Gehege mit Felsgestaltung

Erkenntnis





Großzügigkeit und parkartiger Charakter als
Alleinstellungsmerkmal
Wertvoller alter Baumbestand (ein Großteil davon
geschütztes Biotop)
Großes Potential an freien (ungenutzten) Flächen
Große, zusammenhängende „offene“ Flächen gibt es nur
wenige
Rasenflächen
Ziel- und Entwicklungsplanung

Rasenfläche mit Sandigen Flächen
Seite 19

Legende:

Bestandsanalyse | Grün-/Gehegeflächen
nsin

ger

Flächen vorwiegend
Rasen- / Gräser- /
Staudenfläche
Rasen- / Gräser- /
Staudenfläche
Flächen teils bewaldet

Str


e

Flächen vorwiegend
kiesig / sandig

hsfe

lde

Ge

Flächen bewaldet

Alt

Frie

dric

Marco-PoloSchafe
Kreishornschafe

AltaiLuchse

Markhore

Schnee- Eulen

geschütztes Biotop

Blauschafe

SichuanTakine
Habichtskauz
Riesenseeadler

Weißlippenhirsche

kiesig / sandig
Flächen teils bewaldet

Legende:

Gorale

Gemsen

Vielfraße

Flächen bewaldet

165

Kolkraben
Alpensteinböcke

157

Elche

Kraniche

Mufflons

ies

ele

rS
traß

e

141

Berberaffen

Moschusochsen
Kraniche
Kerabau
Graben

Milu

Davidshirsche

tzti

Dickhäuterhaus
Krallenaffen
Seekühe

Kronenkraniche

Teich

Varis

Graben

Rothunde

Graue Riesenkänguruhs

Graben

Wölfe

Hyänen

Kraniche

Papageien

Freilichtbühne

Stinktiere

Graben

Trampeltiere

WC

Katzenbären

Alpakas

Teich

Dromedare

155

Teich

Schweinsaffen
Affengaragen

Uhus
Uhus

Teich

Teich

Teich

Stelzvogelwiesen

22

254

straße

Graben

Pekaris
Wildschweine

ZwergZiegen

Urs

ula

40

Verwaltung
Richard-Kolkwitz

20

Bucharahirsche

Teich

Rentiere
Lüttichauwe

e
ße
-Str
a
ert
19

Enckevortweg

Lüttichauweg

Teich

be
Ro

ßm
äßle

g

Mohrenklaffschnäbel
Heilige Ibisse
Abdimstörche

Brillenbären

rstr

aße

Seifertweg

e

Robert-Siewert-Straß

Wisente

Graben

Graben

Zoo Direktion
ße

(286)

walke-St
raße

Haustieranlage
-Kurz-S
traße

Ontarioseestraße

Schwarzes
Zackelschaf
latz

Graben

ör-Straße

Erdwölfe

1

Eingang
Bärenschaufenster

Erich

Ziel- und Entwicklungsplanung

Franz-Mett-S
traße

Franz-Mett-S
traße

Graben

9

Am Tierpark
AmTierpark

Imbiss

7

Treskowallee

Baribals

Eingang
Schloss

Alfred-Ko

n

135

Bre
h

Leoparden

Afrikanische
Elefanten

Waldbisons

2

Waldhunde

Criegernweg

37

Panzernashörner

4

rpark

ms
tra

WC
Am Tie

eg

Str


Teich

Graben

n-

Löwen

ger

Ro

Malaienbären

Hülse

Kraniche

AlfredPelikanhaus
BrehmHaus
Tropenhalle

10

Konzerthalle

platz

Leibniz- Institut
Schlangenfür Zoo- und Wildtierfarm
forschung

Atlashirsche

Vogelschutzlehrpfad

WC

Lüttichauweg

traße
alke-S

Riesenschildkröten

Kleinkatzen

Vietnamsikas

Zwergwapitis

rterw

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Brekowweg

Eisbären

Papageien
Wapitis

Ho



Gregoroviusweg

-Kow
Alfred

Tiger

Sambarhirsche

g

Ibisse

Timorhirsche

Terassencafe

Präriehunde

Krokodile

AltaiMarale

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Geiervoliere Pelikane

HartmannBergzebras

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Waschbären

Teich

Graben

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Geparden Pinguine
ChapmanSchloss
Friedrichsfelde
Zebras

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arlotten

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GrevyZebras

Kraniche

KaukasusZebus

Nilgau Antilopen

Teich

Dickhäuterhaus
Krallenaffen
Seekühe

e

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Alfred-Kowalk

Gibbons

Papageien

Asiatische
Elefanten

rS
traß

141

Dingos

Kindercafé

Kraniche

Fasanerie

traße

ele

Verwaltung

Tierkinderzoo

Tierparkschule

ttens

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Heidschnucke

Karl-FörsterGarten

Charlo

Zw

Gelbbrustkapuziner,
Weißkopfsaki

eg

Vikunjas

geschütztes Biotop

Weg

Möwen
Streichelgehege

Richard-Kolkwitz-W

Guanakos

Lamas

Japanmakaken

Schwarzes
Zackelschaf
Walliser
Ziege
SchwalbenbauchSchwarz- Mangalitzaschwein
1
nasenschaf 57

Erdwölfe

Rotluchse

Teich

aße

Haustieranlage
165

Graben

Kattas

kiesig / sandig
Flächen teils bewaldet

rstr

Hyänen

Spielplatz

Somali
Wildesel

Rentiere

Leoparden

Afrikanische
Elefanten

Flamingos

Strauße

ßm
äßle

ße

Waldhunde

Panzernashörner

Teich

PrzewalskiPferde

Ro

Mohrenklaffschnäbel
Heilige Ibisse
Abdimstörche

Teich

Vari-Wald
+ Makis

Aquarien
Papageien

Kulane

Flächen vorwiegend
kiesig / sandig

Richard-Kolkwitz-

RingelschwanzKänguruhs

Cafeteria

Graben

rS
traß

Kleinkatzen

AlfredBrehmHaus
Tropenhalle

Löwen

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e

Imbiss

Graben

Schneeziegen

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Ibisse

Bennett
Känguruhs

Ind.Hängeohrziege
Kiangs

Schopfhirsch



Präriehunde

Schwäne

Wasserbüffel

Mandschurenkranich

HartmannBergzebras

Graben

Tiger

Pamanaziege
Watussi Rinder
Somali-Schafe

Reiher
Ind.
ZwergNellore- zebu
zebus
Leierhirsche
Gayale
SchweinsMesopotamische
hirsche
Damhirsche

Aras
Goldtakine

Geiervoliere

ChapmanZebras

ms
tra

Mishmi-Takine

Teich

Asiatische
Elefanten

Riedböcke
Mhorrgazellen

Greifvögel
und Eulen

GreifIbisse vögel

Teich

Geparden Pinguine

Giraffen

MendesAntilopen
Dscheladas



Wasserböcke

Graben

Bre
h

Arab.
Oryx

Bra
sch
e

Alt F

riedr

GiraffenGazellen

Kaffernbüffel

Rasen- / Gräser- /
Staudenfläche
Flächen teils bewaldet

GrevyZebras

e

Rotbüffel

Affenhaus

Somali
Wildesel

Strauße


tz

ichs

feld

e

Gen
sing
er

Imbiss

Flächen vorwiegend
Rasen- / Gräser- /
Staudenfläche

er S
traß

Stra
ße

nge

rS
traß

e

Wildkatzen

Zw

rt-S
iew

Ge

nsin

ger

Bartgeier

Weg
Richard-Kolkwitz-

Brü
c

ke

155

Seite 20

R

Bestandsanalyse
Besucherinfrastruktur
Besucher
• Ca. 1 Million Besucher pro Jahr
Eingänge
• Zwei Eingänge mit guter Anbindung an öffentliche
Verkehrsmittel
Gatronomieangebote (alle verpachtet)
• Terrassencafé gesamt 450 Plätze
• Cafeteria gesamt 1180 Plätze
• Imbiss Kindercafé
• Imbiss an der Alfred Brehm Strecke
• Imbiss „Roter Husar“ am Affenhaus
• 2 feste Eisstände
• 8 mobile Eisstände
• diverse mobile Verkaufsstände z.B. für Spreewaldgurken etc.

Eingang und Dauer des Aufenthalts

Tierpark-Bahn

Die meisten Besucher betreten den Tierpark über den Eingang „Bärenschaufenster“. DauerkartenNur wenige
Besucher
nutzen
Tierpark-Bahn.
Begründet
wird dies unter anderem durch die
Besitzer
kommen
auch auf
einendie
kürzeren
Besuch vorbei
als Tageskarten-Besitzer.

Eingang Bärenschaufenster

Spielplatz
Bevorzugung des Spazierengehens
durch den Park.

Spielplätze
• ein zentraler Spielplatz am Imbiss Kindercafé

Dauer des Aufenthalts

Eingang

Gründe für die Nicht-Nutzung (Top 5)

Nutzung der Bahn
21 %

Bildung
• Tierparkschule

8%

unter 2 Stunden

genutzt
Bärenschaufenster
nicht
genutzt
Eingang am Schloss

Souvenir-Shops

Tageskarte

27 %

Dauerkarte

Bewegung / laufe18
lieber
%
2 bis 3 Stunden
27 %
3 bis 4 Stunden

Kosten / zu teuer
23 %

36 %

7%

34 %

„stinkt und

Frage:

Kinderwagen dabei
6%
macht Krach“
Kein Unterschied
30 %
4 bis 5 Stunden
17
%
nicht in Betrieb
79 %

%Tageskarte: 227 Min.
zwischen TageskartenØ
Dauerkarte: 169 Min.
14
%
und
Dauerkartenüber 5 Stunden
92 %
nicht
3%
6 %gesehen
„eher für Kinder“
Besitzer
Bollerwagen
dabei
2
%
Durch welchen Eingang sind Sie heute in den Tierpark gekommen?
Frage: Wie lange haben Sie sich im Tierpark aufgehalten?

Basis:

944 Tierpark-Besucher (gewichtet)

Shops
• Shop im Dickhäuterhaus
• Shop am Bärenschaufenster

Tierpark-Bahn

4%

Basis:

Gastronomie
Tierpark-Bahn

679 Tierpark-Besucher (gewichtet), die eine Tageskarte besitzen; 273
Tierpark-Besucher(gewichtet), die eine Dauerkarte besitzen.

Frage:

Sind Sie mit der Tierpark-Bahn/ Bimmel-Bahn gefahren?

Frage:

Gab es Gründe dafür, dass Sie nicht mit der Tierpark-Bahn gefahren sind?

Basis:

953 Tierpark-Besucher (gewichtet)

Basis:

873 Tierpark-Besucher, die nicht mit der Bimmel-Bahn gefahren sind

aserto Zoo und Tierpark Berlin Besucherbefragung 2014

46

Die Souvenir-Shops ziehen nur wenige Besucher an. Von den
Besuchern,
die
in den
Shop
eintreten,
Etwas
über die
Hälfte
der
Besucher,
überwiegend Tagesbesucher, nutztaserto
die Gastronomie.
Die
und Tierpark Berlin
Besucherbefragung
Nutzung
derBesucher
Eingängenutzen
und Dauer
des Aufenthalts
Nur
wenige
die Tierpark-Bahn.
Begründet wird dies unterZoo
anderem
durch
die 2014
Nur wenige Besucher nutzen die Tierpark-Bahn.
Begründet
wird am
diesDickhäuterhaus
unter anderem und
durch
die zweite am Bärenschaufenster.
kauft
jeder Dritte
jeder
gastronomischen Angebote werden im guten bis mittleren Bereich bewertet.
Bevorzugung des Spazierengehens durch den Park.
Imbiss
Bevorzugung des Spazierengehens durch den
Park. am Alfred-Brehm-Haus
Besuch der Souvenir-Shops

8%

genutzt

Souvenir-Shop am
15 %
Dickhäuterhaus
Bewegung / laufe lieber

nicht genutzt

Kosten / zu teuer

Kinderwagen dabei
Kein Unterschied
Souvenir-Shop am
%
nicht in 8Betrieb
zwischen Tageskarten- Bärenschaufenster
Eingangssituation am Bärenschaufenster wenig einladend.
und Dauerkarten92 %
nicht gesehen
Besitzer
Ein Spielplatz für die Größe des Tierparks nicht ausreichend
Bollerwagen dabei
Frage: Außerdem gibt es auf dem

Erkenntnis





Gastronomie: nicht hochwertig, einseitiges Angebot, häufig
geschlossen
Frage: Sind Sie mit der Tierpark-Bahn/ Bimmel-Bahn gefahren?
953 Tierpark-Besucher
(gewichtet)
Shops: kaum wahrnehmbar,Basis:
wenig
einladend

Davon haben etwas gekauft Gastronomienutzung
Gründe für Nichtkauf

Basis:

36 %

5%
3%

„stinkt und
macht Krach“

48 %
„eher für Kinder“

2 % Haben Sie etwas im Souvenir-Shop
Frage:
Tierparkgelände verschiedene
gekauft?
Frage:
Souvenir-Shops. Haben Sie einen oder
Basis:
137 (Dickhäuterhaus) und 67
Frage:
mehrere
besucht?
Frage:davon
Gab
es Gründe dafür, dass Sie nicht mit der (Bärenschaufenster)
Tierpark-Bahn gefahren
sind?
Basis:
Tierpark-Besucher
Basis:
(gewichtet)gefahren sind
948-949
(gewichtet)
Basis:Tierpark-Besucher
873 Tierpark-Besucher,
die nicht mit der Bimmel-Bahn

Ziel- und Entwicklungsplanung

aserto Zoo und Tierpark Berlin Besucherbefragung 2014

32

Gründe für die Nicht-Nutzung (Top 5)

2,3
Bewegung / laufe lieber

1

36 %

2,3 / zu teuer
Kosten

7%

Kinderwagen dabei
2,7
nicht in Betrieb

6%
5%

nicht 2,7
gesehen

3%

Bollerwagen
2
3 dabei

42 %

„stinkt und
macht Krach“

„eher für Kinder“

5

überhaupt nicht zufrieden
Frage: Gab es einen Grund dafür, warum Sie nichts gekauft
sehr zufrieden
haben?
Welche der folgenden gastronomischen Angebote haben Sie heute genutzt? (Mehrfachantworten möglich)
Basis:
88 Tierpark-Besucher (gewichtet), die nach Betreten
Sind Sie mit der Tierpark-Bahn/ Bimmel-Bahn gefahren?
Frage: Gab es Gründe dafür, dass Sie nicht mit der Tierpark-Bahn gefahren sind?
957 Tierpark-Besucher;
Bewertung durch
Tierpark-Besucher
(gewichtet), die mind. ein gastronomisches Angebot genutzt haben
eines Souvenir-Shops
nichts532
gekauft
haben
953 Tierpark-Besucher (gewichtet)
Basis:
873 Tierpark-Besucher, die nicht mit der Bimmel-Bahn gefahren sind
aserto Zoo und Tierpark Berlin Besucherbefragung 2014

Nutzung der Shops

Davon sind 78 Prozent Tagesbesucher.

kein
besonderer Grund 28 % 30 %
Cafeteria
genutzt
8%
nur umschauen/kein
Bedarf
26 %
Imbisse/
nicht
22 %genutzt
Kioske
nichts gefunden
26 %
Kein
Unterschied
Terassencafé
7%
zu teuer
15 %
zwischen Tageskartenund Dauerkartenfüram
Kinder 3attraktiv
92nur
%Café
2%
%
Streichelzoo
Besitzer

37 %

7%
6%

56 %

Nutzung der Bahn

Gründe für die Nicht-Nutzung (Top 5)

Nutzung der Bahn

32

31

Nutzung der gastronomischen Angebote

aserto Zoo und Tierpark Berlin Besucherbefragung 2014 30
aserto Zoo und Tierpark Berlin Besucherbefragung 2014 32

Seite 21

Bestandsanalyse
Stärken und Schwächen
Aus den Erkenntnissen der Bestandsanalyse wurden
Stärken und Schwächen mit Bezug auf die Kategorien Lage,
Erschließung, Bausubstanz, Landschaft, Erlebnis, Zoologie,
Besucherinfrastruktur, Artenschutz und Umweltbildung,
Veranstaltungen, Verhältnis Zoo und Tierpark, Vernetzung
und Wirtschaftliche Faktoren in der nebenstehenden Tabelle
zusammengefasst.
Da es sich bei der vorliegenden Ziel- und Entwicklungsplanung
um ein räumliches Planungskonzept handelt, liegt der Fokus der
weiteren Ausarbeitung auf den untenstehenden Kategorien.

GEORGIA | Matrix
Helvetica

Schwächen
Lage
Erschließung

Anbindung an ÖPNV
Lage in der Stadt
Parkplatzsituation (PKW und Bus)
Besucherführung
Wegenetz
Nutzungstrennung
Transport

Bausubstanz

Landschaft

Bausubstanz
Historisch wertvolle Gebäude
Charakter
Freiflächen
Baumbestand
Bepflanzung Besucherbereich und
Gehege
Schlossparterres
Lennéscher Park
Wassergräben
Denkmalgeschützte Skulpturen

Erlebnis

Schauhäuser

Tierarten

Tiererlebnis

Zoologie

Tierhaltung

Besucherinfrastruktur

Eingang
Gastronomie
Shops
Spielplätze
Beschilderung

Stärken
gut
15 min vom Alexanderplatz

zu wenig Stellplätze für PKWs, keine Busstellplätze
weite Wege, unübersichtlich, Orientierungssystem
fehlt, unmöglich, alles an einem Tag zu sehen
gut ausgebaut
keine Nutzungstrennung von Besucher, Wirtschaft
und Transport
Strecke zu lang, fährt zu selten, kostenpflichtig
Sanierungsbedarf bei Eingang, Verwaltung,
Gebäudetechnik ABH, Affenhaus, Giraffenhaus, Großteil
Dickhäuterhaus, Cafeteria, Schlangenfarm,
Zooschule, zahlreichen Wirtschaftsgebäuden, Tribüne der Ställe in gutem Zustand
und Wassergräben hoch
keine Inszenierung
Schloss als Alleinstellungsmerkmal
parkartiger Charakter, Weitläufigkeit, Naherholung
zum großen Teil ungenutzt
gut gepflegt, großes Potential an ungenutzten Flächen
wenig gepflegt, dichtes Unterholz
wertvoller Baumbestand
wenig differenziert
Bepflanzung verbesserungswürdig
denkmalpflegerisches Konzept fehlt, Ausdehnung und
Originalsubstanz unklar
stark sanierungsbedürftig
Kontext fehlt
insgesamt wenig Schauhäuser, Besucherbereiche
unattraktiv
keine Menschenaffen, oft mehrere Unterarten/Rassen
von einer Art (wenig abwechslungsreich), viele
Dopplungen mit Zoo, beliebte Tierarten schlecht
verteilt
kein übergreifendes Ordungsprinzip (Tieranlagen teils
taxonomisch, teils geographisch geordnet), viele
Zäune, wenig Nähe zu den Tieren
2. Außengehege für Bären fehlen, Gehege wenig
abwechslungsreich, Raubkatzenanlagen nicht
artgerecht, Malaienbär nicht artgerecht,
Dickhäuterhaus nicht artgerecht, Gibbon- und
Kattastall nicht artgerecht
wenig einladend
nicht hochwertig, einseitiges Angebot, häufig
geschlossen
kaum wahrnehmbar, wenig einladend
für Größe des Tierparks nicht ausreichend
kein einheitliches Beschilderungskonzept, keine
interaktiven Angebote, wenig Informationen über die
Tiere, kein digitales Angebot

denkmalgerecht wiederhergestellt
Alleinstellungsmerkmal
wichtiges Landschaftselement
Besonderheit

Viele beliebte Tierarten: Pinguin, Löwe, Tiger, Krokodil,
Giraffe, Elefant, Nashorn, Eisbär

Streichelzoo

überwiegend ausreichende Gehegegrößen

Fokusfelder
Erschließung

Bausubstanz

Landschaft

Erlebnis

Ziel- und Entwicklungsplanung

Zoologie

Besucherinfrastruktur
Seite 22

dan pearlman l Projekt XXX_10_YYY l erstellt von: [Name] l gedruckt: 30.11.2014

02
Marktanalyse

Ziel- und Entwicklungsplanung

Seite 23

Marktanalyse
Ansatz
Im Fokus dieser Marktanalyse steht die Frage, welchen
Stellenwert Zoos in der Freizeitgestaltung der deutschen
Bevölkerung haben, und ob es evtl. andere Nutzungen für den
Tierpark gibt, die zusätzliche Besucher anlocken können.
Da ein großes Potential des Tierparks darin besteht, dass er
über viel Platz verfügt, könnte eine Erweiterung des Tierparks
um andere Freizeitangebote möglicherweise zur Attraktivierung
beitragen.
Ein Überblick über die Freizeit- und Familienattraktionen in der
direkten Umgebung des Tierparks bis zu einer Entfernung von
ca. 66km (Tropical Islands) soll zeigen, welche konkurrierenden
Angebote bereits auf dem Markt sind. Die Auswahl der
Freizeitangebote erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit
sondern soll lediglich einen Eindruck der vielfältigen Angebote
vermitteln.
Darüber hinaus wird im Rahmen der Marktanalyse untersucht,
inwiefern Schloss und Schlosspark Friedrichsfelde Potential
haben, zusätzliche Besucher in den Tierpark zu locken. Eine
Übersicht über das Angebot weiterer Schlösser in Berlin und
Umgebung soll helfen, diese Frage zu beantworten.
Ziel ist, über die Marktanalyse Erkenntnisse für die Entwicklung
einer Strategie hinsichtlich der Positionierung des Tierparks auf
dem Berliner Freizeitmarkt zu gewinnen.

Welchen Stellenwert
haben Zoos/Tierparks
aktuell auf dem
Freizeitmarkt?

Wie groß ist der
Wettbewerb bezüglich
Freizeitattraktionen in
Berlin und Umgebung?

Zentrale
Fragen

Kann der Tierpark sich auf
dem Berliner Freizeitmarkt
erfolgreich positionieren
und wenn ja, wie?

Welche Rolle spielt das
Schloss Friedrichsfelde als
touristisches Angebot in
Berlin?

Ziel- und Entwicklungsplanung

Seite 24

Marktanalyse
Stellenwert von Zoos auf dem Freizeitmarkt
Quelle aller im folgenden zitierten Fakten und der auf dieser
Seite abgebildeten Grafiken sind Untersuchungen des
Marktforschungsunternehmens Profund Consult GmbH.
Zoos und Tierparks in Deutschland
• 863 Zoo- bzw. Tieranlagen in Deutschland mit insgesamt über
60 Mio. Besuchen
• Zoomarkt ist nach wie vor ein Wachstumsmarkt
• Von 2000 bis 2012 Steigerung der Besuche aller Zoos in
Deutschland um 22 % (seit 2007 eher Stagnation)
• Besuchersteigerungen in den Anlagen, welche in den letzten
Jahren konsequent weiterentwickelt wurden
• Konkurrenz nicht nur zu Zoos sondern auch anderen
Freizeitanlagen
• Familien mit Kindern als wichtigste Zielgruppe in Zoos und
Tierparks
• Jugendliche ebenfalls mit hoher Relevanz

Ziel- und Entwicklungsplanung

Seite 25

Marktanalyse
Fazit






Das Angebot an Freizeitattraktionen in Berlin ist sehr vielfältig
und die Konkurrenz auf dem Freizeitmarkt groß
Zoos sind beliebtesten und meistbesuchtesten
Freizeitattraktionen, der Zoomarkt ist ein Wachstumsmarkt
Neben dem Tierpark gibt es mit dem Zoo Berlin und dem Zoo
Eberswalde zwei weitere beliebte zoologische Einrichtungen
in Berlin und Umgebung. Der Zoo ist aufgrund seiner
räumlichen Nähe der größere Konkurrent.
Neben Schloss Friedrichsfelde gibt es zahlreiche weitere
Schlösser mit historischen Parkanlagen, allen voran Schloss
und Park Sansoucci als touristischer Hauptanziehungspunkt
für die Zielgruppe.

Vielfältiges Angebot in
Berlin in allen Sparten des
Freizeitmarktes, zahlreiche
Schlösser und Parks

Als Schlussfolgerung für die Strategie zur Positionierung des
Tierparks auf dem Freizeitmarkt ergibt sich die Konzentration
auf das Kerngeschäft Zoo/Tierpark. Essentiell ist dabei
eine eindeutig unterschiedliche Positionierung von Zoo und
Tierpark zueinander, um auf Dauer einen Fortbestand beider
Einrichtungen zu sichern.

Hoher Stellenwert
von Zoos als
Freizeitattraktion

Zentrale
Erkenntnisse

Schloss als
Alleinstellungsmerkmal
nicht ausreichend

Konzentration auf das
Kerngeschäft, Positionierung
gegenüber Zoo Berlin wichtig

Ziel- und Entwicklungsplanung

Seite 26

03
Benchmarking

Ziel- und Entwicklungsplanung

Seite 27

Benchmarking
Ansatz
Das Benchmarking untersucht anhand erfolgreicher
Beispielprojekte, welche Maßnahmen und Strategien zu einer
Attraktivierung des Tierparks und einer deutlichen Positionierung
von Zoo und Tierpark zueinander führen könnten.
Betrachtet werden zum einen Zoos in Städten die zwei Zoos
haben, zum anderen Zoos, die im europäischen Ranking auf den
besten Plätzen landeten.*
Desweiteren werden andere Zoos mit einer ähnlichen großen
Fläche wie der Tierpark hinsichtlich ihrer Erschließung und
Besucherführung analysiert.
Für jedes der Benchmark-Projekte werden relevante Fakten
gelistet und Alleinstellungsmerkmale identifiziert.
Im Anschluß wird untersucht, inwieweit aus den Benchmarks
Erkenntnisse für die Ziel- und Entwicklungsplanung des Tierparks
abgeleitet werden können.

Gibt es Städte, in denen
erfolgreich zwei Zoos
existieren? Mit welcher
Strategie gelingt dies?

Was zeichnet Zoos aus,
die im europäischen
Vergleich zu den Besten
zählen?

Ergänzend erfolgte eine Recherche zu Transportsystemen und
Erlebnisfahrten in Zoos, um mögliche (attraktivere) Alternativen
der Flächenerschließung zum Moabiter Zug zu prüfen.

Wie funktioniert die
Besucherführung
in anderen Zoos
vergleichbarer Größe?

Zentrale
Fragen

Welche Potentiale für
die Tierhaltung stecken
in der Flächengröße des
Tierparks?

Welche Transportsysteme
sind geeignet, das große
Gelände des Tierparks
besser zu erschließen?
* Europäisches Zoo-Ranking aus:

Anthony Sheridan: Das A und O im Zoo - Europas führende
Zoologische Gärten 2010-2020 (Aktualisierung 2013)
Ziel- und Entwicklungsplanung

Seite 28

Benchmarking
Europas Top-Zoos | Fazit
Erfolgsfaktoren

Auswertung






Neuorientierung der Zoos schlägt sich in der Regel in wegweisenden Projekten nieder
an diesen lassen sich die Erfolgsfaktoren der Top-Zoos gut ablesen





Alleinstellungsmerkmale
zum Beispiel Pongoland
im Zoo Leipzig (größte
Menschenaffenanlage)

Spezialisierung
zum Beispiel Verbindung mit
Naturschutz-Projekten im
Zoo Zürich

Thematisierung
zum Beispiel Yukon Bay im
Zoo Hannover

Inszenierung
zum Beispiel Burgers‘ Bush
Arnheim

Bildungsangebote
zum Beispiel Onlinespiel
„Sabah“, Zoo Leipzig





Zusatzangebote
zum Beispiel BackstageTouren im Tiergarten
Schönbrunn

Schlussfolgerungen für ZEP



Witterungsunabhängigkeit
zum Beispiel Gondwanaland
im Zoo Leipzig

Erlebnisspielplätze
zum Beispiel Brodelburg im
Zoo Hannover

Kooperationen
zum Beispiel Masoala
Projekt Zoo Zürich





Intelligente
Besucherführung
zum Beispiel Zoo Hannover

Ziel- und Entwicklungsplanung

Erlebnisgastronomie
zum Beispiel Kiwara-Lodge
im Zoo Leipzig

alle Zoos im Zoo Ranking sind deutlich kleiner als der
Tierpark
gleichzeitig weisen alle Zoos deutlich höhere
Besucherzahlen auf
alle untersuchten Zoos verfolgen konsequent und über
die Zeit ein ablesbares Konzept für Tierhaltung und
Besuchererlebnis
abgesehen von Wien (stark historisch geprägte Anlage)
verfolgen dabei alle untersuchten Zoos den Ansatz, die
gehaltenen Tierarten räumlich nach geographischen
Lebensräumen zu organisieren
alle untersuchten Zoos befinden sich in permanenter
Weiterentwicklung
die Weiterentwicklungen spiegeln sich im Erfolg
(Beliebtheit, Wirtschaftlichkeit) wider
alle untersuchten Zoos bieten besondere Highlights in
Bezug auf Tiererlebnisse

Events
zum Beispiel Winterzoo
Hannover





Das Ziel ist die Steigerung der Besucherzahlen von 1,5 - 2
Millionen pro Jahr
Aufstellung und konsequente Umsetzung eines
Masterplans/ Ziel- und Entwicklungsplans als Leitlinie
für alle zukünftigen Projektentwicklungen, essentielles
Instrument für eine ziel- und erfolgsorientierte Veränderung
Schaffung von Themenwelten (Einbettung von Tier,
Landschaft und Architektur in eine thematische
Erlebniswelt)
Geozonierung als lebensraumbasierte Grundlage für die
Ordnung des Artenbestandes im Tierpark
Synergien von Umweltbildung, Forschung, Freizeitwert und
dem Erlebniswert
Verstärktes Engagement im Umwelt- und Artenschutz,
Umweltbildung, Ausrichtung einer umweltgerechten
Gestaltung
Sensibilisierung der Besucher
CO2- Neutralität: Biogasanlage etc.

Seite 29

Benchmarking
Erschließung | Fazit
Typ 1 | „Safari-Park“

Auswertung

Beispiel Whipsnade




Große Fläche wird in erster
Linie mit eigenem PKW
befahren

-





Nicht geeignet für hohe
Besucherzahl
Gefährdet den Parkcharakter
In erster Linie für Besucher mit
PKW attraktiv

Zoos mit einer Fläche von 100 ha oder mehr sind kaum
ausschließlich fußläufig zu erschließen
Der Safari Park Whipsnade kann mit dem eigenen PKW
befahren werden. Für den Tierpark Berlin kommt eine
Erschließung mit PKWs aufgrund der großen Besucherzahl
und wegen der Gefährdung des Parkcharakters jedoch
nicht in Frage.

Typ 2 | „Erlebnis-Zoo“

Schlussfolgerungen für ZEP

Beispiel Kolmarden, Bronx Zoo






Große Fläche wird
je nach Besucher auf
variationsreichen Wegen
erschlossen

Ziel- und Entwicklungsplanung

+

• Abwechslungsreich
• Für alle Zielgruppen attraktiv
• Für lange und kurze Besuche
geeignet



Überschaubarer Besucherrundweg zu wichtigsten
Attraktionen
Ergänzende Wege zur vertiefenden Erschließung von
Teilbereichen
Kurze Erlebniswege, die ein „Eintauchen“ ermöglichen
Effizientes Transportsystem mit Stationen an neuralgischen
Punkten
Erschließung von Teilbereichen durch Erlebnisfahrten, um
fußläufige Erschließung zu verkürzen.

Seite 30

Benchmarking
Transportsysteme | Fazit
Typ 1 | funktionaler Transport

Auswertung


B

A






C
Typ 2 | Erlebnisfahrt




Schlussfolgerungen für ZEP


A

Ziel- und Entwicklungsplanung

Es gibt eine Vielzahl von Systemen auf dem Markt, mit
denen sich ausreichende Transportkapazitäten für ein
primäres Transportsystem erreichen lassen
im Prinzip lassen sich die in Zoos verwendeten Systems
nach den zwei Typen „funktionaler Transport“ und
„Erlebnisfahrt“ kategorisieren, wobei sich Mischvarianten
ergeben
„funktionale Transportsysteme“ ermöglichen einen
Transport von A nach B (nach C nach D usw.) für eine
große Menge an Menschen in kurzer Zeit
„Erlebnisfahrten“ bieten in der Regel ein spezielles (Tier-)
Erlebnis, hier ist der Ausgangspunkt generell auch der
Endpunkt der Fahrt > der Transport findet durch ein
bestimmtes Gebiet hindurch statt, aber nicht von A nach B
über die massengeeigneten Transportsysteme hinaus gibt
es eine Vielzahl von sekundären Transportsystemen, die
auf Kleingruppen und Individuen abzielen
eine Auswertung dieser sekundären Systeme ist für die
vorliegende ZEP von nachgeordneter Priorität




aufgrund der Größe des Tierparks kommen hier eine zu
definierende Anzahl an Systemen parallel zueinander in
Betracht, wie auch in den untersuchten Benchmarks zum
Thema Erschließung deutlich geworden
mindestens ein System sollte dem Ziel des funktionalen
Transports folgen
die Auswahl von Systemen für Erlebnisfahrten kann nur
themenbezogen erfolgen, da hier das Ziel ist, die Fahrt
optimal in den Landschaftsraum einzubetten

Seite 31

Benchmarking
Schlussfolgerungen
Mit London, Paris, New York, Chicago und San Diego gibt es
fünf große Städte, in denen erfolgreich zwei Zoos existieren.
Die Erfolgsstrategie besteht dabei aus einem gemeinsamen
Auftreten der Einrichtungen kombiniert mit einer eindeutigen
Differenzierung des Angebots, wie z.B. die Ausgestaltung eines
der beiden Zoos als Safari-Park.
Von Europas Top-Zoos kann man lernen, dass für eine
erfolgreiche Positionierung auf dem Markt ein konsequentes
Konzept und stetige Weiterentwicklung essentiell sind.
Die Größe des Tierparks ist in so Innenstadt-naher Lage
ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. Mit Herdenhaltung,
großflächigen Gehegen, Vergesellschaftung und
Zuchtprogrammen kann dieses Potential für eine langfristig
artgerechte Tierhaltung und eine Spitzenpositionierung des
Tierparks unter den Zoos in Europa genutzt werden.

Gemeinsamer Absender
(Zoo, Tierpark und
Aquarium),
Differenzierung des
Angebots

Die Herausforderung durch die Größe der Fläche liegt darin,
die Erschließung für die Besucher optimal zu gestalten. Das
Benchmarking anderer Zoos mit einer ähnlichen Größe liefert
hierfür hilfreiche Ansätze, wie z.B. die Möglichkeit, die fußläufige
Erschließung durch ein effizientes Transportsystem und/oder
verschiedene Erlebnisfahrten zu ergänzen. Gleichzeitig ist es
wichtig, einen Rundweg anzubieten, der die Besucher zu allen
wichtigen Attraktionen führt. Dies erleichtert die Orientierung und
ermöglicht den Besuchern, alle Highlights zu erleben.

Konsequentes
Konzept und stetige
Weiterentwicklung als
Erfolgsrezept

Zentrale
Erkenntnisse
Kombination
aus Rundweg,
Transportsystem und
Erlebnisfahrten

Größe bietet Potential für
Herdenhaltung,
Vergesellschaftung,
Zuchtprogramme

Große Auswahl an
Transportsystemen

Ziel- und Entwicklungsplanung

Seite 32

04
Strategie

Ziel- und Entwicklungsplanung

Seite 33

Strategie
Einleitung
Die beiden zoologischen Einrichtungen Zoo und Tierpark
entwickelten sich zu Zeiten der Deutschen Teilung parallel und
ohne Blick zueinander, aber auch in Konkurrenz, dass jeder für
sich der besondere Zoo Deutschlands sein sollte: einer der DDR,
einer der BRD.
Dieser Gedanke hielt sich auch noch eine gewisse Zeit nach der
Wiedervereinigung, sodass die Synergie sich nur schleppend
entwickelte. Heute stehen wir an einem anderen Punkt. Heute
verfügen wir über eine Muttergesellschaft als Aktiengesellschaft,
die mit der Tierpark Friedrichsfelde GmbH wiederum eine Tochter
GmbH hat – und dies mit einem Direktor und Verwaltungsstrukturen
in einer Personalunion.
Wir fügen die Einrichtungen Zoo Berlin und Aquarium Berlin in der
City West sowie den Tierpark Friedrichsfelde unter der Dachmarke
ZOOLOGISCHER GARTEN BERLIN zusammen und sind so der
größte Zoobetrieb Europas. Mit dem Ziel vor Augen, intern wie
extern für die Besucher ein gemeinsames Verständnis zu vermitteln,
wollen wir Synergien schaffen.
Wichtig ist dabei zunächst die Profilierung der beiden Zoos:
Während der weiträumige Tierpark Berlin zum Safari-Erlebnis wird
und Besucher einlädt, in authentische Lebensräume einzutauchen
und auf eine abenteuerliche Reise durch die Kontinente zu gehen,
lockt der traditionsreiche und historische Zoo Berlin als grüne und
an Artenvielfalt nicht zu übertreffende Oase mitten in der City West
Besucher aus aller Welt an. Dies im Rahmen der Strategieplanung
vor Augen, beschäftigen wir uns mit der Frage, wie wir uns
ergänzen können, anstatt uns als Konkurrenten zu sehen. Wie
lässt sich das zoologische Angebot, das wir heute haben, für alle
Kundengruppen – von ganz jung bis ganz alt – breit darstellen?
Das ist unsere Hausaufgabe, die es zu lösen gilt. Wir klären auch,
wie wir es schaffen können, möglichst viele Besucher für eine der
Einrichtungen, bzw. im besten Falle sogar viele Besucher für Zoo
und Tierpark zu generieren.
Auch im Bereich der funktionalen Tierhaltung stellen wir uns neuen
strategischen Herausforderungen. Z.B. wie schaffen wir es durch
Gehegegestaltung, dass Besucher sich integriert fühlen und dass
Begrenzungen verschwinden? So genannte Inversionsgehege
sind eine sehr moderne Herangehensweise, die es uns ermöglicht,
Grenzen unscheinbar zu gestalten. Natürlich muss es Grenzen
geben. Es gibt Tierarten, da sind wir froh um Begrenzungen, aber
wie gestalten wir diese, ohne sie visuell hervorzuheben?
In der Strategie der Gehegeaufteilung spielen für uns die
Transportwege eine große Rolle. Grundsätzlich stellen wir fest,
dass es einen funktionalen Transport, aber auch einen ErlebnisTransport gibt. Es ist ein Unterschied, ob man Menschen nur von
A nach B bringt oder ob der Transport dazu dient, ein besonderes
Erlebnis zu vermitteln.

Ziel- und Entwicklungsplanung

Hier siegt Langsamkeit vor Schnelligkeit, um die Blicke der
Besucher gezielt auf Attraktionen ausrichten zu können. Dies wird
speziell für den Tierpark Berlin von enormer Wichtigkeit sein, um
seine große Fläche überhaupt erfassbar zu machen.
Derzeit erkunden die Besucher den Tierpark per pedes, also zu
Fuß. Der Standard für Wegelängen in Zoos liegt bei etwa 3-6 km,
in größeren Zoos bei etwa 7-8 km. Der Tierpark verfügt über 20 km!
Dies birgt mehrere Herausforderungen: Wie erreichen wir, dass die
Besucher einen guten Überblick bekommen und im besten Fall
sogar wiederkommen wollen – und das unter Berücksichtigung
sehr unterschiedlicher Besucher. Es gibt diejenigen, die durch den
gesamten Tierpark joggen und dabei mächtig Spaß entwickeln.
Dann gibt es die Senioren oder Kleinkinder, die niemals in der Lage
sein werden, das gleiche zu schaffen. Wir wollen allen Besuchern
eine Aufenthaltsqualität bieten. Man soll nicht nur laufen, sondern
sich auch hinsetzen und verweilen können, Spannung dabei
erleben – auch das muss bei der Wegeplanung kombiniert werden.
Deshalb ist die Mobilität im Tierpark Berlin von strategischer
Bedeutung in der gesamten Flächenaufteilung.
Eine weitere wichtige strategische Frage wirft die Nutzung einiger
erst in den letzten Jahren gebauter Anlagen auf. Wie können wir
möglichst viele davon in das neue Konzept so integrieren, dass
wir auch die Bauten weitestgehend nutzen können, an denen
nur wenige Veränderungen möglich sind? Wo wir beispielsweise
Stallungen nur kaschieren, verstecken oder für andere Tierarten
umfunktionieren können.
Schon heute verbuchen wir in unseren Einrichtungen 4,5 Millionen
Menschen, d.h. eine Einrichtung könnte diesen Besucherandrang
gar nicht auffangen. Strategisch gesehen gilt es nun einerseits,
im Zoo und Aquarium Berlin die bereits idealen Besucherzahlen
zu halten. Andererseits sollen selbige im Tierpark so gesteigert
werden, dass er eine hohe finanzielle Eigendeckungsquote erreicht,
um mit der Ertragskraft eine gute Tierhaltung zu ermöglichen.
Vergleicht man die Besucherzuwächse mit Hannover oder Leipzig
sowie den Einzug für weitere Besuchergruppen aus dem Umland,
so ergeben sich für den Tierpark ungeahnte Möglichkeiten, um
Wertschöpfung im Freizeitsektor auch in den Bezirk Lichtenberg
zu bringen. So gehen wir davon aus, dass ein moderner ErlebnisTierpark nicht nur Touristen aus der Stadt, sondern auch aus dem
Umland, womöglich auch aus benachbarten Ländern, anzieht,
und damit den Tourismus in Berlin wesentlich stärkt. Somit ist der
Tierpark auch ein wichtiger Motor in wirtschaftlicher Hinsicht für
den Standort der Bezirke Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf
und sichert schon heute weit über 200 Arbeitsplätze.

Seite 34

Strategie
Maßnahmen und Auswirkungen
Die Untersuchung von Europas Top-Zoos im BenchmarkingKapitel hat gezeigt, dass ein konsequentes Konzept und stetige
Weiterenwicklung essentiell für eine erfolgreiche Positionierung
des Tierparks auf dem Markt sind. Nebenstehende Grafik zeigt
potentielle Entwicklungsmaßnahmen (schwarz) und deren
Auswirkungen auf den Tierpark (blau) bzw. auf das weitere
Umfeld (braun) in einer zeitlichen Abfolge.
Ähnliche Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung wurden in
den Zoos in Wien, Leipzig und Hannover ergriffen, um einer
drohenden Schließung entgegenzuwirken. Heute zählen sie zu
den erfolgreichsten Zoos in Europa.
Die Entwicklung startet mit kleineren Maßnahmen zur
Attraktivierung vorhandener Strukturen, die zu erhöhter
öffentlicher Aufmerksamkeit führt. Es folgt die Schaffung
neuer Attraktionen, die wiederum zu erhöhter Aufmerksamkeit,
einhergehend mit einem Anstieg der Besucherzahlen, der
Aufenthaltsdauer und somit der Umsätze führt.
Mit diesem Hintergrund kann der Fokus auf die Organisation von
Events und die Schaffung von Übernachtungsmöglichkeiten als
zusätzliches Angebot gelegt werden. So entsteht die Möglichkeit,
attraktive Angebotspakete zu schnüren und neue Zielgruppen
anzusprechen.
Neben den direkten Auswirkungen auf den Tierpark hat die
Entwicklung auch wirtschaftliche Effekte auf das weitere Umfeld.
So profitieren z.B. lokale Baufirmen von der Bautätigkeit,
Restaurants und Hotels von den zusätzlichen Besuchern. Es
entstehen neue Arbeitsplätze und die touristischen Umsätze in
der Stadt steigen.
Der Fokus der Ziel- und Entwicklungsplanung liegt auf der
Entwicklung von Maßnahmen aus den ersten beiden Schritten:
• Attraktivierung vorhandener Strukturen
• Ausbau von Angeboten und Attraktionen
Weitere Maßnahmen zur Erschließung neuer Zielgruppen und zur
Generierung zusätzlicher Umsätze wie:
• Durchführung von Events
• Schaffung von Übernachtungsmöglichkeiten
werden unter der Kategorie „Sekundäre Entwicklungspotentiale“
aufgeführt und können zu einem späteren Zeitpunkt realisiert
werden.

Ziel- und Entwicklungsplanung

Schaffung neuer
Arbeitsplätze

Schnürung von Angebotspaketen
Verlängerung Besuchsdauer,
Zusatzumsätze

Umsätze in der Stadt
getätigt durch Tierparkbesucher

Attraktivierung vorhandener Strukturen

Schaffung von Übernachtungsmöglichkeiten
Baumhaus, Lodge,
Zeltlager etc.

Erschließung
neuer
Zielgruppen

Tierpark

Ausbau von Angeboten
und Attraktionen

Durchführung von Events
Winterzoo, Nachtsafari,
VIP-Touren etc.

Nachgelagerte
Wirtschaftseffekte
für Cafés, Restaurants,
Hotels

Erhöhte Aufmerksamkeit

Tierattraktionen, Gastronomie,
Spielplätze etc.

Anstieg Besucherzahl,
Aufenthaltsdauer,
Umsätze

Vorgelagerte
Wirtschaftseffekte
durch Bautätigkeiten im Tierpark, die an ortsansässige
Firmen vergeben werden.

Seite 35

Strategie
Übergeordnete Zielstellung
Abgeleitet aus Analyse, Marktfeldanalyse und Benchmarking
ergibt sich für den Tierpark eine übergeordnete Zielstellung,
die als Rahmen für die Zieldefinition und die weiteren
Entwicklungsvorschläge fungiert. Oberstes Ziel ist, die
Wirtschaftlichkeit des Tierparks zu verbessern, um seinen
Fortbestand zu sichern. Dies soll durch Steigerung der
Attraktivität und Erhöhung der Besucherzahlen erreicht werden.

Wirtschaftlichkeit
verbessern

Als Ergebnis aus der Marktanalyse empfiehlt es sich, die
Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung auf das Kerngeschäft
des Tierparks zu konzentrieren. Zu den Kernaufgaben,
die ein Zoo erfüllen soll, gehören Erholung, Artenschutz,
Forschung und Bildung. Da die Ziel- und Entwicklungsplanung
eine räumliche Planung darstellt, liegt der Fokus der
Ziel- und Entwicklungsplanung auf der Verbesserung der
Erholungsfunktion des Tierparks. Die Aspekte Artenschutz,
Forschung und Bildung werden bei der räumlichen Planung mit
berücksichtigt, inhaltliche Konzepte für diese Themenbereiche
sind jedoch separat zu entwickeln.

Besucherzahlen
erhöhen

Attraktivität
steigern

Konzentration auf Kerngeschäft Zoo
Aufgaben eines Zoos erfüllen
Erholung, Artenschutz, Forschung und Bildung

Die Marktanalyse und das Benchmarking haben auch gezeigt,
lt so hoch dass
wie imeine
Zoo.eindeutige Positionierung von Zoo und Tierpark
essentiell für ein erfolgreiches Fortbestehen beider Einrichtungen
ist.Gesamtzufriedenheit
Die Strategie konzentriertder
sichBesucher
hier darauf, eine Profilierung
auf Tierpark
Grundlage der erkannten Stärken vorzunehmen, um die
Der Tierpark wird
von allen Besuchergruppen
sehr
gutund
bewertet.
vorhandenen
Identifikationspotentiale
von
Zoo
Tierpark
Eintritt
nach
Kartenart
bestmöglich zu nutzen und zu erweitern.
uerkarte

Positionierung Tierpark / Zoo klären

Der Anteil der Dauerkarten-Besucher ist im Tierpark doppelt so hoch wie im Zoo.

29 %

Gesamt
1,0 %
Dauerkarte

7%

14 %

71 %
42 %

Ø 1,7
50 %

Monatliches HHNE

Tierpark

sehr gut

Frauen

1,7

bis 29

1,8

unter 2.000 EUR

1,7

eher gut

MännerDauerkarte1,7

30-59

1,7

2.000-3.000 EUR

1,7

über 60

1,6

über 3.000 EUR

1,7

29 %

teils/teils

Tageskarte

eher nicht gut

Kartentyp

Bildungsabschluss

überhaupt
nicht gut
Tageskarte
Tageskarte
86 %

1,7

Tageskarte 1,8
bis Realschule

Dauerkarte

1,6

1,6

Frage: Welches Ticket haben Sie für Ihren heutigen
in den Zoo/Tierpark genutzt?
Gesamtbewertung
des Eintritt
Tierparks
Basis:

Alter

Geschlecht

Zoo

71 %

ab (Fach-)Abitur
Anteil Dauerkartennutzer

Profil schärfen
Stärken stärken, Schwächen beheben
Qualitäten inszenieren,
Wiedererkennungswert sichern

1.006 Zoo-Besucher (gewichtet); 957 Tierpark-Besucher (gewichtet)

aserto Zoo und Tierpark Berlin Besucherbefragung 2014

5

Frage:

Mal ganz allgemein gefragt: Wie gefällt Ihnen der Zoo Berlin?

Basis:

957 Tierpark-Besucher (gewichtet)

aserto Zoo und Tierpark Berlin Besucherbefragung 2014

5

Im Tierpark ist der Anteil an Dauerkartenbesitzern unter
aserto Zoo und Tierpark Berlin Besucherbefragung 2014
den Besuchern sehr hoch, gleichzeitig wird er von den
Besuchern insgesamt gut bewertet. Es besteht eine sehr hohe
Verbundenheit zum Tierpark, die bewahrt werden soll. Anstatt
alles neu und anders zu machen, wird daher die Strategie
verfolgt, die vorhandenen Qualitäten zu stärken und die
Schwächen zu beheben, um einen hohen Wiedererkennungswert
zu sichern.
Ziel- und Entwicklungsplanung

25

Seite 36

In der Analyse wurden die Stärken und Schwächen mit Bezug auf
einzelne Faktoren innerhalb der rechts dargestellten Kategorien
festgestellt.
Aus den einzelnen Faktoren und Kriterien wurde pro Kategorie
rechnerisch eine Gesamtbewertung ermittelt, siehe Tabelle
rechts. Die Bewertung erfolgte in Stufen von -3 (sehr schwach)
bis +3 (sehr stark), wobei in der Gesamtbewertung die Kategorien
Besucherinfrastruktur und Verhältnis Zoo/Tierpark mit -2 die
schlechteste Bewertung erreichten und die Kategorie Lage mit +3
die beste Bewertung.
Der Fokus bei Strategie und Konzept der Ziel- und
Entwicklungsplanung liegt auf der Verbesserung der räumlich
relevanten Aspekte Erschließung, Bausubstanz, Landschaft,
Erlebnis, Zoologie und Besucherinfrastruktur.

GEORGIA | Balken
Helvetica

Schwächen

Stärken

Lage
Erschließung
Gebäude
Landschaft
Erlebnis
Zoologie

Fokus ZEP

Strategie
Stärken-Schwächen-Analyse

Besucherinfrastruktur

Veranstaltungen
Verhältnis Zoo/Tierpark
Vernetzung

Weitere

Artenschutz, Umweltbildung

Wirtschaftliche Faktoren
Legende:
Dunkelrote bzw. dunkelgrüne Balken = hohe Relevanz für ZEP
Hellrote bzw. hellgrüne Balken = geringere Relevanz für ZEP

dan pearlman l Projekt XXX_10_YYY l erstellt von: [Name] l gedruckt: 27.11.2014

Ziel- und Entwicklungsplanung

Seite 37

Strategie
Zieldefinition

GEORGIA | Matrix
Helvetica

Auf Grundlage der Stärken-Schwächen-Analyse und
der übergeordneten Zielstellung der Verbesserung der
Wirtschaftlichkeit, Steigerung der Besucherzahlen und Erhöhung
der Attraktivität des Tierparks lassen sich die nebenstehenden
Ziele für die einzelnen Themenbereiche definieren. Die Zielund Entwicklungsplanung beinhaltet schwerpunktmäßig die
Entwicklung eines räumlichen Konzepts, mit dem die in den
Fokusfeldern auf dieser Seite definierten Ziele erreicht werden
sollen.

Ziele
Erschließung

Parkplatzsituation (PKW und Bus)

Busparkplätze und zusätzliche Parkplätze für PKWs schaffen

Besucherführung

Orientierung verbessern, Rundweg anbieten für 4-6h Aufenthalt

Wegenetz

Bestandswege nutzen

Nutzungstrennung

Trennung von Besucherweg, Transport und Wirtschaftsweg

Transport

Angebot eines attraktiven, kostenlosen und effizienten Transportsystems

Bausubstanz

Sanierung bzw. Neubau, wo Sanierung nicht lohnend

Historisch wertvolle Gebäude
Charakter
Freiflächen
Baumbestand
Bepflanzung Besucherbereich und
Gehege
Schlossparterres

Stärkung von Schloss und Schlosspark als Alleinstellungsmerkmal
Erhalt und Stärkung des Charakters
Erhalt und Attraktivierung der Freiflächen, Nutzung für Haltung großer Herden und
Erhalt und Inszenierung des Baumbestandes

Lennéscher Park

Denkmalpflegerische Untersuchung anstoßen

Wassergräben
Denkmalgeschützte Skulpturen

Erhalt und Nutzung der Wasserflächen
Inszenierung

Schauhäuser

Attraktivierung der bestehenden Schauhäuser, Schaffung zusätzlicher Schauhäuser

Tierarten

Zusätzliche "Highlight"-Tierarten (Menschenaffen), bessere Verteilung der beliebten Tierarten,
Reduktion der "doppelten" Arten, unterschiedliche Profilierung Zoo/Tierpark

Tiererlebnis

Geographische Ordung der Tierarten, Attraktivierung des Tiererlebnisses

Zoologie

Tierhaltung

Verbesserung der Haltungsbedingungen, Schaffung von Synergien mit Zoo, Umsetzung
wissenschaftlicher Erkenntnisse, Einhaltung modernster Standards

Besucherinfrastruktur

Eingang

Attraktivierung Eingangsbereich, Verbesserung Außenwirkung

Gastronomie

Aufwertung Gastronomie

Shops
Spielplätze

Attraktivierung Shops
Zusätzliche Spielplätze, Attraktivierung Bestandsspielplatz

Beschilderung

Neue Beschilderung, bessere Orientierung, interaktive Wissensvermittlung, digitales Angebot

Bausubstanz

Landschaft

Erlebnis

Differenzierung und Aufwertung der Bepflanzung
bessere Inszenierung

Fokusfelder
Erschließung
Ziel- und Entwicklungsplanung

Bausubstanz

Landschaft

Erlebnis

Zoologie

Besucherinfrastruktur
Seite 38

Strategie
Zieldefinition
GEORGIA
| Matrix
Helvetica

Ziele
Artenschutz, Umweltbildung

In-situ-Artenschutz

Mehr Transparenz

Ex-situ-Artenschutz

Führungen
Kommentierte Fütterungen

Neue Projekte anstoßen
Schulung der Mitarbeiter, interaktive Lernangebote, Sensibilisierung der Besucher für Natur- und
Artenschutz
Schulung der Mitarbeiter
Mehr kommentierte Fütterungen, Schulung der Mitarbeiter

Events

Beliebte Events fortführen, evtl. weitere Events

Winterveranstaltungen
VIP-/Firmen-Angebote
Synergien
Positionierung zueinander

Attraktives Winterangebot schaffen
Vermarktung von Schloss und anderen Räumlichkeiten
Synergien schaffen
Deutlichere Profilierung von Zoo und Tierpark

Umweltbildung
Veranstaltungen

Verhältnis Zoo/Tierpark
Vernetzung

Die unter den Kategorien „Weitere Felder“ auf dieser Seite
aufgeführten Ziele betreffen organisatorische oder institutionelle
Faktoren, die nicht im Zentrum der räumlichen Planung stehen.
Da sie durch diese aber mit beeinflusst werden, sind ergänzende
strategische Überlegungen hierzu auf den folgenden Seiten mit
aufgeführt.

Stärkere Vernetzung mit Kitas, soz. Einrichtungen, Naturschutzbehörde, Botschaften etc.

Wirtschaftliche und
organisatorische Faktoren

Räumliche Organisation

Effizientere Organisation

Besucherzahlen

Besucherzahlen vergrößern

Umsatz pro Besucher
Betriebskosten
Gemeinschaft der Förderer von Tierpark
Berlin und Zoologischem Garten Berlin
e.V.

Umsätze steigern
Betrieb effizienter gestalten

Energieeffizienz

Effizienz steigern

Leitungsnetz (Wärme, Strom)

Sanierung, Erneuerung

Einbinden

Weitere Felder
Artenschutz,
Umweltbildung
Ziel- und Entwicklungsplanung

Veranstaltungen

Verhältnis Zoo/
Tierpark

Vernetzung

Organisation

Wirtschaftlichkeit
Seite 39

Strategie
Bausteine
Für die untenstehenden Bausteine der Ziel- und
Entwicklungsplanung wurden Strategien entwickelt, die
aufzeigen, wie die vorab definierten Ziele erreicht werden können.
Übergeordetes Prinzip dabei ist, die in der Stärken-SchwächenAnalyse festgestellten Stärken des Tierparks weiter zu stärken
und seine Schwächen zu beheben. Darüber hinaus werden
Möglichkeiten zur zusätzlichen Attraktivierung identifiziert.
Die Grafiken auf den folgenden Seiten veranschaulichen anhand
von Miniaturplänen des Tierparks, welche Veränderungen durch
die Umsetzung der Ziel- und Entwicklungsplanung jeweils
erreicht werden sollen.

Flächenstrategie





Große Ausdehnung der Tieranlagen
Sehr lange Arbeitswege
Viel ungenutzte Fläche





Fläche

Landschaft

Wirtschaftlichkeit

Zoologie

Erschließung

Besuchererlebnis

Betrieb

Besucherinfrastruktur

Bausubstanz

Sekundäre Entwicklungspotentiale

Ziel- und Entwicklungsplanung

Definition eines Kerngebiets, auf das die
Tieranlagen konzentriert werden
Identifikation von Flächen in peripherer
Lage mit Potential für andere Nutzungen
Identifikation von Flächen innerhalb des
Kernbereichs, die sich für zusätzliche,
weniger kostenintensive Themen (Wald,
Landschaftspark) eignen

Wirtschaftlichkeit





Wenig Umsatz pro Besucher
Hohe Betriebskosten
Geringe Effizienz






Höhere Besucherzahlen
mehr Umsatz pro Besucher
Senkung der Betriebskosten durch
Effizienz im Betrieb
nachhaltiges Energiekonzept

Seite 40

Strategie
Bausteine
Erschließung






Weit verzweigtes, unübersichtliches
Wegenetz
keine Besucherführung
Überlagerung von Besucherweg,
Wirtschaftsverkehr und Tierparkbahn
Unattraktives, ineffizientes
Transportsystem

Betrieb








Nutzung des bestehenden Wegenetzes
Trennung Besucherweg, Transport und
Wirtschaftsweg
Schaffung eines Besucherrundwegs
Schaffung eines effizienten Transportsystems
Erlebnisfahrten zur Erschließung abgelegener
Bereiche
Neuer Eingang an der Gensinger Straße

Umgang mit Bausubstanz






Sehr große Anzahl an Gebäuden
Hoher Sanierungsbedarf bei
Wirtschaftsgebäuden, Verwaltung,
Tierparkschule, Schlangenfarm, Eingang,
Cafetería, Dickhäuterhaus und Eisbärenstall
Tierställe überwiegend in gutem bis
mittlerem Zustand

Ziel- und Entwicklungsplanung




Viele vereinzelte Wirtschaftsgebäude (lange
Wege, Ineffizienz)
Nutzung der Besucherwege für die
Bewirtschaftung






Außenliegender, umlaufender
Wirtschaftsweg
Nutzung der Bestandswege
Ertüchtigung Wirtschaftshof
Kürzere Arbeitswege

Umgang mit der Landschaft







Konsolidierung der Anzahl der
Gebäude
Umnutzung statt Neubau
Sanierung der erhaltenswerten
Bausubstanz
Minimale Anzahl an Neubauten
Bündelung Wirtschaftshof





Parkcharakter, Weitläufigkeit, Baumbestand
als Alleinstellungsmerkmal
denkmalgeschützter Schlosspark
Großes Freiflächenpotential




Erhalt der bestehenden Stukturen (Wald,
Freiflächen, Hügel, Gehege)
Nutzung und Stärkung der Potentiale

Seite 41

Strategie
Bausteine
Zoologie









Besuchererlebnis

kein einheitliches Ordnungsprinzip (teils
taxonomisch, teils geographisch)
Tierbestand zoologisch begründet
Sehr hohe Artenzahl, viele Unterarten
einer Art



Anlagen z.T. nicht artgerecht
(Raubkatzen, Dickhäuter, Bären)
Isolierte Haltung
Z.T. monotone Gehege







Ziel- und Entwicklungsplanung




Zonierung der Tieranlagen nach
geographischer Zugehörigkeit
Konsolidierung der Artenzahl
Auswahl der Tierarten nach zoologischer
Wichtigkeit und Erlebniswert

Verbesserung der Haltungsbedingungen
Große Herden als Alleinstellungsmerkmal
Vergesellschaftung
Behavioural Enrichment
Modernste Tierhaltung dank enger
Kooperation mit wissenschaftlichen
Institutionen




Wenige Highlights
Schlechte Verteilung der Highlights




Zusätzliche Highlights
Bessere Verteilung der Highlights



Keine Differenzierung bei Bepflanzung und
Gehegegestaltung
Lebensraumkontext fehlt
Zäune behindern Tiererlebnis, schaffen Distanz



Eintauchen in ganzheitliche Lebensräume,
erlebbare Kontinente
Unsichtbare Gehegeabsperrungen
Nähe zu den Tieren







Seite 42

Strategie
Bausteine
Besucherinfrastruktur

Erlebnisspektrum
Ice e
Ag

Tiere

e
tlich
Spor itäten
Aktiv

Schloss
Landschaft



Ein zentraler, wenig attraktiver Spielplatz
Wenig hochwertige Gastronomie
Unauffällige Shops







Aufwertung Bestandsspielplatz
Zusätzlicher Spielplatz
Dezentrale Spielangebote
Attraktivierung Gastronomie und Shops
Bessere Verteilung Gastronomie



rch



Tiere, Schloss, Landschaft




Kunstinstallationen

wirtLand
t
f
a
sch

Tiere

Schloss
Landschaft

en

RiesenInsekten





e

cultur

Mosai

Din

nik

os

Bota

Na

nis

leb

er
tur

Bildungsangebot Richtung Natur- und
Artenschutz vergrößern
Ergänzung weiterer Themen/Erlebnisse:
Märchen, Botanik, sportliche Aktivitäten,
Naturerlebnis, Landwirtschaft
temporäre Ausstellungen: Dinos, Ice Age,
Riesen-Insekten, Kunst, Mosaiculture
(Pflanzenskulpturen)

Sekundäre Entwicklungspotentiale

EXIT

ELEFANTENTOR
EWEITERUNGSGEL ÄNDE
EISBÄRBRUNNEN

Wissenschaft &
Forschung

+

Tierpark

Je
safaepri

Unklares Orientierungssystem
Alte, lückenhafte Beschilderung

Ziel- und Entwicklungsplanung




Klares Orientierungssystem
Neue, einheitliche Beschilderung



Fokus auf Tierhaltung und
Landschaftserlebnis

Tierpark+ sNafaacrhi t-

Hinter den
Kulissen-Tour

+



nstal
Veragen
tun

eltUmw ng
bildu







erzoo

Wint

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ach
n
r
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Üb rpark
Tie

im

Events + Veranstaltungen
spezielle Touren/Safaris
Übernachten im Tierpark
Umweltbildung
Wissenschaft und Forschung

Seite 43

Forschung & Artenschutz
Forschung soll in Zukunft eine der tragenden Säulen in der
Neuausrichtung von Zoo & Tierpark werden. Dafür braucht es
einen national und international anerkannten Forschungspartner.
Der Leitung von Zoo und Tierpark ist es gelungen, hierfür
das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) zu
gewinnen.
Im IZW werden die evolutionären Anpassungen von
Wildtierpopulationen und ihre Belastungen durch den globalen
Wandel untersucht und neue Konzepte und Maßnahmen für
den Artenschutz entwickelt. Kompetenzen in den Feldern
der Evolutionsökologie und -genetik, Wildtierkrankheiten,
Reproduktionsbiologie und -management werden im engen
Dialog mit Interessensgruppen und der Öffentlichkeit eingesetzt.
Der direkte Zugang zu Tieren in Zoo und Tierpark bietet dem
IZW einzigartige Forschungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse
aus Feld- und Laborforschung in Zoo und Tierpark können
wertvolle Erkenntnisse für beide Seiten liefern. Zoo und Tierpark
können Forschungsergebnisse direkt umsetzen, um so z. B.
Haltungsbedingungen, veterinärmedizinische Versorgung und
Zuchterfolge zu verbessern.
Diese neuartige Kooperation zwischen einem Zoo/Tierpark und
einer außeruniversitären Forschungseinrichtung, in unmittelbarer
Nachbarschaft zum Tierpark, kann Berlins führende Rolle in der
Wildtierforschung weiter ausbauen. Dabei sollten in Zukunft
in besonderem Maße Ex-situ und In-situ Artenschutzprojekte
eine tragende Rolle spielen. Zoo und Tierpark können dadurch
ihr nationales und internationales Engagement im Artenschutz
nachhaltig verbessern.

KOOPERATION

Strategie
Wissenschaftliche Ausrichtung

+

+

Führende Rolle in der Zoo- und Wildtierforschung

Modernste Forschungsmethoden

Aktive Forschungsarbeit

Enge Verknüpfung von Laborarbeit
und Feldforschung „vor Ort“

Erkenntnisse umsetzen

Tierhaltung

In-Situ und Ex-SituArtenschutzprojekte



Verbesserung der
Haltungsbedingungen
(Gestaltung und Größe der
Gehege, Behavioural Enrichment,
Vergesellschaftung, Gruppengrößen)
• Verbesserung der Tiergesundheit
(veterinärmedizinische Versorgung,
Ernährung etc.)
• Verbesserung der Zuchterfolge
Beitrag zum Artenschutz

Ziel- und Entwicklungsplanung

Seite 44

Artenschutzzentrum
Bildung wird eine weitere tragende Säule in der Neuausrichtung
von Zoo & Tierpark werden.
„Nur was man kennt, kann man schätzen und nur was man
schätzt, kann man schützen.“ Diesem Motto folgend, soll in Berlin
ein weltweit einzigartiges „Artenschutzzentrum“ entstehen, in
dem den Besuchern die wissenschaftliche Arbeit zugänglich
gemacht wird. Hier tauchen Besucher in eine unvergessliche
Erlebniswelt ein, in der aktuelles Forschungswissen aus dem
Bereich der Biodiversitätsforschung auf einzigartige Weise
nachhaltig und interaktiv erfahrbar gemacht wird. In Kooperation
mit dem IZW können so Zoo und Tierpark, im Rahmen ihres
Bildungsauftrages, ein „Best practice“-Beispiel schaffen.
Das gut ausgestattete Artenschutzzentrum wird sich im Tierpark
in unmittelbarer Nähe zum IZW befinden. Es besteht aus
einer gläsernen Tierklinik mit Forschungslaboren und einem
Besucherzentrum für interaktive Erlebnisausstellungen. Das
Besucherzentrum ist über einen separaten Zugang auch von
außen zugänglich. Im tierklinischen Bereich wird mit modernsten
Forschungsmethoden gearbeitet und im Besucherzentrum
werden die Forschungsergebnisse direkt, aus erster Hand,
didaktisch aufbereitet vermittelt. Innovative Darstellungsformen,
wie z. B. ein dreidimensional begehbarer Wildtieratlas oder
animierte Interaktionen von Krankheitserregern wären vorstellbar.
Ein Blick hinter die Kulissen erlaubt es dem Besucher,
unvergessliche Eindrücke über die aktuelle nationale und
internationale Naturschutzforschung zu gewinnen. Zusätzliche
Partner, wie das Museum für Naturkunde (Leibniz-Institut für
Evolutions- und Biodiversitätsforschung), können ihre Expertise
im Ausstellungsbereich gemeinsam mit Zoo, Tierpark und IZW
einbringen.
Besucherinformationssystem
Im Tierpark selbst vermittelt ein neues gehegebegleitendes
Besucherinformationssystem umfangreiches Wissen über die
Tiere und ihre Lebensräume. Neue wissenschaftliche Ansätze
in der Zootierhaltung sowie aktuelle Forschungsthemen und
-methoden werden mit Bezug zur jeweiligen Tierart an den
Gehegen direkt interaktiv zugänglich gemacht. Die Besucher
erfahren, an welchen Artenschutzprogrammen Zoo und Tierpark
beteiligt sind und wie sie sich selbst aktiv im Artenschutz
engagieren können.
Zusätzliche online-Angebote ermöglichen den Besuchern,
bereits vor ihrem Besuch in die Abenteuerwelt des Tierparks
einzutauchen und sich auf ihren Besuch vorzubereiten.

Ziel- und Entwicklungsplanung

KOOPERATION

Strategie
Bildung

+

+

Biodiversitätsforschung
Erlebbar machen

BesucherInformationssystem

Artenschutzzentrum







Gläserne Tierklinik
Forschungslabore
Interaktive Erlebnisausstellung
Blick hinter die Kulissen
Forschung zum Mitmachen








Gehegebegleitend
Interaktiv
Tiere und ihre Lebensräume
Neue Ansätze in der Zootierhaltung
Artspezifische Forschungsthemen
und -methoden, Zuchterfolge
Artspezifische Schutzprogramme

Seite 45


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